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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 7 Jahre und 222 kilo :-(


Ruberta
12.03.2007, 16:55
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/03/12/dickes-kind/kind-uebergewicht.html

was ist das nur für ein leben?

warum dürfen eltern kindern so etwas antun?

traurige grüsse
Silke

GreenTomate
12.03.2007, 17:06
Solche Dinge zu sehen oder zu hören tun mir fast körperlich weh. Wenn es um wehrlose Geschöpfe geht und man selbst nur tatenlos zusehen kann. :(

Sonnenkuss
12.03.2007, 17:12
Warum wird dieses Kind, dieser Mensch vorgeführt wie in einer Freakshow?
Wieviel Eintritt kostet es denn?

Klar muss was getan werden, aber warum wird das Mädchen ins Rampenlicht gezerrrt?
Damit wir uns allle soviel besser fühlen können und "oooh" und "uuuiiii" aufschreien und betroffen sein dürfen. Oder muss die Klinik damit ihre Unkosten wieder "einspielen"?
Furchtbar.

Andere lassen ihre Kinder verhungern oder prügeln sie zu Tode.
Es ist für mich ganz klar ein Fall von Kindesmißhandlung und Vernachlässigung.
Auch von seiten der Behörden.

Arme Menschheit.

Rita
12.03.2007, 17:22
ich bin 100%ig überzeugt davon, dass kein gesundes kind (überhaupt kein gesunder mensch) ein derartiges gewicht erreicht.

und es regt mich einfach nur auf, wenn man das problem darauf reduziert wieviel igitt-igitt-futter dieses kind zu sich nimmt ohne mit einem wort zu erwähnen warum.

Pinki_Tinki
12.03.2007, 17:37
*grr* vorallem sagt die mutter, schon als baby wurde sie nie satt nach einer flasche habe sie immer noch geweint! da bekomm selbst ich als nicht mutter eine solche krawatte das mir der kragen platzt, als ob das kind geweint hat weil es nicht satt ist das hat sicher geweint weil es vielleicht schmerzen hatte oder zu wenig beschäfftigt wurde etc. ich kann es echt nicht verstehen das das mädel noch bei der mutter wohnt und das die mutter das kind quasie in den tod treibt!


LG Tinka

*

Orien
12.03.2007, 17:46
Ja aber vielleicht hatte sie wirklich kein Sättigungsgefühl. Ich weiß jetzt von einem Gendefekt, der erforscht wird, wo sich kein Sättigungsgefühl einstellt. Natürlich sehr (SEHR!) selten und ich bin auch kein Fan alles auf Gene etc. zu schieben aber es heißt ja nicht, dass es das nicht durchaus gibt/geben kann.

So aus der Entfernung und ohne Fachkenntnise und dem Willen die wirkliche Ursache zu finden können wir uns lange die Köpfe heiß reden mit "hätte man doch" oder "sollte man nicht"

Cassandra
12.03.2007, 17:52
Ja aber vielleicht hatte sie wirklich kein Sättigungsgefühl. Ich weiß jetzt von einem Gendefekt, der erforscht wird, wo sich kein Sättigungsgefühl einstellt. Natürlich sehr (SEHR!) selten und ich bin auch kein Fan alles auf Gene etc. zu schieben aber es heißt ja nicht, dass es das nicht durchaus gibt/geben kann.
Prader Willi Syndrom

Rita
12.03.2007, 17:54
ja orien, das prader-willi-syndrom. selten, aber in dem fall sehr wahrscheinlich.

die kinder leiden unter vielfalltigen endokrinologischen störungen, muskelschwäche von geburt an und einem unstillbaren hunger (nicht zu verwechseln mit appetit auf burger).

klein und fein
12.03.2007, 18:11
Ein Ehepaar aus meinem Bekanntenkreis hatte Probleme mit einer Tochter, die von Geburt an immer dicker wurde, sie konnte ihr Eßverhalten nicht kontrollieren. Die Eltern investierten über Jahre hinaus Unmengen an Geld (Eigenanteile) in klinische Therapien, die letztendlich nichts nutzten. Seit ein paar Jahren lebt das Mädchen (jetzt Mitte 30) in einem sehr gut geführten Heim, dort nimmt sie wunderbar ab, und es macht ihr Spaß.

