Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Balance für Körper und Seele."
von Louise L. Hay (Feste Ausgabe)
Ich habe erst angefangen zu lesen, habe aber das Buch zunächst mal überflogen.
Es ist optisch wunderschön aufgemacht, mit schönen Illustrationen, sehr ansprechend, schon beim durchblätternd freuen sich die Augen.
Der Inhalt hört sich sehr interessant an, was ich bis jetzt gelesen habe, reizt zum weiter lesen.
Es ist ein Lebenshilfebuch mit Arbeitsanleitungen.
Themen sind:
Grundlegende Techniken, Glaubenssätze,
Gesundheit, Ängste und Phobien, Kritik und Urteil, Süchte, Vergebung,
Arbeit, Geld und Wohlstand, Freunde, Sexualität, Liebe und Nähe, Alt werden...
und schließlich:
Ihr neues Selbstbild.
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Wenn ich Sätze höre oder lese, die mir gefallen, notiere ich sie mir in ein kleines Buch. Die ersten, die mir in diesem Buch besonders gefallen haben, lauten:
"Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr verändern, aber unser Denken über die Vergangenheit lässt sich ändern. Wie dumm ist es doch, wenn wir uns in der Gegenwart selbst bestrafen, weil jemand uns vor langer Zeit verletzt hat."
(Lousie L. Hay)
Ach, die Frau Hay mal wieder. Extrem erfolgreich mit extrem simplen Autosuggestionssätzen. Und das schon sehr lange. Ein dickes Bankkonto ist halt auch eine gute Voraussetzung für Wohlbefinden. ;)
Wie schon die ZEIT in einem sehr hübschen Artikel feststellte (http://zeus.zeit.de/text/1996/45/louise.txt.19961101.xml).
Wenn's hilft ...
Klasse Artikel ... trifft so ziemlich meine Assoziationen, die ich bei der Buchvorstellung in Beitrag 1 hatte :cool:
Darcy: :five:
Mich macht es grundsätzlich mehr als skeptisch, wenn jemand mit einem Buch mal eben die Lösung für alle Lebensprobleme anbietet: Gesundheit, Ängste und Phobien, Kritik und Urteil, Süchte, Vergebung,Arbeit, Geld und Wohlstand, Freunde, Sexualität, Liebe und Nähe, Alt werden...und schließlich: Ihr neues Selbstbild.
Der große Rundumschlag und schwupps bist du ein neuer Mensch.
Sonnenkuss
16.01.2008, 09:38
Es ist ein Lebenshilfebuch mit Arbeitsanleitungen.
:auslach:Öy, der Bastel-Wastel des Lebens! Klasse!
Die ÖDP warb in den Achzigern mit: "Wir haben das Patentrezept...", aber es war nie klar für was. Wahrscheinlich auch für alles.
Dei dieser Thematik gehen die Meinungen schon immer sehr weit auseinander.
Ich kann da ganz gut auswählen, was ich für mich in Ordnung finde. Nicht alles, was sie schreibt, finde ich gut, wie zum Beispiel den Gedanken, das ein Kind sich seine Eltern oder die Zeit, in der es leben möchte, aussucht. Das ist mir zu weit hergeholt. Damit kann ich nichts anfangen. Aber doch mit einigem. Und wie aus allen Sachbüchern, die ich habe, wähle ich für mich, was ich möchte und ich kann (für mich!) bestätigen, dass manche Gedanken oder Denkansätze, so simpel sie auch sein mögen, hilfreich sind.
Zu dem Artikel:
Erfolg ist oft für viele suspekt. Oder er wird gern auch sehr kritisch betrachtet. Sie hat Erfolg. Seit vielen Jahren und ich glaube nicht, dass alle ihre Leser dumm sind, oder unbenommen alles schlucken, was sie schreibt. Ich tus ja auch nicht.
Und by the way:
Es ist ja nur ein subjektives Bild, was ich hier schildere. Beziehungsweise, es nur ein Tipp, kein Befehl zum Kauf des Buches. Ich bin nicht am Umsatz beteiligt. :-)
Aber vielleicht gibt es ja doch den einen oder anderen User, den dieses Thema interessiert?
Bayernmadl
16.01.2008, 10:27
Ich kann mich Sallys Zeilen nur anschliessen.
Da ich selber versuche mir dauernd zu sagen,du musst das positiver sehn,mach das und was weiss ich nicht noch alles anders.
Aber das dann in die Tat umzusetzen ist wieder ein ganz anderer Fall.Denn ich schaff das oft nicht.
Wenn es mal vorkommt,freue ich mich,dass ich aus eigenem Antrieb wieder eine Hürde übersprungen habe.
Lovely Rita
16.01.2008, 10:54
Wie schon die ZEIT in einem sehr hübschen Artikel feststellte (http://zeus.zeit.de/text/1996/45/louise.txt.19961101.xml).
am schönsten find ich das ende mit dem geld. ich werd in zukunft auch meinem geld alles gute wünschen, wenn es aus meinem haus ins finanzamt rollt
:applaus:
stübbken
16.01.2008, 11:34
Danke,. Sally!
Der Artikel hat mir sehr viel Vergnügen bereitet - wie konnte es nur geschehen, dass ich in den letzten 24 Jahren bei keinem meiner vielen Besuche in Buchhandlungen auf die Werke der Autorin gestoßen bin?
Hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich aus gegebenem Anlass die Abteilung Schmonzes und Lebenshilfe hausgemacht meide wie der Teufel das Weihwasser!
stübbken
Der Artikel ist große klasse Sally !! :applaus:
Irgendwie glaube ich aber auch, daß es solche und solche geben muß. Die Welt ist eben bunt und wenn einige damit glücklich werden in Ms Hay ihren Guru gefunden zu haben, warum nicht... ? ;)
Wenn ich auch zu den solchen gehöre, die sich voll und ganz stübbkens Standpunkt anschließen... :grins:
Ihr Werkzeug heißt Affirmation. Damit meint sie laut ausgesprochene, positive Gedanken. Auf diese Weise habe sie auch ihre Krebserkrankung geheilt.
Das ist ja schon richtig gefährlich!
In jüngeren Jahren habe ich auch mal versucht, mittels Ratgeberliteratur diverse Probleme zu lösen. Ich habe Lehrgeld gezahlt, nur um herauszufinden, dass die darin enthaltenen Allgemeinplätze und Patentrezepte nichts mit meiner Lebenswirklichkeit zu tun haben bzw. nicht auf meine spezielle Situation anwendbar sind.
Und was Spiritualität eigentlich sein soll, habe ich bis heute nicht begriffen. Für mich klingt es einfach nur verdächtig nach Spirituosen.
Sonnenkuss
16.01.2008, 13:43
Daß vor allem Frauen in der zweiten Lebenshälfte die Ratgeber der Hay kaufen, findet die 44jährige Liz aus Wuppertal logisch. "Frauen haben dann endlich Zeit, sich um anderes zu kümmern als um Kinder und Beruf." Und: "Frauen sind offener als Männer, was Spiritualität angeht."
Jetzt weiß ich Sally, warum uns das nicht anspricht, wir sind sogenannte alleinerziehende "Spätgebärende" oder ich eben "Späterziehende" und müssen auch noch arbeiten, wir sind bloß noch nicht so weit!
Wart mal noch zehn Jahre, dann fahren wir gemeinsam zu ´nem Vortrag der Hay... :-D
Ich komm nicht mit.
Nen Vortrag von ihr muss ich wiederum nicht haben.;)
Stadtmadl
16.01.2008, 14:26
"Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr verändern, aber unser Denken über die Vergangenheit lässt sich ändern. Wie dumm ist es doch, wenn wir uns in der Gegenwart selbst bestrafen, weil jemand uns vor langer Zeit verletzt hat."
(Lousie L. Hay)
"Dumm" hat rein gar nichts damit zu tun. Selbstverletzungen /-bestrafung sind nicht eine Frage mangelnder Intelligenz sondern davon, dass Aggressionen nicht nach aussen geleitet werden können, i.d.R. weil das im Kindesalter empfindlich bestraft wurde oder weil der betreffenden Person ein extremes Selbst-Unwert Gefühl vermittelt wurde. Dass die Selbstverletzung keine gute Idee ist, ist jedem, der sich damit auseinandersetzen muss intuitiv von selbst klar. :rolleyes:
Tut mir leid, aber es erbost mich maßlos, wenn echte emotionale Probleme mit einem salbungsvollen "aber sieh doch, ist es nicht dumm, wie Du Dich verhältst ..." abgetan oder gar geheilt werden sollen. Das geht so dermassen an der Sache vorbei, schlimmer geht's nicht.
stübbken
16.01.2008, 15:24
Jetzt weiß ich Sally, warum uns das nicht anspricht, wir sind sogenannte alleinerziehende "Spätgebärende" oder ich eben "Späterziehende" und müssen auch noch arbeiten, wir sind bloß noch nicht so weit!
Wart mal noch zehn Jahre, dann fahren wir gemeinsam zu ´nem Vortrag der Hay... :-D
Wie war das in dem anderen Thread:
an hals greif - bleichwerd - würg - kotz.....
stübbken
stübbken
16.01.2008, 15:33
........Tut mir leid, aber es erbost mich maßlos, wenn echte emotionale Probleme mit einem salbungsvollen "aber sieh doch, ist es nicht dumm, wie Du Dich verhältst ..." abgetan oder gar geheilt werden sollen. Das geht so dermassen an der Sache vorbei, schlimmer geht's nicht.
Tjaja, das erinnert mich an das treusorgende Mütterlein, die beim Hilfeplangespräch für ihr wegen Schizophrenie in einer psychiatrischen Wohngemeinschaft einer Jugendpsychiatrie untergebrachtes Töchterlein mit Argumenten aus einer Schwarte "Krankheit als Weg" (oder so ähnlich) und "Sorge Dich nicht! Lebe!" (Oder so ähnlich).
Ich liebe diese engagierten Laien, die sich aufgrund der Lektüre von Lebenshilfeschmökern Kompetenz anmaßen....
stübbken
Sorry aber was für ein plattes, eindimensionales Gesülze. Krankheiten sind das Ergebnis dunkler Gedanken? Bei sowas könnt ich Krätze kriegen. Silvester 2007/2008 hab ich mich lauthals von meinen gesundheitlichen Problemen verabschiedet und gesagt, 2008 wird mein Jahr. Pustekuchen...hat mich auch nicht davor bewahrt, dass mich 7 Tage später mein Chef in die Notaufnahme fahren musste.
*ironiemodus-on*Wahrscheinlich habe ich es nicht wirklich geglaubt*ironiemodus-off*
Boah sowas regt micht auf. Wenn mir jemand schon vorschreiben will, was ich denken oder wie ich mich verhalten soll. Nee Du, ohne mich. Ich mach das auf meine Art. Abgesehen davon bin ich eigentlich sehr zufrieden mit meinem Leben. Aber wahrscheinlich glaube ich das auch nicht wirklich.
Ich krieg nen Vogel...
stübbken
16.01.2008, 16:43
Diese Art Bücher hat vermutlich deshalb so reißenden Absatz, weil sie in ihrer Simplizität so leicht zu verstehen und leicht zu adaptieren sind.
Du kriegst Dein Rezept für Dein Problem und dann brauchst Du nicht mehr nachzudenken, Du brauchst es nur zu befolgen....
stübbken
Diese Art Bücher hat vermutlich deshalb so reißenden Absatz, weil sie in ihrer Simplizität so leicht zu verstehen und leicht zu adaptieren sind.
Du kriegst Dein Rezept für Dein Problem und dann brauchst Du nicht mehr nachzudenken, Du brauchst es nur zu befolgen....
stübbken
Das schließt ja fast den Kreis zu den Sensationsdiätbüchern. Angeblich einfach befolgen und danach wundern, daß es nicht funktioniert und der Stein der Weisen damit nicht gefunden wurde.
Sonnenkuss
16.01.2008, 17:09
Wie war das in dem anderen Thread:
an hals greif - bleichwerd - würg - kotz.....
stübbken
stübbken, das könnte pathologisch werden! Du brauchst eine Kur im Kurzentrum Suhl oder Fulda.
Unbedingt! http://www.cosgan.de/images/smilie/muede/s040.gif
Stadtmadl
16.01.2008, 17:13
Diese Art Bücher hat vermutlich deshalb so reißenden Absatz, weil sie in ihrer Simplizität so leicht zu verstehen und leicht zu adaptieren sind.
Du kriegst Dein Rezept für Dein Problem und dann brauchst Du nicht mehr nachzudenken, Du brauchst es nur zu befolgen....
stübbken
... und das "befolgen" ist ungefähr genauso leicht und hilfreich, wie die klassische Reduktions-Diät bei einer Essstörung. (Nur um mal ein Beispiel zu nehmen, das viele hier kennen).
Diese dämlichen Schwarten mit ihrem sanften aber inhaltslosen Gesäusel sind für alle die geeignet, die keine echten Probleme haben oder sich vor einer wirklichen Auseinandersetzung scheuen bzw. nicht sehen wollen, was eigentlich los ist (wie die zitierte Mutter - hübsche Idee, einer schizophrenen Psychatriepatientin mit "Krankheit als Weg" zu begegnen :-D).
