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... habe ich heute meine Brotbackmaschine wieder in Betrieb genommen. Es besteht also die Aussicht, dass ich hier so langsam ankomme.
Mir erscheint es fast unglaublich, dass ich so lange in einem Provisorium gelebt habe und dass Himbeertoni und ich uns dabei nicht erschlagen haben, sondern sogar geheiratet haben.
Ich könnte mit dieser Wohnung längst fertig sein, aber die Kniegeschichte hat mir über Monate hinweg alle Energie geraubt. Schließlich war ich in der Probezeit und MUSSTE die Zähne zusammenbeißen. Langsam aber sicher erobere ich mir mein gewohntes Leben zurück. Und das macht mich froh.
Das musste ich jetzt mal hierhin schreiben, damit ich es auch glaube.
Martina:cool:
Mir erscheint es fast unglaublich, dass ich so lange in einem Provisorium gelebt habe und dass Himbeertoni und ich uns dabei nicht erschlagen haben, sondern sogar geheiratet haben.
Das zeigt doch mal wieder, was für eine Perle von Mann Du gekriegt hast :-D
Vielleicht kriegen wir es mit einem Treffen jetzt mal wieder gebacken!!
LG Ina
kampfzwerg
10.07.2005, 21:44
Die Brotbackmaschine war sicher schon ganz wütend wegen der langen Mißachtung. Opfere ihr ein Extrastäubchen Mehl auf dem Deckel, sprich ihr gut zu und sie wird Dir zukünftig wieder wohlgesonnen bestes Brot liefern.
Schön, dass nach und nach auch die "profanen" Dinge des Alltags wieder ihren Platz finden, weil sich alle Hindernisse aufgelöst haben.
Vielleicht wirkt sich das eigene Brot sogar positiv auf Dein Knie aus!
Jedenfalls wünsche ich Dir das Beste für Knie, Brotbackautomat und überhaupt!
MissSilver
10.07.2005, 21:51
Schön, und man merkt Du hast die Tage gar nicht gezählt :applaus:
Mir erscheint es fast unglaublich, dass ich so lange in einem Provisorium gelebt habe und dass Himbeertoni und ich uns dabei nicht erschlagen haben, sondern sogar geheiratet haben.
*smile* das zeugt von Liebe :bigjaja:
Es ist erstaunlich was man Provisorisch alles hinbekommt.
Gut Brotback wünsche Aska
Tja, Brot backen und Brot backen kann durchaus zweierlei sein.
Die Rezeptzusammenstellung, die in Düsseldorf ein 1A-Brot ergab, brachte hier doch eher eine Art Nusskuchen hervor. Ich erinnere mich, mal gehört zu haben, dass Hefe auf unterschiedlichen Höhen unterschiedlich reagiert (so wie Eier, die auch unterschiedlich lang gekocht werden müssen). Kann es sein, dass ich mehr Hefe nehmen muss? Ich habe versucht, die Lösung zu ergoogeln, aber leider ohne Ergebnis. Wisst Ihr darüber etwas?
Immerhin habe ich heute zwei sehr interessante Dinge erfahren: In einem Nachbarort gibt es eine richtige Mühle, wo man das Mehl für's selbst gemachte Brot frisch gemahlen kaufen kann. Ist das nicht irre?
Und dann habe ich jetzt endlich einen gescheiten Naturkostladen gefunden, wo man sogar anständig parken kann.
Wenn ich es jetzt noch hinkriegen würde, mir noch die eine oder andere Verpflichtung vom Hals zu schaffen, dann könnte ich das mit der naturnahen Ernährung richtig perfektionieren.
Ich war ja vor ein paar Wochen zum Blutabnehmen und hatte Traumwerte (bis auf leider die Schilddrüse) und der Himbeertoni hat mich gestern noch getoppt. Und der sagte immer nur zu dem Doc: "Ich hab' aber doch gar nix dafür getan." Hat er aber doch. Er verlässt sich da ziemlich stark auf mich. Unsere Ernährung war zwar im letzten halben Jahr auf Grund des Umzugs und meiner körperlichen Einschränkungen eher suboptimal, aber besser als sich nur von vorpanierten Schnitzeln aus der Friteuse :-p zu ernähren, war sie allemal. Und das hat sich eben bemerkbar gemacht.
Vor allem kann ich jedem nur raten, reichlich Butter in seinen Ernährungsplan einzubauen. Seitdem wir eigentlich nur noch Butter, Oliven- und Rapsöl als Fette zu uns nehmen, wissen wir gar nicht mehr, wie das Wort Kolästerien ;) überhaupt geschrieben wird, und das obwohl der Himbeertoni eine genetisch bedingte ;)Hüpperkolästerinemi:cool: hat.
Also, wenn Ihr etwas über Hefe und Höhenmeter wisst, bitte her damit!
