Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tu ich nun? Bypass oder nicht?
Hallo ihr Lieben,
Nachdem ich 2001 mich gegen das Einpflanzen eines Magenbandes entschieden hab - obwohl ich incl Psych alle Untersuchungen schon hinter mir hatte - hab ich in den 6 Jahren noch mal 20 Kilos zugenommen und komme mir immer mehr vor wie ein Pflegefall.
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich vor 9 Jahren noch eine aktive, sportliche, fitte Dicke war und nun ...? Ich sitz im Rolli, (den ich eigentlich nicht mehr benutzen dürfte, weil das zulässige Gewicht um genau die 20 Kilos überschritten) meine Krankheitsgeschichte ist schon ein mittlerer Roman, neue Knie krieg ich erst, wenn ich 50 Kilo abgenommen hab und seit letzter Woche weiss ich, dass ich auch noch 2 Bandscheibenvorfälle, Wirbelgleiten und eine aktive Arthrose der LWS habe. Ach ja, DiabetisII ist auch im Anmarsch....Irgendwie ein Totalschaden.
Und über allem schwebt... solange sie soooo viel wiegen... Also steht auch bei mir die Entscheidung an, ob ein Bypass gemacht werden soll. Ich weiss ziemlich viel über die Risiken und sehe es auch absolut nicht rosig - aber ich hab einfach keine Ideen mehr, was ich noch machen kann, machen soll.
Auf der anderen Seite habe ich fast genauso viel Respekt vor den weiteren Folgen - ich bin jetzt seit Wochen krank geschrieben und komme so mit dem Rücken auch nicht wieder in eine sitzenden Position. Nun hab ich nächste Woche einen Termin beim Neurochirurgen, mal sehen, was der sagt.
Am besten, ich such mir einen ganzjährig warmen Sandstrand und laß mich da einbuddeln und bring meinem Hund bei, wie er Marinis apportiert :baeh:
Michaela
hallo northstar!
so wie du deine situation schilderst, ist es sicher kein wunder, dass du über ac-chirurgie nachdenkst.
was du sonst noch tun könntest?
ich hab da keine antworten für dich, nur viele fragen, aber vielleicht helfen die dir ja auch weiter.
warum keine neuen knie, bevor du 50kg abgenommen hast??? :eek:
ich lese das immer wieder und ich kann es einfach nicht verstehen. ok, die prothesen sind ein größeren abnutzung ausgesetzt, vielleicht re-op nötig, op-risiko, blablabla... aber, wieso soll das alles ein grund sein, einen menschen im rollstuhl sitzen zu lassen, wenn ich andererseits ac-chirurgische maßnahmen scheinbar problemlos bis in schwindelerregende bmi-dimensionen machen kann? mit mehr als ungewissem langfristigem ausgang!
was ist vor 9 jahren passiert, das dich von einer sportlichen aktiven dicken in den rollstuhl und in die nähe einer magenband-op katapultiert hat?
soviel ich weiß ist es, bis auf unerklärliche ausnahmen, ein ziemlich langer kampf, bis die krankenkassen so einer op zustimmen. wäre es nicht denkbar, diese nötige kampfeslust in die suche nach einem orthopäden zu investieren, der deine knie operiert, egal bei welchem gewicht?
gönn dir vor einer ev. op jeglicher art bitte eine lange auszeit an besagtem warmen sandstrand samt hundeapportierten martinis, ein mensch mit solch netten phantasien ist eindeutig noch weit weg vom totalschaden :grins:!
Sonnenkuss
08.04.2007, 08:51
Das mit den 50 Kilo hat schon seine Berechtigung... man kommt halt mit 50 Kilo weniger schneller wieder auf die Beine.
So ein neues Kniegelenk soll ja langsam an Belastung gewöhnt werden und da zählt jedes Kilo Leichtigkeit.
ein neues kniegelenk bedeutet auch, dass zwei knochen aufgesägt werden, ein "metallteil" hineingeschoben wird und dieses dann ober- und unterschenkel zusammenhalten muss.
einer massive gewichtsbelastung können die verbindungsstellen an den knochenende dann einfach nicht mher tragen.
so hat es mir damals zumindest ein orthopäde erklärt.
bei mir handelte es sich allerdings auch um weit über 200 kilo.
eine op wurde mir "erst" ab rundum-bei 100 kilo zugesagt, weil das risiko dass etwas schief geht (mit den knochen) sonst mit nichts aufzuwiegen gewesen wäre.
liebe michaela,
deine lebens/-leidensgeschichte hat mich eben sehr betroffen gemacht und ich wünsche dir von herzen dass du deinen weg findest.
dein "lustiger" satz zum schluss kam bei mir alles andere als "lustig" an. eher sehr verzweifelt.
mitfühlende grüsse
Silke, die den entschluss pro AC in ähnlicher situation heute nicht bereut.
erstmal danke für den Zuspruch :)
@Rita
98 hat mich ein Spritzenabszeß erwischt, der verursacht durch eine fehlerhaft gesetzte Cortisonspritze sich bis zu einem Liter Eiter fortenwickelt hat, bis er denn mal jemandem auffiel. (O-Ton des später begutachtenden Professors: Normalerweile überlebt man das nicht, aber da sie überlebt haben war's wohl nicht so schlimm)
Bis das Ding dann so halbwegs ausgeheilt war, waren eineinhalb Jahre und insgesamt wohl 15 OPs vergangen. In der Zeit habe ich im Wesentlichen auf der Couch auf dem Bauch gelegen. Als Grunderkrankung hab ich eine Rheumatoide Arthritis, dazu wohl auch noch eine ziemlich schrottige Wirbelsäule - nach den neuesten Befunden. Das lange rumliegen ist mir dann eben auch nicht bekommen und ich habe meine Mobilität einfach nicht wieder aufbauen können, weil ständig irgendwas neues dazu kam. Wie jetzt eben der Befund mit der WS.
Seit 2000 habe ich nun einen Rolli, den ich für längere Strecken und unterwegs benutze, hab aber auch noch ein Liegerad, mit dem ich bis letztes Jahr auch noch kurze Strecken fahren konnt - manchmal dann auch mit vierbeiniger Unterstützung.
Morgen tappere ich erst mal zum Neurochirurgen mit der CD vom MRT, mal schauen, was der so sagt...
Hallo NorthStar,
ich habe schon oft darüber nachgedacht, unter welchen Umständen ich mich FÜR eine OP entscheiden könnte. Deine Situation wäre ein solcher Umstand. Dennoch würde ich es zuerst anders versuchen.
Viele Deiner Probleme würden sich meines Erachtens durch Muskelaufbau erledigen. Ich zitiere da mal Kieser, der sagt: "Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz". Es gibt viele Menschen mit schrottigen Wirbelsäulen. Ein guter Muskelapparat verhilft vielen dieser Menschen aber zu einem ganz normalen Leben.
Ich denke, dass Du ein Fall für eine ausführliche, mehrwöchige oder vielleicht sogar mehrmonatige Reha bist. Und genau dafür würde ich an Deiner Stelle jetzt zuerst mal kämpfen.
Wie ich Dir schon schrieb, habe ich es selbst erlebt, wie leicht man abbauen kann, wenn man nur kurze Zeit liegt. Und auch ich habe reihenweise Rückschläge erlebt. Natürlich ging es mir nie so schlecht wie Dir, aber trotzdem hat mir Muskelaufbau enorm geholfen, wieder in ein normales, schmerzfreies Leben zurückzufinden. Ich kann immer noch keine großen Strecken laufen, aber ich kann wieder laufen und die Strecken werden wöchentlich länger.
Auch wenn Du die OP durchführen lässt, wirst Du Deinen Muskelapparat wieder aufbauen müssen. Also kannst Du das auch erst einmal ohne die OP probieren. Wenn das nicht hinhaut, kannst Du Dich immer noch für die OP entscheiden.
Ich wünsche Dir viel Kraft und GUTE BESSERUNG!
Martina
hallo zusammen,
der muskelabbau durch die lange liegerei war damals auch mein problem.
bis dahin konnte ich sehr gut mit meinem extremen gewicht leben, arbeiten gehen, mich bewegen.
unsere geschichten scheinen da sehr ähnlich zu sein.
ich drücke dir von herzen die daumen dass es bald wieder bergauf geht!
liebe grüsse
Silke
So, nachdem ich nun den Neurochirurgen* hinter mir habe weiss ich zumindest für den Moment, wie's weiter geht. Ich bekomme jetzt erst mal wöchentlich eine Spritze in die entzündeten Wirbel - unter Röntgen. Nach sechs Wochen bin ich damit durch, und dann können wir entscheiden wie's weiter geht. Sollten die nicht anschlagen, kann man einen Katheder in die Wirbelsäule legen - ürgs, schüttel - und ansonsten die LWS versteifen. Aber ich denke einfach, darum kümmer ich mich, wenn die Injektionen nicht anschlagen.
Mein Gewicht war natürlich auch sofort Thema.... nicht nur für's OP-Risiko sondern eben auch im Falle der notwendig werdenen OP. Nunja.
Ich denke Euer Tipp mit Muskelaufbau ist super wichtig und gut - ich suche jetzt mal den Weg, den ich da gehen kann und versuch es mal. Denn durch die blöde Rumliegerei wird's ja eh nicht besser.
Also hüpf ich mal aus meinem Selbstmitleid und versuch mal mich zu bewegen :)
Danke an Euch!
Michaela
es wird mir immer unverständlich bleiben, warum ausgerechnet in den Praxen, wo Leute kaum krabbeln können, die Wartezimmer nicht mit genügend Stühlen ausgestattet sind... Gott sei Dank bring ich mir meinen ja mit...:)
Melodie44
15.05.2007, 22:00
Hallo liebe Michaela,
ich hatte lange Zeit fast das selbe Problem und habe nach fast 2 .Jährigen darüber nachdenken mich dazu entschieden einen Magenbypass machen zulassen,den ich habe auch ziemlich viele Gesundheitliche Probleme.Nun war ich zur voruntersuchung für den Bypass und je mehr der Arzt mir erklärte desto schlechter wurde es mir und da ich Diabetes 1 habe kommt schon mal kein Magenband in frage.Aber um es kurz zu machen!Nach langem hin und her der entscheidung habe ich entschieden das die Op nicht halb so schlimm sein kann,wie die Tagtäglichen Schmerzen und ich bin mir sicher das du weißt was ich meine!!
Den die alltäglichen Schmerzen hintern uns auch unser Leben so zu Leben das es wirklich spass macht...
Ps:Eine gute Freundin von mir hat seit ca 8.Wochen einen Magenbypass (sie wog ca 180kg)in der Zeit hat sie nun schon 46kg abgenommen und sie kann jetzt schon wieder ohne schmerzen Gehen und Treppensteigen und ich freue mich so sehr darüber,den ich weiß wie sie auch gelieten hat.
Nun liebe Michaela ich weiß nicht ob ich dir mit meinem beitrag etwas in deiner Entscheidung geholfen habe.Ich wünsche dir von Herzen gute besserung und das du bald wieder gehen kannst ganz ohne Schmerzen.
Lg:karin:)
Ps:Eine gute Freundin von mir hat seit ca 8.Wochen einen Magenbypass (sie wog ca 180kg)in der Zeit hat sie nun schon 46kg abgenommen und sie kann jetzt schon wieder ohne schmerzen Gehen und Treppensteigen und ich freue mich so sehr darüber,den ich weiß wie sie auch gelieten hat.
natürlich muss ich als totaler AC-Gegner wieder dazwischen funken *hüstel* aber 46kg in 8 Wochen....das ist extrem viel. Das kann kein Körper auf Dauer verkraften. Dann auf einmal die neu gewonnene Beweglichkeit, die man natürlich total begeistert ausnutzen will. Das kann mir keiner weiß machen, dass ein Körper das ohne jegliche Konsequenzen hinnimmt und damit klar kommt. Ich warte mal drauf, wie es in einigen Jahren aussieht.
wie immer skeptische Grüße
Grit
natürlich muss ich als totaler AC-Gegner wieder dazwischen funken *hüstel* aber 46kg in 8 Wochen....das ist extrem viel. Das kann kein Körper auf Dauer verkraften. Dann auf einmal die neu gewonnene Beweglichkeit, die man natürlich total begeistert ausnutzen will. Das kann mir keiner weiß machen, dass ein Körper das ohne jegliche Konsequenzen hinnimmt und damit klar kommt. Ich warte mal drauf, wie es in einigen Jahren aussieht.
wie immer skeptische Grüße
Grit
Ich bin auch sehr skeptisch. Dann denke ich, wird die Leberproblematik dabei viel zu sehr verdrängt, denn die Leber spielt bei hohen Gewichtsverlusten eine grosse Rolle und kann durchaus komplett ausfallen. Die Möglichkeiten Laktoseintoleranz zu entwickeln und was sonst noch so alles kommt.
Ausserdem hab ich grad letzte Woche in einem AC-Forum gelesen, dass eine Frau ein dreiviertel Jahr nach Bypass und div. Komplikationen danach verstorben ist. Klar steht dagegen auch der Bruder einer Freundin, der vor 2 Jahren im Sommer mit 32 verstarb und für eine Zeitungsmeldung der extrem unerfreulichen Art sorgte (Feuerwehr musste...)
Und dann habe ich ziemlichen Repekt davor im Verdauungssystem rumzubasteln. Und ich glaube, dass in den AC-Foren die Probleme danach viel zu sehr heruntergespielt werden - in einzelnen Statements merkt man auch, dass insbesondere die Leute, die danach Probleme haben auch in den OP-Centren nicht super betreut sondern mehr im Regen stehen gelassen werden.
Diesem Deinem Beitrag, liebe mica, kann ich uneingeschränkt zustimmen. Das Schicksal der vorige Wochen Verstorbenen haben wir auch schon länger begleitet. Es ist grauenhaft. Und sie wurde ja nun wirklich im Regen stehen gelassen.
Mir tut das auch leid, immer wieder von Todesfällen zu lesen. Immerhin sind diese Menschen an diese OP gegangen mit dem Gedanken, danach eine neue Lebensqualität zu erfahren.
Und selbst wenn man sie hinterher nicht im Regen stehen ließe, ich denke, langsam gewonnenes Gewicht sollte man auch langsam wieder verlieren. Keiner hier ist morgens aufgewacht und war dick. Das ging bei vielen über Jahre und Jahrzehnte. Auch wenn uns die Medien etwas anderes vormachen wollen, ein Körper gewöhnt sich an alles. Aber eben nur langsam. Und so wie er sich langsam daran gewöhnt hat, dass man langsam zunahm, muss er sich auch langsam daran gewöhnen, wenn man langsam abnimmt.
Ich muss bei dieser ganzen AC-Geschichte immer wieder Menschen anbringen, die an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung leiden. Ich denke, jeder von denen würde viel dafür geben, einen gesunden Magen-Darmtrakt zu haben. Wir haben im engeren Freundeskreis ein Mädchen, das mit 11 Jahren an Morbus Crohn erkrankt ist. Sie war ein normalgewichtiges Kind und jeder Schub kostet sie unendlich viele körperliche Reserven. Wir wissen nicht, welche Lebenserwartung sie einmal haben wird, wenn das ganze so früh anfängt. Aber wenn ich daran denke, wie sie nach 12 Kilo Gewichtsverlust am Tropf hing und sich kaum noch rühren konnte, dieser kleiner Körper, dann kommt mir diese AC wie ein Hohn vor. Da tun sich Menschen sowas freiwillig an. Komplikationen haben nur die anderen. Und man kann mir erzählen was man will, ich kann einfach nicht glauben, dass hier NICHT der optische Aspekt im Vordergrund steht. Schlanksein um jeden Preis. Immer unter dem Deckmantel der Gesundheit und der neuen Lebensqualität. Das ist krank und gehört einfach nur verboten.
Ich begegne jedem Menschen mit Respekt, ich verurteile niemanden für seine Entscheidungen aber ich schätze jeden, der diese OP schon in der Tasche hatte und sich doch noch umentscheidet um einen anderen - durchaus längeren - Weg zu gehen.
Sonnenkuss
16.05.2007, 08:31
Genau diese "rassanten" Erfolge sollen uns Dicken wohl vor Augen führen, dass wir ja nur Angsthasen sind und uns doch gefälligst für die AC breitlabern lassen sollen.
Sorry, 46 kg in 8 Wochen, der Arzt gehörte verklagt.
Wiederum, das wirds dann auch gewesen sein mit der Abnahme, denn viel mehr geht ja nicht, soweit ich weiß (wo sind unsere Experten?).
Gesund ist das sicher nicht, und vielleicht geht es der armen Frau gewichtsmäßig gut, aber niemalsnicht organisch. Wahrscheinlich leidet sie an Dauerdiarrhoe und Erbrechen. Das wäre interessant und nicht dieser völlig hirnrissige, radikale und ungesunde Gewichtsverlust.
Wie blond seid ihr denn, das ihr euch von diesen Euphorikern mit dem Dollarzeichen in den Augen verstümmeln lasst fürs Leben. Mensch Mädels, manchmal wird mir himmelangst.
Ich finde auch, dass 8 Wochen kein wirklicher Punkt sind, an dem man den Erfolg einer OP messen sollte. Hier sollte man auf lange Zeit schauen.
Was ich hasse sind die Aussagen vieler ACler, ja ich les mich auch so durch diverse Foren, dass wir hier doch nur faul wären, etwas an uns zu ändern. Wisst Ihr Leute, die Ihr diesen Mist erzählt, wir ändern uns hier sehr, wir arbeiten hart an uns. Aber eben nicht an unserer äußeren Hülle sondern an unserem seelischen Zustand und verbunden damit arbeiten wir auch an gesunder Ernährung und Bewegung. Dass wir dabei nicht immer gleich sofort massig abnehmen, ist kein Zeichen für Versagen, sondern in meinen Augen ein Zeichen dafür, dass unser Körper bereit ist diesen Weg langsam mit uns zu gehen und wir doch irgendwo was richtig machen müssen.
Aber das darf ja nicht sein, denn sonst wäre das, was Ihr da tut, Schönrederei....und DAS ist es ja ganz bestimmt nicht. Ihr tut ja immerhin was gegen Euren Zustand, der in Euren Augen unerträglich ist. Es gibt ein tolles Album einer guten Band mit dem Titel "Es reicht - Nimm Dir das Leben" und das tue ich. Mir reichts, ich nehme mir das Leben, so wie es ist. Ich genieße es. Ich tue was dafür. Auch wenns nicht leicht ist und ich als eines von Mutter Natur ungeduldigsten Geschöpfen, das jede Veränderung am liebsten sofort haben will....es geht langsam. Seit 2 Jahren straffen sich zusehends meine Beine, meine Oberschenkel. Meine Kondition steigt, aber dafür musste ich auch 2 Jahre was tun. Eine OP würde mir vielleicht das Fett nehmen, aber niemals meinen Körper so straffen, wie es regelmäßige Bewegung tun, die noch dafür Balsam für meine Seele ist. SO!
