Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Etwas Rotes
frauvonheute
27.07.2005, 14:24
Heute habe ich es geäußert und dafür auch einen Namen gefunden: Ich bin therapiemüde.
Diesmal konnte ich es auch beschreiben. Ich fühle mich, als hätte ich mich selbst überholt. Als stünden all die gelernten Dinge ca. 50 m vor mir und ich müsste nun erstmal an sie rankommen.
Ich bin stabiler, aber noch nicht stabilisiert. Dieses Stabilisieren ist für mich im Moment das Wichtigste. Denn noch immer denke ich: Wenn ich ganz stabil bin, kann ich auch abnehmen.
Denn da ist noch etwas.
Etwas Rotes.
Auf jedem meiner Bilder erscheint etwas Rotes. Manchmal eine klar erkennbare Kerze, manchmal nur wüste rote Kreise. Immer stehen diese roten Symbole am Rand. "Ich beziehe sie nicht mit ein, weil mir das irgendwie zu viel Arbeit ist." erkläre ich es meiner Therapeutin. "Aha." sagt sie.
Was ist es, was mir zu viel Arbeit machen würde, wenn ich es "mit einbezöge"?
Woran wage ich mich nicht?
Welche Baustelle gilt es noch aufzureißen, um sie dann gewissenhaft und fachmännisch auszubessern und abzuschließen?
Das Kind hat nun zumindest einen Namen: Etwas Rotes.
Meine Therapeutin dachte zuerst, dass ich abbrechen will. Nein, ich werde die Therapie nicht abbrechen. Nicht in diesem Augenblick, wo doch immer noch etwas im Argen liegt. Aber wir haben uns darauf geeinigt, uns nur noch alle 3 - 5 Wochen zu sehen. Die Ablösung, nennt man das im Fachjargon, wenn eine Therapie sich dem Ende zuneigt, wenn alle Stunden aufgebraucht sind. Ich brauche Zeit, um die Veränderungen wirklich alle zu verinnerlichen und ausprobieren zu können.
Ich habe noch 19 Stunden.
Was ist, wenn ich das Rote bis dahin nicht erkannt habe?
Babs
naja, immerhin zeigt es sich dir schon in deinen bildern. du nimmst es zwar nur am rande wahr, aber es ist schon von dem unbewußten zu dem bewußten teil deines selbst gelangt.
ich denke, wenn du weiter malst, wird das rote auch deutlicher werden, da bin ich ganz sicher. und vielleicht kommen dann träume dazu. ganz bestimmt erkennst du, was es ist, wenn der richtige zeitpunkt dafür da ist. den bestimmt aber kein bewußt steuerbarer teil von dir*denk*.
du machst mich ganz neugierig, was es sein könnte. es ist bestimmt "was großes".
Stöpsel
Ich habe noch 19 Stunden.
Was ist, wenn ich das Rote bis dahin nicht erkannt habe?
Dann ist zumindest nicht das Leben zuende und auch eine Therapie kann man verlängern, oder nach einer Pause wieder aufnehmen.
19 Stunden sind viel und selbst wenn Du das Rote bis dahin noch nicht ausgegraben hast, hast Du noch den ganzen Rest Deines Lebens dafür Zeit.
Setzte Dich nicht unter Druck, was raus muss wird raus kommen.
Was das Rote angeht...überlege doch mal, was die Farbe Rot für Dich in Deinen Malereien, aber auch in anderen Dingen, wie Bilder von anderen, Deiner Kleidung etc. symbolisiert? Vielleicht bringt Dich das weiter?
Liebe Grüße
iko
kampfzwerg
27.07.2005, 17:24
Babs, vielleicht erkennst Du das Rote wirklich erst nach Ende der Therapie, aber ich glaube, dass Du nach all den tollen Schritten, von denen Du bereits geschrieben hast, auf dem besten Weg bist, auch über die Therapie hinaus vieles zu erkennen und anzugehen. Du hast ein bewundernswertes Rüstzeug erlernt, Erkenntnisse über Dich und Dein Leben gewonnen, viel an uns weitergegeben und all das kann Dir niemand nehmen. Du bist in der Lage, einiges zu analysieren und wenn Dir nicht innerhalb kurzer Zeit klar wird, was das Rote bedeutet, ist das sicher völlig in Ordnung. Immerhin hast Du durch die Malerei etwas gefunden, worin Du Deine nonverbalen Ebenen ausdrücken kannst. Die Worte daui werden schon noch kommen.
