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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frontal 21 - die PlusCard von der AOK


mica
23.05.2007, 10:02
Hallo,
falls der Beitrag hier nicht passt - ich konnte mich nicht so recht entscheiden ob hier oder in Ernährung... bitte verschieben.

Gestern gesehen in Frontal21 (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,5539740,00.html) die AOK - unsere Gesundheitskasse- bietet eine PlusCard an. Dafür bekommt man bei McD einen Cheesburger gratis, wenn man ein Menü nimmt - bei anderen ähnliche Dinge, es gibt aber auch Sonnenstudiorabatt und Weinabfüller, die schon mal die Kunden der AOK trainieren. Auch kann man ein Piercingstudio bei den "Partnern" der Kasse finden.

Einer der Vorständler, angesprochen wie das denn nun mit den "Dicken Deutschen" zu vereinbaren sei, kam ziemlich ins schleudern.

Ich weiss grad nicht, ob ich noch Kopf schüttle oder schon lache...

sunny73
23.05.2007, 10:19
Wer weiss, vielleicht ist die Plus-Card ja nur für Dünne, damit die zulegen :-p

Für Dicke gibts dann demnächst die Minus-Card, die müssen, wenn sie ein Menü kaufen, den Burger wieder zurück geben :baeh2:

Ich lach mich wech. Typische Fehlleistung, mann mann

Cassandra
23.05.2007, 10:47
Hallo,
falls der Beitrag hier nicht passt - ich konnte mich nicht so recht entscheiden ob hier oder in Ernährung... bitte verschieben.

[...]

Einer der Vorständler, angesprochen wie das denn nun mit den "Dicken Deutschen" zu vereinbaren sei, kam ziemlich ins schleudern.

Ich weiss grad nicht, ob ich noch Kopf schüttle oder schon lache...
Nach diversen Gesundheitsreformen und der Androhung den Risikostrukturausgleich zwischen den Kassen zu kippen, kämpfen sie um jeden einzelnen Patienten.

Um mal den Oberschlauen zu geben:

Unser Prof nannte das in den VWL-Vorlesungen "mikroökonomisches Paradox". Ein Verhalten das der Volkswirtschaft als Ganzes (Makroökonomie) schadet, ist auf der individuellen Ebene (Mikroökonomie) rational.

Natürlich weiß jeder, daß es den Budgets des Gesundheitwesens nicht bekommt, wenn sachfremde Leistungen finanziert werden, aber jeder Patient ist auch Konsument.

Diese Marketingstrategie, Rabatte für Einkäufe bei den Partnern eines Unternehmens zu gewähren, funktioniert überall, siehe ADAC, Fitneßstudios usw.

Allerdings glaube ich nicht, daß jemand seine Krankenkassenwahl vom verbilligten Wein- oder Hamburgereinkauf abhängig macht.

Insofern etwas schwachsinnig, nicht wahr?

biggerman
23.05.2007, 10:49
:mad: ein schelm, wer Böses dabei denkt.......
Essen mit essen bekämpfen..........könnte auf Dauer wegen Risikofortfall fütr die AOK billiger werden
"Sterbegeld ist schließlich keine Leistung der GKV mehr:confused:

Lunix
23.05.2007, 10:50
Und anschließend fordert die AOK von den Fehlernährten, den an Hautkrebs Erkrankten und den Alkoholikern einen höheren Kassenbeitrag, oder wie?

madita
23.05.2007, 15:06
@lunix

..........die sie erst mühsam als Kunden geworben haben um sie zu solchen zu machen durch ihre Werbestrategie.

Kopfschüttel


War schon interessant wie dieser Voständler "die Aussage verweigerte" als ihm offenbar selbst bewusst wurde dass da was nicht passt.

LG
madita

mica
23.05.2007, 17:44
Allerdings glaube ich nicht, daß jemand seine Krankenkassenwahl vom verbilligten Wein- oder Hamburgereinkauf abhängig macht.


Ein gewisser Alkohollevel kann dann im nachhinein ja noch als Entschuldigung gelten... oder? :baeh:


"Sterbegeld ist schließlich keine Leistung der GKV mehr:confused:

Sozialverträgliches Frühableben ist da doch der Fachbegriff - oder :holy:

Lea
23.05.2007, 17:57
Oh ja,

herrlich peinlich war das für den :auslach: Herrn von der AOK... Und ein schönes Beispiel für die Verlogenheit der Branche! Hab mich bestens amüsiert.

Wobei - Wein ist gesund! Der Rabatt ist gerechtfertigt! :-D

LG
Lea

*uwe*
23.05.2007, 19:38
Ich habe es gestern gesehen. Mein Eindruck: Die AOK versucht mit ALLEN Mitteln Kunden zu gewinnen. Bei dem hohen Beitragssatz der AOK versucht man es wohl über diese komische Rabattkarte.

Ich finde diese Rabattkarten grundsätzlich widerlich ... und ich werde mich NIEMALS an irgendwelchen Rabattkartenaktionen beteiligen. Denn dadurch kann man ein Käuferprofil erstellen: Wer hat wann was womit gekauft. Ohne mich!

Was nun diesen AOK-Vorsitzenden von Baden-Württemberg betrifft: So wie ich das verstanden habe, werden die einzelnen Aktionen von den lokalen AOKs organisiert. Alle einzelnen Angebote KANN er gar nicht kennen und geprüft haben. Und so fand ich, das der arme Kerl ziemlich vorgeführt wurde. Andererseits scheint er seinen Laden wohl nicht so ganz richtig im Griff zu haben ...

Wie auch immer: Was für eine Pleite für die AOK!

Martina
23.05.2007, 19:42
Also zum Thema AOK Rheinland und AOK Baden-Württemberg könnte ich auch einen Beitrag leisten. DIE haben ihren Laden so was von nicht im Griff, dass es dafür keine Worte gibt. Gut, dass ich nach 27 Jahren AOK-Zugehörigkeit gewechselt habe!

Cassandra
23.05.2007, 19:55
War AOk nicht die Abkürzung für außerordentlich komisch ?

Bauchtanz
23.05.2007, 20:48
War AOk nicht die Abkürzung für außerordentlich komisch ?

doch was dranne.

Gruß
Christine