Ist es nicht schön, das es keinen Lesezwang, sondern dass es ganz ganz viele Bücher gibt und jeder ganz frei entscheiden kann, was er kauft und was er liest?:);)
stübbken
16.01.2008, 20:23
Aber ich bin schon manchmal ganz dankbar, wenn ich eine Rezension lese....
stübbken
Itsme, du hast das Buch / die Autorin erwähnt, jetzt mußt du auch die Kommentare dazu ertragen.:zwinker:
Und ich, ich gebe zu, ich habe mir vor langer Zeit mal einen Hay´schen Erguß gekauft.
Und ich weiß nicht mehr, ob es auf Empfehlung meiner damaligen Psychologin, des Psychologen in der Abnehmklinik oder wem auch immer war.
Und ich hab gedacht, oh ja, Affirmationen zum Abnehmen, ich will, ich will, ich will, daß das hilft.
Aber die Texte berühren mich gar nicht. Ich finde zwar den einen oder anderen Spruch ganz nett, aber mancher Grußkartentext gibt mir mehr.
Aber mit dem Geld reden, gute Idee! Mal schauen, was meine Kunden dazu sagen :ditsch:.
Wobei, bei meinem Auto klappt es, mein Schatzi will ihm nämlich schon seit fast einem Jahr eine kaputte Kupplung und einen neuen Auspuff ranreden, ich überzeuge es aber jeden Tag (auch mit Streicheleinheiten), daß es so wie es ist einfach toll ist und eine tolle Leistung bringt. Außerdem darf es mich nicht im Stich lassen! :daumen:
Lovely Rita
16.01.2008, 22:49
ich hab auch ein buch von der, vielleicht sogar dieses, habs geschenkt bekommen. nie gelesen. ein fall für die flohmarktkiste, sofern es wieder mal auftaucht (habs schon lang nicht mehr gesehen, vielleicht hat es sich selbst zerstört...).
von spiritualität halte ich allerdings viel, bloß hat die für mich mit natur zu tun und darüber wird weder geredet noch werden bücher geschrieben. hugh.
und jetzt plaudere ich noch ein bissl mit meiner geldbörse. die ist nämlich leer.
Stadtmadl
16.01.2008, 22:58
Habe gerade ca. 3 Stunden mein Büro-Notebook bequatscht, aber das dumme Teil will sich immer noch nicht mit meinem Wireless verbinden ... lag wahrscheinlich an meinen Schwingungen ... zu wenig affirmativ, nehme ich mal an. :cool2:
und jetzt plaudere ich noch ein bissl mit meiner geldbörse. die ist nämlich leer.
Kannst Du mit meiner auch reden? Irgendwie hört die mir wohl nicht zu ... ;)
Cassandra
17.01.2008, 01:49
Diese Art Bücher hat vermutlich deshalb so reißenden Absatz, weil sie in ihrer Simplizität so leicht zu verstehen und leicht zu adaptieren sind.
Du kriegst Dein Rezept für Dein Problem und dann brauchst Du nicht mehr nachzudenken, Du brauchst es nur zu befolgen....
stübbkenSagt mal, mir kommt da so ein seltsamer Gedanke.... Wenn die Dame so sehr davon überzeugt ist, daß man durch feste Überzeugung alles erreichen kann, ja, dann laßt uns doch eine Abnehmkirche gründen.
Abnehmen plus Selbstakzeptanz ist ein milliardenschwerer Markt. Wenn wir schon mal dabei sind affirmieren wir Hunger und Gewalt, die Klimakatastrophe, Trolle und ähnliches.:girl:
Nette
Itsme, du hast das Buch / die Autorin erwähnt, jetzt mußt du auch die Kommentare dazu ertragen.
Hast Du das Gefühl ich tus nicht? Das würde doch sicher anders aussehen, oder?
Jeder darf doch das lesen, was er mag!:five:
Ich auch, oder?;)
Obwohl ich das erstaunlich finde:
Stadtmadl
Diese dämlichen Schwarten mit ihrem sanften aber inhaltslosen Gesäusel sind für alle die geeignet, die keine echten Probleme haben oder sich vor einer wirklichen Auseinandersetzung scheuen bzw. nicht sehen wollen, was eigentlich los ist...
Da ich (offensichtlich) Leserin solcher Bücher bin, bin doch auch damit gemeint, oder?
Ich finde es verwunderlich, wie Du über mich (und all die anderen Leser) Bescheid weißt und woher Du dieses Wissen nimmst?
Oder nimmst Du nur an,
dass nur Menschen, die "keine echten Probleme haben, oder sich vor einer wirklichen Auseinandersetzung scheuen bezw. nicht sehen wollen, war eigentlich los ist..." solche Bücher lesen, weil Du selber mit solchen Büchern nichts anfangen kannst?
Das es ebenso viele Menschen (wie begeisterte Leser solcher Bücher) gibt, die nichts damit beginnen können, verstehe ich ganz gut und habe kein Problem damit, dieses zu respektieren.
Umgekehrt würde ich mir dies allerdings auch wünschen, ohne als konfliktscheuer Mensch ohne Durchblick angesehen zu werden.
Lovely Rita
17.01.2008, 09:07
ich glaube, dass solche bücher irgendwann zu selbstläufern werden, die ständig verschenkt werden. ich könnte mir auch vorstellen, dass es die ungelesensten bücher sind.
ich wäre prinzipiell immer an büchern interessiert, die mich weiter bringen, aber aus derartigen ratgebern (louisie ist ja nicht die einzige) ging ich noch nie stärker hervor. entweder weil ich sie gar nicht oder nur halb gelesen hatte oder ich sehr verärgert darüber war.
ich habe am letzten wochenende mal meine essstörungs-bibliothek betrachtet. auch für die wirds langsam zeit auszuziehen. nicht einmal die hat mir was gebracht.
wirkliche hilfen waren meist bücher von fachleuten (therapeuten wie bärbel wardetzki, marianne gronenberg etc.), das waren aber nie anleitungen, sondern teilweise sehr spannende informationen.
@ itsme: die von dir zitierten sätze stadtmadls haben mich beim ersten lesen heftig mit dem kopf nicken lassen. weil es in meiner umgebung genau so ist. ich hab eine freundin, die ständig mit solchen schwarten anzutreffen ist, ständig DAS buch entdeckt, aber mit ihrer selbsterkenntnis keinen schritt weiter gekommen ist. zumindest nicht so, dass man von außen veränderung wahrnehmen könnte oder sich ihre situation verbessert hätte. ständig stellt sie irgendwelche männer für sich "ins licht", aber noch ist keiner aufgetaucht, der das von ihr verhasste singledasein beendet. oder sie malt lächerliche engel in ihr schlafzimmer statt sich mal gedanken darüber zu machen, wie es war als tochter eines alkoholikers aufzuwachsen und eine mutter zu haben, der ihre männer auf eine ganz grauslige art stets wichtiger waren als ihr kind. oder sich gedanken zu machen, warum sie die stadt nicht verlassen kann, warum sie seit 15 jahren die stadt nicht mehr verlässt, weil sie - täte sie es - todesangst (panikattacken) bekommt.
diese bücher sind wie rosa kleister, der die realität zuschmiert. aber wie ich eben hoffe, entsprechen die verkaufszahlen wohl nicht unbedingt den zahlen der leserInnen.
Sagt mal, mir kommt da so ein seltsamer Gedanke.... Wenn die Dame so sehr davon überzeugt ist, daß man durch feste Überzeugung alles erreichen kann, ja, dann laßt uns doch eine Abnehmkirche gründen.
Das gibt es im Prinzip schon - irgendwelche Jesusjünger in Ami-Land (wo sonst?), war schon mal hier oder im Blauen Thema.
wirkliche hilfen waren meist bücher von fachleuten (therapeuten wie bärbel wardetzki, marianne gronenberg etc.), das waren aber nie anleitungen, sondern teilweise sehr spannende informationen.
Das halte ich für einen wichtigen Unterschied. Ich habe in meiner Jugend unter einigen Phobien gelitten, z. B. gegen Hunde oder Spinnen. Mir hat es geholfen, Freuds Theorie darüber zu lesen - das, und der Einsatz meiner Ratio und nicht das gebetsmühlenartige Wiederholen irgendwelcher Instant-Formeln eines Psycho-Gurus.
Stadtmadl
17.01.2008, 09:38
Ich finde es verwunderlich, wie Du über mich (und all die anderen Leser) Bescheid weißt und woher Du dieses Wissen nimmst? Oder nimmst Du nur an, dass nur Menschen, die "keine echten Probleme haben, oder sich vor einer wirklichen Auseinandersetzung scheuen bezw. nicht sehen wollen, war eigentlich los ist..." solche Bücher lesen, weil Du selber mit solchen Büchern nichts anfangen kannst?
Sorry, Itsme, als ich das schrieb, hatte ich weniger Dich im Hinterkopf, als die anderen bekennenden Leserinnen von Louise. L. Hay von denen ich drei in meiner Umgebung habe. Die Beschreibung der einen kannst Du bei Lovely Rita wiederfinden (anderer Hintergrund, gleiche "Symptome", Engel kenne ich auch schon), die anderen beiden kenne ich weniger gut, aber die eine von beiden erliegt regelmäßig psychsomatischen Beschwerden, weil sie mit ihrem Alltag nicht klarkommt - aber versuch bloss nicht, ihr das mal zu sagen (nicht ich, aber eine gute Freundin von ihr hat das schon mehrfach versucht) und der anderen geht es auch sichtbar schlecht, aber auch hier erfolgt die Flucht in Farben, Aromen und Affirmationen und was sonst noch. Da sitzen sie dann in duftenden Räumen, umgeben von Klängen und murmeln Sätze vor sich hin und werden jeden Tag unglücklicher, anstatt sich eben wirklich mit ihren Problemen auseinanderzusetzen.
Irgendeines der Bücher von Louise L. Hay habe ich (zumindest ca. bis zur Hälfte) auch mal gelesen und konnte nur den Kopf schütteln. Da war u.a. was davon gestanden, dass man sich seine Familie aussuchen kann und wenn man mit der, die man hat, nicht auskommt, dann denkt man sich eben eine neue aus. Na toll. Stelle ich mir mal eben meine Kindheit ohne Mißbrauch und Mißhandlungen vor und schon ist alles wieder gut, wenn ich nur daran glaube? Ich habe es nicht ausprobiert, aber wenn Du Dir mal überlegst, dass die Bewältigung der Vergangenheit im Rahmen einer Therapie vor allem dadurch stattfindet, dass man unterbewusste Vorgänge und Mechanismen ausfindig macht und diese ins Bewusstsein holt, um damit umgehen und sie verändern oder ertragen zu lernen und dann siehst, dass Louise L. Hay genau das Gegenteil vorschlägt, nämlich alles möglichst noch tiefer in sich zu vergraben oder einfach zu ignorieren und was Schönes zu Denken (nennt man im Therapeutischen Umfeld: Verdrängung) und dann kann nichts dabei rauskommen, als dass es den Schaden noch vergrößert.
Für den impliziten Angriff auf Dich entschuldige ich mich, da habe ich in dem Moment nicht weiter gedacht, das tut mir leid!
Aber trotzdem hätte ich die Frage:
"Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr verändern, aber unser Denken über die Vergangenheit lässt sich ändern. Wie dumm ist es doch, wenn wir uns in der Gegenwart selbst bestrafen, weil jemand uns vor langer Zeit verletzt hat."
(Lousie L. Hay)
Was findest Du an dem Satz hilfreich? Kannst Du wirklich damit aufhören, Dich zu bestrafen, nur weil Du hier liest, dass das eigentlich doch ein "dummes" Verhalten ist, wenn die Verletzung schon so lange zurückliegt?
Das ist jetzt ganz ohne Polemik gefragt, es interessiert mich wirklich, denn wenn ich das lese, dann denke ich eben leider nur "so ein Schmarrn".
Sodele, da ist sie: die einmalige, sensationelle und garantiert erfolgreiche (was sonst?) Jesus-Diät (http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4001128,00.html). Selbst mir als Atheistin fällt ein frommer Spruch dazu ein: Oh Herr, lass Hirn vom Himmel regnen!
Da lobe ich mir aufgeklärte Christen wie Herrn Lütz, der von Diät-Sadismus spricht.
stübbken
17.01.2008, 10:15
Die Erklärung, dass durch Fressen eine innere Leere ausgeglichen werden soll, halte ich gar nicht mal für so abwegig.
Zu dieser "Jesus-Diät" kann ich nur Mt. 19, 11 zitieren: "Wer es fassen kann, der fasse es!" Auf dieser Basis wird zwar im Allgemeinen das Zölibat begründet, aber warum soll frau diesen Spruch nicht auf andere Triebbefriedigung wie Nahrungsaufnahme uminterpretieren....;)
stübbken
Sonnenkuss
17.01.2008, 10:36
..."das" Zölibat oder "der" Zölibat?
Is ja wurscht.
Bei Engel und so fällt mir der liebenswerte "Münchner im Himmel" Aloisus Hingerl ein, der nach festem Terminplan frohlocken und Hosianna singen muss um ans Manna zu kommen.
Also die Himmlesdiät gibt es schon. Und wie der Aloisisus kann ich nur sagen: "Hallelujah -- Lujah sog i -- Himmi Herrgott -- Erdäpfi -- Saggrament -- Lujah!"
Vielleicht hilfts ja und ich werd schlank in 8 Tagen... *ichkannwade* :cool:
Lovely Rita
17.01.2008, 10:49
.
