Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 7 Wochen mit Magenbypass
Und wenn Du es schaffst, ein freundliches, sachliches (und nicht allzu triumphierendes Posting im Sinne von "ich hatte recht, ihr hattet unrecht") zu schreiben (denn es gibt kein allgemeingültiges "recht haben", wo es um Gefühle geht und die Frage, wie man mit seinem Gewicht umgeht hat viel mehr mit Gefühlen zu tun, als mit Verstand - sonst gäbe es ja keine Essstörungen), dann würde mich auch wirklich interessieren, wie es Dir im weiteren Verlauf ergeht.
Hallo liebe AC-Kritiker,
nachdem es Anfang November ja hier in einem anderen Thread ("Zum ersten Mal gefragt worden...") bezüglich der AC ziemlich rund ging, und ich mich aber schon damals über den oben zitierten Beitrag von Stadtmadl gefreut hatte, will ich hier doch mal möglichst kurz (falls das überhaupt geht) erzählen, wie es mir ergangen ist.
Am 13.11. war meine RNY-Bypass OP, einen Tag vorher habe ich im Krankenhaus eingecheckt. Alle Voruntersuchungen, zu denen Belastungs-EKG, Lungenfunktionstest und Magenspiegelung gehörten hatte ich bereits absolviert. Ein Blutbild wurde noch gemacht und alles war OK, der OP stand also nichts im Weg. Aufgeregt war ich komischerweise gar nicht, Angst war auch keine da. Ich denke da meine Anlaufzeit für die OP so lang war (vom ersten Gedanken an eine OP bis zur OP selbst immerhin fast 2 Jahre), ich die Ärzte alle schon sehr lange kannte ect. war ich so ruhig, das Diazepam am Abend nahm ich jedenfalls nicht, ich schlief auch so gut ein.
Pünktlich um 8 wurde bei mir die Narkose eingeleitet und um 10.10 Uhr war ich bereits auf der Intensivstation, die OP hat also weniger als 2 Stunden gedauert, mein Chirurg nannte es im Nachhinein eine Bilderbuch-OP.
Auf der Intensivstation hatte ich etwa 3 Stunden lang höllische Schmerzen bis die Schmerzpumpe mit dem Dipidolor so eingestellt war, dass die Schmerzen zu ertragen waren. Ich bekam auch sowas wie eine Fernbedienung mit der ich mir selbst "einen Schuss" Dipi setzen konnte, einen sogenannten Bolus. Zugeführt wurde das über einen ZVK (Zentraler Venen-Katheder) am Hals.
Die 24 Stunden auf der Intenstivstation waren bis auf die ersten drei von Schmerzen dominierten Stunden wirklich angenehm, aufgestanden bin ich in der Zeit auch schon zwei Mal, allerdings unter starken Schmerzen, aber der Wille war stärker :o) Übrigens, die 24 Stunden Intensivstation gehören zur Vorsichtsmaßnahme, nicht jedes Krankenhaus und nicht jeder Chirurg schickt seine Bypasspatienten 24 Stunden auf die Intensivstation.
Am nächsten Tag dann auf die normale Station, das war ein Mittwoch und bis Sonntag, der Tag der Entlassung dann erholt und kleine Fortschritte gemacht. Der erste Stuhlgang war okay, das Schluckröntgen (um zu sehen ob auch alles "dicht" ist) war okay (und ich habe nichtmal Durchfall vom Kontrastmittel bekommen), ich habe in 15-Minuten Abständen Wasser getrunken, Naturjoghurt (am Anfang reichten 2-3 Teelöffel) gegessen und was der Hammer für mich war: Ich hatte weder Hunger noch Appetit, alles wie wegoperiert!
Schmerzmittel habe ich bis Samstags bekommen, von da an habe ich bis heute nichts mehr gebraucht.
Sonntags Zuhause habe ich mich dann nur weiter ausgeruht, zu Essen gab es Fruchtzwerg(e).
Montags war ich beim Hausarzt und nochmal in der Klinik zum wiegen, in der einen Woche habe ich [...] bereits abgenommen, von [...] auf [...], die Wunden des Laperoskopischen Eingriffs heilten auch mehr als gut, also alles in Ordnung.
In der ersten Woche Zuhause habe ich mich weiter viel ausgeruht, habe Saftschorle getrunken, Joghurts gegessen und auch schon etwas Kartoffelpüree. Ich bin spazieren gegangen und habe dabei gemerkt, dass nicht nur Hunger und Appetit wegoperiert worden sind, sondern auch meine doch recht gute Kondition. Freitags wollte ich es dann genau wissen und bin auf meinen Ergometer gestiegen - nach 10min und 4,5 KM war ich fix und fertig. Zum Vergleich: Vor der OP habe ich fast jeden Tag eine Stunde bei 180-200 Watt gestrampelt... naja, ich musste mcih eigentlich die ganze Zeit selbst zügeln, da ich mehr wollte als ich durfte.
In der zweiten Woche nach der OP fiel mir dann Zuhause die Decke auf den Kopf und ich ließ mich von meiner Mutter nach Münster in meine WG fahren und bin in dieser Woche auch schon wieder zur Uni gegangen. Ich durfte noch nicht schwer heben oder tragen und habe das auch nciht getan. Nach 2 Vorlesungen war ich aber so fertig, dass ich erstmal einen Mittagsschlaf brauchte. Gegessen habe ich in dieser Zeit außer Joghurts auch schon wieder Brot und Gemüse, "viel" war für mich zB eine halbe scheibe Brot mit Käse und 100gr Kaisergemüse.
Meine Kondition wollte ich mir damit zurückholen, dass ich weitgehend auf den Stadtbus verzichtete und somit jeden Tag lange spaziergänge durch die City machte.
In der dritten Woche nach der OP bin ich dann mit Freunden in Münster auf ein Konzert gegangen. Zum Konzert hingelaufen, dort 2 1/2 Stunden gestanden, getanzt und danach wieder nach Hause gelaufen - ich war zwar ziemlich müde danach, aber hatte überhaupt keine Beschwerden, alles super.
Und so ging es Stück für Stück aufwärts. Ich habe mit Lebensmitteln experimentiert, wenn auch Zaghaft. Flusskrebsschwänze zB habe ich sehr schnell nach der OP probiert, weil ich an einem Tag einfach Lust drauf hatte. Das 100g Päckchen habe ich in dreimal gegessen, also jeweils etwa 33g und habe es super vertragen.
Ich kaue seit der OP sehr lange und sehr bewusst und ich denke dass ich durch dieses bewusste essen auch bisher keine probleme mit dem essen hatte.
Nach 5 Wochen hatte ich in der Woche vor Weihnachten dann meine erste Nachsorge. Der Doc war mit allem sehr zufrieden, die Narben sehen klasse aus, bzw. sind schon fast nicht mehr zu sehen, ich wurde angehalten noch mehr zu trinken (komme noch nicht jeden tag auf 2 L) und wurde gewogen: [...] am 17.12., das sind [...] weniger in 5 Wochen, und das sind im Schnitt [...] pro Woche, und das OHNE Sport! ein ganz toller schnitt also. Grünes Licht fürs Fitness-studio habe ich dann auch bekommen.
Und dann kam Weihnachten. Ich habe erst am Wochenende vor Weihnachten ein bißchen mit dem Naschen angefangen, zum Beispiel Spritzgebäck oder Pralienen. Nach 2, maximal 3 Spritzgebäck Plätzchen bin ich erstmal satt, und als ich Abends eine Nougatpraline probierte war ich nach dieser auch Pappensatt. Die Lust auf Süßes war auch 100%ig gestillt.
Heiligabend dann im Kreise der Familie gegessen, ich habe von der Suppe, vom Hauptgang und vom Nachtisch überall mitgegessen, nicht sehr viel aber natürlich Mengenmäßig schon mehr als direkt nach der OP, es hat mir alles geschmeckt, ich habe alles vertragen, fühlte mcih danach zwar "vollgefressen", aber mir war nicht schlecht oder dergleichen.
Auch an den Weihnachtsfeiertagen habe ich zB Knödel mit Sauce und einem kleinen Stück Rindfleisch gegessen, alles kein Problem. Und ne Praline zwischendurch ging auch.
Letzten Endes kann ich sagen esse ich fast wie ein Normalgewichtiger, und vor allem: Ich höre auf wenn ich merke dass nichts mehr geht. Ich fühle mich dann satt, zufrieden und habe somit nicht im geringsten das gefühl etwas zu verpassen - ich kann eigentlich gar nicht beschreiben wie toll das ist. Ich musste bisher keine Einschränkungen machen, habe seit der OP nur gegessen worauf ich Lust hatte (bin ein totaler kaisergemüse-fan geworden) und habe alles vertragen. von ungesunden sachen nimmt man schnell abstand, denn zu fettig und zu süß ist nicht so toll, wobei es bei mir dann nichtmal zum immer angeführten durchfall kommt. wenn ich zB etwas stark fritiertes esses, dann liegt mir schon der erste bissen so schwer im magen, dass ich gar keine lust habe weiter zu essen und dann gerne verzichte und dieser verzicht dann kein wirklicher verzicht ist - ach, ich glaube ihr versteht schon was ich meine!
was ich bisher nicht gut vertragen habe ist mozzarella (und ich habe ihn immer gerne pur gegessen) und 45%iger käse. als aufschnitt-käse habe ich mir nun den gouda von du darfst besorgt, der hat 16% fett und schmeckt sehr gut und ich vertrage ihn super. das ist aber das einzige light produkt das ich kaufe, da ich von allem sehr sehr wenig esse, kaufe ich ansonsten nur normale produkte und noch ist mir auch die kalorienzahl egal. wenn cih in den nächsten monaten irgendwann wieder mehr essen kann werde ich wohl auch mehr auf die kalorien achten.
wenn ich die kalorien hochrechne, habe ich in den ersten vier wochen wahrscheinlich um die 500 kalorien täglich zu mir genommen, jetzt sind es etwas mehr, wahrscheinlich so um die 800, allerdings immernoch unter 1000. okay, weihnachten war das anders. ich wiege mich übrigens nicht zuhause weil cih mir diesen stress nicht machen möchte und kann deswegen auch gar keinen zwischenstand nennen, aber ich merke an den klamotten dass ich so langsam auf die [...] abnahme zusteuere, auch über weihnachten kann ich nichts zugenommen haben, eher im gegenteil.
Ich habe hier des öfteren gelesen, dass ac-patienten ja nur noch breiig essen könnten, regelmäßig kotzen und eigentlich nur noch durchfall haben. ich wusste ja auch meiner selbsthilfegruppe, dass das totaler quatsch ist und nun kann ich auch aus meiner eigenen, 7 wochen alten erfahrung sagen, dass das absolut nicht stimmt: ich hatte bisher weder durchfall noch übelkeit oder erbrechen!
natürlich, es geht auch anders, ich kenne auch patienten die sich regelmäßig übergeben, nur das sind meistens die bei denen der kopf nicht mitspielt, die trotz des neuen, extremen sättigungsgefühls (kann man mit dem "normalen" sättigungsgefühl nicht vergleichen), weiter essen oder eben gerade zu anfang nicht richtig kauen. das sind meiner meinung nach die essstörungpatienten, denen die OP auch nciht wirklich hilft. bei mir klappt wie gesagt alles super und ich bin froh drüber.
insgesamt muss ich sagen, dass ich die Op bis jetzt nicht eine sekunde bereut habe. die schmerzen auf der intensivstation und in den ersten zwei tagen auf station waren fürchterlich und die hatte ich mir auch nicht so schlimm vorgestelllt, aber seitdem gehts jeden tag aufwärts. und diese paar stunden schmerzen sind nichts gegen die lebensqualität, die ich bereits jetzt hinzugewonnen habe.
