Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : erstes Mal gefragt worden...
dramaqueen
10.10.2007, 20:27
Ich habe hier ja schon öfter gelesen, wie andere immer wieder mal bei Ärzten plötzlich gefragt wurden, was sie denn von einer OP zur Gewichtsreduktion halten würden.
Insgeheim habe ich mich auch schon etwas gewundert, dass mir noch keiner sowas vorgeschlagen hat - war aber sehr froh darüber, dass es mir bislang erspart blieb!
Jetzt gehöre ich endlich mit zum erlesenen Kreis:
Ich war heute beim Endokrinologen und der wird gerade durch einen anderen Arzt vertreten, der mich als erstes fragte, ob ich schonmal über ein Magenband nachgedacht hätte, wegen meines Gewichts.
Als ich mich wieder etwas gefasst hatte, habe ich es sogar geschafft, ihm zu sagen, dass ich in meiner Verzweilflung in der Tat auch über solche Maßnahmen schon nachgedacht habe, aber zu dem Schluss gekommen bin, dass das für mich kaum eine Lösung sein kann - weil ich ja eine Essstörung habe, die dadurch auch nicht wegoperiert wäre.
Er: "Ja, verstehe. Weil der Magenteil sich dann wieder so dehnen würde meinen Sie!?"
Ich mich wieder enorm gesammelt und überwunden:
"Äh, nein. Eher weil ich fürchte, dass sich mein selbstschädigendes Verhalten dann anderweitig Ausdruck verleihen würde..."
Er: "Ah ja, verstehe! Und wie wäre es mit einem Magenbypass?"
OHNE WORTE!!! :wand:
Aber da wäre es dann ja mal wieder...
Fett sein ist einfach das hinterletzte und alles andere, wirklich alles wäre wohl besser - selbst eine Leben mit Dauerdünnschiss und/oder -kotzerei im harmlosesten Falle!
Danke auch, jetzt weiß ich wieder, warum ich mich immer so wertvoll fühle!
Nachdem ich heute im Radio mal wieder gehört habe, wie wenig die Ärzte und Krankenhäuser seit der Gesundheitsreform einnehmen :rolleyes:, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, daß mancher Arzt einfach nur noch an den Profit denkt.
Die werden wahrscheinlich mit der Zeit einfach so konditioniert, daß die Art und damit die Einnahme aus der Behandlungsmethode für sie über dem Wohl des Patienten steht.
:meinung:
....soll natürlich in keinster Weise eine Entschuldigung für so ein Verhalten sein, das ist mir nur dazu in den Sinn gekommen, als ich Dein Erlebnis gelesen habe.
Ich halte das für ein gutes Beispiel,
wie wenig die Menschen/Ärzte sich mit dem Hintergrund des Dick seins beschäftigen, bezw. wie wenig sie wirklich wissen, - oder wissen wollen.
Es ist einfach leichter, die Symptome zu überdecken, anstatt nach den Ursachen zu forschen und diese dann zu behandeln.
Das ist wohl die traurige Wahrheit.
Das außerdem immer auch ein gewisses Fingerspitzen- und Taktgefühl angebracht ist, scheint für viele gar kein Thema zu sein.
Lovely Rita
11.10.2007, 09:22
unglaublich. andererseits, wenn ich mir anschaue, wer aus meiner klasse medizin studiert hat, kein wunder :eek:
ich hab mich heute im bad mit einer frau unterhalten. zufällig stellte sich heraus, dass ihr schwiegersohn ein paar monate einen magenring hatte, mit dem er null abgenommen hat. dann wurde ihm der entfernt, dabei stellte sich heraus, dass der ring eingewachsen war.
kurze zeit später ist ihm der bauch geplatzt, er wäre fast gestorben und musste weitere operationen über sich ergehen lassen. jetzt hat er ein netz im bauch.
auf meine nachfrage meinte die frau, ein magenring wäre dasselbe wie ein magenband. bin mir da nicht sicher. warum er damit nicht abgenommen hat, wusste sie nicht. inzwischen hat er durch anderes essverhalten langsam abgenommen. an ihm liegts also nicht.
(...) "Äh, nein. Eher weil ich fürchte, dass sich mein selbstschädigendes Verhalten dann anderweitig Ausdruck verleihen würde..."
Er: "Ah ja, verstehe! Und wie wäre es mit einem Magenbypass?" Mediziner wäre so ein schöner Beruf, wenn es nur die Patienten nicht gäbe, die die notwendige Reparatur ihrer Körper nicht einsehen wollen. :ironie:
Aber ich würde an deiner Stelle mal meinen eigentlichen Arzt darüber informieren. Vielleicht weiß der gar nicht, was seine Vertretung hinter seinem Rücken da treibt und hält gar nichts davon. Auf jeden Fall findest du so heraus, wie er selbst dazu steht.
Stadtmadl
11.10.2007, 10:20
"Ah ja, verstehe! Und wie wäre es mit einem Magenbypass?"
Verstanden hat er ja wohl wenig. War sicher schon damals auf der Uni sein Problem. Nur leider kommt man in den "höheren" Berufen (=Berufen mit Einschüchterungsfaktor) mit wenig Wissen und mangeldem Zuhören / Verstehen bestens durch (wie viele Ärzte ja immer wieder gerne beweisen), wogegen man als Schuhverkäufer oder ähnlich mit diesen Fähigkeiten (Freie Übersetzung Deines Arztdialogs in ein Schuhgeschäft: "Sie möchten keine roten Schuhe? O.k. Schauen Sie mal, hier sind noch andere in rot.") sehr schnell auf der Strasse säße.
Echt das letzte, solche Idioten.
dramaqueen
11.10.2007, 11:20
Ja, ich hatte auch schon übrlegt, meinem eigentlichen Arzt davon zu berichten.
Allerdings habe ich fast ein bisschen Angst, dann womöglich bei ihm eine ähnliche Einstellung zu entdecken.
Man weiß ja nie...
Sehr geil war übrigens gestern auch noch folgende Gesprächssequenz:
Ich: "Naja, wenn ich mich einfach nur operieren lasse und dann trotzdem mein Essproblem weiter besteht, wäre das ja auch ziemlich ungünstig für meinen Körper. Also z.B. wenn ich mich dann ständig übergeben müsste oder so."
Er: "Nein, sie müssten sich nicht übergeben! Wenn sie trotzdem zu viel Essen würden, hätten sie dann Durchfall."
Achso, na dann... :confused:
Und als er merkte, dass ich da insgesamt eher kritisch eingestellt bin, kam dann auch noch von ihm, er sei ja überhaupt nicht unbedingt für solche OPs und würde auch niemals Patienten, die er eben mal 2 Minuten kennt, eine OP aufschwatzen wollen.
Er wollte nur fragen, ob ich die Möglichkeiten schon kenne.
Wenn ich darüber schon informiert sei, sei ja alles geklärt.
Und überhaupt ist es dann ja besser, erst gar nicht zu versuchen, eine Bewilligung von der Kasse zu bekommen, weil das sei ja sowieso unheimlich schwierig. :confused::confused::confused:
Fräulein Wunder
11.10.2007, 15:27
Hast Du schon daran gedacht Dich bei der zuständigen Ärztekammer zu beschweren, oder Dich vielleicht auch an Deine Krankenkasse zu wenden?
Mir ist Anfang des Jahres auch etwas in der Art passiert ... ich war bei einem Psychiater und ohne abzuwarten warum ich eigentlich bei ihm bin sagte er ohne Begrüssung und Einleitung: "Ihnen kann nur noch eine OP helfen!" :eek:
Eine der ersten Fragen war: "Was tun Sie gegen ihr Gewicht" Meine Antwort: "Ich halte es ;) - zur Reduktion tue ich momentan nichts." Er lachte mir ins Gesicht und sagt: "PAH-HA, na also das müssen Sie mir jetzt mal erklären!" woraufhin ich fragte: "Warum MUSS ich IHNEN das erklären?" Man muss dazu sagen, dass ich wegen eines Problems bei ihm war, das nichts mit meinem Gewicht zu tun hatte. Das Gespräch schaukelte sich hoch und eigentlich hätte ich einfach aufstehen und gehen sollen. Zu der Zeit ging es mir nicht sehr gut und ich hatte recht lang auf den Termin warten müssen, also biss ich mir auf die Zähne und ging sogar ein zweites Mal hin ... ich Depp! :mad:
Als ich die Praxis betrat prangte im Wartezimmer ein riesiger grosskopierter Artikel: "Die Fettfalle - Staat und Medizin im Kampf gegen das Übergewicht" ... eigentlich hätte man "Fettfalle" locker durch "Die Al-Qaida" und "Übergewicht" durch das Wort "Terrorismus" ersetzen können -so fühlte ich mich jedenfalls. Kurz nach Beginn des Gesprächs gerieten wir in Streit und ich verliess die Praxis. Ein Bericht ... den meine Ärztin zwei Mal vergeblich von ihm angeforderte, ist bis heute nicht gekommen. Noch immer ärgere ich mich, dass ich mich über ihn nicht beschwert habe - allerdings war ich zu der Zeit auch nicht in der Verfassung Beschwerden zu formulieren und einzureichen.
Man sollte sich besser gleich Luft machen ... wenn es vielleicht auch nicht sofort etwas an den Zuständen ändert so hat man doch wenigstens das Gefühl etwas getan zu haben.
Stadtmadl
11.10.2007, 22:06
"Die Fettfalle - Staat und Medizin im Kampf gegen das Übergewicht" ... eigentlich hätte man "Fettfalle" locker durch "Die Al-Qaida" und "Übergewicht" durch das Wort "Terrorismus" ersetzen können -so fühlte ich mich jedenfalls.
Das kann ich gut verstehen. Wahrscheinlich haben wir überhaupt nur Glück, das George Bush "uns" noch nicht entdeckt hat ...
er sei ja überhaupt nicht unbedingt für solche OPs und würde auch niemals Patienten, die er eben mal 2 Minuten kennt, eine OP aufschwatzen wollen. Er wollte nur fragen, ob ich die Möglichkeiten schon kenne.
... klar, so wie Du das schilderst, hat man ja auch sofort den Eindruck, dass er nur ein anderes Thema als das Wetter sucht, für ein bißchen Smalltalk oder so. Es hätte ja auch sein können, dass Du Dich nicht auskennst.
Oh, Mann! So ein Depp.
MissMoppel
15.10.2007, 21:13
Ich muss jetzt mal ganz blöd fragen, soweit ich das verstehe kann man doch den Magen ByPass nicht wieder rückgängig machen und alles was zuviel ist kommt als Durchfall raus. Wie ist das denn mit Flüssigkeit? Im Sommer viel Wasser trinken und so? Würde das nicht einfach auch durchlaufen ohne, dass der Körper das kriegt?
Also ganz so ist das auch nicht. Durchfall haben die wenigsten und das getrunkene wird auch aufgenommen, das passiert nämlich im Dickdarm.
Dort wird dem Nahrungsbrei die Flüssigkeit entzogen und danach geht alles seinen natürlichen Gang.
Sicher muss man aufpassen, dass man nicht zuviel isst und zuviel Fett ist auch so schon nicht gesund. Bei einer gesunden und normalen Ernährung passiert alles genauso wie bei normalen Verhältnissen, nur isst man halt nicht mehr diese großen Mengen.
Rückgängig machen kann man alles, aber um welchen Preis? Und wer will das schon, wenn er vorher sich die ganze Mühe gemacht hat mit Antrag Kostenübernahme etc.
Liebe Grüße
Janina
MissMoppel
16.10.2007, 15:33
Also ganz so ist das auch nicht. Durchfall haben die wenigsten und das getrunkene wird auch aufgenommen, das passiert nämlich im Dickdarm.
Dort wird dem Nahrungsbrei die Flüssigkeit entzogen und danach geht alles seinen natürlichen Gang.
Sicher muss man aufpassen, dass man nicht zuviel isst und zuviel Fett ist auch so schon nicht gesund. Bei einer gesunden und normalen Ernährung passiert alles genauso wie bei normalen Verhältnissen, nur isst man halt nicht mehr diese großen Mengen.
Rückgängig machen kann man alles, aber um welchen Preis? Und wer will das schon, wenn er vorher sich die ganze Mühe gemacht hat mit Antrag Kostenübernahme etc.
Liebe Grüße
Janina
Ich bin da ein bisschen skeptisch, ich denke mir so eine OP ist ja nicht ganz risikolos und das rückgängig machen lassen sehe ich jetzt nicht mal so als Kostenfrage und wegen der Kostenübernahme sondern denke mir es hat sicher auch einen Preis der auf Kosten der Gesundheit geht.
Ich habe mal ein bisschen gegoogelt und wirklich überzeugend und ungefährlich klingt das nicht:
[...]
Zitat entfernt, siehe Forenregeln Nr. 4. Keine kompletten Texte zitieren, nur satzweise und nur bei genauer Quellenangabe.
Wem es hilft und wer damit glücklich wird, prima, nur persönlich hätte ich da wirklich viel Angst davor, vor allem bin ich mir nicht sicher ob es helfen würde, das klingt doch fast wie die gute alte FDH Diät, der Körper stellt sich dann auf weniger Nahrung ein und schaltet auf Sparflamme.
Roseanne
27.10.2007, 10:21
Ich hatte auch mal so ein lustiges Gespräch mit einem Endokrinologen, der eigentlich sehr nett ist, aber trotzdem irgendwie jenseits von gut und böse war, wie sich dann leider herausstellte.
Doc: Ich finde ja Gastric Banding total toll. Empfehle ich all meinen dicken Patienten.
Ich: Magenbänder? Was soll daran toll sein?
Doc: Da wird man total einfach schlank. Wenn ich dick wäre würde ich das sofort machen.
Ich: Naja, das sagt sich so einfach, wenn man nicht in der Verlegenheit ist.
Doc: Aber alles andere hilft nicht.
Ich: Doch, der Magen Bypass. Haha.
Doc: Ich meinte Diäten.
Ich: Das habe ich schon begriffen. Ich denke aber es ist ein wenig schlicht gedacht Übergewicht mit einem Magenband zu regulieren.
Doc: Wieso? Man kanns doch wieder raus machen.
Ich: Genau, eine OP nach der nächsten und ist das Band draussen nimmt der Patient wieder zu. Wo ist denn da der Witz? Von den Nebenwirkungen mal ganz abgesehen.
Doc: Nebenwirkungen?
Ich: Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, evtl. absterben des Magens wenn der sich beim erbrechen einquetscht und nicht mehr durchblutet wird, Depressionen, OP Risken an sich.... usw usw usw
Doc: Aber dafür ist man dann schlank.
Ich: Nicht unbedingt.
Doc: Doch!
Ich: Nein! Deshalb ist das Band sowieso out und der Bypass angesagt. Genug Patienten bescheissen das Band indem sie z.b. ihr Essen pürrieren.
Doc: Was? Das ist ja krank...
Ich: Stimmt. Und damit wären wir bei der psychogenen Seite von Übergewicht.
Doc: Hm. Das ist ja sehr kompliziert wie Sie denken...
Ich: Nein. es gibt zwei Möglichkeiten, entweder man ist stark übergewichtig weil man eine Stoffwechselerkrankung hat oder man ist stark übergewichtig weil man ein Problem hat. Niemand wird total dick ohne Grund. Übergewicht ist ein Symptom.
Doc: Aber viele Leute sind einfach nur undiszipliniert.
