Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Thyroxin und Wechseljahre
Sonnenkuss
11.01.2007, 20:23
Da ich ja auf meine Wechseljahre hoffe :grins: und so ungeduldig bin, kam gestern beim Kegeln die Diskussion auf, dass ich da "lange warten" könnte, da ich Thyroxin 175 einnehme.
Sagt mir einfach dass das nicht wahr ist! Danke.:heul:
Wie - du willst Hitzewallungen? Warte nur das Treffen ab :-D
Wer erzählt denn so was? Nicht dass ich das jetzt wissenschaftlich oder gar mit Quellenangaben widerlegen könnte, aber ich kann Dir die Ergebnisse meines höchstpersönlichen Feldversuchs mitteilen:
Ich habe zwei Jahre lang L-Thyroxin 175 genommen und nehme zurzeit 150. Ich passe die Dosis immer dem TSH an. Ich bin 47 und mich haben die Wechseljahre voll im Griff.
Meine Periode bekomme ich seit ca. zwei Jahren nicht mehr regelmäßig. Zum Teil habe ich Pausen von bis zu drei Monaten. Zuletzt hatte ich im November eine dreiwöchige klimakterische Dauerblutung. Hitzewallungen hatte ich - glaube ich - noch nicht. Mir war nur zweimal sehr warm, aber ich bin dabei nicht rot geworden. Dafür habe ich häufig Kopfschmerzen und ein wenig Schwindel. Und manchmal sitze ich schon morgens um sieben auf der Bettkante und heule. Das Schlimmste, was dann passieren kann, ist, dass mich einer fragt, warum ich heule. Das weiß ich nämlich nicht.
Wegen Letzterem und gelegentlichen Panikattacken habe ich schon alles Mögliche angeleiert, aber es lief immer irgendwie auf Antidepressiva raus, aber darauf habe ich keinen Bock. Und der Verhaltenstherapeut meinte, ich sei kein Fall für 'ne Therapie (zu reflektiert) und hat mich freundlich verabschiedet. Bin dann zu meinem neuen Hausarzt, der mich homöopathisch behandelt, habe ihm mein Leid geklagt und gleichzeitig kategorisch erklärt, dass ich keine Antidepressiva nehmen will. Der hat mir dann Globuli gegeben. Sei es, wie es ist, es hat geholfen. Mir geht es seither psychisch wirklich wieder gut.
Du fragtest mich mal anderswo, wie's bei meiner Mutter war. Bei ihr war es schon mit 42 rum mit dem monatlichen Ölwechsel. *neid* An Details kann sie sich aber nicht mehr erinnern, denn das Ganze liegt schon so ca. 40 Jahre zurück. Sie hatte ihre Tage auch immer sehr stark, was bei mir gar nicht der Fall war. Bis auf die letzten drei, vier Jahre, in denen es auch heftiger war, war ich so was von unauffällig in Bezug auf dieses Thema. Ich scheine gynäkologisch irgendwie andere Gene mitbekommen zu haben als die meiner Mutter. Solange ich allerdings voll in der Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen gesteckt habe, hatte ich einen verkürzten Zyklus von 20 - 24 Tagen. Nachdem ich dann endlich genügend Hormone nehmen konnte, hat sich das wieder normalisiert. Allerdings fingen dann schon ein Jahr später die klimakterischen Unregelmäßigkeiten an.
Ich hoffe, das beruhigt Dich jetzt ein bisschen.
Martina
Sonnenkuss
11.01.2007, 22:12
Danke.
Irgendwie bin ich mittlerweile auf eine Periode von 28 Tagen runter, jahrelang hatte ich regelmäßige 35 Tage!
Und ich hab das Gefühl ich laufe davon. Kennt ihr die "ob" Werbung, wo die Mädels an der Deckenlampe hängen oder mit dem Bürostuhl überall hinfahren... so geht´s mir *kreisch*!
Jetzt wirds Zeit, dass Schluss ist mit dem G´schlamp!
Wenn's jetzt schlimmer ist als früher, dann ist das schon mal ein Zeichen, dass sich was tut.
Sonnenkuss
11.01.2007, 23:18
Ich brauch auch die richtigen Tena... gottseidank hab ich noch "Proben" aus der Altenpflegezeit.
Was hat Flügel sitzt im Dunkeln und saugt Blut?