Ich bin nie ein schüchterner mensch gewesen, aber seit der op und vor allem seit ich selbst an den klamotten merke wie sich mein körper verändert (Größe 56 werde ich wohl nochmaximal 2 wochen tragen können, danach muss endgültig abgenäht werden :grins:) und ich eine bisher nie dagewesen hoffnung in mir trage, und auch gewissheit, dass nun ENDLICH das problem des übergewichts gelöst wird, und mit meiner hilfe auch endgültig, habe ich ein ganz anderes selbst-gefühl. ich kann das ganz schlecht beschreiben, aber ich finde mcih einfach noch toller als vorher, auch wenn ich noch lange nicht am ziel bin. ich bekomme andauernd gesagt wie sehr ich strahle. bis vor einer woche habe ich den optischen unterschied an mir nicht wirklich wahrgenommen - und dann habe ich die fotos von weihnachten gesehen und plötzlich wangenknochen in meinen gesicht entdecken können - und das doppelkinn war schoin fast weg!!! ich bin fast aus den latschen gekippt! das war einfach nur toll.
durch den ungünstigen termin-op der mitten in mein semester fiel, habe ich nun eigentlich da semester verloren, da ich nciht an einem wichtigen seminar teilnehmen konnte. das war etwas, das mcih eigentlich sehr genervt hat. seit der op habe ich aber irgendwie soviel energie die raus will und wie gesagt, auch eine ganz andere ausstrahlung, derer ich mir auch so langsam bewusst werde. ich war wie gesagt nie wirklich schüchtern, habe aber trotzdem immer situationen gemieden wo mich leute hätten ablehnen können. Ich habe zB bisher noch nie einen Nebenjob gehabt. ich habe das glück nicht auf das geld angewiesen zu sein, aber der ausschlaggebende punkt war einfach, dass ich mir immer gedacht habe, mich stellt eh niemand ein, und schon gar nciht bei einem job mit kundenkontakt. dadurch dass das semester nun für mich gelaufen war und ich langeweile hatte ohne ende, kam ich mitte dezember, gut 3 wochen nach der op, auf einen tollkühnen plan: ein nebenjob sollte her! die videothek bei mir um die ecke suchte eine aushilfe. ich also hin, vorstellungsgespräch gehabt, den chef mit meinem neuen nach-bypass-op-lächeln angestrahlt - und den job vom fleck weg bekommen! dreimal die woche zwei stunden aushelfen, und zwischen den feiertagen bin ich auch einmal eingesprungen. es macht spass, ich komm mit den kunden super klar und so fing mein neues jahr mit etwas an, das ich noch nicht kannte: einem gehalt! Ich habe 185,50 Euro überwiesen bekommen für einen halben monat arbeit, inklusive 34 euro provision da ich in der zeit 17 neukunden für unsere filiale gewinnen konnte... mit 24 jahren das erste selbst verdiente geld, zusätzlich zu diesen ganzen veränderungen, das ist so unbeschreiblich!
dann bin ich zu meiner fachschaft gegangen und habe mich um einen posten als fachschaftsrat bemüht. an der uni bin ich eigentlich zum ersten mal in meinem leben auf kollektive ablehnung meiner mitmenschen getroffen, nachdem cih eine sehr gute schulzeit hatte. das problem an der uni war, dass ich mit meinem kampfgewicht einfach in sehr viele sitze der hörsäle nicht passte und wenn, mich dann kaum noch bewegen konnte. kontakte an der uni zu finden fiel mir irgendwie schwer, da ich jedes mal froh war wenn ich aus dem hörsaal verschwinden konnte. dementsprechend schwer fiel es mir eigentlich zur fachschaft zu gehen und mich vor meine mitstudierenden zu stellen. dort werden gerade fachschaftsposten zum februar frei und ich bin hin und habe gesagt, dass cih mcih gerne engagieren möchte, die zeit habe ich ja. mein hintergedanke war eigentlich das freisemester, welches man bekommt wenn man einen fachschaftsposten für ein jahr übernimmt, somit würde mein verlorenes semester nicht ins gewicht fallen. ende januar sind nun die fachschaftsratswahlen und es sieht sehr gut für mich aus, nächste woche ist fachschaftsitzung und ich freue mcih schon drauf.
ich könnte noch zig mehr sachen schreiben die euch wahrscheinlich nciht wirklich interessieren, aber was ich eigentlich sagen möchte:
ich habe mich vor fast genau 2 jahren zum ersten mal mit dem thema ac beschäftigt, im april bin ich 2 jahre in einer selbsthilfegruppe und in zwei wochen bin ich seit einem jahr in einer verhaltenstherapie und ich bin DEN FÜR MICH ABSOLUT RICHTIGEN weg gegangen. diese op kam keinen tag zu früh, hat mir soviel neuen mut, hoffnung und gewissheit gegeben und ich bin dabei mein leben ganz neu zu ordnen, eigentlich ganz neu zu leben. Ich komme mit meinem bypass sehr gut klar, fühle mich super und möchte dieses neue leben bereits jetzt nicht mehr missen.
ich weiß, dass ac hier kritisch gesehen wird, und das ist letztendlich gut, denn es gibt auch andere beispiele wie wundheilungsstörungen ect. nach den OP's und eine ac sollte nicht als spaziergang dargestellt werden, was durch die momentane medienberichterstattung leider viel zu oft passiert. aber es ist für hochgradig adipöse menschen wie mich eine chance und option, über die informiert werden muss, mit allen vor- und nachteilen.
was in 20 jahren ist weiß ich nicht, deswegen braucht mir jetzt auch niemand eventuelle spätfolgen vorzuhalten, auch ihr wisst nicht was in 20 jahren ist.
ich weiß dass ich heute die beste medizinische versorgung bekomme, ich weiß dass ich heute die möglichkeit habe mit hilfe des bypasses mein leben zu ändern... ja, ich lebe heute!
Viele Grüße sendet Euch
Ophelia
Roseanne
03.01.2008, 14:48
ich weiß dass ich heute die beste medizinische versorgung bekomme, ich weiß dass ich heute die möglichkeit habe mit hilfe des bypasses mein leben zu ändern... ja, ich lebe heute!
Schön, dass Du heute lebst und es Dir bisher gut geht.
In einem Nachbar-Forum liegt seit Wochen eine Frau auf den Intensivstationen wechselnder Krankenhäuser weil ihr undichter Bypass zu Multiorganversagen geführt hat. Das wiederum brachte sie ins künstliche Koma, an die Dialyse und ganz aktuell wurde ihr der Kopf geöffnet weil das Hirnwasser nicht mehr abfliesst. Sie wird laut Aussage der Ärzte nie wieder ganz gesund werden.
Vorher war sie lediglich dick.
Ich frage mich allerdings, und das frage ich mich öfter bei den Operierten, weshalb man sich nach so einer OP in ein Forum begibt von dem man annimmt, dass sich dort Gegner dieser OP aufhalten und stundenlang und mit Ausdauer darüber schwadroniert was man nun alles essen kann, wieviel Prozent der verdrückte Käse hatte, wieviel man schon abgenommen hat, was genau man nun wiegt, etc pp.
Zwischen dem was Du schreibst und der Frage von Stadtmadl wie es Dir geht liegt zumindest für mich ein ziemlicher Unterschied.
Guenter Osterma
03.01.2008, 15:38
Ich für meinen Teil habe diesen Beitrag ganz gerne gelesen - ist halt die andere Seite der Medaille (es kann also auch gut gehen).
Das kann jeder nur für sich selbst entscheiden.
Mich hat, als ich im Alter von Ophelia gewesen bin, der damals führende Chirurg auf dem Gebiet [...] als Patienten abgelehnt; ich war ihm noch zu jung und hatte seiner Meinung nach noch nicht alle anderen "Möglichkeiten" ausgeschöpft. Sehr verantwortungsbewusst, wie ich heute finde.
In einem Nachbar-Forum liegt seit Wochen eine Frau auf den Intensivstationen wechselnder Krankenhäuser weil ihr undichter Bypass zu Multiorganversagen geführt hat. Das wiederum brachte sie ins künstliche Koma, an die Dialyse und ganz aktuell wurde ihr der Kopf geöffnet weil das Hirnwasser nicht mehr abfliesst. Sie wird laut Aussage der Ärzte nie wieder ganz gesund werden.
Vorher war sie lediglich dick.... und nach eigener Aussage so gesund, dass sie Angst hatte, die Kostenübernahme nicht zu bekommen. In ihren letzten Postings schreibt sie, wie sehr sie sich freut. Genau wie die 22-jährige, die sich so sehr auf ihr neues Leben freute, das nach exakt 13 Tagen am 8.11.2007 für immer endete.
Der Ehemann einer Frau, die in Kürze operiert wird, hat wahnsinnige Angst, seine Frau bei der OP zu verlieren, was ja im Angesicht der obigen Fälle mehr als verständlich ist. Sie sucht Rat in einem AC-Forum. Und was bekommt sie zur Antwort: Es sei sicher so, dass er nur Angst vor der Veränderung habe und befürchte, andere Männer könnten sich für sie interessieren. Und seine Angst sei nicht real. Halllllllloooooo???????
Ach ja, und dann noch die beiden Langzeit-Vorzeige-AC-Patientinnen, die in den letzten Monaten mit Darmverschluss notfallmäßig eingeliefert wurden und anschließend beide betonten, dass es zwar an der OP liegen kann, aber nicht muss. Bloß keine Zweifel aufkommen lassen!wieviel Prozent der verdrückte Käse hatte ... und dabei offenbar noch nicht mal den Unterschied zwischen Fett i.Tr. und Fett absolut kennt, eine der ersten Lektionen, die man lernt, wenn man anfängt, sich mit Ernährungsfragen zu beschäftigen. (45%iger Gouda hat 27% Fett absolut (http://de.wikipedia.org/wiki/Fett_in_der_Trockenmasse); das ist natürlich mehr als 16% absolut, aber ein Vergleich von 45% i.Tr. mit 16% absolut ist unseriös; 16% absolut ist nämlich soooo wenig auch nicht. - Das war jetzt mal ein kleiner Ausflug in die Methoden der Diätprodukt-Ver**********-Industrie).
Weißt Du, Ophelia, es KANN gut gehen, es MUSS aber nicht, um mal die Terminologie der AC-Operierten aufzugreifen. Kein Mensch weiß vorher, zu welcher der beiden Gruppen er gehört. Auch Du noch nicht nach 7 Wochen. Ja, ja, ich weiß, es ist das normale OP-Risiko, das wir alle haben. Die Frage ist nur: Wie notwendig ist diese OP? Das muss sich jeder selbst beantworten.ich weiß dass ich heute die beste medizinische versorgung bekommeUnd mit welcher Berechtigung bekommst Du sie eigentlich heute und früher nicht? Und mit welcher Berechtigung sind solche Leute wie ich, die ihrem Körper solche Gewaltaktionen nicht mehr zumuten möchten und nach vielen Gewaltaktionen nun einen ganz sanften Weg gehen, VOLLKOMMEN AUF SICH GESTELLT und können auf keinerlei Hilfe seitens der Medizin hoffen??? Mit welcher Berechtigung? Wenn Du mir das sinnvoll erklären kannst, dann können wir weiter diskutieren. Ich fürchte nur, dass Du das nicht kannst.
Martina, die jetzt schwimmen geht
Mich hat, als ich im Alter von Ophelia gewesen bin, der damals führende Chirurg auf dem Gebiet [...] als Patienten abgelehnt; ich war ihm noch zu jung und hatte seiner Meinung nach noch nicht alle anderen "Möglichkeiten" ausgeschöpft. Sehr verantwortungsbewusst, wie ich heute finde.Mir hat damals der zuständige Professor am Städtischen Klinikum in Solingen, der damals Dünndarmverkürzungen vornahm, massiv von der OP abgeraten. Er hat mir gesagt, er sei wieder davon abgekommen. Die AC sei ein Irrweg. Ich werde ihm ewig dankbar dafür sein.
@Ophelia
7 Wochen intensivster Erlebnisse, an denen jeder Tag neue Zeichen setze, sind wahrscheinlich nicht in einigen Sätzen zu darzulegen. So aber, in der etwas ausführlicheren Art, konnte zumindest ich mir ein einigermaßen gutes Bild machen.
Danke, dass Du dir die Mühe gemacht hast, alles so zu erklären.
Ich hoffe, dass es Dir weiterhin, nach Deinem Empfinden, gut geht und Du niemals diesen Schritt bereuen musst. Der Wunschz weniger zu wiegen muss wirklich ein unglaublich starker sein, wenn man einen so großen Schritt, der auch noch so sehr umstritten ist, geht. Da es mir nie so gegangen ist, kann ich persönlich das nicht nachvollziehen. Klar würde ich gern weniger wiegen, aber mir wäre der Preis/ die Ungewissheit, wie es ausgehen würde, nach meinem heutigen Wissen und Gefühl, zu hoch.
Käme da also eine Fee und könnte mir versprechen, abzunehmen, ohne jegliches Gesundheitsrisiko, würde ich nicht nein sagen.
