suwu3362
25.05.2007, 13:14
Hallo an alle,
Sorry Leute, aber ich muss mich mal so richtig ausko...
Doch vorher möchte ich sagen, dass ich diese Seite ganz toll finde. Ich habe sie noch nicht ganz durchforstet, aber was ich lesen konnte, gab mir Hoffnung mal irgendwann wieder glücklich zu sein.
Und nun zum Ko...
Liegt vielleicht auch an den frauentechnischen Hormonen, dass ich immer wieder mal mit der Welt hadere, von der ich gerne mal eine Weile in Ruhe gelassen werden will. Und das wird mit den Jahren immer schlimmer.
Dick,
war ich als Kind nicht, obwohl ich immer schon sehr viel gegessen habe, aber immer unterwegs war und wohl erst mal alle Energie nach oben – sprich Wachstum gesteckt habe. Auch später als Jugendliche nicht, weil ich erst mal alles zu Fuß erledigte – Schule hin, Schule zurück, heimkommen Hund an die Leine und ab in den Wald, drei mal die Woche Kampfsport – das hält fit und na ja, schlank, trotz meines Appetits
Doch dann,
Ausbildung und Arbeit, die war weit weg, also mit dem Auto hin –den ganzen Tag auf dem Hintern sitzen und zurück, Kopfschmerzen, kein Hund mehr (der wurde zwar sehr alt aber leider nicht unsterblich) Kampfsport immer weniger und dann gar nicht mehr wg. Verletzung. Der Arbeitstag war lang, ich war zu müde (oder war ich zu faul). Wie dem auch sei, Zunehmen fast im Zeitraffer. Diäten –JoJo – Diäten – Frust, Depression, da gibt es kein Rauskommen mehr.
Und wenn es mir dann ganz schlecht geht, zeichne ich im Geiste folgendes Bild:
Stellt Euch dieses Bild zunächst einmal ohne Wertung vor, denn es beschreibt auch Dinge, die für viele Menschen alltäglich sind und eigentlich zu bewältigen wären.
Sisyphus – das bin ich
Sisyphus schiebt auf einer schrägen, schlüpfrigen Ebene aus seiner Höhle heraus einen großen Stein vor sich her.
Den Stein nennen wir Haus. Damit verbinden wir alle Arbeiten die verständlicher Weise damit verbunden sind.
Jetzt zieht S. aber auch noch einen großen Wagen hinter sich her. Den nennen wir Job. Damit sind die Arbeiten verbunden, die selbstverständlich damit einhergehen.
S. trägt aber auch noch einen Rucksack, den nennen wir Mama. (nicht Hotel M.!) Damit sind die Verpflichtungen verbunden, die selbstverständlich damit einhergehen. Bei anderen heißt dieser Rucksack vielleicht Mann oder Kinder oder was auch immer.
S werden zusätzlich noch die Beine gefesselt. Die Bandagen nennen wir akuten Geldmangel (Haus abbezahlen, immer höher werdende Nebenkosten, etc).
S. werden zusätzlich noch die Hände auf den Rücken gebunden. Die Bandagen nennen wir akuten Zeitmangel (man hat ja schließlich Verpflichtungen, aber die hat ja jeder)
Hinter S. steht eine böse Xantippe namens „schlechtes Gewissen fremdbestimmt“ mit einer Peitsche und die schlägt ihn.
Knall – Du musst dich mehr im Job engagieren
Knall – Du musst mehr in Haus und Garten arbeiten
Knall- Du musst mehr oder intensiver für Mutter und andere da sein
und
Knall - Friss nicht so viel.
Vor seiner Höhle steht eine andere Frau – etwas freundlicher aber mit erhobenem Zeigefinger wie eine Lehrerin, die einen unartigen Schüler tadelt namens „schlechtes Gewissen eigenbestimmt“
Du wolltest dich doch eigentlich um deine Diät kümmern.
Du wolltest doch mehr Sport treiben
Du wolltest und musst Rückenschule machen und Beckenbodentrainig
Wolltest Du dich nicht mehr um deine Freunde kümmern und die alte Tante besuchen, die schon 96 ist und wohl nicht mehr so lange lebt.
Wolltest Du nicht mal wieder einen Englischkurs machen
etc
Das ist doch alles wichtig für Dich
und
Friss nicht so viel.
