Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich hab mich getraut
Nach langem Warten und immer wieder Rausschieben hab ich mir eine neue Hausärztin (ist die Ärztin meiner Eltern) gesucht und war heute in der Praxis.
Die Frau war sehr sehr gründlich - auch und gerade was meine Schilddrüsenproblematik angeht.
Allerdings kamen dabei Dinge raus, die ich so nicht erwartet hatte.
Bei mir wurde ja 1998 Hashimoto diagnostiziert - sie sagte mir heute, dass ich, wenn diese Diagnose richtig wäre, keine Schilddrüse mehr hätte, da sie innerhalb eines knappen Jahres durch diese Autoimmunentzündung zersetzt worden wäre :confused:
Auch auf meine Schilderung der Jodproblematik bzw. meiner Reaktion auf das Schilddrüsenszinti reagierte sie völlig anders als ich erwartet hätte. Und auch ihre Schlüsse waren ganz anders als meine - ihrer Meinung nach wären meine damaligen Nebenwirkungen nur dann zu erklären, wenn bei mir ein Schilddrüsenadenom (ob gutartig oder bösartig muß noch geklärt werden) vorläge. Was aber wiederum niemals gemeinsam mit Hashimoto auftreten würde.
Also Fragen über Fragen.
Natürlich kam sie auch auf mein Übergewicht zu sprechen - einer der ersten Sätze ihrerseits war, dass Diäten nur dick machen :applaus:
Nach unserem ausführlichen Gespräch (auch über meine ES sowie Essgewohnheiten) und der körperlichen Untersuchung meinte sie, dass ich keinesfalls durch das Essen so zugenommen haben könne, wogegen auch die "Fettverteilung" spräche. Ihrer Meinung nach sei dafür sicher eine hormonelle und/oder Stoffwechselstörung verantwortlich, was sie nun abklären will (dafür wurden mir Unmengen Blut abgenommen - faszinierend war dabei, dass sie sämtliche Laborwerte von allein abfragen will, die ich mir so schön auf 'nen Zettel notiert hatte um sie drum zu bitten ;) ).
Zudem machte sie ein EKG und am Freitag kommt dann noch ein Oberbauchsono (wegen der Leber) dran.
Freitag erfahre ich auch, was bei der Laboruntersuchung rausgekommen ist.
Sie war übrigens völlig schockiert, dass bisher noch keinem Arzt aufgefallen ist, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ihrer Meinung nach hätte längst mal jemandem auffallen müssen, dass ich nicht vom Essen dick bin :eek:
Am Freitag wollen wir dann besprechen, was man medizinischerseits tun kann (Hormoneinstellung ...) bzw. was auch ich beitragen kann.
Sie weiß übrigens, dass ich mit meinem Gewicht keine (ästhetischen) Probleme habe - meinte allerdings, dass ich mit meinem BMI von knapp über 40 hohe gesundheitliche Risiken habe (speziell bei meiner Fettverteilung sind die Risiken deutlich höher als bei Leuten, wo sich das meiste an Po und Oberschenkeln verteilt).
Alles in allem fand ich den Besuch sehr positiv, auch wenn es für mich, speziell wegen der Schilddrüse, momentan nicht so rosig aussieht.
Liebe Grüße Euch allen,
Darcy
Lovely Rita
09.08.2005, 17:11
hallo darcy,
erstmal herzlichen glückwunsch zu dieser ärztin.
ich kann dir sehr gut nachempfinden, wie froh du bist, dass jemand endlich genau hinsieht und hinhört.
mich interessiert sehr, wie es weitergeht, vielleicht kannst du berichten?
meinst du mit der fettverteilung, dass es eher am rumpf liegt?
welche hormonelle störung vermutest du bzw. welche hormone werden untersucht?
und was ist eine lebersono?
wozu wird die gemacht?
ich bin auch davor, einen kompletten check zu machen und vermute bei mir eine totale leberüberlastung. könnte man das mit so einer lebersono auch feststellen?
liebe grüße, christine
Hallo Christine,
ja, ich bin wirklich froh, sie gefunden und mich getraut zu haben.
Dass es sie gibt und sie sehr gründlich ist, wußte ich schon seit Monaten - getraut hab ich mich jetzt erst.
Mit der Fettverteilung meine ich, dass ich hauptsächlich am Bauch, aber auch im Nackenbereich zugenommen habe - die Ärztin sprach von Stammfettsucht (was unter anderem als Nebenwirkung bei Cortisonüberdosierung auftritt). Deshalb untersucht sie auch das Cortisol (Hormon) bei mir.
Zudem noch andere Hormone, wie auch die Geschlechtshormone - die entweder für mein ÜG verantwortlich sein könnten oder aber durch das ÜG gestört werden.
Wenn die Hormone nicht ok sind, muß man dann rausfinden, was zuerst da war - das ÜG oder die Hormonstörung.
Im Gespräch ist mir/uns auch etwas aufgefallen: Bis ca. '93 war ich normalgewichtig, erst dann stieg mein Gewicht ständig an, anfangs ca. um 5 Kilo pro Jahr, später dann immer schneller - im letzten Jahr allein waren es ca. 10 Kilo.
Das alles, OHNE dass ich mehr gegessen hätte - also MUSS eine andere Ursache dahinterstecken.
Ein Lebersono ist ein Ultraschall von der Leber, dabei kann man erkennen, ob sie vergrößert und/oder verhärtet/verdichtet ist.
Ob man dabei eine Überlastung feststellen kann, weiß ich nicht - aber sie hat ja auch die Leberwerte im Labor angekreuzt, dort sieht man es sicher.
Meine Leber ist ja schon vorbelastet, ich plage mich seit Ende der '90er Jahre mit stark erhöhten Leberwerten herum.
Gerne berichte ich, wie es weitergeht - bin ja selbst sehr gespannt :cool2:
Liebe Grüße,
Darcy
kampfzwerg
09.08.2005, 18:13
Gerne berichte ich, wie es weitergeht - bin ja selbst sehr gespannt :cool2:
Und wir erst!!! Lass uns alles wissen, damit wir die Ergebnisse diskutieren können und vielleicht selbst auch eigene Schlüsse daraus ziehen können. Schließlich bringen die Erknenntnisse über Dich eventuell auch etwas für all jene, die ähnliche Symptome aufweisen wie Du.
Hallo Darcy,
schön dass Du eine Hausärztin gefunden hast die Dich richtig durchchecken lassen will.