Ach wat solls...soll jeder machen wie er denkt aber hinterher net jammern. Lieber langsam 6 Kilo in 2 Jahren als 46 kg in 8 Wochen.
ich möchte nochmal sagen dass die entscheidung zur op für mich genau die richtige war!
die folgen ohne wären/sind für meine ganze familie und vor allem für mich nicht weniger dramatisch gewesen als jede leidensgeschichte bei einer anderen erkrankung.
liebe grit...du kannst mir glauben. bei mir stand ganz sicher nicht "der optische aspekt" im vordergrund... wie bei vielen anderen operierten auch nicht.
deine bedenken und dein entsetzen über diese drastischen/folgenschweren ops in allen ehren.... im leben hat immer alles zwei seiten.
liebe grüsse
Silke
Sonnenkuss
16.05.2007, 08:51
Also ich nehm nicht ab und straffe mich nicht.
Muss ich jetzt auf die Stille Treppe... :heul:
Ich bin nämlich so mehr oder weniger zufrieden und weiß nicht, ob ich zwanghaft abnehmen will.
@Ruberta: Gesund bist Du deswegen noch lange nicht. Ich denke, wenn ich mir deine Herzgeschichte anschaue, dann war diese OP nicht zwingend der richtigere Weg. Das geht Deinem Herzen alles viel zu schnell.
Auch wenn jede Medaille zwei Seiten hat, AC ist in meinen Augen definitiv der falsche Weg. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich werde meine Meinung diesbezüglich nicht ändern. Aber ich habe dafür auch meine Gründe.
@Soku: Nö :) Ich hab da nur von mir gesprochen in dieser Hinsicht und eigentlich wäre es mir selbst gar nicht aufgefallen, dass mein Körper sich verändert, wenn mich nicht dauernd Freunde darauf aufmerksam gemacht haben. Bewegung tut mir jedenfalls gut, ob ich davon abnehme oder nicht, ist mir jedenfalls wurscht. :)
ich nehme im übrigen auch nicht mehr ab.
schon seit einem guten halben jahr nicht mehr.
die grösste abnahme erfolgte im ersten halben jahr, dann kleckerten die kilos so vor sich hin und seit mehr als einem halben jahr ist ganz schluss.
mein gewicht hat sich, nach anfänglich leichter zunahme, inzwischen bei 145 kilo (+/-) eingependelt womit ich weitestgehend zufrieden bin.
denke mal dass es grösstenteil daran liegt dass ich zur zeit keinen sport machen kann und ich weiss auch, dass ich mich zur zeit extrem schlecht ernähre.
im zuge der häuslichen unruhe haben meine essstörung und ich wieder schwer miteinander zu schaffen.
das sind im vergleich zu dem was ich tatsächlich an lebensqualität wiedergewinnen durfte wirklich kinkerlitzchen.
im moment bin ich sowweit wirklich zufrieden.
langfristig möchte ich durch bewegung allerdings noch das eine oder andere pfund verlieren.
ich darf meine kaputten knie nicht aus dem augen verlieren. :(
eines tages müssen sie "runderneuert" werden... und dafür bin ich nunmal noch zu schwer.
soviel zu meinen zielen als AC operierte.
diese empfinde ich keineswegs als "nur den einfacheren weg gewählt" oder unrealistisch oder "ungesund".
sonnige grüsse
Silke
liebe grit,
darf ich dich daran erinnern dass meine herzgeschichte (die rhythmusstörungen) eine erbliche ursache haben?
im übrigen ist mein herz ZUSÄTZLICH durch die jahrelange belastung in einem so desolaten zustand.
ich habe, durch die massive überbeanspruchung der letzten jahre, das herz einer 70 jährigen.
keineswegs weil ich binnen eines halben jahres viel gewicht vorloren habe, sondern weil ich zuvor jahrzehnte gewichtstechnisch für zwei gelebt habe.
auch wenn das erste halbe jahr nach der op für herz+kreislauf sehr viel waren, so wird es mir langfristig (zumindest kardiologiosch) mit der grossen und schnellen abnahme besser gehen.
des weiteren glaube ich (haben mir diverse ärzte bescheinigt... bei weitem nicht alles pro AC meinungen), dass sich vieles erst durch meine gesteigerte bewegung gezeigt hat... im vorfeld jedoch schon lange da war.
ein so krankes (verbrauchtes) herz bekommt man nicht in einem halben jahr. das ist ein schleichender prozess.
liebe grüsse
Silke
* mein linker vorhof und die kammer sind vergrössert, die herzwände sind verdickt und somit in ihrer funktion stark eingeschränkt, sämtliche herzklappen insuffizient (teilweise mit reflux) und ich habe ablagerungen in den herzkrankgefässen inclusive durchblutungsstörungen (KHK)
ich darf meine kaputten knie nicht aus dem augen verlieren. :(
eines tages müssen sie "runderneuert" werden... und dafür bin ich nunmal noch zu schwer.
[/quote]
Ich persönlich bin der Ansicht, dass die Gesellschaft zu wenig für seinen Muskelapparat tut. Das betrifft auch Schlanke. Ich habe selbst gesehen, was man mit gezieltem Muskelaufbau erreichen kann und ich denke, sowas sollte immer vor einer OP im Vordergrund stehen. Egal welches Gelenk betroffen ist. Sofern man ohne OP etwas dafür tun kann, sollte man es tun. Aber dafür muss man es dann auch wirklich tun.
Ich glaube außerdem, dass AC total in die Hose gehen kann in vielerlei Hinsicht und dass es zwar immer welche gibt, die vorerst Glück hatten und bei denen sich das alles irgendwann noch melden wird.
Der Vater meines Exfreundes war Anfang der 90er an Darmkrebs erkrankt. Er bekam Chemo und einen künstlichen Darmausgang. Dann lebte er 10 Jahre mehr oder minder normal vor sich hin und dann kamen die Auswirkungen der OP und der Chemotherapie. Er lag 2 Jahre fast ununterbrochen im Krankenhaus. Mittlerweile geht es ihm soweit wohl wieder gut, dass er nach Hause kann, aber wirklich gesund ist er nicht mehr.
Ich denke eben, dass viele Dinge erst auf lange Sicht ihr wahres Gesicht zeigen werden. Bei einer Krebserkrankung hat man kaum eine andere Wahl, bei dem Thema AC jedoch schon. Und ich denke auch, dass da noch eine Menge passieren und über die Betroffenen hereinbrechen wird.
liebe grit,
bei einer arthrose 4. grades ist auch mit muskelaufbau keine dauerhafte veränderung zu erzielen. leider.
es geht mir mit meinen knien dadurch zwar wieder deutlich besser, jedoch wird eine op eines tages unvermeidlich sein.
das problem entstand allerdings auch erst durch den massiven muskelabbau in den 3 jahren vor der op.
meine bettlägrigkeit hat mich meine knie gekostet.
in diesem punkt stimme ich dir vollkommen zu!
durch entsprechende muskulatur kann sicher einiges aufgefangen oder verzögert werden.
doch ich glaube ich, dass der körper (in diesem fall die knie) einfach von natur aus nicht so konstruiert sind, dass sie dauerhaft über 200 kilo schleppen können ohne dabei deutlich schneller zu verschleisen. egal wie sehr die muskeln trainiert sind.
zu den folgen der ac...
klar! ich muss nun auch den rest meines lebens vierteljährlich vitamin b 12 gespritzt bekommen, weil meinem restmagen der intrensicfaktor fehlt und er dieses vitamin nicht mehr selbst einbauen kann....
ich muss seit der op noch mehr darauf achten dass ich genügend calcium in die knochen bekomme. spätestens in den wechseljahren muss ich da noch mehr als andere frauen drauf achten....
aber grit... ich war auch vor der op nicht gesund! nicht annähernd. im gegenteil. ich war lebensbedrohlich krank. durch viel dinge... hervorgerufen durch mein massives übergewicht.
ich bin durch die op jetzt nicht gesund. wie sollte ich auch? das habe ich aber auch niemals gedacht!
doch ich habe jetzt wieder lebensqualität. chancen... zukunftsaussichten... die hatte ich zuvor nicht mehr.
ich möchte behaupten ich war nicht minder "krank" als der vater deines exfreundes. die ursache war nur eine andere. nicht krebs, sondern meine essstörung deren folge das massive übergewicht war, welches wieder ganz andere folgen mit sich brachte.
mensch grit... ich kann deine argumente contra ac wirklich sehr gut nachvollziehen.
ich sehe das meiste sogar genauso!
es macht mich wahnsinnig, wenn ich sehe wie blauäugig manche menschen mit diesem thema umgehen und sich für die ac entscheiden und für eine op kämpfen, obwohl noch nicht alle anderen möglichkeiten abgeklärt oder ausgeschöpft sind.
in meinen augen ist dieser anteil an menschen jedoch (gott sei dank) nach wie vor die minderheit.
ein radikales "nein" zu AC kann/will ich nicht aussprechen.
liebe grüsse
Silke
Hallo,
vor sehr langer Zeit habe ich sehr viele Informationen aus diesem Forum bekommen. Dafür bin ich wirklich sehr, sehr dankbar.
Vor 4 Monaten stand dann nach wirklich vielen Überlegungen und schweißnassen Nächten doch die OP an.
Ruberta bringt es meiner Meinung nach sehr gut auf den Punkt.
Jeder muß diese Entscheidung für sich selbst treffen. Meinungsfreie Informationen sind gut und können bei der Entscheidung helfen. ABER, jeder hat einen anderen Leidensdruck und jeder hat andere Gründe sich von den Kilo's zu verabschieden. Diese Gründe sind für viele Freunde und Bekannte oft so nicht zu verstehen, wodurch die OP schlicht als Teufelszeug abgelehnt und niedergemacht wird.
Ich will es deshalb mal so ausdrücken: "Die OP ist meiner Meinung nach von allen schlechten Möglichkeiten die Beste".
Hier stellt sich die Frage, wenn 'zig Diäten und Sport aus welchen Gründen auch immer, nicht zum Erfolg führten, was ist dann die Zukunft?
Natürlich ist langsames Abnehmen, Sport und ein ausgeglichenes Leben besser als jede OP. Wenn's aber so nicht geht. Man gigantische Portionen verdrückt und einfach nicht satt wird. Wenn der "Sattschalter" fehlt. Viele haben mir vor der OP gesagt, es ist ein Problem im Kopf und ich muß nach den Ursachen schauen. Ja, das stimmt ohne wenn und aber. Ich habe ja auch 150 Std. Psycho hinter mir. Ergebnis: "0". Im Nachhinein kann ich aber folgendes sagen. Und bitte, alles was ich hier schreibe gilt nur für mich, bei anderen kann das alles ganz anders sein. Mein Magen war so riesig, daß das "Vollsignal" kaum noch erreicht wurde. Ergebnis: Dauerhunger oder kotzübel. Nach der OP ist diese Gier oder sagen wir mal, der Fresswahn wie weggeblasen. Bitte fragt mich nicht warum das so ist, bei mir ist es so. Und siehe da, jetzt bin ich auch in der Lage mein Essverhalten zu steuern. Vorher ging das gar nicht. Ich kann jetzt aufhören wann ich will, muß auch nicht unbedingt essen und kann mich sogar auf gesunde Nahrung einstellen. Aber dieses Gefühl und die Möglichkeit ein gesteuertes Essverhalten an den Tag zu legen, ist zweifellos teuer erkauft.
Nach 4 Monaten kann ich aber sagen, für mich war die Entscheidung sehr, sehr schwer, aber in meiner Lage absolut richtig.
Deshalb mein Tipp:
So viele Informationen wie möglich einholen. Dabei ist es unerheblich ob positiv oder negativ. Es sollten nur Info's sein, die wirklich den Tatsachen entsprechen. Dann mit wirklich guten Freunden (auch Arzt) eine ruhige Diskusion führen und andere Meinungen bzw. Alternativen einholen. Das alles erst einmal für einige Zeit setzen lassen. Danach ist die einsame Zeit fürs stille Kämmerlein gekommen. Hier muß man mit sich ins Gebet gehen und wirklich ehrlich zu sich selbst sein. Mit anderen Worten:" hier muß reiner Tisch gemacht werden". Hier ein paar Fragen, die man sich stellen sollte:
1. Will ich abnehmen um schöner, toller usw. zu sein oder bin ich an einem lebensbedrohlichen Punkt angekommen.
2. Welche wirklich gangbaren Möglichkeiten habe ich?
3. Wie wird mein Leben aussehen, wenn ich keine OP mache und es mit einer Diät, Sport usw. mache? Kann ich das überhaupt? Wenn ja, warum hat es bisher nicht geklappt?
4. Nur wenn alle anderen Möglichkeiten wirklich nicht fruchten (dabei unbedingt ehrlich zu sich selbst sein - das wird wahrscheinlich nicht ohne Tränen zu machen sein, weil man sich auch seiner eigenen Hilflosigkeit und Schwäche bewußt wird), kann man über eine OP nachdenken. Hier sollte man sich der Risiken, die nun einmal da sind, bewußt sein und über deren Folgen nachdenken.
5. Kommt man im Gespräch mit sich selbst zu dem Schluß, daß es auch mit Diät, Sport usw. möglich ist, sofort weg von der OP und sich umgehend in den entsprechenden Vereinen anmelden. Warten und zögern wäre hier falsch.
6. Und nun der allerletzte Ausweg. Sollte man dann wirklich der Meinung sein, daß man es nicht schafft und es objektiv keinen anderen Ausweg gibt, nur dann sollte man sich in einer guten Klinik anmelden.
Nun noch etwas zu dem Abnahmeverhalten.
Ja, es ist richtig, man bekommt fast schon Angst weil man so wahnsinnig schnell abnimmt, und das auch noch ohne Hunger. Man kann sich besser bewegen, bekommt besser Luft, rennt wieder Treppen hoch und beim zwischenmenschlichen Kontakt ist es auch kein Nachteil. Aber es kann und darf nur der wirklich allerletzte Ausweg sein.
Ich wünsch euch was !
:daumen:
Melodie44
16.05.2007, 12:29
natürlich muss ich als totaler AC-Gegner wieder dazwischen funken *hüstel* aber 46kg in 8 Wochen....das ist extrem viel. Das kann kein Körper auf Dauer verkraften. Dann auf einmal die neu gewonnene Beweglichkeit, die man natürlich total begeistert ausnutzen will. Das kann mir keiner weiß machen, dass ein Körper das ohne jegliche Konsequenzen hinnimmt und damit klar kommt. Ich warte mal drauf, wie es in einigen Jahren aussieht.
wie immer skeptische Grüße
Grit
Hallo du,
die gleichen bedenken hatte ich auch und ich überlegte fast 2 jahre.Dann war ich jetzt schon einpaar mal bei der Selbsthilfegruppe des Klinikums und infomierte mich bei Leuten die das schon vor 1,2.3 jahren machten und sie berichteten mir fast nur gutes.
Natürlich wird das Leben dann anders sein den so mit genuß alles Essen und die menge das geht natürlich dann nicht mehr,eine Frau mit der ich mich unterhalten hatte (Magenbypass vor 1.Jahr) sagte mir nach ca einem dreiviertel jahr kann man aber wieder alles Essen nur in kleinen mengen aber das entfindet man dann nicht mehr als lässtig den es wird normalität.
Aber ich verstehe dich auch und kann deine bedenken gut verstehen.
Wünsche dir noch einen schönen Tag.
Lg.Karin:five:
Grade über die Gründe der OP habe ich sehr lange nachgedacht. Die Optik ist mir völlig egal. Bislang bin ich mit meinem Selbstbewusstsein und meinem Temperament immer ganz gut klar gekommen. Ich lebe nach dem Grundsatz, wer mich nicht leiden mag, hat eben keinen Geschmack. Ich verstecke mich auch nicht, bin Aussendienstlerin und mache Messedienste in vorderster Front. Mit meinen Kilos.
Klar stosse ich auch auf Ablehnung - aber ich beziehe sie nicht gleich auf mein Gewicht oder meine Optik. Ich halte das auch für völlig normal im Leben - I can't be everybodys darling an I don't want it.
Auf der anderen Seite bin ich nicht mehr so jung, dass ich alleine mit Geduld und Sport und Ernährungsumstellung klar komme. Die Umstellung hat schon all die Zeit vorher nicht wirklich geklappt. Durch die Unterfunktion der Schilddrüse habe ich unwissentlich immer auf verlorenem Posten gekämpft. Nun noch beginnende Diabetes. Ich bin immer noch nicht wieder arbeitsfähig, weil ich einfach nicht sitzen kann, trotz der neurochirurgischen Therapie. Krankengymnastik, Sport ist einfach nicht möglich. Ich liege seit Januar im Bett, weil ich nicht mehr sitzen kann.
Ich habe das Gefühl die Zeit läuft mir weg. Mein Job ist gefährdet. Und das alles zusammen verursacht mir Panik.
Christoph
25.08.2007, 16:06
Bei einer Krebserkrankung hat man kaum eine andere Wahl, bei dem Thema AC jedoch schon. Und ich denke auch, dass da noch eine Menge passieren und über die Betroffenen hereinbrechen wird.
Hat man eine Wahl? Diese Frage mit ja zu beantworten heißt den Dicken die Schuld mal wieder selber zu geben.
Bis wann hat man denn eine Wahl? Bis BMI 40,50 oder 60? Ich befürchte das die Anwendung des "Selber Schuld Prinzips" nicht unwesentlich dazu beiträgt das man ungewollt weiter zu nimmt.
Also - hat hier jemand eine wirkliche Alternative zur AC?
Ich weiß leider keine. Wenn es eine wüßte wäre ich wohl sehr reich :holy:
Grüße
Christoph
Also - hat hier jemand eine wirkliche Alternative zur AC?Ähm, die Frage stellst Du nicht im Ernst, oder?
Das (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=3679) ist z.B. eine Alternative.
Lovely Rita
25.08.2007, 21:19
Ich weiß leider keine.
bevor ich gesehen habe, dass martina einen von mir gestarteten thread als beispiel anführt, hab auch ich mich über diesen satz sehr gewundert.
ich denke, was die kollegInnen hier vor allem auszeichnet, ist die suche nach einem individuell gangbaren weg mit hohem gewicht umzugehen.
diese suche erfordert geduld, selbstvertrauen, kreativität und idealerweise dicke freundInnen und sympathisantInnen dicker menschen, die einen dabei unterstützen, die anregungen geben, verständnis zeigen etc.
mit schnippschnipp wäre in meinem fall unter garantie nichts getan gewesen.
leider macht dieses wissen weder mich noch die ehrenwerten betreiberInnen dieses forums reich.