Hinter der freundlich aber bestimmten Frau sitzt versteckt zu ihrem Füßen eine kleine Maus namens „und ich?“ die ganz schüchtern ein Schild hochhält.
Wolltest Du nicht mal wieder malen für die Seele
und Gitarre spielen
und spazieren gehen etc
und
glücklich sein?
Aber all die Dinge, die S nicht oder nur ganz selten tun kann, kann er nicht aussprechen, sonst käme zu viel hoch – wie gesagt, z. K – und damit nicht alles hoch kommt muss geschluckt werden. Und damit geschluckt werden kann – Spucke allein schafft das nicht –muss was drauf – Essen. Damit S stark genug ist, seinen „Eigentlich-sollte-das-doch-normal-sein-andere-tun-das-wie-selbstverstänlich-und-ohne-Murren- Stein-Wagen-Rucksack“ zu bewegen, müssen die Schultern breit sein – Speck drauf. Tränen, für die andere und vor allem Mama kein Verständnis haben kann er mit Schokolade dämmen.
Und dann diese unendliche Müdigkeit. Der Arzt meint dazu nur, das läge daran, dass S. zu dick ist. Dünnen Leuten wird geholfen, die müssen ja wirklich was haben. Die Schilddrüse ist es nicht. Die schnurrt zwar auf dem untersten Level, aber nur im untersten Level des noch grünen Bereiches – also von der Seite keine Hilfe.
In den Spiegel sieht S schon lange nicht mehr, hasst das Spiegelbild. Den Körper schmückt S schon lange nicht mehr. Fett ist Fett, da nützt auch das teuerste und hübscheste Zirkuszelt nichts. Und Farbe im Gesicht wäre der blanke Hohn. Man muss ja schließlich nicht noch bunt anmalen, was Tarnfarben tragen soll – am besten gar nicht da wäre.
Und Mama? Ja Mütter und Töchter sind so ein Thema (Norma(n) Bates lässt grüßen).
S kümmert sich finanziell ja um so ziemlich alles, nur nicht ums Essen, was ja im Prinzip nicht so schlimm wäre. Aber muss es denn jedes mal so viel sein– S kann schließlich nicht bremsen. „Da muss S ja nicht so viel essen, kann sich ja eine kleine Portion rausnehmen und sich trotz Lust den Rest ansehen.“ Würde man je einem trockenen Alkoholiker 10 Flaschen auf den Tisch stellen, ihm ein Glas servieren, das er unbedingt trinken soll und ihn dann mit sich alleine lassen. Versuchter Mord in meinen Augen.
Sisyphus (der das schon ein halbes Leben lang so treibt) und ich haben den selben Anfangsbuchstaben – S (doch hier für Susanne)
Da ist kein Rauskommen und ich bin so furchtbar müde.
Ich nenn das manchmal lebensmüde – nicht im Sinne von Todessehnsucht – sondern „Das will ich nicht mehr“. Aber da ist kein Rauskommen und ich bin so müde.
So, nun genug gek....
Schließlich kennen mich alle meine mich umgebenden Menschen als freundlich, und als Felsen in der Brandung, wenn ich auch manchmal das Gefühl habe nicht mehr ganz ernst genommen zu werden. Es passieren Fehler und ich komme nicht mehr dagegen an. Mein Kreuz biegt sich – schmerzt (Last) . Mein (Stier)Nacken ist steif. (die kleinen und großen Nackenschläge des Lebens und das ständige ängstliche Ducken vor dem nächsten Schlag) Mein Kopf tut weh. Mein Magen brennt (s´ist halt z.K.) Meine Hand-Neuro blüht (síst zum aus der Haut fahren) da ist kein Rauskommen und ich bin so müde, reagiere nur noch auf Klingelzeichen und Fußtritte – wie ein altes Pferd.
Man stelle sich eine Marionette vor, die zusammenfällt, sobald man ihre Fäden loslässt. Das einzige, was ich im Moment tun kann, wenn man mich in Ruhe lässt, ist ausruhen –um zu funktionieren – für alles –und für jeden – nur nicht für mich.
Viele gehen in so einem Moment „Zigaretten holen“
Ich geh erst mal was essen.
