Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dicke in den "Medien" vor endlos vielen Jahren
stübbken
20.07.2005, 17:34
*Fremdzitat entfernt*
Aus:Tausend und Eine Nacht, 1839 übertragen von Enno Littmann, Insel Verlag Wiesbaden 1953"
gefunden in:"Schönheit ist eine Frage der Beleuchtung oder Nicht nur Kleider machen Leute", hrsg. von Heike Brandt, Otto Maier Verlag Ravensburg 1985, S.37
Ist das nicht schön? Ich wollte es Euch nicht vorenthalten!
stübbken
kampfzwerg
20.07.2005, 17:40
Da passt auch wieder das wunderschöne arabische Sprichwort
Eine Frau ohne Bauch ist wie ein Himmel ohne Sterne :)
Echt nett.
Das erinnert mich an meine Großmutter. Sie war immer sehr stolz darauf, eine "stattliche Frau" zu sein und "net so a mausigs Himbele, des jeder Wind umblost".
Sie hatte garantiert 90 Kg oder mehr - bei 163 cm Größe. Nie machte sie sich Gedanken übers Abnehmen. Ist wohl schon ein paar Järchen her...
stübbken
22.07.2005, 04:03
Meine Oma (1888 - 1951) war nach Kommentaren aus meiner Verwandtschaft (ich habe sie nicht mehr kennengelernt) eine " schöne, stattliche Frau".
Das letzte Mal ist mir das gesagt worden, als ich meinen Sohn meinem Patenonkel und meiner Patentante vorgestellt habe, die mich - zum Zeitpunkt des Besuches 130 kg - das letzte Mal mit 75 kg gesehen hatten. Das sagte mein Onkel Johann:" Du kommst doch auf die Bonk'sche Seite. Du siehst aus wie Tante Maria (meine Großmutter) - das war mal 'ne schöne stattliche Frau!"
Die Schwestern meiner Oma - und auch ihre Schwägerin - waren sehr stolz auf ihre Leibesfülle. Ich glaube, dass es damit zusammenhängt, dass sie aus sehr armen Verhältnissen (Urgroßeltern waren sog."Instleute" = Tagelöhner auf einem Herrschaftsgut in Ostpreußen) kamen und dass die Fülle auch ein Zeichen für "Wohlstand" für sie war. Meine Oma hatte echt Karriere gemacht! Nachdem sie eine Lehre absolviert hatte und "Herrschaftsköchin" war, ist sie gegen 1910 ins Ruhrgebiet ausgewandert, hat dort meinen Großvater kennengelernt (Einwanderer aus Thüringen). Die anderen ihrer Geschwister, die auch aktiv waren, sind auch um diese Zeit hier ins Ruhrgebiet eingewandert (der Rest kam dann als Flüchtling nach Kriegsende). Die Geschwister meiner Großmutter haben hier im Bergbau Arbeit gefunden, als Hauer bzw. in der Menage. Meine Großmutter hat hier dann bei der Post und auch eine Zeitlang als Staßenbahnfahrerin gearbeitet.
Wenn ich mir die Fotos von ihr anschaue - in ihren Uniformen bei Post und Straßenbahn und auch Privataufnahmen! - muss ich meinem Onkel wirklich Recht geben. Sie war eine "schöne, stattliche, stolze Frau"!
stübbken
Stadtmadl
19.05.2007, 23:10
Mein Opa war auch nur "stattliche" Frauen gewöhnt. Ich kann mich noch erinnern, dass er, wenn er mit Oma und mir spazieren war und wir eine besonders schlanke Frau sahen, immer ganz leise die Oma gefragt hat "was möcht' denn der fehlen?" - er hat immer gedacht, dass dünne Frauen krank sind. Und damit die Arme das nicht mitbekommt, hat er immer ganz leise gesprochen. Womit ich mich als Kind natürlich auch immer gefragt habe, was mit diesen Dünnen wohl nicht in Ordnung ist. :-)
Stadtmadl
19.05.2007, 23:38
Musste ein bißchen suchen, habe aber die Werbung für "Ein-Tragol-Bonbons" aus dem Jahre 1920 im "jetzt" - Forum der Süddeutschen Zeitung wieder gefunden:
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/353725/-2
Es handelt sich um ein Gewichtszunahme-Präparat das mit folgenden, freundlichen Worten angepriesen wurde:
"18 Pfund zugenommen - und diese 18 Pfund gleichmäßig verteilt auf Gesicht, Arme, Brust, Hüften und Waden. Bedenken Sie, wie Ihre Figur durch diese Gewichtszunahme verschönert wird und um wieviel Sie sich dadurch begehrenswerter machen.