Also die Himmlesdiät gibt es schon. Und wie der Aloisisus kann ich nur sagen: "Hallelujah -- Lujah sog i -- Himmi Herrgott -- Erdäpfi -- Saggrament -- Lujah!"
oh, ein mantra meiner kindheit. meine großeltern waren ja münchner. ich hab das so in erinnerung, kann mich aber auch irren:
"Hallelujah -- Lujah sog i -- Himmi Herrgott -- sackl zement -- Lujah!"
und kennst du auch die "trambahnritzenreinigungsdame"?
stübbken
17.01.2008, 11:08
..."das" Zölibat oder "der" Zölibat?......
Beides! - aber ich bin nun mal nicht katholisch! Und noch schlimmer! Ich komme aus dem Ruhrpott, falls Du weißt, wie ich das meine....
Lujah- sog i! Lujah!
stübbken
Sodele, da ist sie: die einmalige, sensationelle und garantiert erfolgreiche (was sonst?) Jesus-Diät (http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4001128,00.html).Jed es Mal wenn die Speisenkammer ruft : Komm iss mich, dann versage dich. Ich mag gar keine Speise(n)kammern.
Ich mag gar keine Speise(n)kammern.
die sollen gegrillt hervorragend schmecken, aber für Vegetarier ist das wohl hinsichtlich der enthaltenen durchgerösteten Holzwürmer nichts. Es gibt natürlich auch Alternativen für Fleischlose Ernährung. Hier empfehle ich die Tupperschüsseln ausm Kühlschrank. Mit einem Schuss Zitrone und Essig angemacht, ätzen die sich ganz elegant die Speiseröhrer runter :daumen::girl:
stübbken
17.01.2008, 11:33
Unser Forum ist zwar diätfrei, aber: Wieviel Kalorien hat eine Tupperdose?:-D
stübbken
Unser Forum ist zwar diätfrei, aber: Wieviel Kalorien hat eine Tupperdose?:-D
stübbken
Das kommt natürlich ganz auf die Größe, die Form und die Farbe des Deckels an. Gelbe Deckel haben weniger Kalorien als z.B. braune Decke.
Stadtmadl
17.01.2008, 12:07
Aber dafür sind runde, gelbe Deckel viel besser verdaulich und führen zu einer langsameren Insulinausschüttung, als z.B. rote oder blaue Deckel, besonders, wenn letztere eckig sind.
Wie gut, dass das hier ein seriöses Forum ist. :cool3:
Wenn man jetzt nur die Schüsseln isst, ich meine ohne jedweden Deckel ist das dann wie bei Erdbeeren ohne Sahne? Ich mein so kalorientechnisch...
Stadtmadl
17.01.2008, 12:32
Die weissen Deckel alleine sind wohl ziemlich harmlos, so ähnlich wie Eiweiß, glaube ich.
Wie gut, dass das hier ein seriöses Forum ist. :cool3:
Sonst würdes Du Dich doch gar nicht hier wohlfühlen, oder? :cool2:
Sonnenkuss
17.01.2008, 13:48
Ich mag gar keine Speise(n)kammern.
Ich bevorzüge jetzt im Moment ein Schlafenszimmer... mit würzigen, knackigen Mann...i... :-D
stübbken
17.01.2008, 14:07
Ich bevorzüge jetzt im Moment ein Schlafenszimmer... mit würzigen, knackigen Mann...i... :-D
Wieviel Kalorien????
Muss frau Mann im Pyjama schälen oder kann das mitgegessen werden?
stübbken
Das kommt natürlich ganz auf die Größe, die Form und die Farbe des Deckels an. Gelbe Deckel haben weniger Kalorien als z.B. braune Decke.
Lt. aktueller Werbung soll man sich ja sehr "farbenfroh" ernähren ... :grins:
Wieviel Kalorien????
Muss frau Mann im Pyjama schälen oder kann das mitgegessen werden?
stübbken
geschält ist oft hygienischer und geschmackvoller.
Allerdings wenns schnell gehen soll, empfielt sich ein kurzer Quer bzw. Längsschnitt
toni
Aber trotzdem hätte ich die Frage:
"Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr verändern, aber unser Denken über die Vergangenheit lässt sich ändern. Wie dumm ist es doch, wenn wir uns in der Gegenwart selbst bestrafen, weil jemand uns vor langer Zeit verletzt hat."
(Lousie L. Hay)
Was findest Du an dem Satz hilfreich? Kannst Du wirklich damit aufhören, Dich zu bestrafen, nur weil Du hier liest, dass das eigentlich doch ein "dummes" Verhalten ist, wenn die Verletzung schon so lange zurückliegt?
@ Stadtmadl,
nein, so ist es sicher nicht, das man einen Satz liest, beschließt, das ändere ich jetzt mal eben und dann ist alles gut.
Mir ist ein Satz (eher eine Erklärung) mit ähnlichem Sinn vor Jahren in einem Buch (es hieß "Carpe Diem") begegnet. Bei mir hat das Buch damals vieles ausgelöst.
Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, will ich so viel sagen, dass mich "Altlasten" in Form von schlimmen Selbstvorwürfen, über Fehler, die ich selber begangen habe, belasteten. Ich konnte mir nicht verzeihen.
Dann las ich das Buch und in mir begann etwas zu arbeiten.
In diesem Buch hieß es sinngemäß, (und sehr verkürzt) dass wir es nicht in der Hand haben, die Vergangenheit zu ändern, egal, wie sehr wir es auch wünschen. Das einzige, was wir tun können, ist, die Fehler der Vergangenheit heute möglichst nicht zu wiederholen.
Und wir haben die Gegenwart in der Hand. Man könne sich nun jeden Tag der Gegenwart damit beschweren, sich über Vergangenes zu ärgern und grämen, oder man kann beginnen, die Augen für das Schöne zu öffnen und das Gute des heutigen Tages zu sehen.
Es wäre oft so, das der Gram, der Ärger, der Groll auf die Vergangenheit, den Blick für die positiven Dinge des heutigen Tages zudecken, bezw. man aus lauter Groll blind dafür wird.
(Ich habe so gut ich konnte, aus meinem Gedächtnis wieder erzählt. So in der Art stand es sinngemäß in dem Buch.)
Nein, ich habe nicht das Buch gelesen, schwupp, auf einen Knopf gedrückt und plötzlich war mein Leben um vieles leichter und schöner.
Aber es hat etwas in mir bewirkt und der Sinn des Ganzen ist mir vollkommen aufgegangen und ich konnte LANGSAM anfangen, mir selber zu vergeben. Ich weiß auch heute, welche Fehler ich gemacht habe, aber sie belasten mich nicht mehr. Ich versuche, so gut ich kann, diese Fehler nicht zu wiederholen. (Dafür mache ich sicher jeden Tag andere Fehler.) Und mir wurde klar, dass man normalerweise zu jeder Zeit alles so gut macht, wie man es kann, einem aber nicht selten später aufgeht, dass man es anders/besser hätte tun können, diese Fehler jedoch schlicht und ergreifend menschlich sind.
Ja und langsam begann mein Leben wirklich leichter zu werden dadurch.
Später- und etliche Bücher und viele viele Gedanken weiter, konnte ich sogar zwei Menschen vergeben, die mich zutiefst verletzt haben.
Ich habe nicht vergessen. Und ich habe auch nicht plötzlich beschlossen, denen vergebe ich jetzt mal eben. Sondern ich habe gesprürt, dass ich so weit bin, oder dass der Zeitpunkt gekommen ist. Und als es dann so war, fühlte es sich an, als wäre ein Riesenmühlstein vom meinem Herzen genommen worden. Erst da merkte ich, wie schwer ich an dem Groll, (oder wie man so etwas nennen soll) geschleppt hatte.
Mir hat es einfach nur gut getan, diesen Groll los zu werden.
...aber eine gute Freundin von ihr hat das schon mehrfach versucht) und der anderen geht es auch sichtbar schlecht, aber auch hier erfolgt die Flucht in Farben, Aromen und Affirmationen und was sonst noch. Da sitzen sie dann in duftenden Räumen, umgeben von Klängen und murmeln Sätze vor sich hin und werden jeden Tag unglücklicher, anstatt sich eben wirklich mit ihren Problemen auseinanderzusetzen.
Ich habe keine Ahnung, welchen Empfehlungen diese jungen Frauen folgen und was sie sich erhoffen oder erreichen wollen.
Logischerweise kann ich nur für mich sprechen. So viel Verstand setze ich für mich voraus, dass ich mich nicht neben einen Schei...haufen setzen kann, ein Buch lese, Formeln flüstere und nun erwarte, das der SCh.... aufhört zu stinken oder gar ganz verschwindet. (Sorry für dieses drastische Beispiel, aber so ungefähr hört sich das für mich an, was Du von den Frauen berichtest, oder wie sie agieren.) Das ist Utopie und das sind dann auch die Dinge oder Empfehlungen, die meinem Verstand widersprechen.
Wenn ein Buch sich zum Beispiel "Arbeitsbuch" nennt (ohne jetzt speziell an einen bestimmten Autor zu denken) dann erwarte ich nicht, dass das Buch für mich arbeitet, sondern das ich arbeiten muss. Ohne Arbeit geht es also nicht.
Genauso sehe ich das bei entsprechenden Seminaren, von denen manche erwarten, das dort auf einen Knopf gedrückt wird und sie gehen ohne Probleme nach Hause. Das so etwas immer als eine Art Hilfe zur Selbsthilfe vestanden werden sollte, ist für mich ganz klar. Ohne mein Zutun passiert gar nichts.
Abgesehen davon, ist es bei allen Publikationen so, wie ich ich Eingangs schrieb: Ich siebe sehr aus. Was kann ich für mich gebrauchen, was ist nicht so für mich und was halte ich für absoluten Blödsinn. Dabei ist es mir egal, welcher Autor dahinter steckt und wie erfolgreich oder weniger erfolgreich er ist. Es muss ja für mich passen und nicht für Lieschen Müller nebenan. Diese muss dann wieder für sich selber entscheiden.
Und eine andere Sache gibt es auch noch zu bedenken. Bei jeden Wort denken wir an unterschiedliche Dinge, oder es löst unterschiedliche Empfindungen in uns aus. Wenn also das Wort "Vergangenheit" vorkommt, so denke ich an eine ganz andere Vergangen heit als Du. Für Dich oder für viele andere mag das Wort (oder die Bedeutung die es für denjenigen hat) in Zusammenhang mit solchen Empfehlungen überhaupt nicht zueinander passen. Für andere (wie mich) kann es aber doch sehr gut passen und auch durchaus etwas positives bewirken. Allerdings nicht, wie schon gesagt, durch das bloße lesen. Oder wie anscheinend bei Deinen Bekannten, durch das bloße WARTEN auf eine Veränderung.
So, ich habe versucht, Dir zu antworten. Ich empfinde es als ziemlich schwierig über ein solches Thema in wenigen Sätzen zu schreiben. Ohne dem Menschen, mit dem ich spreche, gegenüber zu sitzen, seine Augen zu sehen und ohne dass meine und Deine Stimme, meine und Deine Mimik und Gestik vieles ausspricht, was Worte so gar nicht können. Vielleicht konnte ich mich trotzdem einigermaßen verständlich machen. Ich hoffe, es.
Stadtmadl
17.01.2008, 23:49
Ich hatte nie das Gefühl, dass diese Selbsthilfebücher irgendwem helfen, aber vielleicht gibt's das ja doch. Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast!
Gern geschehen.
Ich kenne nicht wenige, denen zwar nicht "diese (so ganz pauschal gesehen) Selbsthilfebücher", - aber doch einige davon, geholfen haben - oder einiges aus ihnen, geholfen hat.
stübbken
18.01.2008, 06:41
Lk 17,19! :-D
stübbken
Lovely Rita
18.01.2008, 11:00
Lk 17,19! :-D
dazu hat sich marlon brando mal ein gelungenes späßchen erlaubt. er bereitete sich auf den film "die männer" vor, in dem er einen querschnittgelähmten spielte. und er bereitete sich wie immer sehr intenisv vor, soll heißen marlon wuselte monatelang im rollstuhl durch die gegend. eines tages traf er in einem restaurant auf eine bibelfeste predigerin (wie stübbken). die empfahl ihm eindringlich LK, 17,19. und sie staunte nicht schlecht über ihre fähigkeiten, als er es dann oscar-reif tat. sie fiel prompt in ohnmacht.
Also, ich muss zugeben, dass ich jetzt nicht den ganzen Thread gelesen habe, aber ich möchte doch gerne ein paar Anmerkungen machen:
Wir sollten hin und wieder darüber nachdenken, dass die Menschen, die dieses Forum ausmacht, an sehr unterschiedlichen Stellen im Umgang mit ihrem Gewicht und sich selbst stehen. In letzter Zeit fällt es mir auf, dass auf solche User/Innen, die noch nicht zur "dicken Erleuchtung" gefunden haben, gerne mal ziemlich feste drauf gehauen wird. Das finde ich nicht okay. Es ist der meist eigentlich recht freundliche Ton, der unser Forum ausmacht und von anderen Foren abhebt.
Wenn man mit Büchern wie dem hier vorgestellten nichts anfangen kann, muss man das nicht als Aufforderung verstehen, sich boshaft darüber lustig zu machen. Damit meine ich nicht, dass es hier immer bierernst zugehen muss, aber ein bisschen Fingerspitzengefühl dafür, ob es demjenigen, der ein Thema anbringt, vielleicht ernst sein könnte, würde ich mir von Euch schon wünschen.
