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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : OP-Tisch in Größe XXL


Martina
13.01.2007, 22:48
Meine in Köln lebende (schlanke) beste Freundin machte mich heute am Telefon auf diesen Artikel (http://www.ksta.de/html/artikel/1162473260275.shtml) im Kölner Stadtanzeiger aufmerksam. Sie war von dem Berichteten außerordentlich angetan.

Mir gefällt der Ton des Artikels. So sachlich geht's leider viel zu selten zu.

Nette
14.01.2007, 22:04
Zuerst einmal finde ich es doch sehr interessant, daß bei Aufnahme des Patienten häufiger nicht auf das Übergewicht hingewiesen wird, sprich, es nicht in die Akte aufgenommen wird.

Ich war scheinbar bisher immer nur mit Ärzten konfrontiert, die (fast) nix anderes sahen (und notierten)!!!!

Den Ansatz an sich finde ich gut, ehrlich gesagt hatte ich bisher allerdings, trotz meiner rund 170 kg, noch nie Probleme - und mir bis vor ungefähr nem Jahr auch keine Gedanken gemacht.

Bei meiner Schilddrüsen-OP wog ich, soweit ich mich erinnere, 156 kg, trotzdem kein Problem. Wobei das auch der einzige Krankenhausaufenthalt in meiner übergewichtigen Zeit war, bei dem mein Übergewicht wirklich gar keine Rolle spielte. Klar, bei den bildgebenden Untersuchungen konnte teilweise keine 100%ige Aussage gemacht werden, aber das las ich erst hinterher im Bericht.

Grundsätzlich halte ich die Einführung der XXL-Patientenversorgung für eine sehr gute Idee, ich hoffe darauf, daß sich viele Kliniken daran ein Vorbild nehmen!

Lovely Rita
15.01.2007, 07:57
Grundsätzlich halte ich die Einführung der XXL-Patientenversorgung für eine sehr gute Idee, ich hoffe darauf, daß sich viele Kliniken daran ein Vorbild nehmen!

dem kann ich mich nur anschließen. meine erfahrungen sind, dass auf allen meinen berichten sofort adipositas er magna steht. da steht allerdings auch psoriasis vulgaris überall drauf.

meine erlebnisse:
2001: kiefer-OP: kein OP-hemd passt, auf meinen hinweis, geht die schwester mit der bemerkung "des san unsre größten" achselzuckend ab, als ich mit zusammengehaltenem OP-hemd am schwesternzimmer vorbei gehe, wird unverhohlen laut gelacht. ich komme also den tränen nahe in den OP-saal.
habe mich danach beschwert, keine reaktion.

2005: sprunggelenkbruch: OP-tisch war kein problem, aber wieder keine nachthemden passend, hänge-WC. nur meine beweglichkeit hat mir vieles ermöglicht, toilette gehen und gewicht dabei halb selbst tragend, sehr entspanned für die verdauung.
habe ausführlichen brief ans die direktion geschickt, für den sich die bedankt haben und das klang keineswegs nach blabla.

2006: lungenentzündung. sogar in den wiegesessel hab ich gepasst, hab eigene nachthemden getragen.

ich empfinde die unsicherheit, auf nicht passendes mobiliar zu treffen etc. als extrem belastend, wenn man/frau eh schon krank oder gar verletzt ist.
also super diese sache.