Ich: Das ist mit Verlaub gesagt Unsinn. Am Grad des Übergwichts lässt sich durchaus messen wer einfach nur gern isst oder halt ein anderes Problem hat, ob organisch oder psychisch ist manchmal schwer zu unterscheiden und geht auch oft Hand in Hand...
Doc: Ich würd´s trotzdem machen lassen...
Ich: *ächz*
Sonnenkuss
27.10.2007, 10:36
Ich: Nein. es gibt zwei Möglichkeiten, entweder man ist stark übergewichtig weil man eine Stoffwechselerkrankung hat oder man ist stark übergewichtig weil man ein Problem hat. Niemand wird total dick ohne Grund. Übergewicht ist ein Symptom.
*aua*
Genau solche Aussagen sind es, die mir persönlich total gegen den Strich gehen... vielleicht ist das ja pathologisch? :rolleyes:
Das führt uns aber wieder zu der alten Frage: Warum werden manche Menschen, die "gern essen", sehr dick, andere nur mäßig dick und wieder andere gar nicht?
Stadtmadl
27.10.2007, 12:54
Niemand wird total dick ohne Grund. Übergewicht ist ein Symptom.
Sehe ich auch so.
Und Danke für die Wiedergabe des Gesprächs - kenne ich in diversen Formen, allerdings mehr mit Bekannten als mit Ärzten (zum Glück), warte inzwischen nur noch auf meine "Einsätze" (warum argumentieren auch alle gleich?) und besonders das letzte Wort gleicht sich auf's Haar:
*ächz*
:):-D
Roseanne
29.10.2007, 12:16
*aua*
Genau solche Aussagen sind es, die mir persönlich total gegen den Strich gehen... vielleicht ist das ja pathologisch? :rolleyes:
Naja, wir können alle nur unsere eigenen Erfahrungen wiedergeben. Ich kenne sehr viele dicke Menschen und niemanden auf den nicht das eine oder das andere zutrifft.
Wenn Du das anders siehst ist das aber genau so ok. ;)
Roseanne
29.10.2007, 12:18
Das führt uns aber wieder zu der alten Frage: Warum werden manche Menschen, die "gern essen", sehr dick, andere nur mäßig dick und wieder andere gar nicht?
Erstens ist das eine Frage der Verwertung, sprich des Stoffwechsels.
Zweitens ist dir Frage was für den Einzelnen "gerne essen" bedeutet.
Ich glaube nicht daran, dass jemand nur deshalb dick ist weil er "gerne isst". Aber das ist halt meine persönliche Meinung.
Ich glaube nicht daran, dass jemand nur deshalb dick ist weil er "gerne isst". Ja, das geht mir ähnlich. Aber SoKu sieht das anders. Deshalb meine (im Grunde ja eher rhetorisch gemeinte) Frage.
Beauchamp
03.11.2007, 15:48
Ich weiss ja, dass ich mich hier mit meiner Meinung nicht beliebt mache. Aber ich möchte sagen, dass ich (und ich kenne eine Reihe von Menschen, denen es ähnlich geht) froh gewesen wäre wenn mich ein Arzt von sich aus mal auf diese Möglichkeit angesprochen hätte.
Wenn man es nicht möchte ist es ja OK !!
Aber es soll ja Menschen geben, die von den verschiedenen Möglichkeiten der AC nicht auskennen. Jede OP wie Band, Bypass oder Scopinaro sind sehr unterschiedlich.
Es kennt sich leider auch nicht jeder Arzt damit gut aus, wenn ich hier die Gespräche lese, die zwischen euch und so manchem Arzt geführt worden sind.
Aber die Chance zu haben darüber nachzudenken sollte doch jedem eingeräumt bleiben, oder nicht?
Ich bin nun übrigens seit 3 Wochen Bypass Trägerin und habe mich seit dem noch kein einziges Mal übergeben und habe bisher auch keinerlei Problem mit Durchfall. Das heißt nicht, dass es mir so frisch nach der OP immer blendend geht und es mal zwickt und kneift. Aber der soviel "besungene" Dauerdünnschiss und - Kotzerei ist eine urbane Legendenbildung ;)
Aber die Chance zu haben darüber nachzudenken sollte doch jedem eingeräumt bleiben, oder nicht?
Ich finde nicht, dass es für Patienten ein Recht zur Information über Verstümmelung geben sollte ... ebensowenig wie die Pflicht für Ärzte, Patienten zur Verstümmelung ihres Körpers zu raten.
Kubalibre
03.11.2007, 17:29
Aber es soll ja Menschen geben, die von den verschiedenen Möglichkeiten der AC nicht auskennen.
Davon mal abgesehen, dass man in diesen Foren durchaus Informationen über die Vor- und Nachteile einer AC bekommen kann muss ich doch selbst auch in die Verantwortung gehen und jedes mir mögliche Mittel nutzen mich zu informieren. Wenn man sich über so etwas informieren möchte, dann findet man Infos. Entweder im Internet oder auf Nachfrage bei seinem Arzt oder Krankenkasse.
Aber warum kommen Leute in ein Forum, in dem es ausdrücklich nicht um Gewichtsabnahme geht und die der AC auch kritisch gegenüberstehen und wollen missionieren?? Glauben die alle, die Leute hier sind so dumm, das sie noch nie etwas von AC gehört hätten oder nicht wüssten, wo es Infos dazu gibt, sofern sie sich dafür interessieren?
Das Missionieren sollte man der Kirche überlassen, die haben über 2.000 Jahre Erfahrung.
Ich bin nun übrigens seit 3 Wochen Bypass Trägerin und habe mich seit dem noch kein einziges Mal übergeben und habe bisher auch keinerlei Problem mit Durchfall. Das heißt nicht, dass es mir so frisch nach der OP immer blendend geht und es mal zwickt und kneift. Aber der soviel "besungene" Dauerdünnschiss und - Kotzerei ist eine urbane Legendenbildung ;) Schön für dich, ich wünsche dir, das es dabei bleibt. Aber 3 Wochen sind wohl keine Zeit um viel Erfahrungswerte berichten zu können. Vielleicht sieht es in 3-5 Jahren ganz anders aus - weißt du das??? Es gibt übrigens so viele Legenden. Ich denke, ein paar überflüssige Teile aus seinem Körper zu schneiden und hinterher normal zu leben ist auch eine.
dramaqueen
03.11.2007, 18:03
@Beauchamp:
Vielleicht solltest du mein Eingangsposting nochmal gründlich durchlesen.
Mir ging es nämlich in erster Linie darum, dass der Typ mich gerade seit ungefähr 3 Minuten kannte, nichts über die Ursachen meines Übergewichts wissen konnte und darüber hinaus auch nachdem ich ihn deutlich auf meine Essstörung hinwies nicht müde wurde, mir irgendwelche chirurgischen Maßnahmen ans Herz zu legen.
Und darauf beziehen sich auch meine Aussagen über Durchfälle oder Übergeben, nämlich auf die Essstörung, deren Problem ja u.a. darin besteht, sich zu überessen - ob mit oder ohne OP.
Nur dass die Folgen dann halt etwas anders aussehen, was wohl kaum eine Legendenbildung sein dürfte...
Ich kann Klaus nur zustimmen. Selbst wenn man zu uns ins Forum kommt, erfährt man ja, dass es so was gibt. Da dann weiter zu recherchieren, ist doch supereinfach, wenn man das möchte. Und das steht doch auch jedem frei.
Außerdem ist dies hier doch der einzige Ort im deutschsprachigen Internet, in dem die AC auch kritisch betrachtet wird. Wo ist das Problem?
Und was dramaqueen schreibt, ist auch richtig: Es ist eine Unverschämtheit, einen Patienten, den man nicht kennt, in dieser Weise anzusprechen. Es ist eine Unverschämtheit, aber leider heute gang und gäbe, an der Vorgeschichte eines Patienten nicht interessiert zu sein, egal ob in Bezug auf AC oder auf sonst was. Und darum ging es hier.
Ich bin bereits 1987 erstmals von einem beschränkten Gyn auf Dünndarmverkürzungen angesprochen worden. Der Chirurg, der sie durchführte, riet mir davon ab und erklärte damals bereits die AC langfristig für tot ... aus den Gründen, die man allenthalben von den unglücklichen Operierten, die sicherlich keine Urban Legend sind, hört.
Martina
Beauchamp
03.11.2007, 20:16
@Dramaqueen
du bist doch bei einem Endokrinologen gewesen. Ich weiß aus eigener Krankheit (PCOS) dass z.B. dieses mit Übergewicht zu tun hat. Ich weiß NICHT warum du dort warst !! Aber das ein Arzt, der die Folgen von Übergewicht an seinen Patienten kennt, einen Hinweis gibt, dagegen hätte ich generell nichts. Du warst ja nicht z.B. bei einem Dermatologen.
Außerdem habe ich generell gar nicht deinen Arztbesuch gemeint. Gerade deinen nicht. Daher habe ich geschrieben:
Es kennt sich leider auch nicht jeder Arzt damit gut aus, wenn ich hier die Gespräche lese, die zwischen euch und so manchem Arzt geführt worden sind.
Es ist auch schwer für einen Arzt festzustellen wie er seinen Patienten am besten helfen kann. Einerseits beschweren wir uns, wenn er nicht über den Tellerrand schaut. Andererseits soll er nur das tun was der Patient ihm sagt?
Bitte, ich wollte dich nicht angreifen. Eigentlich im Gegenteil...
@Kubalibre
Möchtest du mir das Wort hier verbieten :confused:
Eine kritische Auseinandersetzung mit einem Thema bedeutet doch Pro und Contra, oder gilt das hier nicht??
Ich will hier bestimmt niemanden missionieren.
Aber ich darf doch wohl schreiben, dass nicht jeder mit AC nur negative Erfahrungen damit gemacht hat?
Übrigens werden bei einem Bypass keine Teile herausgeschnitten. Es ist noch alles da, nur verlegt. Aber das ist jetzt Korinthenka**
@Martina
Dasselbe gilt auch für dich :confused:
Kritik ohne Gegenmeinung??
Ich bin wirklich niemand, der hier jemanden niederschreit.
Ich sage IMMER, dass jeder machen soll/kann was er möchte. Ich habe noch nie jemanden zur OP überreden wollen.
Aber heißt AC kritisches Forum, dass ihr nicht mit kritischen Meinungen umgehen möchtet?
Und auch nochmal was die Ärzte im allg. ( und nicht bei Dramaqueen im Speziellem angeht) Wenn ein Arzt der Meinung ist, dass ein AC Maßnahme ein geeignetes Mittel ist um einem Patienten zu helfen finde ich, dass es seine Pflicht ist, es dem Patienten mitzuteilen. OB es ein geeignetes Mittel ist, ist eine andere Sache.
Es geht mir nur darum, dass ich es gut finde wenn ich z.B. zu einem Hautarzt gehe weil ich Haarausfall habe, und er mir sagt, er würde sich gerne das Muttermal im Gesicht anschauen weil es Krebs sein könnte. Und das nicht ignoriert. Wenn dieser Arzt mir nun aber vorschlägt, dieses Muttermal per Handauflegen zu kurieren kann ich mir auch meine Meinung bilden und die Behandlung ablehnen. Mir viel gerade kein besserer Vergleich ein. Aber ich schätze ihr wisst worauf ich hinauswill.
Kubalibre
03.11.2007, 21:03
@Kubalibre
Möchtest du mir das Wort hier verbieten :confused:
Eine kritische Auseinandersetzung mit einem Thema bedeutet doch Pro und Contra, oder gilt das hier nicht??
Ich will hier bestimmt niemanden missionieren.
Aber ich darf doch wohl schreiben, dass nicht jeder mit AC nur negative Erfahrungen damit gemacht hat?
Ich könnte, wenn ich wollte. Aber dazu besteht nicht die Bohne an Veranlassung.
Wie anderenorts bereits geschrieben...
:biggaehn: :biggaehn: :biggaehn:
Hier gehts nicht um einen Leberfleck.
Wenn ein magersüchtiges Mädchen zum Arzt geht und der ihr sagt, er packt ihr einfach ein paar Kilo fett drauf, damit sie nicht mehr so dürr ist, wird dem Mädchen trotzdem nicht geholfen, denn die Esstörung ist nach wie vor vorhanden.
Ich persönlich glaube auch - wie bereits einige meiner VorschreiberInnen - dass ein Mensch nicht allein durch zuviel Essen sehr dick wird. Ich denke, da spielt sehr viel zusammen. Aber das kann jeder sehen wie er will.
Vor ein paar Jahrzehnten war ein Medikament der Bringer auf dem Deutschen Markt. Es nannte sich Contergan. Erst ein paar Jährchen später entdeckte man, dass dieses Mittel Missbildungen bei Neugeborenen verursacht.
Ich frage mich immer....was wird in 20 Jahren sein? Wie wird es dann mit der AC aussehen? DANN gibts nämlich wirkliche Langzeiterfahrungen. Und ich bin sehr gespannt, wie die aussehen werden.
Im übrigen denke auch ich, dass 3 Wochen (DREI) noch kein Indikator dafür sind, wie Dein Leben mit AC sein wird. Aber das ist auch nicht mein Problem, sondern Deines.
Ich denke - und das ist ein ganz großes Eingeständnis - dass die AC in nur ganz ganz wenigen Fällen (siehe Mica, siehe Ruberta) eine Hilfe sein kann, aber auch hier kann niemand sagen, wie das Leben der beiden in 20 Jahren aussehen wird.
Meine Meinung ist, dass man nicht einfach in und an einem Körper rumschnippeln sollte, solange es keinen wirklich wichtigen Grund dafür gibt. Es gibt nämlich Gründe, warum ein Körper so aufgebaut ist, wie er eben aufgebaut ist.
Ich denke da immer an den Vater meines Exfreundes, der schweren Darmkrebs besiegt hat. Er ist Stomaträger. 10 Jahre lang ging es ihm blendend und DANN kamen die Spätfolgen der Behandlung, der OPs und der Chemo. Das war vor vier Jahren. 2 Jahre lag er am STück im Krankenhaus, weil sein Körper nicht mehr so wollte, wie er sollte, einfach weil z.B. ein Stück Enddarm fehlte, die Blase nach hinten abrutschte, weil sie keinen Halt mehr hatte, die Harnleiter von den Nieren weg abknickten und sich das alles staute, er schwere Fieberanfälle hatte usw. DAS war eine sehr schwere Zeit. Erschwert wurde alles durch die vielen OP-Narben. Jetzt geht es ihm soweit gut, wenn man das so nennen kann.
Was wird erst sein, wenn in zehn, zwanzig Jahren der Körper AC-Operierter nicht mehr so will? Und wenn man dann zwar dankbar ist, für 10 oder 20 Jahre solches Leben, man aber trotzdem noch nicht bereit ist, sich davon zu verabschieden?
Für mich sieht es oft so aus, als wäre die AC eine schnelle Methode, Gewicht zu verlieren. Die ganzen vorgeschobenen möglichen Krankheiten, die man kriegen kann, sind für mich Augenwischerei. Aber es ist nunmal einfacher, sich operieren zu lassen, als a) sich darüber klar zu werden, warum man so dick ist, b) Therapien zu durchlaufen, ambulant und stationär und c) sein Leben wirklich einschneidend zu verändern.
Ich rede nicht von Ruberta und Mica. Die beiden kennen meine Meinung, akzeptieren sie und ich kann mittlerweile auch nachvollziehen, warum sie sich haben operieren lassen.
Aber in dem Großteil der Fälle, die ich so verfolgt habe in den diversen Foren, waren es eben nicht solche besonderen Fälle wie bei Mica und Ruberta, sondern es war eben einfach nur der Wunsch nach "Schlanksein" und DAS finde ich verantwortungslos und falsch. Aber soll jeder machen wie er denkt.