Warum ich das geschrieben habe?
Weil ich Eltern kenne, die sich für die Gesundheit ihrer Kinder sozusagen alle Haare ausreißen.
Wenn ich aber einen solchen Artikel lese, wird es mir übel.:eek::eek::eek:
Solche Eltern brauchen Hilfe, oder das Kind sollte ihnen entzogen werden.

Manfred

stübbken
12.03.2007, 18:14
...vielleicht hat diese Mutter ihr Kind sogar "verkauft", um die nötigen Therapien zahlen zu können.....

stübbken

Sonnenkuss
12.03.2007, 18:35
...vielleicht hat diese Mutter ihr Kind sogar "verkauft", um die nötigen Therapien zahlen zu können.....

stübbkenMeine Vermutung stübbken, es lebe das Krankenversicherungssystem der Staaten... wir nähern uns an.

Bayernmadl
12.03.2007, 18:39
Ich bin sprachlos und kann mich nur Manfreds Zeilen anschliessen.:schrei1:

Kubalibre
12.03.2007, 19:19
...vielleicht hat diese Mutter ihr Kind sogar "verkauft", um die nötigen Therapien zahlen zu können.....
stübbken Möglich, aber dann wäre die Angabe der 5 Liter Cola am Tag bzw. 15 Happy Meals nicht nötig gewesen. Kann natürlich auch sein, das sich die Medien das nur aus den Fingern gesaugt haben, um den Artikel noch mehr "aufzupeppen". Es wäre für das Mädchen besser, wenn man Ihr helfen würde, ohne diese Medien-Spektakel - aber wen interessiert das schon?? Schließlich wollen auch die Medien leben - je größer die Sensation, desto höher die Quote und damit der Verdienst.

es lebe das Krankenversicherungssystem der Staaten... wir nähern uns an. Leider in vielen Bereichen, nicht nur im Krankenversicherungssystem. :(

Und das ganze passt doch gut in die Freak-Show bei WILD
Freak 1 (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/03/08/manuel-uribe/dicker-mann-mexiko-ausflug.html)
Freak 2 (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/06/27/mexikaner-fettleibigkeit-uribe/mexikaner-fettleibigkeit-uribe.html)

Na_Ich
12.03.2007, 19:21
ich musste jetzt auch sofort an Prader Willi denken. Anders kann ich mir das schon gar nicht mehr erklären. Wenn ich als Mutter das Gefühl habe, dass mein Kind nie satt ist, dann geh ich doch zum Arzt und mach mich schlau, was es sein könnte. Normal ist das nicht. Und ich persönlich bin davon überzeugt, dass Prader Willi keine sehr seltene Erkrankung ist. Eher im Gegenteil...ich denke es gibt eine sehr hohe Dunkelziffer, da diese Erkrankung in die Diagnosestellung sehr selten einbezogen wird. DAs ist meine Meinung.

Das arme Kind :(

Stöpsel
12.03.2007, 21:11
es gibt doch auch so eine krankheit, wo mütter/eltern ihren kindern körperlichen schaden zufügen, um aufmerksamkeit zu bekommen - das war grade neulich in einem bericht, ich weiß aber nicht mehr, wie die krankheit hieß.

ich finde diese geschichte grauenhaft und das mädchen tut mir unendlich leid, ich bin fassungslos :(

Aska
12.03.2007, 21:14
es gibt doch auch so eine krankheit, wo mütter/eltern ihren kindern körperlichen schaden zufügen, um aufmerksamkeit zu bekommen - das war grade neulich in einem bericht, ich weiß aber nicht mehr, wie die krankheit hieß.


Meinst das Münchhausen Syndrom bzw. Symptom?

biggerman
13.03.2007, 12:13
bei 187cm wog ich 260 kg, also nur 40 kg mehr als dieses Kind.
wie groß, welchen Umfang muß ich haben um diese 222 kg in einem kleineren Körper unterzubringen???
eher 111 kg oder??
TROTZDEM ZUVIEL!