Vielleicht ein blödes Beispiel, aber in etwas so, wie ich mir ein paar von Herzen gewünschte Schuhe nicht für einen meiner Meinung nach viel zu hohen Preis kaufen würde, auch wenn ich dieses Paar noch so gern hätte.
Du hast Dich vor über 2 Jahren für diesen Weg entschieden. Sicherlich nicht wenig Zeit, um Dir über alles im klaren zu werden. Es würde mich für Dich freuen, wenn Du keinen Grund bekommst, diesen Schritt zu bereuen.
Alles Gute für Dich.
Martina:
Und mit welcher Berechtigung bekommst Du sie eigentlich heute und früher nicht? Und mit welcher Berechtigung sind solche Leute wie ich, die ihrem Körper solche Gewaltaktionen nicht mehr zumuten möchten und nach vielen Gewaltaktionen nun einen ganz sanften Weg gehen, VOLLKOMMEN AUF SICH GESTELLT und können auf keinerlei Hilfe seitens der Medizin hoffen??? Mit welcher Berechtigung?
Wenn ich jetzt mal ganz böse denke, so liegt das vielleicht daran, dass so eine Klinik/so ein Arzt mit einer solchen OP richtig viel Geld verdient, während eine sanfte Methode ihr/ihm nicht viel in die eigene Kasse bringt.
Falls ich ganz blödsinnig denke, mag man mich gern berichtigen.
Roseanne
03.01.2008, 16:43
Und mit welcher Berechtigung sind solche Leute wie ich, die ihrem Körper solche Gewaltaktionen nicht mehr zumuten möchten und nach vielen Gewaltaktionen nun einen ganz sanften Weg gehen, VOLLKOMMEN AUF SICH GESTELLT und können auf keinerlei Hilfe seitens der Medizin hoffen??? Mit welcher Berechtigung?
Weil scheinbar nur jemand der bereit ist seine Verdauungsorgane verstümmeln zu lassen beweisst wie ernst es ihm/ihr wirklich ist...:rolleyes:
Ärzte sind oft ein bißchen schizophren veranlagt, ein führender AC-Chirurg würde nie vor anderen, vielleicht nicht mal vor sich selbst, zugeben, dass die AC in erster Linie ein riesengrosses Geschäft ist.
Er ist ja Arzt und will kranken Menschen helfen. Ein grosser Lebensretter mit Eid und so.
Damit diese Denke funktionieren kann, sind Dicke grundsätzlich krank, auch wenn sie gesund sein sollten. Das erleichtert die Problematik jeden, aber auch jeden Patienten, egal auf welchem Gesundheitslevel über BMI 40 (oder auch darunter wenn er/sie selbst zahlt) mit gutem Gewissen zu operieren.
Und sollte sich in 10 Jahren oder so herausstellen, dass diese OPs unschöne Dinge für die Patienten nach sich zogen, dann werden a) bereits neue Methoden angeboten die natürlich super-sicher und super-sanft sind und b) hat man den ehemals dicken Patienten trotz allem das Leben verlängert, denn Dicke haben ja eine extrem verkürzte Lebenserwartung, denn, wie wir uns erinnern, sind sie alle krank.
Und sollte diese Krankheit zufällig eine Essstörung sein, wird diese nach der OP ganz schön doof aus der Wäsche gucken, denn gegen den Bypass hat die Essstörung keine Chance.
What a wonderful world, what a cunning plan.
Ich weiß nicht, ob das der Grund ist. Ich kann nur sagen, dass es mittlerweile in Deutschland verschiedene Adipositaszentren gibt. Eins davon ist hier ganz in der Nähe. Bei näherer Betrachtung geht es da aber immer hauptsächlich um AC. Bei manchen wird beiläufig erwähnt, dass sie auch konservative Methoden anbieten, aber ab einem gewissen BMI fällt man da raus. Und ich liege über diesem BMI.
Es ist ja auch so, dass nur radikale und schnelle Gewichtsreduktion gutgeheißen wird. Auf die Idee, einen dicken Menschen zu mobilisieren und ihn auf diese Weise gesund zu machen, kommen die gar nicht. Dabei merke ich es an mir selber: Je regelmäßiger ich schwimmen gehe, umso mehr aktiviere ich meinen Muskelapparat. Umso mehr ich ihn aktiviere, umso beweglicher bin ich im Alltag und das Ganze entwickelt so eine Art Dominoeffekt. Nun habe ich insofern einen großen Vorteil, als dass ich in jungen Jahren, bevor ich so richtig dick wurde, viel Sport getrieben habe und einen sehr, sehr guten Muskelapparat habe, der sich auch gut wieder aktivieren ließ. Ich war selbst platt, wie schnell das ging.
Ich empfinde es jedenfalls als diskriminierend, dass einem AC-Operierten engmaschige medizinische Überwachung zusteht und ich beispielsweise ein halbes Jahr betteln musste, bis sich mal einer erbarmte, meine Ferritinwerte zu machen, ein halbes Jahr, in dem es mir beschissen ging, weil ich einen schnöden Eisenmangel hatte. Ich wünsche mir, dass in einem Adipositaszentrum auch Menschen wie mir geholfen wird, die sich nicht operieren lassen wollen. Aber da das nicht erwünscht ist, muss ich halt meinen Esel weiter für mich alleine treiben.
Martina, die jetzt aber wirklich zum Schwimmen aufbricht
Einmal abgesehen davon, das es natürlich auch unter den dicken Menschen kranke Menschen gibt, (ja, ich gebe zu, auch dicke Menschen können genauso krank werden wie alle anderen) zeigt mir die Tatsache, dass es immer wieder Menschen gibt, die diesen so umstrittenen Weg gehen, welch unglaublichem psychischem Druck dicke Menschen (einfach nur wegen ihres Dickseins) ausgesetzt werden.
Ein psychischer Druck, der in meinen Augen schwerste Körperverletzung ist, für die jedoch niemand gerade stehen muss.
Es bedarf schon einer sehr dicken Haut und eines sehr starken Abwehrtrainings, um damit klar zu kommen.
Für mich kann ich wohl sagen, dass ich hier ein solches Training absolviere und merke, wie ich dadurch stärker werde.
Lovely Rita
03.01.2008, 18:05
Ich wünsche mir, dass in einem Adipositaszentrum auch Menschen wie mir geholfen wird, die sich nicht operieren lassen wollen. Aber da das nicht erwünscht ist, muss ich halt meinen Esel weiter für mich alleine treiben.
das finde ich auch empörend. es gibt so viele ärzte. warum können sich nicht ein paar davon darauf spezialisieren, dicke, auch extrem übergewichtige menschen dabei zu unterstützen, mit ihrem gewicht optimal zu leben bzw. ganz langsam abzunehmen.
ich musste mir alles selbst zusammensuchen, für eine op, auch für einen mehrwöchigen aufenthalt in einer abspeckklinik hätte ich nur schnippen müssen. die hätten alles bezahlt.
stattdessen bezahle ich meine ärztin, das autogene training, kieser-training, jahreskarte fürs hallenbad alles selbst. aber ich beklage mich nicht, ist meine entscheidung. lieber bin ich meines glückes schmiedin als das opfer dieser beutelschneider.
sombra_blanca
03.01.2008, 18:58
Ich bin etwas irritiert. Seit wann wird Gewichtsdokumentation geduldet?
Cassandra
03.01.2008, 19:29
das finde ich auch empörend. es gibt so viele ärzte. warum können sich nicht ein paar davon darauf spezialisieren, dicke, auch extrem übergewichtige menschen dabei zu unterstützen, mit ihrem gewicht optimal zu leben bzw. ganz langsam abzunehmen.Am Gelde hängt, zum Gelde drängt die ganze Welt, wie ein berühmter Deutscher mal schrieb.
Warum sollte ein Arzt das machen, solange er das weder von der GKV noch von der PKV bezahlt bekommt?
stattdessen bezahle ich meine ärztin, das autogene training, kieser-training, jahreskarte fürs hallenbad alles selbst.Versteh mich bitte nicht falsch. Ich will Dich nicht angreifen, aber mir leuchtet nicht ein, warum die KK in einer Zeit da selbst im Bereich der notwendigen Leistungen immer weiter rationiert wird, nun auch noch den Sport bezahlen soll. Ich lehne das strikt ab. Auch für Dicke.
Du hast Recht. Ich hatte das Posting aus Zeitmangel nur überflogen. Ich habe die Gewichtsangaben jetzt herausgenommen.
Sonnenkuss
03.01.2008, 19:47
Danke, sonst hätte ich mir die Finger- und Zehennägel schneiden müssen und die Hornhaut raspeln, damit ich auch mal 500 Gramm Gewichtsverlust dokumentieren kann... Auch eine Art AC...
(Ich weiß ich bin schlecht und böse: Ich gehe in das Gefängnis, begib mich direkt dort hin, gehe nicht über Los und ziehe nicht 4000 Mark ein http://www.cosgan.de/images/smilie/traurig/k045.gif )
GreenTomate
03.01.2008, 19:51
Nene das reicht nicht, da müssen schon auch die Haare mit ab. :teufel:
Versteh mich bitte nicht falsch. Ich will Dich nicht angreifen, aber mir leuchtet nicht ein, warum die KK in einer Zeit da selbst im Bereich der notwendigen Leistungen immer weiter rationiert wird, nun auch noch den Sport bezahlen soll. Ich lehne das strikt ab. Auch für Dicke.Lovely Rita lebt in Österreich. Dort werden die AC-OPs anstandslos von den Krankenkassen bezahlt. Wenn man das aber nicht will, muss man sehen, wo man bleibt. Ich denke, das hatte sie gemeint.
In Deutschland ist es gegenüber den Krankenkassen gleichermaßen schwer, ob man eine OP haben will oder nicht. Aber hier kommt man auch gar nicht in die Verlegenheit, sich irgendwas von den Krankenkassen bezahlen zu lassen (obwohl unsere z.B. zweimal 10 x Aqua-Jogging im Jahr bezuschusst), da es überhaupt keine Angebote für stark Übergewichtige gibt.
Martina
Hallo Ophelia,
herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung, dein Leben zu ändern und in den Griff zu bekommen mit Bypass-OP!
Meine Bypass-OP ist jetzt etwas mehr als 1 Jahr her und mir gehts so gut wie nie zu vor nach meiner Gewichtsreduktion von (...) kg. Ich habe die OP noch keine Sekunde bereut. Essen kann ich alles auf was ich Appetit habe, nur eben in geringeren Mengen, ich muss auf nichts verzichten.
Ich finde einfach, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, welchen Weg er gehen möchte und man sollte das auch jedem selbst überlassen. Fest steht jedenfalls, dass es keinem leicht gemacht wird von der KK, denn bevor eine solche OP genehmigt und bezahlt wird muss man nachweisen schon konstruktive Maßnahmen erfolglos versucht zu haben.
Natürlich ist eine Klinik, die sich auf AC spezialisiert auch darauf ausgerichtet diese anzuwenden, also wenn ich das nicht möchte muss ich mich an andere Stellen wenden. Jeder Hausarzt kann da Infos geben, es gibt viele Möglichkeiten, wie z. B. Kuren, Ernährungskurse für gesunde Ernährung usw. Wenn ich diese Möglichkeiten nutzen will und mir damit die Gewichtsreduktion auf Dauer gelingt, wird keiner sagen, du musst dich einer OP unterziehen. Es gibt auch M.O.B.I.L.I.S, dass ist ein einjähriges begleitetes Abnahmeprogramm mit wöchentlich 2 Sportstunden und 1x Ernährungsberatung. Dieses wird auch von der KK bezahlt, nur ein geringer Selbstbehalt wird verlangt. Richtig ist auch, dass diese Maßnahmen meist nur bis zu einem BMI von 40 angeboten werden. Das liegt aber an der körperlichen Beschaffenheit bei einem höheren BMI, denn da gibt es Richtlinien, dass bei diesen Menschen ein Arzt anwesend sein muss bei sportlicher Betätigung, um die Gesundheit nicht zu gefährden. Für diese Gruppe von Menschen werden aber Kuren unter Ärztlicher Aufsicht angeboten.
Egal was ich tue, um abzunehmen, nur tun muss ich es. !!!
Die Fee, von der in einem Beitrag die Rede ist, wird´s nicht geben.
