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Heute abend:
Mittwoch 16.08.2006 | 22:15 Uhr
stern tv - RTL
Kampf gegen die Kilos - Leben mit Extremgewicht
Adipositaschirurgie
biggerman
16.08.2006, 16:19
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie werden mir die Frage nicht beantworten, oder vielleicht doch, "mit wieviel Euro wurde der Beitrag über die Geldschneidemaschine Adipositaschirurgie (AC)und von wem, gesponsert?
Beeindruckend wie das Spiel Gesundheitsindustrie-Betroffenenforen und Medien funktioniert.
Das Magenband ist der Einstieg in einen OP-Marathon. Magenband- Fettschürze. Magenband raus, Magenbypass und wieder Fettschürzenop., Narbenbrüche, Wundheilungsstörungen usw. und so fort.
Die AC ist für Chirurgen und Gesundheitsindustrie die Lizenz zum Gelddrucken.
Ich habe es schriftlich - einer der ersten Adipositaschirurgen aus Düsseldorf bezeichnete sich in diesem Zusammenhang als Professor für "experimentelle Chirurgie". Laut OLG Oldenburg nehmen Dicke, die aussergewöhnlichen Risiken einer Operation bhilligend inm Kauf.
Wetten d.in der Sendung heute Abend kein Geegner der der AC zu Wort kommt.
Im übrigen, eine AC sollte durch Krankenkassen nur in seltensten Fällen genehmigt werden. Voraussetzung: Ausschöpfung von Kur und psychosomatischer Behandlung.
Ich selber bin Opfer der Adipositaschirurgie und werde bei RTL unter der Rubrik "der geplatzte Mann" - Platzbauch geführt. Der Beitrag über mich wurde gerade im letzten Jahr an Nippon TV verkauft.
Ich weiß also wovon ich schreibe.
stellv. Vorsitzender
Patientenschutz e.V. Berlin
www.patientenschutz.de (http://www.patientenschutz.de/)
www.gesundheitsreform.blog.de (http://www.gesundheitsreform.blog.de)
CandyClown
16.08.2006, 21:08
Hi biggerman,
rein Interesse halber eine Frage.
Woher kennst du denn den Bericht? Wurde er schonmal ausgestrahlt?
Gruß
CandyClown
Wenn ich mich mal einmischen darf ...
Natürlich kennt er diesen Beitrag noch nicht. Er schreibt ja auch Wetten d.in der Sendung heute Abend kein Geegner der der AC zu Wort kommt.
Klar ist: Unser leidgeprüfter Biggerman hat natürlich Recht behalten.
Der Guru der AC in Deutschland durfte unwidersprochen Reklame machen, sogar den durchschnittlichen Preis für einen Magen-Bypass konnte man erfahren.
Die Botschaft von Beitrag und Gespräch war ganz klar und einfach: Diäten bringen gar nichts, Magenband ist auch nur 'ne halbe Sache, der Bypass ist der Königsweg.
Nicht ein einziges Wort ist gefallen über mögliche Risiken und Folgen. Zwar tauchte der Begriff "Risiko-Operation" in dem Beitrag auf, er zielte allerdings nur auf das hohe Ausgangsgewicht der Patienten und das damit verbundene generelle OP-Risiko - nicht etwa auf die AC.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass jeder für seinen Körper selbst verantwortlich ist. Aber wie bei jeder OP (ich habe selbst gerade eine hinter mir) sollte wenigstens darüber aufgeklärt werden, was passieren kann.
Wie erfrischend dagegen in derselben Sendung der Auftritt von Sandra Köppen, der 140 kg schweren super-erfolgreichen Sumo-Ringerin.
Dick und sportlich.
Und den Jauch hat sie auch vorgeführt.:cool2:
Hallole!
Ich fand die Sendung etwas oberflächlich.
Auch wurden Aussagen sehr verallgemeinert von wegen "nie wieder Schokolade und Cola". DAS stimmt nämlich nicht bei allen Operierten!
Das Thema lebenslange Nahrungsergänzung wurde (soweit ich mich erinnern kann) auch nicht erwähnt. Kein Wort von Eiseninfusionen und Vitamin B12 Spritzen.
Ein längerer Beitrag mit pro und contra wäre wünschenswerter gewesen.
Grüessli
Blue
CandyClown
17.08.2006, 09:10
Interessanter Weise kannte ich den Beitrag selbst schon - hab ich aber natürlich erst gemerkt, als er begann.
Aber hätte ja zur Abwechslung auch was neues, objektiveres sein können. :rolleyes:
Schade das man nie eine objektive Berichterstattung bekommt. Ich weiß nicht viel über AC, aber mich interessiert das Thema und würde mir wünschen, dass die Berichte nicht nur von einer Seite "geschrieben" werden.
Eine Aussage des Arztes hat mich irritiert. Und zwar, dass "Dumping" eine gewünschte Nebenwirkung der OP ist. Ist das wirklich so? Kann ich mir nicht vorstellen.
Grüße
CandyClown
Sonnenkuss
17.08.2006, 11:13
Mir ist wieder der "Preisvergleich" aufgestossen:
Die einfache, super-klasse, billige OP für lasche 5 bis 6Tausend Euronen zu haben (komisch dass er nicht gleich seine Visitenkarte in die Kamera gehalten hat), da haben doch die Kuren und Diätberater bisher das Vielfache gekostet -"hehehe"- (Originalton, das hehehe).
Da schwillt mir der nichtvorhandene Hahnenkamm!
Und die Zusatzkosten: Hautlappen-OPs? Medikamente? usw.?
*Kreisch*
biggerman
17.08.2006, 11:30
12kg abnehmen is ja nix, gewaltige Abnahmemengen durch AC einfach Klasse.
Hier wurde gezeigt, wie der 17 jährige gezielt in die AC gedrückt wird.
Der Wunsch war ein Magenband, gezielt "hingerichtet" wurde er zum Bypass.
>Irgenwie hat mich die Sendung an einen alten Schlager erinnert, in dem es um einen Schlachter Harmann aus Hannover ging, der mehrere Menschen geschlachtet hatte.:holy: (Hat natürlich Nichts mit dem Inhalt der Sendung zu tung, aber irgendwie...)
Eine Textzeile ging so:
warte, warte noch ein Weilchen, dann kommt Harmann mit dem Hackebeilchen auch zu Dir.
Schade eigentlich d. meine Befürchtungen mal wieder bestätigt wurden.:holy:
in einem anderen forum habe ich auf das selbe thema hin folgendes niedergeschrieben:
hallo zusammen,
erst einmal möchte auch ich petra dafür danken, dass sie den mut hat ihre geschichte so öffentlich zu erzählen.
du schaust wirklich prima aus!
