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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wasser trinken


Martina
28.10.2006, 09:18
Maximas Thread hier (http://www.das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=2482) hat mich zu folgenden Überlegungen animiert:

Es gibt da einen Punkt, den ich nie und nimmer verstehen werde, und den ich z.B. auch lange von meinem Mann gehört habe: Ich mag kein Wasser trinken.

Ich hätte dafür gerne mal eine Erklärung.

Wasser ist mit das Beste, was uns diese Welt zu bieten hat. Wasser ist auch nicht geschmacklos. Jedes Wasser schmeckt anders, ob es aus der Leitung oder aus der Flasche kommt. Wasser ist der Hauptbestandteil unseres Körpers. Wasser ist etwas Wunderbares.

Ich habe von klein auf gerne Wasser getrunken. Was anderes gab es auch bei uns nicht. Wenn mein Vater ein großes Glas frisches, kaltes Wasser getrunken hatte, sagte er oft: "Hach, es gibt doch nichts Leckerers als kaltes, frisches Wasser." Auch ich sage das heute häufig.

Wasser sollte uns durch den Tag begleiten, von morgens bis abends, es hält unseren Körper rein und gibt ihm Lebenskraft.

Wie kann man seine Erdverbundenheit so verloren haben, dass man sagt: "Ich mag einfach kein Wasser trinken."??? Vielleicht kann mir das mal jemand erklären.

Martina

stübbken
28.10.2006, 10:02
Ich trinke auch Wasser - seit eh' und je!

Normalerweise -wenn ich irgendwo anders bin z.B. im Urlaub - probiere ich als Erstes das "Leitungs"wasser. Es gibt manche Wässer, die auch durch Ablaufenlassen, nicht besser bzw. schmackhafter werden, wobei der Geschmack auch sehr von der Temperatur abhängig ist.

Hier in unserer Stadt gibt es zwei Sorten Wasser: das Wasser zuhause, das von einem Wasserversorger aus dem Süden der Stadt kommt, und das Wasser an meiner Arbeitsstelle von einem Wasserwerk aus dem Nordosten ( die Ruhr als echte Wasserscheide!).Beide schmecken gut, sind kühl bis kalt.
Achja, und eh' ich es vergesse, es gibt auch noch das Wasser aus einer Quelle im Wald. Das ist der "Heilige Brunnen", der seit altersher die Menschen in meiner Stadt mit gutem Trinkwasser versorgt hat, wenn durch Kriegswirren die eigentliche Wasserversorgung zusammenbrach. Da hängt heute ein Schild "Kein Trinkwasser!", aber mensch kann es ohne Probleme trinken. Da den Bürgern unserer Stadt, die auf ihrem Grundstück eigene Brunnen haben, der Verzehr durch Ortssatzung (?) verboten ist, gehe ich davon aus, dass sich die Wasserwerks-Lobby durchgesetzt hat - vermutlich will sich meine Kommune durch dieses Schild auch vor irgendwelchen Regressansprüchen schützen....

Ich kann mich an Ferien bei meiner Großtante in einem Thüringer Dorf erinnern, wo jeder Tropfen Trinkwasser an der Quelle geholt werden musste, (der Brunnen meiner Großtante war verseucht! und das Wasser aus dem Bach in ihrem Garten war nur für die Versorgung des Viehs oder zum Putzen und Waschen gut!) oder an andere Ferien auf dem Lande, mit einem Wasserhahn für Alle oder mit der Pumpe auf dem Hof. Die mit Trinkwasser gefüllten Wassereimer standen auf der sog."Wasserbank", hatten Deckel und mensch versorgte sich mit einer dazugehörigen Schöpfkelle. Darunter standen die Eimer mit dem Abwasser, das entweder (Spülwasser) zur Viehversorgung mitgenutzt wurde (da war kein Spüli drin!) oder auf dem Misthaufen (Wasser mit Seifenresten) landete.

Seit der Zeit - ich musste als Kind nur einen 5-Liter-Eimer schleppen! - die Erwachsenen zwei 10-Liter-Eimer! - weiß ich, wie kostbar Wasser ist! Das lernt mensch nicht, wenn er nur einen Hahn aufdrehen muss.....


stübbken

Steph
28.10.2006, 10:03
Nein, erklären kann ich es auch nicht. Aber kann es damit zusammen hängen, dass wir unterschiedliche Ernährungstypen sind, bei denen immer etwas anderes ausgelöst wird?

Es gibt Menschen, für die ist Wasser der Durstlöscher Nummer 1! Und dann gibt es solche, zu denen ich auch gehöre, die durch das Wasser nur noch mehr Durst bekommen. Abhilfe verschaffe ich mir mit einem Schuss Saft, wie ich schon in den betreffendem Thread geschrieben habe.

Eine Bekannte z B trinkt sehr viel Wasser, selten dass sie ein geschmackshaltigeres Getränk wie Saft, Limonaden etc zu sich nimmt. Anders geht es für sie gar nicht. Manchmal beneide ich solche Menschen einfach :-o.

Ich habe auch bei mir festgestellt, dass es unterschiedliche Geschmacksrichtungen bei Wasser gibt. Trinke ich z B das Gerolsteiner oder das Caroliner Mineralwasser, hat es eine ganz andere Wirkung auf mich und meinen Körper, als wenn ich z B Wasser aus dem Discounter trinke. Inwiefern das etwas miteinander zu tun hat, habe ich auch noch nicht herausgefunden :rolleyes:. Würde mich aber auch interessieren.

Du siehst, Martina, mit dieser Frage stehst Du nicht alleine da!

Steph

iko66
28.10.2006, 10:11
Um es gleich vorweg zu sagen: Ich mag schon Wasser trinken, aber das war nicht immer so und auf jeden Fall nicht jedes.