Herzlichen Gruß Bine
stübbken
03.01.2008, 20:46
Nene das reicht nicht, da müssen schon auch die Haare mit ab. :teufel:
Willst Du Sokus BMI mit Gewalt unter 15 drücken, Du Böse?:holy:
stübbken
Lovely Rita
03.01.2008, 21:01
Versteh mich bitte nicht falsch. Ich will Dich nicht angreifen, aber mir leuchtet nicht ein, warum die KK in einer Zeit da selbst im Bereich der notwendigen Leistungen immer weiter rationiert wird, nun auch noch den Sport bezahlen soll. Ich lehne das strikt ab. Auch für Dicke.
es ist so, wie martina es schon erklärt hat. die krankenkasse würde mir jederzeit eine op wie auch wochenlange aufenthalte in kliniken bezahlen. ich wurde von etlichen ärzten darauf angesprochen, ob ich mich nicht operieren lassen wolle. das alles bei diagnostizerter esstörung und dabei sehr guten werten (kein zucker, kein bluthochdruck).
ich habe mich entschlossen, ohne op einen weg für mich zu finden. durchaus auch langfristig etwas abzunehmen.
also habe ich ärzte gesucht, die mich dabei begleiten. und ich habe mir ein eigenes sportprogramm zusammengestellt, das ich seit fünf (kieser) bzw. über einem jahr (schwimmen) konsequent durchziehe. kosten dafür pro jahr ca. 630 euro.
100 euro davon bekomme ich sogar von meiner sozialversicherung, weil die eigenvorsorge von unternehmern (ich bin kleinunternehmerin) unterstützen.
derzeit ist es aber so, dass ich zwei monate nicht zu kieser kann, weil ich mir wegen einer finanzamtzahlung keine neue jahreskarte leisten kann.
aber eine op und x wochen rehab würde mir die kassa sofort bezahlen.
meine kassa bezahlt übrigens auch programme für raucher, die aufhören wollen. ich finde das auch gut.
in drei bezirken wiens werden genau solche sportlichen aktivitäten in einem versuchsprojekt für übergewichtige patienten voll bezahlt. meine vorstellung ist also keineswegs illusorisch.
Lovely Rita
03.01.2008, 21:08
Es gibt auch M.O.B.I.L.I.S, dass ist ein einjähriges begleitetes Abnahmeprogramm mit wöchentlich 2 Sportstunden und 1x Ernährungsberatung. Dieses wird auch von der KK bezahlt, nur ein geringer Selbstbehalt wird verlangt. Richtig ist auch, dass diese Maßnahmen meist nur bis zu einem BMI von 40 angeboten werden. Das liegt aber an der körperlichen Beschaffenheit bei einem höheren BMI, denn da gibt es Richtlinien, dass bei diesen Menschen ein Arzt anwesend sein muss bei sportlicher Betätigung, um die Gesundheit nicht zu gefährden. Für diese Gruppe von Menschen werden aber Kuren unter Ärztlicher Aufsicht angeboten.
Egal was ich tue, um abzunehmen, nur tun muss ich es. !!!
oh wow, komisch. ich frage mich, wie ich 15 monate schwimmen (4 x die woche a 1000 meter) und fünf jahre kieser-training (zweimal die woche a 35 minuten) mit meinem BMI von 58irgendwas überleben konnte? ohne arzt! oder passt der arzt auf, damit ich nicht die gesundheit anderer sportsleute gefährde?
aber es scheint so zu sein wie du sagst ich muss es einfach tun!!!!
und gratuliere zu deiner XX gewichtsreduktion. ehrlich gesagt, finde ich das ja ein bisschen wenig für so ein jährchen. da musst du noch bisschen ran.
Finde ich gut, dass du das machst. Weiter so!
Was hat es dir bisher gebracht? Hast du kontinuierlich abgenommen?
Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch -weiter so, dann hast du bald den 40 BMI und kannst an gestützten KK-Programmen teilnehmen.
Sabine
nein - ich muss nicht mehr sehr ran, mein BMI liegt jetzt bei 28 und bis 25 mein Zielgewicht ist´s nicht mehr weit. Mein BMI war nicht annähernd so hoch, wie deiner - aber das spielt letztlich keine Rolle!
Man kann durchaus in einem Jahr auch 60-90 kg abnehmen, aber das hängt halt stark vom Ausgangsgewicht ab.
Sabine
Lovely Rita
03.01.2008, 21:25
Was hat es dir bisher gebracht? Hast du kontinuierlich abgenommen?
Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch -weiter so, dann hast du bald den 40 BMI und kannst an gestützten KK-Programmen teilnehmen.
ich habe kontinuierlich an lebensqualität gewonnen. um die geht es in diesem forum nämlich. es hat mir einen idealen sportler-blutdruck, eine handvoll neue freundInnen im alter von 25 bis 70 und viel kondition zum spazierengehen gebracht. außerdem gibt es für mich kaum etwas schöneres, als morgens ins wasser zu köpfeln und loszuschwimmen.
das gestützte KK-programm musst du alleine machen, das ist mir zu fad.
Lovely Rita
03.01.2008, 21:28
nein - ich muss nicht mehr sehr ran, mein BMI liegt jetzt bei 28 und bis 25 mein Zielgewicht ist´s nicht mehr weit. Mein BMI war nicht annähernd so hoch, wie deiner - aber das spielt letztlich keine Rolle!
Man kann durchaus in einem Jahr auch 60-90 kg abnehmen, aber das hängt halt stark vom Ausgangsgewicht ab.
Sabine
ja, jede/r schafft es, wenn er/sie nur will. irgendwann wirst es auch du verstehen, dass es in diesem forum nicht ums abnehmen geht. aber das hängt halt stark vom ausgangsgehirn ab.
"das gestützte KK-programm musst du alleine machen, das ist mir zu fad."
Ich wollte dir dieses Programm nicht überstülpen. Wenn dir Schwimmen mehr gefällt, dann bitte.
Es ist schön, dass du an Lebensqualität gewonnen hast und Freunde gefunden, das sei unbestritten.
Aber ich dachte bei 6x Sport in der Woche, müssten doch auch die Pfunde purzeln. Ich hätte nicht soviel Disziplin, um 6x wöchentlich Sport zu machen. Ich gehe einmal die Woche zum Sport und das ist mir genug.
Sabine
ja, jede/r schafft es, wenn er/sie nur will. irgendwann wirst es auch du verstehen, dass es in diesem forum nicht ums abnehmen geht. aber das hängt halt stark vom ausgangsgehirn ab.
Leider ist das ein Trugschluss, denn wenn das so einfach wäre, wären alle Abnahmeprogramme oder gar AC völlig überflüssig und es gäbe keine dicken Menschen. Denn das keiner freiwillig "Dick" ist und doch lieber ein paar kg weniger hätte scheint ja auch in diesem Forum so zu sein.
Sabine
Leider ist es ein Trugschluss, dass Gesundheit und Lebensqualität an einen schlanken Körper gekoppelt sind. Ganz zu schweigen von Schönheit. Oder was für einen Körper hat jemand, der in einem Jahr 60-90 kg abgenommen hat?
Lovely Rita
03.01.2008, 22:00
Aber ich dachte bei 6x Sport in der Woche, müssten doch auch die Pfunde purzeln. Ich hätte nicht soviel Disziplin, um 6x wöchentlich Sport zu machen. Ich gehe einmal die Woche zum Sport und das ist mir genug.
ein blick in die forenregeln könnte dich darüber aufklären, dass hier nicht über gewichtsabnahmen und was sonst noch so purzelt diskutiert wird. darüber unterhalte dich bitte in deinem AC-forum.
Ich finde einfach, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, welchen Weg er gehen möchte und man sollte das auch jedem selbst überlassen.Oh, genau das finde ich auch! Wie schön, dass wir uns da einig sind. Und was genau macht Ihr dann hier bitte? Ich schreibe schon sehr, sehr lange nicht mehr in Euren Foren, um meine Sicht der Dinge darzulegen. Warum könnt Ihr meinem Beispiel nicht folgen? In Euren Foren sind wir unerwünscht. Das ist mir mehr als einmal auf die rüdeste Art und Weise klar gemacht worden. U.a. deshalb haben wir dieses Unterforum hier eröffnet. Wir haben uns tatsächlich erlaubt, auf dem von uns bezahlten und betreuten Webspace eine Plattform anzubieten, auf der Leute zu Wort kommen, die das alles nicht so wunderbar rosarotschnullibulli sehen. Also, was wollt Ihr hier? Okay, ich vergaß, Ihr wollt unseren Usern klar machen, dass das alles nicht so einseitig ist, wie wir es darstellen. Und wir? Wir wollen den Menschen, die sich auf die Suche nach AC begeben, sagen, dass es eben nicht so wunderbar einseitig ist, wie es in den AC-Foren dargestellt wird.Natürlich ist eine Klinik, die sich auf AC spezialisiert auch darauf ausgerichtet diese anzuwenden, also wenn ich das nicht möchte muss ich mich an andere Stellen wenden.Warum heißen diese Zentren dann irreführenderweise Adipositaszentren und nicht Adipositaschirurgiezentren??? Wäre doch schön, wenn sie dann auch Flagge zeigen würden und nicht unter dem Deckmäntelchen eventuell möglicher konservativer Maßnahmen letztlich doch nur wieder die AC vertickern würden.Jeder Hausarzt kann da Infos geben:bruell:es gibt viele Möglichkeiten, wie z. B. Kuren, Ernährungskurse für gesunde ErnährungWas soll mir denn ein solcher Kurs noch über gesunde Ernährung beibringen? So was Lächerliches ...!Es gibt auch M.O.B.I.L.I.S, dass ist ein einjähriges begleitetes Abnahmeprogramm mit wöchentlich 2 Sportstunden und 1x Ernährungsberatung.Unten findest Du die Antwort auf meine Anfrage bei M.O.B.I.L.I.S, in der ich erwähnt habe, dass ich trotz meines hohen Gewichts trainiert bin:vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an M.O.B.I.L.I.S. Gerne beantworten wir Ihre Frage, warum bei M.O.B.I.L.I.S. nur Personen mit einem BMI zwischen 30 und 40 kg/m2 teilnehmen können:
Der Schwerpunkt unseres M.O.B.I.L.I.S.-Programms liegt im Bereich Bewegung. Alle 15-18 Kursteilnehmer einer Gruppe nehmen an denselben Bewegungseinheiten teil. Aus diesem Grund achten wir bei M.O.B.I.L.I.S. als Gruppenprogramm natürlich darauf, dass Teilnehmer mit ähnlichen Voraussetzungen zusammenkommen. Das Bewegungsprogramm ist folglich für eine genau definierte Zielgruppe konzipiert. Für Personen mit einem BMI über 40 kg/m2 sind andere Inhalte angemessen. Ferner benötigen Übergewichte mit einem BMI über 40 kg/m2 eine individuellere Betreuung, in der Regel eine Einzeltherapie. Die durch das erhebliche Übergewicht ausgelösten Erkrankungen, z.B. orthopädische Beschwerden, müssen bei der Behandlung unbedingt Berücksichtigung finden.
Außerdem ist aus unserer Erfahrung die psychologische Betreuung im Rahmen eines Gruppenprogramms für Übergewichte mit einem BMI über 40 kg/m2 nicht ausreichend, da die zugrunde liegenden Ursachen für das Übergewicht häufig sehr komplex sind. Auch für diesen Bereich ist eine Einzeltherapie unbedingt zu anzuraten.