Was jedoch die Hashi Geschichte betrifft, finde ich die Aussage "Schilddrüse ist binnen 1 Jahr weg" etwas seltsam - ich kenne viele Hashis im Hashi-Forum die alle noch eine Schilddrüse haben, wenn oft auch nur noch ganz kleine Rest-Schilddrüsen. Ich habe ja auch noch einen Rest Schilddrüse - wenn diese Krankheit behandelt wird kann es auch zum Stillstand der Zerstörung der Schilddrüse kommen. Das ist ja Sinn und Zweck der Hormonbehandlung - Schilddrüse entlasten so dass sie nur noch wenig arbeitet, Ausgleich des Hormonmangels --> Besserers Befinden. Ich denke auch dass man keinesfalls sagen kann binnen..... Zeit ist die Schilddrüse zerstört, bei jedem verläuft die Krankheit anders, ich habe sie vermutlich schon sehr viele Jahre aber falsch diagnostiziert und auch jahrelang unbehandelt.
Ich habe auch mehrere Knoten in der Schilddrüse, ein Teil ist auf jeden Fall warm sprich man könnte es als Adenom bezeichnen.... sowas entsteht meines Wissens nach bei schlichter Unterfunktion, egal welchen Grund die Unterfunktion hat.
Hashi wird ja aus mehreren zutreffenden Faktoren diagnostiziert, mehrere Blutwerte, dann die Größe der Schilddrüse an sich, die Struktur der Schilddrüse beim Sono....
Hat Dein Endokrinologe noch nie das Cortisol geprüft? War bei meinem (privatärztl.) Endokrinologen bei der ersten Blutuntersuchung schon dabei. Der kassenärztliche Endokrinologe hat nichts dergleichen untersucht; der Besuch bei diesem Arzt war eh eine Farce. Es sollte bei den Ärzten bekannt sein, dass man wenn man so eine Autoimmunkrankheit hat auch noch andere Autoimmunkrankheiten haben kann (z.B. Diabetes Typ 1 aber es gibt auch noch andere Autoimmunkrankheiten z.B. der Niere und des Darms) Bei mir kam gottseidank nichts Schlimmeres mehr raus, mir reicht das Hashi aber auch wirklich.
Jedenfalls hoffe ich für Dich dass Deine Ärztin sich ausführlich mit Dir befaßt, auch wenn die Schilddrüsensache meiner Meinung nach nur ein wirklicher Facharzt behandeln sollte.
Gruß
Ulrike
Hallo Ulrike,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Allerdings hab ich bei einigen Äußerungen von Dir "Fragezeichen" in den Augen:
wenn diese Krankheit behandelt wird kann es auch zum Stillstand der Zerstörung der Schilddrüse kommen
Bei mir wurde Hashi ja bereits 1998 in Hamburg festgestellt - allerdings wurde mir bereits damals schon gesagt, dass Hashi NICHT behandelt werden kann. Es können nur die Hormone zugeführt werden, die eben wegen Hashi nicht mehr in der Schilddrüse produziert werden können - eine Heilung jedoch gäbe es nicht.
ich kenne viele Hashis im Hashi-Forum die alle noch eine Schilddrüse haben, wenn oft auch nur noch ganz kleine Rest-Schilddrüsen. Ich habe ja auch noch einen Rest Schilddrüse
Das Putzige ist, dass sie bei mir jedoch eine etwas vergrößerte Schilddrüse getastet hat - und auch letztes Jahr im Szinti war die Schilddrüse nicht nur als Rest vorhanden :confused:
Das ist ja Sinn und Zweck der Hormonbehandlung - Schilddrüse entlasten so dass sie nur noch wenig arbeitet, Ausgleich des Hormonmangels --> Besserers Befinden.
Nicht so ganz - Sinn und Zweck ist einzig und allein, den Hormonmangel auszugleichen - gegen Hashi gibt es KEINE Behandlungsmöglichkeit.
Ich habe auch mehrere Knoten in der Schilddrüse, ein Teil ist auf jeden Fall warm sprich man könnte es als Adenom bezeichnen.... sowas entsteht meines Wissens nach bei schlichter Unterfunktion, egal welchen Grund die Unterfunktion hat.
Der Witz ist, dass ich beim Szinti letztes Jahr KEINE Knoten hatte.
Hat Dein Endokrinologe noch nie das Cortisol geprüft? War bei meinem (privatärztl.) Endokrinologen bei der ersten Blutuntersuchung schon dabei. Der kassenärztliche Endokrinologe hat nichts dergleichen untersucht; der Besuch bei diesem Arzt war eh eine Farce. Es sollte bei den Ärzten bekannt sein, dass man wenn man so eine Autoimmunkrankheit hat auch noch andere Autoimmunkrankheiten haben kann (z.B. Diabetes Typ 1 aber es gibt auch noch andere Autoimmunkrankheiten z.B. der Niere und des Darms) Bei mir kam gottseidank nichts Schlimmeres mehr raus, mir reicht das Hashi aber auch wirklich.
Ich habe gar keinen Endokrinologen - seit ich aus HH weg bin schon nimmer (also seit 2000).
Das Problem ist, dass wir hier in der Gegend in dieser Hinsicht mehr als unterversorgt sind - der nächste (private) wäre 100km entfernt, aber den könnt ich mir schon rein finanziell nicht leisten.
Dass bei mir noch andere Autoimmunkrankheiten auftreten könnten, darüber wurde ich auch schon '98 informiert - ich habe bereits längere Zeit schon Probleme mit dem Darm (wird sie auch noch abklären, aber bereits beim Abtasten des Bauches sprach sie mich drauf an, dass da wohl eine Entzündung drin wäre und ob ich denn Probleme hätte - mein alter Hausarzt hat sich da nie drum gekümmert, obwohl ich ihn oft darauf angesprochen hatte), der HbA1C ist schon leicht erhöht (hat sie diesmal auch mit getestet) und die Leber ... na ja, reden wir nicht drüber :(
Fakt ist jedoch, dass sie für mich einen kompetenteren, engagierteren Eindruck macht als mein Endokrinologe damals in HH, dass sie auf Anhieb an bestimmte Werte dachte die untersucht werden müßten, OHNE dass ich danach fragen mußte - ich fühle mich da wirklich in guten Händen.
auch wenn die Schilddrüsensache meiner Meinung nach nur ein wirklicher Facharzt behandeln sollte
Mag alles sein - nur hab ich hier keinen Facharzt zur Hand (s.o.).
Liebe Grüße, Darcy
Hallo Darcy,
mit Behandlung habe ich nicht gemeint dass man Hashimoto irgendwie heilen kann oder direkt behandeln. Hätte ich das so schreiben müssen?!? Die Hormonbehandlung ist ein Ausgleich für den Hormonmangel, gleichzeitig dient sie jedoch der Entlastung der Schilddrüse. Insofern kann man das schon als Behandlung sehen, wenn auch nicht direkt. Heilung gibts keine.