Kämpfe an Dir selbst nicht an zu vielen Fronten gleichzeitig - ich habe gerade selbst wieder die Erfahrung gemacht, wie falsch das ist, wenn man nach einigen auf langsamem Weg gelösten Knoten gleich in kurzer Zeit einen ganzen Batzen nachziehen möchte.
Nein, Geduld mit mir selbst habe ich nicht, aber versuche inzwischen, mich stets dazu zu mahnen, mir selbst die Ruhe und Gelassenheit zu geben, die ich benötige. Zeit, mein Denken und Tun zu reflektieren und vor allem auch von anderen zu lernen, dass die Arbeit an sich selbst sich lohnt - so wie ich es gerade aus Deinen Beiträgen immer wieder kann.
frauvonheute
28.07.2005, 09:31
Liebe Stöpsel, Iko und Kampfzwerg,
vielen lieben Dank für eure Worte.
Ja, das Rote wird etwas Großes sein. Ich frage mich oft, ob es Wut sein könnte, denn vor meinem inneren Auge ist Wut flammendrot. Aber worauf bin ich wütend? Brodelt etwas in mir, das ich nicht erahnen kann? :confused:
Ich habe darüber nachgedacht, wo sich noch rot in meinem Leben befindet. In meiner Wohnung eher wenig, da habe ich zum größten Teil Brauntöne, aber in meiner Kleidung definitiv. Ich trage am liebsten Oberteile in pink, flieder, rosa...überall dort ist rot drin, wenn auch nicht dieses knallige Rot. Meine Haare haben auch einen natürlichen Rotstich.
Tja, ich werde wohl noch einige Bilder malen müssen.
Ich habe auch gestern lange mit meinem Freund über das Thema gesprochen und wenn ich so ganz tief in mich reinhöre, dann bin ich überzeugt davon, dass ich Abstand von der Therapie brauche. Von diesem ständigen alles Durchkauen. Ich habe das Gefühl, nie zur Ruhe zu kommen. Wisst ihr, ich habe in 2 Jahren sooo viele Baustellen aufgebrochen und an ihnen gearbeitet, jetzt muss ich sie peu à peu schließen. Ich habe das richtige Material, das richtige Handwerkszeug, nur kann ich die Handgriffe noch nicht aus dem effeff. Aber wie heisst es so schön? „Übung macht den Meister“.
Letztendlich fühle ich mich den Veränderungen gegenüber im Moment so:
Mein Verstand hat es verstanden und steht einige Meter vor mir.
Meine Seele steht wenige Schritte hinter meinem Verstand.
Mein Körper ist hier mit mir, noch zu weit von meinem Verstand entfernt.
Die drei muss ich nun langsam zusammen bringen.
Danke!
Babs
Mein Verstand hat es verstanden und steht einige Meter vor mir.
Meine Seele steht wenige Schritte hinter meinem Verstand.
Mein Körper ist hier mit mir, noch zu weit von meinem Verstand entfernt.
Liebe Babs,
Das Gefühl kenne ich auch sehr gut.
Aber so treffend und knapp habe ich noch nicht auf den Punkt bringen können!
mellow
Ich habe noch 19 Stunden.
Liebe Babs,
bei mir ist es ähnlich: Meine Stunden sind im Prinzip aufgebraucht (ich habe noch 2 oder 3), meine Therapeutin lehnt eine weitere Verlängerung ab aber ich habe das Gefühl, trotzdem ich alles mögliche gelernt habe, trotz 10-wöchigem stationären Aufenthalt, trotz vieler Werkzeuge die sie und die Therapeuten in der Klinik mir in die Hand gedrückt haben, kann ich einfach nichts mit diesen Werkzeugen anfangen, schaffe es nicht, sie an mir zu benutzen. Und je weniger ich esse, desto schneller nehme ich zu. Ich drehe mich im Kreis und komme einfach nicht an den Kern des Problems...
Momentan gehe ich ca. alle 4 Wochen zur Therapie. Denn eine Neuerung im Gesundheitswesen macht es möglich, dass ich 3 Mal im Quartal eine psychotherapeutische Beratung in Anspruch nehmen darf, ohne dass ich eine Therapiegenehmigung brauche. Und da Du in Deutschland lebst, nehme ich an, dies gilt auch für Dich, oder? Vorausgesetzt, Du bist gesetzlich versichert. Frag doch mal Deine Therapeutin danach...