(hast du auch eine neue brille?)
zum thema dirk waschki....
das ist schwierig. ich muss sagen dass ich eine sofortige und allein eine op (meine persönliche meinung als laie!) nicht für richtig halte.
dazu kommt dass ich bezweifle dass ein magenband für ihn das richtige wäre.
wenn ich das recht verstanden habe, dann isst er gern und viel süss. da wäre ein "scheitern" und erneuter frust vorprogrammiert.
ich finde es gar nicht so schlecht dass der junge mann jetzt erst einmal über einen längeren zeitraum ein ernährungsprotokoll führen soll.
denke mal ihm geht es da wie vielen von uns. er ist sich sicher nicht immer bewusst was er isst und wann er isst.
am wichtigesten fände ich allerdings dass er dieses protokoll nicht nur mit den ernährungsberaterinnen bespricht (finde die damen auch gruuuuuselig), sondern dass er psychologische betreuung an die hand bekommt.
vieleicht bei einem therapeuten. welcher speziell auf essstörungen spezialisiert ist.
vielleicht gelingt es ihm so zu erkennen was hinter manchem "hunger" in wirklichkeit steht.
das verhältnis zwischen dirk und seiner mutter spielt dabei sicher eine grosse rolle. (meine meinung!)
alles in allem wünsche ich dem jungen mann dass er irgendwann/alsbald erkennen kann was los ist und dass er schnellstmöglich kompetente hilfe an seine seite bekommt.
so geht es wirklich nicht weiter. http://www.adipositas-ops.de/images/blue/smilies/frown.gif
allein mit AC ist ihm sicher NICHT geholfen.
nachdenkliche grüsse
Silke
dazu möchte ich auch noch sagen dass mir dieser "kostenvergleich" ganz übel aufgestossen ist! wieviel ist ein menschen und das umgehen einer solchen op denn wert?
in meinen augen sind bei dirk sicher noch nicht alle möglichkeiten ausgeschöpft!
ich kann mich leider nicht mehr genau daran erinner was der prof. im einzelnen zu dirk gesagt hat, ich weiss aber noch sehr genau dass mir seine paar sätze in dem interview auch "denn kamm haben schwellen lassen".
liebe grüsse
Silke
@CandyClown
Eine Aussage des Arztes hat mich irritiert. Und zwar, dass "Dumping" eine gewünschte Nebenwirkung der OP ist. Ist das wirklich so? Kann ich mir nicht vorstellen.
Hallo!
Doch, das ist so. Wenn man 1 x ein Dumping von Schokolade, Kuchen oder ähnlichem erlebt hat, dann lässt man wohl oder übel die Finger davon. Es ist eine vorprogrammierte Erzieungsmethode, sagen die Ärzte.
Aber es stimmt schon, mir wird von SCHLAGSAHNE schlecht. Also meide ich diese wie der Teufel das Weihwasser.
Nur wirkt es bei mir bei Schokolade nicht :holy:
Grüssle
Blue
also ehrlich....
ich finde die aussage dass ein dumping ein gewünschter und erzieherischer nebeneffekt sein soll echt zum ko*zen!
DAS war es unter anderem was mich beim prof gestern so aufgeregt hatte!
ich denke mal das kein dumping einfach so und folgenlos am körper vorbei geht. zumindest kein spätdumping! (unterzuckerung durch überhöhte insulinausschüttung, da die speise zu schnell den darm passiert und das von der bsd produzierte insulin nicht mehr zum einsatz kommen kann).
mit einer solchen ansicht/meinung/aussage bestätigt sich auch meinen eindruck vom prof.
nämlich die, dass er offenbar in die kategorie der AC verfechter gehört, welche einem echt angst machen können!
schneiden und operieren auf teufel komm raus.... wider jeder vernunft!
gott sei dank habe ich in prof blöchle einen sehr viel umsichtigeren, bedachteren menschen kennengelernt. er operiert nicht alles, jeden und um jeden preis.
zornige grüsse
Silke
CandyClown
17.08.2006, 17:19
Wenn man 1 x ein Dumping von Schokolade, Kuchen oder ähnlichem erlebt hat, dann lässt man wohl oder übel die Finger davon.
Ja aber wozu ist das nötig? Man kann doch sowieso nur ganz kleine Mengen essen :(
Durch die OP wurde man doch sowieso so sehr eingeschränkt, dass eine Ernährungsumstellung gar nicht mehr nötig ist, oder?
Ich weiß, dass ist jetzt etwas ketzerisch formuliert, aber ist es denn nicht so?
Denken denn nicht viele Leute, ach da lass ich mir ein Magenband, etc. legen und kann weiter essen wie ich möchte, nur halt weniger :confused:
Ich weiß nicht, ich finde das Thema echt schwierig *seufz*
CandyClown
hallo ihr zwei (candyclown und blue) :)
jetzt möchte ich nochmal mitmischen.
ich halte es für gewagt zu meinen, dass jemand mit einer essstörung, wie sie ja in dem meisten fällen von extremen übergewicht vorliegt (voraussetzung zum bypass), durch ein einmaliges dumping "lernt" die finger von süssem essen zu lassen.
essgestörte menschen essen doch nicht weil es "so gut schmeckt". *kopfkratz*
eine ernährungsumstellung ist sowohl bei magenband, als auch beim bypass durchaus von nöten.
selbst wenn die aufnahmemenge pro mahlzeit deutlich reduziert ist, so reicht eine op allein nicht aus um dauerhaft und massenhaft gewicht zu verlieren.
gleichzeitige ernährungsumstellung und vermehrte bewegung sind maßgeblich am ergebnis beteiligt.
mit einem magenband kann ich zum beispiel auch sehr schnell zunehmen, wenn ich zucker/+fette in flüssiger form zu mir nehme.
das ist ja das problem so einiger magenbändler. sie reden sich ein dass sie allein durch die essmengenbegrenzung dauerhaft abnehmen können, vergessen dabei jedoch auf alle ursachen ihres übergewichts zu schauen.
liebe grüsse
Silke
das zweite was mich an den aussagen des prof. tierisch wütend gemacht hat war, dass der prof dirks erneute abnahme binnen sekunden niedergemacht hat.
muss sich für den jungen mann schlimm angefühlt haben :(
sicher ist der jojo-effekt ständiger begleiter, doch kann doch die adipositaschirurgie nicht das allheilmittel sein!
prävention heisst für mich das zauberwort. adäquate unterstützung bevor jemand so extrem dick ist!
liebe grüsse
Silke
Hallöchen!
Ich kann nur von MIR reden, wie es mir ergangen ist. Man sagte mir voraus, dass ich bei grösseren Mengen von Zucker ein Dumping kriege. Ich kann aber täglich Schokolade essen. Klar, nicht mehr tafelweise wie früher. Aber es geht. Nach einem Riegel habe ich aber genug und die Gelüste sind wie weggeblasen.