S – wie Susanne
Sorry Leute, aber ich muss mich mal so richtig ausko...
Doch vorher möchte ich sagen, dass ich diese Seite ganz toll finde. Ich habe sie noch nicht ganz durchforstet, aber was ich lesen konnte, gab mir Hoffnung mal irgendwann wieder glücklich zu sein.
Und nun zum Ko...
Liegt vielleicht auch an den frauentechnischen Hormonen, dass ich immer wieder mal mit der Welt hadere, von der ich gerne mal eine Weile in Ruhe gelassen werden will. Und das wird mit den Jahren immer schlimmer.
Dick,
war ich als Kind nicht, obwohl ich immer schon sehr viel gegessen habe, aber immer unterwegs war und wohl erst mal alle Energie nach oben – sprich Wachstum gesteckt habe. Auch später als Jugendliche nicht, weil ich erst mal alles zu Fuß erledigte – Schule hin, Schule zurück, heimkommen Hund an die Leine und ab in den Wald, drei mal die Woche Kampfsport – das hält fit und na ja, schlank, trotz meines Appetits
Doch dann,
Ausbildung und Arbeit, die war weit weg, also mit dem Auto hin –den ganzen Tag auf dem Hintern sitzen und zurück, Kopfschmerzen, kein Hund mehr (der wurde zwar sehr alt aber leider nicht unsterblich) Kampfsport immer weniger und dann gar nicht mehr wg. Verletzung. Der Arbeitstag war lang, ich war zu müde (oder war ich zu faul). Wie dem auch sei, Zunehmen fast im Zeitraffer. Diäten –JoJo – Diäten – Frust, Depression, da gibt es kein Rauskommen mehr.
Und wenn es mir dann ganz schlecht geht, zeichne ich im Geiste folgendes Bild:
Stellt Euch dieses Bild zunächst einmal ohne Wertung vor, denn es beschreibt auch Dinge, die für viele Menschen alltäglich sind und eigentlich zu bewältigen wären.
Sisyphus – das bin ich
Sisyphus schiebt auf einer schrägen, schlüpfrigen Ebene aus seiner Höhle heraus einen großen Stein vor sich her.
Den Stein nennen wir Haus. Damit verbinden wir alle Arbeiten die verständlicher Weise damit verbunden sind.
Jetzt zieht S. aber auch noch einen großen Wagen hinter sich her. Den nennen wir Job. Damit sind die Arbeiten verbunden, die selbstverständlich damit einhergehen.
S. trägt aber auch noch einen Rucksack, den nennen wir Mama. (nicht Hotel M.!) Damit sind die Verpflichtungen verbunden, die selbstverständlich damit einhergehen. Bei anderen heißt dieser Rucksack vielleicht Mann oder Kinder oder was auch immer.
S werden zusätzlich noch die Beine gefesselt. Die Bandagen nennen wir akuten Geldmangel (Haus abbezahlen, immer höher werdende Nebenkosten, etc).
S. werden zusätzlich noch die Hände auf den Rücken gebunden. Die Bandagen nennen wir akuten Zeitmangel (man hat ja schließlich Verpflichtungen, aber die hat ja jeder)
Hinter S. steht eine böse Xantippe namens „schlechtes Gewissen fremdbestimmt“ mit einer Peitsche und die schlägt ihn.
Knall – Du musst dich mehr im Job engagieren
Knall – Du musst mehr in Haus und Garten arbeiten
Knall- Du musst mehr oder intensiver für Mutter und andere da sein
und
Knall - Friss nicht so viel.
Vor seiner Höhle steht eine andere Frau – etwas freundlicher aber mit erhobenem Zeigefinger wie eine Lehrerin, die einen unartigen Schüler tadelt namens „schlechtes Gewissen eigenbestimmt“
Du wolltest dich doch eigentlich um deine Diät kümmern.
Du wolltest doch mehr Sport treiben
Du wolltest und musst Rückenschule machen und Beckenbodentrainig
Wolltest Du dich nicht mehr um deine Freunde kümmern und die alte Tante besuchen, die schon 96 ist und wohl nicht mehr so lange lebt.
Wolltest Du nicht mal wieder einen Englischkurs machen
etc
Das ist doch alles wichtig für Dich
und
Friss nicht so viel.