Zum Punkt: "Das war nicht immer so": Ich denke, dass es da so eine Phänomen der Gewöhnung gibt. Gewöhnt man sich erstmal an die üblicherweise im Handel befindlichen Getränke, im Extremfall Cola & Co., dann wirkt Wasser vergleichsweise geschmacklos. Meiner Meinung stumpft die Geschmackwahrnehmung einfach ab. Die Rückkehr zum einfachen Wasser wirkt dann erstmal vergleichsweise trist und "geschmacklos" :).

Zum Punkt: "Ich mag nicht jedes Wasser": Ich persönlich hatte eine Weile noch ein anderes Problem: Ich mag grundsätzlich kaum Mineralwässer, die im Handel angeboten werden. Mit Kohlensäure schon gar nicht, das ist für mich nur "Rülpszeug" (sorry :-p). Und ohne Kohlensäure habe ich oft keines gefunden, was bezahlbar ist und schmeckt (manche sind so salzig *schüttel). Also habe ich meist Wasser aus der Leitung getrunken. Das ist aber nicht an jedem Wohnort möglich. Die Zeit in der ich in Berlin gewohnt habe, konnte ich das nicht, weil das Wasser absolut nicht geschmeckt hat. Also habe ich 15 Jahre kaum Wasser getrunken.

Heut ist das anders. Das Wasser hier aus der Leitung schmeckt wunderbar und seitdem trinke ich auch wieder Wasser.

Alles Liebe
Iko

Maxima
28.10.2006, 10:16
Wie kann man seine Erdverbundenheit so verloren haben, dass man sagt: "Ich mag einfach kein Wasser trinken."??? Vielleicht kann mir das mal jemand erklären.Weil es einfach nach (fast) nichts schmeckt! Ich habe mir mein Übergewicht weder durch eine Krankheit noch duch eine Eßstörung geholt sondern einfach nur, weil ich ein Genußmensch bin und zu viel und das Falsche (weil sehr schmackhaft) zu mir nehme.

Genauso wie Fett ein Geschmacksverstärker ist und somit meinen Geschmacksnerven gut tut, mag ich halt aromatisierte Getränke. Es geht nicht nur um das Durstlöschen. Dann könnte ich wirklich Wasser trinken. Es ist einfach angenehm, das Durstlöschen mit einem Genuß zu verbinden.

Es ist ja auch nicht mehr so wie früher, dass ich immer nur Cola trinken muss. Mittlerweile mag ich säuerliche Getränke (z.B. Birnenwellnessgetränke) sehr gern. Wenn ich mal Gelüstchen auf was süßes habe, trinke ich eine light Cola. Richtige Cola trinke ich eher selten, meist dann, wenn ich das Gefühl habe, Energie zu benötigen.

Vielleicht erinnert mich Wasser auch an mein frühen Diäterfahrungen, in denen ich mich zum Wassertrinken gezwungen habe - schüttel!!!! Mittlerweile trinke auch auch schon mal Wasser, aber wie gesagt - eher aus Vernunft als aus freiem Willen.

Lovely Rita
28.10.2006, 11:42
ich trinke fast ausschließlich leitungswasser (manchmal mit einer zitrone reingepresst), im sommer, wenn es sehr heiß wird und ich entsprechend schwitze, mineralwasser. ich spüre dann, dass mir etwas fehlt.

alternativ trinke ich zuhause kalten roibosh-tee,den ich mehrmals aufgieße und in gaststätten obi gespritzt (apfelschorle).

ich versteh auch nicht, wie jemand ausschließlich limonade trinken kann. das tun viele.

Aska
28.10.2006, 11:52
Wie kann man seine Erdverbundenheit so verloren haben, dass man sagt: "Ich mag einfach kein Wasser trinken."??? Vielleicht kann mir das mal jemand erklären.
Eine richtige Erklärung kann ich dir auch nicht nennen. Zumal ich es mittlerweile schaffe die Medis mit ein bis zwei Schluck Wasser runterzubekommen - früher musste kalter Tee dafür her.

Bei mir sehe ich den Grund eher auf psychischer Ebene: Ich bekam nie etwas anderes als Wasser zu trinken (ausser auf Klassenfahrten........) und kann es heute nicht mehr sehen. Zum einem denke ich, ich habe mich sattgetrunken an Wasser und mag es darum nicht mehr sehen (naja sehen schon aber nicht unbedingt in meinem Körper kippen). Zum anderen denke ich, verbinde ich einfach zufiel damit. Zufiel von der Vergangenheit.

Ich find Wasser wortwörtlich zum ko....en. Mehr wie ein oder zwei Schluck ist nicht drin, und ich bin froh drüber das ich das schaffe. Aber alles was über die maximal 2 Schluck geht kommt postwendend wieder raus.

Darum bin ich zu Tee übergegangen. Meine erste Zeit hier in Bayern hab ich fast nur Zitronen-Instant-Tee oder Cola-Mix getrunken. Einfach weil meine ehemalige Freundin nichts anderes im Haus hatte (und ich beim besten Willen meine Kraft nicht für Diskussionen "verschwenden" wollte die von anfang an zum Scheitern verurteilt waren). Als Teeverwöhntes Nordlicht konnte ich den wenigen Teesorten im Süden nichts abgewinnen. Somit also auch nicht zu Teebeuteln griff - wobei die reine Überlegung schon zum Streit zwischen uns führte :( Was sich aber auch geändert hat (beides - ich trinke Tee und kein Streit weil kein Kontakt). Früher leerten wir mit 2 Frauen eine Kiste Cola-Mix in 3 Tagen. Heute würde die fast nen Monat hier rumstehen. Die Umgewöhnung war fast ein Entzug - aber heute trinke ich lieber Tee.