Ich habe mich nicht operieren lassen, um wieder Diät zu essen. Wenn ich Lust auf einen Joghurt verspüre, dann esse ich den VOLLFETT. Ja, das tue ich. Ich gönne mir den Joghurt und geniesse ihn. Ich habe sozusagen keine Diätprodukte im Haus (ausser Süsstoff und Eistee light, da mache ich Abstriche).
Wenn ich in den Foren lese und sehe, was die Leute plötzlich an Diät und Light Produkten einkaufen ... ich kann das nicht verstehn. Manche Produkte kaufe ich schon fettreduziert, auch wegen meines Mannes.
Ich konnte OHNE Diät und nur durch die OP, mit weniger essen, fast 60 kg abnehmen. Passe in eine Jeans Grösse 42 und oben rum 42/44. Mein Leben hat sich verändert, bin immer noch übergewichtig, aber fühle mich jetzt wohl. Vor allem, weil ich wieder gehen kann (das war ja mein Hauptproblem). Ich werde nie schlank sein, das war auch nicht mein Ziel.
Meine Ernährungsumstellung, wenn ich das so nennen kann, beschränkt sich auf gesündere Lebensmittel. Vollkorn, Gemüse, Salat, Fisch, etc. Mein Speiseplan ist ausgewogener geworden und da ich selten Hunger verspüre, dreht sich auch nicht mehr alles nur ums Essen.
Verzichten tue ich auf SCHLAGSAHNE, da diese bei mir ein Dumping auslöst. Mövenpick Eis geht nicht mehr sowie Kohlensäure. Alkohol mochte ich noch nie gross, stellt also kein grosses Problem dar. Klar musste ich einiges ändern und es war nicht immer einfach. Ich habe mich jetzt arrangiert und lebe damit, operiert zu sein.
Manchmal bin ich etwas befangen, hier meine Gedanken und Gefühle zu schreiben. Aus Angst, wieder auseinandergenommen zu werden. :confused:
Ich betone, dass ich hier keine PRO Werbung machen möchte. Halt einfach nur schreiben, wie es mir geht, operiert zu sein. Ein Austausch auf sachlicher Ebene, ohne persönliche Angriffe :daumen:
Bin auch gerne bereit, Fragen zu beantworten :)
Lieber Gruss
Blue
Hallo Ruberta
Zum Magenband möchte ich auch noch etwas sagen:
das ist ja das problem so einiger magenbändler. sie reden sich ein dass sie allein durch die essmengenbegrenzung dauerhaft abnehmen können, vergessen dabei jedoch auf alle ursachen ihres übergewichts zu schauen.
Ich bin kein Fan vom Magenband. In meinen Augen bringt das nicht den gewünschten Erfolg. Meine Arbeitskollegin hat sich mit 180 kg eins setzen lassen, ist seit ca. 2 Jahren auf 130 kg angekommen. Kaputte Hüfte, Schmerzen, etc.
Wir essen mittags immer zusammen. Sie rennt täglich aufs Klo, weil ihr wieder was stecken geblieben ist. Sie trinkt Cola und andere Süssgetränke. Sie lutscht Schokolade. Da kann ja ein Band nichts nützen!
Ein anderer Arbeitskollege hat ebenfalls ein Band. Hat auch gut abgenommen und ist nun so stark geblockt, dass er nur noch Suppe (!!!) isst mittags. Neuerdings hat er auch auf vollsüsse Getränke umgestellt! Hat täglich eine Tafel Schokolade auf dem Pult. Wenn er mal einen Salat isst, rennt er auch dauernd aufs Klo. OK, seine Diabetes ist weg ... :daumen:
Ein Magenband VERLANGT eine strikte Diät! Ich habe mir gesagt, wenn ich das könnte, dann brauche ich auch kein Band. Deswegen hatte ich damals die krassere Methode Bypass gewählt.
OK, vielleicht interessierts hier keinen, was ich denke.
Aus diesem Grund wird auch bei diesem Jungen das BAND nie und nimmer funktionieren. Vielleicht 30 kg und dann bleibt er stehen, engere Blockung und man weicht auf flüssige Kalorien um. Ein Teufelskreis ....
Tschüssi
Blue
biggerman
17.08.2006, 21:49
Liebe Leute,seid mir nicht böse,aber ich finde und fand den Dickenfänger in Dunkelblau einfach nur peinlich.
Die AC kostet also um die 5ooo Euro (amüsant wie der Prof. bei der Frage von Jauch ins Schleudern kam) und damit deutlich preiswerter als alle anderen Massnahmen:confused: . Hä, habe ich etwas verpasst. Einmal Schnippschnapp und die Gesundheitskosten werden drastisch gesenkt? Keine Folgekosten, wie Nahrungsergänzungsmittelchen, Fettschürzen und Hautstraffungsops, keine möglichen langwierigen Wundheilungsstörungen, keine Kreislaufbeschwerden, kein Blutdruckproblem, keine psychische Folgen?
Na dann :applaus: :baeh: :mad: und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heut.
zum Thema Dumping.
Hab ich das richtig verstanden blue? Die Aussage zum dumping ist richtig und wird von dir bestätigt?
Keine Schlagsahne mehr, aber einen Beitrag später - Schokolade ist kein Problem .
Wo bitte ist dann die erwünschte Reduzierung oder Vermeidung von Zucker????
Ihr habt mich überzeugt!!!!!!
Ich kann so weiter leben wie bisher, her mit dem Bypass.
Ich will niemanden zu nahe treten, aber so mancher Beitrag zum AC beweist mir die dringende notwendige vorherige psychologische Erkundung des Patienten.
Das Verhalten des Professors gegenüber Dirk war beleidigend, Menschenverachtend und herabsetzender
Psychoterror.
Hab ich das richtig verstanden blue? Die Aussage zum dumping ist richtig und wird von dir bestätigt?
Keine Schlagsahne mehr, aber einen Beitrag später - Schokolade ist kein Problem . Wo bitte ist dann die erwünschte Reduzierung oder Vermeidung von Zucker????
Ich bestätige nur, dass mein Arzt ebenfalls sagte, Dumping wäre eine Erziehungsmethode! Bei jedem Menschen ist es anders. Ich kann Schokolade essen, kein Problem. Nur bei Schlagsahne gibts Dumping! Warum? Keine Ahnung, ist aber so.
Oder wolltest Du etwas anderes wissen?
Ich kann so weiter leben wie bisher, her mit dem Bypass.
DAS kann ich leider nicht bestätigen! Wie bisher würde bedeuten, ich könnte Tafelweise Schokolade essen, Sahnetorten, Cola trinken, etc.
Ich will niemanden zu nahe treten, aber so mancher Beitrag zum AC beweist mir die dringende notwendige vorherige psychologische Erkundung des Patienten.