Zur Größe der Schilddrüse: Es gibt auch die Variante dass die Schilddrüse vergrößert und nicht verkleinert ist, das ist aber glaube ich eine andere Form der Erkrankung - den Fachbegriff weiß ich nicht.
Hat Deine Ärztin die Knoten beim Ultraschall festgestellt? Welche Größe hat sie denn gemessen? Knoten können sehr schnell wachsen, wenn ich denke welches Tempo meine Knoten bei Nichtbehandlung an den Tag legten......
Egal, wenn Du deiner neuen Ärztin vertraust, dann warte mal ab was sie sagt.
Das mit dem Facharzt meine ich wirklich ernst, ich mußte nach vielen Versuchen mit anderen Ärzten (Radiologen, Internisten etc.) auch erstmal 60 km fahren und lange auf einen Termin warten. Bin jedoch inzwischen bei einem privatärztl. Endokrinologen gewesen, ist nicht so teuer wie man glaubt, aber vor allem das Wichtigste: eine ordentliche Diagnose und Behandlung! Meine Lebensqualität hat sich dadurch enorm verbessert (eine Zeitlang wars nämlich kein Leben mehr, nur noch abwarten dass der Tag rumgeht)
Gruß
Ulrike
Hallo Ulrike,
mit Behandlung habe ich nicht gemeint dass man Hashimoto irgendwie heilen kann oder direkt behandeln. Hätte ich das so schreiben müssen?!?
Nö.
Das mit dem Facharzt meine ich wirklich ernst, ich mußte nach vielen Versuchen mit anderen Ärzten (Radiologen, Internisten etc.) auch erstmal 60 km fahren und lange auf einen Termin warten. Bin jedoch inzwischen bei einem privatärztl. Endokrinologen gewesen, ist nicht so teuer wie man glaubt, aber vor allem das Wichtigste: eine ordentliche Diagnose und Behandlung! Meine Lebensqualität hat sich dadurch enorm verbessert (eine Zeitlang wars nämlich kein Leben mehr, nur noch abwarten dass der Tag rumgeht)
Nun ja - zu dieser Ärztin fahre ich auch (einfache Strecke) gute 50km - und das, obwohl sie "nur" Allgemeinärztin ist. Allerdings scheint sie ziemlich viel Ahnung zu haben und auch Untersuchungen zu machen, die andere nicht durchführen (nebenbei hat sie sich noch auf Homöopathie und Akupunktur spezialisiert, was mir sehr sympathisch ist, aber meine KK nicht bezahlt).
Zum nächstgelegenen (privaten!) Endokrinologen müßte ich über 100km (einfache Strecke) fahren - ohne Erfolgsgarantie.
Eine Verbesserung der Lebensqualität wär schon nicht schlecht - ich hab grad mal so nachgedacht die letzten Tage und mir ist aufgefallen, dass es mir eigentlich schon seit ca. 1993 nicht mehr wirklich gutgegangen ist. Sind zwar nur so nette Kleinigkeiten, dass ich ständig und immer müde bin, seit Jahren schon unter Schmerzen (besonders in den Fingergelenken, aber auch in den Füßen/Knien) leide, diese leidige Darmentzündung einfach nicht weggeht, die Schmerzen im rechten Oberbauch von der Leber ... aber was solls - beim Arbeiten vergißt man das meiste davon. Ich möcht jetzt auch gar nicht jammern, aber ich denke, wenn ich allein die Müdigkeit wegkriegen könnte, wär meine Lebensqualität bedeutend verbessert.
Ein wirklich schönes (im Sinne von angenehm) Leben isses nämlich bei mir auch nicht unbedingt - aber wie heißt es so schön: So lange ich noch Schmerzen habe, weiß ich dass ich noch lebe :cool2:
In diesem Sinne,
Darcy
PS: Bitte für morgen die Daumen drücken, dass alles gut ausgeht :daumen:
kampfzwerg
11.08.2005, 22:51
PS: Bitte für morgen die Daumen drücken, dass alles gut ausgeht :daumen:
Zu Befehl!
*drück*
Na dann wünsche ich Dir auch viel Glück und berichte doch bitte was bei den Untersuchungen rausgekommen ist.
Fahrstrecken zu Ärzten hat man halt immer wenn man am Lande wohnt..... ein Preis fürs Landleben?!?
Gruß
Ulrike
Ich wollte nur mal anmerken, dass es durchaus auch fähige kassenärztliche Endokrinologen gibt. Das Problem mit den kassenärztlichen Endokrinologen ist, dass die ihre Arbeit von den Kassen wie ein Hausarzt bezahlt kriegen, also pauschal mit 50€ pro Patient und Quartal. Wenn man bedenkt, dass manche endokrinologische Untersuchung schon teurer ist, ist klar, dass dann die Qualität leided.
In Nürnberg hat meines Wissens beispielsweise die letzte endokrinologische Praxis mit Kassenzulassung nach der letzten Gesundheitsreform ihre Kassenzulassung zurückgegeben. Um die Endokrinologen ist es in Deutschland leider schlecht bestellt, es fehlt der Nachwuchs, das Ansehen und - dank der Politik - das Geld.
Kirstin
Enttäuschung pur - mehr würde ich am liebsten gar nicht schreiben.
Heute war ich ja nochmal bei der Ärztin - wegen Ultraschall und Besprechung der Laborergebnisse.
Bei der Ultraschalluntersuchung war soweit alles ok - alle Organe im Bauchraum sehen gesund aus, bis auf die Leber (aber das war nix neues).
Dann kam der Hammer: Laborwerte sind soweit alle ok (außer Leber und Schilddrüse - was auch zu erwarten war). Ich habe doch Hashimoto (wundert mich jetzt nicht wirklich, da ich die Diagnose '98 von einem wirklich kompetenten Arzt bekam), nix mehr mit Adenom und so weiter. Muß nur mit der Substituierung hochfahren, die eingenommenen Hormone reichen längst nicht aus.
Mein Übergewicht liegt plötzlich nur am Essen, mit den Hormonen wäre soweit alles ok (zwei Werte fehlen noch). Ich müsse unbedingt Gewicht verlieren - auf meine Frage "Wie?" kommt als Antwort "Weniger essen".
Ha ha - selten so gelacht.
Ich sage "das geht nicht" - darauf stutzt sie und meint dann, wir müßten nochmal in Ruhe miteinander reden, aber dazu solle ich einen neuen Termin ausmachen, da das Gespräch länger dauern würde und sie jetzt nicht so viel Zeit hätte (das Sprechzimmer war wirklich voll).
Sie würde aber merken, dass ich nicht glücklich bin (das sieht man mir an) und außerdem wäre es ja wohl klar, dass ich nicht glücklich sein kann, ich müßte ja nur mal nackt in den Spiegel schauen.