Hinter der freundlich aber bestimmten Frau sitzt versteckt zu ihrem Füßen eine kleine Maus namens „und ich?“ die ganz schüchtern ein Schild hochhält.
Wolltest Du nicht mal wieder malen für die Seele
und Gitarre spielen
und spazieren gehen etc
und
glücklich sein?
Aber all die Dinge, die S nicht oder nur ganz selten tun kann, kann er nicht aussprechen, sonst käme zu viel hoch – wie gesagt, z. K – und damit nicht alles hoch kommt muss geschluckt werden. Und damit geschluckt werden kann – Spucke allein schafft das nicht –muss was drauf – Essen. Damit S stark genug ist, seinen „Eigentlich-sollte-das-doch-normal-sein-andere-tun-das-wie-selbstverstänlich-und-ohne-Murren- Stein-Wagen-Rucksack“ zu bewegen, müssen die Schultern breit sein – Speck drauf. Tränen, für die andere und vor allem Mama kein Verständnis haben kann er mit Schokolade dämmen.
Und dann diese unendliche Müdigkeit. Der Arzt meint dazu nur, das läge daran, dass S. zu dick ist. Dünnen Leuten wird geholfen, die müssen ja wirklich was haben. Die Schilddrüse ist es nicht. Die schnurrt zwar auf dem untersten Level, aber nur im untersten Level des noch grünen Bereiches – also von der Seite keine Hilfe.
In den Spiegel sieht S schon lange nicht mehr, hasst das Spiegelbild. Den Körper schmückt S schon lange nicht mehr. Fett ist Fett, da nützt auch das teuerste und hübscheste Zirkuszelt nichts. Und Farbe im Gesicht wäre der blanke Hohn. Man muss ja schließlich nicht noch bunt anmalen, was Tarnfarben tragen soll – am besten gar nicht da wäre.
Und Mama? Ja Mütter und Töchter sind so ein Thema (Norma(n) Bates lässt grüßen).
S kümmert sich finanziell ja um so ziemlich alles, nur nicht ums Essen, was ja im Prinzip nicht so schlimm wäre. Aber muss es denn jedes mal so viel sein– S kann schließlich nicht bremsen. „Da muss S ja nicht so viel essen, kann sich ja eine kleine Portion rausnehmen und sich trotz Lust den Rest ansehen.“ Würde man je einem trockenen Alkoholiker 10 Flaschen auf den Tisch stellen, ihm ein Glas servieren, das er unbedingt trinken soll und ihn dann mit sich alleine lassen. Versuchter Mord in meinen Augen.
Sisyphus (der das schon ein halbes Leben lang so treibt) und ich haben den selben Anfangsbuchstaben – S (doch hier für Susanne)
Da ist kein Rauskommen und ich bin so furchtbar müde.
Ich nenn das manchmal lebensmüde – nicht im Sinne von Todessehnsucht – sondern „Das will ich nicht mehr“. Aber da ist kein Rauskommen und ich bin so müde.
So, nun genug gek....
Schließlich kennen mich alle meine mich umgebenden Menschen als freundlich, und als Felsen in der Brandung, wenn ich auch manchmal das Gefühl habe nicht mehr ganz ernst genommen zu werden. Es passieren Fehler und ich komme nicht mehr dagegen an. Mein Kreuz biegt sich – schmerzt (Last) . Mein (Stier)Nacken ist steif. (die kleinen und großen Nackenschläge des Lebens und das ständige ängstliche Ducken vor dem nächsten Schlag) Mein Kopf tut weh. Mein Magen brennt (s´ist halt z.K.) Meine Hand-Neuro blüht (síst zum aus der Haut fahren) da ist kein Rauskommen und ich bin so müde, reagiere nur noch auf Klingelzeichen und Fußtritte – wie ein altes Pferd.
Man stelle sich eine Marionette vor, die zusammenfällt, sobald man ihre Fäden loslässt. Das einzige, was ich im Moment tun kann, wenn man mich in Ruhe lässt, ist ausruhen –um zu funktionieren – für alles –und für jeden – nur nicht für mich.
Viele gehen in so einem Moment „Zigaretten holen“
Ich geh erst mal was essen.
S – wie Susanne