Es scheint mehrere Arten von Münchhausenkrankheit zu geben, eine - wie sie zum Beispiel auf einer Station in Bad Bramstedt behandelt wird: Nicht organisch erklärbare Herzbeschwerden, zum Beispiel oder auch "Selbst"verletzungen gegen sich oder Angehörige. (Ärger Du ihn, sprach die Seele zum Körper; ich erreich ihn schon lange nicht mehr). Psychologenspruch in BB.
Zurück zu führen, oft auf die Erfahrung, im Krankenhaus besonders umpflegt zu werden.
Die bekanntere, heute mehr als borderlinestörung bezeichnet, i8st das Aufschneiden oder chronisches "beweglich mit der Wahrheit" umgehen.

simsalabine
13.03.2007, 12:23
Prader-Willi-Syndrom ist mir auch als erstes durch den Kopf geschossen, als ich die Schlagzeile gesehen habe...

Das zweite war:
Alles nur wieder mal ein Kapitel aus der WILD-Freakshow, garniert mit viel Phantasie und Schneegestöber?

Nun habe ich aber das gefunden http://www.bildblog.de/?p=2134

Wenigstens scheint dem Mädchen geholfen worden zu sein.

Liebe Grüße,
Simsalabine

Rita
13.03.2007, 12:35
:auslach: Wie gesagt: Gut möglich, dass [...] seine Informationen allesamt aus der "Sunday Sport" hat – einer Zeitung, die schon mit Schlagzeilen wie "Hitler war eine Frau" oder "Aliens haben unseren Sohn in ein Fischstäbchen verwandelt" von sich reden gemacht hat.

babelfish
13.03.2007, 12:37
Gut dass Du den Artikel eingestellt hast. Ich habe nämlich gerade vergeblich 20min. nach dem Original Artikel gesucht.

Martina
17.03.2007, 17:17
Gerade gab's im ZDF einen Bericht dazu, in dem ein Ernährungsexperte Dr. Chandra (oder so ähnlich) befragt wurde. Er sagte, dass eine solche Gewichtszunahme nur durch einen Gendefekt oder eine sonstige Fehlfunktion zustande kommen kann. Jessica soll inzwischen 150 kg abgenommen haben. Wie, weiß man aber nicht. Es gibt wohl eine Erkrankung, bei der man durch Eiweißgaben viel erreichen kann. Allerdings hat Dr. Chandra es auch in Erwägung gezogen, dass sie möglicherweise operiert wurde.

Martina
19.03.2007, 19:30
Heute stolperte ich dann über diesen Bericht:

25 kg schweres Riesenbaby stellt Ärzte vor Rätsel (http://www.focus.de/panorama/welt/brasilien_aid_50917.html)

Schön, dass sich jemand gefunden hat, der ein ordentliches Diagnoseverfahren finanzieren will.

Interessant sind auch die Kommentare zu diesem Artikel.

stübbken
20.03.2007, 02:26
Welch ein von Stumpfsinn und völliger Verblödung strotzender Kommentar!

Natürlich hätte das Baby nicht zugenommen, wenn seine (Raben-)Mutter nicht arbeiten gegangen wäre und es den ganzen Tag "ordnungsgemäß" nach adenauerdeutschen Vorstellungen versorgt, betreut und betuttelt hätte- es wäre schlichtweg nach kurzer Zeit zusammen mit der Mutter in seinem brasilianischen Slum vor Hunger verreckt!

stübbken

Martina
20.03.2007, 05:46
Es sind aber auch mindestens zwei Kommentare von Leuten dabei, denen schon klar ist, wie so etwas zustande kommen könnte.

stübbken
20.03.2007, 07:29
o.k., Mart',

aus gegebenem Anlass werd' ich manchmal sehr sauer, wenn ich von den Müttern, die an allem schuld sein sollen, höre....:bigmad: :ignore:

:holy: stübbken

caro0106
20.03.2007, 17:03
Grad vorhin haben sie bei, ähm, war es jetzt Blitz oder Taff...???...egal...einen dreijährigen Jungen mit 43 Kilo Gewicht gezeigt.

Ich hab echt gedacht, ich hätte mich verhört. Dann haben sie auch den Jungen aus England und ein Mädchen aus den USA gezeigt....sie sagten, das der Junge aus England auf Zwangsdieät gesetzt worden sei...wohl vom Gesundheitsamt her...und das das Madel aus den USA krank wäre. Sie hätten aber noch nicht raus bekommen, woran sie erkrankt sei. Entweder sei es ein genetischer Defekt oder es läge an den Hormonen.