Wir können Ihre Enttäuschung verstehen, dass wir Sie bei M.O.B.I.L.I.S. nicht aufnehmen. Wenn es Ihnen aber gelingt, Ihr Gewicht auf BMI 40 kg/m2 zu senken, können Sie sich selbstverständlich gerne bei M.O.B.I.L.I.S. bewerben. In der Anlage übersenden wir Ihnen sinnvolle Alternativen zu unserem Programm, die Ihnen bestimmt weiterhelfen werden.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
[Hervorhebungen durch mich.]Tolle Antwort. Ich bin fett, also bin ich ein Fall für den Psychiater. Alles klar!Das liegt aber an der körperlichen Beschaffenheit bei einem höheren BMI, denn da gibt es Richtlinien, dass bei diesen Menschen ein Arzt anwesend sein muss bei sportlicher Betätigung, um die Gesundheit nicht zu gefährden.Mir geht's da ähnlich wie Lovely Rita. Ich habe mit dem Dickwerden niemals aufgehört, mich zu bewegen. Ich gefährde also seit 25 Jahren meine Gesundheit, weil ich mich gerne regelmäßig bewege. Sehr spannend!Für diese Gruppe von Menschen werden aber Kuren unter Ärztlicher Aufsicht angeboten.Stimmt. Ich habe vor fünf Jahren eine orthopädische Kur gemacht, wo ich aber trotz meiner damals ca. 180 kg keine Diät halten musste. Das Programm war so öde, dass ich aus lauter Langeweile noch jeden Tag 2000 Meter zusätzlich zu dem Programm geschwommen bin, abends ohne ärztliche Aufsicht. Egal was ich tue, um abzunehmen, nur tun muss ich es. !!!Falsch! Ich muss alles tun, damit es mir gut geht. Ob ich dabei abnehme oder gar schlank werde, ist so was von nebensächlich ... Die Fee, von der in einem Beitrag die Rede ist, wird´s nicht geben. Wenn Du den Beitrag richtig gelesen hättest, wäre Dir wohl auch klar, dass das jeder hier weiß.
Ach ja, und falls es noch nicht klar geworden ist: Mich öden diese Diskussionen hier in unserem Forum an. Ich habe keine Lust mehr darauf. Und langsam sehe ich auch keinen Grund mehr, diese Diskussionen hier zu dulden. Schließlich werden wir bei Euch ja auch nicht geduldet. Und ich lasse mir in meinem eigenen Forum nicht den Mund verbieten. Es ist mein Recht, hier zu schreiben, was ich von alledem halte. Noch herrscht in Deutschland Meinungsfreiheit.
Martina
Und was ich von diesem "ich gratuliere Dir"- und "mach weiter so"-Eiteitei halte, das kann man hier (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=1762)nachlese n.
Es macht mich aggressiv. Daran hat sich seither nichts geändert.
Und ja ... schreibt mir jetzt, dass ich verbittert und neidisch bin. Ich warte schon darauf.
Es scheint in die Köpfe mancher Leute einfach nicht rein zu gehen, dass es Menschen gibt, die andere Maßstäbe haben als sie selber.
Lovely Rita
03.01.2008, 22:46
danke martina. mich macht es auch aggressiv. dieses forum ist eine bewegung für etwas, das bine und ihresgleichen nicht respektieren können. wenigstens hier möchte ich vor denen sicher sein.
etwas, das bine und ihresgleichen nicht respektieren können.
Ach ich weiß nicht, ob es überhaupt darum geht, andere und deren Meinung zu respektieren.
Irgendwie läuft das doch immer gleich ab: Einmal etwas Provokantes (AC-Reklame ist wunderbar dafür) in die Runde geworfen und schon ist wieder "Stimmung" im Thread.
Bine, kam heute wieder nichts im Fernsehen ... ? :muede:
Es scheint in die Köpfe mancher Leute einfach nicht rein zu gehen, dass es Menschen gibt, die andere Maßstäbe haben als sie selber.
Toll gesagt bzw. geschrieben, auch wenn es für Dich ja offenbar nicht gilt.
Interessant finde ich auch Deine Aussage zu den "Diskussionen", denn ich frage mich gerade wirklich, wer hier die Diskussion begonnen und vor allem auf ein beleidigendes Niveau heruntergezogen hat, ICH war es jedenfalls nichts, ich habe lediglich berichtet wie es mir seit der OP ergangen ist, dies natürlich sehr subjektiv (wie denn auch anders) aber in keiner Weise Wertend. Die Anfeindungen kamen dann von Leuten, die ganz offenbar lieber Horrormeldungen über AC lesen als auch nur einmal hinzunehmen, dass es überwiegend positive Beispiele gibt.
Meine Intention war keinesfalls irgendjemanden zu bekehren oder zu missionieren sondern ganz einfach nur meine Sicht eines Themas darzulegen, wegen dem ich hier bereits vor zwei Monaten angegiftet wurde.
Was ich nun mehr als traurig finde, ist dass mir als Reaktionen auf mein Posting unterschwellig schwerwiegende Komplikationen an den Hals gewünscht wurden, aber damit kann ich leben, vielmehr noch tangiert es mich nicht wirklich.
Ich würde mir nicht anmaßen jemandem vorzuwerfen dass er auf mich neidisch ist, aber trotzdem bin auch ich versucht diese offensichtliche Missgunst mit Neid zu erklären... ich meine, womit auch sonst?
Wenn ich mich mit meinen 180KG doch wohl fühle, weiß dass ich abnehmen sollte und das in 10KG Schritten pro Jahr vor habe, mich gesund ernähre da ich ja alles über gesunde Ernährung weiß und auch noch in der Lage bin offensichtlich viel Sport zu treiben, dann verstehe ich ehrlich gesagt nicht, wieso man sich von einem Bericht wie dem meinen (und mehr als ein Bericht war es letztendlich nicht, es war keine Werbung für irgendeine Klinik noch für einen Chirurgen, noch für ein AC-Forum o.ä. vorhanden und wenn ich gewusst hätte dass KG-angaben nicht erwünscht sind hätte ich auch diese noch weggelassen) so dermaßen angegriffen fühlen muss.
Dann zu dem Vorwurf weshalb ich medizinische Hilfe bekomme und Martina nicht:
Ich habe nicht Zuhause gesessen und jemand hat geklingelt und gefragt wie er mir helfen könne. Auch ich hatte Jahrelang einen Hausarzt der sich um nichts gekümmert hat. Diesen habe ich dann gewechselt und einen wahren Schatz als neuen Hausarzt, der mich und meine Sorgen ernst genommen hat, der mich über Jahre beim abnehmen begleitet hat. Unter dessen Aufsicht ich alles, und wirklich alles Versucht habe, von Reduktil, über Akkupunktur, über Weight Watchers ect. Er hat regelmäßige Blutbilder erstellen lassen und Werte von denen ich selbst nie zuvor gehört hatte. Und als ich dann vor gut zwei Jahren wegen der AC bei ihm auftauchte hat er mich auch darin unterstützt.
Wenn ich also unterstützung im medizinischen Bereich möchte, dann muss ich mir diese eben selber holen, das ist in unserer Gesellschaft eben so. Aber Martina, ich frage mich ehrlich gesagt welche Art von Hilfe Du überhaupt möchtest, denn Du lehnst operative Möglichkeiten ab, das ist okay. Du lehnt Ernährungsberatungen ab da du schon alles weisst, das ist auch okay. Du lehnst die konventionellen methoden die auf schnelle gewichtsreduktion aus sind ab, da du schonend und langsam abnehmen willst, auch das ist okay. du lehnst kuren ab, da diese dir nichts bringen... ich frage mich da aber wirklich wie man dir noch helfen könnte! wahrscheinlich gar nicht, denn du hast dir bereits selbst geholfen, den für dich richtigen weg gefunden. dass dieser nicht konform geht mit dem schulmedizinischen weg, das musst du einfach akzeptieren. was aber kann jemand wie ich dafür, dass du mit der hilfe die dir angeboten wurde (oder auch aus welchen gründen auch immer nicht angeboten wurde) nicht zufrieden und heute darüber "frustiert" (so nenne ich die heftige reaktion jetzt einfach mal) bist?
ich glaube vor zwei monaten hätten mich solche reaktionen auf mein posting noch aufgeregt, aber ganz ehrlich: heute musste ich lachen. ja, jeder soll so leben wie er will und wie er es für richtig hält, ich war immer schon für vielfalt auf der welt. aber es ist doch schon komisch, dass fast alle hier ein paar kilo abnehmen wollen (nur ein paar, nicht mehr), sich alle gesund ernähren, sport treiben, mit wenig bewegung sogar noch unterfordert sind, dann aber trotzdem nicht schon längst am ziel angelangt sind.
naja, mir ist das nun egal, martina lösch mich und diesen thread wenn du es willst, ich brauche den account nicht mehr. ich lebe absolut im frieden mit mir und meiner entscheidung. ich freue mich über jedes kilo das purzelt, über jede hose die lockerer sitzt und diese freude kann mir niemand nehmen.
wie ich es vor 8 wochen in dem anderen thread schonmal geschrieben habe: ich freue mich auf die kommenden veränderungen und ich frage mich wo ich wohl nächstes jahr um diese zeit gewichtmäßig bin - ihr werdet wahrscheinlich noch da sein wo ihr heute seid. aber ich vergaß, ich werde ja dann eine sepsis haben und die op furchtbar bereuen... ja nee is klar :o)
In diesem Sinne verabschiede ich mich von Euch,
Eure Ophelia
Kubalibre
03.01.2008, 23:24
Ich finde einfach, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, welchen Weg er gehen möchte und man sollte das auch jedem selbst überlassen. Da frage ich mich doch, warum solche Leute wie du dann nicht "ihren" Weg gehen und andere, die sich eben anders entschieden haben, nicht auf deren Weg in Ruhe lassen können. Nein, man begibt sich von seinem, natürlich dem richtigen Weg, herunter und geht genau auf den entgegengesetzten um die Leute dort, die sich bewusst dafür entschieden haben, eines Besseren zu belehren. Natürlich ist man sofort eingeschnappt wenn man nicht mit Pauken und Trompeten als der Heilsbringer angenommen wird. Klar, wir belügen uns alle selbst, verdrängen die Wahrheit und sind ja so intolerant.
Diese "ich gratuliere Dir"- und "mach weiter so"-Sprüche brauchen die Leute. Stellt euch doch nur mal vor, es würden dort viele von dem einmal eingeschlagenen Weg abspringen. Dann müssten sich doch die verbliebenen überlegen, ob es tatsächlich der richtige Weg ist. Bleiben aber alle dabei, ja dann bin ich doch wohl auf dem "richtigen" Weg und kann in der Herde mittrotten.
Es läuft ja immer gleich ab mit solchen Leuten, die ja zuerst nur Ihren Standpunkt vertreten wollen. Sobald Gegenwind kommt, geht das gekeife los. Normalerweise sollte man gar nicht mehr Antworten und so etwas einfach ignorieren. Argumentieren ist sowieso zwecklos.
Ja, völlig richtig jedem seine Meinung.
Ich kann nur nicht verstehen, warum gerade die Menschen, die von Akzeptanz sprechen, selber eine andere Meinung nicht akzeptieren können.
Gerade die unterschiedlichen Meinungen machen doch das Leben interessant.
Warum muss man auf jemand der eine andere Meinung hat mit so großer Aggressivität reagieren. Ich denke auch mit unterschiedlicher Meinung kann man miteinander umgehen.
Ich weiß auch nicht, wie du darauf kommst, dass du in einem anderen Forum nicht erwünscht bist? Ich weiß nicht, um welches Forum es dabei geht und ich kann auch nichts zu deiner Vorgeschichte sagen, aber in den anderen Foren, in denen ich mich bewege habe ich davon noch nichts gemerkt, dass nur Menschen, die sich einer OP unterworfen haben akzeptiert werden.
Bine
Stadtmadl
03.01.2008, 23:39
Hallo Ophelia,
es freut mich sehr, dass Du Dich meldest und vor allem, dass es Dir gut geht! :) Ich hatte immer mal an Dich gedacht und gehofft, dass alles so läuft, wie Du es Dir vorstellst und dass es keine Probleme gibt. Das ist ja nun eingetreten und das freut mich sehr für Dich.
Und auch vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Das war genau das, was ich wissen wollte und auch bestimmt nicht zu lang. Im Gegenteil, ich bin ja nun gerade neugierig auf Details aus Deinem neuen Alltag.
Hunger und Appetit quasi "wegoperiert" und dafür ein Sättigungsgefühl - ich kann mir vorstellen, wie gut sich das psychisch anfühlt. Bleib dabei und genieß es und merk' Dir das positive Gefühl, den Schwung, den Du jetzt gewonnen hast. Der wird Dich noch ein ganzes Stück weit tragen (wie man am Nebenjob schon sieht, Glückwunsch für Deine Initiative!) und auch, wenn dann mal wieder der echte psychische "Alltag" einkehrt, dann ist es gut, wenn man sich an so eine Zeit des sich-super-Fühlens zurückerinnern kann. Da kannst Du immer wieder ganz viel Energie daraus ziehen.