Dann noch speziell zu diesem Zitat: "Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr verändern, aber unser Denken über die Vergangenheit lässt sich ändern. Wie dumm ist es doch, wenn wir uns in der Gegenwart selbst bestrafen, weil jemand uns vor langer Zeit verletzt hat."
(Lousie L. Hay)Wie gesagt, ich habe diesen Thread hier bis heute nicht verfolgt, aber ich möchte doch mal anmerken, dass wir in etwa das Thema aus dem Zitat in einem anderen Thread (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=4484) auch haben. Warum wird es dort ernsthaft diskutiert und hier nicht? Warum widersprechen sich die Aussagen hier und dort in meinen Augen zum Teil?
Und zu guter Letzt möchte ich anmerken, dass sich User durch die letzten Postings verletzt gefühlt haben. Es ist durchaus so, dass es Menschen gibt, die gläubig sind. Ich gehöre dazu.
Ich halte zwar auch nicht das Geringste von der Weigh Down Church und praktiziere einen sehr liberalen Glauben, aber ich respektiere und akzeptiere es, wenn andere sich durch solche Scherze verletzt fühlen. Ich wäre Euch dankbar, wenn Ihr das auch tätet.
:admin: In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Wochenende,
Martina
GreenTomate
18.01.2008, 19:05
Danke Martina, ich habe gerade überlegt wie ich das schreibe ohne unflätig zu werden. Regelrecht grausam was sich hier in letzter Zeit abspielt und mit Humor hat das nichts mehr zu tun. Das ist beißendster Sarkasmus in Reinkultur. Danke dir Stadtmadl für deine Sachlichkeit. So geht's nämlich auch.
Stadtmadl
18.01.2008, 20:47
Hallo Martina,
was mich besonders an diesem Zitat von Louise L. Hay stört, ist, dass die Idee der Selbstverletzung und Selbstbestrafung als "dumm" hingestellt wird. Das ärgert mich nachhaltig, denn das würde bedeuten, mir fehle es an Intelligenz und nur deswegen wäre ich nicht in der Lage, mit selbstschädigenden Verhaltensweisen aufzuhören.
Vielleicht trifft mich das besonders, da ich neben häßlich, unförmig und unwert eben immer auch als "dumm" abqualifiziert wurde. Gute Schulnoten (Abi 1,8), Studium, Sprachen, Musikalität konnten gegen die einmal gefasste Meinung meiner Mutter, die von allen Familienmitgliedern und Verwandten sowie Freunden meiner Elten bereitwillig aufgenommen und mir weiter vorgehalten wurde, nichts bewirken. Dumm, häßlich, fett und unfähig, das war genau die Beschreibung von mir unter der ich jahrelang gelitten habe, wegen derer ich mich schuldig an meiner puren Existenz fühlte (also ohne, dass ich etwas getan hätte, einfach nur, weil es mich gab) und genau wegen derer ich auch in verschiedenen selbstschädigenden Verhaltensweisen Zuflucht gesucht habe (und die mich auch jetzt immernoch zum Weinen bringt, verflixt, das sitzt einfach tief.)
In meiner Therapie habe ich gelernt, dass keines dieser Adjektive auf mich zutrifft und auch, dass Selbstverletzungen und Selbstbestrafung eben nicht "dumm" sind, sondern ein Ausweg für eine völlig verzweifelte Gefühlslage. Natürlich sind diese Emotionen gestört, aber dafür kann man nichts und einzusehen, dass man eben gerade nicht "schuld" ist, nicht dumm ist und sich da rauszuarbeiten, das ist - wie Silke in dem von Dir zitierten Thread ja gerade schildert - ein wirklich grosses Stück Arbeit. Und von Dummheit kann ich auch bei ihr nichts erkennen.
Deswegen geht Louise L. Hays Zitat m.E. nicht nur völlig an der Wirklichkeit vorbei, sondern beleidigt mich sozusagen auch noch persönlich, wenn ich mich denn von jedem Quatsch - Entschuldige, aber das bleibt es weiterhin für mich - beleidigen ließe.
Und ich habe mich auch deswegen hier so entschieden dagegen ausgesprochen, da ich diese Bücher für gefährlich halte. Vor meiner Therapie stand eine lange Phase der Unsicherheit, des Nicht-Wissens, was genau schief läuft, warum es mir in einem "objektiv" doch ganz normalen Leben so schlecht geht. In dieser Zeit habe ich auch ein paar von diesen Selbsthilfebüchern (allerdings nicht Louise L. Hay - zum Glück für mich, würde ich sagen) gelesen, ohne dass es mir irgendwas gebracht hätte. Wäre ich nun auf diese Aussage gestossen, hätte sie mir auch nicht weitergeholfen, denn wie hier (http://das-dicke-forum.de/forum/showpost.php?p=60614&postcount=32) schon kurz geschrieben, empfiehlt Louise L. Hay mit ihrer Formulierung m.E., die negativen Gefühle zu verdrängen und durch positive zu ersetzen. Und auch das kann bei echten Verletzungen und Problemen einfach nicht funktionieren. Dieser Mißerfolg wäre für mich jedoch wieder eine weitere Schuldzuweisung gewesen, in einer Linie mit all dem was ich ja schon über mich "wusste" und ich hätte mich einmal mehr von meiner vermeintlichen Dummheit und Unfähigkeit 'runterziehen lassen. Bei ernsthaften Problemen bringen diese Bücher nichts, weil niemand sich selbst therapieren kann. Dazu braucht es einfach ein Gegenüber, einen Diskussionspartner, eine Art Spiegel. Je nach Störung kann so ein Spruch oder ein Buch aber dazu führen, dass man sich aufgrund des vermeintlichen Versagens noch schlechter fühlt und ggf. noch tiefer in die Neurose abgleitet.
Was mich dann an dem Zitat von Louise L. Hay ausser der inhaltlichen Aussage auch noch sehr nervt, ist der Tonfall, den ich als "von oben herab" empfinde. Dieses "schau mal, ist es nicht dumm, wenn Du ...?" erinnert mich so sehr an meine Kindheit. Da kam das immer im Zusammenhang mit "Du bist doch schon ein großes Mädchen, da darfst Du jetzt aber nicht ..." oder eben "Du willst doch ein gescheites Mädchen sein, dann musst Du aber...". Für mich beinhaltet der Spruch genau dasselbe "Kopfgetätschel", die Schuldzuweisung, die Forderung, ein braves Mädchen zu sein und die damit ebenfalls immer verbundene, unmögliche inhaltliche Forderung (oder Zumutung), die ich zum Beispiel auch darin gehört habe, wie "Du willst doch ein hübsches Mädchen sein und von Mama geliebt werden? ... dann musst Du aber auch schön abnehmen, gell". Diese Art mit Menschen, egal ob Erwachsener oder Kind, umzugehen, empfinde ich als verlogen und arrogant.
Auf Grund aller dieser Punkte habe ich mich hier so echauffiert, wohingegen ich im anderen, von Dir zitierten Thread eben genau das Gegenteil wiederfinde, nämlich Offenheit, Aufrichtigkeit, Authentizität und Wahrheit. Wofür ich Silke sehr bewundere (dafür was sie geleistet hat, was sie leistet und wie sie hier darüber sprechen kann).
Und deswegen berührt mich Silkes Geschichte und die Diskussion dort einfach ganz anders, als eben dieser obige Spruch von Louise L. Hay.
Lovely Rita
18.01.2008, 21:03
ich glaube nicht, dass es so etwas wie eine "dicke erleuchtung" gibt, ich fühle mich daher auch nicht von ihr erfasst oder wem anderen überlegen.
humor ist so eine sache. ich finde die uralte marlon brando geschichte lustig, während ich den maulwurf bis heute nur achselzuckend zur kenntnis nehmen kann und staune, wie ihr euch amüsiert.
ich finde leute, die bibelfest sind, super, ob sie nun komische prediger oder echte gläubige sind, egal. ich bin übrigens selbst gläubig, auf eine in meiner familie nur schwer ausrottbare verzweifelte art.
@ stadtmadl: danke, dass du dir noch einmal die mühe gemacht hast. ich finde das sehr gut erklärt.
Stadtmadl
18.01.2008, 21:10
humor ist so eine sache. ich finde die uralte marlon brando geschichte lustig, während ich den maulwurf bis heute nur achselzuckend zur kenntnis nehmen kann und staune, wie ihr euch amüsiert.
Geht mir in beiden Fällen genau gleich. :five:
Und auch Lk 17,19 (musste es als mehr oder weniger geborene Atheistin erst mal nachschlagen) kann ich in diesem Zusammenhang hier nur zustimmen. Das geschieht nicht in dem Wunsch, boshaft zu sein oder jemanden verletzen zu wollen, sondern aus ehrlicher Überzeugung. Meine Ablehnung der Büchergattung sowie des speziellen Zitats habe ich oben hoffentlich hinreichend begründet.
@Lovely Rita: Habe den Nachsatz gerade erst gesehen. Danke!
Gut, ich sehe das Zitat natürlich nicht wie Du. Aber auch bei Dir respektiere ich, dass Du mit dem Wort "dumm" sehr persönliche Erinnerungen verbindest. Für mich sagt das Zitat genau dasselbe wie die Überlegungen im anderen Thread zum Thema Vergebung. Aber darüber kann man gar nicht diskutieren, weil es eben jeder anders sieht.
Mir ging es hier auch nicht darum, dass Ihr anderer Meinung seid als Itsme, sondern darum, wie das zum Teil rübergebracht wurde. Itsme hat sich ernsthaft mit dem Buch auseinander gesetzt. Da finde ich es ziemlich respektlos, das hier dermaßen ins Lächerliche zu ziehen.
Ich bin eine sehr liberale Gläubige, aber andere haben eine andere Art Glauben. So wie ich in meiner Art zu glauben akzeptiert werden will, gestehe ich das auch Menschen zu, die diesen Sarkasmus verletzend empfinden.
Ihr braucht Euch hier jetzt auch nicht alle zu rechtfertigen. Es reicht mir ja schon, wenn wir alle hin und wieder ein bisschen mehr darüber nachdenken würden, dass wir nicht alle am Ziel sind.
Das mit der "dicken Erleuchtung" war im Übrigen meinerseits ironisch gemeint.
Martina
ich besitze nicht ein einziges "Lebenshilfe"-Buch.
Das einzige Buch, das in etwa in diese Richtung ginge ist ein Eheratgeber aus dem Jahre 1907, antiquarisch erstanden und eine einzige Lachnummer.
Diese humorigen Einlagen hier sind, glaube ich, Selbstläufer und bestimmt nicht bösartig gedacht. Ich z.B. konnte einfach @stübbkens geschälten Mann nicht wiederstehen und musste natürlich meinen Senf dazu geben.
Dass sich @Itsme dadurch brüskiert fühlt, verstehe ich schon.
Ich bin auch eine gläubige Christin, aber nicht fromm. Für mich ist der Glaube eine ureigenste sehr private Sache und ich versuche mit allen Mitteln nicht missionarisch zu wirken.
Übrigends, über den Maulwurf musste ich auch nicht ein einziges Mal lachen und hatte schon Befürchtungen wegen meines Humors, meine Tochter und meine Freundin schmeissen sich jedesmal weg vor Lachen
komisches Dings da
toni
Lovely Rita
18.01.2008, 22:20
Ich habe erst angefangen zu lesen, habe aber das Buch zunächst mal überflogen.
Es ist optisch wunderschön aufgemacht, mit schönen Illustrationen, sehr ansprechend, schon beim durchblätternd freuen sich die Augen.
Der Inhalt hört sich sehr interessant an, was ich bis jetzt gelesen habe, reizt zum weiter lesen.
also ernsthaft auseinandergesetzt hat sie sich nicht mit dem buch. aber diese art von büchern hat sie dann sehr ernsthaft verteidigt. und bei allen unterschiedlichen standpunkten finde ich, itsme hält sich auch bei stärkstem gegenwind recht wacker. würde ich ehrlich gesagt nicht schaffen, ich bin ein häferl.
ich lese übrigens gerade: abschied von der opferrolle
von verena kast
hat mir meine therapeutin vor einem jahr geliehen und ich habs bis heute nicht fertig gebracht die lächerlichen 190 seiten zu lesen. warum? vielleicht weil es mit dem blaubart-märchen anfängt?
maybe.
inzwischen les ich quer rein und bin froh darüber. die sätze sind konzentriert und nicht verallgemeinernd, wabernd. die frau ist dozentin am c.g.jung-institut und der interessiert mich sowieso sehr.
"aus dem bewusstsein heraus, dass wir unser selbstwertgefühl immer auch wieder regulieren können, ohne dass wir zu aggressoren oder opfern werden müssen, können wir in einen zirkel des miteinander-gestaltens eintreten" (verena kast)
Stadtmadl
18.01.2008, 22:49
Meine Therapeutin liebt Verena Kast. Ich hab's mit "Trotz allem ich" von ihr versucht, aber es war irgendwie nicht mein Buch. Oder vielleicht auch einfach der falsche Zeitpunkt.
Ich habe sehr von Alice Miller (http://www.alice-miller.com/index_de.php) "Am Anfang war Erziehung" profitiert und von Mathias Hirsch (http://www.mathiashirsch.de/) "Schuld und Schuldgefühl".