Alles Gute wünscht Dir Kirstin
frauvonheute
29.07.2005, 08:22
Und je weniger ich esse, desto schneller nehme ich zu. Ich drehe mich im Kreis und komme einfach nicht an den Kern des Problems...Kirstin, das könnten original meine Worte sein. Ich denke, daher kommt auch diese Therapiemüdigkeit, denn ich acker und acker, aber da ist irgendwo etwas, das sich mir nicht erschließen will. Ich ernähre mich auch viel vernünftiger als früher und dennoch passiert nichts. Also braucht meine Seele diesen Schutz wohl immer noch, bloß: WOVOR????
Momentan gehe ich ca. alle 4 Wochen zur Therapie. Denn eine Neuerung im Gesundheitswesen macht es möglich, dass ich 3 Mal im Quartal eine psychotherapeutische Beratung in Anspruch nehmen darf, ohne dass ich eine Therapiegenehmigung brauche. Und da Du in Deutschland lebst, nehme ich an, dies gilt auch für Dich, oder? Vorausgesetzt, Du bist gesetzlich versichert. Frag doch mal Deine Therapeutin danach...Das ist ja spannend, davon habe ich noch nie gehört. Werde meine Therapeutin beim nächsten Termin gleich mal fragen. Diese Regelung wäre etwas, dass mir das Gefühl gibt, zwar selbständig leben zu können, aber jederzeit auf Hilfe zurückgreifen zu können.
Es ist so schwer.... :(
Dir auch alles Gute und vielen, vielen Dank für diese Info!
Babs
frauvonheute
29.07.2005, 08:24
Mein Verstand hat es verstanden und steht einige Meter vor mir.
Meine Seele steht wenige Schritte hinter meinem Verstand.
Mein Körper ist hier mit mir, noch zu weit von meinem Verstand entfernt.
Ich frage mich, ob vielleicht genau das der Knackpunkt ist.
Kann es sein, dass meine Seele ihren Fettschutz noch so lange aufrecht erhält, wie sie Zeit braucht, um sich an das neue Ich zu gewöhnen? :nixweiss:
Babs
kampfzwerg
29.07.2005, 08:35
Klingt eigentlich ganz logisch, trotzdem frage ich mich, ob das stimmen kann. Kann ein "neues Ich" einen so stark veränderten Körper mit sich bringen, weil das schützende Fett überflüssig wird?
frauvonheute
29.07.2005, 08:58
Klingt eigentlich ganz logisch, trotzdem frage ich mich, ob das stimmen kann. Kann ein "neues Ich" einen so stark veränderten Körper mit sich bringen, weil das schützende Fett überflüssig wird?
:confused: Kampfzwerg, ich versteh die Frage/Überlegung nicht. Hilf mir mal bitte auf die Sprünge.
Babs
Lovely Rita
29.07.2005, 11:07
Klingt eigentlich ganz logisch, trotzdem frage ich mich, ob das stimmen kann. Kann ein "neues Ich" einen so stark veränderten Körper mit sich bringen, weil das schützende Fett überflüssig wird?
das glaube ich nicht. vorausgesetzt jemand kann abnehmen (keine schilddrüsenprobleme, kein ruinierter stoffwechsel etc.) glaube ich, dass folgendes möglich ist: ein "neues ich" kann durch ein stabiles, dem jeweiligen menschen adäquates neues verhalten langfristig abnehmen. wieviel ist individuell verschieden, die einen mehr, die anderen weniger.
ich habe in den letzten jahren durch eigene arbeit und therapie auch ein neues ich gefunden bzw. mein altes ureigenes wieder ausgegraben. und obwohl es mir - wie frauvonheute immer besser ging - habe ich nicht abgenommen. ich war ganz verunsichert und kam zu dem schluss, dass mein stoffwechsel ruiniert sei.
als ich aber im februar fast ein monat im krankenhaus lag, habe ich alleine durch drei regelmäßige völlig ausreichende mahlzeiten (keine diätkost) abgenommen - und da ich die drei mahlzeiten beibehalten habe (weil ich sie als für mich angenehm empfinde) auch nicht wieder zugenommen.
jetzt bin ich dabei, meine individuelle bewegungslust auszubauen, weil ich lust auf bewegung habe. die kommt aber nicht als befehl, weil ich abnehmen will/muss/soll, sondern als wunsch des neuen ichs.
das mach ich jetzt einmal ein paar monate so, dass ich mich hundertprozent wohl damit fühle. mein neues ich trainiert also seine bedürfnisse. und die sind bei jedem verschieden.
ob ich abnehmen werde, sehe ich in ein paar monaten. aber das lässt keine rückschlüsse zu, was bei frauvonheute passiert.