Mein Weg ist es nicht, wird es nie sein und ich werde auch jedem dagegen sprechen, ob er es hören will oder nicht.
Stadtmadl
03.11.2007, 22:07
Aber es ist nunmal einfacher, sich operieren zu lassen, als a) sich darüber klar zu werden, warum man so dick ist, b) Therapien zu durchlaufen, ambulant und stationär und c) sein Leben wirklich einschneidend zu verändern.
Ich habe jetzt mal ein bißchen in den Adipositas-Foren (http://www.adipositas-foren.de/) gelesen, sowohl zu Magenband als auch zu Magenbypass. Danach glaube ich eigentlich nicht, dass es einfacher ist, sich operieren zu lassen. Im Gegenteil, für mich klingt das alles wie das Ticket zur Hölle und zwar erster Klasse.
Diverse gastroenterologische Störungen, Krämpfe, Verdauungsprobleme, "Dumping (http://de.wikipedia.org/wiki/Dumping-Syndrom)" - und das alles bei Nahrungsaufnahme in Esslöffelportionen? (4 EL gelten als "viel". *schluck*.) Nahrung in Breiform für die nächsten 2-5 Jahre und dann auf zur Wiederherstellungoperation oder zur Umbau-OP, wenn die erste Variante der AC nicht gehalten hat.
Mich hat buchstäblich die "Fazination des Grauens" am Weiterlesen gehalten. So schlimm hatte ich mir das nicht vorgestellt. Alles, was ich dort lese, klingt so, als hätte man seine besten Jahre gehabt, bevor man sich das antut. Und, wenn man hinterher eh nur Esslöffelportionen essen kann (und sich bei einigen auch darauf kein Sättigungsgefühl einstellt - hm, Überraschung? - eher nicht, oder), könnte man das nicht vielleicht auch ohne OP tun? Offenbar nicht. Und natürlich schreiben da eher die Betroffenen mit Problemen, weil sie bei den anderen Rat und Hilfe suchen. Aber auch wenn es genauso viele glücklich-operierte geben sollte, hat mich das, was ich da gefunden habe, doch sehr schockiert.
Allen AC Operierten, die hier mitschreiben, vor allem Mica und Ruberta kann ich nur sagen: Ich drück euch die Daumen, dass das gut ausgeht. Und sollte hier jemand mit dem Gedanken spielen, sich operieren zu lassen: Lies einfach in dem o.g. Forum die Beiträge zu Magenband und Magenbypass. Und dann frag Dich, ob Dein Leben derart schrecklich ist, dass Du Dir das antun willst.
(Und nochmal: Mica, im Rollstuhl,und Ruberta, die ja auch schon viel von sich erzählt hat: Wenn ihr euch dafür entschieden habt, dann ist das völlig o.k., denn das ist eure eigene Entscheidung und ich will euch bestimmt. nicht angreifen. Ich hatte mir das nur nicht derart furchtbar vorgestellt und musste gerade mal mein Erschrecken loswerden.)
Da fällt mir noch der andere Thread der Magenbypass (oder war es -Band) Trägerin ein, die uns ihre bessere Lebensqualität verkaufen wollte. Ooops. Muss ein Versehen gewesen sein - oder ein völlig andere Definition von Lebensqualität. :-D:-D:-D Witzig, wenn es nicht so schrecklich wäre.
Sonnenkuss
03.11.2007, 22:26
Sonnenkuss denkt durch Nette an- und aufgeregt nach: :rolleyes:
Da gabs doch so ein Forum... die hatten sich hier auch mit großem Trara verabschiedet, weil ich/wir keine Brigitte-Diättipps annehmen wollten und trotzalledem glücklich waren/sind? Ein paar arme Lichtlein wurden mitgezogen und dann bestand das neue "alles-besser-weil-schlank-gehungert-Forum" nur noch aus Lästereien gegen mich und andere User hier?
Seid ihr euch sicher, das sich die S. nicht umbenannt hat und was an sich rumbasteln hat lassen? Nette, Nette, du hast mir da einen Floh ins Ohr gesetzt!
Gerade bei dem: "ihr vertragt keine Kritik/Kritik ohne Gegenmeinung/Möchtest du mir das Wort hier verbieten", und so da krieg ich so Déjà-vu-Gefühle... *aaaarrrrrgggglllllll* :wand:
Ach und ich vergass P.S.: Stadtmadl, du hättest das AC-Forum nicht unbedingt verlinken müssen, der geneigte mündige User hätte es falls er wollte, schon gefunden.
Stadtmadl
03.11.2007, 22:47
Ach und ich vergass P.S.: Stadtmadl, du hättest das AC-Forum nicht unbedingt verlinken müssen, der geneigte mündige User hätte es falls er wollte, schon gefunden.
Da gibt aber mehrere Foren (http://www.google.de/search?hl=de&q=adipositas+forum&btnG=Google-Suche&meta=) gleichen bzw. ähnlichen Inhalts und ich hatte nunmal das o.g. gelesen und wollte gerne richtig zitieren - vielleicht kennt sich ja auch nicht jede(r) da so gut aus.
Und Dich nehme ich doch gerne bei der Hand. :-)
Beauchamp
04.11.2007, 12:37
@Kubalibre
so so, du könntes mir das Wort verbieten wenn du wolltest.
Nett, wirklich nett...
@Na ich
Ich weiss ja, ihr wollt nicht verstehen was ich schreibe *seufzz*
Ich habe nicht geschrieben, dass AC das Heilmittel ist!!
Nur, dass ich von einem Arzt wünsche, dass er mir sagt welche Möglichkeiten er, seinem Wissensstand nach, für das Beste hält. Da ist Contergan sogar ein treffendes Beispiel. Zu dem Zeitpunkt wußte niemand von den Nebenwirkungen.
Auch ich weiß nicht ob, und welche Nebenwirkungen meine AC evtl. in 20 Jahren haben wird.
DESHALB - und das habe ich schon mehrfach geschrieben- würde ich auch niemanden dazu überreden.
@Sonnenkuss
Meinst du mich ?? Mit S. die sich umbenannt hat :confused:
Falls ja, tut mir leid, aber ich war vorher hier nicht unter einem anderem Namen. Auch mit Brigitte Diät hab ich nix am Hut.
Ich verstehe mich hier als recht defensiv und habe meines Wissens noch nie jemanden hier angegriffen. Umgekehrt muss ich mir einiges anhören.
Vielleicht liegt es nicht daran, dass ich jemand bin, der hier mal vertrieben wurde, sondern, dass ihr auf andere Meinungen recht allergisch reagiert :(
Ihr produziert euch selbst eure "Deja vus"
Kubalibre
04.11.2007, 14:18
Vielleicht liegt es nicht daran, dass ich jemand bin, der hier mal vertrieben wurde, sondern, dass ihr auf andere Meinungen recht allergisch reagiert Falsch - aber sowas von. Es kommt aber darauf an, wie Meinungen vertreten werden.
Ich weiss ja, ihr wollt nicht verstehen was ich schreibe *seufzz* Willst du uns verstehen??? Scheinbar nicht, denn deine Meinung ist je die einzig richtige. Im Gegensatz zu dir, gehe ich aber nicht in ein AC-Forum und will denen meine Meinung aufdrücken. Dann würde mir nämlich das gleiche passieren wir dir jetzt hier. Warum bleibt dann nicht jeder auf der Seite, für die er sich entschieden hat??
Mein letzer Kommentar dazu, ist ja doch Zeitverschwendung :-D
Zum ursprünglichen von dramaqueen angesprochenen thema:
natürlich kann man es kritisieren, dass ärzte uns dicke direkt auf op's ansprechen. ich persönlich finde es aber ok, mehr noch: ich persönlich wäre froh gewesen wenn mir vor jahren schon die ärzte bei denen ich verkehrte, die möglichkeit einer op nahe gebracht hätten. wenn ich irgendwo zum arzt kam, egal ob hausarzt oder gyn und egal mit welchem leiden, wurde ich meistens erstmal auf die waage gestellt, dann wurde mir gesagt dass ich zuviel wiege ach neee!!!), dann wurde mir gesagt dass ich abnehmen müsse und doch nächste woche nochmal zum wiegen komme solle. tolle hilfestellung. xenical ist mir auch einmal verordnet worden, für eine woche, mit allen bekannten nebenwirkungen.
ergo: ich persönlich finde ein offenes gespräch über die möglichkeit einer OP bei morbider adipositas mehr als angemessen, auch wenn sowas überraschend kommen mag wenn man nicht damit rechnet. ein arzt, der mein übergewicht ignoriert, nichts dazu sagt oder mir nach dem mund redet - auf den kann ich persönlich verzichten. die voraussetzung ist natürlich auch immer, dass man hilfe haben möchte. wenn nicht, auch gut. dann lässt man die leute reden, denkt sich seinen teil oder sagt entsprechendes und gut ist. ich kann die aufregung ehrlich gesagt nicht verstehen.
zur AC an sich:
mit dem thema beschäftige ich mich nun seit 20 monaten und am 12.11. ist meine bypass op. ich kenne zig menschen mit magenband, bypass, schlauchmagen ect. und keiner von denen fristet ein dasein mit andauerndem durchfall ect, das sind schlicht und einfach märchen. natürlich kann man AC kritisch sehen, man sollte das auch, denn es ist schließlich kein einfacher schritt, für niemanden, aber ich finde bevor man anfängt sich darüber missbilligend zu äußern sollte man sich mit der materie auch auskennen.
1. ist eine ac kein schnelles mittel um gewicht zu verlieren. wer den antrag auf eine ac von der KK bezahlt bekommt, hat eine ausreichende diätkarriere hinter sich um erkannt und medizinisch belegt zu haben, dass konservative maßnahmen auf dauer nicht zum gewünschten erfolg führen. ich bin 24 jahre alt, seit 20 jahren übergewichtig, seit 15 jahren adipös und auch seit 15 jahren dauernd am diäten -und es hat bis jetzt nichts gebracht. ich für mich habe akzeptiert dass cih es alleine nicht schaffe und hole mir nun die hilfe, die ich brauche um endlich in ein normalgewichtiges leben starten zu können und ich finde, das ist nichts, worüber sich außenstehende anmaßen sollten ein urteil zu fällen, genau wie bei allen anderen operierten auch.
2. werden immer wieder die psychologischen ursachen des übergewichts angeführt. das ist mir persönlich wirklich zu einfach. die frage ist doch erstmal: bin ich dick weil ich psychische probleme habe, oder habe ich psychische probleme weil ich dick bin? die erste gruppe wird die ac nicht bekommen, da zB psychisch bedingte ess-störungen die zu dem übergewicht führen eine kontraindikation für diese op sind. bei der zweiten gruppe kann eine therapie helfen, diese muss aber nicht zwangsläufig auch zu einer gewichtsreduktion führen. in meinem fall ist es so, dass ich seit januar in therapie bin, das aber eher zum "ac-paket" gehört, die therapie begleitet mich vor der op, währenddessen und danach, ich werde nicht alleingelassen. mein therapeut ist ein verhaltenstherapeut der mir auch nicht vom chirurgen vermittelt wurde und mit dem hand in hand arbeitet, sondern unabhängig ist. ich gehe mein problem der morbiden adipositas also von allen seiten an, wie übrigens die meisten menschen die sich erst einmal zur OP entschieden haben.
3. kann ich dieses ganze herumgezanke hier eigentlich nicht verstehen. manche user versuchen hier andere deren meinung ihnen nicht passt mundtot zu machen und das persönlich finde ich einfach nur arm. es gibt so etwas wie eine streitkultur, aber dazu muss man auch die persönliche reife besitzen, was ja hier offensichtlich nicht auf alle zutrifft.
dann heisst die rubrik "dick und adipositaschirurgie" und nicht "dick und GEGEN adipositaschirugie", das sollten sich einige user vielleicht mal zu gemüte führen. ich persönlich finde es eigentlich eher vorteilhaft wenn ein breites spektrum an meinungen zusammen kommt, aber man muss eben auch bereit sein mal über den tellerrand zu schauen.
Am schlimmsten finde ich übrigens den satz geschrieben von "kubalibre":
"Warum bleibt dann nicht jeder auf der Seite, für die er sich entschieden hat??"
interessant zu wissen, dass hier anscheindend krieg herrscht... dumm, einfach nur dumm. abgesehen davon: in meinem ac-forum, welches nicht nur operierten als plattform, sondern auch ansonsten jedermann zur information in punkto adipositas dient, "leben" wir auch mit vielen die eine ac ablehnen friedlich und äußerst harmonisch nebeneinander. ist wohl eine sache der akzeptanz und toleranz, denn auch jemand der eine AC ablehnt kann für mich als baldoperierter ein interessanter gesprächspartner sein und mir denksansätze geben, genau wie es auch andersrum der fall ist. missionieren tut da keiner, das ist totaler unsinn. aber wie ich bereits sagte, ist alles eine sache der reife. wären hier alle so zufrieden mit sich selbst und vollkommen von ihrer anti-ac-haltung überzeugt, weshalb sich dann unverschämt jemandem gegenüber verhalten der eine andere meinung hat?!
abschließend möchte ich sagen, dass ich jedem wünsche seinen weg zu finden und frieden mit dieser entscheidung zu machen. dass hier die unzufriedenheit herrscht ist ja kaum zu überlesen.
allerdings ist es so, dass rumheulen und sich über ärzte auf zu regen an der eigenen situation nichts ändert. genauso wenig coole sprüche in internetforen. beauchamps, die bereits operiert ist, und ich, die ich in einer woche meinen bypass bekomme, haben uns für einen weg entschieden, darübr nicht nur geredet und geschrieben, sondern gehandelt. ich weiß nicht wie es uns in 20 jahren gehen wird und ob es vielleicht irgendwann einmal spätfolgen geben wird. aber die ac ist ja auch nicht dafür da, nie wieder krank zu werden, auch normalgewichtige menschen werden krank, bekommen krebs, osteoporose oder sonstwas, das ist ganz einfach der lauf des lebens. was ich aber weiß ist, dass ich die bestmögliche behandlung und nachsorge bekommen, regelmäßigen kontrollen unterliegen und wahrscheinlich nächstes jahr um diese zeit normalgewicht haben werde und NICHT mit 30 jahren an herzverfettung oder mit 35 am schlaganfall sterben werde. und ich bin gespannt wo die kritiker in einem jahr sind. wahrscheinlich immernoch da, wo sie jetzt sind.
... und NICHT mit 30 jahren an herzverfettung oder mit 35 am schlaganfall sterben werde ...
Mist - jetzt habe ich doch glatt diese 2 Termine verpaßt ... :-D ;)
SCNR
Sonnenkuss
04.11.2007, 18:24
Sachtma, wo kommt ihr denn auf einmal alle her?
Könnt ihr nicht im Geflügelzüchterforum schreiben? Da sind mindestens genausoviel interesierte Leser wie hier zu finden... und mindestens genauso viele Dicke.
Habt ihr jetzt ein Netzwerk aufgebaut um es den Dicken hier mal so richtig zu zeigen? Ha!
Oder kriegt ihr bei 3 Beiträgen hier bei uns im Forum ne Bauchstraffung und ein Tütchen Mineralien und Vitamine nach eurer dollen AC?
@ Viola, geht mir genauso.