Ich soll mir bis zum nächsten Termin überlegen, was ich an meinen Lebensumständen ändern könne/wolle und was "damals" passiert ist, als ich begann zuzunehmen.
Nun ja - ich bin schon etwas frustriert, verspreche aber, mich wegen dem neuen Termin zu melden.
Dann der nächste Hammer:
Ich bin bei meinen Eltern (deren Hausärztin sie ja auch ist) und mein Vater bittet mich zu einem Gespräch.
Offensichtlich hat er mit ihr (oder sie mit ihm) über meine Situation gesprochen, hat ihr von meiner Vergangenheit erzählt (dass ich Abi/studiert habe, dann aber auf Krankenschwester umgeschult und jetzt halt unbedingt in die Psychiatrie wollte). Bisher hatte er das immer akzeptiert, auch wenn er immer der Meinung war, dass ich was "besseres" verdient hätte.
Jetzt allerdings hat diese Frau (wohlgemerkt nachdem sie mich EINMAL gesehen hatte) ihm erklärt, dass meine Arbeit für mich nix ist, dass NIEMAND solch eine anstrengende schwere Arbeit lange durchhalten könne, dass das auch niemand wirklich freiwillig machen würde (sogar Ärzte, die in der Psychiatrie arbeiten müßten, würden so schnell wie möglich wieder wechseln), in der Psychiatrie wäre man froh über jeden, der da überhaupt arbeiten wolle und würde auch jeden nehmen - und der absolute Knüller war dann, dass ich mir wohl diese schwere, unterbezahlte, unbeliebte Arbeit ausgesucht hätte UM MICH ZU BESTRAFEN!!!
Das ist doch echt der Hammer, oder?
Ich habe mit meinem Beruf, speziell mit meiner Arbeit in der Psychiatrie eine Arbeit gefunden, die mich wirklich ausfüllt, die meine Berufung ist - und die sagt so 'nen Schwachsinn???
Mein Vater ließ sich natürlich nicht davon abbringen - das IST jetzt DIE Lösung: Ich muß nur einfach woanders (in einer Klinik - am besten irgendwas für Herzkranke oder so) arbeiten, schon lerne ich einen tollen Mann (wahrscheinlich Chefarzt, mindestens aber Oberarzt) kennen, der mich umwerfend findet und nebenbei nehme ich auch noch irre viel ab, weil ich ja dann psychisch wieder aufbaue.
Was für ein Schwachsinn.
Mann, ich bin sowas von wütend - am liebsten hätte ich sofort den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen, was aber leider nicht ging, da sie auf dem Weg in den Urlaub (zusammen mit meinem Sohn) sind - ich hätte so schnell keine Möglichkeit für ihn gefunden für die Ferien.
Aber wenn sie wieder zurück sind, wird da ein sehr sehr ernstes Gespräch anstehen.
Jedenfalls sind damit meine Hoffnungen, eine gute Ärztin gefunden zu haben, völlig hinfällig.
Irgendwie sind sie halt doch alle gleich besch*ssen.
Traurige Grüße,
Darcy
Brockenhexe
12.08.2005, 23:17
Sie würde aber merken, dass ich nicht glücklich bin (das sieht man mir an) und außerdem wäre es ja wohl klar, dass ich nicht glücklich sein kann, ich müßte ja nur mal nackt in den Spiegel schauen.
Dann der nächste Hammer:
Ich bin bei meinen Eltern (deren Hausärztin sie ja auch ist) und mein Vater bittet mich zu einem Gespräch.
Offensichtlich hat er mit ihr (oder sie mit ihm) über meine Situation gesprochen, hat ihr von meiner Vergangenheit erzählt (dass ich Abi/studiert habe, dann aber auf Krankenschwester umgeschult und jetzt halt unbedingt in die Psychiatrie wollte).
Hallo Darcy,
dass Du stinksauer bist kann ich verstehen. Die Äußerung mit dem Spiegel ist aus meiner Sicht schon eine Frechheit, aber hinter Deinem Rücken mit Deinem Vater zu sprechen ist oberdreist.
Was ist da mit der ärztlichen Schweigepflicht? Ich würde mich beschweren, aber ganz gewaltig.....http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/mad.gif
Gruss aus Dortmund
Die Brockenhexe
Ich bin fast sprachlos, so eine Unverschämtheit dieser Ärztin! Die ärztliche Schweigepflicht so verletzen, das ist ungeheuerlich! Mit Deinen Eltern wirst Du sicher noch ein Wörtchen reden....
Vielleicht solltest Du dir doch einen Endokrinologen suchen, vor allem wegen der Schilddrüse - und auch wegen der Gewichtszunahme seit 1993. Normal ist das nicht, und wenn man das nur aufs Essen schiebt (und Du keine Eßstörung hast) ist das Quatsch.
Ich weiß ja nicht wie informiert Du über Hashimoto bist, es gibt ein paar gute Bücher dazu und eine für mich wertvolle Website: http://www.hashimotothyreoiditis.de/
Mit der Hilfe der vielfältigen Informationen habe ich meine Hormoneinstellung selbst in die Hand genommen, mein (Haus-)Arzt ist damit einverstanden. Denn leider wissen die meisten Ärzte gar nicht welche Hormondosis für den jeweiligen Patienten die Richtige ist, es ist auch schwer bzw. langwierig das herauszufinden, keine Frage. Trotzdem lauten die Empfehlungen der Ärzte auf oft zu niedrige Dosen "solange im Normbereich ist alles ok" ist die Standardaussage die ich schon zu oft gehört habe. Mir mußte es lange Zeit schlecht gehen bis meine Werte endlich außer der Norm waren, bis ich überhaupt eine Behandlung bekam. Ach ja, welche Normwerte von welchem Arzt angenommen werden ist auch nochmal so eine Geschichte für sich (als Laie denkt man dass alles geregelt ist, stimmt aber leider nicht) Mein Endokrinologe hat dann doch zugegeben dass die Hormoneinstellung schwierig ist und man evtl. selbst probieren muß was passt. Seitdem gehts aufwärts ;) auch wenn es viel Mut meinerseits brauchte.
Ich wünsche Dir dass Du einen guten Arzt findest, auch bei weiter Anfahrt rentiert sich das ganz sicher - für Dich und Deine ganzes Leben!
Gruß
Ulrike
Hallo Darcy,
Deine Ärztin war ja wirklich eine "Mogelpackung"! Tut mir leid, dass Du so enttäuscht worden bist.
Ihre unqualifizierten "psychologischen" Interpretationen über die Motive bei Deiner Berufswahl und die Bemerkung über den "Blick in den Spiegel" sind schon unverschämt, aber das Gespräch mit Deinem Vater ... unglaublich!