Soll ich mich jetzt betroffen fühlen, bloss weil ich mit Bypass Schokolade essen kann? Oder ging die Message nicht indirekt an mich? :holy:
biggerman
18.08.2006, 17:05
Sorry, aber diese psychische Betreuung vor, während und ggf nach einer OP halte ich für wichtig und wenn ich jemanden persönlich meinen würde, bvekäme er von mir eine PN.
Also keepsmiling.
Hallo zusammen,
habe mit Interesse dieses Thema verfolgt in Stern TV. Ich bin selbst kurz davor, mich einer AC zu unterziehen, allerdings habe ich es vor, mit einem Magenballon zu machen. Hat da jemand schon mal Erfahrungen mit gemacht? Lese hier immer nur das Magenband oder den Bypass... was mir alles zu gefährlich erscheint.
Silber-Tiger
20.08.2006, 09:22
Moin, Moin
Ich habe schon meherer Berichte über diesen Jungen gesehen.
Jauch ist eigentlich mein heimlicher liebling.
Schade das er sich immer wieder für so unausgewogene Berichte hergiebt.
Ich denke schon das wenn ein Jungendlicher so Übergewichtig wird, wie dieser Junge Mann eine Psychologische Betreuung dringent geboten ist.
Das sollte er ja laut KK auch.
Aber er war der Meinung: Was soll ich mit einem Psychodoc, was hat meine psyche mit meinem Gewicht zu tun ??
Das war mein letzter Stand, in die Stern TV Sendung habe ich nur kurz rein geschaut und gleich weiter gezeppt als ich diesen Prof. da gehört habe.
Das üblich Gewäsch zu dem Thema
Schade.
Übrigens denke ich :
Man sollte gerade bei Jungen Menschen ein detalirtes psycholgisches Gutachten zur Voraussetzung für eine OP machen, um sicher zu stelle das keine Esstörung vorliegt, schlieslich nützt es ja nix mit einer OP die Symtome zu behandel, aber die Ursache bestehen zu lassen. Das würde dann zwagsweise zum Misserfolg oder zu anderen psychosomatischen Erkrankungen führen.
:meinung:
Ich bin zwar nicht der Meinung das JEDER Übergewichtige psychische Probleme oder eine Essstörung hat, aber bei einer ganzen Menge von uns (ich schliese mich hier mit ein) spielt die Psyche eine große Rolle.
Ach ja ich gehe natürlich davon aus das organische Ursachen vor einer OP bereits ausgeschlossen wurden und gründlich Überprüft sind, nur dann trifft das mit dem psychischen zu. (nur das sich keiner angegriffen fühlt der auf Grund von organischen Fehlfunktionen Übergewichtig ist, die sind hier nicht gemeint. :holy: )
Silber-Tiger
Hallo,
habe hier jetzt einmal mitgelesen und bin sehr gespannt, ob mir jemand den Namen des Prof. in der Sendung sagen kann. Habe im Urlaub leider keine Möglichkeit gehabt solche tollen Sendungen zu sehen.
Blue: Erkläre doch bitte einmal einem ahnungslosen was Duping ist.
Mony: Ich bin wirklich kein Experte, ich habe aber einen Ballon seit ca. 4 Wochen. Für mich ist das Ding einfach nur klasse. Aber es gibt mitlerweile auch ein paar Problemchen.
Aufstoßen: Ich weiß noch nicht woran es liegt (zuviel oder falsch gegessen), aber manchmal muß ich aufstoßen. Ich möchte dann selbst vor mir weglaufen, denn ein übelriechender Geruch nach faulen Eiern nebelt mich völlig ein. Da werden überfüllte Busse schnell leer.
Übergeben: Wird zuviel oder falsch gegessen (nicht völlig zerkaut- z.b. Pflaumen) führt der Weg automatisch zur Fütterung der Fische. Zuviel essen macht dann keinen Spaß und man läßt es automatisch sein. Ich will ehrlich gesagt auch gar nicht mehr essen. Allein der Geruch vor Küche muß nicht sein. Habe letzte Woche ein Stück Schweinebauch gekauft und im Backofen gebraten. Ich werde so fettes Zeug wohl nie mehr essen denn mir wurde wirklich schlecht dabei. Liegt aber wohl daran, daß ich schon seit Wochen nichts fettes (außer Schokolade) gegessen habe.
Krämpfe: Direkt nach dem Einbau des Ballons rebeliert der Magen etwas und es ist schwierig etwas zu essen. Das geht aber sehr schnell vorbei.
Geschmack: Seit ein paar Tagen schmeckt mir irgentwie alles fad. Salz und scharf kann ich gut schmecken, aber das ist nicht was ich schmecken möchte. Muß nächste Woche zum Arzt und werde das dann mal vorbringen.
Abnehmen: Ehrlich gesagt bin ich nicht ständig auf der Waage anzutreffen. Meine Waage, obwohl fast neu, nimmt sich da auch einen hohen Toleranzbereich heraus. Also ich habe in den 4 Wochen so zwischen 13 und 18 kg abgenommen. Genauere Angaben sind leider nicht möglich weil die Waage einfach im 5 kg Bereich schwankt. Eine neue Waage werde ich mir aber auch mit Sicherheit nicht kaufen. Habe so ein hypermodernes Ding mit Glasplatte, bis 180 kg und piepsen und leuchten usw.
Ende nächster Woche stehe ich ja auf der tollen Krankenhauswaage, da werden wir es ja sehen.
Aber ich würde dieses Ballönchen gern für immer behalten, denn Hunger (meist Gier) kenne ich nicht mehr.
Hat jemand die Sendung aufgezeichnet ?
Futzy2
Sonnenkuss
20.08.2006, 12:37
@Futzy2
Entschuldigung, aber für mich haste in der Richtung was Essen betrifft einen absoluten "Schlag", wie wir Bayern so salopp sagen.
Diese Störung wirste mit keinem Dauer-Lebenslangen-Ballon in Griff kriegen.
Und die Ärzte basteln dir sowas rein?
Dolle Ärzte, absolut vertrauenswürdig.
Schrecklich. Mein Beileid. Auch wenn du es nicht willst und meinst es nicht zu brauchen.
hallöchen sonnenkuss :)
der ballon darf, soweit ich informiert bin, maximal ein halbes jahr liegen.
@futzy2
ich muss allerdings auch sagen dass ich dein essverhalten, für jemanden der abnehmen möchte, etwas merkwürdig finde.
auch mit einer op ist eine ernährungsumstellung unumgänglich.