Sonnenkuss
25.08.2007, 21:47
@Christoph, wenn du keine andere Wahl hattest ist das wirklich traurig und furchtbar.
Aber "man" hat eine andere, ich jedenfalls.
Christoph
26.08.2007, 22:39
Ähm, die Frage stellst Du nicht im Ernst, oder?
Das (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=3679) ist z.B. eine Alternative.
Doch das meinte ich sehr Ernst. Das "vernünftiges" Verhalten helfen würde ist schon klar. Ist es aber nicht eben das Wesen der Krankheit der schweren Adipositas Fälle das genau das eben nicht bei denn meisten nicht funktioniert?!
Ja liebe Sonnenkuss, ich muss leider gestehen das ich mit 218 Kilo und auch schon lange davor nicht in der Lage war mir selber zu helfen. Das war in der Tat sehr traurig und auch sehr furchtbar. Habe aber mittlerweile Hunderte kennengelernt welche die gleiche "Karriere" gemacht haben.
Wäre schon schön wenn man jedem einfach beibringen könnte wie man es richtig macht. Aber dann könnte man auch ständig die Bibel oder Marx zitieren. Das Wissen alleine reicht eben nicht, im Gegenteil wissen ja die meisten Adipösen wie sich sich richtig verhalten müssten. Dieses Wissen fördert bei denn meisten jedoch leider nur Ihren eh schön aus Überlebensstrategie angelegten Verdrängungsmechanismus und sie meinen noch stärker als zuvor sie wären selber Schuld. Was wiederum zu einer weiteren Gewichtzunahme führt da sie leider keine anderen Strategien haben um mit Ihren Problemen umzugehen. Da beißt sich die Katze dann quasi wieder in ihren eigenen Schwanz.
Bitte versteht mich nicht falsch. Ich unterstütze jeden darin der es selber versuchen möchte. Aber die Realität ist leider das es die allermeisten nicht alleine schaffen. Dazu müßte in der Politik, Schule und in der Gesellschaft sehr viel geändert werden. Und das ist leider wohl unmöglich.
Christoph
Nun, das Problem stellt sich eigentlich nur dann, finde ich, wenn man mit Gewalt schlank werden will. Mir persönlich geht es darum aber nicht. Mir ist es völlig egal, ob ich schlank oder dick bin. Ich will nur klar kommen. Das ist mein einziger Wunsch. Und dafür brauche ich keine AC.
Im Übrigen denke ich, dass es in wirklich schweren Fällen wie bei mica und Ruberta, die wirklich behindert waren, sicher eine Option ist, aber nachdem jetzt schon Leute, die 97 kg wiegen, einen als Erst-OP (!!!) Bypass bekommen ...
DAS finde ich KRANK! Und ... Du hast in dem anderen Thread nicht darauf geantwortet: Die Vermarktungsstrategie, die dahinter steckt, die finde ich so was von schlimm. Dafür finde ich keine Worte.
Lovely Rita
27.08.2007, 09:11
Aber die Realität ist leider das es die allermeisten nicht alleine schaffen.
das kommt darauf an, was du unter "es schaffen" verstehst.
ich denke, jede/jeder sollte für sich sehr genau prüfen, was damit gemeint ist.
ich sehe nun einigermaßen regelmäßig eine internistin, die mich beim langsamen abnehmen unterstützt und die sehr viel erfahrung mit essgestörten hat. und meine praktische ärztin, meine gynäkologin und seltener einen endokrinologen.
keiner von denen schreibt mir vor, was ich zu schaffen hätte. alle betonen und bestehen darauf, dass eine gewichtsabnahme nur langsam und nur im gleichschritt mit verhaltensänderungen, lebensstiländerungen vor sich gehen kann. bei mir ist das so.
die eigene situation analysieren und zu nüchternen ergebnissen kommen hilft.
dann sich hinsetzen und überlegen, wo man hin will. ich habe dazu vor allem bilder. dazu gehört keine lovely rita in größe 42, sondern eine lovely rita demnächst bei leichten kurzen wanderungen. mit einem sozialen leben, das sich kaum mehr vom gewicht einschränken lässt, weil die kondition einfach besser ist. eine lovely rita, die sich nach und nach ihre wünsche selbst erfüllt. die ausflüge macht, die liest, musik hört etc. die sich ein schönes leben macht.
das kann in winzigen schritten jeder und jede. natürlich kann ich nicht auf einmal auf den everest, fang ich lieber mit fünf kleinen schritten an. morgen sinds sieben, übermorgen vielleicht nur zwei.
realistische kleine ziele, mit rückschlägen umgehen lernen, vor allem mit anderen menschen umgehen lernen, sich behaupten.
ich komm auch nicht alleine vorwärts. deshalb habe ich mir ein umfeld geschaffen und gesucht, das mich unterstützt.
einen AC-chirurgen, der mich operiert, hätte ich sicher schneller bei der hand gehabt.
ich denke das wichtigste ist, sich die frage zu stellen, will ich leben, ja oder nein. und ich will. egal mit welchem gewicht. also muss ich was tun, damit es mir gut geht. ob ich nun den hintern hochkriege und bewegung mache oder ob ich mich jede woche mit lieben leuten treffe, die mir gut tun, ob ich lerne, meinen kummer auszutauschen und um hilfe zu bitten, ob ich mir ein hobby suche.... es gibt viele möglichkeiten so ein leben zu erfüllen. und es gibt keine patentrezepte.
die krankheit - ob nun eine schilddrüsenerkrankung oder eine essstörung oder hormonstörung hat ihren platz in unserem leben. wir können aber darauf achten, das ausmaß des raumes, den sie einnimmt, zu bestimmen.
Wie ich schon gesagt habe AC nur im Notfall.
Bei mir ist schon in einem so jungen Alter das Essen reglementiert worden das ich mich nicht an die Anfänge erinnern kann, ca. 1 bis 1,5 Jahren, davor musste mich meine Mutter nach einer schweren Krankheit wieder aufpäppeln.
Ich muss nicht schlank sein, jedes Kilo weniger tut mir zwar gut, aber es kommt so schnell mit Brüdern und Schwestern wieder zurück das ich Angst habe abzunehmen, Also ich bin gut so wie ich bin und wens stört soll wegschauen.
Sonnenkuss
27.08.2007, 10:08
...Bitte versteht mich nicht falsch. Ich unterstütze jeden darin der es selber versuchen möchte...
Ich frage mich auch gerade, was ich denn versuchen möchte, oder eher sollte laut Christoph.
Ich bin eine schlechte Dicke, ich versuche gar nichts, ich lebe.
Vielleicht willste mir dann mit 50 Euro helfen? Damit ich mal wieder lecker zum Steakessen gehen kann. Danke.
Tschulligung, aber da werd ich unsachlich, weil es um mich persönlich geht. Und ich stelle mit vor, so Leute wie du Christoph kommen an schwächere Charaktere, die dann wirklich meinen ihr Wohl und Wehe ließe sich mit einer AC beeinflußen. Das ist unverantwortlich und unakzeptabel.
Du magst meinen, deine Heilslehre gefunden zu haben, für dich.
Für mich und meine Meinung hast du dich verstümmelt.
Sicher warste vorher auch nicht gesund, aber mit einem einfach anders mißhandelten Körper, wird`s für dich halt nicht wirklich besser, meine Meinung.
Den Teufel mit dem Belzebub austreiben, hat hier mal jemand geschrieben.
Ich empfinde mein Dickendasein aber nicht als Teufel.
Ja, zugegeben, ich würde sicher Etliches darum geben, wenn ich weniger wiegen würde. Viele Dinge würden einfacher werden, wenn ich da an Klamottenkauf, endlich visuell untergehen auf Feiern & co., etc denke. Die Liste ließe sich sicher fast endlos fortsetzen.
Der Weg dahin, wenn ich ihn denn beschreiten würde, hat aber seine Grenzen. Über die Risiken der AC im Besonderen ist hier im Forum sicher genügend geschrieben worden. Zudem ist JEDE Operation mit Risiken behaftet. (In der Nachbarschaft meiner Eltern lebt eine Frau mit dem Intellekt eines 10jährigen Kindes, da sie die Narkose bei ihrer Blinddarm-OP nicht vertragen hat.)
Die Frage stellt sich jedoch auch, ob eine AC wirklich alle Probleme löst. Löst sich die vieldiskutierte Schuldfrage dann in Wohlgefallen auf? Gehört die Essstörung dann der Vergangenheit an? Mit Sicherheit nicht.
Die AC ist ein Mittel, um im Notfall jemandem mit körperlichen Beschwerden zu helfen und kein Allheilmittel, das man wie den Stein der Weisen anpreisen sollte.
@ LovelyRita, das hast Du wunderbar geschrieben. Hast Du nicht Lust zu dem Thema und zu der Schwimmerei mal kleine Artikel für die Website zu schreiben? :notier:
Ich habe jetzt angefangen, selbst noch mal was dazu zu schreiben, aber das ist nur Geschreibsel im Vergleich zu dem, wie es LovelyRita oben auf den Punkt gebracht hat. Daher habe ich es wieder gelöscht.
Martina
@ LovelyRita, das hast Du wunderbar geschrieben. Martina
Da kann ich mich nur anschließen.
Darüber hinaus ist es erstaunlich wie schnell es geht, das sich die Beweglichkeit und die Kondition verbessert.
Es ist auf jeden Fall den Versuch wert, bevor man sich auf eine OP einlässt.
Mania, die seit etwa 3 Wochen mehr oder weniger regelmäßig schwimmen geht
Lovely Rita
27.08.2007, 21:05
oh, vielen dank, martina und mania,
martina, ich kann es gern mal versuchen. "versuchen" deshalb, weil ich ja sehr davon ausgehe, dass wir alle ganz individuelle "fälle" sind. in meiner begeisterung müsste ich also sehr aufpassen, um nicht andere über den haufen zu schwurbeln.
ich werde mir, wenn ich zeit hab, ein paar gedanken machen und sie dir schicken.
mania, hauptsache, du genießt es, im wasser zu sein.
Meine Abneigung gegen die AC dürfte ja nun mittlerweile jeder kennen.
Ich möchte mich hier Lovely Rita anschließen. Es kommt drauf an, was man erreichen möchte. Nur, weil ich nach einer OP schlanker werde, heißt das nicht automatisch, dass sich mein Leben zu meinem Vorteil verändert. Eine Esstörung verschwindet nicht so ohne weiteres. Auch sonstige bisherige Verhaltensweisen ändern sich nicht einfach so durch eine OP.
Persönlich denke ich - und das ist schon ein großes Zugeständnis von meiner Seite - dass eine OP nur unter bestimmten Bedingungen gemacht werden sollte. Und optisches Aussehen gehört m.E. nicht dazu.
Christoph, Du schreibst:
Dazu müßte in der Politik, Schule und in der Gesellschaft sehr viel geändert werden. Und das ist leider wohl unmöglich.
Nichts ist unmöglich. Manchmal muss man dafür kämpfen, dass sich was verändert. Nur weil es in die Bequemlichkeit der Leute passt, gängiges beizubehalten, das ist schonmal gar kein Grund, etwas nicht zu versuchen. Dafür gibt es ja diese Website. Nicht nur als Anlaufstelle für "Betroffene" sondern auch als Informations- und Aufklärungsquelle. Aber DAS wäre ja wieder Arbeit. DAS wäre nicht einfach. ALSO lassen wir es? Ganz sicher nicht. Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Oder wie war das noch gleich?
Es muss jeder für sich entscheiden, was sein Weg ist, den er gehen möchte. Ich würd mich nie operieren lassen. Eher ändere ich mein komplettes Leben, als dass ich mich freiwillig für eine OP unters Messe lege, die meinen Verdauungstrakt kaputt macht.
Dralle Deern
28.08.2007, 11:38
Ich unterstütze jeden darin der es selber versuchen möchte. Aber die Realität ist leider das es die allermeisten nicht alleine schaffen. Dazu müßte in der Politik, Schule und in der Gesellschaft sehr viel geändert werden. Und das ist leider wohl unmöglich.Bei diesem Argument stört mich die Selbstverständlichkeit, mit der die Dicken sich selbst als Störfaktor in der Gesellschaft sehen, nur weil die Gesellschaft sie optisch nicht als repräsentabel ansieht. Hier geht es ja nicht darum, einen schlechten Charakter, wegen dem jemand überall aneckt, zu ändern. Es geht lediglich darum, die Umgebung vor einem Anblick zu bewahren, den diese nicht wünscht.
Früher war es mal so, dass ich Kleidung, die nicht (mehr oder richtig) passte, zu meiner Schneiderin brachte und sie passte mir diese an, Länge, Weite etc. Ich habe den leisen Verdacht, dass es heute eher so ist, dass man zum Chirurgen rennt, wenn einem die Kleidung nicht passt und seinen Körper der schlechtsitzenden Kleidung anpasst.
Na_Ich hat es schon auf den Punkt gebracht. Nicht die Dicken sind es, die sich der Einheitsnorm anpassen müssen, sondern die Gesellschaft muss sich einfach daran gewöhnen, dass es uns gibt. Dass wir genauso ein wertvoller Teil dieser Gesellschaft sind und diese genauso am laufen halten, wie alle anderen auch.
Ich habe nichts dagegen, wenn jemand, der sich nicht wohl fühlt in seiner Haut, entsprechende Schritte unternimmt, um sich wieder wohlzufühlen. Aber ich wünsche doch sehr, dass dieser sich zunächst seiner Motivation für Veränderungen und des Grundes für sein Unwohlsein klar wird. Fühlt sich jemand deshalb nicht wohl, weil er glaubt, ein schlankes Leben könne seine Probleme lösen, ist das definitiv der falsche Ansatz.
Christoph
02.09.2007, 01:30
Nö, ich bin nicht der Verteidiger der Adipositas OPs. Komunikation über ein Forum ist doch nicht so einfach.
@Sonnenkuss
Das ist reine Polemik ohne Argumente. Ich will Dir gar nicht helfen. ich meinte Menschen die mir emotional nahe stehen. Beispielsweise meine Schwester welche sehr stark leidet und sich auch nicht operieren lassen will. Der helfe ich mit allen Kräften. Die 50€ zu geben ................ Na lassen wir das lieber. Du bist offenbar in der glücklichen Situation das Du nicht von Deiner körperlichen Arbeitskraft Deinen Lebensunterhalt bestreiten musst. Wenn jemand seine Arbeitsfähigkeit durch die Adipositas verliert kann dieser Mensch nicht mehr so leicht erzählen wie toll es ist Dick zu sein.
@Francis
Eine OP löst aus meiner Erfahrung mit Sicherheit nicht alle Probleme. Die Schuldfrage hat sich bei mir dann in aber tatsächlich in Wohlgefallen aufgelöst nach ein paar Monaten.
@Lovely Rita
Sehr schön formuliert finde ich. Wenn das für alle so funktionieren würde wäre das Problem keines mehr. Wenn ich die AC in Schutz nehme dann meine ich es ebenfalls ausschließlich als letzte Möglichkeit für extreme Fälle wie mich selber.
@Martina
Bin völlig Deiner Meinung. Die Vermarktung der AC gefällt mir ganz grundsätzlich auch nicht. Deßhalb habe ich auf unserer Internetseite bei jeder OP Beschreibung jedes Risiko mit aufgeführt. Das würde ich schon mal als ungewöhnlich beschreiben. Wenn Du keine AC möchtest - ich hab nix dagegen :holy:. Ich schicke auch viele Leute weg die eine AC wollen mit einem geringen BMI. Mir geht es, wie schon mehrfach geschrieben, bei meiner Selbsthilfegruppen Mitarbeit um Leute mit einem BMI in meinem Bereich. Ich hatte über 64.
@Na_Ich
Ich finde das Du Recht hast damit das man nicht aufgeben sollte. Deine Sätze habe ich früher auch ständig vertreten und mache es noch heute. Allerdings ist die Macht des Geldes, denn auch nur darum geht es noch in der heutigen Kapitalistischen Geselschaft, so groß geworden das man sich schnell vorkommen kann wie jemand der gegen Windmühlen kämpft. Wie hieß er gleich noch mal..............
@Dralle Deern
So meinte ich das gar nicht wie Du meinen Satz gelesen hast.
Christoph
@Martina
Bin völlig Deiner Meinung. Die Vermarktung der AC gefällt mir ganz grundsätzlich auch nicht. Deßhalb habe ich auf unserer Internetseite bei jeder OP Beschreibung jedes Risiko mit aufgeführt. Das würde ich schon mal als ungewöhnlich beschreiben. Wenn Du keine AC möchtest - ich hab nix dagegen :holy:. Ich schicke auch viele Leute weg die eine AC wollen mit einem geringen BMI. Mir geht es, wie schon mehrfach geschrieben, bei meiner Selbsthilfegruppen Mitarbeit um Leute mit einem BMI in meinem Bereich. Ich hatte über 64.Mich würdest Du nicht wegschicken. Ich hatte auch mal einen BMI von um die 60 und auch jetzt ist er noch gut in den 50ern. :grins:
Ich habe mich auch mit der AC auseinander gesetzt. Viel früher als die allermeisten von Euch. Bei mir begann das in den 80er Jahren. Da war ich bei einem Frauenarzt, der mir voller Mitleid für mich und meinen grauenhaften Körper von einer Patientin erzählte, die sich den Dünndarm habe verkürzen lassen. Sie hätte so phantastisch abgenommen und wäre jetzt so wunderbar schlank. Das wäre der perfekte Wahnsinn. Und das sollte ich doch auch mal machen.
Ich ging zu meinem Hausarzt und befragte ihn dazu. Außerdem kannte ich eine Krankenschwester aus der Abteilung des Klinikums, in der das gemacht wurde. Sie berichtete mir von den tollen Abnahmen der Leute. Mein Hausarzt sagte nichts dafür, aber auch nichts dagegen. Er bestärkte mich darin, den Chefarzt im Klinikum aufzusuchen und mir die Sache von ihm erklären zu lassen, was ich dann auch tat.
Der Chefarzt kannte mich, da mein Vater bei ihm gelegen hatte. Unser Verhältnis war nicht ganz ungetrübt, denn es hatte da mit meinem Vater erhebliche Probleme gegeben. Deshalb fürchtete ich mich vor dem Gespräch, aber das war umsonst. Es war ein wirklich tolles, sehr ausführliches und aufschlussreiches Gespräch.