Was ist ein Häferl? :)
Lovely Rita
18.01.2008, 23:09
Was ist ein Häferl?
ich fürchte das da
:bigmad:
jemand, der leicht "übergeht"
verena kast erfahrung kann ich nachvollziehen.
alice miller auch, den andern herren kenn ich nicht.
die bärbel wardetzki hat bei mir sehr eingeschlagen. das buch über kränkungen und über weiblichen narzissmus.
stübbken
18.01.2008, 23:19
Liebe Martina,
wie Du weißt, gehört es zu meinen beruflichen Aufgaben, Menschen mit Problemen bei der Lösung eben dieser Probleme zu unterstützen.
In diesem Kontext helfe ich ihnen, über sich nachzudenken, weil mir als Nichtbetroffener das Sortieren der Gefühle und Gedanken eben leichter fällt. Grundsatz der professionellen Hilfe ist die Akzeptanz des Hilfesuchenden, der seinen Weg selber finden muss und ein Recht darauf hat, ernstgenommen zu werden.
Unser Stadtmadl hat schon sehr deutlich beschrieben, welche Wirkung die "locker-flockige" Aussage der von itsme zitierten Lebenshelferin ( es ist dumm!) auf sie zeitigt. Dieser Analyse ist nichts hinzuzufügen. Sie beschreibt exzellent die Gefahr, die von derartigen Ratgebern ausgeht.
Wenn wir uns öfter im Gespräch austauschten, würdest Du Dich wundern, wie oft ich aus AT und NT zitiere - und ich halte es nicht ich wie Voltaire, weil ich mich durchaus als Christin verstehe!
stübbken
Stadtmadl
18.01.2008, 23:19
Na, das ist aber doch ein süßes Häferl! :)
Von Bärbel Wardetzki (http://www.baerbel-wardetzki.de/home.htm) habe ich noch nichts gelesen, aber das Buch "Iss doch endlich mal normal" hatte ich mal in der Hand und das schien nicht verkehrt. Hab gerade mal auf ihre Homepage geschaut, wegen des korrekten Titels und festgestellt, dass sie fast in meiner Nachbarschaft wohnt. Lustig.
@ stübbken
Es ging mir in keiner Weise darum, irgendwessen Glauben in Zweifel zu ziehen. Wie ich schon oben ausgeführt habe, hat jeder seine eigene Art, seinen Glauben zu leben. Mich haben die Bibelzitate auch nicht gestört, da ich ohnehin immer kämpfen musste. Die einen finden es albern, dass ich überhaupt glaube. Den anderen ist meine Art zu Glauben zu individuell.
Trotzdem finde ich, dass man es respektieren sollte, wenn das anderen Gläubigen zu weit geht.
Im Übrigen habe ich diesen Thread zum Anlass genommen, meinem Eindruck, dass der Ton in letzter Zeit manchmal zu wünschen übrig lässt, Ausdruck zu verleihen. In der Sache mögt Ihr ja Recht haben, aber wie dies zum Teil vorgetragen wurde, fand ich, um es mal nett auszudrücken, unglücklich.
Wie gesagt, das ist etwas, was nicht nur diesen Thread betrifft. Ich hätte vielleicht ein eigenes Thema dafür aufmachen sollen, aber so hoch wollte ich es nun auch nicht hängen. Es sollte einfach ein kleiner Hinweis sein. Nicht mehr und auch nicht weniger.
Martina
Sonnenkuss
19.01.2008, 09:13
Itsme schreibt halt sehr viel.
Und dann kriegt sie halt auch viel Antworten von vielen Antwortern und Charakteren... die ihr vielleicht manchesmal auch auf die Füße treten (wo ich ja auch eine Spezialistin darin bin).
Wäre es nicht der Glauben gewesen, wäre es früher oder später halt ein Kochrezept oder ein "in China ist ein Sack Reis umgefallen"-Thema von ihr gewesen.
Leute die viel schreiben, kriegen viel Feedback und müssen halt damit umgehen können.
Was mich/uns aber nicht daran hindern sollte, ab und zu erst mal tief durchzuzuatmen und "ommmmmmmm" zu sagen, bevor ich/wir eine Antwort schreibe/n (ich meine mit "Wir" jetzt die Userschaft *zu Martina zwinker*).
Je mehr schreib, desto mehr Antwort, desto mehr kann man sich betroffen fühlen.
Was mich darüber nachdenklich macht, ob ich wieder anfangen muß, genauestens zu überlegen, wie ich etwas schreibe und ob überhaupt. Und nicht, wie mir der Schnabel gewachsen ist und ich fühle. Sondern erst mal filtern und sortieren und dann reiflich überlegen, ob es so für alle ok ist.
Ist es das?
Nee, das ist es nicht. Man kann seine Meinung auch sagen, ohne verletzend zu sein. Soku hat es mit dem "ab und zu" gut auf den Punkt gebracht.
Ich habe es heute schon einmal in einer PN geschrieben: Es ist für uns auch nicht immer leicht, es allen recht zu machen. Wir müssen vermitteln und dafür sorgen, dass sich alle hier wohlfühlen. Vielleicht bedenkt Ihr das hin und wieder auch mal. Würdet Ihr es richtig finden, wenn Ihr Euch über einen Thread beschweren würdet und wir würden keinerlei Reaktion zeigen? Würdet Ihr das wirklich richtig und gut finden?
babelfish
19.01.2008, 22:03
Aber dafür sind runde, gelbe Deckel viel besser verdaulich und führen zu einer langsameren Insulinausschüttung, als z.B. rote oder blaue Deckel, besonders, wenn letztere eckig sind.
Da muss ich aber vehement widersprechen. Du musst natürlich rot und blau unterscheiden. Rote Tupperdeckel führen zu einer höheren Aktivität, was wiederum zu einem Mehrverbrauch an Kalorien führt. Man könnte jetzt annehmen, dass rote Deckel daher ideal zum Abnehmen sind. aber auf solche Gedanken kommt natürlich nur der Laie.
Eine wahre Deckelexpertin wird sich trotz der beruhigenden Farbe an die blauen und nicht an rote oder gelbe Deckel halten. Durch die beruhigende Wirkung wird nämlich weniger Cortisol ausgeschüttet und weniger gegessen (Stichwort Frustessen).
Vorsicht auch mit den eckigen Deckeln. Das hast du ja schon angedeutet. Diese werden zwar gerne genommen, weil sie durch die spitzen Kanten ein langsameres Kauen verursachen, durch die Form erinnern sie aber sehr oft an das Genußmittel Schokolade, das nur in rechteckiger, aber nicht in runder Form angeboten wird. Runde Dinge sind gesünder, das sieht man schon an den natürlichen Vorfahren des Plastiks den Äpfeln, Beeren und Orangen.
Soll ich weitermachen'?
durch die Form erinnern sie aber sehr oft an das Genußmittel Schokolade, das nur in rechteckiger, aber nicht in runder Form angeboten wird. Runde Dinge sind gesünder, das sieht man schon an den natürlichen Vorfahren des Plastiks den Äpfeln, Beeren und Orangen.
Und was ist mit Pralinen? :holy:
babelfish
20.01.2008, 00:47
Die sind gesund!
Hallo Ihr,
ich möchte nun doch noch ein paar (oder auch ein paar mehr) Worte dazu sagen.
Es ist nicht so, dass ich nicht damit zurecht komme, dass Ihr Bücher solcher Art ablehnt. Auch Kontroversen in anderen Themen scheue ich nicht.
Es ist für mich kein Problem, dass es innerhalb einer größeren Gruppe immer viele Meinungen gibt.
Der einzige Punkt, der mich verletzt hat, war, dass zur Unterstreichung, wie sehr ihr solche Bücher ablehnt, dann ein Bibelzitat ins Lächerliche gezogen wurde. Vielleicht für ganz viele überhaupt nicht nachvollziehbar, aber damit kam ich nicht klar. Und weil ich nicht wusste, wie und ob ich darauf reagieren sollte, bat ich Martina um Rat. Ich hatte das Gefühl, ich sollte etwas sagen, aber andererseits wollte ich damit keinen Streit heraufbeschwören. Aus dieser Unsicherheit heraus, fragte ich Martina.
Soviel dazu.
@ Stadtmadl
Dein State hat mich sehr berührt. Danke, dass Du Deine Gefühle, - unter anderem im Zusammenhang mit dem Wort "dumm" so eindringlich erklärt hast.
Ich kann nun sehr gut verstehen, dass Dir dieses Zitat alles andere als gut erschien. Es war nicht meine Absicht, Dich durch dieses Zitat in solcher Form zu provozieren oder zu verletzen. Entschuldige bitte.
Über das Wort "dumm" bin ich im Übrigen selber gestolpert und hätte es gern anders formuliert, aber ich muss Zitate natürlich so lassen, wie sie ursprünglich sind.
Mir persönlich hat dieser Grundgedanke vor Jahren geholfen, mit einem Stück meiner Vergangenheit klar zu kommen, wie ich hier oder in dem anderen Thread beschrieben habe.
Lovely Rita:
also ernsthaft auseinandergesetzt hat sie sich nicht mit dem buch. aber diese art von Büchern hat sie dann sehr ernsthaft verteidigt.
Stimmt ich habe dieses Buch zunächst nur quer gelesen. Da mir jedoch Bücher "solcher Art" schon des öfteren gute Denkanstöße gaben, habe ich "Bücher solcher Art" verteidigt.
Natürlich habe ich in dem Glauben, auch anderen könnten solche Bücher (wie mir) helfen, dieses Buch hier vorgestellt.
Das Ihr (wie ich jetzt weiß) solche Bücher ablehnt, ist für mich kein Problem und Euer gutes Recht.
Soku
Wäre es nicht der Glauben gewesen, wäre es früher oder später halt ein Kochrezept oder ein "in China ist ein Sack Reis umgefallen"-Thema von ihr gewesen.
Nein Soku, bestimmt nicht. So empfindlich bin ich nicht. Ich sage zwar meine Meinung, aber ich habe kein Problem damit, dass es unterschiedliche Meinungen gibt.
Nette
Was mich darüber nachdenklich macht, ob ich wieder anfangen muß, genauestens zu überlegen, wie ich etwas schreibe und ob überhaupt. Und nicht, wie mir der Schnabel gewachsen ist und ich fühle. Sondern erst mal filtern und sortieren und dann reiflich überlegen, ob es so für alle ok ist.
Nein, bitte nicht. Das wäre schrecklich.
Ganz allgemein:
Ich bin glaube ich, keine Momose und kann einigen Wind vertragen.
Nur wenn etwas mich wirklich verletzt, dann habe ich doch ein Problem, genau wie alle anderen dies dann wohl auch haben. Stadtmald ging es mit dem Zitat so und nachdem sie das erklärt hat, verstehe ich sie vollkommen. So wie sie ihre ganz eigenen Gefühle in Bezug auf dieses Thema hat, so verbinde ich die Bibel mit dem Andenken an meine (sehr geliebte) Mutter, die gern daraus zitierte (ohne eine frömmelnde Frau zu sein) und mich dieses Buch als etwas ganz Besonderes sehen ließ.
Vielleicht hätte ich das mit dem Bibelzitat und meine Gefühlen über den Umgang damit, selber vorsichtig formulieren sollen, denn das konnte ja keiner wissen. In Zukunft werde ich das also tun, um Mißverständnisse zu vermeiden. Das ist sicher besser und war mein Fehler.
Sonnenkuss
20.01.2008, 09:29
Vielleicht hätte ich das mit dem Bibelzitat und meine Gefühlen über den Umgang damit, selber vorsichtig formulieren sollen, denn das konnte ja keiner wissen. In Zukunft werde ich das also tun, um Mißverständnisse zu vermeiden. Das ist sicher besser und war mein Fehler.
Also das selber formulieren wäre sicherlich Klasse gewesen... :daumen: aber danach ist man immer schlauer.
Und ´nen Fehler hat hier niemandnicht gemacht. Es menschelt halt . Manchmal furchtbar :-p.
Frank und frei heraus ist auch nicht immer die Methode der Wahl und kommt oft als Holzhammer an, frag mich...
Ich denk, ab und zu gibt es Empfindlichkeiten und die sind nie berechtigt oder unberechtigt, weil Jeder anders empfindet, das ist ja sogar tagesformabhängig.
Und da ist es schon gut, wenn man einfach auch mal ausgebremst wird in der freien, für einen vermeintlich lustigen Meinungsäusserung.
Des passt scho´, wie´s war. Und weiter geht´s!
stübbken
20.01.2008, 09:58
......Der einzige Punkt, der mich verletzt hat, war, dass zur Unterstreichung, wie sehr ihr solche Bücher ablehnt, dann ein Bibelzitat ins Lächerliche gezogen wurde. ........
Wodurch genau habe ich die Aussage "Dein Glaube hat Dir geholfen..." Deinem Gefühl nach ins Lächerliche gezogen?
Ist es nicht so, dass durch diese Aussage das Phänomen der Affirmation prägnant und kurz beschrieben wird?