@biggerman
was die notwendigkeit der psychischen mitbetreuung vor, während und nach einer solchen op angeht, stimme ich mit dir vollkommen überein!
sie ist, meines erachtens, unbedingt notwendig!
liebe grüsse
Silke
Sonnenkuss
20.08.2006, 18:08
Danke Silke, aber dann ist es also bei so einem Ballon das Ziel, möglichst schnell möglichst viel abzunehmen... is´ ja noch unverantwortlicher als ich gedacht habe. :eek:
@biggermann
Also keepsmiling.Aber sicher doch :baeh2:
Das mit der psychien Abklärung halte ich übrigens für SEHR sinnvoll! Ich habe vor ein paar Jahren 2 Psychotherapien gemacht und auch herausgefunden, wo mein Problem liegt. Wenn jemand schwere Depressionen hat, würde ich nicht zu einer OP raten. Ich bin froh, fühle ich mich jetzt selbstbewusster und stärker.
@Sonnenkuss
Der Ballon dient ja in erster Linie dazu, bei sehr schwergewichtigen Menschen vor einer OP das Gewicht zu senken.
@Mony
Wie oben beschrieben oder wie Ruberta schon geschrieben hat, dient der Magenballon nicht der längfristigen Gewichtsreduktion. Ballon raus, Gewicht wieder da .... das Spielchen kennen wir ja zur Genüge mit den Diäten. Möglichst schnell ist nicht das Ziel, sondern möglichst viel um die Komplikationen bei einem zu hohen BMI zu mindern.
[...]
Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, man möge mir verzeihen, dass Du dich nicht richtig mit der OP auseinandergesetzt hast. Ich rate Dir dringend, dich einer SHG anzuschliessen und im Internet Infos zu sammeln. Der Austausch mit Betroffenen ist wichtig, um die Pro und Contras abzuwägen. Dumping ist etwa das wichtigste, was du vorher wissen solltest.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dumping-Syndrom
Nimm Dir doch mal die Zeit und google ein wenig rum. Ist ein gut gemeinter Ratschlag. Auf der Homepage vom [...] findest Du viele wertvolle Hinweise und Tipps.
Mir käme es nicht in den Sinn, mit einem Ballon Schweinbauch essen zu wollen. Hast Du keine Ernährungsberatung zur Seite?
Lieber Gruss
Blue
Auf der Homepage vom [...] findest Du viele wertvolle Hinweise und Tipps.Ja, genau. Wertvoll vor allem für die AC-Chirurgen, die sich mit den Kosten für die OP's ihre Taschen füllen...
@Pandora
Er hat sich ja bereits für die OP entschieden. Mir ging es eher um die Tipps NACH der OP betr. Nahrungsaufbau. Damit füllen sich die Chirurgen ja nicht die Tasche.
Ich wollte nur nicht auf andere Foren hinweisen. :cool3:
Tschüssi
hallo zusammen,
so wie ich die beiträge von futzy2 lese, hat er sich offenbar schon längst für eine op entschieden.
in meinen augen ebenfalls viel zu uninformiert und passiv. (sollen andere (*die op* doch meine gewichtsprobleme lösen)
um so wichtiger finde ich, wie blue schon sagte, dass er so langsam mal anfängt sich WIRKLICH zu informieren was er da so vorhat und welche konsequenzen das mit sich bringt!
lieber futzy2,
bisher habe ich ja nur in der dritten person von dir gespreochen.
jetzt möchte ich dich aber noch einmal persönlich ansprechen, da mir die blauäugigkeit mit welcher du dich für die AC entschieden hast sorgen macht.
mit einer op allein ist es nicht getan!
viel wichtiger ist zu versuchen zu ergründen woher das übermässige essen kommt. das dicksein ist lediglich der ausdruck für etwas anderes.
ohne auseinandersetzung mit dir selbst (psychologische hilfe) und eine ernährungsumstellung wird sich in deinem leben nicht viel verändern.
sicher wirst du abnehmen, doch glaub mir.... eine sucht sucht sich ihren weg!
das gewicht wird sinken udn etwas anderes wird sich dafür zeigen.
ausserdem stimme ich blue dringend zu: du wirst nach einer op probleme wegen deines essverhaltens bekommen, wenn du dein essverhalten nicht veränderst udn verinnerlichst dass eine ernährungsumstellung das a+o ist!
schon jetzt, mit deinem ballon, zeigst du deutlich, wie schwer es dir fällt deine "alten gewohnheiten" zu ändern.
in meinen augen hast du sogar gar kein interesse etwas zu verändern, sondern verlässt dich darauf dass andere etwas für dich tun (erst die chirurgen/später der bypass).
unter dieser voraussetzunge seinen körper so dauerhaft zu verändern (verstümmeln) halte ich für sehr gefährlich! so wirst du niemals das erreichen was du vorhast.
dauerhaft gewicht zu reduzieren und ein glückliches leben führen. denke mal das ist dein ziel, oder?
information sollte vor einem so grossen eingriff an erster stelle stehen. genauso wie das ausschöpfen aller anderen möglichkeiten.
nachdenkliche grüsse
Silke
Danke Silke! Du findest doch immer die treffenden Worte :applaus:
Uff, ich armer Tropf.
Also, nur mal so nebenbei gesagt, ich nehme die Geschichte schon reichlich ernst. Der Schweinebauch war ja wohl der Stein des Anstoßes hier im Forum. Wie ich ja bereits mitteilte, läßt mein Geschmack zu wünschen übrig - ergo, probier ich was, auf was ich eigentlich nicht stehe. Und nun die Rechnung: Ich habe in den letzten 4 Wochen, sagen wir mal 15 kg abgenommen (meine Wagge spinnt ja). 1kg Fett entspricht ca. 7000kcal.
15 X 7000kcal sind also ca. 100000kcal die ich eingespart habe.
Und jetzt meine Sünden: Ja, ich habe ca. 50 g Schweinebauch, 1/2 Tafel Schokolade (in 4 Wochen fürs Seelchen), 1 ganze Banane, 7 Pflaumen und jeden Sonntag 1/2 Brötchen mit Butter und (Asche auf mein Köpfchen) HONIG gegessen. Vor 10 Tagen war ich im Hofbräuhaus in München. Da hab ich ca. 2 cm Weißwurst gegessen und auch noch ein Stückchen Brezel. Den Rest der 4 Wochen hab ich von Suppen, Obst (wie Wassermelone) usw. gelebt. Wurst und Käse kenne ich nur noch sehr entfernt. Nudeln, Reis Kartoffeln - geschmacklos.
Buttermilch dagegen - lecker und macht schööön. Ich erkenne mich bald selbst nicht mehr, so schön bin ich schon. Hab mich allerdings jetzt 4 Wochen nicht rasiert und sehe einem Grizzly ähnlich. Ich lasse wirklich nicht andere für mich machen. Sie sollen mir helfen, damit ich machen kann. All die Ernärungsumstellungen, Hungerkuren von 600 bis 1500 kcal kenne ich ja, hab sie gemacht und konnte sie nicht durchhalten. Und dieses Forum hat mir auch sehr zu denken gegeben. Sicher, der Weg zur OP ist geplant aber nicht besiegelt. Wenns geht, ziehe ich mir in 5 Monaten einen neuen Ballon rein. Zur Not bezahle ich das Stück Gummi dann selbst.