Der Professor erklärte mir die OP-Methode und was dann genau geschieht. Er nahm kein Blatt vor den Mund. Vor allen Dingen die Dauerduchfälle, die bei der Dünndarmverkürzung gang und gäbe sind, schilderte er mir in den schillernsten Farben. Zum Schluss des Gesprächs sagte er mir, er halte die so genannte Gewichtsreduktionschirurgie allerdings langfristig für ein Auslaufmodell, da diese Verstümmelungen mehr Probleme schaffen als sie lösen. Er möchte dies OP nicht mehr machen. Wenn ich drauf bestehen würde, täte er es, aber ihm wäre es lieber, wenn ich mich dagegen entscheiden würde.
Ich ließ das sacken und dachte darüber nach. Bei der Dünndarmverkürzung war es so, dass ein Teil des Dünndarms stillgelegt wurde. Ich hatte mir das ursprünglich so vorgestellt, dass das Stück rausgeschnitten wird, aber nein, es sollte eine Schlaufe stillgelegt werden. Nun weiß jeder von uns, wie wichtig es für den Darm ist, dass er mit Ballaststoffen gut zu tun hat. Ich konnte mir in meinem laienhaften Geist nicht vorstellen, dass so eine Stilllegung gut für den Darm ist. Außerdem empfand ich die Vorstellung von solch einem stillgelegten Dünndarm als Organleiche. Und so was wollte ich unter keinen Umständen im Bauch haben.
Ich ging also zu meinem Hausarzt und trug ihm meine Bedenken vor. Und nun rückte er mit seiner Meinung raus: Ja, es stimmt, es können sich böse Geschwüre an dieser Organleiche bilden. Und dann war da noch die Gefahr des Platzbauchs (damals operierte man noch nicht laparaskopisch), da die Gewichtsabnahme auch die Statik der Bauchdecke dramatisch verändert. Er riet mir inständig davon ab. Er wollte aber zuvor, dass ich mir eine eigene Meinung bildete. Deshalb hatte er mich zuerst mal zu dem Professor geschickt.
Einige Jahre später stellte ich mich auf Vermittlung meines Hausarztes als Versuchsperson für eine tolle neue Erfindung zur Gewichtsreduktion zur Verfügung: Der Magenballon!
Damals wurde an den Magenballon ein Schlauch angeschlossen, der mit einer so genannten Olive in der Nase befestigt wurde. Für die Olive wurde ein Nasenloch mit Silikon ausgegossen und anhand dieses Abgusses wurde dann aus Kunststoff ein Teil angefertigt, in dem dann das Ende des Schlauchs befestigt war. Dieses Ende war mit einer Schraube verschlossen.
Der Ballon wurde in einer Magenspiegelung bei vollem Bewusstsein appliziert und dann der Schlauch durch den Rachen in die Nase gezogen. Anschließend wurde er durch den Schlauch mit einer Luftpumpe aufgepumpt.
Ich hatte den Magenballon sechs Wochen lang. In dieser Zeit habe ich sechs Kilo abgenommen, obwohl ich deutlich mehr gegessen habe als ohne den Ballon. Da der Magen permanent versucht hat, dieses Teil klein zu machen, hatte ich auch ständig Hunger. Zudem wurde mir erstmals klar, dass der Magen ein Muskel ist. Tagsüber kam es öfter vor, dass er sich hob. Dann kam plötzlich die Schraube aus meinem Nasenloch. Das war besonders spannend, wenn ich gerade in einer geschäftlichen Besprechung saß. Also besorgte ich mir schwarze Servietten und stopfte mir einen kleinen Pfropfen daraus ins Nasenloch, damit das nicht mehr passieren konnte. Nachts zog der Magen wie verrückt nach unten. Heute noch habe ich Probleme mit dem Nasenloch, das durch diesen unerträglichen, schlafraubenden Zug geschädigt wurde.
Nach sechs Wochen hatte ich die Schnauze voll und bat um Entfernung des Ballons. Dabei stand mir das wahre Drama noch bevor. Der Ballon hatte einen Durchmesser von 15 cm, war also nicht gerade klein. Als er gelegt wurde, war er ein schöner klarer Kunststoffbeutel.
Nun saß ich also vor dem Arzt auf der Liege. Er entfernte mit der Pumpe durch den Schlauch in meiner Nase die Luft aus dem Ballon. Ich weiß nicht, ob ich mir überhaupt vorgestellt habe, wie der Ballon da wieder raus kommt, aber auf das, was nun kam, war ich nicht vorbereitet. Er sagte so ganz nebenbei zu mir, ich solle mal tief Luft holen, und im gleichen Moment zog er den Schlauch in schnellen Züge aus meiner Nase, an dessen Ende, nunmehr dunkelbraun schillernd (von der Magensäure) der Ballon hing, der zwar zusammengefaltet, aber doch immerhin 15 cm lang mit allen Magensaftanhaftungen ebenfalls durch die Nase heraus gezogen wurde. Es hat geblutet, es hat weh getan und es war im Wortsinne ätzend. Ich habe geweint.
Es war dieser Moment, lieber Christoph, genau wie ich es in der Maischberger-Sendung gesagt habe, in dem ich beschlossen habe, dass ich mich jetzt und an dieser Stelle genug für ein Leben habe um meines Übergewichts willen quälen lassen. NIE WIEDER! Das stand und steht für mich fest. Kein Dicksein kann so schlimm sein wie diese Quälerei. Lieber nehme ich mein Leben selbst in die Hand, so wie es Lovely Rita beschrieben hat, als dass ich so etwas noch einmal mit mir machen lasse.
Die meisten Leute sehen in den AC-Foren nur die tollen Beispiele der Gewichtsreduktion. Ich sehe vor allen Dingen das unglaubliche Leid, das diese OP über so viele Menschen bringt. Und da der Trend ja eindeutig zur Zwei- und Dritt-OP geht, fühle ich mich in dem bestätigt, was ich schon immer geschrieben habe: Man weiß nichts über die Langzeitfolgen. Der Boden für den Erfolg dieser Methoden ist die vollkommen undifferenzierte Behandlung von Übergewicht in unserer Gesellschaft. Es ist der Wunsch, möglichst schnell stromlinienförmig zu werden, weil mit Übergewicht Schuld, Disziplinlosigkeit, Faulheit und Dummheit assoziiert werden, der Menschen zur Nutzung dieser menschenverachtenden Methoden verführt.
So sehe ich das.
Martina
Der Boden für den Erfolg dieser Methoden ist die vollkommen undifferenzierte Behandlung von Übergewicht in unserer Gesellschaft. Es ist der Wunsch, möglichst schnell stromlinienförmig zu werden, weil mit Übergewicht Schuld, Disziplinlosigkeit, Faulheit und Dummheit assoziiert werden, der Menschen zur Nutzung dieser menschenverachtenden Methoden verführt.Das, das möchte ich noch anfügen, bevor es wieder falsch verstanden wird, bezieht sich auf die Mehrheit der Operierten, für die die OP ganz sicher nicht der letzte Ausweg ist (auch wenn sie das glauben). Menschen, die wirklich behindert sind und keine andere Möglichkeit haben, ihrer Behinderung zu entrinnen, sollten diese Methoden ohne Wenn und Aber offen stehen. Aber ich denke mal, das betrifft vielleicht maximal gefühlte 5% der eigentlich Operierten.
Martina
Sonnenkuss
02.09.2007, 18:26
Danke Martina.
Ich kann immer nicht aus Erfahrung sprechen, sondern nur mit meinem klaren Verstand herhalten, der mir einfach sagt, dass an einem gesunden Organ nicht ohne Not herumoperiert und manipuliert werden sollte.
Es ist natürlich schwierig, das einem Menschen wie dir Christoph zu erklären, für den eben die AC die Methode der Wahl und die absolute Heilslehre, ist und bleibt.
Aber bei der AC und mir habe ich eine radikale Meinung und werde diese behalten.
Weil ich bin dick und glücklich und wenn ich denn mal unglücklich bin, dann sicher nicht ausschließlich wegen meines Gewichts, auch wennste mir das nicht abkaufst.
auch wennste mir das nicht abkaufst.Wer? Ich?
Ich weiß ja, dass Du nicht körperlich arbeitest, sondern auf'm Büro ... wie ich ... aber immerhin biste aktive Pfadfinderin. Das sollte man an dieser Stelle, glaube ich, auch mal erwähnen, oder?
Ich weiß, dass ich Dir Ballon-Story schon vor 100 Jahren versprochen habe. Heute habe ich mir die Zeit genommen, sie endlich mal nachzureichen.
Sonnenkuss
02.09.2007, 19:52
Wolle Rose kaufe?
Neee, du natürlich nicht.
Ich hab aber mit den gleichen körperlichen Attributen fünf Jahre in der Altenpflege als Nachtschwester gearbeitet... und bin auch net dünner geworden *g*.
Lovely Rita
03.09.2007, 11:06
ich finde, wir sind ja alle total unterschiedlich. ich war samstag bei ulla popken. da war eine frau, die sah - meiner ansicht nach - wesentlich dicker aus als ich, die kaufte aber größe 54, ich kaufe 58, wovon mir manche teile locker sitzen, andere passen genau.
die frau konnte kaum gehen. ich konnte immer gehen, schon vor der schwimmerei. aber jetzt geh ich halt leichter. wobei ich seit 2002 zu kieser gehe.
ich hatte mit 135 kilo rückenprobleme, jetzt mit 170 keine.
ich sehe aber durch die gartenarbeit, durch meine arbeit am feld, wo meine grenzen sind und genau daran will ich arbeiten. nächstes jahr möchte ich mich beim unkrautjäten nicht mehr so lagen wie heuer.
menschen über einen kamm zu scheren ist einfach blödsinn,das gilt auch für dicke. und ihren gesundheitszustand bzw. leidensstand.
ich bekenne mich dazu, dass ich im rahmen meiner möglichkeiten an meinem gewicht arbeite. aber halt sehr vorsichtig und behutsam, nicht mit dem skalpell.
ich will kein ballon sein, dem man die luft rauslässt.
Sonnenkuss
03.09.2007, 11:31
...ich will kein ballon sein, dem man die luft rauslässt...
Schulligung... ich stell mir das grad so vor, wie wir beiden Mopserl durch die Luft und den Raum bffffffrrrrttttnnnn, wenn der Stöpsel rausgemacht wird... :-D:-D:-D
stübbken
03.09.2007, 11:46
:bruell::bruell::bruell:
stübbken
Lovely Rita
03.09.2007, 11:50
Schulligung... ich stell mir das grad so vor, wie wir beiden Mopserl durch die Luft und den Raum bffffffrrrrttttnnnn, wenn der Stöpsel rausgemacht wird... :-D:-D:-D
ja und dann kleben wir an der decke, bis wir als grauslige faltige sackerl runterfallen. ziemlich große sackerl halt.
Ich fühle mich unweigerlich an Harry Potter erinnert, der seine Tante -ungewollt- verzaubert, dass sie dicker und dicker wird und wie ein Ballon in die Luft steigt.. Haben se gut hingekriegt; ich mein, es war der Gefangene von Azkaban... :girl:
Christoph
03.09.2007, 15:02
So sehe ich das.
Martina
Hoi Martina,
Danke für Deine Geschichte. Jetzt kann ich Deine Geschichte viel besser nach vollziehen. Wenn mir es so ergangen wäre - da hätte ich wohl die genau selbe Einstellung.
Mein Erleben und meine Geschichte ist ganz anders. Deßhalb komme ich aber trotzdem zu einem Resümee welches gar nicht so weit weg ist von Deinem.
Die meisten Leute sehen in den AC-Foren nur die tollen Beispiele der Gewichtsreduktion. Ich sehe vor allen Dingen das unglaubliche Leid, das diese OP über so viele Menschen bringt. Und da der Trend ja eindeutig zur Zwei- und Dritt-OP geht, fühle ich mich in dem bestätigt, was ich schon immer geschrieben habe: Man weiß nichts über die Langzeitfolgen.
Das macht mir auch Sorgen. Ich möchte, wie nun schon des öfteren geschrieben extrem Übergewichtigen wie mir selber welche keine andere Chance haben, aufzeigen das es mit Hilfe der AC möglich ist. Gleichzeitig verführe ich aber möglicherweise dadurch Leute welche ich gar nicht meine. Das ist in der Tat eine schwierige Entscheidung.
Ebenfalls zustimmen möchte ich Dir bei Deiner Grundsätzlichen Einstellung zur AC Betreff 2. und 3. Operationen. Es ist und bleibt eine Tatsache das die AC eine Chirugie im experimentellen Stadium ist. Mit Ausnahme meiner OP Art, die wird seit 35 Jahren gemacht und es gibt auch genügent Langzeitergebnisse. Dafür ist meine OP Art aber auch extrem Gefährlich und die Langzeitfolgen für viele Patienten einfach unzumutbar. Das ist bei mir nicht der Fall. Da habe ich wirklich einfach sehr großes Glück gehabt.
Ich hoffe das dies zum besseren Verständniss meiner Einstellung beiträgt, auch für Sonnenkuss ;)
Ich mag es nicht besonders ständig völlig falsch dargestellt zu werden. Ich sehe die AC nicht als absolute Heilslehre. Und ich habe auch nichts gegen jemand der seine Meinung radikal beibehalten mag ;)
Grüße aus der Schweiz
Christoph
Sonnenkuss
03.09.2007, 15:21
Danke. :daumen:
@Na_Ich
Ich finde das Du Recht hast damit das man nicht aufgeben sollte. Deine Sätze habe ich früher auch ständig vertreten und mache es noch heute. Allerdings ist die Macht des Geldes, denn auch nur darum geht es noch in der heutigen Kapitalistischen Geselschaft, so groß geworden das man sich schnell vorkommen kann wie jemand der gegen Windmühlen kämpft. Wie hieß er gleich noch mal..............
Don Quijote...
Aber so wie Don Quijotes Kampf zum Sinnbild für den Kampf gegen Übermächtiges wurde, sollte man sich trotzdem nicht davon unterkriegen lassen. Wo wären wir, wenn Menschen in der Geschichte sich aufgrund eines aussichtslosen Kampfes vom Kämpfen hätten abhalten lassen? Gäbe es dann schon das Frauenwahlrecht? Gäbe es dann schon - zumindest vor dem Gesetzt - eine Gleichbehandlung von Menschen unterschiedlicher Herkunft, sexueller Orientierung usw?
Das ganze Leben ist ein Kampf! Ich selbst könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, wenn ich einfach so die Klappe halten würde. Ich sage, was ich denke. Und ich bin bereit, dafür einzutreten, dass in unserer Gesellschaft eine Akzeptanz einen Platz findet, denn Dicke sind hier nur ein Beispiel von vielen, auf denen aktuell ganz gern herumgehackt wird.
Weißte, Rauchern sollen jetzt Zigarettenschachteln mit abartigen Bildern verkauft werden. Ich meine, was soll das? Da wird man zu etwas gezwungen, was man nicht möchte. Natürlich kommen viele dann an und erzählen was von wegen Kosten blabla. Wenn Zigarettenschachteln dann so Bilder bekommen, werden dann zukünftig auch Autos verkauft mit Bildern schrecklich entstellter Unfallopfer? Oder werden dann Ski verkauft mit Bildern von offenen Brüchen und OP-Eingriffen? Leben ist nicht nur Kampf sondern Risiko!
Nur weil unsere Regierung nicht in der Lage ist, eingehende Gelder effizient zu verwalten und dahinfließen zu lassen, wo sie hingehören. Nur weil Krankenkassen lieber Millionen für Werbung ausgeben, anstatt für ihre Patienten? Von den fetten Gehältern der Regierenden, Parteifuzzis usw. ganz zu schweigen.
Die Medien unterstützen diesen ganzen Schrott auch noch. Anstatt diese Augenwischerei aufzudecken, die da betrieben wird, macht man sich das zu nutze um selbst Geld damit zu verdienen. Da kann mir die GEZ noch soviel erzählen von wegen unabhängige Medien....
Das ganze ist ein ewiger Rattenschwanz und ich sehe gar nicht ein, warum ich mich als selbstdenkender, intelligenter Mensch DIESEM beugen sollte!
Grit <-- Idealist durch und durch...
Christoph
04.09.2007, 14:34
Hi Grit,
ich stimme Dir 100% zu. Bin wohl nur mal müde geworden zwischendurch..........
Christoph
Beauchamp
08.09.2007, 23:05
@Martina
Hallo erst mal. Ich bin schon lange nicht mehr hier im Forum unterwegs gewesen. Da ich mich im Okt. einer Bypass OP unterziehen werde, habe ich mich auch mal wieder hier umgesehen um mal andere Meinungen zu lesen als in den sog. AC Foren.
Was ich dich gerne fragen würde, ist, ob du genauso über die AC sprechen würdest wenn dein Ballon ein Erfolg geworden wäre?
Immerhin gibt es eine Menge von Menschen, die mit einer AC OP glücklich und zufrieden sind.
Ich finde es nicht nachvollziehbar, dass hier den Ärzten die AC betreiben vorgeworfen wird rein kommerziell zu handeln. Womit wird das begründet?
Bisher habe ich etwas von Internetforen gelesen. Wenn das schon eine kommerzieller Vermarktung ist, dann frage ich mich was Weight Watchers machen...
Ich bin froh, dass ich mich in verschiedenen Foren über die verschiedenen Möglichkeiten informieren kann.
Es gibt klare Regeln, die die KK anlegen um eine Adip. Chir. Maßnahme zu genehmigen. Diese Regeln sind sehr sinnvoll:
Das Zitat habe ich entfernt, aber gesichert. Sobald Du mir eine vollständige Quelle (vorzugsweise mit Link) gibst, setze ich es wieder ein. Ich weiß, dass das vielleicht jetzt als Schikane empfunden wird, aber die Forenregeln sind diesbezüglich eindeutig. Der Inhalt des Zitats ist mir bekannt und ich habe auch nichts dagegen, dass er hier diskutiert wird, aber nur mit eindeutiger Quelle.
Danke, Martina
Von einer leichtfertigen Entscheidung zu jeglicher OP habe ich in so einem Forum noch nie gehört.
Aber ich käme nie auf die Idee euch hier in diesem Forum zu verurteilen weil ihr euch für einen anderen Weg entschieden hat.
Das manche von euch hier einfach aus "Prinzip" Contra OP eingestellt sind hat für mich einen üblen Beigeschmack.
Ihr verschließt die Augen für die Menschen, die mit ein OP abgenommen haben und (ihr mögt es nicht glauben) glücklich und gesund damit sind.
Die gibt es wirklich :rolleyes:
Es gibt auch Menschen, die bei der OP gestorben sind. Das wissen diejenigen, die sich damit außeinander setzen.
Es gibt auch Menschen, die alleine in der Wohnung mit 250 kg sterben.