Ansonsten habe ich echt keine Lust mehr, auf all das zu antworten. Vieles davon hat nix mit dem zu tun, was ich für mich persönlich für wichtig halte. 30 kg weniger fände ich schon okay. Und ich werde weiterhin zusehen, das irgendwie zu schaffen, ohne zu hungern, und wenn es 10 Jahre dauert. Ob ich aber normalgewichtig bin oder nicht, ist mir vollkommen egal. Ich will einfach leben. Nicht mehr und nicht weniger.
Das mit der Unzufriedenheit der Leute in unserem Forum kann ich nur mit Schmunzeln quittieren. Auch ein Totschlagargument.
Hierzu bleibt noch zu sagen:dann heisst die rubrik "dick und adipositaschirurgie" und nicht "dick und GEGEN adipositaschirugie", das sollten sich einige user vielleicht mal zu gemüte führen. Der Untertitel lautet aber "Adipositaschirurgie in der Kritik."
So, und nun kommt mal eine ganz klare Ansage: Streitkultur in AC-Foren ... dass ich nicht lache! Ich habe nichts gegen Menschen, die sich operieren lassen. Ich habe einzig und allein etwas gegen die inflationäre Vermarktung dieser Methoden. Sie gehört Menschen wie Ruberta und mica vorbehalten, die WIRKLICH keine andere Möglichkeit mehr haben. Das ist das Einzige, was ich kritisiere. Dass Menschen sich für diese OP entscheiden und warum, kann ich allerbestens verstehen. Schließlich habe ich mich vor 20 Jahren auch einmal damit auseinander gesetzt. Und auch wenn ich mich schließlich dagegen entschieden habe, so kann ich mich noch sehr gut an meine damalige Denke erinnern. Auch die Auseinandersetzung mit diesem Thema hat dazu geführt, dass ich heute eine der Betreiberinnen dieses Forums hier bin. Abgesehen davon, bin ich es leid, Obiges in jedem Posting, das ich zum Thema AC ablasse, vorsichtshalber schon mal zu erwähnen, bevor man wieder über mich herfällt.
Ich habe früher in einigen großen AC-Foren mitgeschrieben und versucht, etwas zu vermitteln, das mittlerweile auch viele Operierte begriffen haben, sogar solche, die mich damals nieder gemacht haben: Dass nämlich ohne Akzeptanz der eigenen Geschichte, einschließlich des Übergewichts, auch die OP kein Glück bringt. Ich glaube fest daran, dass mangelnde Selbstakzeptanz kein Dickenproblem ist, es ist ein Gesellschaftsproblem. Unzufriedenheit mit der eigenen Person und Situation, warum auch immer, werden sogar zum Zwecke der Konsummaximierung systematisch angekurbelt. Und wir alle sind Komplizen dieses Systems, indem wir Werte, die uns zu diesem Zweck vermittelt werden, verinnerlichen und für richtig halten. Es gibt nur einen Weg da raus: Sich das immer und immer wieder klar machen und nur noch auf sich selber hören. Das ist unendlich schwer und niemals zu 100 % zu erreichen. Aber man kann sich diesem Ideal annähern.
Das ist jetzt eine grobe Zusammenfassung dessen, was ich in den AC-Foren immer und immer wieder geschrieben habe, freundlich und sachlich.
Ich bin dafür nieder gemacht, angepöbelt und angespuckt worden. Bis heute werde ich angespuckt für diese Lebensauffassung. Zwar schreibe ich in den meisten AC-Foren nicht mehr, aber auf das, was ich hier schreibe, bekomme ich täglich eMail-Feedback.
Irgendwann habe ich mir gedacht: Ihr könnt mich mal. Macht doch Eure Erfahrungen selber! Und ich gebe zu, dass ich manchmal genüsslich (aber auch mit großen Mengen an Mitleid) lese, wie beschissen es heute manchem von denen geht, die mich damals angespuckt haben ... und nun nach außen hin plötzlich über die Dinge philosophieren, über die ich schon vor sieben Jahren geschrieben habe.
Ich habe mir zusammen mit ein paar anderen Leuten einen Server gekauft und eine Menge Arbeit gemacht, um UNSERE Sicht der Dinge ungestört vortragen zu können. Nicht die Gifterei in den AC-Foren hat mich dazu bewogen. Der Auslöser war ein anderer. Aber ich erlaube mir, diese, unsere, von uns bezahlte und gestaltete Plattform für die Verbreitung meiner Meinung zum Thema Adipositaschirurgie zu nutzen. Das ist mein gutes Recht. Und dabei muss ich keine Rücksicht darauf nehmen, was andere darüber denken.
Es gibt auch in diesem Forum Operierte, Menschen, die ich z.T. persönlich kenne und sehr, sehr gern habe, die ich ständig mit meinen Gedanken begleite, die auch mal mit uns über das eine oder andere rumstreiten und ganz sicher nicht immer verstehen können, warum wir/ich so vehement gegen die AC sind, aber wir schätzen uns trotzdem gegenseitig und helfen uns mit Rat und Tat.
Ich weiß nicht, warum ich mit den Argumenten von Ruberta und mica besser klar komme als mit diesen sich in letzter Zeit häufenden Postings von AC-Anhängern. Vielleicht kann mir das ja mal jemand erklären.
Fakt ist jedenfalls, dass ich mir auf der von mir gestalteten und bezahlten Plattform nicht den Mund verbieten lasse.
Martina
hallo martina,
deine beweggründe sind mir durchaus ersichtlich. nur ich glaube, dass du dann als patin deines forums auch einen entsprechenenden vermerk anbringen solltest, dass du hauptsächlich wünscht, deine eigene meinung in den beiträgen wiedergespiegelt zu bekommen.
dann finde ich es interessant die intention dieses forums von dir als gründerin selbst zu lesen. dass den ac-foren vorgeworfen wird zu missionieren ist eine sache und kann man sehen wie man will, ich stimme dem ja nicht zu, aber zwischen den zeilen lese ich, dass du mit deinem forum ja nichts anderes willst. natürlich, du willst informieren, aber das wollen die ac-foren letztendlich auch. aber dies ist sicherlich eine unendliche diskussion.
was ich noch erwähnen möchte ist, dass ich es eigentlich ein starkes stück finde, dass du dir anmaßt für die einen das zu verteufeln was du für andere als notwendig erachtest. aber eigentlich kann ich das nicht wirklich ernst nehmen. gut, dass wir (jedenfalls die meisten) selbstständig denkende menschen sind, die im besten fall nichts auf gegifte dieser art geben sollten. was für den einzelnen nötig und gut ist bestimmt er immernoch selbst, ggf. mit seinem arzt zusammen.
Liebe Martina, ich möchte dich weder angreifen noch beleidigen, aber da ich jemand bin der sich nun seit über 20 monaten mit dem thema ac beschäftigt wirst du nachvollziehen können, dass auch ich immer wieder zweifel bekommen habe, ob eine op die richtige lösung für mich ist, auch in anbetracht meines alters. deswegen habe ich mit interesse deine zeilen über deinen "werdegang" gelesen. ganz ehrlich: du bist für mich ein weiterer grund mich auf die bypass-op nächste woche zu freuen. du schreibst dass du auch schon vor 20 jahren an das thema OP dachtest -wie ich an deinem foto sehe hat sich in den letzten 20 jahren an deinem gewichtsproblem ja anscheinend nichts zum positiven geändert. und auch in den jahren in denen du dein forum betreibst ist der gewünschte erfolg von ca. 30 kg weniger die du beschreibst ja offensichtlich nicht eingetreten.
ich kritisieren niemanden für seine lebensweise, wie ich vorher schon geschrieben habe, jeder muss mit sich selbst seinen frieden finde. aber ich persönlich möchte nicht in 20 jahren immernoch auf dem heutigen stand sein, und das ist immernich ein BMI von 56.
niemand von den operierten menschen die ich kenne bereut diese op, jedenfalls von den patienten des KH's meiner wahl. eine frau sagte bei der letzten shg "ich wünschte ich hätte es schon 10 jahre vorher machen lassen!", diesen gedanken werde ich nicht haben, da ich jetzt handele.
für deine arbeit und deine bestrebungen wünsche ich dir aber weiterhin viel ausdauer.
Beauchamp
04.11.2007, 19:15
Ich spreche immer nur für mich. Ich würde nie jemanden anpöbeln und hab es hier auch nicht getan.[/COLOR]
Ich habe mir zusammen mit ein paar anderen Leuten einen Server gekauft und eine Menge Arbeit gemacht, um UNSERE Sicht der Dinge ungestört vortragen zu können. Nicht die Gifterei in den AC-Foren hat mich dazu bewogen. Der Auslöser war ein anderer. Aber ich erlaube mir, diese, unsere, von uns bezahlte und gestaltete Plattform für die Verbreitung meiner Meinung zum Thema Adipositaschirurgie zu nutzen. Das ist mein gutes Recht. Und dabei muss ich keine Rücksicht darauf nehmen, was andere darüber denken.
Mein Fehler :( Ich dachte nicht, dass über eine andere Meinung hier "Krieg" ausbrechen würde.
Es gibt auch in diesem Forum Operierte, Menschen, die ich z.T. persönlich kenne und sehr, sehr gern habe, die ich ständig mit meinen Gedanken begleite, die auch mal mit uns über das eine oder andere rumstreiten und ganz sicher nicht immer verstehen können, warum wir/ich so vehement gegen die AC sind, aber wir schätzen uns trotzdem gegenseitig und helfen uns mit Rat und Tat.
Eine andere Meinung habe ich auch nie vertreten. Das es einzelne Menschen gibt für die die AC eine Lösung ist.
Ich weiß nicht, warum ich mit den Argumenten von Ruberta und mica besser klar komme als mit diesen sich in letzter Zeit häufenden Postings von AC-Anhängern. Vielleicht kann mir das ja mal jemand erklären.
Es ist mir ein Rätsel warum wir nicht friedlich miteinander leben können, ob Dicke mit oder ohne AC :confused:
Es wird mir ja hier auch kaum die Chance gegeben meine Entscheidung darzulegen weil mir der Wind hier gleich so entgegenschlägt.
Ich kann mich nur endlos wiederholen, dass dies eine sehr persönliche Entscheidung ist und ich keinsfalls die AC im allgemeinen Propagieren möchte.
Fakt ist jedenfalls, dass ich mir auf der von mir gestalteten und bezahlten Plattform nicht den Mund verbieten lasse.
Wer hat das denn getan ??? Mir wurde der Mund verboten.
Martina
Ich versteh echt das Problem nicht. Akzepanz bei Ruberta und mica und ansonsten GENERELLE Ablehnung... :confused:
Aber, ok, ich verlange ja nicht mal eine Erklärung.
Ich hätte es nur wirklich nett gefunden, wenn man als Dicke als eine Front, quasi solidarisch auftreten könnte. Egal ob man gerne dick bleibt oder abnehmen will, mit welchen Mitteln auch immer.
Klar ist doch wohl, dass Dicke diskriminiert werden.
Wenn manche hohen Herren der Gesellschaft *achtung Ironie*, also Ärzte der Meinung sind, dass AC DAS Mittel der Wahl ist und dank eurer Hilfe in diesem Forum festgestellt werden kann, dass es nicht so ist wäre ICH euch sehr dankbar. Aber sowas schafft man nur, wenn man konstruktiv zusammenarbeitet. Und davon ist wohl nichts zu finden.
Jeder beharrt auf seiner Meinung und gut ist.
Aber so, habe ich nach diesem Mittel gegriffen, weil es für mich die letzte Lösung war. Ob es die richtige war werde ich später feststellen. Genauso wie ihr später feststellen werdet ob eure die richtige war.
Aber das ist doch kein Wettkampf.
Ophelia,
meine Hauptintention für dieses Forum ist es, anderen dicken Menschen zu zeigen, wie wunderschön das Leben ist.
Dass wir - übrigens eine ganze Weile, nachdem wir dieses Forum hier eröffnet haben - auch eine Unterkategorie "Adipositaschirurgie in der Kritik" eröffnet haben, hatte sehr viel damit zu tun, dass uns in AC-Foren sehr deutlich (wie gesagt mit verbalem "Angespucke") zur Kenntnis gegeben wurde, dass unsere Lebensauffassung dort nicht erwünscht ist. Ich habe kein Problem damit, wenn hier jemand eine andere Meinung vertritt, aber vielleicht ist es Dir schon aufgefallen, dass es für Euch ein Problem ist, dass wir unsere Meinung vertreten. Was wollt Ihr denn hier? Ihr schreibt uns, dass unsere Meinung zu dem Thema unzutreffend ist. Macht das ruhig, aber es wird nichts an meiner Meinung ändern. Es ist sozusagen Energie und Perlen vor die Säue geworfen.
Meine Meinung ist mehr als reflektiert. Ich habe sehr, sehr viel darüber nachgedacht. Ich habe zu sehr unter meiner falsch behandelten Schilddrüsenerkrankung gelitten, als dass ich das Risiko eingehen würde, mein Leben, mit dem ich heute, nachdem ich lange gedanklich daran gearbeitet habe, sehr zufrieden bin, verpfuschen lassen wollte. Gut, sagen wir mal (willkürlich genannt), es sind nur 50 % der Operierten, die anschließend diese horrormäßigen Nebenwirkungen haben, die man in den AC-Foren liest. Woher weiß ich, dass ich zu den anderen 50 % gehöre? Das ist für mich Russisch Roulette.
Ich habe in den letzten 20 Jahren 50 kg zugenommen. Von dem Tag an, an dem ich vor dreieinhalb Jahren die für mich richtige Menge an Ersatzhormonen bekommen habe und der Hypothyreose entronnen bin, habe ich kein einziges Gramm mehr zugenommen. Zuerst habe ich sogar schlagartig 15 kg abgenommen. Der Stoffwechsel eines Schilddrüsenoperierten oder sonstwie Schilddrüsenkranken wird nie mehr so funktionieren wie der Stoffwechsel eines gesunden Menschen. Das wird Dir jeder informierte Arzt bestätigen können. Ich kann nur abnehmen, indem ich hungere, aber dazu bin ich nicht mehr bereit. Ich habe zu oft und zu lange in meinem Leben gehungert. Es hat mir nur geschadet. Und weil ich weiß, wie schädlich es für mich war, weiß ich auch, wie schädlich ein malabsorbtives Verfahren für mich wäre. Es ist Gewalt und es bleibt Gewalt. Und ich will keine Gewalt mehr. Ich will mit mir im Reinen sein. Bis auf ein paar kleine Baustellen, an denen ich noch ein wenig zu arbeiten habe, habe ich das auch geschafft.
Martina
Beauchamp, ich habe darauf ...Ich versteh echt das Problem nicht. Akzepanz bei Ruberta und mica und ansonsten GENERELLE Ablehnung... :confused:... bereits geantwortet (100 x in diesem Forum :rolleyes: ):Ich habe nichts gegen Menschen, die sich operieren lassen. Ich habe einzig und allein etwas gegen die inflationäre Vermarktung dieser Methoden.Und sie werden vermarktet! Schaut Euch doch mal mit wachem Verstand die Websites der "informierenden" Stellen an.
Ich halte das prinzipiell so: Was derjenige, der an einem Produkt verdient, zu seinem Produkt sagt, gilt für mich nicht. Wenn ich mir etwas kaufen will, dann werde ich immer versuchen, vorher neutrale Informationen darüber zu erhalten. Im Falle der AC wäre das völlig unmöglich. Es gibt so gut wie keine neutralen Informationen darüber. Die Informationsseiten sind von denjenigen, die Geld damit verdienen, mehr oder weniger offensichtlich unterwandert. Damit sind diese Informationen für mich null und nichtig.