Diese Frau hat Deine Intimsphäre gleich in mehrerer Hinsicht verletzt (wie könnte man solche penetranten Grenzüberschreitungen wohl psychologisch deuten? :-D), und vielleicht solltest Du Dich darüber beschweren.
Ein klärendes Gespräch mit Deinen Eltern nach dem Urlaub halte ich auch für wichtig.
In irgendeinem Thread hier im Forum (ich glaube, Sally hatte ihn gestartet) wurde übrigens schon einmal über Ärzte diskutiert, die mit dicken Patienten zunächst freundlich sind und ihr wahres Gesicht erst dann zeigen, wenn sie die Ursache der Beschwerden nicht finden konnten. Anstatt zuzugeben, dass man im Augenblick nicht weiterkommt, werden dann häufig pauschal das Übergewicht und "das Essen" verantwortlich gemacht.
Auch ich habe solche Exemplare leider schon mehrmals erlebt, aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Viele Grüße,
Kimmie
Lovely Rita
13.08.2005, 18:13
ach, darcy, es tut mir leid.
die bemerkung mit dem spiegel war eine unverschämtheit, auch das andere gebrabbel.
und dass sie ihre ärztliche schweigepflicht verletzt ist voll daneben. du solltest herausfinden, wie weit die einmischung deines vaters in der sache gegangen ist, ich mein, das liest sich ziemlich schräg.
liebe grüße, christine
Wißt Ihr,
die Bemerkung mit dem Spiegel find ich gar nicht so schlimm - die trifft mich überhaupt nicht, weil ich schon seit dem letzten Jahr meinen Körper so annehmen kann wie er ist. Vorher hätte mich das sicherlich fertig gemacht - heute kann ich darüber sogar schmunzeln.
Was mich aber wirklich zutiefst ärgert ist, dass ich für meine Berufswahl so "angegriffen" wurde. Wieso ist es denn so schrecklich, wenn man sich einen Beruf wählt, bei dem man zwar weder reich noch berühmt wird und der sicher auch nicht leicht ist, aber bei dem man seine ganz persönliche Erfüllung findet?
Wieso fällt es anderen so schwer, mir das zu glauben?
Ich meine, ich weiß ja, dass unsere Gesellschaft furchtbar materiell eingestellt ist und bei der Jobsuche für die meisten Menschen nur Geld und Prestige zählen - aber ist es wirklich so schwer vorstellbar, dass jemand GERNE für andere da ist? Dass jemand GERNE einen Beruf ausübt, den offensichtlich die meisten Menschen für sich nicht vorstellen können?
Und muß man diesen "Aussenseiter" dann noch so hinstellen, als wäre er nicht normal?
Was ich eben auch sehr traurig finde ist, dass sie gegenüber meinem Vater "geplaudert" hat (wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass die Initiative von ihm ausging). Ich hätte gern mit ihr auch weiterhin zusammengearbeitet, weil sie, nachdem ich ihr sagte, dass "weniger essen" definitiv nicht drin ist, schon in Richtung (psychische) Probleme ging (die ich ja auch durch und mit meiner ES habe). Da ich mir aber nicht sicher sein kann, dass sie die Klappe hält, fällt das nun auch flach. Schade eigentlich, aber nicht zu ändern.
Ich wünsch Euch 'nen schönen Abend,
Darcy
Hy Darcy,
aber ist es wirklich so schwer vorstellbar, dass jemand GERNE für andere da ist? Dass jemand GERNE einen Beruf ausübt, den offensichtlich die meisten Menschen für sich nicht vorstellen können?
Und muß man diesen "Aussenseiter" dann noch so hinstellen, als wäre er nicht normal?
Als die Praktika bei mir im Job inner Krankenhausbibliothek verteilt wurden (bin gelernte Bibliotheksassistentin - und damals gabs noch Krankenhausbücherein) traf eine sehr "vornehme" Azubi das "Schicksal" Psychiatrie (wird ausgesucht nach Wohnort). Sie meinte nur: "Um Gottes willen! Ich arbeite doch nicht freiwillig bei den Deppen!"
Und das ist leider noch die Einstellung von vielen Menschen: Inner Psychiatrie sind nur Menschen die einen anner Waffel ham. Das diese Menschen aber auch Hilfe brauchen, einen Menschen der sie nicht einfach abfertigt das übersehen viele sehr gerne. Ebenso wie die Tatsache das zu 99,9% (wenn nicht sogar 100% -meine ganz eigene Meinung-) andere die Schuld dafür trifft, das jemand in die Psychiatrie geht oder gegangen wird. Denn wer ist schon so blöd und macht diesen Job mit Herzblut? Das jemand freiwillig da arbeitet können die meisten Menschen sich nicht vorstellen :(
Was ich eben auch sehr traurig finde ist, dass sie gegenüber meinem Vater "geplaudert" hat (wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass die Initiative von ihm ausging). Ich hätte gern mit ihr auch weiterhin zusammengearbeitet, weil sie, nachdem ich ihr sagte, dass "weniger essen" definitiv nicht drin ist, schon in Richtung (psychische) Probleme ging (die ich ja auch durch und mit meiner ES habe). Da ich mir aber nicht sicher sein kann, dass sie die Klappe hält, fällt das nun auch flach. Schade eigentlich, aber nicht zu ändern.
Auch wenn die Initiative von ihm ausging: Sie hätte die Pflicht gehabt zu schweigen. Du bist volljährig! Und nicht entmündig - somit gibt es kein Recht der Welt das sie gegen die ärztliche Schweigepflicht verstossen hat.
Wie soll man da noch vertrauen haben?
Sorry a weng wirr is :holy:
:wink1: Aska
Lovely Rita
13.08.2005, 23:37
Was mich aber wirklich zutiefst ärgert ist, dass ich für meine Berufswahl so "angegriffen" wurde. Wieso ist es denn so schrecklich, wenn man sich einen Beruf wählt, bei dem man zwar weder reich noch berühmt wird und der sicher auch nicht leicht ist, aber bei dem man seine ganz persönliche Erfüllung findet?
Wieso fällt es anderen so schwer, mir das zu glauben?
ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen. ich kenn eher das gegenteil. allein in meinem freundeskreis haben zwei beruflich etablierte leute ihren job an den nagel gehängt, um im pflegebereich zu arbeiten. die arbeiten als pfleger von mehrfach behinderten und alle ziehen den hut vor ihnen.
und einige bekannte haben absichten in der richtung geäußert, bedauern aber, dass sie nicht auf ihre guten gehälter verzichten möchten.
ich versteh auch nicht, was an deiner berufswahl so schwer zu verstehen sein soll.
lg, christine
vor allem ist das eine ganz miese, subtile art sich einzumischen und dir zu verklickern, daß das alles gar nicht richtig für dich ist und daß du doch lieber dies oder das machen solltest.
diese leute (einschließlich deiner eltern!) sind nicht DU!!! es ist unglaublich perfide so zu handeln und es trifft dich doppelt, weil es quarsi eine "zweifache" botschaft ist. eine verbale und eine unterschwellige, die dich als mensch runterputzt.
der spruch der ärztin ist so unglaublich persönlich, daß ich echt fassungslos bin. daß du schreibst, daß dir der gar nicht so viel ausgemacht, zeigt mir, daß du es (noch ;))"gewohnt" bist, daß andere so dermaßen deine privatsphäre überschreiten. dieser frau - und jedem anderen menschen - geht es, entschuldigung, einen scheiß an, wie du nackt aussiehst und wie du dich damit fühlst(wobei sie damit gleich schon wieder das vorurteil lebt, daß dicke sich auf keinen fall schön finden können :laber: ).
ich schrieb es eben in einem anderen thread schon - es ist unglaublich schwer grenzen zu ziehen. zum einen, weil man es so sehr gewohnt ist, daß andere die eigenen grenzen überschreiten und man es deswegen schon fast als "normal" ansieht, zum anderen, weil man meist erst (zu) spät erkennt, daß wieder so eine situation eingetreten ist.
wie schön, daß wir auf dieser erde sind, um zu lernen, so kann man sich drauf trainieren, solchen situationen immer etwas eher zu begegnen, so daß man irgendwann gleich die rote karte ziehen und andere in ihre schranken verweisen kann :stop: .
dein berufswunsch ist völlig ok und alleine deine sache. du bist da um deinen weg zu gehen - wie der ausschaut und wo der längs geht, können andere überhaupt nicht wissen. also sollen sie sich gefälligst da raus halten.
gruß Stöpsel
Danke liebe Aska und Christine für Euren Zuspruch.
Ich muß nun auch noch was Positives schreiben, was durch den ganzen Ärger etwas untergegangen ist.
Da ich mich inzwischen wieder beruhigt hatte, habe ich mir heute morgen mal die Laborbefunde angesehen, die sie mir (ohne dass ich überhaupt fragen mußte) mitgegeben hat.
Das Schöne ist, dass sich meine Leberwerte sehr verbessert haben. Sind zwar immer noch nicht im Normbereich, aber nur noch leicht erhöht.
Sehr schön ist auch, dass mein HbA1c-Wert sehr gut ist, was ja bedeutet, dass ich mit meiner Ernährung den beginnenden Diabetes super im Griff habe.
Auch das Cholesterin und die Blutfettwerte sind super - was für mich natürlich bedeutet, dass ich trotz Übergewicht in diesen Bereichen gesund bin und nicht, wie uns Dicken ja gern mal unterstellt wird, zu fett und zu süß esse.
Die Schilddrüsenwerte sind natürlich katastrophal - für die, die es interessiert:
TSH 4,47 (trotz täglicher Einnahme von L-Thyroxin100 - wird jetzt natürlich langsam gesteigert), fT3 ist mit 1,5 im Normbereich, fT4 mit 4,5 ebenso.
Die TPO-Antikörper sind allerdings mit 3000(!) (Normwert wäre <60) heftig erhöht - wodurch dann wieder die erhöhte Blutsenkung nicht verwunderlich ist.
Dieses heftige Entzündungsgeschehen erklärt dann natürlich auch wieder, weshalb ich mich so dermaßen müde und schlapp fühle.
Also alles in allem relativ positiv (wenn man mal von der Schilddrüse absieht).
Liebe Grüße, Darcy
Liebe Stöpsel,
Du hast völlig recht, was das Problem mit dem Grenzenziehen bei mir angeht.
Ich werde dazu wahrscheinlich einen neuen Thread in einem passenden Unterforum aufmachen, hier bei Gesundheit würde das doch zu weit führen.
Da das allerdings ein Thema ist, welches für mich sehr schwer anzugehen ist, wird das heute nix mehr (muß nachher noch zur Arbeit). Es kommt aber - versprochen ;o)
Liebe Grüße, Darcy
Hallo Darcy,
also mit den Schilddrüsenwerten würde es mir wohl auch schlecht gehen....
Ich verstehe nicht warum das nicht öfter kontrolliert wurde, ich lasse meine Werte jedes Quartal machen - bei mir ist allerdings die Einstellzeit noch nicht lange her.
Was die Normwerte betrifft lies dich doch mal ein wenig durch die o.g. Website mit Forum - dort gibts die Empfehlung der User von einem TSH unter 1,0 und den freien Werten FT3 und FT4 im oberen Drittel. Gerade bei erkrankten Menschen wie Hashimoto o.a. Das tut den meisten Leuten die dort schreiben gut und ich habe festgestellt erst nachdem ich in diesen Bereich komme gehts mir besser.
Denn meine Werte waren sehr lange gerade noch im Normbereich oder am Rande und kein Arzt fand das für behandlungswürdig, obwohl es mir sehr schlecht ging. Meine Antikörper waren immer eher niedrig. Erst als es sich so verschlimmerte dass ich deutlich aus dem Normbereich kam (kein Wunder, irgendwann wirds halt schlechter - aber das Aushalten war nicht ohne) bekam ich ohne weiteres die notwendigen Hormone (wie ich später feststellt absolut notwendig! Da habe ich eher Psychopharmaka bekommen wegen der Depressionen als diese Hormone; Depressionen sind eine Nebenwirkung der Unterfunktion und inzwischen wie weggeblasen). Das liegt auch daran dass wohl viele Ärzte noch einen veralteten Normbereich im Gedächtnis haben, oder dass alles ausschließlich aus dem TSH Wert gelesen wird, dabei ist der Wert alleine absolut nicht aussagekräftig.
Naja, genug der Fachsimpelei!
Alles Gute
Ulrike
Hallo Ulrike,
danke für Dein ausführliches Feedback.
So ganz unbeleckt bin ich ja von der Materie auch nicht - fT3 und fT4 SIND im oberen Drittel der Normwerte, "nur" das TSH ist halt grottenschlecht.
Verwunderlich ist bei der ganzen Sache, dass ich bei der letzten Kontrolle (und damals nahm ich nur L-Thyroxin 25, weil ich erst am Einschleichen war, nachdem ich es letztes Jahr komplett abgesetzt hatte, als es mir so schlecht ging - wobei ich heute sicher bin, dass es am Jod vom Szinti lag) ein TSH von 1,2 hatte (vor dem Szinti hatte ich ein TSH von über 11!!!).