@ frauvonheute
könnte das rote aggression oder wut bzw. ungeduld sein?
ich finde schon, dass du dich sehr unter druck setzt. kannst du nicht einfach weiter auf dich achten - und in einem halben jahr siehst du dann weiter?
ich kann nachvollziehen, dass du therapiemüde wirst, vielleicht täte dir eine pause gut und du nimmst die restlichen stunden dann?
liebe grüße, rita
Kann es sein, dass meine Seele ihren Fettschutz noch so lange aufrecht erhält, wie sie Zeit braucht, um sich an das neue Ich zu gewöhnen?
Hallo Babs,
ich sehe das so: Dein Fett (genauso wie meins) ist eine Art Schutz und Wächter für Deine Seele. Was es auch immer ist, wovor es Deine Seele schützen will, es hat das eine relativ lange Zeit getan. Ich denke, die Seele braucht nun wiederum einige Zeit, um darauf zu vertrauen, dass Dein "neues Ich" stabil genug ist, um den bisherigen Wächter abzulösen, verstehst Du was ich meine? Es wird also meiner Meinung nach Zeit brauchen, bis Dein Körper das Fett loslassen wird, nämlich dann, wenn die Seele sagt: Ja, ich vertraue darauf, dass es auch ohne Fett geht.
Ein "neues ich" kann durch ein stabiles, dem jeweiligen menschen adäquates neues verhalten langfristig abnehmen. wieviel ist individuell verschieden, die einen mehr, die anderen weniger.
Rita, ich denke hier ist das entscheidende Stichwort "langfristig". Also hab ein wenig Geduld mit Dir, Babs! Nimm Dich und Deine Seele eine Weile in den Arm, damit sie lernen kann auf Dein neues Ich zu vertrauen.
könnte das rote aggression oder wut bzw. ungeduld sein?
ich finde schon, dass du dich sehr unter druck setzt. kannst du nicht einfach weiter auf dich achten - und in einem halben jahr siehst du dann weiter?
Genau! Sei einfach ein wenig netter und geduldiger mit Dir!
In meinen Bildern ist Rot oft etwas wie schwelende Glut ...das könnte tatsächlich (noch) unterschwellige Wut oder Aggression sein... mir fällt dazu ein, dass Deine Seele ja auch wütend darüber sein könnte, dass Du ihr ihren Schutzwall wegnehmen willst, obwohl sie noch nicht vertraut.
Oder Dein "Fett-Wächter" könnte wütend darüber sein, dass Du ihn einfach so ablösen willst? Muss auch er erst davon überzeugt werden, dass Deine Seele jetzt Schutz durch Dein neues Ich erhält??
Das sind alles nur Assoziationen von mir und die müssen gar nichts mit Dir zu tun haben, aber vielleicht geben sie neue Denkanstöße...
Liebe Grüße
iko
frauvonheute
29.07.2005, 13:10
Als allererstes möchte ich sagen, dass ich - wieder einmal - das Gefühl habe, dass ihr versteht, was ich sagen will und was mich bewegt und ich danke euch so sehr dafür. :LG:
Ich lese eure Worte, eure Gedanken und ganz tief in mir fühle ich, wie meine Seele zustimmend nickt. Gerade diese Idee mit dem Seelenwächter und der Seele, die dem neuen Ich noch nicht trauen kann, berührt mich zutiefst. Wenn ich rein auf mein Gefühl höre, glaube ich, dass es genau da noch bei mir hapert.
Ich werde mir also Zeit lassen müssen. Ich werde auch weiter malen, denn wer weiss, was noch zu Tage gefördert wird, dennoch glaube ich, dass Zeit die Antwort auf meine Fragen ist.
Rot = Ungeduld...ja, vielleicht ist es das.
Mensch, Mädels, ich kann nur eins sagen:
:danke:
Babs
Gerade diese Idee mit dem Seelenwächter und der Seele, die dem neuen Ich noch nicht trauen kann, berührt mich zutiefst. Wenn ich rein auf mein Gefühl höre, glaube ich, dass es genau da noch bei mir hapert.
Hallo Babs,
ach! Ich bin so froh, auch mal jemandem weiterhelfen zu können http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/hopps.gif (http://das-dicke-forum.de/forum/misc.php?do=getsmilies&wysiwyg=1&forumid=12#)! Diese Idee stammt (leider http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/wink.gif ) nicht von mir. Es ist lediglich eine Interpretation der Gedanken von Daniel S. Barron. Der hat ein Buch über eine, sagen wir mal Philosophie, geschrieben, in dem er die Funktion unserer "Seelenwächter" erläutert. Das hat insgesamt überhauot nichts mit Körpergewicht zu tun, sondern mit der Bewältigung alter Verletzungen.