Warum zeihst Du mich dann der Blasphemie?
stübbken
Lovely Rita
20.01.2008, 10:29
das problem ist ja, dass jede/r eigene bilder und erfahrungen mitbringt. meine großmutter väterlicherseits war eine zutiefst fromme frau, die jeden morgen um 6 uhr zur kirche gegangen ist. das war eine einfache bäuerin, die ein hartes und arbeitsreiches leben hatte, und sich in ihrem glauben täglich kraft geholt hat. das hat man ihr aber sonst nicht angemerkt, ihr glaube war ihre privatsache.
anderes beispiel: eine schon zu meiner schulzeit pensionsreife professorin war hochoffiziell supergläubig. an uns schülerinnen lebte sie aber einen sadismus aus, der in keinster weise mit nächstenliebe vereinbar ist. wegen ihr hatte die halbe klasse jahrelang suizidgedanken. eine prüfung bei ihr war ungefähr so angenehm wie nackt über rostige nägel gehen, während kettenhunde dir ihren heißen atem ins gesicht speien. und zwar unabhängig ob du den stoff konntest oder nicht.
die bibel: ich war ein frommes kind. die jungfrau maria war mein absolutes vorbild. grund war sicher auch, dass unser pfarrer und meine religionslehrerin in der volksschule unheimlich lieb waren und die ganzen geschichten aus der bibel super anschaulich erzählten. ich habe heiligenbildchen gesammelt, bin als einziges familienmitglied sonntags zur kirche geeilt (mit 6, 7 jahren) und habe mir ein neues testament gewünscht. aus dem habe ich, im fenster meines kinderzimmers sitzend, den anderen kindern vorgelesen. die sprache der bibel spielte und spielt in meiner schreibenden tätigkeit eine große rolle. wie bei vielen anderen schreibenden.
warum erzähl ich das?
ach ja. ich respektiere, wenn jemand gläubig ist, keine frage. für mich fängt die sache an, kritisch zu werden, wenn jemand zu predigen anfängt. das finde ich nur bei don camillo in ordnung. für mich missbrauchen leute wie hays einfach ein gelerntes system - hie erlösung predigender messias, hie gemeinde schäfchenherde. und ich hab etwas dagegen, wenn mich jemand mit - in meinen ohren - dummen inhalten zum schäfchen machen will. da werd ich echt sauer und ich glaube auch, dass viele menschen dadurch in ihrer eigentlich möglichen entwicklung behindert werden.
GreenTomate
20.01.2008, 10:52
Wodurch genau habe ich die Aussage "Dein Glaube hat Dir geholfen..." Deinem Gefühl nach ins Lächerliche gezogen?
Ich bin zwar nicht Itsme aber ich denke nicht nur ich habe es so empfunden, daß du es sehr wohl so gemeint hast, zumal Smilies zur Unterstreichung dabei waren. Als "Stamm-Leser" bekommt man nämlich auch ein Gefühl für die unausgesprochenen bzw. nicht dokumentierten Worte eines Postings. Du kannst es natürlich abstreiten und ich nicht beweisen... aber wem willst du damit etwas vormachen?
Ist es nicht so, dass durch diese Aussage das Phänomen der Affirmation prägnant und kurz beschrieben wird?
Ja, aber für mich trieft durch die Art und Weise deiner Postings eben eine große Portion Sarkasmus mit. Wie Martina schrieb, geht es nicht um deine Haltung für oder gegen Itsmes Aussage, sondern um das "wie". Und deshalb antworte ich hier auch, weil ich mich an Itsmes Stelle sehe. Weil es bei mir Assoziationen auslöst wie bei Stadtmadl beim Lesen des Buches.
Ironischer Weise empfinde ich nämlich deine Art damit umzugehen als von oben herab. Genauso wie es Stadtmadl bei der Verfasserin des Buches empfindet. Du bist intelligent, kannst gut analysieren und bist sprachgewandt und schlagfertig dazu hin - und setzt dies alles als "Waffe" ein um zu demonstrieren wie "dumm" andere sind. Ich überlege schon eine Weile ob es nicht nur mir so geht, daß man sich manchesmal lieber doch nicht traut etwas zu schreiben, weil dann gewisse Damen die nicht so gelungenen Sätze in der Luft zerreissen oder mein Thema lächerlich machen.
Und Soku, nein eigentlich möchte ich nicht damit rechnen, daß mir hier auf die Füße getreten wird. Es ist ein Unterschied ob mir hier etwas vor den Latz geknallt wird, oder ob mir sachlich (manchmal sogar richtig nett und liebevoll) meine (Denk-)Fehler aufgezeigt werden.
Werden hier zwar dicke Menschen aufgenommen, aber wehe sie äußern Dinge die anderen als "dumm" erscheinen...?! Bin ich hier akzeptiert weil ich dick bin, aber wenn ich dazuhin dumm bin oder mich dumm äußere, dann muß ich mir ein anderes Forum suchen?! Liebe Itsme, damit meine ich jetzt auf keinen Fall dich - ich hoffe dir ist das klar.
Und dann überlege ich mir noch, wieviele Menschen sich schon angemeldet haben und nichts schreiben und wieviele da draussen sind die zwar mitlesen aber sich nicht trauen und bei wievielen der Grund diese spitzen Zungen sind? Natürlich alles spekulativ und natürlich ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen... aber wenn manchen hier diverse Postings auf den (imaginären) Sack gehen... kann man dann nicht einfach mal sich raushalten?
Um es nochmal ganz deutlich zu sagen.. ich habe genausowenig etwas gegen Kontroversen wie ihr und ich lasse mir gerne von Menschen die sehr viel mehr durchschauen als ich etwas sagen... (meistens profitiere ich davon enorm) aber ich möchte dabei nicht runtergemacht werden... das hatte ich in meinem Leben schon zur Genüge. Also schreibe ich eben weniger.
Herzliches Danke an Soku.
------------------------------------
@ Stübbken
Ich habe mich, als ich von davon sprach, das mir Bücher solcher Art schon sehr geholfen haben, nicht auf (m)einen Glauben bezogen.
Habe ich den Satz:
"mein Glaube hat mir geholfen" - laut Deinem Zitat, irdendwo gesagt?
Ich habe bei dem ganzen Thema nicht ein Wort über die Bibel geschrieben. Die kam erst durch deinen Hinweis auf eine Bibelstelle:
(Sinngemäß:
"Stehe auf und gehe Deines Weges, Dein Glaube hat Dich gesund gemacht.")
und dem dicken Grinser dazu, ins Spiel.
Sollte das von Dir eine ernst gemeinte biblische Bestätigung dessen sein, was ich vorher geschrieben habe???
Für mich sah das nicht so aus. Vielleicht kann ich nicht zwischen einem ernsthaften Zitat und einem ironischen Hinweis unterscheiden:confused:
Ist es nicht so, dass durch diese Aussage das Phänomen der Affirmation prägnant und kurz beschrieben wird?
Für mich nicht. Für mich bedeutet die Wirkung von Affirmationen nicht, dass sie nur auf blindem Glauben daran, beruhen.
Affirmationen (wenn sie gut durchdacht und passend sind) bedeuten für mich, ein bestehendes inneres, krank machendes Probgramm durch intensive Arbeit zu verändern. Sie sind kein Zauberspruch, den man mal eben aufsagt und durch den sich plötzlich alles ändert.
Ja, es kann auch eine Rolle spielen, ob ich an ihre Wirkung glaube. Aber das ist nur ein kleiner Teil des Ganzen.
Sonnenkuss
20.01.2008, 11:11
Irgendwie zerfallen wir jetzt hier in "die Guten" und "die Bösen"...
Ich glaube wir haben alle ein bißerl die Balance verloren.
Ich denke, Green Tomate hat es wunderbar auf den Punkt gebracht, was ich mit alledem sagen wollte.
Itsme hatte mich tatsächlich zu den Bibelzitaten gefragt, aber die Sache mit dem Tonfall kam von mir ganz alleine. Es war mir schon öfter aufgefallen und ich weiß auch, dass wir deswegen schon User verloren haben. Als ich dann diesen Thread hier aber gelesen habe, habe ich diesen Thread zum Anlass genommen, das Thema aufzugreifen.
Und ich denke, auch Soku hat verstanden, worauf ich hinaus wollte.
Ich schreibe eigentlich auch nur das, was ich denke, aber ich habe in acht Jahren Internet gelernt, meine Meinung so zu äußern, dass ich andere damit nicht verletze. Sicher wird mir das auch nicht immer gelingen, aber zumindest bemühe ich mich. Und ich empfinde das nicht als Einschränkung meiner (Meinungs-)Freiheit.
Martina
Irgendwie zerfallen wir jetzt hier in "die Guten" und "die Bösen"...
Ich glaube wir haben alle ein bißerl die Balance verloren.Hmmm, diesen Eindruck habe ich nicht. Zufällig sind es jetzt hier bestimmte Leute, die konkret in diesem Thread den Unmut anderer heraufbeschworen haben, aber das Problem des manchmal fehlgeleiteten Tonfalls in letzter Zeit möchte nicht nur an diesen Leuten festmachen.
Stadtmadl
20.01.2008, 11:20
IWeil es bei mir Assoziationen auslöst wie bei Stadtmadl beim Lesen des Buches.
Halt. Stopp. Nicht das Lesen des Zitats hat mich derart erwischt, sondern die Schilderung dessen, wie ich dieses Verdikt "dumm" früher empfunden habe. Da kamen nochmal alle alten Gefühle hoch und das ist - je nach Sorte - nicht lustig. Die Mühe habe ich mir dennoch gemacht, denn mein Ärger über das Buch/Zitat war einfach gut begründet, ich denke nämlich immernoch, dass diese Bücher sehr viel Schlimmes anrichten können, was ja von stübbken und Lovely Rita auch bestätigt wurden, von allen aus eigener Erfahrung.
Das Zitat selbst fand ich einfach nur dämlich bzw. ärgerlich - je nach Blickwinkel.
Und die folgende Diskussion, bei der ich und ein paar andere das Buch "in der Luft zerissen" haben, hat mir Spass gemacht. Und ich finde das auch in Ordnung. Würde ich hier ein Buch empfehlen, das alle anderen bescheuert finden, o.k., Pech gehabt. Wenn ich an etwas glaube und dahinter stehe, dann ist es mir ziemlich egal, wie andere dazu stehen oder darüber denken.
Und damit sind wir auch schon bei der Glaubensfrage. Ich habe Lk 17,19 nachgeschlagen und musste grinsen, denn ja, diese Bücher leben auch meiner Ansicht nach rein vom Glauben, der aber wirklich "Berge versetzen" kann, siehe z.B. hier (http://www.zeit.de/2007/52/M-Glauben). Und deswegen fand ich das Bibelzitat auch passend und keineswegs abwertend.
Wieso ist es denn ein Angriff auf euren Glauben, wenn mit einem Bibelzitat eine inhaltlich schlüssige Antwort gegeben wird?
Und zur Frage, wieviel "political correctness" müssen alle posts hier enthalten würde ich gerne antworten: So viel oder wenig, wie man sich im direkten Alltagsgespräch auch "auferlegen" würde. Direkte Angriffe, Bemerkungen "unter der Gürtellinie" würde man sich in einer Diskussion im Alltag live auch nicht erlauben. Ein bißchen Sarkasmus oder der eine oder andere zynische Kommentar (oder Empfehlungen, welcher Tupperdeckel der richtige zum Dessert ist) hingegen kommen im "echten" Leben genauso vor und ich finde sie auch o.k..
Vielleicht würden im echten Leben nicht alle hier freiwillig miteinander reden, die hier im Forum zusammengewürfelt werden, aber welche posts man ernst nimmt und welche man überliest bleibt doch auch hier jedem selbst überlassen. Und antworten tun im richtigen Leben auch viele, auf die man manchmal gut verzichten könnte. Damit muss man umgehen lernen und nicht zu der "Mama" rennen und sich beschweren - ja, damit meine ich alle die, die sich offenbar bei Martina beklagt haben. Da hätte ich die direkte Konfrontation doch sehr bevorzugt.
Für mich nicht. Für mich bedeutet die Wirkung von Affirmationen nicht, dass sie nur auf blindem Glauben daran, beruhen.
Affirmationen (wenn sie gut durchdacht und passend sind) bedeuten für mich, ein bestehendes inneres, krank machendes Probgramm durch intensive Arbeit zu verändern.
Autosuggestion funktioniert ja durchaus. Ich halte es aber für einen Unterschied, ob ich eine Technik anbiete, die dann, evtl. mit Hilfe von außen, individuell mit Inhalt gefüllt wird oder ob ich Patentrezepte nach dem Gießkannenprinzip verkaufe.
Du sagst selbst, es ist intensive Arbeit nötig. Ich bezweifle eben, dass die meisten Konsumenten dieser Ratgeberliteratur sich dessen bewusst sind. Und ich befürchte sogar, dass genau das nicht erwünscht ist, denn dann würden diese Schwarten in den Läden verstauben.
Seriöse Hilfen in Buchform gibt es sicherlich auch, aber Seriosität bedeutet auch, dass man die Grenzen einer Methode aufzählt. Hier sieht es doch sehr nach dem Gegenteil aus, siehe angebliche Krebsheilung.
Damit muss man umgehen lernen und nicht zu der "Mama" rennen und sich beschweren - ja, damit meine ich alle die, die sich offenbar bei Martina beklagt haben. Da hätte ich die direkte Konfrontation doch sehr bevorzugt.
Sehe ich auch so.
Stadtmadl
.....Damit muss man umgehen lernen und nicht zu der "Mama" rennen und sich beschweren
Es ist doch ein Unterschied, ob man um Rat fragt, ob und wie man am besten reagiert, wenn man unsicher ist und keinen Streit möchte, oder ob man pauschal nicht den Hintern in der Hose hat, seine Meinung öffentlich zu sagen.
In meinem Fall:
Ich bin nicht zur "Mama" gerannt, dafür bin ich zu alt. Ich habe die erfahrene Forenchefin (wie ausführlich berichtet) um Rat gebeten.