Nee Wasser bekommt man bei mir nicht rein. Nicht weil es nicht schmeckt, das würd ich nicht sagen. Das Wasser hier schmeckt anders wie das in Erlangen (obwohl beide durch den Filter müssen bei mir) und das im Norden schmeckt auch anders. Wasser ist nicht geschmacklos für mich - jedes Wasser schmeckt anders. Selbst bei den 1 bis 2 Schluck Medi-runter-spül-Wasser schmeck ich dat.

Aber ich bekomme es einfach nicht runter. Ja ich mag kein Wasser trinken.

Es hat sich vieles geändert in den letzten Jahren, aber das leider nicht. So trink ich halt überwiegend Tee (mindestens 3 Liter am Tag) - wozu ich aber auch Wasser brauch. Es kommt also doch schon in den Körper - aber nur in veränderter Art und Weise :holy:

Aber ich denke, das es ansonsten (bei nicht psychischen Gründen der Wasser-Trink-Verweigerung) evtl. auch damit zusammenhängen kann, das man nie lernte Wasser zu trinken. Das es immer was anderes gab früher und man darum heute kein Wasser trinken mag. Einfach weil man sich nicht vorstellen kann, das Wasser tatsächlich den Durst löschen kann. Und das es schmecken kann.

Oder auch damit, das viele Menschen sagen, das Wasser zum Waschen da ist und das man das, was man zum Waschen benutzt, nicht zum Trinken benutzen will. Obwohls anderes Wasser ist, das benutzt wird.

Naja das mein Gedankensenf zum Wochenende

:wink1: Aska

trinekater
28.10.2006, 14:02
Wasser ist für mich köstlich, so wie es aus der Leitung kommt.
Die meisten Mineralwässer mag ich nicht so gerne, davon werde ich immer noch durstiger. Meine Großmutter hat immer Wasser aus der Leitung getrunken, meine Mutter auch und so habe ich von Klein auf meine Vorbilder nachgeahmt und gelernt, wie gut Wasser schmeckt. Natürlich schmeckt jedes Wasser anders und ich habe das Glück, dass wir hier in unserer Stadt hervorragendes Wasser haben. Es ist für mich das einzige Getränk, wo ich in einem Zug ¼ Liter Flüssigkeit zu mir nehmen kann. Natürlich trinke ich auch Tee und ich liebe Kaffee (obwohl ich ihn leider gar nicht mehr gut vertrage), aber wenn ich richtig durstig bin gibt’s Kraneberger.

Rita
28.10.2006, 14:04
ich konnte als kind kein wasser trinken. mein onkel erzählte uns kindern gerne, dass wasser trinken würmer im bauch macht. und trotz des sofortigen widerspruchs von tante und mutter hatte ich immer, wenn ich wasser trinken musste sofort das bild von wimmelnden würmern vor meinen augen und blitzartig keinen durst mehr.

irgendwann kam ich dahinter das der onkel mit dem spruch wohl nur seinen alkoholkonsum bemänteln wollte und mit den jahren gab sich auch das gruseln.
aber ich trinke nach wie vor lieber stark sprudelndes wasser oder tee.

Loveroffatties
28.10.2006, 14:18
... ich meide zuckerhaltige Getränke bzw. solche, die mit künstlichen Aromen bzw. Farbstoffen angereichert sind, wie der Teufel das Weihwasser.
Damit tut man dem Körper nichts Gutes... auch unabhängig vom Übergewicht.
Im Alltag gibt es bei mir deshalb entweder Leitungswasser oder Apfelsaftschorle... und zum Genuss gibt´s dann Wein oder Bier... aber auch hier achte ich darauf, dass es sich nicht um Industriemassenware handelt. Mir tut´s gut...

LG
LOF

Nette
28.10.2006, 20:04
Maximas Beschreibung im anderen Thread ist mir sehr vertraut. Ich finde mich da gut wieder.

Bei mir ist das phasenweise mal so, mal so.

Eine Zeit lang könnte ich Mineralwasser dauernd und ausschließlich trinken, zu anderen Zeiten brauch ich Geschmack.

Und bleibt mir weg mit Leitungswasser oder stillem (wie sagte ein 6jähriges Mädchen so schön: "gestorbenem") Wasser weg. - Ich vertrage es nicht. Bei mir kann es gar nicht genug sprudeln, um so großperliger, um so besser.

Warum ich Wasser mal mag, mal weniger mag, ich weiß es nicht. Der Genußfaktor, den Maxima erwähnte, finde ich auch für mich realistisch.

Auch wenn ich Wasser immer wieder auch sehr genießen kann, wenn ich halt Lust drauf habe, danach lechze.

Mr. Spock
29.10.2006, 11:17
Hm ... ich mag die feinperligen Wässer lieber als die "Blubberwässer", stilles Wasser schmeckt wie "eingeschlafene Füsse", daher trinke ich das gar nicht. Aber von der Sache her trinke ich für mein Leben gerne Wasser, vor allem im Sommer. Wenn ich da irgend etwas "pappiges" wie Cola trinke, klebe ich am ganzen Körper, da ich scheinbar den ganzen Zucker mit ausschwitze.