Es freut mich wirklich, dass es Dir so gut geht und auch die Idee mit der Fachschaft finde ich gut. Weil Du Leute kennenlernst, Deinem Studium dadurch auch enger verbunden wirst und für Dich ein ganz neues Stück "soziales Uni-Leben" erschließen kannst, das bestimmt Spaß macht (und das "geschenkte" Semester wäre natürlich auch praktisch).
Einen kleinen Punkt hätte ich aber, der ging mir spontan durch den Kopf, als ich Deine Geschichte las:
wenn ich in den nächsten monaten irgendwann wieder mehr essen kann werde ich wohl auch mehr auf die kalorien achten.
Bitte: Lass das mit dem Kalorien-Zählen.
Du bist gerade in einer einmaligen Lage, in die man nicht so leicht kommt: Durch die OP hast Du einen klaren Schnitt in Deinem Essverhalten in "voher" und "nachher". Da Du jetzt am Anfang noch aufpassen musstest, hast Du deutlich weniger gegessen, als gewohnt und das mit den erwünschten Erfolgen. Wenn sich das nun langsam als Standard einpendelt, dann bitte, zähl' kein Kalorien, sondern versuche mal wirklich, auf Deinen Körper zu hören. Erspüre Dein Hungerfühl, Dein Sättigungsgefühl und hör' darauf und verlass Dich auch darauf. Lass Dir nicht wieder von aussen, also durch Kalorienzahlen, die jemand Dritter (Arzt, Diätbuch, Medien, SHG) festgelegt hat oder die Du Dir angelesen hast, vorgeben, wass Du Essen sollst. Mach einen Schritt weg von der Aussensteuerung und verlass Dich stattdessen auf Dich selbst und Dein neues Körpergefühl.
Schau Dir die Schlanken in Deiner Umgebung an, die Essen so. Da gehörst Du jetzt eigentlich auch dazu und diese Chance solltest Du nicht verspielen.
Du hast den Schritt zur OP gewagt, es ist gut gegangen und das ist super. Der nächste Schritt könnte sein, jetzt Dir selbst wirklich zu vertrauen und ein normales Essverhalten zu lernen, mit Hilfe dessen Du dann wirklich für immer frei von Deinem Gewicht wärst. Nicht nur frei von den in Kilos sondern auch in Deinen Gefühlen wirklich frei.
Diese Freiheit würde ich Dir wünschen.
Ansonsten aber erst mal Glückwünsche, dass Du bisher alles so gut durchgestanden hast!
Weiterhin alles Gute und liebe Grüße,
Stadtmadl
MissSilver
04.01.2008, 06:36
aber es ist doch schon komisch, dass fast alle hier ein paar kilo abnehmen wollen (nur ein paar, nicht mehr), sich alle gesund ernähren, sport treiben, mit wenig bewegung sogar noch unterfordert sind, dann aber trotzdem nicht schon längst am ziel angelangt sind.
Wie kannst Du es wagen, mir meine Ziele vorzuschreiben? Denn genau das bezweckst Du doch hier? Troll Dich doch!
Ich kann nur nicht verstehen, warum gerade die Menschen, die von Akzeptanz sprechen, selber eine andere Meinung nicht akzeptieren können.Oh, ich akzeptiere Deine Meinung voll und ganz. Einerseits verstehe ich die Menschen, die sich auf die AC einlassen (habe ich hier schon 1000mal geschrieben und werde ich jetzt nicht mehr erklären; die Suchfunktion hilft), andererseits greift es mich nicht mehr so sehr an, wenn jemand anderes sich in sein Unglück stürzt. Allerdings machen mich diese Todesfälle schon wirklich fertig. Was für ein sinnloser Tod!
Und dabei, @ Ophelia, ist es vollkommen egal, ob die Mehrheit mit ihrem Bypass glücklich wird (was ich nach ausführlicher Lektüre der einschlägigen Foren bezweifle*). Jeder dieser Todesfälle ist sinnlos. Und die in diesen Fällen in den AC-Foren gern gelesene Argumentation "aber was hätte er/sie denn auch sonst für ein Leben gehabt" ist perfide und kann einen empathischen Menschen nur aggressiv machen.
Itsme hat es oben sehr schön auf den Punkt gebracht:Klar würde ich gern weniger wiegen, aber mir wäre der Preis/ die Ungewissheit, wie es ausgehen würde, nach meinem heutigen Wissen und Gefühl, zu hoch.Meine Meinung über die AC wird übrigens auch nicht dadurch besser, dass solche Aussagen, wie ich sie gerade von Itsme zitiert habe, von einem AC-Forenbetreiber gerne als memmenhaftes Verhalten abgetan werden, so nach dem Motto, man habe ja nur nicht den Ar*** in der Hose, sich auf die OP einzulassen.Warum muss man auf jemand der eine andere Meinung hat mit so großer Aggressivität reagieren.Ich reagiere nicht auf die Meinung aggressiv, sondern darauf, wie sie hier immer wieder vom Stapel gelassen werden muss, und zwar, @ Ophelia, unter Ignoranz aller bekannten und bereits mehrfach durchgehechelten Forenregeln (und deshalb durchaus doch provokant). Es gibt in diesem Forum operierte User, die den Gedanken des Forums trotzdem akzeptieren und für richtig halten. Die haben Eure Probleme nicht. Ist vielleicht mal eine Überlegung wert.Ich weiß auch nicht, wie du darauf kommst, dass du in einem anderen Forum nicht erwünscht bist? Ich weiß nicht, um welches Forum es dabei gehtEs geht um jedes einzelne mir bekannte AC-Forum und das sind so fünf oder sechs. Ich habe dort viele Jahre versucht zu erklären, dass man, auch wenn man sich für die AC entscheidet, an seiner Selbstakzeptanz arbeiten muss. Ich bin dafür auf die rüdeste Weise angepöbelt und angespuckt worden. Meine Reaktion darauf war die Eröffnung dieses Unterforums hier. Denn ich lasse mir den Mund nicht verbieten. Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass kein Mensch glücklich werden kann, wenn er sich und seine eigene Geschichte nicht als gegeben akzeptiert, egal wie er dann damit umgeht, egal ob AC oder nicht AC. Und das ist eine Message, die ich in die Welt tragen will. Und wenn ich dafür anderswo rausgeekelt werde, dann tue ich das eben auf dem von mir bezahlten und betriebenen Webspace. Ihr könnt hier soviel schreiben, wie Ihr wollt, Ihr werdet mich nie vom Gegenteil überzeugen, denn ich weiß, dass ich mit meiner Überzeugung Recht habe. So einfach ist das.in den anderen Foren, in denen ich mich bewege habe ich davon noch nichts gemerkt, dass nur Menschen, die sich einer OP unterworfen haben akzeptiert werden.Es ging ja nicht darum, dass ich dort meinen persönlichen Umgang mit meinem Gewicht propagieren wollte. Das wird ja neuerdings auch in den AC-Foren akzeptiert (da ich mich bereits seit 1997 mit dem Thema beschäftige, kann ich Dir versichern, dass das wirklich etwas ganz Neues ist). Man konnte sich wohl nicht länger den Menschen versperren, die das mit der AC skeptisch betrachten. Nein, es ging um Selbstakzeptanz, ein Thema, das vielen Menschen enorme Angst macht.
Martina
* In einem AC-Forum mit ca. 3.500 Mitgliedern haben in einem seit ca. 3 Monaten bestehenden Thread auf die Frage "Würdet Ihr Euch wieder einen Bypass operieren lassen?", insgesamt 26 Leute geantwortet. 23 davon haben mit "ja" geantwortet, 1 mit "nein" und zwei haben den Thread nur kommentiert. Einige der "Ja"-Antworten enthielten eine Einschränkung nach dem Motto, dass man sich, müsste man noch mal entscheiden, besser über die negativen Auswirkungen des Bypass informieren würde.
Auch zu anderen Operationsmethoden wurde diese Frage gestellt. Das Antwortergebnis ist ähnlich mager. Interessant ist die Frage zum Magenband. Hier scheinen bis auf wenige Ausnahmen nur die Zufriedenen geantwortet zu haben. Unzufriedene gibt es sehr viele, was sich an der Zahl der Umbauoperationen ablesen lässt.
Wo sind also bitte die Tausenden von anderen "hochzufriedenen" Operierten. Warum antworten sie nicht in diesen Threads? Ich habe meine eigene Theorie, warum das so ist. Und wer in den Foren mit offenen Augen liest, weiß, was ich meine. Während die einen in den AC-Foren die Bestätigung finden, die sie sich wünschen, sind für mich die AC-Foren die Abschreckung schlechthin. Ich lese dort in erster Linie das Leid, das über viele Operierte kommt. Es ist, den Vergleich habe ich schon mal gebracht, wie die Sache mit den Profilen und der Vase (http://www.erlangerliste.de/ressourc/fotop.html): Beides ist unbestritten und gleichberechtigt da, aber der eine sieht die Profile und der andere die Vase.
In einem anderen Forum wurde einmal eine anonyme Umfrage mit der gleichen Frage gestartet. Dort hat auch jemand geantwortet, er würde, obwohl er keine Komplikationen hat, die OP nicht noch mal machen lassen. Daraufhin hat der Forenbetreiber öffentlich mitgeteilt, er werde in der Administration nachschauen, wer das gewesen sei, denn das müsse ja ein Fake sein.
was aber kann jemand wie ich dafür, dass du mit der hilfe die dir angeboten wurde (oder auch aus welchen gründen auch immer nicht angeboten wurde) nicht zufrieden und heute darüber "frustiert" (so nenne ich die heftige reaktion jetzt einfach mal) bist?Du kannst nichts dafür. Ja, ich bin frustriert. Ich bin frustriert, weil ich mein Übergewicht einer falschen Behandlung zu verdanken habe. Manchmal überkommt mich noch der Zorn darüber.
Und ich frage mich dann, wieso Euch Operierten ein engmaschiges Überwachungsnetz zusteht und wieso ich es nur mit einem ziemlich aggressiven Auftritt bei meinem (seit ich in Schwaben wohne ?sechsten?) Hausarzt durchsetzen konnte, dass ich eine Überweisung in die Uniklinik Tübingen bekommen habe, um meine Schilddrüse mal wieder richtig durchchecken zu lassen (und nota bene: ich bin zweimal an der SD operiert, aber eine Nachsorge steht mir nicht zu oder wie?).
Wenn ich dieses "System" kritisiere, dann meine ich damit nicht Dich. Das sollte Dir aber eigentlich auch klar sein.
Martina
Ophelia:
...aber es ist doch schon komisch, dass fast alle hier ein paar kilo abnehmen wollen (nur ein paar, nicht mehr), sich alle gesund ernähren, sport treiben, mit wenig bewegung sogar noch unterfordert sind, dann aber trotzdem nicht schon längst am ziel angelangt sind.
Hallo Ohelia,
Du siehst, ich habe mir beim durchlesen der letzten States das gleiche heraus kopiert wie Miss Silver, ich hatte jedoch einen anderen Gedanken als sie.
Wenn Du Dich mit diesem Forum ein wenig auseinandergesetzt hast, wirst Du bemerkt haben, dass das, was Du als "am Ziel angelangt" bezeichnest, hier nicht das erste Ziel hier ist.
Ich spreche jetzt mal nur von mir.
Für mich wäre eine Abnahme, auf dem Weg zum Ziel*, eher eine Begleiterscheinung.
Ich habe ein Sternchen bei "Ziel" postiert, wie Du siehst.
Aus dem einfachen Grund, weil Du annimmst, all diese Aktivitäten, die Du oben aufzählst haben nur ein Ziel, nämlich eine Gewichtsabnahme.
Das stimmt jedoch absolut nicht.
Das Ziel ist, sich wohl zu fühlen, sich anzunehmen, sich zu mögen, sich Gutes zu tun, beweglich zu sein und Spaß daran, - wie überhaupt am ganzen Leben zu haben. Nicht nur noch wie ein Roboter von dem Gedanken gesteuert zu werden, wie man denn um Gottes willen abnehmen könnte, wie man es bloß schaffen kann, dem Bild, das uns als okay verkauft wird, zu entsprechen, weil man vielleicht sogar suggeriert bekam, als dicker Mensch weniger oder nichts wert zu sein.
Hier werde ich wieder zu einem Menschen, der sich mag, der seine positven Seiten erkennt, der Sapß am Leben hat und der vor allem erkennt, das all dies nicht nur dann zu bekommen ist, wenn ich auf biegen und brechen einen schlankeren Körper erzwinge.