Schon irgendwie seltsam, dass es mit der Dosis 100 nun wieder so hoch ist.
Denke aber auch, dass das irgendeinen Zusammenhang mit der Jodgeschichte hat (auch wenn meine Ärztin fast wütend reagierte, als ich das ansprach und auch auf die HP "Jodkrank" hinwies).
Nun ja, momentan steigere ich nun weiter und bin bei 125 Mikrogramm täglich.
Zudem habe ich mir Selen und Zink bestellt, um die zusätzlich einzunehmen - soll ja positive Effekte bringen - schau'n mer mal.
Meinetwegen kann unsere kleine Fachsimpelei ruhig weitergehen - wir sind ja hier im Gesundheitsforum und vielleicht hilfts ja auch dem einen oder anderen weiter.
Liebe Grüße,
Darcy
Meinetwegen kann unsere kleine Fachsimpelei ruhig weitergehen - wir sind ja hier im Gesundheitsforum und vielleicht hilfts ja auch dem einen oder anderen weiter.
Ich würde mich da gern reinschleichen! Allerdings bekomme ich meine Blutergebnisse erst am 1.9.
Warum dauert sowas eigentlich sooo lange?
Ihr könnt mir dann das Ergebnis bitte "übersetzten"!
Mal sehn, ob an meiner Schilddrüse wirklich etwas nicht in Ordnung ist!
Bis jetzt waren alle Test`s negativ.
LG Ina-Maike
Kann ich nicht nachvollziehen, wieso das so lange dauert - bei mir dauerte es von der Blutentnahme bis zum Ergebnis exakt 4 Tage (von Dienstag bis Freitag).
Die letzten Befunde kamen per Fax, während ich grad den Ultraschall hatte.
Oder liegt es daran, dass Du früher keinen Termin bekommen kannst und der Arzt Dir die Werte nicht am Telefon sagen will?
Bin schon gespannt, ob alles bei Dir ok ist, auf jeden Fall drücke ich Dir die Daumen.
Liebe Grüße,
Darcy
Bei mir dauerts mit den Blutwerten auch nicht so lang, meistens zwei Tage.
Darcy, mit Jod weiß ich noch nicht ob ich Probleme habe, jedoch versuche ich es zu vermeiden. Leider nicht einfach, wenn man schon so viele Lebensmittel eh nicht essen kann - wenn ich dann noch auf Eier und Fleisch wegen der Jodhaltigen Futtermittel der Tiere verzichte bleibt mir grob gesagt nur noch Gemüse und ein klein wenig Brot (wobei ich beim Brot auch jodfreies haben sollte, doch woher ich das kriegen soll weiß ich nicht und für das Selbstbacken mit Sauerteig bin ich noch nicht geübt und somit aufwändig). Auch nicht das Wahre, oder? Nun gut Seefisch und Jodsalz kann man ja meistens meiden; Fertignahrung mag ich eh nicht.
Das die Werte während der Einstellphase schwanken habe ich auch schon mal mitgekriegt, bei mir hat sich zuerst der TSH gesenkt und nach einigen Monaten sind dann FT3 und FT4 besser geworden. Mein TSH liegt inzwischen nur noch bei 0,06 ohne jegliche Überfunktionssymptome (evtl. supprimierter TSH? denn nach alten Lehrbüchern müßte es mir ja schlecht gehen bei dem TSH) - FT3 und FT4 sind im oberen Drittel und scheinbar müssen sie in dem Bereich sein denn erst als das so war gings mir besser (wenn auch das Befinden der Dosissteigerung immer etliche Wochen hinterherhinkt, deshalb habe ich Dosisteigerungen nur sehr langsam gemacht)
Komisch: jetzt wo es mir besser geht habe ich das ganz glasklare Gefühl dass das genau die richtige Dosis ist; auch wenn ich manchmal noch kleine Probleme habe - aber man weiß ja nie wann man wieder einen Schub bekommt. Meine Werte habe ich sozusagend nur als Bestätigung meines Gefühls machen lassen.
Gruß
Ulrike
Mhhhmmm - eigenartig!
Vielleicht hat es damit zu tun, dass mein Blut an ein Labor nach Berlin geschickt wurde, weil dieses auf Hormonbestimmung (erweiterte) spezialisiert ist.
Eigentlich hätte ich einen früheren Termin bekommen sollen, aber gerade wegen den Schilddrüsenwerten wurde erst dieser Termin gewählt und ich muss sogar vorher anrufen, ob die Werte überhaupt da sind. Sicherheitshalber habe ich dann auch schon am 8.9. einen Termin, der ansonsten wieder gestrichen wird.
Bei beiden Terminen wurde ich zusätzlich reingeschoben, weil eigentlich überhaupt nichts mehr frei sei.
Gestern habe ich mit einer Freundin telefoniert (die noch in der Stadt wohnt) und sie meinte, dass man bei der Ärztin 1 Jahr!!!! auf einen Termin warten müßte.
Egal - wir werden sehen.
LG Ina-Maike
Vielleicht hat es damit zu tun, dass mein Blut an ein Labor nach Berlin geschickt wurde, weil dieses auf Hormonbestimmung (erweiterte) spezialisiert ist.
Das wäre möglich. Bei mir dauern Blutuntersuchungen auch immer "Minimum eine Woche, eher etwas länger", weil eben noch bestimmte Hormone untersucht werden und diese eben länger brauchen. Warum auch immer. Normales Blutbild etc. geht schneller.
Kirstin
wobei ich beim Brot auch jodfreies haben sollte, doch woher ich das kriegen soll weiß ich nicht Da kann ich Dir helfen :grins: :
Nachdem ich ja in der "Jodsache" schon seit einiger Zeit recherchiere (momentan weniger, da beruflich stark eingebunden), kann ich Dir zunächst mal sagen, dass Du jodfreies Brot (und andere Lebensmittel) im Reformhaus/Naturkostladen bekommst. Wenn dort Brot (vom "Demeterbäcker") angeboten wird, ist das in aller Regel jodfrei. Die Läden haben dann vom Bäcker eine Liste, wo detailliert aufgeführt ist, welche Zutaten verwendet werden (sämtliche Getreidesorten, die Gewürze, ob Quellsalz oder Natursalz oder Meersalz - Jodsalz grundsätzlich nicht), steht alles auf der Liste. Frag einfach mal nach - die Preise für das Brot sind nicht höher als beim normalen Bäcker und das Brot ist wirklich lange haltbar (schmeckt auch nach 5 Tagen noch frisch).