Am liebsten trinke ich "San Pelegrino" aus Italien, allerdings ist mein Dispo bei der Bank nicht so hoch, dass ich es mir jeden Tag leisten könnte :-D

Kirstin
29.10.2006, 17:55
Ich kann Wasser nur trinken, wenn ich richtig Durst habe. Und dann auch lieber spritzig, als still. Und wenn schon still, dann wenigstens richtig kalt. Sobald mein schlimmster Durst weg ist, bekomme ich Wasser pur nicht mehr runter. Getränke mit Geschmack gehen dann immer noch. Keine Ahnung, warum das so ist. Aber ich habe mich dran gewöhnt und trinke im Lokal meist zuerst ein Wasser und bestelle dann was anderes nach. So komme ich auf genügend Flüssigkeit und habe auch Wasser getrunken. Müsste ich mich von Wasser allein ernähren, ich würde höchstens einen Liter pro Tag trinken :-(

Kirstin

Dralle Deern
29.10.2006, 18:08
Wie kann man seine Erdverbundenheit so verloren haben, dass man sagt: "Ich mag einfach kein Wasser trinken."??? Gute Frage, besonders unter dem Aspekt "Erdverbundenheit verlieren" habe ich es noch nicht gesehen. Es gibt Phasen, da kann ich literweise Wasser trinken, so direkt aus der Leitung ohne Kohlensäure und ohne Zusatz. Dann brauche ich wieder Kohlensäure aus dem Wassersprudler dazu, dann wieder mit Sirup versetzt und ab und zu muss ich mir einfach Mineralwasser dazu kaufen. Eine Weile kann ich Tee trinken, dann mag ich ihn wieder nicht, bis ich feststelle, dass es nichts schöneres als frischen heißen Tee gibt :nixweiss: Vielleicht liegts an der Gewöhnung mit der Zeit?

Lunix
30.10.2006, 10:44
Ich finde auch, dass Wasser einen Eigengeschmack hat, und ich glaube, das hängt mit der Wasserhärte zusammen.

Als ich Kind war, hatten wir ganz weiches Wasser (Härtegrad 1), damals war Leitungswasser für die ganze Familie das Kaltgetränk schlechthin. Später habe ich immer mehr oder weniger hartes Wasser gehabt und bin auf Mineralwasser umgestiegen, dennoch ist Wasser an sich der Durstlöscher Nr. 1 geblieben. Als die Sodageräte auf den Markt kamen, habe ich gesprudeltes Leitungswasser getrunken, obwohl ich Sprudel nicht besonders mag. Aber die Kohlensäure hat für mich den Geschmack verbessert. Vor einigen Jahren ist die Wasserhärte hier von 4 auf 2 reduziert worden, seitdem mag ich auch wieder Kraneberger pur trinken.

Kirstin
30.10.2006, 14:05
Daran kann es liegen. Ich habe hier nördlich von München dermaßen hartes Wasser, dass ohne Entkalkung (Wasserfilter) gar nichts geht. Das Wasser ist so hart, dass bei mir sogar der Abfluss im Waschbecken zukalkt. Ohne Calgon wäre meine einjährige Waschmaschine sicher auch schon ein Fall für den Waschmaschinenmechaniker ;) . Und mein Leitungswasser schmeckt einfach nicht.

Kirstin

Martina
01.11.2006, 09:48
So, bitte entschuldigt, dass ich erst heute wieder etwas dazu schreibe, aber ich hatte über's Wochenende Besuch von einer Freundin und danach musste ich erst mal wieder klar Schiff machen.

In meiner Kindheit und Jugend gab es Gerolsteiner. Später bei der Arbeit gab es Appollinaris, was mir persönlich dann im Vergleich zum Leitungswasser, das ich ab 1996 zu Hause getrunken habe, zu salzig ist. Das Solinger Leitungswasser ist extrem weich. Komischerweise kann ich das nicht so gut trinken. Ich bekomme davon Kratzen im Hals. Das Düsseldorfer und das Trossinger Wasser waren ziemlich hart, aber ich konnte es gut trinken.

Leider, bei aller Begeisterung für unseren jetzigen Wohnort, ist das Wasser hier fies. Ich finde, es schmeckt nach Zement. Es ist Bodenseewasser wie in Trossingen eigentlich auch, aber ich mag den Geschmack hier nicht. Vielleicht liegt es ja auch an den Leitungen. Wir denken jetzt über die Anschaffung einer Kombination aus Wasserfilter und Basenwasserbereiter nach.

Ich kann nachvollziehen, dass man u.U. mal etwas mit Geschmack trinken muss. Mir geht das besonders im Hochsommer so. Da trinkt man ja vergleichsweise viel und ich glaube, das Bedürfnis nach Geschmack hat dann auch etwas damit zu tun, dass der Körper dann die ausgeschwemmten Mineralstoffe wieder zurückfordert. Deshalb trinke ich z.B. in langen Hitzeperioden auch jeden Tag eine Gemüsebouillon. Ansonsten lasse ich mir im Sommer Wasser von der Brauerei Rapp in Kutzenhausen bringen, das mit Zitronensaft versetzt ist, aber mit echtem, nicht mit so künstlichem Aroma, das man bei anderen Marken häufig findet. Davon trinke ich dann alle paar Tage mal eine Flasche.

Limonaden - und dabei vorzugsweise Ginger Ale und Bitter Lemon - trinke ich nur, wenn ich aus essen gehe, oder auch mal 'ne Cola, wenn ich z.B. auf längeren Fahrstrecken einen Durchhänger habe. Allerdings würde ich dann, wenn es einen anständigen gibt, also eine Segafredo- oder Lavazza-Bar, immer einen Espresso vorziehen. Normalen deutschen Kaffee habe ich noch nie in meinem Leben getrunken. Tee trinke ich allerdings mit Begeisterung, in allen zur Verfügung stehenden Macharten.

Alkohol ist auch zum Essen nicht mein Thema. Wenngleich ich auf Grund meines erlernten Berufes einiges von Wein, Sekt und Bier verstehe, trinke ich aus eigenem Antrieb nichts davon. Es gelingt mir noch nicht mal, täglich ein Gläschen französischen Rotwein für das Herz-Kreislauf-System zu trinken. Vorgenommen habe ich mir das schon öfter. Entsprechend spüre ich auch schon ein Glas im Kopf und nach zwei Glas bin ich betrunken. Also lassen wir das lieber ganz.