Blue: Schaun mer mal was es noch an Informationen gibt.
Futzy2
Sonnenkuss
22.08.2006, 19:27
Sorry, aber du hast ein Rad ab.
Da hilft dir auch kein siebenundvierzigelfter Magenballon. :frust:
Ich frage mich mittlerweile ob du wirklich alles denkst was du schreibst.
Und jetzt versteck dich nicht mehr, zeig mal ein Bild von dir oder zumindest deiner Figur, ob du wirklich so unansehnlich bist, wie du meinst.
hallöchen futzy2,
da ich jetzt die "brut" ins "nestchen" bringen muss und dadurch nur wenig zeit habe, möchte ich jetzt nur kurz eine frage stellen...
hast du schon einmal eine therapie o.ä. gemacht? dir gedanken gemacht warum du so dick geworden bist?
ich behaupte jetzt einfach einmal dass bei den meisten extrem übergewichtigen menschen eine essstörung vorliegt. diese entsteht (i.d.r.) dadurch dass mit essen irgendetwas kompensiert wird.
ich bin, weiss gott, kein AC gegner, doch ganz sicher auch niemand der sie als mittel der wahl sieht, sondern eben eher als letzte möglichkeit, wenn alles andere ausgeschöpft ist und wie bei mir damals, das leben sonst null qualität mehr hat.
ich kann dir auf die schnelle leider nicht genau sagen was es ist... aber all deine beiträge rufen in mir ein gefühl hervor, welches mir sagt dass du als den "einfachsten" weg zur dauerhaften gewichtsreduktion siehst und dir dabei die lebenslangen konsequenzen nicht wirklich bewusst sind. auch wenn du dieses forum aufgesucht hast um einmal eine kontroverse meinung zu hören.
vielleicht unterstelle ich dir da auch nur dinge.... kenne ich dich und dein leben doch nicht persönlich. wer kann als aussenstehender schon den leidensdruck eines menschen beurteilen?
liebe grüsse
Silke
Ich habe mir den Beitrag trotz Urlaubs auch angetan. Die Dokumentation kannte ich schon. Die Diskussion war ... na ja. Wie immer, kein kritisches Wort. Wir sinnen gerade darüber nach, wie man wohl mal Kritik zu dem Thema in die Medien bringen kann.
Der Professor, anderswo Charismatiker genannt, war erschreckend blass in seiner Darstellung und unendlich gelangweilt. Ich habe dauernd darauf gewartet, dass er beginnt, an den Fingernägeln zu fummeln. Wie er den Abnahmeerfolg des Jungen abgebügelt hat, das war eine Frechheit.
Was den Jungen betrifft, so teile ich Eure Auffassung zu 100 %, dass erst einmal alle anderen Register gezogen sein müssen.
@ Blue
Ich finde das, was Du und Silke geschrieben habt, völlig okay. Euch unterscheidet etwas ganz Wesentliches von den meisten anderen Operierten: Ihr seid in die eigene Richtung kritikfähig und Ihr wollt nicht mit aller Gewalt schlank sein. Euch geht es darum, dass es Euch besser geht. Mich beunruhigt nur immer wieder dieser unumstößliche Wunsch nach dem Idealgewicht, der bei Operierten oder zu Operierenden immer wieder zu finden ist. Gerade las ich irgendwo von einem Mädel, die durch ihre neue Schlankheit in eine tiefe Depression gestürzt ist, u.a. weil die Menschen nun keine Distanz mehr zu ihr halten, Männer sich bemüßigt fühlen, ihr auf die Pelle zu rücken. Die Diskussion brachte es an den Tag: Das geht auch anderen zum Teil so, aber verstehen tun sie es nicht, denn eigentlich sollten doch mit der Schlankheit alle Probleme gelöst sein. Andererseits nehmen Leute 50 kg ab, sind aber noch lange nicht zufrieden. Die alte Unzufriedenheit greift mehr und mehr Raum, weil man es offensichtlich nicht bis zur Schlankheit schafft. Es gibt wie bei allem auch bei diesem Thema einen vernünftigen und einen weniger vernünftigen Umgang damit. Eure Beiträge sind herzlich willkommen.
Also Sonnenkuss,
ich weiß nicht warum du mich so angreifst. Wenn du alle meine info's gelesen hast, solltest du wirklich wissen, daß ich mich gar nicht unansehnlich finde. Ich bin sicher nicht der Adonis, der in der Werbung ständig gezeigt wird, aber das geht mir wirklich am A...h vorbei.
Was ich jetzt schreibe, wollte ich eigentlich für mich behalten, aber was solls. Wie ich vor einiger Zeit schrieb, stand ich bereits 2x bei Petrus und das Tor war schon sehr weit offen. Beim ersten Mal wars sehr hart und es hat nur noch ein Fünkchen gefehlt. Es war sehr schmerzhaft,aber es wäre schnell gegangen. Beim zweiten Mal wars schmerzlos aber der Körper wollte nicht mehr wie ich wollte. Nach dem KH sah ich dann dieses unaussprechliche Leid. Wunderschöne, sehr junge Mädchen und junge Männer freuten sich wenn sie mir sagen konnten, daß sie eine Butter wollten, und ich sie verstand. Ich war mitten unter ihnen aber zum Glück nicht so schlimm dran. Ich kann mir schlichtweg nicht mehr leisten so weiter zu leben. Mit Schönheit oder gar Kleidergrößen hat das nichts zu tun. Ich passe eh nur in T-Shirts 6XL und die gibts hier nur bei Trigema im Werksverkauf in Mainaschaff. Mag sein, daß es woanders auch welche gibt. Ich kenne aber nur diesen Laden. Ab 3XL kenne ich dann wieder 50000 Läden. Ich kann mir also wirklich nicht vorstellen ein Rad zu wenig zu haben. Mag sein, daß wir unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben und du mit den "normalen" Reduktionsempfehlungen zurecht kommst. Wenn du dich so hart im Griff hast, zolle ich dir wirklich Beifall. Leider bin ich nicht so stark und konnte die Diät selbst vor den vorhin beschriebenen Erfahrungen nicht durchhalten. Diäten könnte ich schulen und bin mittlerweile sicherlich so gut wie eine Diätberaterin. Aber ich selbst schaffe es nicht - leider. Nun, zu alle dem kommt noch der Zucker, daß ist das geringste Problem. Wenn du dich aber ein wenig auskennst, meine Zeilen oben richtig deutest und den Zucker zuzählst, wird dir schnell klar, daß hier kein Spaß mehr gemacht werden kann. Bleibt noch die Psycho. Hab ich 3 Jahre (150Std.) gemacht, davor 50 und 25 Std. Die wirkliche Gewichtszunahme kam aber erst nachdem ich den Zigaretten abgesagt und mit dem Insulin angefangen habe (plus 80kg). Glaub mir, ich glaube das was ich hier schreibe - ich habe nähmlich keine andere Wahl. Der xte Ballon hilft mir vieleicht nicht auf die Dauer, aber er hilft mir jetzt, nächste Woche und möglicherweise auch den nächsten Monat ohne die oben Beschriebenen Probleme zu existieren. Die OP macht mir keinen Spaß, ich hab Angst davor und verdränge alles was damit zu tun hat. Ich tröste mich dann mit dem Gedanken an einen zweiten oder xten Ballon und betrüge mich damit selbst. Ich weiß das sehr genau und mir fehlt deshalb sicher kein Rad. Aber was soll ich machen. Ich denke im Bett an die OP und wache mit dem gleichen Gedanken wieder auf. Wenn ich nur daran denke, daß wohl 80 % vom Magen entfernt werden, ich ewig Tabletten nehmen muß, mich Durchfall und kot.en mein Leben bis zum Ende begleiten sollen, betrüge ich mich gerne selbst und klammere mich an den xten Ballon - zumindest noch ein Weilchen. Möglicherweise schaffe ich es ja nach dem Ballon selbst - schön wärs ja, aber eher unwahrscheinlich. Und jetzt noch die Geschichte mit dem Bild. Wenn ich auch nur eine Ahnung hätte, wie ich ein Bild nach der Buttermilchkur ins Forum bringen kann, sollst du eines haben. Aber bitte, keinen Heiratsantrag !