Was die Milchprodukte/Eier/Fleisch angeht, so müßtest Du direkt beim Demeterbauern nachfragen, ob er Jod zufüttert. Die Zufütterung ist von Demeter aus NICHT verboten, allerdings verzichten (laut Demeterauskunft) die meisten angeschlossenen Bauern darauf (darüber gibts allerdings keine zentralen Daten, deshalb muß man jeden Bauern extra fragen). Somit könntest Du dort das Jod umgehen. Falls Du Milchprodukte/Käse aus Italien und Frankreich bekommst, ist dort auch wenig Jod enthalten, da in diesen Ländern kein Jod zugefüttert wird.
Aus diesen Ländern bzw. bei den Demeterbauern ohne Jodfütterung kann man dann auch bedenkenlos Obst und Gemüse beziehen, da ja ansonsten durch die "Naturdüngung" das Jod aus der Tierfütterung wieder auf den Boden und somit ins Gemüse kommt.
Alles "a 'weng" kompliziert - aber inzwischen hab ich das ganz gut im Griff. "Mein" Naturkostladenmännlein versteht inzwischen auch mein "Jodproblem" und organisiert mit immer alles, was ich brauche (sogar Tofu ohne Jod-/Meersalz hat er aufgetrieben :cool2: ).
Liebe Grüße von der hochwassergeplagten Darcy
Hallo Darcy,
danke für den Tip mit Demeter, leider habe ich weit und breit keinen Naturkostladen oder gar Reformhaus.
Aber es leuchtet mir ein dass Demeterprodukte jodfrei sein könnten.
Also wenn ich in die Stadt komme, schaue ich mal gezielt danach. Und nach Demeterbauern kann ich auch mal suchen, bei uns draußen gibts sowas bestimmt nicht, aber womöglich woanders.
Oder ich finde einen Onlineversand von Demeterbroten, mal schauen.
Milch und Käse kann ich ja nicht essen, also ist diese Gefahr schon gebannt ;)
Gruß
Ulrike
Liebe Ulrike,
wenn Du mir (evtl. per PN) schreiben würdest, aus welcher Ecke Du kommst, könnt ich mal schauen, ob und wo da ein Demeterbauer oder auch eine Einkaufsmöglichkeit besteht - könntest Dich aber auch direkt an Demeter wenden und nachfragen, die sind wirklich sehr kundenfreundlich und antworten sehr schnell.
Die Möglichkeit, z.B. Brot (und andere Nahrungsmittel) zu bestellen, gibt es auch noch anderswo (ebenfalls jodfrei und aus kontrolliertem biologischem Anbau).
Auch da könnte ich Dir also weiterhelfen.
Funk mich einfach mal an, wenn Du magst,
Darcy
Ich will jetzt nächste Woche mal bei meinem Hausarzt vorbeischauen und würde da auch gern mal mein Blut checken lassen, vorrangig hinsichtlich Schilddrüse und Hormone. Was muss ich denn alles bestimmen lassen? Wie mache ich das meinem Doc klar? Kann ja nicht einfach reinspazieren und sagen, "So, zapf mal ab und mach das und das und das damit."
Wie mache ich das meinem Doc klar? Kann ja nicht einfach reinspazieren und sagen, "So, zapf mal ab und mach das und das und das damit."
Wieso eigentlich nicht? So mach ich das auch immer :cool3:
Also - was solltest Du bestimmen lassen?
Zunächst mal das TSH (aber das macht eh jeder Arzt, wenn er die Schilddrüsenwerte untersucht). Dann FT3 und FT4 - diese drei Werte geben Aufschluß darüber, wie die Schilddrüse arbeitet bzw. ob genügend Schilddrüsenhormone im Körper vorhanden sind (wichtig: falls Du schon Schilddrüsenmedikamente einnehmen solltest, darfst Du die erst NACH der Blutentnahme einnehmen, sonst wird das Ergebnis verfälscht).
Zudem solltest Du (um eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse wie Hashimoto oder M.Basedow ausschließen zu lassen) die Antikörper gegen Thyreoperoxidase (MAK) und TSH-Rezeptor (TRAK) bestimmen lassen.
Alles Gute für die Untersuchung,
Darcy
wie kann man allgemein den Hormonhaushalt checken lassen? Oder ist das damit abgedeckt?
Also mein Hausarzt hat mich zu einer Frauenärztin geschickt, die darauf spezialisiert ist. Nach Aussagen meines Hausarztes hätte er nicht die Möglichkeiten solche genauen Untersuchungen vorzunehmen. Bei seinen Untersuchungen sollen bei mir Schilddrüsen und Hormonwerte immer ok gewesen sein .... Wir werden sehen, ob die genauere Diagnostik etwas anderes heraus findet!
vollmond
17.08.2005, 10:24
Hallo Grit!#
Ich lass den Hormonhaushalt immer bei meiner Frauenärtin testen! Mein Hausarzt macht das wohl auch, aber bei meiner Frauenärztin fühl ich mich da besser beraten!
Hallo Grit,
ich denke, am besten wärst Du damit beim Endokrinologen aufgehoben, das sind schließlich die Spezialisten dafür.
Allerdings kann auch der Hausarzt bestimmte Sachen schon abchecken - bei mir wurde (zusätzlich zu den Schilddrüsenhormonen) noch das FSH (follikelstimulierendes Hormon) und das Cortisol (sozusagen körpereigenes "Cortison") bestimmt. Beide können bei Störungen auch Übergewicht/Gewichtszunahme verursachen, waren aber bei mir ok.
Wenn eh schon Blut abgenommen wird bei Dir, solltest Du auch die Blutfette sowie Cholesterin bestimmen lassen und evtl. auch den HbA1c-Wert wegen Diabetes.
Sprich einfach mit Deinem Arzt drüber und bitte ihn um die Ermittlung der Werte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ärzte gegenüber aufgeschlossenen Patienten viel zugänglicher sind.
Liebe Grüße,
Darcy
Also muss ich erst zu meinem Hausarzt gehen und ihn bitten, diese Werte abzuklären und dann wird er mich - evtl.auf mein Bitten hin - gleich an einen Endokrinologen überweisen? Oder soll er das gleich machen?
Kannst Dich auch gleich überweisen lassen - allerdings gibts Endokrinologen (vor allem kassenärztlich zugelassene) nicht wie Sand am Meer.
Ich an Deiner Stelle würde mir erstmal die genannten Werte bestimmen lassen und wenn die dann NICHT ok sind, würd ich mich überweisen lassen.
Liebe Grüße,
Darcy
ok, danke für die ganzen Infos :)
Werde dann mal zu meinem Doc maschieren. Hoffe, der zeigt mir nicht nen Vogel :-D
Achja, das macht man alles nüchtern oder? Also ohne Frühstück?
Ja klar - nüchtern. Ohne Essen, Trinken und Medikamente.
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