Durch die wohlschmeckenden "Eta-Tragol-Bonbons" (für Damen, Herren und Kinder von gleicher Wirkung), die nach der Mahlzeit genommen werden, läßt sich das Körpergewicht in einigen Wochen um 10 bis 30 Pfund erhöhen. Die unschönen Knochenvorsprünge an Wangen und Schultern schwinden. Pfund um Pfund nehmen Sie zu, an allen Körperteilen zeigt sich Fettansatz. Unbehagen und Unlust weichen, und nach ein paar Wochen hat das bisher schmächtige Aussehen einer vollen, ebenmäßigen Erscheinung Platz gemacht. Zugleich schaffen sie aber auch, indem sie die roten Blutkörperchen vermehren, Nervenkraft und Blut."
Bitte nicht denken, dass mir viel an Übergewicht liegt. Aber ich finde es so süß, dass vor ca. 90 Jahren einen Zunahme zumindest unter Gewissen Voraussetzungen noch als erstrebenswert angesehen wurde.
Und ich glaube "volle, ebenmäßige Erscheinung" war das Ideal, das mein Opa noch im Auge hatte. :)
Ich habe auch viele uralte Bilder und Aufnahmen von Anfang 1900. Dort sind alle Frauen sehr stattlich, das schlankste war das, was wir moppelig nennen, also ca 10 kg mehr. Aber die meisten sind schon recht proper und gut beieinander.
Einmal mehr glaube ich, dass konstantes Gewicht, Bewegung und für mich gesunde Ernährung für mich die bessere Möglichkeit sind, uralt zu werden als das ewige Auf und Ab. Die weibliche Linie meiner väterlichen Seite, nach der ich definitiv schlage ist weit über 80 geworden. Ein Ziel, das ich gern erreichen möchte. Die Männer hatten es da eher nicht so gut. Sowohl mein Vater als auch mein Großvater sind viel zu jung gestorben.
Hab ich ja gute Chancen, solange mich nicht ein anderer Verkehrsteilnehmer einfach umfährt oder irgendwas auf mich drauf stürzt :grins:
Ich war ein schlankes Kind.
Eines, wofür man heute wohl die Eltern loben würde.
Damals galt das als zu dünn.
Ich wurde zu "Erholung" geschickt, was nichts anderes bedeutete, als dass ich dort zunehmen sollte.
Wenn ich Kinderbilder von mir sehe, war ich nach heutigem Blick, sicher nicht zu dünn. Damals sah man das aber so.
"Das Kind muss was auf die Rippen kriegen!"
Für jedes zugenommene Gramm wurden die Kinder gelobt.
So ändern sich die Zeiten und die Sichtweisen.
Ich habe übrigens nicht zugenommen, weil ich vor Heimweh umgekippt bin und dann zum Glück nach Hause durfte.
Übrigens kann ich mich nicht erinnern, dass ich mich als Kind mal nicht satt essen konnte.
Zwar hatten wir kein Geld dafür, dass es dauernd Süssigkeiten hätte geben können, aber meine Mutter hat es immer geschafft, dass wir satt wurden.
Meine Mutter selber war übrigens immer hart am Dürr-sein. Bis erkannt wurde, dass sie "Schilddrüsenkrank" (Überfunktion) ist.
Nach einer, für damalige Zeiten, aufsehenerregenden OP, (mit dem schmalen Halsschnitt, der in dieser Form noch recht neu war) wurde sie etwas fülliger. Aber sie blieb immer schlank. Ein Abbild ihrer eigenen Mutter.
Mein Vater war, was man stattlich nannte.
Und zu meiner Schilddrüsenunterfunktion, habe ich sicherlich eine Menge Gene von meinem Vater geerbt.
Denn mittlerweile bin ich bestimmt sehr "stattlich"!:-D
Bauchtanz
22.05.2007, 13:18
Da passt auch wieder das wunderschöne arabische Sprichwort
Eine Frau ohne Bauch ist wie ein Himmel ohne Sterne :)
Da könte ich noch was zur der Geschichte des orientalischen Tanz posten.
Bauchtanz auch Orientalischer Tanz, Tanz des Ostens auch Raqs Sharki genannt Danse du ventre Tanz des Bauches=Bauchtanz. Von den Franzosen „Danse du ventre „so genannt weil eben dicke Frauen den Tanz in Cafes usw in Kairo darboten. einer der ältesten Tänze der Welt.