Im Grunde ist es aber Blödsinn, statt Wasser oder Wein, Limonade als das Besondere zum auswärtigen Essen zu trinken, denn Wasser, Wein und sogar Bier sind viel besonderer als Limonade. Und genau das ist der Grund, weshalb ich nicht verstehe, dass es so viele Menschen gibt, die sagen, dass sie Wasser nicht trinken mögen.

Man muss sich schon klar darüber sein, dass wir hier in unseren Landen ein außerordentlich dekadentes Leben führen. Das fängt schon mit dem Wasser an, das aus dem Wasserhahn kommt. Ich persönlich mache mir jeden Tag klar, wie privilegiert wir doch hier sind. Das Gros der Menschheit hat noch nicht mal unverseuchtes Wasser zur Verfügung, geschweige denn, dass das auch noch aus dem Wasserhahn rausfließt. Daher erschreckt es mich, wenn man so wenig Achtung vor diesem Grundnahrungsmittel schlechthin hat.

Ich weiß, dieses Posting ist jetzt furchtbar moralisch, aber es ist ein Thema, über das ich mir gerade im Zusammenhang mit Übergewicht und Diabetes häufig Gedanken mache. Viele von uns können aus vielen unterschiedlichen Gründen nicht so ohne weiteres Gewicht reduzieren, aber muss man das noch unterstützen, indem man vorwiegend Süßgetränke zu sich nimmt? Ich sehe an Uwe, dass man sich das weitgehend abgewöhnen kann. Als ich ihn kennenlernte, hat er täglich literweise Kaffee getrunken. Und genau wie mit dem Fleisch hat er eines Tages von jetzt auf nun damit aufgehört. Es gab dann eine ziemlich ausgiebige Buttermilchphase, aber mittlerweile trinkt er fast nur noch Wasser und im Restaurant alkoholfreies Bier.

Für mich hat Wassertrinken eben auch etwas mit Erdverbundenheit zu tun, denn es kommt aus der Erde. Und es ist unser wichtiges Nahrungsmittel. Ohne Essen können wir jederzeit eine lange Zeit überleben, nicht aber ohne Wasser.

Martina

silentsound
01.11.2006, 10:06
Als Kind habe ich immer schon gerne "Krahnewein" getrunken. Den Begriff habe ich von meinen Großeltern.

An Mineralwasser statt Limo mußte mich meine Mutter erst gewöhnen, sie kaufte einfach keine Limo mehr, da war ich so 6. Allerdings gab es Limo gar nicht so häufig bei uns, war ja viel zu teuer auf Dauer.

Wir leben hier im Sauerland (Gruß an Iko) und unser Wasser ist wirklich hervorragend. Unser Wasser kommt aus reinen Trinkwassertalsperren, eingebettet zwischen bewaldeten, teilweise leicht felsigen Bergen liegend. Ich bin richtig froh, daß ich seit über 2 Jahren wieder hier wohne. Ich bin froh, nicht irgendwo zu wohnen, wo das Wasser aus Flüssen oder so aufbereitet wird.

* wenn Martina Zeit hat, stellt sie hier ein Foto von "meiner Talsperre hier ein, ich schicke es ihr gleich mal*

"Wasser ist Leben"....Vielleicht fühle ich mich deshalb auch im Wasser so wohl.

Martina
01.11.2006, 10:17
Ja, liebe silent, das hast Du wunderbar ausgedrückt. Wasser ist Leben! Wir haben es im Überfluss, weil wir geografisch bevorzugt sind. Trotzdem sollten wir es achten, als sei es bei uns so besonders wie z.B. in Afrika. *find*

Meinen Respekt vor Wasser damit in Verbindung zu bringen, dass ich eine ausgemachte Wasserratte bin, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen, aber es ist was dran. Muss ich noch mal intensiver drüber nachdenken.

Wegen des Fotos habe ich Dir gerade eine Mail geschickt.

silentsound
01.11.2006, 10:51
Martina, ich hatte Dir ja die Bilder vom Freibad geschickt....das war ja das erste Mal nach 14 Jahren wieder Schwimmen unter freien Himmel. Was habe ich das genossen, mich im Wasser zu bewegen, zu tauchen, wirklich wie ein Fisch im Wasser--und ich habe tatsächlich so sinnliche Anwandlungen im Wasser.

Besonders schön, wenn die Sonne das glasklare Wasser glitzernd durchleuchtet.boah ich gerate wieder ins Schwärmen, wenn ich an den schönen Sommer denke.

Ich bin heute übrigens oft überrascht, daß Kinder von heute ganz selbstverständlich nach Mineralwasser fragen und nicht nach Limo. Auf dem Geburtstag meiner Tochter gab es Mineralwasser, Säfte zum Mischen und sogar Cola!!! Cola wurde gar nicht getrunken, Säfte kaum, dafür aber reichlich Wasser. Wäre zu unserer Zeit (damals vor 30 Jahren) anders gewesen smile.

Meine Tochter greift immer nach Mineralwasser mit Kohlensäure, sie mag kein Stilles oder auch kein Wasser aus der Leitung..aber das ist ok.

Sally
01.11.2006, 11:46
Das ist ein interessanter Thread.

Nachdem ich das alles gelesen habe, denke ich, dass der Trink-Geschmack einfach verschieden ist, ebenso wie der Geschmack beim Essen. Und dass sich beide im Lauf eines Lebens entwickeln und verändern können.