Insofern:
Inwieweit ein jeder von uns seinem Ziel näher gekommen, schon angelangt oder auch erst die ersten Schritte dahin geht, weiß ich nicht, oder eben nur von mir. Aber man kann dies sicher nicht daran ablesen, ob und wieviele Kilos er bereits verloren hat, weil eine steigende Lebenqualität, sicher nicht auf der Scala einer Waage ablesbar ist.
Ich hoffe, ich konnte das jetzt einigermaßen verständlich erklären?
Danke, Itsme! Ich bin froh, dass Ihr weniger zornig als ich mit dem Thema umgehen könnt.
Sonnenkuss
04.01.2008, 08:44
Danke, Itsme! Ich bin froh, dass Ihr weniger zornig als ich mit dem Thema umgehen könnt.
Ha! Von der Wegen!
Ich beiß hier nur kräftig in die Tischkante und hau mir mit dem Hammer auf die Finger um nix zu schreiben. Irgendwie will ich nicht mehr, weil ja auch nix ankommt bei den Leuten.
Stadtmadl, vielleicht kannste dir das demnächst dann per PN schreiben lassen um meine Nerven zu schonen. Das hat nichts mit Meinungen zulassen und Meinungsvielfalt zu tun, warum diese Leute hier in periodischen Abständen auftauchen: Die kriegen bei der AC auf dem OP-Tisch noch das Bonusheftchen um mindestens drei weitere Dicke dem Geldbeutel des Chirurgen zuzuführen. Oder die kriegen was eingespritzt oder nen Chip implantiert... ich will´s gar nicht wissen.
Mich zerreißt´s! Und wer macht dann die Sauerei weg?
Ich geh jetzt ne AC machen, Zähneputzen und Mundspülen... die nächste zehn glücklichen Gramm!
Ich unglückliche und dazu noch doofe Dicke, wo das alles so einfach ist!
Zu der Frage, warum... sich alle gesund ernähren, sport treiben, mit wenig bewegung sogar noch unterfordert sind, dann aber trotzdem nicht schon längst am ziel angelangt sind. - empfehle ich diesen Thread (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=4419) und die darin verlinkte amerikanische Homepage nebst Buch.
Wie schon gesagt - es ist ein Trugschluss zu glauben, durch Gewaltmaßnahmen und radikale Gewichtsreduktionen werde man gesünder. Es geht hier nicht um Gesundheit. Es geht ausschließlich um Schlankheit - egal womit man sie erkauft. Und dann sollte man sich doch mal die Frage stellen warum das so ist.
Von viel Bewegung und gesunder Ernährung wird man fit, aber nicht unbedingt schlank. Ich hätte, vor die Wahl gestellt, lieber den Körper von Lovely Rita als deinen. Obwohl sie mehr wiegt als ich und ganz sicher viel mehr als du, ist sie ohne Frage eine der fittesten hier.
glückskind
04.01.2008, 10:25
Hallo Ophelia,
vielen Dank für Deinen Bericht. Beim Lesen ist mir überaus deutlich klar geworden, daß meine Negativhaltung zur AC für mich absolut richtig ist.
Ich möchte derartige Operationsgeschichten und v.a. das Risiko nur im Notfall und aus medizinischen Gründen über mich ergehen lassen; nie und nimmer, um Gewicht zu verlieren. Derartige Stress-Situationen möchte ich meinem Körper nicht zumuten.
Ich hätte mit einem derart mengenmäßig eingeschränkten Essverhalten extreme Probleme. Ich bin bekennender Mengen - und Genußesser und würde bei solchen *Minder*-Mengen kreuzunglücklich und unleidlich werden.
Lieber habe ich mein Essverhalten bzgl. der Lebensmittelauswahl umgestellt; die Menge soweit reduziert, daß ich langsam abnehme, aber eine hohe Zufriedenheit da ist. Sport mache ich seit Jahren, sollte aber für jeden Menschen _egal ob dünn oder dick_ mit sitzendem Beruf selbstverständlich sein. Mein Gewicht geht langsam runter und ich gönne mir Auszeiten. Und wenn ich nicht mehr abnehme oder abnehmen möchte, bleibe ich halt dick.
Aber ich bin eine glückliche, zufriedene dicke Frau. Das wäre ich mit den Konsequenzen einer AC Geschichte nicht!
Allerdings ... jeder wie er es mag; nur das richtige Forum für einen derartigen Bericht ist dieses sicherlich nicht. Von daher kann ich die heftigen Gegenreaktionen sehr gut verstehen.
Viele Grüße,
Claudia
Roseanne
04.01.2008, 11:59
Da frag ich mich echt wer nun wirklich an die gute Fee glaubt.
Denn so:
Hunger und Appetit quasi "wegoperiert" und dafür ein Sättigungsgefühl - ich kann mir vorstellen, wie gut sich das psychisch anfühlt.
kann man eine zwangsweise herbeigeführte Mangelverdauung und ein zerstörtes Verdauungssystem natürlich auch bezeichnen.
Das zitierte hört sich natürlich netter und harmloser an.:cool2:
Stadtmadl
04.01.2008, 12:51
Das zitierte hört sich natürlich netter und harmloser an.:cool2:
Und bezieht sich nur auf die Emotionen, also darauf, wie es vermutlich ist, plötzlich eine Art Kontrolle über das eigene Essverhalten zu haben und nicht mehr dem Hunger, Appetit oder was einen sonst noch zum Essen verleitet, hilflos ausgeliefert zu sein. Dieses Gefühl festzuhalten und zu "lernen" wäre aus meiner Sicht für Ophelia eine Chance aus dem Kreislauf von "Essen - Zunehmen - Kalorienzählen - Abnehmen - Essen - wieder Zunehmen - weiter Zählen - Abnehmen ... " endlich herauszukommen und ein normales Essverhalten zu entwickeln.
Denn das, also ein normales Essverhalten von "innen heraus", also ohne Steuerung, einfach so, von selbst, das ist mein Ziel. Zu dessen Erreichung ich nie eine AC in Betracht ziehen würde und diese auch niemanden empfehlen oder nahelegen oder überhaupt für eine gute Idee halten würde. Nur, da Ophelia nun schon mal in dieser Lage ist, könnte sie das beste daraus machen. Das war mein Gedanke, als ich das schrieb.
babelfish
04.01.2008, 12:53
Hallo liebe AC-Kritiker,
und diese paar stunden schmerzen sind nichts gegen die lebensqualität, die ich bereits jetzt hinzugewonnen habe.
Ich bin nie ein schüchterner mensch gewesen, aber seit der op und vor allem seit ich selbst an den klamotten merke wie sich mein körper verändert (Größe 56 werde ich wohl nochmaximal 2 wochen tragen können, danach muss endgültig abgenäht werden :grins:) und ich eine bisher nie dagewesen hoffnung in mir trage, und auch gewissheit, dass nun ENDLICH das problem des übergewichts gelöst wird, und mit meiner hilfe auch endgültig, habe ich ein ganz anderes selbst-gefühl. ich kann das ganz schlecht beschreiben, aber ich finde mcih einfach noch toller als vorher, auch wenn ich noch lange nicht am ziel bin. ich bekomme andauernd gesagt wie sehr ich strahle. bis vor einer woche habe ich den optischen unterschied an mir nicht wirklich wahrgenommen - und dann habe ich die fotos von weihnachten gesehen und plötzlich wangenknochen in meinen gesicht entdecken können - und das doppelkinn war schoin fast weg!!! ich bin fast aus den latschen gekippt! das war einfach nur toll.
durch den ungünstigen termin-op der mitten in mein semester fiel, habe ich nun eigentlich da semester verloren, da ich nciht an einem wichtigen seminar teilnehmen konnte. das war etwas, das mcih eigentlich sehr genervt hat. seit der op habe ich aber irgendwie soviel energie die raus will und wie gesagt, auch eine ganz andere ausstrahlung, derer ich mir auch so langsam bewusst werde. ich war wie gesagt nie wirklich schüchtern, habe aber trotzdem immer situationen gemieden wo mich leute hätten ablehnen können. Ich habe zB bisher noch nie einen Nebenjob gehabt. ich habe das glück nicht auf das geld angewiesen zu sein, aber der ausschlaggebende punkt war einfach, dass ich mir immer gedacht habe, mich stellt eh niemand ein, und schon gar nciht bei einem job mit kundenkontakt. dadurch dass das semester nun für mich gelaufen war und ich langeweile hatte ohne ende, kam ich mitte dezember, gut 3 wochen nach der op, auf einen tollkühnen plan: ein nebenjob sollte her! die videothek bei mir um die ecke suchte eine aushilfe. ich also hin, vorstellungsgespräch gehabt, den chef mit meinem neuen nach-bypass-op-lächeln angestrahlt - und den job vom fleck weg bekommen! dreimal die woche zwei stunden aushelfen, und zwischen den feiertagen bin ich auch einmal eingesprungen. es macht spass, ich komm mit den kunden super klar und so fing mein neues jahr mit etwas an, das ich noch nicht kannte: einem gehalt! Ich habe 185,50 Euro überwiesen bekommen für einen halben monat arbeit, inklusive 34 euro provision da ich in der zeit 17 neukunden für unsere filiale gewinnen konnte... mit 24 jahren das erste selbst verdiente geld, zusätzlich zu diesen ganzen veränderungen, das ist so unbeschreiblich!
dann bin ich zu meiner fachschaft gegangen und habe mich um einen posten als fachschaftsrat bemüht. an der uni bin ich eigentlich zum ersten mal in meinem leben auf kollektive ablehnung meiner mitmenschen getroffen, nachdem cih eine sehr gute schulzeit hatte. das problem an der uni war, dass ich mit meinem kampfgewicht einfach in sehr viele sitze der hörsäle nicht passte und wenn, mich dann kaum noch bewegen konnte. kontakte an der uni zu finden fiel mir irgendwie schwer, da ich jedes mal froh war wenn ich aus dem hörsaal verschwinden konnte. dementsprechend schwer fiel es mir eigentlich zur fachschaft zu gehen und mich vor meine mitstudierenden zu stellen. dort werden gerade fachschaftsposten zum februar frei und ich bin hin und habe gesagt, dass cih mcih gerne engagieren möchte, die zeit habe ich ja. mein hintergedanke war eigentlich das freisemester, welches man bekommt wenn man einen fachschaftsposten für ein jahr übernimmt, somit würde mein verlorenes semester nicht ins gewicht fallen. ende januar sind nun die fachschaftsratswahlen und es sieht sehr gut für mich aus, nächste woche ist fachschaftsitzung und ich freue mcih schon drauf.
ich könnte noch zig mehr sachen schreiben die euch wahrscheinlich nciht wirklich interessieren, aber was ich eigentlich sagen möchte:
ich habe mich vor fast genau 2 jahren zum ersten mal mit dem thema ac beschäftigt, im april bin ich 2 jahre in einer selbsthilfegruppe und in zwei wochen bin ich seit einem jahr in einer verhaltenstherapie und ich bin DEN FÜR MICH ABSOLUT RICHTIGEN weg gegangen. diese op kam keinen tag zu früh, hat mir soviel neuen mut, hoffnung und gewissheit gegeben und ich bin dabei mein leben ganz neu zu ordnen, eigentlich ganz neu zu leben. Ich komme mit meinem bypass sehr gut klar, fühle mich super und möchte dieses neue leben bereits jetzt nicht mehr missen.
ja, ich lebe heute!
Viele Grüße sendet Euch
Ophelia
Hallo Ophelia,
diese Sätze in deinem Posting haben mich am meisten erschüttert.l Bisher war ich weder für, noch gegen die Adipositaschirurgie. Jetzt könnten mich Deine Worte fast zu einem Gegner machen.
Ich weiß nicht wieviel Kg du abgenommen hast, aber ich glaube für Fremde kann der Unterschied zwischen Konfektionsgröße 60 und 56 nicht so gewaltig sein, dass man dich nicht mehr als dick wahrnimmt.
Du hast dein bisheriges Lebensgefühl von den paar Kg abhängig gemacht. Den Nebenjob, oder die Mithilfe in der Fachschaft oder sonst alles hättest du auch bekommen, wenn du mit dir selbst im reinen gewesen wärst. Für Austrahlung braucht man keine Diäteuphorie.
Was machst du denn, wenn nicht sieben Wochen, sondern sieben Monate nach der AC der Höhenflug weg ist, versinkst du dann wieder in einer Depression? Oder meidest Situationen in denen man dich ablehnen könnte oder kommt dann die nächste OP?
