Martina
05.03.2007, 23:36
Marie hat in diesem Thread (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=2847) das unten Zitierte geschrieben. Da es in Bezug auf den Thread off topic ist, erlaube ich mir dazu einen neuen Thread zu öffnen:Natürlich halte ich mich bewusst etwas zurück, da ich hier keine große Welle machen will. Ihr habt alle eure Erfahrungen und eure Meinungen. Das ist völlig ok für mich. Was ich nicht mag, sind Leute, die zwar selbst Erfahrungen gesammelt haben (und damit meine ich jetzt nicht dich oder gar jemand Spezielles), aber sich niemals wirklich richtig informiert waren. Bevor ich mich nämlich zu so einer eingreifenden Maßnahme entschließe, habe ich auch als Patient/Versicherter die Pflicht mich ausreichend darum zu kümmern. Tun leider nicht allzu viele - und nachher ist das Jammern groß und alle anderen sind schuld.Liebe Marie,
aus der Lameng weiß ich von vier operierten Usern in diesem Forum. Davon haben sich drei im Vorfeld sehr gut informiert. Und alle drei haben sich lange, bevor sie sich zur OP entschieden haben, mit dicker Selbstakzeptanz beschäftigt, weshalb sie, soweit ich das beurteilen kann, ganz anders mit sich und ihrer OP umgehen, als die absolute Mehrheit der Leute, die in den AC-Foren schreiben. Die bekommen ja mehrheitlich den Herzkasper, wenn sie auch nur ansatzweise in Erwägung ziehen sollen, ihr Schicksal einfach mal im ersten Schritt zu akzeptieren. Wenn man dort mit solchen Argumenten kommt, wird man mit Schimpf und Schande überzogen, hat sich aufgegeben usw. usw. usw..
Der vierte Operierte konnte sich im Vorfeld nicht gut informieren. Er ist eines der frühen Opfer, die den Weg der Adipositaschirurgie pflastern, die aber ebenfalls mit Schimpf und Schande überzogen werden, weil es vielen Menschen offenbar nicht klar ist, dass das Internet nicht ewig bestand.
Kommen wir nun zu den aktuellen AC-Betroffenen. Diese wandern doch durch die AC-Foren und informieren sich dort ausgiebig. Ich jedenfalls weiß nach meist eher peripherer Lektüre, dass ich mich auf so etwas Brandgefährliches niemals einlassen würde. Ich gehe aber davon aus, dass potenzielle AC-Patienten mindestens 10 mal so gründlich lesen wie ich. Sie müssten also eigentlich ganz genau wissen, worauf sie sich einlassen.
Nun gibt es gerade wieder den aktuellen Todesfall eines 35-Jährigen, der drei Jahre für die OP gekämpft hatte. Man darf also nach drei Jahren Aktivität in einem AC-Forum getrost davon ausgehen, dass er sich ausreichend informiert hatte. Er starb an Lungenembolie.
Wie jedesmal, wenn jemand aus ihrem Kreis stirbt, herrscht große Betroffenheit und natürlich auch Angst bei den noch nicht Operierten. Wie jedesmal beginnt jemand einen Thread, in dem die Angst formuliert wird. Und wie jedesmal folgen die gleichen Argumente:
Lungenembolie kann man bei jeder OP bekommen. Das stimmt zwar, aber die Frage ist: War diese OP wirklich notwendig? Und: Was wäre denn seine Alternative zu der OP gewesen ... na klar ... in ein paar Jahren an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben. Sag' mal, wie zynisch kann man eigentlich noch sein??? :confused:
Es gibt eine Alternative: Nämlich etwas für sich zu tun. Viele hier leben das. Und viele andere möchten diesen Weg auch gehen. Und nur diejenigen, die ihn wirklich nicht gehen können, sollten eine solche OP in Erwägung ziehen. Und ich sage Dir, die meisten, die sich operieren lassen, könnten ihn gehen, aber sie wollen es nicht.
Und deshalb wird das hier ein AC-kritisches Forum bleiben.
Martina
aus der Lameng weiß ich von vier operierten Usern in diesem Forum. Davon haben sich drei im Vorfeld sehr gut informiert. Und alle drei haben sich lange, bevor sie sich zur OP entschieden haben, mit dicker Selbstakzeptanz beschäftigt, weshalb sie, soweit ich das beurteilen kann, ganz anders mit sich und ihrer OP umgehen, als die absolute Mehrheit der Leute, die in den AC-Foren schreiben. Die bekommen ja mehrheitlich den Herzkasper, wenn sie auch nur ansatzweise in Erwägung ziehen sollen, ihr Schicksal einfach mal im ersten Schritt zu akzeptieren. Wenn man dort mit solchen Argumenten kommt, wird man mit Schimpf und Schande überzogen, hat sich aufgegeben usw. usw. usw..
Der vierte Operierte konnte sich im Vorfeld nicht gut informieren. Er ist eines der frühen Opfer, die den Weg der Adipositaschirurgie pflastern, die aber ebenfalls mit Schimpf und Schande überzogen werden, weil es vielen Menschen offenbar nicht klar ist, dass das Internet nicht ewig bestand.
Kommen wir nun zu den aktuellen AC-Betroffenen. Diese wandern doch durch die AC-Foren und informieren sich dort ausgiebig. Ich jedenfalls weiß nach meist eher peripherer Lektüre, dass ich mich auf so etwas Brandgefährliches niemals einlassen würde. Ich gehe aber davon aus, dass potenzielle AC-Patienten mindestens 10 mal so gründlich lesen wie ich. Sie müssten also eigentlich ganz genau wissen, worauf sie sich einlassen.
Nun gibt es gerade wieder den aktuellen Todesfall eines 35-Jährigen, der drei Jahre für die OP gekämpft hatte. Man darf also nach drei Jahren Aktivität in einem AC-Forum getrost davon ausgehen, dass er sich ausreichend informiert hatte. Er starb an Lungenembolie.
Wie jedesmal, wenn jemand aus ihrem Kreis stirbt, herrscht große Betroffenheit und natürlich auch Angst bei den noch nicht Operierten. Wie jedesmal beginnt jemand einen Thread, in dem die Angst formuliert wird. Und wie jedesmal folgen die gleichen Argumente:
Lungenembolie kann man bei jeder OP bekommen. Das stimmt zwar, aber die Frage ist: War diese OP wirklich notwendig? Und: Was wäre denn seine Alternative zu der OP gewesen ... na klar ... in ein paar Jahren an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben. Sag' mal, wie zynisch kann man eigentlich noch sein??? :confused:
Es gibt eine Alternative: Nämlich etwas für sich zu tun. Viele hier leben das. Und viele andere möchten diesen Weg auch gehen. Und nur diejenigen, die ihn wirklich nicht gehen können, sollten eine solche OP in Erwägung ziehen. Und ich sage Dir, die meisten, die sich operieren lassen, könnten ihn gehen, aber sie wollen es nicht.
Und deshalb wird das hier ein AC-kritisches Forum bleiben.
Martina