Zum Beispiel zerfällt die Welt (nicht nur hier) in die "Wasser-mit-Kohlensäure"- und die "Wasser-ohne-Kohlensäure"-Fraktion. Und jede Seite hat ihre guten Argumente. Ich mag's auch lieber mit viel Bizzl (bei uns zu Hause seit gut 10 Jahren aus dem Sprudler, ansonsten so ziemlich alle Marken), aber wenn ich mich in meinem Arbeitsumfeld bewege, muss es (zu meinem Leidwesen) manchmal auch das stillere sein ... wesche dem Rülps. Wäre bei mir ausgesprochen unangenehm. :-o

Wer Wasser nun gar nicht gerne trinkt, der mag es halt nicht so gern. Erdverbundenheit hin oder her.
Da nützt auch das ganze schöne Wissen nichts, wenn die Geschmacksnerven nicht mitspielen. Ich habe dieses "Problem" mit Tee. Ganz toll und gesund und mitunter auch heilsam, ich weiß, ich weiß, aber ich krieg das Zeug nur runter, wenn ich sterbenskrank bin und zu schwach, um mich dagegen zu wehren.:cool2: Egal welche Sorte. Im Krankenhaus nach der Entbindung gab's "Milchbildungstee" - den hab ich abkühlen lassen und mit zugehaltener Nase runtergestürzt. Folter.

Wie und warum sich Geschmacksvorlieben bilden und verändern, ist wohl noch unerforscht. Ich habe zum Beispiel früher über viele Jahre hinweg gern und viel Alkohol getrunken, meistens Wein (und auch reichlich dazu geraucht), seit meiner Schwangerschaft (immerhin mittlerweile über acht Jahre her) ekle ich mich vor Zigaretten, und der Alkohol schmeckt mir einfach nicht mehr. Wirklich schlüssig hat mir das noch kein Mediziner erklären können. Es scheint also noch ein paar Dinge zu geben, die wir einfach mal so hinnehmen müssen.;)

Martina
01.11.2006, 11:46
Hier ist ein Bild von silents Talsperre (http://www.lwl.org/lmz-download/bilder/Bild_Film_Tonarchiv__Bildarchi v__grafiken__3_luft.jpg). Einbinden können wir es aus Copyright-Gründen nicht.

Übrigens: Noch rein vorsorglich ... ;) ... als wir uns vor anderthalb Wochen mit Maxima in der Schweiz getroffen haben, haben wir ein Sixpack schweizerisches Ginger Ale mitgenommen, weil wir das mal probieren wollten (schmeckt übrigens besser als Schweppes, aber nur eiskalt). Allerdings hält sich bei uns so was dann auch wochenlang. Ginger Ale ist eben - zumindest für mich - etwas ganz Besonderes, das man auch nur zu besonderen Gelegenheiten trinkt.

:offtopic:Das beste Ginger Ale, das ich jemals getrunken habe, gab's allerdings bei J. Paul's (http://www.j-pauls.com/dir/about/) in Georgetown, Washington D.C.. Dorthin hat mich mal einer meiner amerikanischen Freunde entführt, zum Nacho- und Krebse-Essen. Geil!

GreenTomate
02.11.2006, 08:57
Manchmal habe ich das Gefühl es ist mehr als Zufall. Nämlich daß ich gerade ein Buch lese (geliehen) indem es darum geht was der Mensch mag (Geschmack) und was er eigentlich braucht.

Der Autor behauptet wir haben keine unterschiedlichen Geschmäcker.
Wir, die Menschen, sollten im Grunde nur die Nahrungsmittel essen die uns von der Natur zugewiesen sind. So wie die Kuh nie von allein etwas anderes als Gras fressen würde, wofür auch ihre 4 Mägen konstruiert sind und so wie ein Löwe eben Fleisch jagen würde.

Wir Menschen seien keine Fleischfresser. Fleisch schmeckt uns ungebraten und ohne Gewürze und Soßen etc. nicht - aber in Obst könnten wir so reinbeissen ohne Zusätze. ( Das war jetzt die Kurz-kurz-kurz-Zusammenfassung). :-p

D.h. alle unterschiedlichen Geschmäcker seinen von Klein auf, Einwirkungen von aussen, Konditionierungen von der Umwelt und hauptsächlich von der Industrie gelenkt.

Im Grund würden wir alle dasselbe lieben: Wasser, Obst, Gemüse,
Nüsse und etwas Getreide. In dieser Reihenfolge. Mehr brauchen wir nicht, bzw. die anderen Lebensmittel liefern uns nicht das was wir brauchen. Deshalb hätten viele Menschen so viel und oft Hunger, weil sie nicht das essen, was der Körper wirklich braucht.

Obwohl der Autor seine These (?) recht radikal vertritt, wie alle Autoren die uns von etwas überzeugen wollen, finde ich die Grundgedanken richtig. Weil ich es selbst auch so empfinde.

Ich habe jahrelang kaum Fleisch gegessen. Ich habe es nicht direkt abgeleht, aber auch nie danach gehungert. Wenn ich für mich alleine koche komme ich meist gar nicht auf die Idee mir etwas mit Fleisch zu machen. Dann aber hieß es ich brauche es wegen Eisen und Protein und sowas und das beste Protein sei im Fleisch - also habe ich mehr Fleisch gegessen. So einfach bin ich konditionierbar. :-p

Ich weiß ich bin mal wieder fast am Thema vorbei. Aber die Aussage, daß eigentlich alle Menschen gerne Wasser trinken und Obst essen, weil wir dafür geschaffen sind und unser Körper das braucht finde ich von meinem innersten Gefühl her für richtig - auch wenn ich dennoch weiterhin viele Leckereien essen werde die damit nichts zu tun haben. :-o

Übrigens habe ich auch einen Sprudler. Ganz ohne Kohlensäure mag ich nicht, aber die "normale" Menge ist mir viel zu viel. Dazuhin brauche ich ca. 20% "Geschmack" in Form von Apfelsaft dabei.

Maxima
02.11.2006, 10:46
Schon klar - und ab nächste Woche renne ich im Fell bekleidet wenige Silben ausstossend durch den Wald:-D

Nette
02.11.2006, 17:57
Komisch, daß ein ein "banales" Thema, wie Wasser trinken, tagelang beschäftigen kann.