Und nein, auch wir können keine neutralen Informationen bieten. Denn es gibt keine.
Wir können nur versuchen, auch auf die negativen Seiten der AC aufmerksam zu machen und die wenigen Informationen wie den Artikel über die Suizid-Problematik verlinken. Marie Jeanne aus Luxemburg hat vor einiger Zeit in dem Frankfurter AC-Forum einmal von französischen Studien über die wirklich prägnante Suizidproblematik gesprochen. Leider habe ich sie nicht gefunden.
Eine Freundin von mir, die hier auch Userin ist, hat sich vor Jahren mal zu AC schlau gemacht. Von ihrer Klinik (ich glaube, es war Jena) wurde seinerzeit ein psychiatrisches Gutachten verlangt (was damals noch völlig unüblich war) mit der Begründung, dass die AC in den USA so viele Selbstmorde nach sich ziehen würde. In Amerika gibt es - im Gegensatz zu Deutschland - viele (und 100 x radikalere) Anti-AC-Seiten, in denen die AC z. B. als die moderne Beschneidung der Frau gewertet wird.
Beauchamp, ich habe nichts dagegen, dass Ihr Eure Geschichte und Eure Beweggründe erzählt, aber warum muss das gespickt werden mit Aussagen, die den Eindruck vermitteln, als wolltet Ihr sagen, wir hätten grundsätzlich Unrecht mit unserer Haltung? Es ist einfach der Ton, der die Musik macht. Und damit meine ich keine Unhöflichkeit, sondern diese feinen, kleinen Spitzen, die eben diesen Eindruck machen, als ginge es nicht wirklich darum, einfach nur die eigene Geschichte zu erzählen.
Und wenn ich es recht bedenke, ist es genau das, was den Unterschied macht zu Ruberta, mica, Blue und Schleuti. biggerman ist sicher ein Sonderfall. Aber sein Schicksal pflastert den Weg zu dem, wovon Ihr nun zu profitieren hofft. Und deshalb hat seine Wut ein Recht auf einen Raum. Den bieten wir ihm hier.
Martina
Ja, genauso ist es. Ich habe es jetzt noch ein bisschen weiter gedacht.Und wenn ich es recht bedenke, ist es genau das, was den Unterschied macht zu Ruberta, mica, Blue und Schleuti.Ruberta z.B. würde mir so etwas niemals schreiben oder sagen:deswegen habe ich mit interesse deine zeilen über deinen "werdegang" gelesen. ganz ehrlich: du bist für mich ein weiterer grund mich auf die bypass-op nächste woche zu freuen. du schreibst dass du auch schon vor 20 jahren an das thema OP dachtest -wie ich an deinem foto sehe hat sich in den letzten 20 jahren an deinem gewichtsproblem ja anscheinend nichts zum positiven geändert. und auch in den jahren in denen du dein forum betreibst ist der gewünschte erfolg von ca. 30 kg weniger die du beschreibst ja offensichtlich nicht eingetreten.
ich kritisieren niemanden für seine lebensweise, wie ich vorher schon geschrieben habe, jeder muss mit sich selbst seinen frieden finde. aber ich persönlich möchte nicht in 20 jahren immernoch auf dem heutigen stand sein, und das ist immernich ein BMI von 56.Gelegenheit hätte sie genug dazu gehabt. Sie nimmt mich und meine Geschichte und meine Art damit umzugehen als ebenso normal und gegeben hin, wie ich sie annehme und sehr mag. Sie hat sich seinerzeit auch unsere Meinung zu ihrer OP geholt und die war nicht bequem. Sie hat uns versichert, dass sie sich unsere Meinung geholt hat, weil sie keine bequeme Meinung haben wollte. Sie wollte diese Reibung. Nachdem das durchgestanden war, war es kein Thema mehr. Aber sie würde sich nie hinstellen und sagen: Martina, sei doch mal ehrlich, eigentlich bist Du doch gar nicht glücklich, eigentlich bist Du unzufrieden und machst Dir nur etwas vor. Auf der Startseite dieser Website ist ein Foto, das im März dieses Jahres gemacht wurde. Hinten sieht man Rubertas Beine, vorne meine. Die Bilder sind an einem Nachmittag entstanden, an dem wir in aller Normalität gar fürchterlich stundenlang in einem Hotelpool rumgealbert haben und einen mordsmäßigen Spaß hatten. Ich glaube nicht, dass ich dabei weniger Spaß hatte als die operierte Ruberta (wobei ich mich gerne eines Besseren belehren lasse, falls ich mit dieser Einschätzung schief liegen sollte; Zeugen gab's ja genug ;) ).
Martina
ganz ehrlich: du bist für mich ein weiterer grund mich auf die bypass-op nächste woche zu freuen. du schreibst dass du auch schon vor 20 jahren an das thema OP dachtest -wie ich an deinem foto sehe hat sich in den letzten 20 jahren an deinem gewichtsproblem ja anscheinend nichts zum positiven geändert. und auch in den jahren in denen du dein forum betreibst ist der gewünschte erfolg von ca. 30 kg weniger die du beschreibst ja offensichtlich nicht eingetreten.
Sonst geht's noch?
o.w.T.!
Ich habe mich vor bestimmt 15 Jahren auch mal mit einer OP beschäftigt. Ich kann mich noch gut an die stundenlangen nächtlichen Telefonate mit Martina erinnern. Das Resultat davon war, dass ich mich damals gegen eine OP entschieden habe. Die ersten Arztgespräche hatte ich schon und der gute Mann gab mir noch Tips, wie ich mich bei der Krankenkasse hätte darstellen sollen, damit ich die OP auch bekomme. Ich hatte das Gefühl, ihm ging es nur darum, schnell die nächste OP eintragen zu können.
Heute, nach der langen Zeit kann ich sagen, dass ich damals für mich die richtige Entscheidung getroffen habe. Mein Gewicht ging seit dem wunderbar hoch, geht jetzt gerade mal wieder runter und ich werde es auch überleben, wenn es wieder hoch geht.
Fakt ist aber, dass ich begriffen habe, dass ich meine damaligen Probleme nicht mit einer OP hätte lösen können. Es ging nicht darum, dass meine Gelenke nicht mehr mitspielen würden oder dass ich gar nicht mehr laufen könnte. Ich konnte mich damals so wie ich war - ein dicker Mensch - nicht lieben und akzeptieren. Und genau das wünschte ich mir so von meiner Umwelt.
Mich hat Martina damals gefragt, wie ich denn glauben könnte, dass mich jemand lieben würde, wenn ich das selbst nicht einmal mache. Sie hatte recht. Ich liebte mich nicht, sondern hasste diesen Körper, der mich ja zu soooo einen ungeliebten Menschen machte. Totaler Quatsch. Ich wurde damals schon gemocht und werde es auch heute - oder halt auch nicht ;)
Das hat aber nichts mit mir und meinem Gewicht zu tun sondern mit mir als Mensch.
Ich habe nach einer Diät sehr viel abgenommen und war aber durch eine private Situation in der schlimmsten Lebenskrise meines Lebens. Damals war ich schlank - da hätte doch alles wie geschmiert laufen müssen.... An einem Abend, als es mir besonders dreckig ging und ich mal wieder in Selbstmitleid zerfloß, meinte eine Freundin zu mir "Mensch, da nimm doch wieder etwas zu - wir wollen unsere alte Maxima wieder haben".
Jemand, für den Schlanksein ein Ideal ist, glaubt sicher, meine Freundin hatte eine Totalmeise. Hatte sie nicht! Sie hat mir ganz spontan gezeigt, was wirklich für sie zählt - ICH.
Gerade in den letzten Jahren habe ich sehr viel gewogen. Keine meiner Freundinnen hat sich von mir distanziert. Und - ich mochte mich, obwohl ich dick war.
Ich kenne euch zwei AC-Fans nicht und kann euch daher auch nicht beurteilen. Seid ihr euch bloss GANZ sicher, dass nur die Kilos euer Problem sind? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es so einfach ist.
Zum ursprünglichen von dramaqueen angesprochenen thema:
natürlich kann man es kritisieren, dass ärzte uns dicke direkt auf op's ansprechen. ich persönlich finde es aber ok, mehr noch: ich persönlich wäre froh gewesen wenn mir vor jahren schon die ärzte bei denen ich verkehrte, die möglichkeit einer op nahe gebracht hätten. wenn ich irgendwo zum arzt kam, egal ob hausarzt oder gyn und egal mit welchem leiden, wurde ich meistens erstmal auf die waage gestellt, dann wurde mir gesagt dass ich zuviel wiege ach neee!!!), dann wurde mir gesagt dass ich abnehmen müsse und doch nächste woche nochmal zum wiegen komme solle. tolle hilfestellung. xenical ist mir auch einmal verordnet worden, für eine woche, mit allen bekannten nebenwirkungen.
ergo: ich persönlich finde ein offenes gespräch über die möglichkeit einer OP bei morbider adipositas mehr als angemessen, auch wenn sowas überraschend kommen mag wenn man nicht damit rechnet. ein arzt, der mein übergewicht ignoriert, nichts dazu sagt oder mir nach dem mund redet - auf den kann ich persönlich verzichten. die voraussetzung ist natürlich auch immer, dass man hilfe haben möchte. wenn nicht, auch gut. dann lässt man die leute reden, denkt sich seinen teil oder sagt entsprechendes und gut ist. ich kann die aufregung ehrlich gesagt nicht verstehen.
Tja, darin unterscheiden wir uns. Ich bin mündig genug, dann zu einem Arzt zu gehen und ihn um Rat und Hilfe zu bitten, wenn ich es für notwendig erachte. Und klar kann der Arzt mich auch von sich aus beraten, aber er hat mich vorher zu fragen, ob ich das möcht und meine Entscheidun zu akzeptieren!!!
1. ist eine ac kein schnelles mittel um gewicht zu verlieren. wer den antrag auf eine ac von der KK bezahlt bekommt, hat eine ausreichende diätkarriere hinter sich um erkannt und medizinisch belegt zu haben, dass konservative maßnahmen auf dauer nicht zum gewünschten erfolg führen.
Ich frage mich, warum dann eine Frau mit 82kg und Wunschgewicht 60kg (Ziel-BMI 20,8, was für mich grenzwertig untergewichtig ist), einen Magenbypass bekommt (Zahlen aus einem AC-Forum). Und komm mir nicht mit "das ist ein Einzelfall".
und ich finde, das ist nichts, worüber sich außenstehende anmaßen sollten ein urteil zu fällen, genau wie bei allen anderen operierten auch.
Dann fälle doch bitte auch kein Urteil über mich als User hier!!!
...bin ich dick weil ich psychische probleme habe, ...die erste gruppe wird die ac nicht bekommen, da zB psychisch bedingte ess-störungen die zu dem übergewicht führen eine kontraindikation für diese op sind.
Schön wäre es! Wenn ich (wäre ich AC-willig) weiß, daß meine (nicht vorhandene, aber nun mal fiktive) Eßstörung eine Kontraindikation wäre - meinst du, ich würde die erwähnen?
Und darüber hinaus, Geld macht auch hier alles möglich.
3. kann ich dieses ganze herumgezanke hier eigentlich nicht verstehen. manche user versuchen hier andere deren meinung ihnen nicht passt mundtot zu machen und das persönlich finde ich einfach nur arm. es gibt so etwas wie eine streitkultur, aber dazu muss man auch die persönliche reife besitzen, was ja hier offensichtlich nicht auf alle zutrifft.
dann heisst die rubrik "dick und adipositaschirurgie" und nicht "dick und GEGEN adipositaschirugie", das sollten sich einige user vielleicht mal zu gemüte führen. ich persönlich finde es eigentlich eher vorteilhaft wenn ein breites spektrum an meinungen zusammen kommt, aber man muss eben auch bereit sein mal über den tellerrand zu schauen.
Ich bin gerne bereit hier mit jedem zu diskutieren - mit allen Regeln, die dazugehören.
Dazu gehört für mich auch, daß man nicht in einem Absatz gleich mehrere Unterstellungen und Beinahe-Beleidigungen unterbringt.
Außerdem: es gibt hier Administratoren, die haben Hausrecht und es gibt hier Regeln. Wenn ich mich an die Regeln halte und mich einigermaßen benehme, verbietet mir sicherlich niemand das Wort.
abschließend möchte ich sagen, dass ich jedem wünsche seinen weg zu finden und frieden mit dieser entscheidung zu machen.
Aber dein Weg ist der "richtigste", das versuchst du uns doch zu vermitteln, oder?
ganz ehrlich: du bist für mich ein weiterer grund mich auf die bypass-op nächste woche zu freuen. du schreibst dass du auch schon vor 20 jahren an das thema OP dachtest -wie ich an deinem foto sehe hat sich in den letzten 20 jahren an deinem gewichtsproblem ja anscheinend nichts zum positiven geändert. und auch in den jahren in denen du dein forum betreibst ist der gewünschte erfolg von ca. 30 kg weniger die du beschreibst ja offensichtlich nicht eingetreten.
Ich gehe mal davon aus, daß du dir solch eine Beleidung in "deinem" AC-Fourm nicht erlauben würdest.
Und ich bewundere Martinas Langmut, bei mir wärst du wahrscheinlich schon geflogen.
deine beweggründe sind mir durchaus ersichtlich. nur ich glaube, dass du dann als patin deines forums auch einen entsprechenenden vermerk anbringen solltest, dass du hauptsächlich wünscht, deine eigene meinung in den beiträgen wiedergespiegelt zu bekommen.
Und wenn sie schreiben würde, daß grün blau ist. Es ist ihr Forum, ich kann hier lesen und schreiben, ich kann es aber auch lassen.
Ich bin hier Gast, dementsprechend benehme mich.
Was dir hier...
gut, dass wir (jedenfalls die meisten) selbstständig denkende menschen sind, die im besten fall nichts auf gegifte dieser art geben sollten.
...schon wieder nicht gelingt.
Hallo Maxima!
Wie ich bereits schon einmal geschrieben habe, es wäre toll wenn es "nur" darum ginge, dass das gewichtsproblem psychisch bedingt ist oder nur psychische folgen nach sich zieht. mein mir persönlich liegt die sache anders.
ich bin keine der dicken die ihr leben lang (ok, ich bin ja erst 24) gehänselt und diskriminiert wurden. ich war damals im kindergarten noch das einzige dicke kind in der gruppe, in der grundschule das einzige dicke kind in der klasse und nachher auf dem gymnasium war es auch so. komischerweise war ich deswegen aber keine kuriosität, sondern man kannte mich halt und entweder mochte man mich oder nicht. ich hatte noch nie probleme menschen kennen zu lernen oder akzeptanz zu finden, da ich viele positive charaktereigenschaften besitze und anscheinend auch ziemlich viel charme. hört sich nach eigenlob an, aber das musste ich auch erst in der pubertät lernen dass das so ist, da auch ich zeiten hatte wo ich mich für minderwertzig hielt, wie die wohl jeder von uns und auch von normalgewichtigen menschen schon hatte.
mein mir liegt das übergewicht in der familie, mütterlicherseits sind alle frauen übergewichtig. meine urgroßmutter hatte locker an die 200kg und ist am wasser in ihrem körper gestorben als dies zum herzen stieg. meine großmutter hat 2004 mit 69 jahren zwei neue kniegelenke bekommen und ist kurze zeit später an einem schlaganfall verstorben mit etwa 150 kg, und meine mutter bekommt jetzt mit 46 jahren und knapp 140 kg langsam die knieprobleme. ich bin 24 jahre, wiege 172 kg (niedrigstes erwachsenengewicht mit 17 jahren bei 125 kg) und habe seit 2005 bluthochdruck und nehme seitdem täglich einen beta-blocker. hinzu kommt, dass mein vater diabetiker war, ich in dieser hinsicht also auch potenziell erblich vorbelastet bin. ich habe meine leben lang diäten gemacht und mich dick diätet. und nichts hat etwas gebracht. ich bin bestimmt kein dummer menschen und habe auch den willen gehabt, aber ich halte das verlorene gewicht einfach auf dauer nicht.
jetzt könnte man mir sagen: hey, du bist jung, relativ gesund, nimmst am leben teil, bist sozial gut eingebunden, hast freunde... was willlst du mehr? ich will ganz einfach vernünftig am leben teilhaben OHNE die ganzen einschränkungen weiter hinnehmen zu müssen, die mir meine kilos bescheren. die erste wirklichen täglichen probleme habe ich seitdem ich studiere denn es ist einfach so, dass ich in manchen hörsälen nicht in die sitze passen, bzw. die tische nicht herunterklappen kann. mir bricht der schweiss aus wenn mich komilitonen fragen ob ich mit dem auto mitfahren will, da ich nie weiß ob der gurt passt. im phantasialand musste ich aus der achterbahn wieder aussteigen weil dieses sicherheitsdingen nicht zuging. ich finde nicht die mode die mir gefällt und wenn, dann nur mit sehr viel aufwand. das alles kommt zu den gedanken bezüglich der gesundheit hinzu und ich will das alles nicht mehr.