Ich finde es furchtbar, dass man eine so junge Frau verstümmelt, ohne ihr vorher Therapiemöglichkeiten an die Hand gegeben zu haben.
Vermutlich bin ich jetzt auch in AC-Foren unerwünscht, aber wenn ich das alles so lese, dann frage ich mich, wann man Übergewicht mit Elektroschocks behandelt.
Ich habe mal ein Spin-Off (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=4425) zu einer Frage aus diesem Thread eröffnet, die mich unabhängig von der AC immer mal wieder umtreibt.
Roseanne
04.01.2008, 13:33
Und bezieht sich nur auf die Emotionen, also darauf, wie es vermutlich ist, plötzlich eine Art Kontrolle über das eigene Essverhalten zu haben und nicht mehr dem Hunger, Appetit oder was einen sonst noch zum Essen verleitet, hilflos ausgeliefert zu sein. Dieses Gefühl festzuhalten und zu "lernen" wäre aus meiner Sicht für Ophelia eine Chance aus dem Kreislauf von "Essen - Zunehmen - Kalorienzählen - Abnehmen - Essen - wieder Zunehmen - weiter Zählen - Abnehmen ... " endlich herauszukommen und ein normales Essverhalten zu entwickeln. .
Sei mir nicht böse, aber ich habe den Eindruck Du weisst nicht wirklich wie so ein Bypass funktioniert.
Die Patienten haben keine Kontrolle, diese Kontrolle übt der Bypass aus, das ist ja der Witz an der Sache. Ignoriert der Patient die Vorgabe des Bypasses, z.b. dass er dieses und jenes nicht mehr verträgt, kann das unangenehme Folgen haben. Insofern ist man in diesem Fall nicht dem Hunger sondern dem Bypass hilflos ausgeliefert. Was ist daran besser?
Es ist höchstens schlimmer weil irreversibel und nicht mehr von der Person selbst steuerbar.
Die Malabsorbtion tut ihr übriges.
Letztlich schrieb eine Frau sie könne kaum gesunde Dinge vertragen, z.b. Grundnahrungsmittel wie Reis und Kartoffeln oder Fleisch, dafür gehen Chips und Schokolade prima. Und die isst sie dementsprechend auch verstärkt, sonst wird sie nämlich immer dünner und sie ist schon lange dünn genug.
Ist das ein normales, gesundes Essverhalten?
Ich wünsche niemandem etwas schlechtes der sich operieren lässt, ich wünsche mir was AC angeht nur ein wenig mehr Ehrlichkeit.
Wenn endlich mal jemand sagen würde: mir ist es egal, dass mir die Haare büschelweise ausfallen, mein Hormonsystem durcheinander ist, ich massenhaft Lebensmittel nicht mehr essen kann, meine Blutwerte nicht ok sind und Folgeschäden auf mich lauern, mein hauptziel ist einfach schlank zu sein und zu bleiben, alles andere ist mir egal.
Statt dessen wird schöngeredet und von Gesundheit gesprochen. Bei soviel Blödsinn fasse ich mir echt an den Kopf.
Ich selbst bin angehende Heilpraktikerin, habe viel Kontakt zu Ärzten und nicht einer von denen befürwortet so eine OP.
Weil sie nämlich nichts daran verdienen und gut informiert sind. Weil sie über Folgeerkrankungen und Nebenwirkungen noch viel mehr wissen als wir hier im Forum.
Wenn endlich mal jemand sagen würde: mir ist es egal, dass mir die Haare büschelweise ausfallen, mein Hormonsystem durcheinander ist, ich massenhaft Lebensmittel nicht mehr essen kann, meine Blutwerte nicht ok sind und Folgeschäden auf mich lauern, mein hauptziel ist einfach schlank zu sein und zu bleiben, alles andere ist mir egal.
Hallo Roseanne,
ich habe wahnsinnige Angst vor dem Haarausfall, der bei den meisten AC Patienten etwa 3 Monate nach der OP beginnt und auch in etwa 3 Monate anhält. Ich nehme seit Oktober hochdosiertes Zink und Biotin um der Heftigkeit hoffentlich ein wenig entgegen zu wirken. Aber auch wenn es alles nichts hilft, dann werden meine schönen langen dicken Haare eben abgeschnitten, auch sie werden wieder nachwachsen, ich jedenfalls kenne niemanden der nach der Bypass-OP mit einer Glatze rumlaufen muss, und selbst wenn, dann muss ich das eben in Kauf nehmen.
Von den ganzen Lebensmitteln die ich bisher versucht habe (und das sind so einige) kann ich bisher nur Mozzarella nicht vertragen, und das äußert sich daran dass er mir direkt schwer im Magen liegt, zu Durchfall oder Übelkeit kommt es nicht.
Meine Blutwerte sind allesamt genauso gut wie vor der OP, meinen Betablocker brauche ich seit der OP nicht mehr, auch der Blutdruck ist im Normalbereicht, eigentlich so gut wie ich ihn noch nie hatte. Ich nehme bis auf eine B12-Spritze alle 3 Monate keine Zusatzpräperate, eben weil ich alles Essen kann, eigentlich vor allem gesunde Sachen, da diese sehr bekömmlich sind. Sollten sich meine Blutwerte in den nächsten Monaten zum negativen entwickeln, wovon nicht auszugehen ist, würde ich ein Zusatzpräperat nehmen, indem Vitamine, Mineralstoffe und Zusatzpräperate enthalten sind.
Folgeschäden sind immer ein Thema. Bei mir ist bisher alles gut gegangen und ich gehe einfach davon aus, dass bei meiner optimalen medizinischen Betreuung und der engen Nachsorge auch alles so bleiben wird. Ich kann mich nicht verrückt machen mit den ganzen "es könnte sein" und "was wäre wenn"... ich habe mich einmal für diese Maßnahme entschieden und war und bin bereit alle Konsequenzen zu tragen. Warum? Ja, und da hast Du recht, in erster Linie vom Übergewicht wegzukommen, um endlich schlank zu sein, ABER AUCH um nicht mit 49 Jahren am Herzinfarkt zu sterben wie mein Vater, um nicht einen Schlaganfall zu bekommen wie meine Oma, um nicht Diabetes-Patient zu werden wie zig andere übergewichtige in meiner Familie... meinen Betablocker bin ich bereits los, und allein das ist ein toller Erfolg für mich.
Dass Du als angehende Heilpraktikerin ein Gegner der Schulmedizin bist, ist mir klar, da die Verfehlungen der Schulmedizin und die Menschen die von der Schulmedizin enttäuscht sind oder diese auch skeptisch sehen, einmal Dein täglich Brot sein wird. Ich meine das nicht mal kritisch, auch ich habe mal Akkupunktur bei einer Heilpraktikerin bekommen, die mir sehr geholfen hat, aber dabei gings nicht ums abnehmen. Als die akkupunktur dann auch als behandlung zum abnehmen gesetzt wurde hat sie leider versagt. Was ich nur nicht akzeptieren kann, ist dieses herausgepicke von negativbeispielen, die es natürlich gibt, das hat nie jemand abgestritten, und dann die darstellung als sei das der regelfall, denn das sit schlciht und einfach nicht wahr!
dass es gerade dir lieber wäre, wenn ich hier von wundheilungsstörungen, darmverschlüssen ect. berichten und somit die ac verteufeln würde, ist mir bereits seit deinem ersten psoting in diesem thread klar, nur würde das eben nicht der wahrheit entsprechen und cih persönlich empfinde eine solche borniertheit als ausgesprochen dumm.
was die funktion des bypasses betrifft, hast du recht, der regelt das hungergefühl. nur frage ich mcih gerade was bitte daran schlimm ist?! eigentlich bestimmen die synapsen im magen das hunger- bzw. sattgefühl, dieses hat leider bei mir die letzten 15 jahre nicht vernünftig funktioniert, nun regelt das der bypass. ist es etwa besser dem permanenten hungergefühl ausgeliefert zu sein nur weil das "natürlich" ist (was es meiner meinung nach übrigens nicht ist, wenn die satt-funktion des magens einfach nciht mehr funktioniert) als des "satt"-gefühls des bypasses, nur weil dieser unnatürlich zugefügt wurde?! Ich finde diese argumentation überhaupt nicht schlüssig, denn mein mir funktioniert der bypass wie er funktionieren soll, ich bin werde satt, empfinde seit jahren nach einer angemessenen menge an lebensmitteln ein sattgefühl, und zwar "von innen heraus", weshalb das schon ganz richtig ist, was stadtmädl schreibt.
Habe ich Dich richtig verstanden: Dein Arzt hat Dir Betablocker verschrieben? Du weißt aber schon, dass Betablocker insbesondere bei jungen Übergewichtigen kontraindiziert sind, da sie das Gewicht massiv nach oben treiben?
Mir hat man die seinerzeit mal wegen der Herzrhythmusstörungen (die aus der unzureichenden Behandlung meiner Schilddrüsenerkrankung resultierten) verschrieben. Leider habe ich damals nicht gewusst, dass ich die nie und nimmer hätte nehmen dürfen. Nachdem ich sie ausgeschlichen habe, habe ich innerhalb von wenigen Wochen fast 20 kg abgenommen.
Mir wurde zugetragen, dass Ophelia andernorts geäußert hat, dass es ihr Hauptziel ist, zu ihrem Amusement hier rumzuspammen und uns aufzumischen. Ich möchte an dieser Stelle wegen der unterirdischen Wortwahl auf ein genaues Zitat ihrer Äußerung verzichten. Auf Grund dieser Ankündigung habe ich sie gesperrt. Zwar habe ich heute noch frei, aber ich habe hier trotzdem zu arbeiten und möchte auch gerne mal wieder was an unserer Website tun. Daher habe ich keine Lust, meine Zeit auf Menschen zu verplempern, die nichts anderes im Sinn haben, als zu provozieren.
Martina
Mir wurde zugetragen, dass Ophelia andernorts geäußert hat, dass es ihr Hauptziel ist, zu ihrem Amusement hier rumzuspammen und uns aufzumischen.
Was sollte auch sonst der Sinn und Zweck solcher Threads und Postings sein?
:nixweiss:
Roseanne
04.01.2008, 15:10
Dass Du als angehende Heilpraktikerin ein Gegner der Schulmedizin bist, ist mir klar, da die Verfehlungen der Schulmedizin und die Menschen die von der Schulmedizin enttäuscht sind oder diese auch skeptisch sehen, einmal Dein täglich Brot sein wird. Ich meine das nicht mal kritisch, auch ich habe mal Akkupunktur bei einer Heilpraktikerin bekommen, die mir sehr geholfen hat, aber dabei gings nicht ums abnehmen. Als die akkupunktur dann auch als behandlung zum abnehmen gesetzt wurde hat sie leider versagt. Was ich nur nicht akzeptieren kann, ist dieses herausgepicke von negativbeispielen, die es natürlich gibt, das hat nie jemand abgestritten, und dann die darstellung als sei das der regelfall, denn das sit schlciht und einfach nicht wahr!
dass es gerade dir lieber wäre, wenn ich hier von wundheilungsstörungen, darmverschlüssen ect. berichten und somit die ac verteufeln würde, ist mir bereits seit deinem ersten psoting in diesem thread klar, nur würde das eben nicht der wahrheit entsprechen und cih persönlich empfinde eine solche borniertheit als ausgesprochen dumm.
Auch hier bist Du nicht informiert.
1. Ich bin keine Gegnerin der Schulmedizin.
2. Meine Ausbildung ist zunächst eine rein schulmedizinische, wie die eines arztes. Deshalb wird die Prüfung auch vom Amtsarzt des Gesundheitsamtes vorgenommen.
Meine naturheilkundliche Fachausbildung ist eine zweite, zusätzliche Ausbildung.
3. Dass es gerade mir lieber sein sollte wenn es Dir schlecht geht nach der OP ist vollkommener Quatsch.
4. Akupunktur ist eine Heilbehandlung für kranke Menschen.
Adipositas an sich ist keine Krankheit.
Höchstens ein Sympthom.
Wenn man mit chinesischer Medizin eine Abnahme unterstützen möchte, ist vor allem Eigeninitiative gefragt. Mit Akupunktur ist es da bei weitem nicht getan.
Dieser Spielplatz ist nunmehr geschlossen.
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