Mir ging immer wieder Martinas Satz durch den Kopf, von wegen, 'Wie kann man seine Erdverbundenheit so verloren haben, dass man sagt: "Ich mag einfach kein Wasser trinken."' Ich fühlte/fühle mich seitdem schon fast schuldig.
Ich bin kein Wassertrinker, deshalb fehlt mir jegliche Erdverbundenheit? Vielleicht könnt ihr mir mal Erdverbundenheit aus eurem Verständnis definieren?


Ich kann nachvollziehen, dass man u.U. mal etwas mit Geschmack trinken muss. Mir geht das besonders im Hochsommer so. Da trinkt man ja vergleichsweise viel und ich glaube, das Bedürfnis nach Geschmack hat dann auch etwas damit zu tun, dass der Körper dann die ausgeschwemmten Mineralstoffe wieder zurückfordert. Deshalb trinke ich z.B. in langen Hitzeperioden auch jeden Tag eine Gemüsebouillon.
Mir geht es im Sommer eher so, daß ich total Lust auf Wasser habe, es in mich reinschütten kann. Dazwischen mal eine Fruchtschorle, erst am Abend, wenn es kühler wird, Limo (light, normale schmecken mir inzwischen gar nimmer) oder alkoholfreies Bier o. ä. Und mit einer Gemüsebouillon könntest du mich im Sommer jagen, die ist ja heiß. Grusel!


Limonaden - und dabei vorzugsweise Ginger Ale und Bitter Lemon - trinke ich nur, wenn ich aus essen gehe,
So war es in meiner Kindheit, Limo, später Spezi und Cola gab es nur im Lokal und daheim eher selten. Vielleicht "giert" es mich deshalb so danach?

Normalen deutschen Kaffee habe ich noch nie in meinem Leben getrunken. Tee trinke ich allerdings mit Begeisterung, in allen zur Verfügung stehenden Macharten.

Hm, ich trinke eigentlich wenig Kaffee. Meist jeden Morgen vor der Arbeit eine, manchmal auch am Wochenende. Während meiner Arbeitslosigkeit trank ich vielleicht ein, zwei Tassen die Woche.
Tee mag ich auch gerne, aber es ist nichts gegen den Durst für mich. Und der große Nachteil daran: Er ist heiß!*



Es gelingt mir noch nicht mal, täglich ein Gläschen französischen Rotwein für das Herz-Kreislauf-System zu trinken. Vorgenommen habe ich mir das schon öfter.
Mußt du aber doch nicht. Im ganz normalen roten Traubensaft sind die Flavonoide ebenfalls enthalten. Nur in etwas geringerer Menge. 1/2 Liter Traubensaft pro Tag zeigt die gleiche Wirkung wie Rotwein. Nur ohne den für dich störenden Alkohol.

Im Grunde ist es aber Blödsinn, statt Wasser oder Wein, Limonade als das Besondere zum auswärtigen Essen zu trinken, denn Wasser, Wein und sogar Bier sind viel besonderer als Limonade. Und genau das ist der Grund, weshalb ich nicht verstehe, dass es so viele Menschen gibt, die sagen, dass sie Wasser nicht trinken mögen.

Nicht ausschließlich trinken mögen, so beziehe ich es auf mich.

Man muss sich schon klar darüber sein, dass wir hier in unseren Landen ein außerordentlich dekadentes Leben führen. Das fängt schon mit dem Wasser an, das aus dem Wasserhahn kommt. Ich persönlich mache mir jeden Tag klar, wie privilegiert wir doch hier sind. Das Gros der Menschheit hat noch nicht mal unverseuchtes Wasser zur Verfügung, geschweige denn, dass das auch noch aus dem Wasserhahn rausfließt.

Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht.

Daher erschreckt es mich, wenn man so wenig Achtung vor diesem Grundnahrungsmittel schlechthin hat.

Nicht ausschließlich trinken mögen heißt für mich nicht, keine Achtung zu haben. Achtung drückt sich doch, wie so vieles andere, in verschiedenen Arten aus.

Viele von uns können aus vielen unterschiedlichen Gründen nicht so ohne weiteres Gewicht reduzieren, aber muss man das noch unterstützen, indem man vorwiegend Süßgetränke zu sich nimmt?

Hui, Martina! :biggrins:Wie fragte mich mal ein Arzt in der Abnehmklinik? "Wie viele Liter Cola trinken Sie denn so am Tag?" :daumen:
Sorry, aber ich drinke Süßgetränke, aber wenn, dann welche mit Süßstoff. Es ist mir auch bewußt, daß Süßstoff nicht wirklich gesund ist, aber ich denke, auch da kommt es auf die Menge an. Ansonsten gibt es Fruchtschorle!

Meinen Respekt vor Wasser damit in Verbindung zu bringen, dass ich eine ausgemachte Wasserratte bin, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen, aber es ist was dran. Muss ich noch mal intensiver drüber nachdenken.

Ich bin auch eine ausgesprochene Wasserratte, ich liebe es, im Wasser zu sein oder mich am Wasser aufzuhalten. Und ich sage euch, es ist eine sehr große Liebe! Daß ich deshalb nicht nur ausschließlich Wasser trinke, hat damit, für mich zumindest, nichts zu tun.

Und mal so nebenbei: Der Grundstoff von Bier, Wein, Limo u. a. ist ja dann doch wieder Wasser.:prost:




*Mir ist durchaus bewußt, daß man Tee im abgekühlten Zustand wunderbar trinken kann, aber dann muß man da dran denken vorzukochen...:grins:

Lovely Rita
03.11.2006, 09:51
Aber die Aussage, daß eigentlich alle Menschen gerne Wasser trinken und Obst essen, weil wir dafür geschaffen sind und unser Körper das braucht finde ich von meinem innersten Gefühl her für richtig - auch wenn ich dennoch weiterhin viele Leckereien essen werde die damit nichts zu tun haben. :-o


ich kann dem viel abgewinnen. das halbe jahr, das ich wegen meiner haut vegan gelebt habe, war für mich hochinteressant. anfangs war es schon eine umstellung, aber die ging recht schnell.
meine werte waren innerhalb kurzer zeit sensationell und obwohl ich habe abgenommen, obwohl ich nie gehungert habe. nur meine haut besserte sich kein bisschen :(

wenn ich nächstes jahr mein gemüsefeld habe, werde ich wohl auch viel davon essen. bin schon gespannt und freu mich darauf.