Maxima, du fragst ob die kilos das einzige problem sind, ich habe mich das auch lange gefragt und bin zu dem ergebnis gekommen dass es bei mir so ist. und die entscheidung mit einer op macht sich niemand leicht.
ich zB bin ein mensch der bei kopfschmerzen nicht mal zur aspirin greift. als ich 2005 in den weihnachtsferien mal wieder an einem gewichtshöhepunkt angelangt war und im internet nach diäten und möglichkeiten suchte und durch zufall auf ein ac-forum stieß und mir die erfahrungen durchlas, war mein erster gedanke auch: NEIN! NIE!
ich hab dann 4 monate als unregistrierter user weiter mitgelesen und mal wieder brigitte-diät gemacht. aber der gedanke an die möglichkeit einer ac ließ mich nicht los. ich bin dann zu einer selbsthilfegruppe gegangen und habe mir persönlich ein bild von der klinik, vom chirurgen, von den operierten menschen gemacht und wieder war mein gedanke "nein, soweit bist du noch nicht!" und habe angefangen durch ernährungsumstellung und sport wieder abzunehmen. nebenbei bin ich allerdings weiter zur shg gegangen, da es für mich motivation war nicht so "enden" zu wollen wie die leute da. 3 monate habe ich durchgehalten, fast 25 kg waren weg, dann kam der stillstand, dann ganz langsam der frust und dann gingen die ersten kilos wieder rauf, ergo: schema f wie immerschon, nicht das abnehmen ist das problem sondern das auf dauer halten. ich habe leute kennengelernt und sehe es ja in meiner eigenen familie, die mir zeigen, dass das auch in 20 jahren noch mein problem sein wird wenn ich nicht auf dauer etwas ändere und ganz ehrlich, ich habe einfach nicht mehr die kraft um immer wieder neue diätansätze zu starten und immer wieder rückschlage zu erleiden weil ich es ganz einfach alleine nicht schaffe. es ist eine körperliche ursache und keine psychische und deswegen .-meiner meinung nach- auch nur mit einer körperlichen umstellung -hier: ein eingriff- endgültig zu klären.
ich bin 11 monate mitglied der shg gewesen und habe mich informiert und habe mich kritisch mit allem auseinandergesetzt, bevor ich den antrag bei der KK abgegeben habe. mit widerspruchsverfahren habe ich insgesamt 6 monate auf die zusage gewartet und der op-termin ist nun am 12.11.
ich finde mein leben -bis auf alle negativen aspekte aufgrund des übergewichts wie oben beschrieben- toll und werde weder am freundeskreis noch an meinen interessen viel ändern, aber ich freue mcih darauf nächstes jahr endlich leichter durchs leben zu gehen. ich weiß dass ich unbedingt kinder haben möchte und ich möchte nicht in ein paar jahren -dann mit wahrscheinlich an die 200 kg- eine risikoschwangerschaft haben. auch mit bypass und entsprechender medizinischer versorgung ist eine schwangerschaft möglich und unkompliziert, in unserer shg haben wir momentan genau so ein beispiel.
was ich jetzt eigentlich mit dieser meiner story sagen möchte ist, dass ich nicht für andere sprechen kann, egal ob sich jemand mit 100 oder 120 kg einen bypass operieren lässt, aber ich weiß für mich, dass es meine letzte möglichkeit ist, meine ultima ratio und ich nehme diese möglichkeit wahr und bin dankbar dafür. und ich wollte auch niemanden beleidigen, aber es ist so, dass ich die beispiele sehe die wie ich seit kindesbeinen diese übergewichtskarriere am hals haben und 20 jahr älter sind als ich und es aus eigener kraft nicht geschafft haben auf normalgewicht zu kommen. ich werfe das niemandem vor, ich sage nur, dass ich selber weiß, dass ich es auch nicht schaffen würde und ich will micht damit einfach nicht abfinden.
letztendlich ist jeden (kranken-) geschichte individuell und ich wehre mich gegen diese ganzen phrasen, dass sich leute leichtfertig für eine op entscheiden, denn so ist es nicht. natürlich, schwarze schafe gibts immer, aber ich spreche für mich und für eine ziemlich große shg betroffener, von denen sich niemand, wirklich niemand, leichtfertig unters messer gelegt hat und unser chirurg der die shg betreut lehnt auch durchaus patienten ab, das möchte ich auch nochmal schreiben, da immer wieder darauf hingewiesen wird, dass es keine schönheitsop ist.
so sehr man die ac kritisiert, und das ist jedermanns recht, sollte man aber auch akzeptieren, dass sie für manche menschen absolut nötig sind. und wieso soll zB ich noch 10 oder 20 jahre warte bis schwerere nebenerkrankungen als "nur" bluthochdruck auftreten bis ich diesen schritt gehe?!
es ist nicht alles einfach nur schwarz oder weiss.
Hallo Ophelia,
alles, was Du schreibst, kann ich nachvollziehen. Trotzdem würde ich, wenn ich an Deiner Stelle wäre, dem Herrgott danken, dass Du im Jahr 2007 24 Jahre alt bist und nicht, wie ich es war, im Jahr 1983.
Ich war kein dickes Kind. Ich bin erst als Jugendliche dick geworden. Zur gleichen Zeit (mit etwa 13) wurde auch meine Schilddrüsenerkrankung bekannt, aber nicht behandelt. Mit 20 wurde ich dann operiert und es erfolgte keine Nachsorge. Nach der zweiten OP mit 33 erfolgte eine mangelnde Nachsorge, die ich aber niemandem vorwerfen kann, da sie auf dem damals verfügbaren Wissen basierte, das zu Anfang dieses Jahrtausendes wissenschaftlich korrigiert wurde und mir endlich die Möglichkeit gab, meine permanente Gewichtszunahme in den Griff zu bekommen.
Hätte ich das Wissen von heute (in Bezug auf Jojo etc.) 1983 gehabt, NIEMALS hätte ich eine Diät gemacht. Ich wäre ganz anders vorgegangen.
Nun wog ich mit 24 nur 110 kg. Aber trotzdem würde ich auch, wenn ich damals schon in Deiner Gewichtsklasse gekämpft hätte, heute mit meinem Wissen den sanften Weg gehen.
Mein Mann hat bei gleicher Ernährung wie ich in den letzten anderthalb Jahren 15 kg abgenommen. Und er hält dieses Gewicht ohne jede Mühe. Die Tendenz geht weiterhin nach unten. Diäten sind nicht die Lösung. Die Lösung ist eine Ernährungsumstellung mit Sport, die man ein Leben lang durchhalten kann. 1 kg im Monat wird heute als die gesündeste Menge Gewicht angesehen, die man abnehmen sollte.
Ich habe mir vor einiger Zeit vorgenommen, 10 kg im Jahr zu schaffen. Das hat nicht geklappt. Letztlich sind es 5, aber die Kilos, die ich so auf diese sanfte Art verloren habe, die haben mich - und auch meinen Mann - nie wieder angesprungen, selbst dann nicht, wenn es mit der gesunden Ernährung mal aus organisatorischen Gründen nicht so gut geklappt hat.
Wie ich schon schrieb, lege ich keinen Wert auf Normalgewicht. Äußerlichkeiten sind mir egal. Wäre ich in Deinem Alter mit meinem Wissen von heute, dann würde ich mir diese 10 kg im Jahr setzen. Und da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass das geht (bei einem nicht stoffwechselgeschädigten Menschen besser als bei einem stoffwelchselgeschädigten, aber es geht), kann insbesondere in jungen Jahren eine OP für mich niemals die Ultima Ratio sein.
Nichtsdestotrotz ist es mir aber letztlich egal, wie sich Menschen, die sich für die OPs interessieren, entscheiden. Nicht egal ist mir allerdings die aggressive Art, wie die OPs beworben werden. Aber das sollte ja nun zur Genüge klar sein.
Ich halte es für einen Skandal, dass eine solche Gewaltmethode die einzige Therapie ist, die stark Übergewichtigen angeboten wird. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man mit meiner Einstellung nicht die geringste Chance auf ärztliche Unterstützung hat. Leute wie ich, die nach jahrelangem Krieg gegen den eigenen Körper gerne Frieden mit ihm schließen möchten und ihm nur noch Gutes tun möchten, ernten im besten Fall ein Lächeln. Im schlechtesten Fall werden sie von Ärzten, die die OP befürworten, nieder gebrüllt. Beides habe ich erlebt. Ernst genommen wird man nicht.
Eine OP ist in meinen Augen die schlimmste Form von Krieg, die man gegen seinen Körper führen kann. Ich zitiere in diesem Zusammenhang mal eine Aussage eines früheren Mitstreiters in diesem Forum, mit der ich mich zu 100% identifiziere: Der Verdaungsapparat ist das allererste, was bei einem Menschen pränatal ausgebildet wird. Um das Darmrohr, so heißt es in diesem Stadium noch, wird praktisch der Mensch gebaut. Magen und Darm sind essentielle Bestandteile unseres Körpers, eingewoben von millionen Nervenbahnen und Blutgefäßen. Man spricht nicht umsonst vom Darmhirn. Und daran herumzuschnippeln kann weder folgenlos noch in Ordnung sein. Im Übrigen möchte ich Dir noch einen Tipp geben. Ich habe auch einen leicht erhöhten Blutdruck (ohne Medikamentierung 150:90). Vor Jahren habe auch ich Betablocker genommen. Denen habe ich mindestens 20 kg meines Gewichts zu verdanken. Betablocker sind bei Übergewichtigen kontraindiziert, da sie den Stoffwechsel um durchschnittlich 15 % herunter setzen.
Und was wurde bei Dir getan, um die Ursachen Deines Übergewichts herauszufinden? Hast Du jemals die Schilddrüse untersuchen lassen? Und hast Du die Werte verifiziert? Leider haben die meisten Ärzte sehr wenig Ahnung von diesem Thema. Es gibt auch andere endokrine Erkrankungen, die Übergewicht verursachen können. Wurde das alles bei Dir ausgeschlossen?
Martina
Ohpelia, warum nicht gleich so? Ohne Aggressivität und ohne jemanden anzugreifen kann ich mit deiner Geschichte umgehen, kann mir Gedanken dazu machen und lese dich gern.
Was mir große Bedenken unter anderem bei einem Magenbypaß bereitet, ist unter anderem der Gedanke, daß man einen Teil eines gut funktionierenden Organes lahmlegt. Dieses lahmgelegte (aber noch nicht tote) Teil, verbleibt im Körper. Meine Sorge wäre, daß hier aufgrund "Langeweile" Sachen produziert werden (entschuldigt die Ausdrucksweise, aber jede andere Erklärung würde mehr Zeit in Anspruch nehmen, die hab ich grad nicht). Ich denke da unter anderem eben auch an Krebs.
Diese Bedenken hätte ich auch!
Bei mir wäre es damals "nur" ein Magenband gewesen. Allerdings ist bei mir der Magen mein empfindliches Organ. Sobald ich Stress oder Ärger habe, schlägt es sich auf den Magen. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass ich an diesem empfindlichen Teil einen Fremdkörper hätte.
@Na ich
Ich weiss ja, ihr wollt nicht verstehen was ich schreibe *seufzz*
Ein größeres Roß hast Du nicht finden können, auf das Du steigen konntest oder?
Ich habe nicht geschrieben, dass AC das Heilmittel ist!!
Nur, dass ich von einem Arzt wünsche, dass er mir sagt welche Möglichkeiten er, seinem Wissensstand nach, für das Beste hält. Da ist Contergan sogar ein treffendes Beispiel. Zu dem Zeitpunkt wußte niemand von den Nebenwirkungen.
Auch ich weiß nicht ob, und welche Nebenwirkungen meine AC evtl. in 20 Jahren haben wird.
DESHALB - und das habe ich schon mehrfach geschrieben- würde ich auch niemanden dazu überreden.
Habe ich das irgendwo behauptet? Ich habe mir nur erlaubt, meine Meinung zu diesem Thema kund zu tun. Ich stehe dem kritisch gegenüber und ich persönlich finde es einfach lächerlich, dass es Menschen gibt, die der Meinung sind, ich wäre gegen die AC weil ich es nicht ertragen könnte, dass andere Menschen an Gewicht verlieren. Da denke ich mir nur "Danke fürs Gespräch".
Jeder muss seinen Weg gehen und letzten Endes kann es mir auch ja auch egal sein.
@ martina:
die schilddrüse und die endokrinologischen werte sind erst letztes jahr im rahmen der vorbereitung für die antragstellung untersucht worden. ich hab damals auch gedacht: wieso eigentlich nicht schon früher?! aber wie erwartet haben nur werte im normalbereich heraus.
es ist ja auch nicht so, als wüsste ich nicht, wovon ich dick geworden bin. es ist eine ganz tolle familientradition, also das dicksein, das mit mir einfach nur fortgesetzt wurde. in meiner familie habe sich immer alle falsch ernährt. meine oma -nachkriegsgeneration- hat den haushalt geschmissen und gekocht und es wurde als etwas gutes gesehen immer alles auf zu essen und möglichst noch einen nachschlag zu verlangen... wenn ich es mir recht überlege dann war meine oma eine art feeder ;-) zB wusste ich bis etwa 10 oder 11 jahren nichts von der existenz von margarine, bei uns wurde nur butter benutzt und das in massen. als ich meiner oma später mal diesbezüglich vorwürfe gemacht habe, kam nur die antwort: "ich hab dich ja nie zum essen gezwungen!" - aber kann man von einen zB 8jährigen kind erwarten das es sagt "nein, ich esse dieses mittagessen nicht da es zu ungesund und hochkalorisch ist!" ?! wohl kaum. das ist auch etwas was ich erstmal lernen musste in den letzten jahren, dass ich nicht selbst zu 100% an meinem gewicht schuld bin. als ich dann selbst den verstand hatte und das ausmaß des dilemmas begriff, wog ich schon weit über 100kg und seitdem kämpfe ich andauernd gegen das gewicht.
ich habe absolut kein sättigungsgefühl mehr und esse auch viel zu gerne.
und in dieser hinsicht kann ich persönlich auch das reden vom "völlig gesunden organ" für mich persönlich nicht so hinnehmen. mein magen ist für mich nicht mehr gesund. er sendet mir keine sättigungssignale außer ich stehe kurz vorm würgen - ist das wirklich gesund??? ich finde nicht. na klar, medizinisch wäre ja kein grund zu operieren, da er funktioniert, aber er funktioniert nicht so wie er sollte, nicht mehr. und das wird sich ja auch in zukunft nicht ändern, außer eben durch die op.
den beta-blocker nehme ich seit mai 2005, seitdem ist mein gewicht mehr oder weniger konstant. von den 25 kg die ich 2006 angenommen habe sind 8 wieder drauf, den rest versuche ich mühsam zu halten. es liegt also bei mir nicht am beta-blocker.
@ nette:
darüber habe ich mir auch viele gedanken gemacht. auch, dass es nie wieder möglich sein wird dieses teil des magens mit einer magenspiegelng zu erfassen. letztendlich ist es natürlich ein zusätzliches risiko. aber wir haben auch andere dinge im körper, die keinen nutzen erfüllen, von geburt aus aber vorhanden sind und auch nicht präventiv entfernt werden, ich denke da an den blinddarm und an die milz. und wäre das risiko einer krebserkrankung durch "brachliegende" organe wirklich um soviel höher, dann würde ja auch bei jeder frau nach den wechseljahren die gebärmutter entfernt werden. ich habe zwar übergewicht, bluthochdruck und schlaganfall in der familie, habe bisher keine krebserkrankungen. auch wenn das keine garantie ist, ist es letztendlich ein risiko das ich gerne eingehe. genau wie das risiko der anästhesie, das risiko vielleicht überfahren zu werden wenn ich morgens das haus verlasse oder das risiko einen schlaganfall zu bekommen wenn ich mich mit meinem gewicht sportlich betätige, was ich regelmäßig mache.
ich gehe auch nicht mit dem gedanken an ein langes gesundes leben in die ac. ich weiß dass meine knie schon mehr verschleiss haben als das bei anderen 24-jährigen der fall ist. auch hat mein herz-kreislauf-system schon mehr auszuhalten gehabt als bei gleichaltrigen. ich bin mir dessen bewusst, dass ich meinen gesundheitszustand, ob nun mit ac oder ohne, nicht mit der "normalbevölkerung" vergleichen kann. und ich will jetzt fit und gesund werden. ich will vom bluthochdruck und dem beta-blocker weg, will nicht mehr kurzatmig sein ect. was in 20 jahren ist weiß ich nicht, ob mit oder ohne op. ich weiß nur dass ich menschen kennengelernt habe, auch in meinem alter, deren leben und lebensqualität sich nach der ac um 1000% gebessert hat. ich war vor drei wochen bei einem stammtisch treffen operierter, da hat eine 26-jährige, die im januar einen bypass bekommen hat, bis jetzt 77 kg abgenommen hat und sich nun der 100kg marke annähert, eine kleine pizza gegessen und hat sich danach weder übergeben müssen noch durchfall bekommen, noch hat sie die pizza vorher pürieren müssen. und das ist nur eines von zig beispielen die ich liefern könnte, die ich nicht nur vom hören-sagen kenne, sondern persönlich und das sind momentan die gedanken die mich begleiten. natürlich kenne ich auch die komplikation die immer wieder auftreten können, aber die sind keinesfalls 50%. wie gesagt, ich bin seit über 1 1/2 jahren mitglied dieser shg und habe sehe ja die menschen jeden monat. natürlich gibt es ab und zu probleme, das sind aber meistens probleme der art dass einige lebensmittel nicht mehr vertragen werden, zB pilze. es sind keine probleme lebensgefährlicher art. und ich spiele hier nichts runter, das sind ganz einfach meine von mir gemachten erfahrungen.
Roseanne
05.11.2007, 15:12
die schilddrüse und die endokrinologischen werte sind erst letztes jahr im rahmen der vorbereitung für die antragstellung untersucht worden. ich hab damals auch gedacht: wieso eigentlich nicht schon früher?! aber wie erwartet haben nur werte im normalbereich heraus.
Wie erwartet? Du weisst also, dass im Grunde keine körperliche Störung vorliegt und behauptest trotzdem:
mein magen ist für mich nicht mehr gesund. er sendet mir keine sättigungssignale außer ich stehe kurz vorm würgen - ist das wirklich gesund??? ich finde nicht. na klar, medizinisch wäre ja kein grund zu operieren, da er funktioniert, aber er funktioniert nicht so wie er sollte, nicht mehr. und das wird sich ja auch in zukunft nicht ändern, außer eben durch die op.
Natürlich wird sich nichts ändern, weil du bisher scheinbar nicht verstanden hast, dass das Problem im Kopf beginnt, nicht im Magen.
Der Magen ist nur der Teil den man per OP vergewaltigen kann, das Hirn kann man ja schlecht wegschneiden.
Du bist noch sehr jung, aber vielleicht kannst Du Dir trotzdem vorstellen was das letztlich bedeutet? Deine Essstörung (und ehrlichgesagt halte ich es durchaus für ein Essstörung grundsätzlich zu essen bis man fast kotzen muss,) wird sich überhaupt nicht ändern. Sie wird sich sogar wunderbar konservieren und lediglich verschieben. Warum denkst Du ist mit der AC eine so hohe Suizidalität verbunden? Wegen der Nebenwirkungen? Nö. Hauptsächlich deshalb weil der Person, die über das Essen seelische Komponenten verarbeitet ihre Grundlage dazu entzogen wird ohne sicherzustellen, dass sie das zukünftig anders schafft.
Ist ja auch klar, würde sie es anders schaffen, müsste sie auch nicht mehr operiert werden. Damit dann kein Geschäft mehr zu machen.
Wenn in deiner Familie positive Gefühle oder überhaupt Gefühle stets in Form von Essen "verabreicht" werden, ist es kein Wunder, dass Du so dick bist und die AC wird aus Dir vielleicht einen schlankeren, aber sicherlich keinen glücklicheren Menschen machen.
AC ist keinen Deut besser als die schädlichste Diät. Sie ist nur endgültiger.
Ist die erste Abnahme-Euphorie verflogen schlägt so mach Operierter hart auf dem Boden der Tatsachen auf.
Gegen Butter ist übrigens nichts zu sagen. Butter ist ein Naturprodukt im Gegensatz zu Margarine.
Interessant aber, dass Du über einen Operierten schreibst der sich eine kleine Pizza reinzieht ohne sich übergeben zu müssen.
Das ist dein Ziel? Pizza essen und trotzdem stetig abnehmen?
Komisch, das lese ich von vielen Operierten. "Toll, ich kann wieder Fleischwurst essen, super Nutella geht schon, gestern habe ich das erste Mal eine halben Döner geschafft..."
Da frage ich mich immer obs noch geht. Der Bypass wurde für Krebspatienten entwickelt, die im Grunde nach dieser OP nur noch Schonkost essen sollten, zumindest aber das erste Jahr.
An sowas hält sich von den AC Operierten kaum jemand.
Im Gegenteil, man freut sich daran den grössten Mist zu essen und dabei schön abzunehmen. Als gäbe einem die Abnahme recht mit dieser Form der Ernährung.
Das ist ein Trugschluss, der Körper kann nur einfach nicht anders reagieren. Das kann einfach nicht gesund sein.
Ich finde es ok wenn ein Operierter sagt: mir egal wie schädlich das ist, ich will einfach dünn sein. Das kann ich nämlich akzeptieren.
Aber im Zusammenhang mit solchen Wahnwitzigkeiten von Gesundheit zu sprechen und das argumentativ rechtfertigen zu wollen was man da macht nervt mich zunehmend, sobald ich davon lese.
Ich habe im Gegensatz zu Martina kein Mitleid mit denen die aufgrund von Folgeschäden krank sind oder depressiv werden weil sie mit ihrem Leben trotz Kleidergrösse 38 nicht klar kommen.
Jeder ist seines Glückes Schmied, jeder hat die Möglichkeit sich aufklären zu lassen. Wer das trotzdem für sich wählt muss halt mit den Konsequenzen leben.
@ roseanne:
es ist erfrischend zu lesen wie du versuchst mir das wort im mund herumzudrehen, weshalb ich auch keine lust mehr habe mich diesbezüglich zu äußern.
einige dinge kann und will ich aber so nicht stehen lassen.
1. schreibst du mir, ich würde grundsätzlich bis zum kotzen essen. ich habe allerdings geschrieben dass ich kein sättigungsgefühl verspüre außer ich stehe kurz vorm würgen. das heisst, ich weiß sehr wohl dass ich nach einer bestimmten mahlzeit satt sein müsste und höre dann auch auf zu essen und versuche somit momentan mein gewicht bis zur op zumindest zu halten, aber satt bin ich nicht. ich bin nach einem teller nudeln nicht satt, das heisst aber nicht dass ich so lange esse bis ich kotze, ich wollte lediglich damit verdeutlichen dass mir das eigentlich körpereigene sättigungsgefühl fehlt.
2. glaube ich nicht dass du dir anmaßen kannst beurteilen zu können wie in meiner familie mit gefühlen umgegangen wird. ich habe geschrieben dass ich von kindesbeinen einer falschen ernährung ausgesetzt war, dass ich meine gefühle nicht anders als durch essen äußern kann hast du mir unterstellt. aber es ist ja eine bequeme unterstellung, nicht wahr? eine leichte erklärung und eine zusätzliche möglichkeit die ac mies zu reden, egal ob es auf den individuellen menschen zutrifft.
3. das beispiel mit der pizza bezog sich auf den ersten beitrag im thread wo behauptet wurde, man könne als operierter jahrelang keine feste nahrung zu sich nehmen und wenn doch würde man durchfall und erbrechen provozieren. ich weiß auch nicht was dagegen einzuwenden sein soll, wenn diese frau einmal im monat beim stammtischtreffen eine kleine pizza isst, denn schließlich soll man nicht sein lebenlang verzicht üben, sondern -wie alle normalgewichtigen auch- in maßen geniessen.
was ich interessant finde ist, dass auch immer die angeblichen suizidraten angesprochen werden - wie viele menschen kennt ihr denn die sich haben operieren lassen und schließlich suizid begangen háben? ich will ja gar nicht bestreiten dass es solche menschen gibt, aber mir ist davon noch keiner untergekommen. wenn ich mit operierten menschen rede, vor allem solche die schon länger operiert sind, höre ich immer wie sachen wie "ich fühle mich so gut, das thema essen ist endlich zweitrangig geworden. ich kann fast alles essen, davo zwar nur sehr wenig, aber ich genieße es und mache mir sonst keine gedanken ums essen". anzeichen suizidalen verhaltens empfinde ich persönlich bei diesen menschen nicht.
aber wie dem auch sei, ich habe nicht vor hier irgendwelche meinungen ändern zu wollen und ich sehe, dass meine meinung und meine erfahrungen hier nicht gelten und auch nicht akzeptiert werden.
es stimmt, jeder ist seines glückes schmied und ich werde mich heute abend wieder mit den ganzen angeblich unglücklichen und suizidgefährdeten menschen meiner shg treffen und dann werden wir uns alle wieder gegenseitig was vormachen, vonwegen wie glücklich wir mit unseren entscheidungen, abnahmen und dem neuen körpergefühl sind, unsere riesigen psychischen probleme verdrängen, da sie ja zwangsläufig jeder adipöse hat und wissen, dass es ein forum im web gibt, wo es menschen gibt die es ja besser wissen als wir, die wir uns nur was vormachen...
Liebe Ophelia,
Du machst genau den gleichen Fehler, den einige andere schon getan haben. Du schreibst was, bekommst Gegenargumente und promt kommt genau diese Aussage, die mich persönlich auf die Palme bringt, nämlich
ich sehe, dass meine meinung und meine erfahrungen hier nicht gelten und auch nicht akzeptiert werden.
Keiner hier zwingt Dich, die OP nicht machen zu lassen. Es ist Dein gute Recht, das selbst zu entscheiden, aber wenn Du hier postest, dann musst Du einfach damit rechnen, dass es kritische Gegenstimmen gibt. Da wirken Äußerungen wie die von mir zitierte einfach nur trotzig und eben nicht wirklich reflektiert.
Persönlich frage ich mich: Was bringt einen Magen dazu, kein Sättigungsgefühl mehr auszusenden? Wie kann es sein, dass ein 24jähriges Mädel sich selbst bremsen muss, weil der Magen es nicht mehr tut?
Für mich ist das nicht richtig! Ich denke sehr wohl, dass es eine Ursache dafür gibt. Aber letztendlich musst Du entscheiden, welchen Weg Du gehen willst: Den der Ursachenforschung oder den der Wirkungsbekämpfung. Diese Entscheidung kann Dir (und will sicherlich) auch niemand abnehmen.
Trotzdem wirst Du hier immer kritische und offene Ohren finden, auch wenn Du hier Dinge lesen wirst, die Dir vielleicht nicht immer gefallen. Aber bitte komm von diesen "Ich kann sagen was ich will, Ihr habt doch eh Eure Meinung"-Punkt runter. Das ist überheblich und völlig deplatziert.
Roseanne
05.11.2007, 15:52
es stimmt, jeder ist seines glückes schmied und ich werde mich heute abend wieder mit den ganzen angeblich unglücklichen und suizidgefährdeten menschen meiner shg treffen und dann werden wir uns alle wieder gegenseitig was vormachen, vonwegen wie glücklich wir mit unseren entscheidungen, abnahmen und dem neuen körpergefühl sind, unsere riesigen psychischen probleme verdrängen, da sie ja zwangsläufig jeder adipöse hat und wissen, dass es ein forum im web gibt, wo es menschen gibt die es ja besser wissen als wir, die wir uns nur was vormachen...
Lustig Du redest von "wir" und bist bisher nicht mal operiert worden... ;)
Was die psychischen Probleme angeht...wahrscheinlich habe ich mich geirrt. Du wiegst bei angeblich normalem Stoffwechsel und vollkommener körperlicher Gesundheit wohl deshalb über 170 Kilo weil Du als Kind immer nur Butter statt Magarine vorgesetzt bekommen hast. Und schuld ist der blöde Magen, der nicht satt werden will. Aber das wird ja jetzt behoben.
Ja nee, ist klar.:grins:
Hey, Pippi Langstrumpf...
und ich werde mich heute abend wieder mit den ganzen angeblich unglücklichen und suizidgefährdeten menschen meiner shg treffen und dann werden wir uns alle wieder gegenseitig was vormachen, vonwegen wie glücklich wir mit unseren entscheidungen, abnahmen und dem neuen körpergefühl sind, unsere riesigen psychischen probleme verdrängen, da sie ja zwangsläufig jeder adipöse hat und wissen, dass es ein forum im web gibt, wo es menschen gibt die es ja besser wissen als wir, die wir uns nur was vormachen...
siehst Du...genau das meine ich. Weder hat das jemand so dargestellt noch empfinden wir das hier so. Aber bitte gestehe uns auch unsere Erfahrungen zu, einige hier haben da schon ein paar Jährchen Dickenarbeit mehr auf dem Buckel als Du und wissen deswegen auch wovon sie reden.
Sarkasmus ist zwar ganz schön und gut, aber damit packst Du alle User hier in eine Ecke, in die wir nicht reingehören.