Wenn's Dich interessiert, der Buchtitel ist "Es gibt keine negativen Gefühle" und ich kann es nur sehr empfehlen.
Liebe Grüße
iko
frauvonheute
01.08.2005, 10:38
Ich habe am WE viel mit meiner Mutter und meinem Freund über das Rote in meinem Leben gesprochen und ich denke, ich weiss jetzt, was es ist.
Es ist die Ungeduld meines Verstandes, der meinen Körper unter Druck setzt: "Los, sorg jetzt dafür, dass du endlich abnimmst!" Dann schreitet meine Seele ein und piepst: "Aber du darfst ihn und mich nicht so drängen, wir brauchen unsere Zeit." und mein Verstand brüllt sie an: "Das ist mir egal. Ich habe alles so schnell gelernt und jetzt blockiert ihr Idioten mich. Ihr sollt gefälligst abnehmen!"
Mein Verstand ist ungeduldig und wütend, meine Seele hat Angst und will somit die Fettschutzschicht beibehalten.
Ihr hattet mit euren Gedankengängen absolut recht.
Nun stellt sich mir nur eine Frage: Wie nimmt man seine Seele in den Arm?
Babs
kampfzwerg
01.08.2005, 13:50
Nun stellt sich mir nur eine Frage: Wie nimmt man seine Seele in den Arm?
Babs, da knuspern wir beide an einem ähnlichen Problem. Wenn ich inzwischen wüsste, wie das ginge, würde ich das Geheimrezept nur zu gerne mit Dir teilen! Ich kann mir selbst einfach viel zu oft nicht den Halt geben, den ich bräuchte. Mein Arm trägt nur so viel wie er tragen kann und meine Seele scheint ihm zu schwer oder zu unhandlich groß.
Hallo Babs,
dass das Rote Ungeduld sein könnte, klingt ziemlich plausibel. Auf jeden Fall wirkst du in manchen Beiträgen ziemlich ungeduldig... :zwinker:
Mein Verstand ist ungeduldig und wütend, meine Seele hat Angst und will somit die Fettschutzschicht beibehalten. Hmm... Kann denn dein Verstand wirklich ungeduldig oder wütend sein? So eine emotionale Reaktion würde ich genauso der Seele zuschreiben wie die Angst.
Noch eine Frage würde ich gerne in den Raum stellen: Glaubt ihr, dass wirklich die Seele verhindert, dass der Körper trotz gesunder Ernährung und Bewegung abnimmt?
frauvonheute
02.08.2005, 13:01
Auf jeden Fall wirkst du in manchen Beiträgen ziemlich ungeduldig...
Bin ich auch, das ist kein Geheimnis. Und genau diese Ungeduld hat mich so schnell voran gebracht. Nur bin ich jetzt an dem Punkt, wo sie mir nicht mehr weiter hilft, sondern sie mir viel eher im Weg steht.
Hmm... Kann denn dein Verstand wirklich ungeduldig oder wütend sein? So eine emotionale Reaktion würde ich genauso der Seele zuschreiben wie die Angst. Ich glaube, es ist letztendlich egal, wer von beiden ungeduldig oder wütend ist. Ich musste es nur irgendwie in Worte fassen und die Seele ist bei mir definitiv der schwächere Part als der Verstand. Von daher dieser Vergleich.
Noch eine Frage würde ich gerne in den Raum stellen: Glaubt ihr, dass wirklich die Seele verhindert, dass der Körper trotz gesunder Ernährung und Bewegung abnimmt? Das gilt es heraus zu finden.
Aber wenn man davon ausgeht, dass meine Seele sich das Fett gesucht hat, weil sie sich anders nicht zu schützen wusste, warum sollte sie es nicht solange auch behalten, bis sie dem neuen Ich vertrauen kann? Warum gibt es Menschen, die bis zu einem bestimmten Punkt abnehmen, aber dann einfach nicht weiter kommen? Es ist wie mit psychosomatischen Krankheiten. Wenn die Seele krank ist, krankt auch der Körper. Ich für mich glaube, dass wir Menschen extrem komplexe Wesen sind und es viele Dinge gibt, von denen wir (noch) keine oder sehr wenig Ahnung haben. Wir werden sehen....
Babs
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