Danke
Martina
Dralle Deern
19.07.2005, 19:25
In einem Nachbarort gibt es eine richtige Mühle, wo man das Mehl für's selbst gemachte Brot frisch gemahlen kaufen kann. *Neid* Ich muss glatt mal suchen, ob es sowas hier bei mir auch gibt. Momentan bin ich auf Vollkornmehl und Schrot aus dem Supermarkt angewiesen, was irgendwie noch nicht so ganz der Bringer ist, obwohl es ja immer noch lange dem Auszugsmehl vorzuziehen ist.
Ich war ja vor ein paar Wochen zum Blutabnehmen und hatte Traumwerte (bis auf leider die Schilddrüse) und der Himbeertoni hat mich gestern noch getoppt. :daumen: Es ist doch sagenhaft, was man mit vergleichsweise wenig Aufwand alles erreichen kann. Ich kaufe seit gut einem halben Jahr kein Brot mehr, sondern backe selbst, seit mir von einer lieben Person ein Automat geschenkt wurde und habe seitdem - neben phantastischen Blutwerten - kein Sodbrennen mehr.
Also, wenn Ihr etwas über Hefe und Höhenmeter wisst, bitte her damit! Das würde mich auch interessieren; leider habe ich davon auch keine Ahnung :peinlich:
Hy Martina,
hast du umgestellt? Von Nasshefe auf Trockenhefe? Ist jetzt so das einzige was ich so sagen kann, da ich Backmischungen benutze. Zwar nicht unbedingt gesund (wat weiss ich was sonst noch drinnen ist) aber für mich die einzige Möglichkeit Brot selber zu backen.
Ich weiss noch ausm HW-Unterricht das Nasshefe anders reagiert wie Trockenhefe. Auch ältere Hefe reagiert anders wie ganz frische.
Immerhin habe ich heute zwei sehr interessante Dinge erfahren: In einem Nachbarort gibt es eine richtige Mühle, wo man das Mehl für's selbst gemachte Brot frisch gemahlen kaufen kann. Ist das nicht irre?
Cool :cool2: das ist dann wirklich frisch - ich glaube noch frischer gehts net ;)
Und dann habe ich jetzt endlich einen gescheiten Naturkostladen gefunden, wo man sogar anständig parken kann.
Glückwunsch :) ein guter Naturkostladen ist echt goldwert
und der Himbeertoni hat mich gestern noch getoppt. Und der sagte immer nur zu dem Doc: "Ich hab' aber doch gar nix dafür getan." Hat er aber doch. Er verlässt sich da ziemlich stark auf mich.
Himbeertoni: Es ist viel Arbeit von seiner gewohnten Ernährung auf eine andere umzusteigen. Auch wenn wohl Martina das zubereitet hat (entnehme ich so dem Forum) du hast es ja auch gegessen. Also hast du auch was getan ;)
Hast mal bei Chefkoch oder Dr. Ötker gekiekt wegen der Hefe? Da findet man auch oft Hilfe, bei letzterem weiss ich aber grade net was noch alles frei zugänglich ist.
Grüsse von Aska
hast du umgestellt? Von Nasshefe auf Trockenhefe? Öhem, habe ich ganz vergessen zu erwähnen, ich bin von 30 Metern über'm Meeresspiegel (Düsseldorf), mit 16-monatigem Aufenthalt auf 700 Metern ohne Brotbackmaschine (Trossingen) nunmehr auf 860 Meter über'm Meeresspiegel gezogen ... und ich glaube, da liegt der Hase im Pfeffer.
Johnny B. Goode
19.07.2005, 20:00
Die Backeigenschaften der Hefe sind tatsächlich von Luftdruck abhängig. Dies fällt allerdings erst bei ca. 1000 ü.NN. ins Gewicht. Auch ist nicht jede Hefe gleich. Gibt es während des Transports oder der Lagerung keine kontrollierte Temperaturführung, kann die Hefe schaden nehmen. Es kommen auch andere Faktoren in Frage, denn auch Mehl ist nicht immer gleich. Jenanchdem wo das Getreide gewachsen ist und wie die Witterung war, gibt es unterschiedliche Anteile an Klebereiweiß (Gluten), welches entscheidend für die Stabilität des Teiges ist.
Um Brot in größerer Höhe zu backen, würde ich empfehlen, etwas weniger Backhefe zu nehmen (bei geringerem Luftdruck braucht man nicht so viel CO2 um das Brot "aufzublasen") und die Backtemperatur moderat zu erhöhen, damit sich die Backzeit verkürzt. Eine wirkliche Universallösung gibt es nicht, da steht experimentelle Arbeit ins Haus. Evtl. kannst du auch mal den Bäckermeister um die Ecke fragen, vielleicht kann der dir noch entsprechende Tips geben. Die wissen immer besser, wie die Hefe vor Ort geht und was sie gerne hat.
Gruß
R.v.G.