That's it.
Damit muss man umgehen lernen und nicht zu der "Mama" rennen und sich beschweren - ja, damit meine ich alle die, die sich offenbar bei Martina beklagt haben. Da hätte ich die direkte Konfrontation doch sehr bevorzugt.Nur mal zur Klarstellung: Es hat sich niemand bei mir beklagt. Aber jeder Thread hat einen "Melden"-Knopf und das ist auch gut so. Itsme hat mich nur um Rat gefragt. Das war alles.
Im Übrigen kommen Klagen dieser Art gelegentlich durchaus auch von stillen Lesern, die hier noch nicht mal angemeldet sind. Ihr solltet hin und wieder auch mal darüber nachdenken, dass hier Tausende von Leuten mitlesen können und diese Community nicht nur aus den 200 oder 300 Usern besteht, die hier mehr oder weniger aktiv sind.Und zur Frage, wieviel "political correctness" müssen alle posts hier enthalten würde ich gerne antworten: So viel oder wenig, wie man sich im direkten Alltagsgespräch auch "auferlegen" würde. Direkte Angriffe, Bemerkungen "unter der Gürtellinie" würde man sich in einer Diskussion im Alltag live auch nicht erlauben.Genau so ist es. Und es mag ja so sein, dass Ihr bei dem, was Ihr im Alltag daher redet, auch nicht nachdenkt. Ich tue es schon. Und ich habe es auch schon erlebt, dass im Alltag eine sarkastische Bemerkung über Glaubensinhalte jemanden unter der Gürtellinie getroffen hat, wenngleich ich da zum Glück nur Beobachterin war. Dennoch habe ich deshalb Verständnis dafür, wenn jemand sich dadurch verletzt fühlt. Warum ist es so schwer zu sagen: "Es tut mir Leid. Ich wollte Dir nicht weh tun. Ich fand das im Moment witzig, aber ich kann akzeptieren, dass Du es nicht witzig findest." Ich weiß nicht, was daran so schwer ist und was man dabei von seiner eigenen Position aufgibt.
Martina
Stadtmadl
20.01.2008, 11:42
@ itsme: o.k., passt.
Martina hat das ja auch schon relativiert (das überschnitt sich aber mit meinem post) in ihrem Beitrag weiter oben las sich das für mich einfach mißverständlich (bzw. so, wie ich es dann beantwortet habe).
GreenTomate
20.01.2008, 11:48
Halt. Stopp. Nicht das Lesen des Zitats hat mich derart erwischt, sondern die Schilderung dessen, wie ich dieses Verdikt "dumm" früher empfunden habe. Da kamen nochmal alle alten Gefühle hoch und das ist - je nach Sorte - nicht lustig. Die Mühe habe ich mir dennoch gemacht, denn mein Ärger über das Buch/Zitat war einfach gut begründet, ich denke nämlich immernoch, dass diese Bücher sehr viel Schlimmes anrichten können, was ja von stübbken und Lovely Rita auch bestätigt wurden, von allen aus eigener Erfahrung.
Eben das meinte ich... so wie du dich beim Lesen des Buches getroffen fühlst, weil alles in dir hochkommt, so fühle ich mich, wenn nicht sachlich begründet wie bei dir sondern mit Sarkasmus auf Postings geantwortet wird.
Und die folgende Diskussion, bei der ich und ein paar andere das Buch "in der Luft zerissen" haben, hat mir Spass gemacht. Und ich finde das auch in Ordnung. Würde ich hier ein Buch empfehlen, das alle anderen bescheuert finden, o.k., Pech gehabt. Wenn ich an etwas glaube und dahinter stehe, dann ist es mir ziemlich egal, wie andere dazu stehen oder darüber denken.
Das Buch zu zerreissen ist etwas ganz anderes, als das Posting eines Users. Daran habe ich mich nicht im mindesten gestört, bzw. habe mitgegrinst. Wie bei der Anekdote über Marlon Brando, das hat ja nichts damit zu tun.
Und damit sind wir auch schon bei der Glaubensfrage. Ich habe Lk 17,19 nachgeschlagen und musste grinsen, denn ja, diese Bücher leben auch meiner Ansicht nach rein vom Glauben, der aber wirklich "Berge versetzen" kann, siehe z.B. hier. Und deswegen fand ich das Bibelzitat auch passend und keineswegs abwertend.
Wieso ist es denn ein Angriff auf euren Glauben, wenn mit einem Bibelzitat eine inhaltlich schlüssige Antwort gegeben wird?
Womit wir wieder bei dem "wie" und nicht bei dem "warum" wären. Siehe mein Posting weiter oben. Ich bin übrigens überhaupt nicht gläubig.
Und zur Frage, wieviel "political correctness" müssen alle posts hier enthalten würde ich gerne antworten: So viel oder wenig, wie man sich im direkten Alltagsgespräch auch "auferlegen" würde. Direkte Angriffe, Bemerkungen "unter der Gürtellinie" würde man sich in einer Diskussion im Alltag live auch nicht erlauben. Ein bißchen Sarkasmus oder der eine oder andere zynische Kommentar (oder Empfehlungen, welcher Tupperdeckel der richtige zum Dessert ist) hingegen kommen im "echten" Leben genauso vor und ich finde sie auch o.k..
Das hat nichts mit "political correctness" zu tun, sondern wie mit manchen Personen (Posts) umgegangen wird. Ich möchte behaupten, daß ich durch den "Umgangston" bei bestimmten Damen herauslesen kann, wen sie nicht mögen, oder abkönnen oder wie auch immer man das nennen will.
Vielleicht würden im echten Leben nicht alle hier freiwillig miteinander reden, die hier im Forum zusammengewürfelt werden, aber welche posts man ernst nimmt und welche man überliest bleibt doch auch hier jedem selbst überlassen. Und antworten tun im richtigen Leben auch viele, auf die man manchmal gut verzichten könnte. Damit muss man umgehen lernen und nicht zu der "Mama" rennen und sich beschweren - ja, damit meine ich alle die, die sich offenbar bei Martina beklagt haben. Da hätte ich die direkte Konfrontation doch sehr bevorzugt.
Ich habe mich weder mit Itsme noch mit Martina bezgl. dieses Threads außerhalb dieses Threads unterhalten. Mit niemandem. Das "wie" hat mich veranlasst, etwas zu schreiben.
Stadtmadl
20.01.2008, 12:09
Das hat nichts mit "political correctness" zu tun, sondern wie mit manchen Personen (Posts) umgegangen wird. Ich möchte behaupten, daß ich durch den "Umgangston" bei bestimmten Damen herauslesen kann, wen sie nicht mögen, oder abkönnen oder wie auch immer man das nennen will.
Liebe Grüne Tomate,
was ist los? Geht es hier um Dich oder um andere? Fühlst Du Dich angegriffen, wenn ja, wo und von wem? Dann schreib ihm/ihr doch eine PN und mach sie zur Schnecke. Oder ignorier's einfach.
Wenn es um andere geht, dann wäre meine Frage, warum Du Dich da so ins Zeug legst? Sollten die nicht vielleicht lieber selbst anworten?
Was Du da schreibst, ist eine ausgesprochen generalisierte Anklage. Ich würde mal vermuten, dass die "bestimmten Damen" nicht wissen, wer sie sind. Vielleicht haben sie einen Verdacht, aber auch wenn ich den Verdacht hätte, dass ich da darunter fallen könnte, dann würde ich mir den Schuh nicht anziehen. Keine konkrete Beschwerde --> keine Reaktion.
Ein bißchen erinnert mich das jetzt leider an meine Oma, die immer mit erhobenem Zeigefinger drohte "ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt", wenn sie mal gegenüber den Streichen der Nachbarskinder nicht mehr weiter wusste.
Ich finde solche indirekten Vorwürfe und Angriffe absolut unbrauchbar und wesentlich schlimmer, als einen direkten Angriff. Auf Direktes kann man antworten. Versteckte Schuldzuweisungen hingegen erzeugen nur schlechte Stimmung, jeder fühlt sich unwohl in seiner Haut, ggf. überlegen dann sogar die Falschen, was sie wohl wieder verkehrt gemacht haben. Das bringt allen Beteiligen rein gar nichts.
Liebes Stadtmadl,
was das GreenTomate angeht, hat sie doch hier ganz deutlich geschrieben:Um es nochmal ganz deutlich zu sagen.. ich habe genausowenig etwas gegen Kontroversen wie ihr und ich lasse mir gerne von Menschen die sehr viel mehr durchschauen als ich etwas sagen... (meistens profitiere ich davon enorm) aber ich möchte dabei nicht runtergemacht werden... das hatte ich in meinem Leben schon zur Genüge. Also schreibe ich eben weniger.
Hervorhebung durch michUnd ich finde gut, dass sie das offen schreibt. Ich weiß nämlich, dass es anderen Usern ähnlich geht, bzw. ging, wie sie mir in ihren Abschieds-PNs mitgeteilt haben.
Daher noch mal die Frage: Was ist so schwer daran, sich um einen anständigen Ton zu bemühen, und was ist so schwer daran, sich mal zu entschuldigen, wenn es sich herausstellt, dass man jemandem auf die Füße getreten ist? Diese Frage wurde bisher noch nicht beantwortet.
Martina
Stadtmadl
20.01.2008, 12:22
Sorry, Itsme, als ich das schrieb, hatte ich weniger Dich im Hinterkopf, als die anderen bekennenden Leserinnen von Louise. L. Hay ... Für den impliziten Angriff auf Dich entschuldige ich mich, da habe ich in dem Moment nicht weiter gedacht, das tut mir leid!
Hab ich doch. Was fehlt noch?
Nix! Ich gebe zu, ich hätte nicht allgemein antworten sollen. Das mit der Entschuldigung bezog sich auf stübbken. Das mit dem Ton richtete sich aber schon an alle, die meinen, wenn sie auf ihren Ton achten sollen, dürften sie nicht mehr schreiben, was sie denken. ---> ... zumindest habe ich einige Einwürfe hier so verstanden ...
Schließlich kann es doch nicht die Lösung sein, dass dafür dann die, die sich potenziell abgebügelt fühlen könnten (wie z.B. GreenTomate), darüber nachdenken, ob sie noch das schreiben können, was sie bewegt.
Lunix
Autosuggestion funktioniert ja durchaus. Ich halte es aber für einen Unterschied, ob ich eine Technik anbiete, die dann, evtl. mit Hilfe von außen, individuell mit Inhalt gefüllt wird oder ob ich Patentrezepte nach dem Gießkannenprinzip verkaufe.
So individuell können Angebote zum Erlernen von Autosuggestionen meistens nicht sein, da es sich fast immer um Gruppenangebote handelt.
Natürlich gibt es auch Einzelunterricht, aber der ist schwierig, weil sehr Zeitaufwendig und dadurch dann eben auch teuer.
Du sagst selbst, es ist intensive Arbeit nötig. Ich bezweifle eben, dass die meisten Konsumenten dieser Ratgeberliteratur sich dessen bewusst sind.
Ich war mir dessen bewusst und ich glaube nicht, dass ich da so eine große Ausnahme bilde.
Mein Interesse an diesem Gebiet steigerte sich sogar so weit, dass ich schließlich eine entsprechende Ausbildung machte, um autogenes Training lehren zu können.
Seriöse Hilfen in Buchform gibt es sicherlich auch, aber Seriosität bedeutet auch, dass man die Grenzen einer Methode aufzählt. Hier sieht es doch sehr nach dem Gegenteil aus, siehe angebliche Krebsheilung.
Das ist zum Beispiel das, was ich mit "aussieben" meinte.
stübbken
20.01.2008, 12:58
.....Ich kenne nicht wenige, denen zwar nicht "diese (so ganz pauschal gesehen) Selbsthilfebücher", - aber doch einige davon, geholfen haben - oder einiges aus ihnen, geholfen hat.
Auf diese Aussage hin habe ich aus dem Evangelium des Lukas zitiert " Dein Glaube hat Dir geholfen....". Jesus selbst sagt zu dem Geheilten, dass nicht er, sondern sein Glaube ihm geholfen habe.
Dieses Prinzip wird in aller Regel auch von den Verfassern der Selbsthilfebücher genutzt, denn sie helfen nicht selbst, sondern der Glaube an ihre Thesen soll helfen. Es sei in diesem Kontext dahingestellt, ob man derartige Gurus mit Jesus vergleichen kann.
Wenn ich mit meinem Vergleich zweier Wirk-Prinzipien Dir, liebe Itsme, persönlich zu nahegetreten bin, bedauere ich es. Christliche Inhalte sind Bestandteil meines Lebens und meines Alltags und ich lebe meinen Alltag mit ihnen und stelle sie nicht auf ein Podest, um sie von Zeit zu Zeit zu bestaunen.
stübbken
Stadtmadl
20.01.2008, 13:03
Das ist zum Beispiel das, was ich mit "aussieben" meinte.