Wer Interesse an den gesammten Artikel hat kann mir eine Mail senden.
Aber erst mit Twiki entstand die Diätenwelle.
Gruß
Christine
Cassandra
22.05.2007, 17:01
Was ist denn Twiki?Twiggy bei Rechtschreibschwäche.
Sonnenkuss
22.05.2007, 17:09
Was ist denn Twiki?Ein moderner hawaiianischer Volkstanz... mit Bananenschalen.
Ach so, dann bin ich ja beruhigt.
Nur - wo kommen die Bananenschalen hin?
Ins Müsli?
Bananenschalendiät mit gleichzeitiger tänzerischer Sporteinlage?
Sonnenkuss
22.05.2007, 19:23
Und an allem Diätenwahn(sinn) ist dann das arme Mädel Twiggy auch nicht schuld.
Das hat den Menschen dann schon so gefallen.
Bauchtanz
22.05.2007, 20:38
Und an allem Diätenwahn(sinn) ist dann das arme Mädel Twiggy auch nicht schuld.
Das hat den Menschen dann schon so gefallen.
War wohl sowas wie eine Modeerscheinung.
Zitat:
Zitat von Itsme
Was ist denn Twiki?
Ein moderner hawaiianischer Volkstanz... mit Bananenschalen.
Hallo Itsme da hat sich bei mir der Fehlerteufel eingeschlichen. Aber zu den hawaiianischen Volkstanz hätte ich gerne mehr Info, kannst du da helfen per PN ?
Gruß
Christine
Das von *Stadtmadl* gefundene Zitat ist wirklich schön! :)
Un die Sache mit den *unschönen Knochenvorsprüngen* würde ich auch heute noch so unterschreiben! :)
Findet:
Bianca
Hallo Itsme da hat sich bei mir der Fehlerteufel eingeschlichen. Aber zu den hawaiianischen Volkstanz hätte ich gerne mehr Info, kannst du da helfen per PN ?
Ja, habe dann kapiert, dass Du Twiggy meintest.
Aber zu dem Tanz kann Dir Sonnenkuss sicherlich was sagen, da diese Erklärung von ihr kam.:-D
Vielleicht kann ja das ganze Forum nach Hawaii pilgern und einen Kurs belegen?
Cassandra
23.05.2007, 08:25
.:-D
Vielleicht kann ja das ganze Forum nach Hawaii pilgern und einen Kurs belegen?Hmm, was machen Bananenschalen im Informatikkurs?:baeh2: Und wird er posthum von Josephine Baker abgehalten?
Vielleicht kann ja das ganze Forum nach Hawaii pilgern und einen Kurs belegen?
Ich würde schon mitkommen.
*Blumenkette und Hawaihemd in den Koffer werf*
Man muss ja was tun für die Bildung.
Und da sind Kurse genau das Rischtische, gel?
Hmm, was machen Bananenschalen im Informatikkurs?:baeh2: Und wird er posthum von Josephine Baker abgehalten?
1.) Vielleicht schliddert man auf ihnen leichter hindurch?
2.) Datt Joseffa hat ja n paar Filmskes hinterlassen, an die man sisch denn orientalieren kann!
Ich würde schon mitkommen.
*Blumenkette und Hawaihemd in den Koffer werf*
Und schnell nur noch Banänskes essen, damit wir genug Schalen fürn Röcksken haben!
(Oh... huch!!!??? Diät! Bananendiät!:eek: :-D )
..und et is sooooo scheee auf hawaii :rolleyes:
Stöpsel *schonmaldagewesenist* http://www.cosgan.de/images/smilie/sportlich/f035.gif
Sonnenkuss
23.05.2007, 10:44
Jahahaha, meldet euch nur an zum nächsten Forentreffen!
Ich bring die Hawaiketten und die Gitarre mit und dann lassen wir uns mal was zum Dickie-Twiggy-Tiki-Tanz einfallen! Mit oder ohne Bananen.
Lokerman
23.05.2007, 12:26
Lambada im Bastrock??:grins::grins:
also! auf gehts (http://www.hawaii.com/visit/oahu/index.php)! :cool2:
Aloha auf nach Bora-Bora,
tanzt den Dicki-Twiggy-Twiki ohne Schickimcki!
Zu der Gitarre brauchen wir noch ne Ukulele.
Ich kann Blockflöte:eek: ! (Jaul!)