Ich bin zwar kein großer Brotbackmaschinenfan, habe aber früher sehr viel selbst gebacken, da habe ich noch alles mit der Hand gemacht - rühren, kneten usw. Es hat mir nämlich Freude bereitet, und ich war damals arbeitslos und hatte viiiiel Zeit.
Martina, je höher die Lage, desto geringer ist der Luftdruck. In höheren Lagen (wozu 860 m über NN eigentlich noch nicht zählen) solltest du nicht mehr Hefe verwenden, sondern eher etwas weniger. Probier's bitte mal aus und berichte, ob's funktioniert.
Außerdem sollte der Teig in großen Höhen etwas weicher angesetzt werden, also mit ein wenig mehr Flüssigkeit (ca. 2 EL auf 500 g Mehl, wenn ich mich richtig erinnere).
Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit und ganz besonders bei Gewitterwetter können aber alle Tips evtl. nichts nützen - da hat oft sogar der erfahrene Bäckermeister echte Probleme, dafür zu sorgen, daß das Brot locker wird ...
In einem Nachbarort gibt es eine richtige Mühle, wo man das Mehl für's selbst gemachte Brot frisch gemahlen kaufen kann.
Schön! Aber ich möchte dir dringend raten, vorsichtig zu sein. Ich habe damals auch mehrmals mein Mehl (Weizen Type 1050, Roggen Type 1150) von der Mühle im Nachbarort geholt, in 5 kg Tüten. Leider fand ich jedoch mehr als einmal Mehlwürmer darin. Seitdem kaufe ich so was nicht mehr. Siebe also das Mehl von der Mühle erst einmal komplett durch und verstaue es, wenn es einwandfrei ist, in luftdichten Behältern.
Nachtrag: Die allerbesten Ergebnisse bei Vollkornbroten habe ich immer mit (Achtung, Schleichwerbung) Sekowa Backferment erzielt; die damit gebackenen Brote wurden stets locker, saftig und enorm lange haltbar. Ich erinnere mich, daß ein Brot, das ich für Bekannte mitgebacken hatte, nicht abgeholt wurde. Nach fünf Tagen habe ich es schließlich für mich selbst angeschnitten und war echt von den Socken - es war keineswegs altbacken oder trocken, sondern immer noch frisch und sehr lecker.
Hallo,
ich wollte Euch auch mal von meinem selbstgebackenen Brot erzählen. Es war ein selbstgemachtes Dinkelbrot und wirklich sehr sehr lecker. Leider hatte ich zu wenig Salz dazu verwendet.
Jedoch nutzte ich konventionelles Dinkelmehl. Einen Backautomaten haben wir auch nicht, so dass ich ein Gefäss mit Wasser in den Backofen dazu gab.
Ich liebe übrigens Vollkornbrot. Ich mag es wesentlich lieber, als zum Beispiel Weißbrot. Jedoch hoffe ich, dass mir das erspart bleibt, was einem Onkel meines Freundes passierte.
Er war im Bioladen und kaufte sich ein leckeres Vollkronbrot. Davon ließ er sich eine Scheibe abschneiden und biss genüsslich hinein. Dabei ist ihm ein Stück Zahn abgebrochen, da sich in diesem Brot ein Metallstück befand...
Ich weiss, das kann jedem passieren. Und auch woanders ...
Brotbackende Grüsse,
Steph
stübbken
20.07.2005, 03:42
In höheren Regionen (über 900 m ü.M.) oder bei sehr weichem Wasser geht der Teig höher auf, weil sich der Gärvorgang der Hefe verstärkt. Damit das nicht passiert, sollte die Hefe um ein Drittel der angegebenen Menge verringert werden.
Außerdem sollte nur Trockenhefe verwendet werden.(lt. Bedienungsanleitung meines Backautomaten)
Ein hoher Anteil an Vollkornmehl oder Körnern läßt den Teig nicht so hoch aufgehen. Wenn die Hefe zu früh mit dem Salz in Verbindung kommt, kann das auch ein Grund sein. Oder die Hefe war zu alt oder es war zu wenig Hefe.
stübbken
Tip von stübbken:
Wenn der Teig gegangen ist und direkt bevor der Backvorgang anläuft, Teig aus der Maschine nehmen, Knetwendeln entfernen, Teig kurz durchkneten und wieder in die Maschine geben - vermeidet die großen Löcher im Brot....
Die Rezeptzusammenstellung, die in Düsseldorf ein 1A-Brot ergab, brachte hier doch eher eine Art Nusskuchen hervor.
Und da beschwerst Du Dich? :-D
mellow,
die beim Hefeproblem leider nicht weiterhelfen kann - aber aus der Kindheit noch weiß, dass die 'alten' Bäcker ihre Rezepte genau der Wetterlage anpassen mussten. Backen war wirklich eine Kunst bevor die Backstube mehr zu einem Chemielaboratorium mutierte.
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