Kann es sein, dass wir uns hier die Köpfe einschlagen wegen eines Buchs, von dem Du gar nicht 100%ig überzeugt bist? ;)
Lovely Rita
20.01.2008, 13:53
ich kann mit dieser information, dass anscheinend hier hintenrum irre kommunikationswellen ablaufen, wenig anfangen. es irritiert mich.
was den ton betrifft, so versuche ich zum beispiel - und es gelingt mir leider noch zu selten - auf beiträge, für die ich eigentlich nur ein augenrollen übrig habe - nicht mehr zu reagieren. aber dann juckt es mich doch, weil mir grad im übermut was lustiges einfällt. oder weil das häferl übergeht.
wie soku schon geschrieben hat, postet itsme mengenmäßig recht viel. dagegen ist überhaupt nichts zu sagen, denn ohne postings tote hose. das problem ist für mich teilweise der inhalt. etwa die hälfte ihrer postings finde ich durchaus interessant, viel vom rest allerdings ist so eine für mich ganz schwer auszuhaltende schwärmerische mischung oder schräge behauptungen, die einfach nicht stimmen. und das nervt mich einfach. so wie es gläubige menschen nervt, wenn die bibel zitiert wird.
wobei ich bis jetzt ehrlich nicht nachvollziehen kann, was an dem lukas-zitat verletzend war, sorry. mich verletzt es, wenn ich louisie hay empfohlen bekomme oder wenn ich glauben soll, dass in werbespots böse verführerbilder dazwischengeschnitten werden. würde itsme das im cafehaus sagen, würd ich einfach flugs das thema wechseln und ihr ein viertel bestellen und die kurve wär gekratzt.
wobei mir wichtig ist, zu betonen, dass sicher auch meine beiträge bei vielen augenrollen verursachen, weil das halt nicht in deren lebenswelt passt, was ich schreibe. das ist mir bewusst und ich stelle mich in keinster weise über itsme. sie hat ihre qualitäten, ich hab andere. es würde mir sicher was fehlen, wenn sie weniger schreiben würde.
noch etwas zu "stillen mitlesern", die sich abmelden (was für mich ein widerspruch in sich ist, ehrlich gesagt): das forum lebt von den menschen, die hier aktiv sind und auch von den unterschieden. bei itsme spüre ich zum beispiel, dass ihr daran liegt, hier zu sein und das finde ich richtig gut. ich sehe das forum auch nicht als persönliche spielwiese, wer weiß, wo ich in ein paar monaten bin oder wer dann hier neu dazugekommen ist und neues leben reinbringt. deshalb ist ein konsens für alle schon wichtig, damit es erhalten bleibt und viele davon profitieren können.
in die situation stiller leser kann ich mich weniger einfühlen, weil ich eher keine konsumentin bin, sondern gerne mitproduziere. ich fürchte niemanden hier, die einzige kritik, die ich am forum habe, ist, dass ich "bestimmte AC-leute" wie etwa die dame auf meiner ignoreliste sofort sperren würde. ich fürchte die ACler, selbst wenn sie geschenke bringen...
wie dem auch sei. das forum ist in jeder hinsicht sehr gemischt. auch wenn ich intelligent bin, kann ich vieles definitiv nicht verstehen, wovon hier die rede ist. aber:
"ich bin ein Mensch. Nichts Menschliche ist mir fremd."
und das ist ernst gemeint.
GreenTomate
20.01.2008, 14:04
Liebe Grüne Tomate,
was ist los? Geht es hier um Dich oder um andere? Fühlst Du Dich angegriffen, wenn ja, wo und von wem? Dann schreib ihm/ihr doch eine PN und mach sie zur Schnecke. Oder ignorier's einfach.
Wenn es um andere geht, dann wäre meine Frage, warum Du Dich da so ins Zeug legst? Sollten die nicht vielleicht lieber selbst anworten?
Aber das habe ich doch geschrieben:
Ironischer Weise empfinde ich nämlich deine Art damit umzugehen als von oben herab. Genauso wie es Stadtmadl bei der Verfasserin des Buches empfindet. Du bist intelligent, kannst gut analysieren und bist sprachgewandt und schlagfertig dazu hin - und setzt dies alles als "Waffe" ein um zu demonstrieren wie "dumm" andere sind. Ich überlege schon eine Weile ob es nicht nur mir so geht, daß man sich manchesmal lieber doch nicht traut etwas zu schreiben, weil dann gewisse Damen die nicht so gelungenen Sätze in der Luft zerreissen oder mein Thema lächerlich machen.
Angegriffen ist das falsche Wort... für nicht diskussionswürdig, für nicht würdig hier zu schreiben... so fühle ich mich. Nicht das Niveau zu haben... ich weiß nicht wie ich es besser beschreiben kann. D.h. ja es geht um mich... und um andere. Genau die anderen die schon mal aus eben diesen Gründen gar nicht erst schreiben. Die genug damit zu tun haben sich durch ihr Dicksein ausgegrenzt zu fühlen und nicht auch noch hier virtuelle Schläge ernten möchten. Das Forum soll doch die Menschen ermutigen sich hier wohl zu fühlen und auch mal etwas von sich preiszugeben. Deshalb lege ich mich so ins Zeug, weil ich weiß wie das ist und weil es mir weh tut.
Was Du da schreibst, ist eine ausgesprochen generalisierte Anklage. Ich würde mal vermuten, dass die "bestimmten Damen" nicht wissen, wer sie sind. Vielleicht haben sie einen Verdacht, aber auch wenn ich den Verdacht hätte, dass ich da darunter fallen könnte, dann würde ich mir den Schuh nicht anziehen. Keine konkrete Beschwerde --> keine Reaktion.
Ich dachte indem ich stübbken zitiere, ist klar, daß ich sie anrede. Auch Soku habe ich namentlich genannt. Wobei der manchmal in meinen Augen offensichtliche Sarkasmus bei stübbken mir am meisten zu schaffen macht.
Ich finde solche indirekten Vorwürfe und Angriffe absolut unbrauchbar und wesentlich schlimmer, als einen direkten Angriff. Auf Direktes kann man antworten. Versteckte Schuldzuweisungen hingegen erzeugen nur schlechte Stimmung, jeder fühlt sich unwohl in seiner Haut, ggf. überlegen dann sogar die Falschen, was sie wohl wieder verkehrt gemacht haben. Das bringt allen Beteiligen rein gar nichts.
Falls du dich fragst, ob du gemeint bist. Nein. Ich denke auch du weißt das. Ich denke weiterhin, daß diejenigen die beim Antworten auf Postings abwertende Gedanken bezgl. des Posters haben, eher auch in Versuchung geraten, der Antwort eine Spitze, eine Bissigkeit hinzuzufügen, da nehm ich mich nicht aus. Deshalb denke ich auch, daß sehr wohl diejenigen sich den Schuh anziehen, denen er passt. Und genau deshalb denke ich nicht, daß sich die Falschen Gedanken machen, denn es kommt auf die Grundhaltung gegenüber dem Poster an und wie man ihm antwortet und das weiß jeder für sich selbst ganz genau, da brauche ich und möchte ich keine weiteren Namen nennen. Außerdem schreibe ich das nicht, weil das jetzt einmal vorgekommen ist, denn das passiert wirklich bei jedem mal - sondern weil ich feststelle, es nimmt immer mehr zu.
Nochmal, es ging mir nicht darum, ob jemand mit Itsme übereinstimmt oder nicht, ob jemand das Buch gut findet oder nicht, sondern wie man das artikuliert. Jetzt ist so ein Punkt erreicht wo ich nicht mehr weiß, wie ich deutlicher machen kann, was ich meine.
Eines noch... dies soll aber nicht mein bisher dazu geschriebenes abschwächen :)... ich kenne stübbken, Soku und etliche andere hier persönlich und ich mag sie! Durch dieses Forum und diese Frauen habe ich viel gelernt und bin mir bewußt, daß ihre Ausdrucksweise auch zu ihrer Persönlichkeit gehört. Aber ich meine auch, daß man sich gerade hier nicht alles erlauben sollte, was man im direkten Gegenüber durchaus mal vom Stapel läßt.
Stadtmadl
20.01.2008, 14:10
eine für mich ganz schwer auszuhaltende schwärmerische mischung
@Itsme, bitte nicht böse sein, aber so geht es mir auch, nicht nur bei Itsme sondern auch bei anderen. Manchmal ist es auch so, dass das Argument an sich durchaus diskutierenswert wäre, aber der rosa Zuckerguss macht es für mich fast unlesbar.
Bei den stillen Mitlesern möchte ich mich ebenfalls anschließen. Wer still ist hat auch keine Stimme und hat sich folglich auch nicht über die zu beklagen, die sich äußern. Oder anders gesagt: Wer nicht mitspielt, hält sich dann bitte auch wirklich raus.
Stadtmadl
20.01.2008, 14:17
D.h. ja es geht um mich... und um andere. Genau die anderen die schon mal aus eben diesen Gründen gar nicht erst schreiben. Die genug damit zu tun haben sich durch ihr Dicksein ausgegrenzt zu fühlen und nicht auch noch hier virtuelle Schläge ernten möchten.
Aber warum versuchen sie es denn dann nicht wenigstens? Hier nur mitzulesen und sich dann offebar im Gespräch mit Dir zu beklagen kann doch auch keine Lösung sein.
Wobei der manchmal in meinen Augen offensichtliche Sarkasmus bei stübbken mir am meisten zu schaffen macht.
Woran man sieht, wie subjektiv letztlich das ganze ist. Ich fand stübbken immer ausgesprochen freundlich ... wirklich. Ohne das ich das jetzt per Zitat belegen könnte. Aber ich denke, ein großes Problem ist eben dieses subjektive Empfinden. Man wird es nie allen recht machen können.
GreenTomate
20.01.2008, 14:37
Aber warum versuchen sie es denn dann nicht wenigstens? Hier nur mitzulesen und sich dann offebar im Gespräch mit Dir zu beklagen kann doch auch keine Lösung sein.
Nein! Ich habe mit niemandem gesprochen, kommuniziert oder sonst was, außer in diesen Posts hier! Warum ich geschrieben habe ist ausschließlich deshalb, weil ich mich be- oder auch ge-troffen fühle und und dieses Angstgefühl kenne, das ich bei den Nicht-Schreibern vermute.
Deshalb denke ich auch, daß sehr wohl diejenigen sich den Schuh anziehen, denen er passt. Und genau deshalb denke ich nicht, daß sich die Falschen Gedanken machen, denn es kommt auf die Grundhaltung gegenüber dem Poster an und wie man ihm antwortet und das weiß jeder für sich selbst ganz genau, da brauche ich und möchte ich keine weiteren Namen nennen.
OK, ich gebe zu, ich zieh mir jeden Schuh an, ob er paßt oder nicht. Und mir geht es jetzt richtig schlecht.
Seht Ihr: Genau das ist das Problem! Entweder fühlen sich die einen schlecht oder die anderen. Können wir es nicht einfach mal dabei belassen und gemeinsam sagen: Wir versuchen einfach, es in Zukunft ein bisschen besser zu machen. Und wir versuchen alle zu sagen, wenn wir mit irgendwas nicht klar kommen. Und diejenigen, die sich dann davon vielleicht angegriffen fühlen, versuchen zu akzeptieren, dass der andere vielleicht mit etwas nicht klar kommt, auch wenn sie es selbst nicht nachvollziehen können?
Meint Ihr, das könnten wir hinkriegen?
Stadtmadl
@Itsme, bitte nicht böse sein, aber so geht es mir auch, nicht nur bei Itsme sondern auch bei anderen. Manchmal ist es auch so, dass das Argument an sich durchaus diskutierenswert wäre, aber der rosa Zuckerguss macht es für mich fast unlesbar.
Das ist meine Art. Du hast eine andere, genauso, wie jeder hier seine Art hat. Ich hoffe, außer dass ich Dir manchmal zu viel Zuckerguss schreibe, dass ich nicht persönlich beleidigend bin. Sollte das der Fall sein, haue mir bitte symbolisch auf die Finger, indem Du mich darauf hinweist.
......................
Zitat von GreenTomate http://das-dicke-forum.de/forum/images/buttons/viewpost.gif (http://das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?p=61022#post610 22)
Wobei der manchmal in meinen Augen offensichtliche Sarkasmus bei stübbken mir am meisten zu schaffen macht.
Stadtmadl
Woran man sieht, wie subjektiv letztlich das ganze ist. Ich fand stübbken immer ausgesprochen freundlich ... wirklich. Ohne das ich das jetzt per Zitat belegen könnte. Aber ich denke, ein großes Problem ist eben dieses subjektive Empfinden.
Man wird es nie allen recht machen können.
Hallo Stadtmadl,
genau das ist es.
Ich habe mir mal die Freiheit genommen, Deine letzten Sätze herauszuheben, denn für mich ist das die Aussage, die im Grunde genau aussagt, wie wir es am besten handhaben können.
Mit diesem (fettgedruckten) Gedanken im Hinterkopf, dürfte jeder den Mut oder die Freiheit haben, hier zu schreiben, auch, wenn wir alle es niemals allen recht machen können.
Es gibt immer Schreiber, die einem mehr liegen und andere, die einem nicht so liegen. Ich finde das ganz normal.
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Martina
Seht Ihr: Genau das ist das Problem! Entweder fühlen sich die einen schlecht oder die anderen. Können wir es nicht einfach mal dabei belassen und gemeinsam sagen: Wir versuchen einfach, es in Zukunft ein bisschen besser zu machen. Und wir versuchen alle zu sagen, wenn wir mit irgendwas nicht klar kommen. Und diejenigen, die sich dann davon vielleicht angegriffen fühlen, versuchen zu akzeptieren, dass der andere vielleicht mit etwas nicht klar kommt, auch wenn sie es selbst nicht nachvollziehen können?
Meint Ihr, das könnten wir hinkriegen?
Ja, ich glaube das.:)
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