Weitere Instrumentalisten bitte melden.
Sänger werden auch genommen!
Auch Hawaiianische Jodler.
Lovely Rita
23.05.2007, 17:03
und auf hawai gibt es etliche leute, die 200 kilo wiegen und quietschfidel sind. weiß ich von einer freundin, die dort lang gelebt hat. die hat auch einen behandlungstisch (ist chinesische ärztin), der locker so schwergewichte trägt.
und auf hawai gibt es etliche leute, die 200 kilo wiegen und quietschfidel sind.
Denen hat bestimmt nur noch niemand gesagt, wie krank sie alle sind. Noch schlimmer ist die Ignoranz der Kubaner - die rauchen den ganzen Tag dicke Havannas und werden locker 100. Unverschämtheit!
Wenn der Gedanke nicht etwas imperialistisches an sich hätte, würde ich vorschlagen, die Frädrichs, Webers, Klums und Fröhlichs dieser Welt lebenslang dort hin zu schicken.
Kesheran
24.05.2007, 12:33
Musste ein bißchen suchen, habe aber die Werbung für "Ein-Tragol-Bonbons" aus dem Jahre 1920 im "jetzt" - Forum der Süddeutschen Zeitung wieder gefunden:
Es handelt sich um ein Gewichtszunahme-Präparat das mit folgenden, freundlichen Worten angepriesen wurde:
"18 Pfund zugenommen - und diese 18 Pfund gleichmäßig verteilt auf Gesicht, Arme, Brust, Hüften und Waden. Bedenken Sie, wie Ihre Figur durch diese Gewichtszunahme verschönert wird und um wieviel Sie sich dadurch begehrenswerter machen.
Durch die wohlschmeckenden "Eta-Tragol-Bonbons" (für Damen, Herren und Kinder von gleicher Wirkung), die nach der Mahlzeit genommen werden, läßt sich das Körpergewicht in einigen Wochen um 10 bis 30 Pfund erhöhen. Die unschönen Knochenvorsprünge an Wangen und Schultern schwinden. Pfund um Pfund nehmen Sie zu, an allen Körperteilen zeigt sich Fettansatz. Unbehagen und Unlust weichen, und nach ein paar Wochen hat das bisher schmächtige Aussehen einer vollen, ebenmäßigen Erscheinung Platz gemacht. Zugleich schaffen sie aber auch, indem sie die roten Blutkörperchen vermehren, Nervenkraft und Blut."
Bitte nicht denken, dass mir viel an Übergewicht liegt. Aber ich finde es so süß, dass vor ca. 90 Jahren einen Zunahme zumindest unter Gewissen Voraussetzungen noch als erstrebenswert angesehen wurde.
Und ich glaube "volle, ebenmäßige Erscheinung" war das Ideal, das mein Opa noch im Auge hatte. :)
Hihihi....das ist echt toll, eine ähnliche Geschichte habe ich erfahren, als ichm mit meinen Eltern essen war, ich weiß nicht mehr wie der Zusammenhang war, aber es fiel das Wort "Nährbier". Da ich keine Ahnung hatt was das sein soll hab ich mal gefragt und bekam als Antwort, dass "Nährbier" eine alte Bezeichnung für Malzbier ist und deswegen so hieß, weil man es früher vor allem für damaligen Verhältnisse zu dünnen Frauen, zu trinken empfohlen hat um eine "Gewichtsaufbesserung" und damit verbunden ein besseres Aussehen und eine bessere Gesundheit zu bekommen...man ging also davon aus, wer sehr schlank ist, muss krank sein...so das Gegenteil von heute eben:-D
Grüßle,
Kesh!
Aloha auf nach Bora-Bora,
tanzt den Dicki-Twiggy-Twiki ohne Schickimcki!
Zu der Gitarre brauchen wir noch ne Ukulele.
Ich kann Blockflöte:eek: ! (Jaul!)
Weitere Instrumentalisten bitte melden.
Sänger werden auch genommen!
Auch Hawaiianische Jodler.
Ich spiele ab und an Arschgeige - bin dabei :grins:
Na gut, dann pfeif ich dazu noch aus dem letzten Loch.:grins:
Cassandra
24.05.2007, 15:21
Na gut, dann pfeif ich dazu noch aus dem letzten Loch.:grins:Das läßt eine S[a|e]ite in mir anklingen...
Das wird nicht reichen Cassandra.
Aber machts nichts, ich bringe Dir dann schon die Flötentöne bei!:grins:
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