Ich sags nochmal: Du hast hier zu dem Thema AC gepostet und Du musst Dich dann auch den Antworten stellen. Bussibussi und heidideidi gibts hier nicht. Und Applaus geklatscht wird auch nicht, nur weil jemand abnimmt. Hier zählen nämlich ganz andere Werte und Erfolge, als die Gewichtsangaben einer Waage.
Liebe Ophelia, zB wusste ich bis etwa 10 oder 11 jahren nichts von der existenz von margarinedafür solltest Du Deiner Oma per se erst mal dankbar sein, denn Margarine hat in gesunder Ernährung im Gegensatz zu Butter (in Maßen) nichts verloren. Das hier allerdings, ...
darüber habe ich mir auch viele gedanken gemacht. auch, dass es nie wieder möglich sein wird dieses teil des magens mit einer magenspiegelng zu erfassen. letztendlich ist es natürlich ein zusätzliches risiko. aber wir haben auch andere dinge im körper, die keinen nutzen erfüllen, von geburt aus aber vorhanden sind und auch nicht präventiv entfernt werden, ich denke da an den blinddarm und an die milz. und wäre das risiko einer krebserkrankung durch "brachliegende" organe wirklich um soviel höher, dann würde ja auch bei jeder frau nach den wechseljahren die gebärmutter entfernt werden. ich habe zwar übergewicht, bluthochdruck und schlaganfall in der familie, habe bisher keine krebserkrankungen. auch wenn das keine garantie ist, ist es letztendlich ein risiko das ich gerne eingehe. genau wie das risiko der anästhesie, das risiko vielleicht überfahren zu werden wenn ich morgens das haus verlasse oder das risiko einen schlaganfall zu bekommen wenn ich mich mit meinem gewicht sportlich betätige, was ich regelmäßig mache.
ich gehe auch nicht mit dem gedanken an ein langes gesundes leben in die ac. ich weiß dass meine knie schon mehr verschleiss haben als das bei anderen 24-jährigen der fall ist. auch hat mein herz-kreislauf-system schon mehr auszuhalten gehabt als bei gleichaltrigen. ich bin mir dessen bewusst, dass ich meinen gesundheitszustand, ob nun mit ac oder ohne, nicht mit der "normalbevölkerung" vergleichen kann.... zeigt mir, dass Du Dir voll bewusst bist, dass Du den Teufel mit dem Belzebub austreiben willst. Das ist auch völlig in Ordnung. Jeder muss eben selbst sehen, wie er sein Leben meistert.
Und was tun wir hier? Wir schreiben ganz klar: AC ist Austreibung des Teufels mit dem Belzebub. Und darauf haben wir im Gegensatz zu Dir/Euch keine Lust. Wozu also diese Endlosdiskussionen und vor allem dieses Trotzgehabe?da hat eine 26-jährige, die im januar einen bypass bekommen hat, bis jetzt 77 kg abgenommen hat und sich nun der 100kg marke annähertHeute morgen im Auto habe ich schmunzelnd darüber nachgedacht, was wohl ein AC-Chirurg sagen würde, wenn ich zu ihm käme und ihm mitteilte, dass ich operiert werden möchte, aber maximal 12 kg im Jahr abnehmen will. 100 kg in einem Jahr sind extrem ungesund (überall in den AC-Foren nachzulesen). Es stellen sich Statikprobleme ein, es werden Unmengen von im Fettgewebe gespeicherten Giften in den Körper ergossen. Es ist nachgewiesen, dass solche schnellen hohen Gewichtsabnahmen lebensverkürzend sind. Das ist also absolut nichts, was ich auch nur ansatzweise erstrebenswert finde.natürlich kenne ich auch die komplikation die immer wieder auftreten können, aber die sind keinesfalls 50%. wie gesagtIch habe geschrieben, dass ich die 50 % willkürlich gewählt habe. Selbst wenn es nur 5 % sein sollten (was ich sehr stark bezweifle), wer sagt mir, dass ich zu den anderen 95 % gehöre. Es bleibt Russisch Roulette. Und bei mir ist es eben nicht so, dass man mir ins Grab hinterher argumentieren könnte: "Was wäre denn die Alternative gewesen? Was hätte sie für ein Leben gehabt, wenn sie sich nicht hätte operieren lassen?", wie man es in den AC-Foren bei den Todesfällen immer wieder liest. Fehlt nur noch, dass einer da schreibt: "Im Grab zu liegen, ist auf jeden Fall besser als ein dickes Leben."
Ich kenne auch einige Operierte persönlich. Einige davon sind sehr, sehr verzweifelt, aber sie haben mir auch gesagt, dass man das nicht offen sagen darf in der Szene.
Martina
Stadtmadl
05.11.2007, 18:09
Hallo Ophelia,
Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Ich kann jetzt deutlich besser nachvollziehen, wie Du zu der Entscheidung gelangt bist. Ich finde es nach wie vor eine schreckliche Idee, aber ich kann das ausweglose Gefühl, das Dich im Moment beherrscht, wirklich gut verstehen und wenn das jetzt die aus Deiner Sicht beste Lösung ist, dann ist das eben so.
ich habe absolut kein sättigungsgefühl mehr und esse auch viel zu gerne.
Aus meiner Erfahrung spricht der Satz für eine Esstörung. Aber das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt darüber nachzudenken oder zu diskutieren, denn die Würfel sind erst mal gefallen, eine Woche vor der OP wirst Du Dich nicht mehr umentscheiden. Und auch wenn sich letztlich herausstellt, dass Du eine Therapie für eine Essstörung benötigst, so steht Dir dieser Weg ja weiterhin offen, zumal Du ja ohnehin von einem Therapeuten begleitet wirst. Dann hast Du zwar schon einen Magenbypass, aber vielleicht ist der für Dich dann ja auch eine Hilfe, denn auch wenn man sich mit den psychischen Ursachen für eine Essstörung auseinandersetzt, heißt das leider nicht automatisch, dass man deswegen auch abnimmt, nur weil man weiss, wo das Problem herkommt. Und da Abnehmen für Dich im Moment im Vordergrund steht, kann ein positiver Verlauf dieses Unterfangens Dich psychisch auch ein Stück weit tragen. Das wünsche ich Dir jedenfalls.
Du sprichst uns die Erfahrung mit AC operierten Menschen ab und - was mich betrifft, absolut zu Recht. Mein ganzes "Hintergrundwissen" besteht aus Medienberichten und dem kürzlich entdeckten AC Forum. Persönlich kenne ich genau einen Operierten und den eigentlich auch nur flüchtig (neuer Freund einer Freundin einer Freundin). Wir waren zusammen Abendessen und hätte ich nicht gewusst, dass er operiert ist, dann wäre mir das an seinem Essverhalten auch nicht aufgefallen. Gewichtsmäßig ist er eher rundlich, aber das hätte ich erstmal nicht als Problem gesehen. Wir haben uns weder über die OP noch über seine Therapie, die er parallel macht, unterhalten (wie auch, beim ersten Abendessen im neuen Freundeskreis). Aus meinem direkten Kontakt mit Operierten kann ich bisher also wirklich nicht sagen, ob das nun eine gute Idee ist, oder nicht, das sind viel mehr meine Gefühle und mein Verstand, die sich gegen diese Art von massivem medizinischen Eingriff wehren, der etwas abhelfen soll, was m.E. gar keiner Abhilfe bedarf, sondern einem gesellschaftlichen Umdenken und einem anderen Umgang mit Äußerlichkeiten generell und Übergewicht im Besonderen.
Deswegen schätze ich auch dieses Forum hier, denn dass Abnehmen "Quatsch" ist, wusste ich schon länger, aber erst hier bin ich auf andere getroffen, die für sich dieselbe Entscheidung getroffen haben. Nun bin ich aber auch 42 Jahre alt und bis zum Alter von ca. 35 habe ich das auch anders gesehen (wobei für mich nie eine OP in Frage gekommen wäre, aber ich habe mich wegen meines Gewichts auch nie derart verzweifelt gefühlt, meine Probleme kamen aus anderen "Ecken" bzw. Problemkreisen, das Gewicht war, vielleicht von den Pubertätsjahren mal abgesehen, immer mehr ungeliebtes Anhängsel als wirklicher Grund für meine Verzweiflung).
Verzweiflung an sich ist aber ein Zustand, den ich gut nachvollziehen kann und auch aus Deinen Zeilen lesen, bei Dir eben bezogen auf Dein Gewicht und Deine bisherige Hilflosigkeit demgegenüber.
Ich halte eine Magenbypass OP absolut nicht für die einzige Möglichkeit, die Du hast, aber es ist auch völlig egal, was ich denke, denn für Dich kannst nur Du selbst entscheiden und wenn Du das jetzt für das beste hältst, dann ist das auch o.k. so. Man trifft immer die Entscheidungen, die man im jeweiligen Moment für die besten hält. Ob sie das dann wirklich waren, findet man irgendwann heraus und die Chance ist immer wieder aufs Neue 50:50. Deswegen: Je positiver und entschlossener Du das ganze angehst, umso besser wird es sicher für Dich laufen und auch wenn ich das nie für mich in Betracht ziehen würde (und auch bei anderen mein ersten Impuls immer sein wird, abzuraten), hindert mich das nicht daran, Dir die Daumen zu drücken, dass nächste Woche alles gut läuft und sich Deine Wünsche erfüllen!
Und wenn Du es schaffst, ein freundliches, sachliches (und nicht allzu triumphierendes Posting im Sinne von "ich hatte recht, ihr hattet unrecht") zu schreiben (denn es gibt kein allgemeingültiges "recht haben", wo es um Gefühle geht und die Frage, wie man mit seinem Gewicht umgeht hat viel mehr mit Gefühlen zu tun, als mit Verstand - sonst gäbe es ja keine Essstörungen), dann würde mich auch wirklich interessieren, wie es Dir im weiteren Verlauf ergeht.
"Spitzen" gegenüber der generellen Einstellung hier oder auch direkte Beleidigungen anderer Forenmitglieder / Administratoren nehme ich allerdings genauso übel, wie die anderen. Versteht sich wahrscheinlich aber auch von selbst, oder?
Roseanne
08.11.2007, 10:25
Nur mal so vonwegen Übergewicht ist ja so gefährlich...gerade heute in einem anderen Forum über eine Frischoperierte gelesen:
- Nach einer Undichtigkeit am Darm hatte sie einen Schock mit multiplen Organversagen. Es sah sehr schlecht aus.
- Mittlerweile arbeiten die Organe wohl wieder und es gibt Hoffnung.
- Sie liegt auf der IS in einem künstl. Koma
Prost Mahlzeit.
kuschelweich
08.11.2007, 11:59
hallo liebe ophelia,
ich habe mir nicht alles durchgelesen, fand es nicht wirklich wichtig welche gründe es alles gibt für deine entscheidung. fakt ist, dass du dich erstmal entschieden hast.
trotzdem möchte ich dir gerne ein bißchen aus meiner eigenen erfahrung schreiben...natürlich ist das nur meine, aber ich hab das bedürfnis dir zu schreiben.
ich glaube ich war mindestens 3 mal die letzten jahre so weit zu sagen ich lass mir ein magenband machen. meistens ging es mir sehr sehr mies...meine gefühlswelt war ziemlich aus den fugen geraten in solchen zeiten und an allem fand ich mein gewicht als schuldigen. ganz egal warum ich mich scheiße fühlte, die antwort war also immer mein gewicht.
die naheliegenste entscheidung nach 1000 diätversuchen war dann letzendlich nur noch das magenband. ich sah keinen anderen ausweg mehr und befand mich in einer sackgasse...vor mir nur noch das schild "hier gehts zur op". und mein gefühl sagte mir...danach bin ich glücklicher und werde hübscher (für wen eigentlich? für die gesellschaft?). dabei bin ich doch eine naturschönheit :grins::girl:
ich fing dann an mich darüber zu informieren, damit ich weiß was auf mich zukommt bei so einer op und so las ich so dahin wie es denn manchen op´lern so erging....
und....puh!!! was ich da so las war ja echt krass! ich denke aber, dass du das auch gelesen hast und weißt. es waren da auch berichte die sich toll lesen ließen, aber wer weiß schon wie es demjenigen wirklich geht?
letztendlich ging es mir dann immer sehr nahe wieso sich ein wundervoller mensch soetwas antut und ich war erstmal wieder geheilt von diesem gedanken mir eines machen zu lassen.
seelisch ging es mir meistens nach ein - zwei tage auch wieder super gut, und so sagte ich mir jedesmal...ich kann meinem gesunden körper so eine op nicht antun. mein magen ist ok, meine psyche auch (gelegentlich ist meine gefühlswelt halt mal etwas aus dem gleichgewicht:rolleyes:, wie bei jedem menschen...das ist menschlich;)).
aber ich habe gelernt, dass nicht mein körper nicht ok ist, sondern meine gedanken die ich über ihn hege. und jedesmal wenn ich mich nur noch über meinen körper definiert habe, landete ich in einer sackgasse.
es gibt immer noch momente an denen ich lieber schlank wäre und mal wieder richtung Sackgasse humple... dann weiß ich, dass ich in letzter zeit mir selbst gegenüber die falschen gedanken hatte.:-o
liebe ophelia, du bist so viel mehr als nur der körper
...und ob mit oder ohne op...
ich wünsche dir einen kleinen engel an deiner seite der dir immer wieder zuflüstert dass du ok bist so wie du bist, egal welche hülle dich umgibt...
liebe grüße
kuschelweich
kuschelweich
08.11.2007, 12:28
hallo dramaqueen,
wollte dir auch noch schreiben *g*
ich kenne das. mein hausarzt sagt mir das seit sicher einem jahr jedesmal...JEDESMAL *lol*...man hat der eine ausdauer! aber ich auch!!! :-D...denn ich sag ihm jedesmal NEIN, ich lass mir sowas ned machen...*heftigdenkopfhinundh erbeweg*.
lg.
kuschelweich
MissMoppel
09.11.2007, 19:23
Ich finde es nicht so gut wenn ein Arzt jetzt einem einfach ein "Haben Sie schon mal über ein Magenband nachgedacht?" an den Kopf wirft.
Ein Arzt der meine Geschichte nicht kennt sollte sich doch erst mal mit der vertraut machen und wenn dann kommt "Möchten Sie eine Beratung welche Möglichkeiten es gibt?" und er spricht sowas an, dann ist das doch auch ganz anders und dann finde ich soll er es auch ansprechen weil es ja nun mal (egal ob es jetzt gut oder schlecht ist) einfach eine der Möglichkeiten ist, aber dann bitte auch Pro und Contra, also welche Gefahren das mit sich bringt.
Seit ich das hier mal gelesen habe, habe ich mich auch ein bisschen umgetan, für mich käme es nicht in Frage, da ist mir das Risiko zu groß (egal ob Bypass oder Band, etc), kann aber akzeptieren wenn das jemand unbedingt will, wenn jemand glaubt trotz aller Gefahren damit glücklicher zu sein, dann ist das eine individuelle Entscheidung. Ich würde mir nur wünschen, daß Ärzte damit ein ganz klein wenig kritischer umgehen und es nicht als "Dann ist alles gut" anpreisen. Wenn ich mich selbst dick nicht mag, dann glaube ich ich werde mich dünn auch nicht mögen.
Irgendwie scheint das für viele Dicke das zu sein was Frauen schon seit zig Jahren und vor allem in den USA machen - so mit kosmetischer Chirurgie wird das Leben gut, großer Busen macht glücklich, so wird uns das doch verkauft, mit OP, werde schlank, dann bist du auch glücklich und das finde ich etwas befremdend.
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