(übrigens sind die Geräte beim Kieser nur bis 150 kg zugelassen)
Was ich dich gerne fragen würde, ist, ob du genauso über die AC sprechen würdest wenn dein Ballon ein Erfolg geworden wäre?Ja. Wenn Du aufmerksam gelesen hättest, habe ich mich in der Chronologie der Ereignisse vor dem Ballon gegen die AC entschieden. Einige Jahre später stellte ich mich auf Vermittlung meines Hausarztes als Versuchsperson für eine tolle neue Erfindung zur Gewichtsreduktion zur Verfügung: Der Magenballon!Den Ballon sehe ich nicht als chirurgische Maßnahme. Und heute wird er ja auch nicht mehr in der Nase befestigt und durch Selbige wieder hinausgezogen. Betrachte diese Geschichte mal unabhängig von der AC. Sie war nur der Auslöser meiner Entscheidung, den Quälereien ein Ende zu machen. Wie Du hier (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=3833)nachlese n kannst, hat mir das nicht viel genutzt. Unabhängig davon, dass ich die AC ablehne, bin ich aber auch davon überzeugt, dass sie Schilddrüsenerkrankungen nicht heilt.Immerhin gibt es eine Menge von Menschen, die mit einer AC OP glücklich und zufrieden sind.Natürlich gibt es die. Aber es gibt auch eine Menge Menschen, über die die AC nur Unglück gebracht hat oder die das Unglück hinnehmen, weil sie jetzt wenigstens schlank sind. Um das zu erkennen, braucht man nur mit offenen Augen in den einschlägigen Foren zu lesen, mal ganz abgesehen davon, dass ich etliche Leute kenne, auf die das zutrifft.
Ich finde es nicht nachvollziehbar, dass hier den Ärzten die AC betreiben vorgeworfen wird rein kommerziell zu handeln. Womit wird das begründet?Es gibt genügend Hinweise darauf in einigen Foren. Auch hier braucht man nur seine Augen aufzumachen, mal ganz davon abgesehen, dass es entsprechende Marketingseiten dazu gibt. Manches ist auch über die Zeit aus den Foren verschwunden. Hier ist ein sehr interessanter Artikel (http://www.zeit.de/2005/21/Pharmafirmen_neu?page=all) zur Unterwanderung von Selbsthilfegruppen. Wenn man den gelesen hat, sieht man vieles mit anderen Augen.Bisher habe ich etwas von Internetforen gelesen. Wenn das schon eine kommerzieller Vermarktung ist, dann frage ich mich was Weight Watchers machen...Tja, da gibt es einen wesentlichen Unterschied. WeightWatchers ist eine ganz normale Firma, die die Ziele einer ganz normalen Firma verfolgt. Das ist ja wohl mit dem hier behandelten Thema in keiner Weise zu vergleichen.Ich bin froh, dass ich mich in verschiedenen Foren über die verschiedenen Möglichkeiten informieren kann.Ja, klar, aber warum erwähnst Du das extra. Sind wir das nicht alle?
Es gibt klare Regeln, die die KK anlegen um eine Adip. Chir. Maßnahme zu genehmigen. Diese Regeln sind sehr sinnvoll:
Das Zitat habe ich entfernt, aber gesichert. Sobald Du mir eine vollständige Quelle (vorzugsweise mit Link) gibst, setze ich es wieder ein. Ich weiß, dass das vielleicht jetzt als Schikane empfunden wird, aber die Forenregeln sind diesbezüglich eindeutig. Der Inhalt des Zitats ist mir bekannt und ich habe auch nichts dagegen, dass er hier diskutiert wird, aber nur mit eindeutiger Quelle.
Danke, Martina
Gott sei Dank, gibt es diese Regeln, aber die meisten AC-Anhänger würden es doch gerne sehen, wenn diese Regeln fallen würden, da Deutschland ja meines Wissens das einzige Land ist, in dem die AC so schwer zu bekommen ist. Ich finde es hingegen richtig, dass die Krankenkassen die Latte so hoch legen. Meines Erachtens sollte sie noch höher liegen. Dann gäbe es nicht eine so inflationäre Antragsflut und Menschen, die Operationen wirklich bräuchten, wie Ruberta und Mica müssten nicht so sehr dafür kämpfen. Von einer leichtfertigen Entscheidung zu jeglicher OP habe ich in so einem Forum noch nie gehört.Leichtfertig ist sicherlich interpretierbar. Was ich als leichtfertig empfinde, mag jemand anders als nicht leichtfertig empfinden. Ich bin jedenfalls sicher, dass die meisten, die sich für die OP entscheiden, auch noch andere Optionen hätten. Mir stehen da zu viele Tipps in den Foren, wie man die Entscheidung manipulieren kann, wenn man die Anforderungen nicht erfüllt. Und niemand, der 120 kg wiegt, kann mir erzählen, dass er nicht auch andere Möglichkeiten hätte, sich selbst zu körperlicher Fitness zu verhelfen. Ich war jedenfalls mit 120 kg topfit. Hätte ich nicht auf Grund meiner falsch behandelten SD-Erkrankung immer weiter zugenommen, wäre ich es auch heute noch ... obwohl ich für mein Gewicht immer noch erstaunlich fit bin. Aber ich käme nie auf die Idee euch hier in diesem Forum zu verurteilen weil ihr euch für einen anderen Weg entschieden hat.Ich verurteile niemanden, weil er sich für die OP entscheidet. Und langsam bin ich es genauso leid, das zu betonen, wie ich es leid bin, mich ständig dafür zu rechtfertigen, dass ich es an der Schilddrüse habe. Ich bin ja schon supervorsichtig und schreibe das jedesmal dazu, auch wenn der Vorwurf - ausnahmsweise - mal nicht ausgesprochen wurde.Das, das möchte ich noch anfügen, bevor es wieder falsch verstanden wird, bezieht sich auf die Mehrheit der Operierten, für die die OP ganz sicher nicht der letzte Ausweg ist (auch wenn sie das glauben). Menschen, die wirklich behindert sind und keine andere Möglichkeit haben, ihrer Behinderung zu entrinnen, sollten diese Methoden ohne Wenn und Aber offen stehen. Aber ich denke mal, das betrifft vielleicht maximal gefühlte 5% der eigentlich Operierten.Ich kann jeden verstehen, der sich für die OP entscheidet, glaube aber, dass die Ärzte es besser wissen müssten. Nicht diejenigen verurteile ich, die sich dafür entscheiden, sondern dass diese Methoden inflationär durchgeführt werden.Das manche von euch hier einfach aus "Prinzip" Contra OP eingestellt sind hat für mich einen üblen Beigeschmack.
Ihr verschließt die Augen für die Menschen, die mit ein OP abgenommen haben und (ihr mögt es nicht glauben) glücklich und gesund damit sind.
Die gibt es wirklich :rolleyes:Wie gesagt, es gibt welche, ja, aber ob die in 10 Jahren auch noch glücklich sind? Da fragte doch unlängst ein Mädel in einem Forum nach den Langzeiterfahrungen ... und bekam in der Mehrheit Erfahrungen aus anderthalb Jahren erzählt. Und dass der Trend zur Zweit- und Drittoperation geht, weil die Zufriedenheit zum Teil doch sehr zu wünschen übrig lässt, willst Du doch nicht bestreiten, oder? Ich meine, in mindestens einem Forum kann man in seinem Profil immerhin drei OP-Daten eingeben.
Es gibt auch Menschen, die bei der OP gestorben sind. Das wissen diejenigen, die sich damit außeinander setzen.Klar, hat aber was von Russischem Roulette. So empfinde ich das jedenfalls. Und superzynisch finde ich die anschließenden Kommentare, von wegen, was wäre denn die Alternative gewesen? Da könnte ich die Wände hochgehen.Es gibt auch Menschen, die alleine in der Wohnung mit 250 kg sterben.Das stimmt. Das ist genauso schlimm.(übrigens sind die Geräte beim Kieser nur bis 150 kg zugelassen)Dazu kann ich nichts sagen. Ich bin noch nie bei Kieser gewesen. Ich gehe gelegentlich zum MTT im Kurbad von Bad Dürrheim. Dort hat noch nie einer was über mein Gewicht gesagt und ich darf alle Geräte benutzen. Ansonsten bin ich aber ein großer Fan von allem, was im Wasser stattfindet, und gehe daher zum Aquajogging und zum Schwimmen. Dem Wasser schadet mein Gewicht nicht. ;)
Martina
babelfish
09.09.2007, 00:13
Ich bin weder kategorisch gegen Adipositaschirurgie, noch kategorisch dafür eigestellt. Meiner Meinung nach sollte aber eine Operation, egal welche, in Langzeitstudien und mit der notwendigen Sorgfalt kritisch überprüft werden.
Ein einfaches Beispiel. Vor 2 Jahrzenten noch hat man Bänderrisse mit komplizierten OPs und unter großem Schmerz verheilen lassen. Das ganze hat oft 6-8 Wochen gedauert und viele Leute hatten hinterher Probleme. Heute reichen drei Wochen Gipsschiene und man kann dabei sogar (eingeschränkt) laufen. Ähnliche "Irrtümer" gab es bei ganz vielen Erkrankungen, z.B. die Empfehlung keine körperliche Bewegung bei Herzerkrankungen u.ä..
Ein seriöser Arzt wird immer kritikfähig bleiben und seinen Patienten gegenüber zugeben, dass Fehler passieren können, dass man sich irren kann und dass eventuell nicht genügend medizinische Daten vorliegen, um aussagekräftige (Langzeit-)Prognosen zu stellen.
So und jetzt zum Thema. Wenn ich nur die Wahl habe, mich nicht mehr bewegen zu können, oder aufgrund einer Grunderkrankung die nächsten 2 Jahre mit massivem Übergewicht nicht mehr zu überleben oder mich operieren zu lassen, dann tue ich es vielleicht.
Aber, ein ganz großes ABER:
Wenn nur die Gefahr besteht, dass ich mit meinem Übergewicht meine Lebenserwartung um 5 Jahre verkürze und damit im Schnitt als Frau nicht mehr 78, sondern 73 Jahre alt werde,dann pfeife ich drauf. Soll ich dir auch sagen warum? Weil keiner mir garantieren kann, dass die Folgen eines verstümmelten Darms, die psychischen und physiologische Streßfolgen der OP und des zu schnell verlorenen Gewichtes meine Lebenserwartung ud meine Gesundheit nicht noch mehr beeinträchtigen.
@Martina
Immerhin gibt es eine Menge von Menschen, die mit einer AC OP glücklich und zufrieden sind.
Das manche von euch hier einfach aus "Prinzip" Contra OP eingestellt sind hat für mich einen üblen Beigeschmack.
Ihr verschließt die Augen für die Menschen, die mit ein OP abgenommen haben und (ihr mögt es nicht glauben) glücklich und gesund damit sind.
)
Und damit kommen wir zu dem häufigsten Denkfehler überhaupt, nämlich das Normalgewicht gleichbedeutend mit Gesundheit ist. Was ein Schwachsinn!
Jemand, der sich wichtige Organe stillegen läßt, jemand mit Dauerdurchfällen und jemand, der ständig Vitamine und Mineralstoffe substituieren muss, von denen bis heute niemand weiß, welche Mengen man wirklich braucht, der ist nicht gesund.
Glücklich vielleicht, schlank vielleicht, wahrscheinlich aber nur weniger dick, aber ie und unter keinen Umständen gesund. So jemand hat nur eine eventuell bestehende Erkrankung, eine drohende Erkrankung oder die Gefahr einer Erkrankung durch eine Unbekannte ersetzt.
Aber, ein ganz großes ABER:
Wenn nur die Gefahr besteht, dass ich mit meinem Übergewicht meine Lebenserwartung um 5 Jahre verkürze und damit im Schnitt als Frau nicht mehr 78, sondern 73 Jahre alt werde,dann pfeife ich drauf. Soll ich dir auch sagen warum? Weil keiner mir garantieren kann, dass die Folgen eines verstümmelten Darms, die psychischen und physiologische Streßfolgen der OP und des zu schnell verlorenen Gewichtes meine Lebenserwartung ud meine Gesundheit nicht noch mehr beeinträchtigen.Ich las vor etlichen Monaten in einem AC-Forum, dass die Lebenserwartung nach der Darm-OP auf 20 Jahre geschätzt wird. Da die meisten, die sich operieren lassen, aber glauben und häufig auch von ihren Ärzten gesagt bekommen, dass sie ohnehin nur noch fünf Jahre zu leben haben (wenn man glaubt, was in den Foren steht), dann ist das natürlich ein Gewinn an Lebenserwartung.Jemand, der sich wichtige Organe stillegen läßt, jemand mit Dauerdurchfällen und jemand, der ständig Vitamine und Mineralstoffe substituieren muss, von denen bis heute niemand weiß, welche Mengen man wirklich braucht, der ist nicht gesund.
Glücklich vielleicht, schlank vielleicht, wahrscheinlich aber nur weniger dick, aber ie und unter keinen Umständen gesund. So jemand hat nur eine eventuell bestehende Erkrankung, eine drohende Erkrankung oder die Gefahr einer Erkrankung durch eine Unbekannte ersetzt.Sehr schön formuliert! Ich hatte da mal einen ziemlich heftigen Disput mit einem der Forenbetreiber. Da habe ich geschrieben und so sehe ich das auch heute noch, dass die Operation nicht gesund macht, sondern anders krank.
Martina
Zwischenzeitlich ist ja die Frage, die diesem Thread zugrunde lag rein rhetorisch. Seit dem 11.7. habe ich einen Bypass.
Bislang geht es mir gut, ich habe seitens der OP keine Probleme, hatte aber Schwierigkeiten weil meine Schilddrüsenhormone zu hoch waren und ich in eine Überfunktion gerutscht bin. Allerdings hatte ich mich auch darauf eingestellt dass es völlig anders sein kann.
Mir hat insbesondere dieses Forum mit den Gegenmeinungen sehr geholfen. Ich wollte keinesfalls die "alles-ist-gut-alles-ohne-Folgen" Antworten der gängigen AC-Foren. Ich habe mich natürlich auch da durchgelesen.
Meine Ausgangslage war die pure Verzweiflung. Nicht wegen Optik, Schönheit, keinen Kerl abbekommen zu haben oder ähnlichen Gründen. Weder sozial noch sonstwo bin ich Anfeindungen ausgesetzt gewesen. (Mit der Ausnahme meiner Tochter siehe Link (http://das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=3133)) Ich bin vor Schmerzen im Rücken trotz hoher Morphiumdosen nicht mehr ins Sitzen gekommen, Sport, nicht mal mehr Krankengymnastik war möglich. Der Röntgendoc hat wörtlich gesagt: eine Bandscheibe könne man wenigstens noch operieren. Eine Versteifungsop der Wirbelsäule von vorne und hinten... der Neurochirurg hat nur noch abgewinkt, zu viele Kilos. Als letztes Tröpfchen kam dann Diabetes dazu.
Zeit meines Erwachsenenlebens bin ich eine erfolgreiche, aktive und attraktive dicke Frau gewesen. Den Rolli hab ich auch noch einigermassen verkraftet, auch das meine Kunden - ich war selbständige ITlerin und bundesweit mit Schulungen und Programmierungen unterwegs - gedacht haben, da ich nun im Rolli sitze ist auch mein Kopf behindert. Also habe ich mich nach dem Schock das meine Firma den Bach runter ging ganz langsam an den eigenen Haaren wieder aus dem Sumpf gezogen. Und mir halt einen Job in einer gänzlich anderen Branche gesucht - und wieder Erfolg gehabt. *
Nachdem nun so alles wieder in meinem Leben in die Bahn kam, kam ich nicht mehr aus dem Bett.... Aufgrund der langen Krankschreibung war mein Arbeitsplatz akut gefährdet. Es war ein absoluter Albtraum. ich habe Panik geschoben ins völlige soziale Aus zu geraten. Dazu kam, dass mein Freund zeitgleich auch noch den Job verlor, das Familieneinkommen hing also an mir.
Über die Entscheidung zur OP habe ich lange nachgedacht und wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte - oder gesehen hätte - in irgend einer anderen Weise abzunehmen - probiert hab ich es natürlich vorher schon - hätte ich diesen Weg gewählt. Ich habe sehr großen Respekt vor allen, die sagen dass sie diese Entscheidung niemals fällen würden und kann jeden sehr gut verstehen.
Bislang hat die OP mir gebracht, dass ich wieder sitzen kann. Ich bin seit zwei Wochen wieder arbeitsfähig. Ich muss nix wegen der Diabetes mehr nehmen und ich konnte auch das Morphium runterdosieren.
Übrigens musste ich die OP selber zahlen, der Medizinische Dienst hat festgestellt, da ich Pflegestufe 2 habe sei es genug, wenn das Pflegepersonal diätisch geschult sei. Das Verfahren dazu läuft noch.
mica
*zu allen Randgruppen gehörend: dicke, erfolgreiche, behinderte Informatikerin...das ist für mehr als einen Witz gut:baeh:
Hallo Mica,
es freut mich zu hören das es dir gut geht. Hallo Martina und ihr anderen, hier im Forum herrscht doch Meinungsfreiheit und auch die jenigen die sich operieren haben lassen sind hier im Forum immer noch mit dabei und wir freuen uns von ihnen zu hören. Wo mir die Hutschnur hochgeht sind Dogmen, du musst dies , jenes machen wir sind erwachsen und haben auch schon etwas anderes getan als im Internet zu surfen. Also sollte jeder Respekt vor dem anderen haben und dem Anderen keine Einseitigkeit vorwerfen, damit meinte ich jetzt ausdrücklich nicht Martina, die sich trotz aller Anfeindungen gut schlägt.
Gruß
Mechtild
Zunächst mal, liebe Mica, ich freue mich sehr, dass es Dir jetzt besser geht. Ich habe mir viele Gedanken über Dich und Deine Situation gemacht, zumal ich Dir ja auch schon mal schrieb, dass ich eine Idee davon habe, wie es Dir gehen musste. Ich habe jetzt wieder die Erfahrung gemacht, dass ich sofort anfange, körperlich abzubauen, wenn ich nicht regelmäßig zum Sport gehe. Auf Grund der Sommerferien fand unser Aquajogging nicht statt. Bei mir rächt sich das innerhalb weniger Wochen.
Auch denke ich in diesen Tagen viel an die Zeit, in der sich bei mir leider auch etwas zum Negativen gewendet hat, als ich heute vor sechs Jahren nach der Operation einer Analfissur aus dem Krankenhaus kam und sechs Wochen lang zu Untätigkeit verurteilt war, weil ich solche Schmerzen hatte. Ich erinnere mich deshalb genau daran, weil das mit den Ereignissen vom 11. September zusammenfiel. Diese sechs Wochen haben mich körperlich schwer altern lassen.
Ich kann Dich also gut verstehen. Bei Dir muss es noch viel, viel schwieriger gewesen sein, die Kraft aufzubringen, wieder auf die Füße zu kommen.
Ich empfinde es aber als einen Skandal, dass sowohl Du und als auch Ruberta für die Kostenübernahme kämpfen musstet. Und ich persönlich glaube eben auch, dass das etwas damit zu tun hat, dass auch so viele Dicke, die die OP eigentlich nicht nötig hätten, versuchen, sie zu bekommen. Ich denke, die Krankenkassen wissen mittlerweile ganz genau, dass die Operationen in der Mehrzahl der Fälle nicht Kosten einsparen helfen, sondern zusätzliche Kosten produzieren. Und so fallen auch Menschen durch das Raster, die eigentlich nicht da durch fallen dürften. Das finde ich schlimm.
Ich wünsche allen Operierten nur das Allerbeste. Natürlich sollt Ihr glücklich werden und gesund. Es wäre vermessen, dass nicht jedem Menschen zu wünschen.
Und, liebe Mechtild, ich habe natürlich Respekt auch vor Menschen, die sich haben operieren lassen, aber leider wird allein die Tatsache, dass ich die Idee der AC und die Ideologie, die dahinter steckt, anzweifle, schon als Respektlosigkeit ausgelegt. Manchmal weiß ich nicht mehr, was ich dem noch entgegensetzen soll.
Liebe Grüße
Martina
Sonnenkuss
09.09.2007, 08:45
Ich kenne vier AC-Operierte näher... gesund im Sinne des Begriffs ist davon Keine.
Die haben alle ein bißerl abgenommen, so von 180-200 kg auf 140 kg runter. Aber im gesunden Bereich im volkstümlichen Sinne sind´se damit auch nicht.
Das nicht gesund beziehe ich als Unwissende auf die Schwierigkeiten mit dem Essen und Verdauen, das die Mädels jetzt haben und vorher halt nicht hatten. Und ein nächtlicher Reflux ist pathologisch und furchtbar, aber wird noch als das geringste Überl bezeichnet.
Mica, du musst keine Diabetesmittel mehr nehmen? Und wie sieht es mit Vitaminpräperaten und so nem Zeugsel aus? Nimmst jetzt weniger Medikamente als vorher? Ausser natürlich das Morphin.
Das mit den Rückenproblemen ist furchtbar und da hängt sehr viel Leidensdruck schon an zehn Kilos weniger dran.
Noch hat mir kein Arzt die AC angeboten, obwohl wir hier in Forchheim glaub ich, einen sehr rührigen Chirurgen inklusive anhängender AC-User in dieser Hinsicht hätten.
Vielleicht weil ich mit meinen 160 im Quadrat so pöse-pöse mit den Augen funkeln kann, wenn das Thema auf meine Figur kommt.
Liebe Martina,
genau das wollte ich ausdrücken, das du Respekt vor den Menschen hast die sich operieren lassen.
Gruß Mechtild
Lovely Rita
09.09.2007, 12:57
(übrigens sind die Geräte beim Kieser nur bis 150 kg zugelassen)
ich bin seit 2002 kieser-stammkundin und hatte nie weniger als 170 kilo. das ist auch nicht unbekannt, gehe ich doch jährlich zum check beim sportarzt.
von dieser gewichtsbeschränkung habe ich noch nie gehört, ich bin auch nicht die einzige schwergewichtige kundin.
Das nicht gesund beziehe ich als Unwissende auf die Schwierigkeiten mit dem Essen und Verdauen, das die Mädels jetzt haben und vorher halt nicht hatten. Und ein nächtlicher Reflux ist pathologisch und furchtbar, aber wird noch als das geringste Überl bezeichnet.
Reflux habe ich nicht und kann ich auch nicht kriegen - ich habe schon seit 30 Jahren keine Galle mehr.
Mica, du musst keine Diabetesmittel mehr nehmen? Und wie sieht es mit Vitaminpräperaten und so nem Zeugsel aus? Nimmst jetzt weniger Medikamente als vorher? Ausser natürlich das Morphin.
Das mit den Rückenproblemen ist furchtbar und da hängt sehr viel Leidensdruck schon an zehn Kilos weniger dran.
Ich nehme definitiv weniger Medikamente, B12 werde ich lebenslang substituierten müssen. Möglicherweise kommen auch noch weitere Vitamine hinzu, Folsäure + Selen nehme ich wegen des Rheumas auch schon lange.
Allerdings hätte ich auch Metformin und weitere Diabetes-Mittel lebenslang nehmen müssen. Momentan bin ich daran das Morphin langsam auszuschleichen.
Meine beste Freundin hat vor einigen Jahren einen Darmverschluss gehabt, schon alleine weil ich ihren Leidensweg miterlebe habe ich Riesenrespekt vor dieser OP gehabt - und habe ihn auch noch. Ich kann essen, was ich möchte und habe dabei bislang keine Schwierigkeiten obwohl sie sicherlich noch kommen können.
Noch hat mir kein Arzt die AC angeboten, obwohl wir hier in Forchheim glaub ich, einen sehr rührigen Chirurgen inklusive anhängender AC-User in dieser Hinsicht hätten.
Vielleicht weil ich mit meinen 160 im Quadrat so pöse-pöse mit den Augen funkeln kann, wenn das Thema auf meine Figur kommt.
Bevor ich in dieser Situation gelandet bin hat sich das auch kein Arzt bei mir getraut ;) Als ich 81 das erste Mal zu meinem langjährigen Hausarzt gegangen bin habe ich ihm zu Anfang des Gespräches gesagt, ich müsse zwei Dinge klären bevor ich weiter mit ihm rede: erstens, ich sei zu dick das wisse ich und ich möchte von ihm nicht darauf angesprochen werden und zweitens, ob er auch Hausbesuche mache. Beides beantwortete er mit ja und so haben wir es lange Jahre gehalten. Insofern hatte ich auch den ärztlichen Druck nicht den so viele von euch kennengelernt haben. Wenn er mich irgendwohin überwiesen hat, hat er seine Kollegen vorgewarnt nachdem ich mal einen ausgezählt hatte und er mit den Beschwerden über mich fertig werden musste....
Sonnenkuss
09.09.2007, 13:59
Kein Reflux weil keine Gallenblase mehr?
Häh?
Beauchamp
09.09.2007, 15:38
Hier erst mal der link zu den "Kriterien der Ernsthaftigkeit"
http://www.adipositas-foren.de/thread.php?threadid=68
@Babelfisch
Wenn es für dich keine Option ist dein Leben um die imagninären 5 Jahre zu verlängern, dann ist das deine Entscheidung und OK !
Niemand kann dir oder mir genau garantieren wie das weitere Leben verläuft. Aber ich kann z.B. wählen zwischen OP (und den Folgen, die man z.Zt. kennt) und einem Leben im Rollstuhl.
Das hast du ja auch erkannt.
Die Frage ist nämlich nicht nur, wie lange lebe ich, sondern, WIE LEBE ICH ?
Und da kann man auch überlegen, ob ich ohne OP mein Leben um 5 Jahre verkürze und diese im Rollstuhl verbringe, oder ob ich mit OP mein Leben um 5 Jahre verkürze und diese nicht im Rollstuhl sitze.
Das Normalgewicht gleichbedeutend mit Gesund ist habe ich nicht behauptet :flirt: Was ich sage, ist nur, dass manche Menschen gesund werden. Dass sie voher Diabetes Typ 2 hatten und danach nicht mehr, dass sie vorher Morphium genommen haben und danach nicht mehr.
Alleine die Tatsache, dass der Darm verkürzt ist und man Vitamine substituieren muss, heißt nämlich umgekehrt auch nicht, dass man krank ist.
@Martina
Gerade deine Schilddrüsenerkrankung macht deutlich wie unterschiedlich und individuell die Gründe von Übergewicht sein kann. Und wie individuell die Lösungen sein müssen.
Mich ärgert es nur, wenn ich lese, dass hier in diesem Forum generell von AC abgeraten wird. Zumindest macht es auf mich den Eindruck.
Kritik ist immer gut.
Und du mußt dich an und für sich gar nicht rechtfertigen.
Es ist ja jedem selbst überlassen, was er tut.
Ich würde mich nie anmaßen, jemanden zu einer OP zu überreden.
Aber ich würde jemanden raten, sich darüber Gedanken zu machen wenn er keine andere Lösung mehr weiß.
Denn genau das ist die OP ja. ULTIMA RATIO. Die letzte Möglichkeit.
Klar, hat aber was von Russischem Roulette. So empfinde ich das jedenfalls. Und superzynisch finde ich die anschließenden Kommentare, von wegen, was wäre denn die Alternative gewesen? Da könnte ich die Wände hochgehen
Manche (wie ich) sehen eben keine Alternative mehr. So ist es eben.
Und das hat mit Russischem Roulette mal gar nix zu tun.
Meinst du, du hast mehr Chancen wenn du plötzlich eine Leberzhirrose bekommst? Oder das zweifelhafte Glück hast bei einer OP für ein künstliches Kniegelenk zu sterben?
@Sonnenkuss
Wir können auch gerne darüber diskutieren was genau nun "Gesund" ist :rolleyes:
Vergleichst du wirklich die Substitution mit Vitaminen mit der Einnahme von Metformin und Morphium ??
Die haben alle ein bißerl abgenommen, so von 180-200 kg auf 140 kg runter. Aber im gesunden Bereich im volkstümlichen Sinne sind´se damit auch nicht.
Willst du allen Ernstes behaupten, dass das nicht hilft ??
Hier eine Liste mit Dingen, die man i.d.R. mit 140 kg locker schafft, mit 200 kg aber meistens nicht mehr:
- man kann zum Zahnartz gehen (der Stuhl hält)
- man kann zum Gyn gehen (der Stuhl hält)
- man kann zum CT / Kernspin gehen (i.d.R. bis 150 kg zugelassen)
- man kann in ein Sportstudio gehen
- man kann sich selbst den Hintern abputzen
- man kann Treppen steigen
- man kann im Flugzeug sitzen
- man kann in Stühlen mit Armlehne sitzen
- man kann durch ein Drehkreuz in Geschäften gehen
Alles in Allen kann man ein viel selbstbestimmteres Leben führen.
Meist kostet es viel mehr Anstrengung und Mut diese Dinge mit 200 kg zu tun, fall überhaupt möglich.
@Lovely Rita
Bei mir stehts auf den Geräten selbst drauf. Zugelassen bis 150 kg.
Ein Trainer hat mich nicht angesprochen. Der kennt mein Gewicht eh nicht.
Und schon bei 145 kg hatte ich ziemliche Schwierigkeiten mich in manche Geräte zu "schälen". Und gewackelt hat das eine und andere Gerät auch schon wenn ich mich draufgesetzt hab.
Frag doch mal aus Spaß, wer die Verantwortung trägt wenn du ein Gerät kaputt machst :flirt:
Lovely Rita
09.09.2007, 16:47
Bei mir stehts auf den Geräten selbst drauf. Zugelassen bis 150 kg.
Ein Trainer hat mich nicht angesprochen. Der kennt mein Gewicht eh nicht.
Und schon bei 145 kg hatte ich ziemliche Schwierigkeiten mich in manche Geräte zu "schälen". Und gewackelt hat das eine und andere Gerät auch schon wenn ich mich draufgesetzt hab.
Frag doch mal aus Spaß, wer die Verantwortung trägt wenn du ein Gerät kaputt machst :flirt:
steht bei uns sichernicht drauf. ich hab mit 170 kilo mit ausnahme von zwei geräten (ich glaub A1 und A2) keine platzprobleme. es gibt nur ein gerät, das ein bisschen wackelt, das ist die G5, die für die kopfübungen.
ich frage sicher nicht nach, wer verantwortlich ist, denn wo die verantwortung liegt, ist klar. bei kieser natürlich. denn mehr als wahrheitsgemäße angaben über mein gewicht machen kann ich ja nicht tun. und auf den geräten steht nichts drauf.
mein ergometer ist offiziell übrigens auch nur bis 150 kilo zugelassen, ich hab ihn aber trotzdem problemlos benutzt.
was die AC betrifft, so würde ich mich nie operieren lassen. für mich gibt es die eine gruppe dicker, die abnehmen kann. diese gruppe kann - sehr langsam - abnehmen. zum beispiel mit moderater bewegung und normaler ernährung. dazu kommen noch etwaige therapien bei essstörungen etc.
jener großen gruppe, die nicht abnehmen kann, z.b. wegen schilddrüsenerkrankungen, nicht therapierbaren essstörungen etc., hilft die AC meiner ansicht nach sowieso nicht.
meine ärztin meinte, dass ich mit geduld und spucke ca. 40 kilo abnehmen soll. ich habe mich dafür entschieden, selbst wenn es länger dauern wird und ich mich ständig selbst-coachen und motivieren muss.
ich finde außerdem, dass es genug foren gibt, in denen AC beworben bzw. positiv dargestellt wird. hier ist das halt eindeutig nicht der fall und das empfinde ich als große erleichterung. ich habe neulich zwei junge frauen, die deutlich weniger wogen als ich, in einer krankenhausambulanz beobachtet. die zwei freundinnen holten sich gerade freudestrahlend ihre op-papiere ab und quietschten vor begeisterung, weil sie beide am selben tag (dem 14. august) einen byass bekommen sollten. als ginge es um schuhe oder eine handtasche. von dieser einstellung zur AC sind ruberta, mica und so weit ich das lese auch du weit entfernt.
babelfish
09.09.2007, 17:05
@Babelfisch
Wenn es für dich keine Option ist dein Leben um die imagninären 5 Jahre zu verlängern, dann ist das deine Entscheidung und OK !
Niemand kann dir oder mir genau garantieren wie das weitere Leben verläuft. Aber ich kann z.B. wählen zwischen OP (und den Folgen, die man z.Zt. kennt) und einem Leben im Rollstuhl.
Das hast du ja auch erkannt.
Aber du hast etwas nicht erkannt. Nämlich, dass ich der Ansicht bin, dass diese imaginären 5 Jahre das Risiko einer OP nicht rechtfertigen und dass ich der Ansicht bin, dass der physiologische Stress der OP für den Körper eventuell mein Leben mehr verkürzt, als das Übergewicht dies täte.
Die Frage ist nämlich nicht nur, wie lange lebe ich, sondern, WIE LEBE ICH ?
Und da kann man auch überlegen, ob ich ohne OP mein Leben um 5 Jahre verkürze und diese im Rollstuhl verbringe, oder ob ich mit OP mein Leben um 5 Jahre verkürze und diese nicht im Rollstuhl sitze.
Man kann aber auch überlegen, ob man die nächsten 30 Jahre nicht mehr normal essen kann, nicht mehr normal irgendwohin gehen kann, weil man ständig Durchfälle hat oder ob man überhaupt seine Lebensqualität durch die OP dauerhaft heben kann. Gibt es dazu eigentlich Untersuchungen?
Es mag sein, dass es erhebliche Vorteile bringt, statt 200kg 140 kg zu wiegen. Das kann ich gar nicht beurteilen. Aber ich kann keinen Unterschied im Rahmen zwischen 120kg und 90kg erkennen.
Im übrigen bin ich der Ansicht, dass die Verstümmelung eines Organs immer bedeutet nicht gesund zu sein. Hier eine Definition für Gesundheit.
Gesundheit
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die offizielle Definition von Gesundheit gemäß der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (http://de.wikipedia.org/wiki/Weltgesundheitsorganisation) (WHO) vom 22. Juli (http://de.wikipedia.org/wiki/22._Juli) 1946 (http://de.wikipedia.org/wiki/1946) lautet: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen (http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rper_%28Biologie%29), geistigen (http://de.wikipedia.org/wiki/Geist) und sozialen (http://de.wikipedia.org/wiki/Sozial) Wohlbefindens (http://de.wikipedia.org/wiki/Wohlbefinden) und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen.“
Wenn du es schaffst diesen Zustand nach deiner OP zu erreichen, dann ist das ganz wundervoll. Aber ich glaube, dass die meisten Menschen nach so einer OP genauso krank sind wie vorher, und bloß eine Verlagerung der Krankheit stattgefunden hat.
Hier eine Liste mit Dingen, die man i.d.R. mit 140 kg locker schafft, mit 200 kg aber meistens nicht mehr:
- man kann zum Zahnartz gehen (der Stuhl hält)
- man kann zum Gyn gehen (der Stuhl hält)
- man kann zum CT / Kernspin gehen (i.d.R. bis 150 kg zugelassen)
- man kann in ein Sportstudio gehen
- man kann sich selbst den Hintern abputzen
- man kann Treppen steigen
- man kann im Flugzeug sitzen
- man kann in Stühlen mit Armlehne sitzen
- man kann durch ein Drehkreuz in Geschäften gehenDas kann man so pauschal nicht sagen. Ich habe mal über 180 kg gewogen und weiß daher Bescheid.
- man kann zum Zahnartz gehen (der Stuhl hält)
Konnte ich immer. Zwar hat mal eine Zahnärztin rumgenölt, aber die war auch ansonsten unfähig.
- man kann zum Gyn gehen (der Stuhl hält)
Konnte ich auch immer.
- man kann zum CT / Kernspin gehen (i.d.R. bis 150 kg zugelassen)
Habe ich nie ausprobieren müssen, aber es gibt sie mittlerweile auch bis 200 kg.
- man kann in ein Sportstudio gehen
Kann man auch mit 200 kg und mehr. Habe ich schon oft gesehen (im Kurbad) und selbst mit über 180 kg gemacht. Kein Problem.
- man kann sich selbst den Hintern abputzen
Auch noch nie ein Problem mit gehabt.
- man kann Treppen steigen
Ich habe in Düsseldorf im Altbau, 3. Stock (3,25 m hohe Wände gewohnt). Da bin ich mit meinem Höchstgewicht mindestens einmal, meistens aber mehrmals täglich rauf und runter.
- man kann im Flugzeug sitzen
Meinen letzten Flug habe ich mit 160 kg gemacht. Ich brauchte noch nicht mal eine Gurtverlängerung. Allerdings hasse ich fliegen. Daher kann ich da nicht mehr mitreden. Auch aus umwelt- und sozialpolitischen Gründen finde ich es inzwischen ziemlich daneben, mit dem Flugzeug in Urlaub zu fahren. Aber das ist ein anderes Thema.
- man kann in Stühlen mit Armlehne sitzen
Das konnte ich auch mit 140 kg nicht, aber ich werde nie verstehen, was so schwer daran ist, nach einem Stuhl ohne Armlehnen zu fragen.
- man kann durch ein Drehkreuz in Geschäften gehen
Das konnte ich auch immer. Allerdings habe ich sehr lange Beine und ein entsprechend hoch liegendes Becken. Ich muss da nicht mit dem Bauch durch.
Für mich wären das also niemals Argumente für eine OP. Natürlich würde ich auch gerne 30 oder 40 kg weniger wiegen. Und natürlich weiß ich, dass die Ursachen der Adipositas höchst unterschiedlich sind. Aber genau das wird ja von den Verfechtern der AC geleugnet.
Lies doch mal bei www.adipositasverband-international.de (http://www.adipositasverband-international.de), was da zu meinem Maischberger-Auftritt steht. Ich habe dort über meine Schilddrüsenerkrankung gesprochen und darüber, dass ich falsch behandelt wurde. Und was schreiben die Leute dort? Ich habe mich schlecht verkauft, weil ich nur über meine Schilddrüsenerkrankung gesprochen habe und nicht über mein falsches Essverhalten ... Es kam doch tatsächlich so rüber, als sei ich wegen meiner Schilddrüsenerkrankung dick und nicht weil ich zuviel und das Falsche esse. Nenne mir einen einzigen Grund, warum ich über etwas sprechen sollte, das es nicht gibt. Nur weil die meisten AC-Anhänger der Auffassung sind, alle Dicken haben ein grauenhaftes Essverhalten? Das kann ja wohl nicht wahr sein.
Und es gibt genügend Schilddrüsenkranke, die sich operieren lassen, sogar solche, denen die Ärzte von der OP abraten, da sie auf Grund der Schilddrüse ohnehin nur sehr schwer abnehmen können (auch in oben verlinktem Forum nachzulesen).
Mich stört vor allen Dingen, dass man nicht weiß, wie sich die OP langfristig auswirkt. Und es stört mich auch ganz gewaltig, dass Übergewichtigen jenseits einer OP kaum wirklich kompetente und sinnvolle Hilfe angeboten wird. Man hat eigentlich nur zwei Möglichkeiten: sich operieren zu lassen oder selbst zu sehen, wie man sich helfen kann. Dazwischen gibt es nicht wirklich etwas. Und das finde ich gelinde gesagt dreist.
Martina
Sonnenkuss
09.09.2007, 18:46
Hier eine Liste mit Dingen, die man i.d.R. mit 140 kg locker schafft, mit 200 kg aber meistens nicht mehr:
- man kann zum Zahnartz gehen (der Stuhl hält)
- man kann zum Gyn gehen (der Stuhl hält)
- man kann zum CT / Kernspin gehen (i.d.R. bis 150 kg zugelassen)
- man kann in ein Sportstudio gehen
- man kann sich selbst den Hintern abputzen
- man kann Treppen steigen
- man kann im Flugzeug sitzen
- man kann in Stühlen mit Armlehne sitzen
- man kann durch ein Drehkreuz in Geschäften gehen
Welche Gehirnwäsche steckt denn hinter diesen Aussagen... ich fass es nicht.
Naja, für dich gab es nur die OP, das sehe ich spätestens jetzt ein.
Cassandra
09.09.2007, 18:56
:flirt: Was ich sage, ist nur, dass manche Menschen gesund werden. Dass sie voher Diabetes Typ 2 hatten und danach nicht mehr, Sorry, wenn ich in diesem Thread nicht zur AC schreibe. Aber dieser Satz ist mir aufgefallen.
Diabetes 2 ist nicht heilbar. Weder durch AC und nachfolgende Abnahme noch durch andere Maßnahmen. Leider.
Zum Thema SChilddrüse: Seit ich die Hormone nehme, mittlerweile schon ein Dreivierteljahr ungefähr, habe ich an Beinen und Hüfte wahnsinnig viel abgenommen. Dafür hat sich alles, was da wegkam, am Bauch angelagert. Gleichzeitig haben sich meine bisher immer guten Blutwerte sehr verschlechtert. Mein Cholesterin ist zu hoch und auch meine sonstigen Blutfettwerte sind nicht das, was sie früher waren.
Persönlich glaube ich, dass sich das Fett an meinem Bauch darauf extrem ausgewirkt hat. Es gibt (soweit sich mein Hashihirn jetzt richtig erinnert) Studien, die besagen, dass eine zu schnelle GEwichtsabnahme nicht gut für den Körper und die Organe ist, da das Fett, das sich um die Organe lagert, bei seinem Abbau nun die ganzen gespeicherten Giftstoffe viel zu schnell ausschüttet und die Organe belastet.
Ich persönlich halte es wie Rita: Lieber langsam peu à peu, als zu schnell und schon allein deswegen empfinde ich die OP nicht als ideale Lösung. Ganz zu schweigen von der nach wie vor bestehenden Verstümmelung des Darmes.
Der Vater meines Exfreundes hatte Anfang der 90er Darmkrebs. Er hat ihn besiegt und ist seitdem Stomaträger. 2002 - 2003 lag er fast ununterbrochen im Krankenhaus, weil durch das fehlende Stück Enddarm die Harnblase keinen Halt mehr hatte und immer wegklappte und die Harnleiter von beiden Nieren zur Blase dadurch immer einknickten. Die Nieren produzierten fröhlich weiter Harn, der aber nicht gänzlich bis in die Blase gelangte und sich staute. Die Folge war dauerhaftes Fieber und ständige Entzündungen. Er bekam dann so eine Art Stent in beide Harnleiter, aber das half immer nur kurzfristig.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es dem Körper gut tut, wenn plötzlich ein wichtiges Organ nicht mehr da ist oder aber nur zur Hälfte. Ich denke, soweit wie unsere MEdizin heute fortgeschritten ist, sie tut nichts anderes als LEben verlängern, aber sie verbessert es nicht zwangsläufig.
Und letztendlich vertrete ich die Ansicht, dass ein Leben nur dann Spaß macht, wenn man es in vollen Zügen genießt. Egal wie kurz das Leben am Ende ist. Man muss was draus machen und dazu gehört eben auch, dass man für sich Verantwortung trägt und seinem Körper auch gutes tun muss.
Mein Bandscheibenvorfall hat mir gezeigt, dass ich SEHR dringend was für meinen Körper tun muss. Ich weiß, ich bin von 180 Kilo noch meilenweit entfernt aber trotzdem denke ich, dass man etwas für sich tun muss. So wie Rita es tut. So wie Martina es tut.
Aber letzten Endes muss es jeder für sich entscheiden, was sein Weg ist.
Lovely Rita
09.09.2007, 19:54
Mein Bandscheibenvorfall hat mir gezeigt, dass ich SEHR dringend was für meinen Körper tun muss. Ich weiß, ich bin von 180 Kilo noch meilenweit entfernt aber trotzdem denke ich, dass man etwas für sich tun muss. So wie Rita es tut. So wie Martina es tut.
Aber letzten Endes muss es jeder für sich entscheiden, was sein Weg ist.
wie na_ich schreibt, gilt das für jede gewichtsklasse. meine freundin, die morgen mit einer überlebenschance von fifty/fifty operiert wird, wiegt ca. 45 kilo, sie war/ist magersüchtig und hat eine total kaputte bauchspeicheldrüse, die dauerentzündet ist.
es gilt aber nicht nur für jede gewichtsklasse, es gilt auch für jede ebene. wir müssen auf jeder ebene etwas für uns tun, um gesund zu sein. egal mit welchem gewicht. erst seit ich gezwungen war, mich über mein gewicht mit mir auseinanderzusetzen, habe ich angefangen, wieder zu mir selbst zu finden. herauszufinden, wer ich bin. das ist manchmal deprimierend, nervig, spannend, aber auf jeden fall unterhaltsam.
Beauchamp
10.09.2007, 16:48
@Lovely Rita
Ich habe allergrößten Respekt für den Weg zu dem du dich entschieden hast :daumen:
Ich schaffe es nicht diesen Weg zu gehen. Daran scheiter ich die letzten 10 Jahre. Glücklich bin ich darüber nicht.
Ich will hier auch GAR nicht missionieren :fluester:und versuchen die Leute zu AC zu überreden. Aber ich fände es schön, wenn man miteinander leben kann.
Die Einstellung dieser beiden Frauen kann ich, wie du auch, nicht nachvollziehen. Einge gewisse Hysterie bei neuen Produkten, Diäten, Maßnahmen usw. gibt es aber immer wieder und macht ja nun keine Aussage über den Wert dieser Maßnahme.
@Babelfisch
Aber du hast etwas nicht erkannt. Nämlich, dass ich der Ansicht bin, dass diese imaginären 5 Jahre das Risiko einer OP nicht rechtfertigen und dass ich der Ansicht bin, dass der physiologische Stress der OP für den Körper eventuell mein Leben mehr verkürzt, als das Übergewicht dies täte.
Das habe ich in der Tat nicht erkannt. Nämlich, dass es um deine persönliche Ansicht ging und du diese Aussage nicht als "in Stein gemeißelt" ansiehst.
Da hab ich dich falsch verstanden und wir sind uns einig :flirt:
Man kann aber auch überlegen, ob man die nächsten 30 Jahre nicht mehr normal essen kann, nicht mehr normal irgendwohin gehen kann, weil man ständig Durchfälle hat oder ob man überhaupt seine Lebensqualität durch die OP dauerhaft heben kann. Gibt es dazu eigentlich Untersuchungen?
Aber ich kann keinen Unterschied im Rahmen zwischen 120kg und 90kg erkennen.
was heißt schon normal essen :confused: Ich esse jetzt auch nicht normal
Ich esse z.B. viel zu viel Süßigkeiten.
Und das ist in Stein gemeißelt: Nicht jeder AC Operierte hat immer und ständig Durchfälle.
Aber ich kann keinen Unterschied im Rahmen zwischen 120kg und 90kg erkennen.
ich auch nicht :holy:
@Martina & Sonnenkuss
ICH habe diese Erfahrungen aus dieser Liste schon z.T. selbst an mir erfahren und ich kenne viele Menschen aus meiner Selbsthilfegruppe, die diese Erfahrungen täglich gemacht haben.
Freut euch wenn ihr es nicht macht.
Aber es ist unglaublich, mir deswegen eine Gehirnwäsche vorzuwerfen :mad:
Und speziell an Martina sei gesagt, dass ich mir extrem dämlich vorkommen würde wenn ich hier nur von so Helden umgeben bin, die alle extrem übergewichtig sind, aber solch banalen Probleme nicht kennen wollen :confused:
@Cassandra
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt?
Wenn ich vor der Abnahme (sei es mit oder ohne OP) z.B. Metformin aufgrund eines zu hohen Blutzuckerspiegels nehmen muss (Typ 2 Diabetes - Altersdiabetes) und nach einer Abnahme, Ernährungsumstellung o.ä. keine Medis mehr nehmen muss weil der Blutzuckerspiegel im Normbereich ist, wie nennt man das dann??
Beauchamp
10.09.2007, 16:49
Mich stört vor allen Dingen, dass man nicht weiß, wie sich die OP langfristig auswirkt. Und es stört mich auch ganz gewaltig, dass Übergewichtigen jenseits einer OP kaum wirklich kompetente und sinnvolle Hilfe angeboten wird. Man hat eigentlich nur zwei Möglichkeiten: sich operieren zu lassen oder selbst zu sehen, wie man sich helfen kann. Dazwischen gibt es nicht wirklich etwas. Und das finde ich gelinde gesagt dreist.
Martina
VOLLE ZUSTIMMUNG :daumen:
Es mag sein, dass es erhebliche Vorteile bringt, statt 200kg 140 kg zu wiegen. Das kann ich gar nicht beurteilen. Aber ich kann keinen Unterschied im Rahmen zwischen 120kg und 90kg erkennen.
ich auch nicht :holy:
Ich aber.
Bis zu meiner Schwangerschaft habe ich lange um die 90 kg gewogen.
Seit Mitte 1998 wiege ich zwischen 120 und 130 kg, mal etwas mehr, mal etwas weniger. Und ich erfahre eine ganze Reihe von Einschränkungen, die ich früher nicht kannte. Sei es, dass ich jeden Morgen enorme Schwierigkeiten habe, mir Socken anzuziehen oder die Schuhe zu binden, sei es, dass ich auf beiden Seiten über die Armlehne im Flugzeug hänge (und froh bin, mein Kind neben mir zu haben, dessen Tisch ich obendrein mitbenutzen kann, weil ich meinen nicht runtergeklappt kriege), sei es, dass ich nicht mehr 2-3 Stunden durch eine fremde Stadt laufen kann, sei es, dass mir die Füße ganz schnell wahnsinnig wehtun, sei es, dass ich immer auffalle, sei es, dass ich immer wieder nach Stühlen ohne Armlehne fragen muss (wodurch ich noch mehr auffalle) ... und und und.
Nota bene: Wer mich kennt, weiß genau, dass AC für mich persönlich niemals in Frage käme.
Ich wollte nur mal klarmachen, dass zwischen 90 und 120 kg sehr wohl ein erheblicher Unterschied besteht. Auf genau dieser Strecke ist mir nämlich mein körperlicher Wohlfühlfaktor abhanden gekommen, den ich früher immer hatte.
Lovely Rita
10.09.2007, 18:47
Seit Mitte 1998 wiege ich zwischen 120 und 130 kg, mal etwas mehr, mal etwas weniger. Und ich erfahre eine ganze Reihe von Einschränkungen, die ich früher nicht kannte. Sei es, dass ich jeden Morgen enorme Schwierigkeiten habe, mir Socken anzuziehen oder die Schuhe zu binden, sei es, dass ich auf beiden Seiten über die Armlehne im Flugzeug hänge
ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich wir solche dinge erleben. alles, was du schreibst, würde ich für den unterschied zwischen meinen 130 und 175 kilo sagen. auf mich wirken 130 kilo paradiesisch.
ehrlich gesagt, kann ich mir die socken und schuhe auch jetzt mit 170 problemlos anziehen und ich passe durchaus in die meisten armlehnenstühle.
mir passt auch größe 58 (bei otto und bei ulla popken), obwohl mein kilostand bei manchen herstellern/verkäuferinnen eher 62/64 nahelegen würde. bei oberteilen trag ich sogar 54 oder 56.
was mich an meiner beweglichkeit massiv stört, ist, dass ich mich nicht einfach auf den boden setzen und von dort wieder aufstehen kann. das stört mich wirklich massiv. außerdem habe ich mich ein wenig in verdacht, dass ich mich auch deshalb so super beweglich finde, weil ich viele bewegungen, die ich nicht könnte, nicht mehr ausführe.
ich glaube schon, dass es große unterschiede zwischen 90 und 120 kilo gibt.
mit 90 würde ich mich heute super schlank fühlen, mit 120 ein bisschen mollig :)
mit 90 würde ich mich heute super schlank fühlen,
Jetzt musste ich lachen. Da bin ich ja 9 Kilo von superschlank entfernt. Hey, die müssen ihre Schönheitsideale neu überdenken :-D
Persönlich denke ich, dass man als Mensch, der sich nicht bewegt, jedes Kilo zuviel merkt. Schlanke Menschen stecken es sicherlich leichter weg, wenn sie mal eben nicht so beweglich sind. Bei Menschen mit mehr drauf denke ich persönlich, dass viel an der eigenen Beweglichkeit liegt. Ich weiß, bei vielem kann ich nicht wirklich mitreden *schäm* Trotzdem kenne ich es von meinen schlanken Freunden auch, dass sie viele Bewegungen gar nicht so leicht können, weil sie einfach auch bewegungsfaul sind. Eigentlich alle. Von meinen Freunden bin ich die einzige, die sich ausreichend bewegt hat mit meinen 2km Fuß-Arbeitsweg. Jetzt eben schwimmen. Ich merk halt, wie es mir gut tut, etwas für mich zu tun. Und Bewegung, egal welche Form, gehört dazu. Das ist mein Problem beim Hashi. Einerseits krieg ich den Hintern nicht hoch, andererseits bin ich total hyperaktiv und hab Hummeln im Po, dass ich nicht still sitzen kann.
Ps: Abgesehen davon glaube ich, dass viel davon abhängt, wie das Gewicht verteilt ist.
...also für mich bedeutet es auch gewaltige Unterschiede...
denn
wenn ich 90 kg wiegen würde, würde ich kaum noch ans abnehmen denken, weil ich mich wahrscheinlich einfach schlank fühlen würde......das liegt wohl daran , dass ich seit Jahren sehr übergewichtig bin , und es nicht schaffe zu reduzieren.
Ich habe als Kind schon mehr Gewicht gehabt als meine Freundinnen, wurde gehänselt und alles, was viele hier auch durch erleben mussten.
Mit 12 Jahren schon, begann meine Diät-Karriere,habe "rauf und runter" diätet und immer wieder hatte ich mehr drauf.....(werde es bei Gelegenheit in einem neuen Thema näher beschreiben).
Seit 9 Jahren nun, spukt es auch in meinen Gedanken ,dass für mich eine Op, die den Magen verkleinert, meine letzte Rettung wäre, aber ich habe höllischen Respekt und auch Angst davor.....weil ich weiss, dass dadurch nicht die Ursachen (seelisch,geistig) behoben wären....
Ich möchte mich hiermit bedanken, dass das Thema Magenbypass hier auch kritisch behandelt wird.
Ich wollte damit deutlich machen dass es für mich gravierende Unterschiede sind, ob ich 200 kg,90 oder 120 kg wiege....
(soorryy, falls es etwas kauderwelsig klingt, habe dies im Zeitdruck getippselt, weil ich es loswerden musst)
ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich wir solche dinge erleben. alles, was du schreibst, würde ich für den unterschied zwischen meinen 130 und 175 kilo sagen. auf mich wirken 130 kilo paradiesisch.
ehrlich gesagt, kann ich mir die socken und schuhe auch jetzt mit 170 problemlos anziehen und ich passe durchaus in die meisten armlehnenstühle.
mir passt auch größe 58 (bei otto und bei ulla popken), obwohl mein kilostand bei manchen herstellern/verkäuferinnen eher 62/64 nahelegen würde. bei oberteilen trag ich sogar 54 oder 56.
Na ja ... zum einen kommt es sicher darauf an, von welcher Seite man das Ganze betrachtet (wenn man schonmal - vielleicht sogar viel - mehr gewogen hat, sind 120 oder 130 kg sicher eine gute Marke). Für mich ist es mein Höchstgewicht. Ich bin ja noch nicht lange so schwer, erst 9 Jahre, das ist bei 47 Lebensjahren nicht so viel. Und ich erinnere mich noch zu gut an die Zeit davor.
Vielleicht bist du größer als ich? Ich bin 1,58 m groß, habe einen BMI von 45 und trage je nach Hersteller Größe 54 (bei Hosen) und 58-60 bei Oberteilen (ich trage sie aber gern weit und möglichst lang).
Aber ich habe über dieses Thema auch schon mit Martina gesprochen, sie hat auch keine Probleme mit Socken und Schuhen, obwohl sie wesentlich mehr wiegt als ich.
Vermutlich liegt es wirklich an der Bewegung. Mehr als 1-2 mal pro Woche Schwimmen und/oder Nordic Walking kriege ich nicht hin - als Alleinerziehende mit Vollzeitjob und nicht immer freier Zeiteinteilung ist mehr einfach nicht drin. Ich muss mich eh schon dazu zwingen, weil mir Bewegung noch nie Freude gemacht hat. Das Gefühl hinterher schon, aber die Bewegung selbst eben nicht. Mich langweilt das alles. Das ist mein Lebensproblem. :rolleyes:
Und daran würde eine OP welcher Art auch immer auch nichts ändern.
Das einzige, was mir je wirklich Spaß gemacht hat, war Skilaufen. Das habe ich mit 34 noch gelernt und richtig, richtig Spaß dran gehabt. Das ging mit 90 kg auch noch sehr gut. Heute nicht mehr. Würde ich auch nur einmal hinfallen, ich käme nicht mehr hoch.
Letzte Nacht habe ich sogar vom Skifahren geträumt.
War das schön ...
Cassandra
10.09.2007, 21:45
@Cassandra
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt?
Wenn ich vor der Abnahme (sei es mit oder ohne OP) z.B. Metformin aufgrund eines zu hohen Blutzuckerspiegels nehmen muss (Typ 2 Diabetes - Altersdiabetes) und nach einer Abnahme, Ernährungsumstellung o.ä. keine Medis mehr nehmen muss weil der Blutzuckerspiegel im Normbereich ist, wie nennt man das dann??Nun, ich habe die Meinung meines Diabetologen wiedergegeben. Er meinte die Stoffwechselerkrankung Diabetes II hat man ein Leben lang. Vielleicht kann man es sich laienmäßig so vorstellen, wie eine Viruserkrankung. Man kann einen Krankheiterreger im Körper haben ohne daß die Krankheit ausbricht.
Bei Diabetikern ist eben die Bauspeicheldrüse nur noch eingeschränkt in der Lage angemessen zu reagieren und der Zuckerstoffwechsel "entgleist". Bewegung und Gewichtsabnahme können dazu führen, daß man nciht mehr spritzen muß. Die Bauspeicheldrüse bleibt aber angegriffen und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, daß man wieder Metformin nehmen oder spritzen muß.
In der Diabetikerschulung haben sie es uns so erklärt:
(Die Zahlen sind nur Beispielzahlen und sehen bei jedem Patienten etwas anders aus.)
40 Jahre alt, BMI 40 = Insulin spritzen
40 Jahre alt, BMI 30 = Insulin in Kombi mit Metformin
40 Jahre alt, BMI 25 = Metformin
40 Jahre alt, BMI 21 = leicht erhöhte Blutzuckerwerte trotz Sport
60 Jahre alt, BMI 40 = Insulin spritzen
60 Jahre alt, BMI 30 = Insulin spritzen
60 Jahre alt, BMI 25 = Insulin spitzen in Kombi mit Metformin
60 Jahre alt, BMI 21 = Metformin
Das heißt mit zunehmenden Alter wird die Bauchspeicheldrüse beim Diabetiker schwächer.
Vermutlich liegt es wirklich an der Bewegung.
ich bin sogar ziemlich sicher, denn nach 5 'Wochen Reha, wo ich von früh morgens bis Abends in Bewegung war, war ich fit wie ein Turnschuh - na gut, etwas ausgelatschter Turnschuh - aber immerhin.
Mich langweilt das alles. Das ist mein Lebensproblem.
Nicht nur Dein Problem. Ich sollte mich dringends zur Herzgymnastik anmelden, aber allein die Vorstellung, dass ich mit fremden Leuten irgendwelchen albernen Bewegungen auf Anleitung vollführen soll, lässt mich wieder mal total letargisch werden. Das ist total unvernünftig und morgen, ja, ja morgen, melde ich mich ganz bestimmt an. Aaaach je......
Das einzige, was mir je wirklich Spaß gemacht hat, war Skilaufen. Das habe ich mit 34 noch gelernt und richtig, richtig Spaß dran gehabt. Das ging mit 90 kg auch noch sehr gut. Heute nicht mehr. Würde ich auch nur einmal hinfallen, ich käme nicht mehr hoch.
Letzte Nacht habe ich sogar vom Skifahren geträumt.
War das schön ...
Wenn jetzt im November, Dezember wieder die Autos mit aufgeschnallten Skiern gen Süden fahren, da bekomm ich wie jedes Jahr die Krise.
Die Stimmung und Gaudi, die verschlissenen Skilehrer, die Abende, ja mei, aus ists.
Ich hab es dann noch mit Langlauf probiert, aber es ist doch nicht das gleiche.
toni
Lovely Rita
10.09.2007, 23:37
Na ja ... zum einen kommt es sicher darauf an, von welcher Seite man das Ganze betrachtet (wenn man schonmal - vielleicht sogar viel - mehr gewogen hat, sind 120 oder 130 kg sicher eine gute Marke). Für mich ist es mein Höchstgewicht. Ich bin ja noch nicht lange so schwer, erst 9 Jahre, das ist bei 47 Lebensjahren nicht so viel. Und ich erinnere mich noch zu gut an die Zeit davor.
Vielleicht bist du größer als ich? Ich bin 1,58 m groß, habe einen BMI von 45 und trage je nach Hersteller Größe 54 (bei Hosen) und 58-60 bei Oberteilen (ich trage sie aber gern weit und möglichst lang).
Aber ich habe über dieses Thema auch schon mit Martina gesprochen, sie hat auch keine Probleme mit Socken und Schuhen, obwohl sie wesentlich mehr wiegt als ich.
Vermutlich liegt es wirklich an der Bewegung. Mehr als 1-2 mal pro Woche Schwimmen und/oder Nordic Walking kriege ich nicht hin - als Alleinerziehende mit Vollzeitjob und nicht immer freier Zeiteinteilung ist mehr einfach nicht drin. Ich muss mich eh schon dazu zwingen, weil mir Bewegung noch nie Freude gemacht hat. Das Gefühl hinterher schon, aber die Bewegung selbst eben nicht. Mich langweilt das alles. Das ist mein Lebensproblem. :rolleyes:
Und daran würde eine OP welcher Art auch immer auch nichts ändern.
Das einzige, was mir je wirklich Spaß gemacht hat, war Skilaufen. Das habe ich mit 34 noch gelernt und richtig, richtig Spaß dran gehabt. Das ging mit 90 kg auch noch sehr gut. Heute nicht mehr. Würde ich auch nur einmal hinfallen, ich käme nicht mehr hoch.
Letzte Nacht habe ich sogar vom Skifahren geträumt.
War das schön ...
ich bin jetzt zehn jahre so schwer, das kommt mir allerdings wie eine ewigkeit vor. bei mir ist der oberkörper bis zur taille sehr gut beweglich. ich hab auch eine relativ schlanke taille. darunter kommt ein block, den ich als fremdkörper empfinde, zwar nicht mehr so schlimm, aber doch noch. ich bin also eine große stämmige birne mit busen.
ich bin 1,74 m, mein BMI ist noch immer 58.
was mir keinen spaß macht, mache ich auch nicht. das versteh ich. ich bin mit vier jahren auf skiern gestanden, mein vater war u.a. skilehrer und ich habe es geliebt. beim abfahren habe ich immer laut gesungen vor glück. aber mit 16 hab ich aufgehört. heute würde mich wiederum nur langlaufen reizen, weil mir das naturerlebnis heute wichtiger wäre als die überfüllten lifte und pisten. aber fürs langlaufen bin ich noch zu schwer, ebenso fürs eislaufen, was ich total liebe, aber keine chance.
ich mag an bewegung schwimmen, wandern, langlaufen, eislaufen, radfahren, rollschuhfahren, federball spielen, tennis spielen und - was ich noch nie gemacht habe - in so einem einer-faltboot paddeln. außerdem federball spielen, tischtennis spielen, boccia spielen, völkerball spielen... und bis aufs schwimmen kann ich derzeit nix machen.
Mir geht es leider so wie Sally.
Es gibt keine Sportart die ich nicht langweilig finde.
Ich habe mit dem schwimmen angefangen und es hat mir zuerst richtig Spaß gemacht. Inzwischen muss ich mich jedesmal dazu zwingen und jedes noch so kleine Hindernis, wird mir zur Ausrede nicht gehen zu können.:mad:
Wenn ich einmal da bin schwimme ich 30 Minuten, die mir aber mindestens wie 90 Minuten vorkommen. Nicht weil mir das Schwimmen schwer fällt, nein ich langweile mich zu Tode und das ich dabei auch noch schwimmen muss macht mir auch noch zusätzlich schlechte Laune.:-o
Genau so war es mit allem was ich an Bewegungssachen angefangen habe...
...Fittnesstudio, Walking, Inlineskates, Aquagym, radeln...
...alles macht mir ein paar Wochen Spass und dann hasse ich es immmer mehr.
Dabei merke ich wie gut mir regelmäßige Bewegung tut.
Aber es fällt mir von mal zu mal schwerer ins Schwimmbad zu gehen.
Genau so war es mit allem was ich an Bewegungssachen angefangen habe...
...Fittnesstudio, Walking, Inlineskates, Aquagym, radeln...
...alles macht mir ein paar Wochen Spass und dann hasse ich es immmer mehr.
Na wenigstens bin ich mit dem Sch... nicht so ganz allein auf der Welt. Ein schwacher Trost, aber doch einer. Habe ich doch immer das Gefühl, hier von lauter bewegungsfreudigen ich-sportel-7-Tage-die-Woche-und-habe-auch-noch-Mordsspaß-dabei-Athleten umgeben zu sein. :hihi:
Wenn jetzt im November, Dezember wieder die Autos mit aufgeschnallten Skiern gen Süden fahren, da bekomm ich wie jedes Jahr die Krise.
Ja, das Gefühl kenne ich auch.
Langlauf kann ich mir gut vorstellen, aber mir erscheint die Vorarbeit (Gegend aussuchen, Loipen aussuchen, Ausrüstung anschaffen oder leihen ...) heute als ein Riesenberg. Als ich vor 10, 15 Jahren Skialufen war, war ich immer mit einer ganzen Truppe, und alles war organisiert.
Mir ist noch was eingefallen, was ich ganz gerne gemacht habe ... weil Lovely Rita es erwähnt hat: Eislaufen. Geht aber auch bei mir im Moment nicht.
Also trete ich mir heute Nachmittag wieder in den Hintern und geh Schwimmen.
Sport ist toll, ich musste mit 12 Jahren wegen meiner Hände mit dem Handball aufhören, ich habe eine chronische Sehnenscheidenentzündung rechts und links. Ich spiele aber so gerne Ball, kein anderer Sport gefällt mir so.Toll finde ich es mit meinen Freundinnen ins Schwimmbad zu gehen und Wasserball zu spielen, nach 10 Minuten habe ich solche Schmerzen das ich aufhören muss.
Ich bin in der Hinsicht auch ein Bewegungsjunkie. Das war ich aber auch schon immer. Ich habe Sport früher schon gern gemacht und in der Berufsschule später auch. Ich habe sehr lange Volleyball gespielt. Seit 4 Jahren nicht mehr. Das Schwimmen jetzt tut mir dahingehend gut, als das ich mich richtig auspowern kann. Soviel körperliche Energie, die da rausmuss, das genieße ich richtig.
Lovely Rita
11.09.2007, 10:39
Ich bin in der Hinsicht auch ein Bewegungsjunkie. Das war ich aber auch schon immer. Ich habe Sport früher schon gern gemacht und in der Berufsschule später auch. Ich habe sehr lange Volleyball gespielt. Seit 4 Jahren nicht mehr. Das Schwimmen jetzt tut mir dahingehend gut, als das ich mich richtig auspowern kann. Soviel körperliche Energie, die da rausmuss, das genieße ich richtig.
ja, volleyball hab ich früher auch immer gespielt.
mein problem ist, dass ich ein bewegungsjunkie bin, der sich eben nicht austoben kann.
ich hatte in der schule nie ein "sehr gut" in sport, weil ich ganz mies in leichtathletik bin (ich hasse zum beispiel laufen) und auch viele übungen wie etwa felgaufschwung nie konnte.
aber meine eltern waren mit uns an jedem wochenende entweder auf einem berg (wandern, skifahren) oder an einem see. und wir haben zwar in der stadt, aber in einem sehr grünen umfeld gewohnt. mit kletterbäumen, ralleystrecken für die fahrräder, wiesen zum ballspielen etc.
ich hab mich jetzt jahrelang nicht bewegt und nachdem ich den ganzen tag auf meinem hintern sitze und mit dem hirn arbeite (so weit möglich), will ich diesen ausgleich jetzt einfach. als ausgleich um dampf abzulassen. dass sich dadurch körperlich viele positive entwicklungen ergeben, ist natürlich schön.
ich würd allen, denen es keinen spaß macht oder schnell fad wird, empfehlen in eine gruppe zu gehen. meine alte aquagym-gruppe von der vhs war einmal in der woche und wie gesagt, das war immer sehr lustig. und wenn es nicht die erste gruppe ist, die sympathisch ist, dann vielleicht die zweite oder dritte.
ich hab jetzt im bad schon neue bekannte, wenn ich meine 20 längen gemacht hab, schwatze ich noch ca. 8-10 langsame längen mit einer 70jährigen frau. sie schwimmt und ich radle langsam oder schwimm am rücken. mir tun auch die sozialen kontakte gut, die ich da habe, denn ich bin doch sehr viel allein. bin ich zwar gerne, aber ich will nicht allzu schnell total schrullig werden.
Das Problem ist bei mir ähnlich. Bürojob mit viel Sitzen und viel konzentrieren müssen. Da staut sich viel an, das raus muss. Gestern beim Schwimmen konnt ich eigentlich gar nicht lang auf einem Fleck bleiben, weil ich ständig in Bewegung sein wolte.
Bei Diabetikern ist eben die Bauspeicheldrüse nur noch eingeschränkt in der Lage angemessen zu reagieren und der Zuckerstoffwechsel "entgleist". Bewegung und Gewichtsabnahme können dazu führen, daß man nciht mehr spritzen muß. Die Bauspeicheldrüse bleibt aber angegriffen und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, daß man wieder Metformin nehmen oder spritzen muß.
In der Diabetikerschulung haben sie es uns so erklärt:
(Die Zahlen sind nur Beispielzahlen und sehen bei jedem Patienten etwas anders aus.)
40 Jahre alt, BMI 40 = Insulin spritzen
40 Jahre alt, BMI 30 = Insulin in Kombi mit Metformin
40 Jahre alt, BMI 25 = Metformin
40 Jahre alt, BMI 21 = leicht erhöhte Blutzuckerwerte trotz Sport
60 Jahre alt, BMI 40 = Insulin spritzen
60 Jahre alt, BMI 30 = Insulin spritzen
60 Jahre alt, BMI 25 = Insulin spitzen in Kombi mit Metformin
60 Jahre alt, BMI 21 = Metformin
Das heißt mit zunehmenden Alter wird die Bauchspeicheldrüse beim Diabetiker schwächer.
Höchst interessant, dass es nicht nur von den Werten, sondern auch vom Alter und BMI her geschaut wird, wie die Therapie -zumindest beim Typ2- aussieht.
Die hier angesprochene Bewegung/ der angesprochene Bewegungsdrang, kann ich auch an mir feststellen. Jedoch kosten gerade die Dinge, die ich gerne mache, recht viel Geld. Alternativen habe ich noch nicht gefunden.
Durch das wöchentliche Zeitungsaustragen habe ich wenigstens etwas regelmässige Bewegung, die mir auch gut tut. Aber dass ich am Radfahren Spass habe, kann ich nicht sagen.. Leider ;). Bin nur froh, wenn ich es geschafft habe und den restlichen Tag geniessen kann.
Hallo Mania und Sally,
auch ich bekenne mich, ein "Bewegungsmuffel" zu sein...ihr seid nicht alleine...:-)was ich nicht unbedingt muss, tue ich leider auch nicht...
ich merke aber auch, dass gerade das mir immer mehr, zum Verhängnis wird.
Ich war nie in meinem Leben sportlich, habe zwar gerne Ballspiele gemacht oder bin auch früher zum Schwimmen gegangen, oder habe Volleyball gespielt...aber nie, weil es mir Spass machte, sondern, weil mein innerer Druck mir sagte, dass es nun mal wieder dran ist, sich sportlich zu betätigen.
Heute fällt es mir schwer, einen einfachen kleinen Spaziergang zu machen (ich mache es zwar hin und wieder), ich versuche es aber wenigstens, meinen inneren Schweinehund zu überwinden (was mir nicht oft gelingt)...
Wenn ich dann erstmal dabei bin, und spüre,das es mir gut tut...dann hält es eine Weile an...bis Langeweile aufkommt und dann habe ich plötzlich alle möglichen fadenscheinige Ausreden, um es nicht mehr tun zu "müssen".
Ist zwar nicht das Wahre, aber so bin ich...und es nutzt mir garnichts, wenn ich mir selbst damit etwas vormachen würde, oder?
Hallo,
auch ich bekenne, dass es mir sehr schwer fällt, regelmässig Sport zu treiben - egal, welchen. Manchmal überkommt es mich und ich denke darüber nach, was ich machen könnte? Aber es gibt dann wieder tausend Gründe, warum das nicht geht :rolleyes:
Ich bin froh, dass es mir wenigstens meistens Spass macht, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, die Bewegung habe ich. Aber da es sich dabei um eine relativ kurze Strecke handelt ist es nicht wirklich als Sport zu sehen.
Ich gehe gerne schwimmen - wenn ich in der Nähe vom Strand bin. Denn ich hasse zu warme Umkleidebereiche. Ich brauche nicht duschen dort nach dem Schwimmen, ich brauche mich nur anziehen, dann ist alles an Klamotten klatschnass. Und dann mit dem Fahrrad heim - macht keinen Spass.
Alle Sportarten ausserhalb von Wasser machen gar keine Freude mehr seit den Oberstufenklassen in der Schule, dort ist es mir regelrecht verleidet worden und mein kaputtes Knie ist die ideale Ausrede :cool2:
Ausserdem war ich schon immer mehr für das bequeme Leben zu haben *seufz*
Ich wäre dankbar, wenn es einen ultimativen Tipp gäbe, der mich motiviert :holy:
Viele Grüsse
Anke
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