Alwaysultraextralang...:baeh2:
Bei mir machen sich die Wechseljahre in erster Linie dadurch bemerkbar, dass ich mich, wie ich schon mal in einem anderen Thread geschrieben habe, an manchen Tagen falsch eingetütet fühle. Aber das ist etwas, was ich ja schon aus den hormongesteuerten Jahren meiner schlimmsten Schilddrüsenprobleme kenne.
Nachdem ich anfangs mit alledem gehadert habe, habe ich vor zwei Monaten beschlossen, mich davon nicht runterziehen zu lassen und in Bezug auf diese Dinge genauso zu handeln, wie ich es inzwischen mit fast allem halte: Vorwiegend auf mich selbst und meinen Körper zu hören. Ich habe mir von so vielen Seiten Ratschläge geholt. Das Forum habe ich ja auch nicht damit verschont. Dieser blinde Aktivismus war definitiv falsch. Seit ich damit aufgehört habe, geht es mir gut. Denn er hat mich verrückt gemacht. Wenn Körper und/oder Seele mit dem STOP-Schild vor mir rumfuchteln, dann ist eben STOP angesagt. Und vor allem habe ich zu einem zurückgefunden: Diesen Dinge, die jede Frau zwangsläufig durchstehen muss, mit Humor und Gelassenheit zu begegnen. Das hilft ungemein. Es ist halt auch in diesem Fall in erster Linie eine Akzeptanzfrage, dass man nun ein altes Weib ist.:klug2:
Martina
Sonnenkuss
13.01.2007, 07:59
Also mit dem alten Weib, wart ich noch ein bißerl.
Aber ich kann dann endlich sorglos wegfahren mit meinen Pfadfindern und Meeresurlaub und Baden ohne die Last der Kilometerwinde Vorlegware...
Wenn die Stimmunsschwankungen nicht viel schlimmer als bei der unentdeckten Unterfunktion werden, halt ich´s aus, das Geschäft kenn ich ja dann schon.
Ein Mensch kommt auch mit zwei Stunden Schlaf aus usw.
Kind und Mann müssen dann wieder zusammen shoppen fahren, damit ich "in Ruhe" rumtoben kann...
Wenn die Stimmunsschwankungen nicht viel schlimmer als bei der unentdeckten Unterfunktion werden, halt ich´s aus, das Geschäft kenn ich ja dann schon.Also, ich finde es absolut vergleichbar, wobei sich bei mir die Stimmungsschwankungen in erster Linie in den Jahren vor der zweiten Schilddrüsen-OP bemerkbar gemacht haben, als ich noch die heißen Knoten hatte, die dann für die geilsten seelischen Achterbahnfahrten gesorgt haben.
Die 11 Jahre danach, bis ich die Sache 2003 selbst in die Hand genommen habe, habe ich eigentlich mehr in einem Dämmerzustand verbracht. Nicht nur, dass ich viel zu wenig SD-Hormone bekam, nein, die daraus resultierenden Allergien wurden mit müdemachenden Antihistaminika und die ebenfalls daraus resultierenden Herzrhythmusstörungen mit stoffwechselverlangsamenden Betablockern behandelt. Und obendrauf gab's dann abends noch ein Antidepressivumchen, damit die liebe Martina ihren Frust über ihre ständige Müdigkeit und die Tatsache, dass sie trotz gesunder Lebensführung permanent zunahm, besser ertragen konnte.
Nee, nee, nee, das will ich nicht mehr. Ich will leben und mich spüren. Deshalb teile ich Deine Einstellung voll und ganz.
Martina
P.S.
Das mit dem alten Weib meinte ich übrigens auch nicht 100 % ernst, aber ich spüre schon gewisse Grenzen. Wenn ich mir überlege, dass ich während meiner Ausbildung nicht selten aus dem Irish Pub direkt zur Arbeit gegangen bin ... DAS könnte ich heute nicht mehr.
Tja, auch ich spüre seit der Schilddrüsen Op sehr stark meine Grenzen. Es hat mich fertig gemacht das ich nicht mehr so leben kann wie vorher. Ich habe oft Angst wenn ich zu viel mache das mein Körper steikt. Es dauert das bis zu 4 Tage bis ich wieder laufen kann aber das ist ja nicht so schlimm. Mir fehlt dannn einfach die Kraft für alles.
Mechtild
Hallo Mechtild,
bist Du denn SD-hormonmäßig definitiv richtig eingestellt? Wenn Du Dich so schlapp fühlst, solltest Du unbedingt Deinen Endokrinologen aufsuchen. *find*
Martina
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