Ich kann nur hoffen, das den Kids geholfen werden kann und das man aufhört, sie vorzuführen wie im Zirkus.
Echt, da stößt mir die Galle auf. Es ist schlimm genug, das die Kinder gesundheitlich so leiden müssen, muss man ihnen dann noch per Fernsehn das Leben schwer machen???
Was sind das für Eltern, die die Vermarktung ihres Kindes zu lassen???

Boah....:(

Martina
20.03.2007, 22:04
Hi, mein lieber Stubb,

Du rennst bei mir offene Türen ein. Worauf ich aber hinaus wollte, war die Tatsache, dass ich es bemerkenswert fand, dass die ersten Kommentare dort eben mal nicht so "typisch" waren. Diese Rabenmütter-Sprüche, die erwartet man ja. Aber dass "Kommentatoren" eben mal nicht in dieses ausgelutschte Horn stoßen, ist doch mal was Neues.

In den AC-Foren jagt übrigens auch ein Rabenmutter-Posting das Nächste. Es gibt ein AC-Forum, in dem ich geduldet werde. Da habe ich heute Abend das hier geschrieben:Das ist ja nun der dritte Fall dieser Art innerhalb kürzester Zeit, der in den Medien breit getreten wurde. Diese Art von Berichterstattung passt in die dümmliche Bearbeitung des Themas in den Medien. Dümmlich und sensationsgeil.

Gerne wird dann in den Betroffenheits-Postings außer Acht gelassen, dass diese Menschen meist in Verhältnissen leben, die sich unserer Phantasie vollkommen entziehen. Sie haben weder das Hintergrundwissen noch die finanziellen Mittel, um den Gründen für die Entwicklung ihrer Kinder auf den Grund zu gehen. Das Hintergrundwissen fehlt allerdings auch in hiesigen Breiten ganz und gar. Ich bin immer wieder entsetzt darüber, dass sich speziell in den AC-Foren die User echauffieren und die Mütter beschimpfen, aber offensichtlich als doch so furchtbar von Adipositas Betroffene nicht wissen, dass es Stoffwechselerkrankungen gibt, die selbst Kleinkinder bereits extrem dick werden lassen können, vorneweg das Prader-Willi-Syndrom, aber auch Morbus Cushing und auch bei Kleinkindern bereits vorkommend eine Hypothyreose (beispielsweise gibt es Kinder, die ohne Schilddrüse geboren werden). Wir hier in Deutschland haben die Möglichkeit, solche Krankheiten oder Genfehler zu diagnostizieren. Im tiefsten Russland oder in Brasilien ist das nicht so ohne Weiteres möglich.

Nehmen wir doch mal den Fall der 7-jährigen Jessica aus England, der kürzlich durch die Presse ging. Auch im ZDF wurde am Samstag darüber berichtet. Inzwischen soll Jessica 150 kg abgenommen haben. Interviewt wurde dazu Ramon Chandra, Ernährungsmediziner am Nordwest-Krankenhaus in Frankfurt am Main, der ganz klar sagte, dass ein solches Gewicht nicht durch Fehlernährung zustande kommen kann, sondern dass man die Grunderkrankung finden muss. Wir lernen also: Die Privatsender haben einen Fall in die Öffentlichkeit gezerrt, der eigentlich keiner mehr ist. Und sie haben wichtige Fakten verschwiegen, die jemandem, der sich mit Adipositas auseinander gesetzt hat, eigentlich sowieso klar sein müssten, weshalb diese Betroffenheits-Postings nur meinen Eindruck bestätigen, dass sich viele von Adipositas Betroffene noch nie mit den Ursachen ihrer Probleme befasst haben, sondern brav das nachbeten, was ihnen in den seichten Medien weisgemacht werden soll. Da ist es nur folgerichtig, dass die Mütter dieser Kinder als Rabenmütter beschimpft werden. Wie kann man nur so unreflektiert sein! - Sorry, aber das musste ich jetzt mal los werden. Das gärt schon länger in mir.

MartinaIch hoffe, ich bin jetzt rehabilitiert. ;)

stübbken
21.03.2007, 01:44
:knuddel1:

stübbken

stübbken
21.03.2007, 02:30
Ich kenne mehrere Fälle von extremer Fettleibigkeit bei jungen Menschen.....