Na_Ich
03.11.2006, 10:23
Ich trinke auch am liebsten Wasser. Volvic geht bei mir gar nicht. Das hat einen metallenen Geschmack, finde ich. Am liebsten Evian oder Vitell. Allerdings trinke ich in letzter Zeit am allerliebsten Wasser mit Geschmack. Mir ist dabei egal, ob es sich um versteckte Fette oder Kalorien handelt, aber Wasser mit einem leichten Geschmack hats mir einfach angetan.

Cola trinke ich eher selten. Sie ist mir zu süß. Trotzdem muss es wenn dann richtige Cola sein und keine Light oder Zero, weil die nämlich voll nach Chemie schmecken. Ich kann auch nur vom Geschmack her den Unterschied erkennen wenn ich nicht weiß, welche wo drin ist. Ich schmeck das einfach. Da ich auf die Zuckerersatzstoffe sowieso mit Bauchkrämpfen und Durchfall reagiere trinke ich auch keine Limonade. Kohlensäure kann ich eh nicht ausstehen.

Daheim habe ich immer Pfanner Eistee rumstehen. Doch auch hier merke ich, dass ich den bevorzugt dann trinke, wenn ich zwar Hunger, aber keine Lust auf Essen habe. Das ist dann quasi ein Essensersatz für mich, denn nicht immer habe ich Appetit auf Essen, wenn ich Hunger habe. Merkwürdig das, ich weiß.

Zum Durstlöschen ist jedoch Wasser bzw. Wasser mit Geschmack für mich das beste Mittel.

Sonnenkuss
05.11.2006, 15:03
So:
Und ich bin die Fleischfresserin schlechthin und trinke begeistert Leitungswasser ---Ja was jetzt?
Muss ich jetzt früher oder später sterben?

Durch mein Gewicht und den Bauch (nicht zu vergessen: Busen, Po und Doppelkinn) , der sich alters- und schwerkraftbedingt langsam aber sicher Richtung Boden nähert habe ich eigentlich eine gute Erdverbundenheit und Bodenhaftung.

Am Wassertrinken eine ganze "Philosophie" festzumachen fiel mir bis heute nicht ein...
Ich trink aber auch Cola und Kaffee und Tee un Limo und Bier und Wein... Saft nicht so gerne wegen der Sodbrennerei. Prost.

Martina
06.11.2006, 22:43
Ich möchte das Thema nicht an einer Philosophie fest machen. Es interessierte mich einfach mal, was jemanden dazu bewegt, so einen Satz zu schreiben oder zu sagen.

Mein Ex hielt mich für extrem spießig. Ein Teil meiner Spießigkeit drückte sich für ihn darin aus, dass ich auch als Erwachsene noch das tat, was ich als Kind schon getan habe: Wasser trinken. Bei ihm war es so, dass er nach der Erwachsenwerdung bewusst und absichtlich nur noch Limo und Cola getrunken hat, sozusagen um sich vom Elternhaus abzuheben, wo ihm die Süßgetränke immer versagt wurden, damit er nicht zu dick wurde. Ich hingegen habe nichts vermisst. Für mich war es immer klar: Limo gibt's nur im Restaurant. Dass man so was auch zu Hause trinken könnte, habe ich erst sehr spät begriffen. Mein Ex und ich haben oft darüber diskutiert.

Als ich mir dann vor vier Jahren schon wieder so ein Exemplar geangelt hatte, das "Geschmack" braucht beim Trinken, ging die Diskussion von vorne los. Das wurde ich schnell leid, denn ich habe festgestellt, dass es sinnlos ist, jemandem das zu vermitteln. Entweder er kommt von selbst drauf oder er lässt es bleiben. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Fand mein Mann zu Beginn unserer Beziehung meinen Kochstil "skurril" bis "völlig bescheuert", so hat er sich mit der Zeit daran gewöhnt. Heute kann er nicht mehr ohne und isst sogar Grünkernfrikadellen mit Vergnügen. Und so hat er sich peu-à-peu auch angewöhnt, immer öfter Wasser zu trinken. Er hat es sich sozusagen von mir abgeguckt.

Für mich hat Wasser etwas mit Erdverbundenheit zu tun, weil man schmeckt, aus welcher Erde es kommt, und weil es das wichtigste Nahrungsmittel ist, das wir auf dieser Erde haben. Zudem sind wir in Bezug auf das Wasser extrem privilegiert, wie ich schon schrieb. Daher habe ich großen Respekt vor Wasser. Ich bin immer ein sehr naturverbundener Mensch gewesen. Das äußert sich auch in meiner Liebe zum Wasser.

Natürlich ist Wasser auch der Grundstoff für andere Getränke. Bei Bier und Wein sehe ich auch keine Verfälschung, da die Zutaten ganz natürlich sind. Wer weiß, wie Bier und Wein oder auch Spirituosen gemacht werden, schmeckt unendlich viel daraus. Aber was ist bitte an einem Limonadenzusatz noch natürlich? Man kann sich doch eine Limonade auch prima selbst machen, mit Wasser, einer ausgepressten Zitrone und Läuterzucker z.B.. Selbst wenn man Läuterzucker verwendet, wird man niemals so viel Zucker in einem Glas haben wie bei fertiger Limonade.

Martina