Ruberta: Ich hoffe deine Frage ist hier auch beantwortet.
Futzy2
Im Forum www.adipositas-chat.de gibt es auch einen Thread zu dem Thema, leider in einem Bereich, für den man sich anmelden muss. Dort hatte man auch biggermans in Beitrag 2 zitiertes Statement im Stern-TV-Forum entdeckt. Ein Kommentar lautete sinngemäß, dass der Auftritt von Dogmatikern, die nur ihre eigene Meinung gelten ließen und die Auffassung anderer nicht akzeptieren könnten, in jedem Bereich vorkomme und bedauerlich sei. Darauf habe ich wie folgt geantwortet: Nun ja, wenn man im Glashaus sitzt, sollte man bekanntlich nicht mit Steinen werfen, nicht wahr? Hier gibt es mehr als genug Leute, auf die das genauso, wenn nicht sogar noch viel nachhaltiger zutrifft. Wir verstehen ja wenigstens bei aller Kritik an der Adipositaschirurgie noch die Leute, die sich dafür entscheiden. Euer Verständnis für die Haltung der Kritiker allerdings hält sich ja doch wirklich extrem in Grenzen. Nicht dass Ihr mich falsch versteht: Für mich ist das okay. Ich habe meine Schlüsse daraus gezogen, aber man sollte dann doch wirklich auf das Glashausprinzip verzichten.Weiterhin mokierte man sich darüber, dass er anstatt Patienten zu helfen, nicht ernst zu nehmen sei. Darauf antwortete ich: Warum eigentlich nicht? Das nicht enden wollende Leid, das dem Verfasser dieser Sätze die Adipositaschirurgie gebracht hat, macht es ihm unmöglich, sich für die Patienten in dem Sinne einzusetzen, wie Du es Dir wahrscheinlich wünschst. Für ihn ist die logische Konsequenz aus seiner eigenen Geschichte, die Patienten vor der AC zu schützen ... und nicht vor den bösen, bösen Krankenkassen. Die Adipositaschirurgie hat sein Leben zertrümmert. Er hat ein Recht auf seine Wut und er hat ein Recht darauf, sie zu äußern, so wie jeder hier über sein Übergewicht jammern darf oder über dies oder über das ...Daraufhin verstieg sich eine Userin so weit, dass sie meinte, er habe das Risiko gekannt und sei, sofern keine ärztliche Fahrlässigkeit vorliege, schließlich selbst an seinem Elend schuld. Darauf habe ich das geantwortet: Selber schuld? Aber klar doch! Er wog weit über 200 kg bei der OP und wurde trotz Wundheilungsstörungen frühzeitig entlassen. Im Taxi nach Hause platzte sein Bauch und ihm kamen die Eingeweide entgegen. In einem der nachfolgenden Schadensersatzprozesse nannte sich ein allseits bekannter Adipositaschirurg, der als Gutachter auftrat, selbst Professor für EXPERIMENTELLE Chirurgie. Selber schuld? Wie zynisch soll es eigentlich noch werden? JEDER, der stirbt, und JEDER, der Komplikationen erfährt, ist exakt EINER ZUVIEL. Das alles geschah Ende der 90er Jahre, als die AC in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckte. Aber wahrscheinlich werdet Ihr jetzt argumentieren, dass Gerd K. eben eines der notwendigen Opfer ist, die den Weg zum für EUCH überschaubaren Risiko pflastern MUSSTEN, weil das eben so ist *blablabla*.
:ironie: Ich entschuldige mich hiermit inständig für Gerd K., dass er als persönlich Betroffener das alles ein kleines bisschen anders sieht und dass er nicht bereit ist, sich für Eure Erlösung von dem bösen, bösen Übergewicht ans Kreuz nageln zu lassen.
Das Wort Empathie ist ein Fremdwort für Euch, nicht wahr? Jedenfalls dann, wenn es nicht um das Gejammer über EURE übergewichtsbedingten Leiden geht ...
Martina *stockstinkig*Wie verroht kann man eigentlich sein?
Ja Martina,
leben und leben lassen aber bitte immer sehen das andere auch leben können Gerd K. alias Biggerman hat einen Gutteil seines Lebens verloren. Ich kann gut nachfühlen wie es ihm geht nach meiner Schilddrüsen Op vor einem Jahr hatte ich plötzlich meine Nebenschilddrüsen reimplantiert und die ganzen Nebenwirkungen. Ich habe das Gefühl unvorbereitet in ein Sandloch zu fallen und zu ertrinken, mir fehlt sehr viel meiner Kraft und Lebensfreude.
Biggerman lass Deinen Frust raus und warne die anderen damit die jenigen die aufgrund ihrer Gesundheit nicht um die OP herumkommen gewarnt sind und nicht ins offene Messer laufen.
Mechtild
Es ging noch weiter. Sie bemerkte, sie habe das ja nur darauf bezogen, falls es kein Arztfehler gewesen sei. Außerdem verstand sie nicht, inwiefern ich das Wort Empathie hier angebracht fand und sie Gerds Leiden spüren müsse. Meine Antwort:Weißt Du, eigentlich ist egal, ob es ein ärztlicher Fehler war oder nicht. Er leidet. Ich kenne leider viele, die leiden, auch solche, bei denen zunächst mal alles ganz normal verlief. Nur schreiben die nicht im Internet oder nur in verbrämten Worten, denn es ist ja allenthalben bekannt, dass Netzbeschmutzer nicht so wirklich gerne gesehen werden in der AC-Szene.
Und wenn Du das Leiden des Gerd K. in seinen Worten nicht "erspürst", dann kann ich Dir auch nicht helfen.
MartinaEine andere schrieb, er habe damals im TV gesagt, sein Bauch sei allein auf Grund des Übergewichts geplatzt. Von AC sei da nicht die Rede gewesen. Außerdem kam die unvermeidliche Frage nach der Alternative eines Lebens mit über 200 kg. Meine Antwort:Er hat eine Gastroplastik mit großem Bauchschnitt und ist seither mehr im Krankenhaus als "in Freiheit" gewesen.
Natürlich war auch das hohe Gewicht ein Risiko, aber ich finde die diesbezügliche Argumentation in der AC-Szene grundsätzlich zynisch. Ich habe seit 30 Jahren auf Grund einer jahrzehntelang falsch behandelten Schilddrüsenerkrankung starkes Übergewicht. Damit kann man wunderbar leben. Die Alternativlosigkeit zu diesen halsbrecherischen Maßnahmen macht Ihr Euch selber.
Martina
Nun kam, dass er sich doch des Risikos bewusst gewesen sein musste und dass man zu seinen Entscheidungen stehen muss (womit sie bei mir offene Türen einrennt). Meine Antwort: Ich finde Deine Einstellung klug und vernünftig. Ich halte das für mich genauso. Aber zu der Zeit, als er - von seinem Arbeitgeber genötigt - die OP hat machen lassen, war es noch nicht möglich, sich so umfassend zu informieren, wie das heute möglich ist.
Mir wurde hier z.B. schon mal vorgeworfen, warum ich nicht viel früher bei den Ärzten auf der Matte stand und meine unerklärliche Gewichtszunahme angemahnt habe, anstatt damit Jahrzehnte zu warten. Kinder, das I-Net steht gerade mal seit nicht mal einem Jahrzehnt der Weltöffentlichkeit zur Verfügung und mit Infos gefüllt werden musste es auch erst einmal. Als mir die Infos, die ich brauchte, zugänglich waren, habe ich selbstverständlich umgehend eine Therapieänderung mit dem Erfolg eines sofortigen Gewichtsstillstandes und eines langsamen Gewichtsverlusts erzwungen. Auch davor war ich immer wieder beim Arzt, wurde aber mit dummen Sprüchen abgespeist, denen ich mangels Informationen nichts entgegenzusetzen hatte.
Ihr könnt also Gerds damalige Situation nicht mit Eurer vergleichen. Er hat sich davon überzeugen lassen, dass dies der Königsweg ist, obwohl es ja schon fahrlässig war, ihn mit diesem hohen Gewicht überhaupt zu operieren. Das täte doch heute kein Arzt mehr. Er ist ein Opfer auf dem Weg der Verfeinerung der Methoden. Das muss man ganz klar sehen. Und ich finde nach wie vor, dass er das Recht hat, darüber wütend zu sein, denn das konnte ihm damals nicht klar sein.
Martina
Martina ich glaube das viele Jüngere sich gar nicht vorstellen kann wie schwierig das Informationen bekommen , besonders in Ländlichen Gegenden war. Ich bin ja auch 18 Jahre mit einer Schilddrüsenunterfunktion rumgelaufen. Mir war nicht klar was ich mir mit meiner Sorglosigkeit antue, ich war mit 168 cm auf 150 kg hoch. Essen vollwertig und sonstiges hat nichts genutzt.
Ich will keine Vorwürfe hören das ich dick bin oder dieses oder jenes nicht getan habe.
Ich habe und ich unterstelle es auch Martina und Biggerman das wir alle nach besten Wissen und Gewissen gehandelt haben.
Eine gute Nacht Euch allen
Mechtild
biggerman
24.08.2006, 18:02
Danke für eure statements. Ich habe mich in der Geschichte Adipositaschirurgie durchaus bewegt, wenngleich am Anfang mein Tun von Wut und Empörung und ja auch Rache gegen den Menschenfänger,der mich mit haltlosen Behauptungen über den Tisch gezogen hatte, geprägt war.
Nach der Op und dem Platzbauch waren sie plötzlich alle verschwunden. Fast zwei Jahre bettlägerigkeit /(bei jemandem der auf der Überholspur lebte und plötzlich ausgebremst war),, verschwunden waren die sogenannten Freunde und Bekannte, der AG drückte noch eimal seine "tiefe Betroffenheit" aus und das wars. Von einem Monatseinkommen von ca, 20000 DM runter auf eine Eu-rente von heute 1500 EURO. Nicht umso steht unten: Every body`s darling,every bodys depp.
Bad Bramstedt hat mir dann später zusammen mit einigen wenigen Menschen, z.B meinem Hausarzt und Martina den Weg ins Leben zurück gezeigt . Man mag mich für verbissen halten - kein Problem , man mag mich für einen Missionar halten - ok stimmt. Ich möchte das jeder vor seiner OP sich der möglichen Komplikationen bewusst ist und das die Vertreter der "reinen Heilslehre" zugeben d. die Folgen der Op nicht das eigentliche Problem beheben (Bibi und Rolli), das Veränderungen der Magenschleimhäute und andere Folgeerkrankungen gewollt in Kauf genommen werden.
Ich habe der vertreterin eines entsprechenden forums angeboten im Rahmen von Akte 2006 eine kritische Diskussion zu führen.
Warum es dazu nicht gekommen ist? An mir hat es sicher nicht gelegen, an der Redakteurin von Akte nicht undwahrscheinlich auch nicht an ihr.
Formulieren wir es so: Interssierte Kreise hatten kein Interesse daran.
Mein Angebot steht nach wie vor. Karten auf den Tisch.
Interessant d. man meine Arbeit im PeV. auf AC beschränken will.
Die Wahrheit sieht anders aus und meine Veröffentlichungen in den hiesigen Tageszeitungen beschäftigen sich mit Gesundheitsreform, Ärztestreik, Ärzteversagen usw. und der Geltendmachung der Rechte sozial Schwacher. Manche trauen sich nicht, Fehlentwicklungen aufzuzeigen und benutzen mich als Sprachrohr-mit meinem Wissen und Einverständnis, also so what??
Ich verhehle nicht das ich Freude und Genugtuung empfinde, wenn mich jkemand auf offener Strasse anspricht und mir schildert: "als ich deinen Namen nannte, ging es plötzlich."
das ich dazu neige zu polarisieren und manchmal auch zu überziehendürfte jedem schon aufgefallen sein. ich kann nicht anders - nennen wir es in der Zeit der täglich neu erfundenen Krankheiten das Strausssyndrom :daumen: :holy: :grins:
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