Zwei der Mädels waren gleichzeitig geistig-behindert - in beiden Elternhäusern handelte es sich um schlichte Eltern, die sich durchaus ihrer elterlichen Verantwortung stellten, also Ärzte aufsuchten und im Rahmen des ihnen möglichen alles taten, ihre Töchter zu fördern.
Das eine der Mädels (Schwester von 6 gesunden Geschwistern) wurde schließlich in einer Behinderteneinrichtung untergebracht (Grund: massive Probleme in der Familie, unter anderem wegen der Fresssucht!)...dem Leiter dieser Einrichtung ist es zu verdanken, dass bei dem Mädchen im Alter von 23 Jahren (!) endlich das Prader-Willi-Syndrom diagnostiziert wurde. Mittlerweile lebt es in einer entsprechenden Einrichtung...
Die andere (Einzelkind) wurde zuhause betreut - die Eltern bemühten sich, das Essen zu steuern (verschlossene Speisekammer, Kühlschrank mit Schloss und so)- dem Rat der konsultierten Fachleute folgend...ständig den Vorwürfen selbiger ausgesetzt im Übrigen...(ich wurde damit konfrontiert, weil das Sozialamt seinerzeit nicht bereit war, die Bekleidungsbeihilfe angemessen zu erhöhen! - leider hatte ich damals noch keine Ahnung von Prader-Willi und nur - wie sagte Martina? - "seichte" Informationsquellen...).

Der Dritte lebte mit seiner psychisch deformierten ebenfalls fettleibigen Mutter zusammen, die ihn argwöhnisch behütete und nie alleine und auch nicht aus der Wohnung ließ (ihn im Übrigen zur großen Schadenfreude seiner Mitschüler noch im Alter von 14 Jahren zur Schule brachte mit dem Bus, weil der Fußweg von 10 Minuten zu anstrengend war! und händchenhaltend mit Sohnemann vor dem Schulhof auf das Klingelzeichen wartete. Mutter und Sohn teilten im Übrigen das verwaiste Ehebett der Mutter.). Die Ernährung war skandalös - fette Eintopfgerichte mit viel Speck und Fleisch, Schulverpflegung: Chips, Süßigkeiten und Limonade z.B. In diesem Fall wurde mein Antrag an das Vormundschaftsgericht, der Mutter das Sorgerecht zu entziehen, ablehnend beschieden, da die Mutter ihn nicht (!) körperlich misshandelte - hatte ich beantragt, als die Mutter seine Teilnahme an einer Klassenfahrt erweigerte, weil sie nicht mitdurfte. Auch dass die Mutter den 14jährigen vor zwei weiblichen Mitarbeitern der Stadtverwaltung auskleidete, um zu zeigen, dass die Bündchen seiner langen Unterhosen einschnitten und die Hosen an den Oberschenkeln durchgewetzt waren, konnte das Gericht nicht von der Notwendigkeit einer Trennung von Mutter und Sohn überzeugen.

Es gibt also auch die Fälle, in denen die Eltern schuldig sind - aber das ist meiner Einschätzung nach relativ selten...

stübbken

Sonnenkuss
04.07.2007, 08:29
Es gibt neue Berichte von Jessica:

Neues von Jessica (http://www.rtl.de/news/rtl_aktuell_videoplayer.php?ar ticle=11192)

Ich hoffe, dass die Knochen und Muskeln ihre Kraft einholen können.
Die Haut wird bei so einem jungen Menschen das geringere Problem sein.
Viel Glück Jessica.

Midori
05.07.2007, 16:33
Mutter und Sohn teilten im Übrigen das verwaiste Ehebett der Mutter.). In diesem Fall wurde mein Antrag an das Vormundschaftsgericht, der Mutter das Sorgerecht zu entziehen, ablehnend beschieden, da die Mutter ihn nicht (!) körperlich misshandelte
stübbken

Wenn ich sowas höre, kommt mir echt die Galle hoch. Schon die Sache mit dem gemeinsamen Bett ist bedenklich. Wäre das ein Vater mit Tochter gewesen, hätten die sofort gehandelt. Aber dieser einfach Schnitt: Er wird ja nicht körperlich misshandelt bedeutet ja, das man jemandem - und gerade einem Kind, also Schutzbefohlenen - nach Belieben seelischen Schaden zufügen kann. Dafür fehlt mit das Verständnis. Ich würd sowas im Beruf nicht gern dauernd mit ansehen müssen. Ich glaub nicht, dass ich da abends abschalten könnte. :boah: