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frauvonheute
06.07.2005, 14:07
Irgendetwas stimmt nicht. Die gröbsten Unklarheiten in meinem Kopf und in meiner Seele sind bereinigt. Aber die Fettschicht will nicht weg. Was ist nur los?

Jetzt habe ich die „Auflage“ von meiner Therapeutin bekommen, Bilder zu zeichnen, um an unbewusste Dinge heran zu kommen. Einfach mal abends hinsetzen, Farben parat legen, ein weißes Blatt Papier nehmen und drauflos malen.

Je mehr Bilder sich im Laufe der Zeit ergeben, desto deutlicher werden diese Bilder eine Sprache sprechen, sagt meine Therapeutin.

Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. Was denkt ihr? Hat jemand Erfahrung damit?

Babs

Steffi
06.07.2005, 14:19
Davon mal abgesehen das ich sehr ungeschickt beim Malen bin finde ich es eine sehr beruhigende Sache.


Ich male (sorry, eigentlich ist das Wort eine Anmaßung für das was ich da tue :-o ) am liebsten Landschaften. Und soll ich Dir was sagen; die Bilder haben sich im Laufe der Zeit verändert. Am Anfang hatten die Bäume alle winzige Würzelchen und die Äste waren im Gegensatz dazu schwer und groß. Irgendwann waren die Proportionen dann plötzlich stimmiger. Auch gab es irgendwann in meinen Bildern kaum noch Zäune oder geschlossene Türen und Tore.

Ich glaube schon das da was dran ist.

Pandora
06.07.2005, 15:35
Irgendetwas stimmt nicht. Die gröbsten Unklarheiten in meinem Kopf und in meiner Seele sind bereinigt. Aber die Fettschicht will nicht weg. Was ist nur los?
Also, Babs! :nee: Bitte korrigier mich, wenn ich mich irre, aber ich habe den Eindruck, du (oder deine Therapeutin?) setzt dich zu sehr unter Druck. Warum genießt du jetzt nicht erst mal eine Weile, daß du das Essen gegen/für Gefühle nicht mehr brauchst? Du hast dir das verdient! :knuddel2:

Zum Malen habe ich leider überhaupt keinen Zugang, das habe ich in der stationären Therapie gemerkt. Wir hatten dort auch Gestaltungstherapie, mit einer sehr netten Therapeutin, aber von mir kam nur sinnloses Gekrakel. :smile2: Ich bewundere Menschen, die ihre Gefühle über Bilder oder andere kreative Dinge ausdrücken können - ich kann das nicht. Manchmal war ich schon am Verzweifeln, weil ich diesen Zugang zu mir einfach nicht finde. :seufz:

Was ich aber - rein zur Entspannung - gerne mal mache, sind Mandalas ausmalen. Oder ich klau mir Junior's Malbuch und lasse zumindest meiner Farben-Phantasie freien Lauf. :rot1:

toni
06.07.2005, 16:33
Was ich aber - rein zur Entspannung - gerne mal mache, sind Mandalas ausmalen. :rot1:

Oh ja Mandalas, herrlich. Ich habe mir dafür ein Buch gekauft mit vorgefertigten Mandalas aber auch mit Anleitungen um selbst welche anzufertigen.
MIch entspannt das total und wundere mich, dass ich das schon so lange nicht mehr gemacht habe.

toni

MissSilver
06.07.2005, 17:23
Mandalas :five:

Oh ja, mach ich auch (schon länger nicht mehr) muß gleich mal am Abend wieder - schön.

@Frauvonheute

Ich fürchte auch daß Du Dir zu viel Druck machst. Und Deine Therapeutin macht da mit? Bitte versuch den Erfolg nicht am Gewichtsverlust festzumachen. Meine Theraphie endete mit meinem Wunsch, nicht mehr zunehmen zu wollen. Ich habe dann sogar (ganz wenig) abgenommen, aber das funktionierte erst, als ich das nicht mehr als "Hauptwunsch" hatte. Ich denke, loslassen ist nun angesagt :knuddel1:

mellow
06.07.2005, 17:45
Hallo Babs,

wer hat es eigentlich so eilig - Du oder die Therapeutin? Ist das Ende der Therapie nah und sie braucht (für sich selbst oder den Kostenträger) ein 'sichtbares' Ergebnis?

Wenn Du geschrieben hättest 'ich habe den Auftrag zu malen, um zu schauen, ob etwas deutlich wird, was ich sprachlich nicht deutlich machen kann' - dann hätte ich es gut gefunden. Es kann sein, dass sich durch das Malen andere Bereiche öffnen, als nur durch Sprache. Es kann sein, dass so Dinge bewußt werden, die Du sonst nicht bemerkt hättest. ABER: Wenn das ganze unter der Maxime "Los, zack, zack ... die Kilos müssen weg!" geschieht, weiß ich nicht so recht. Da 'muss' die Therapeutin ja jedes Bild unter diesem Aspekt betrachten. Kannst Du beim Malen dann noch 'frei drauflos' arbeiten und Dich 'gehen lassen' in den Bildern?

Ich hatte ja neulich schon geschrieben, dass ich nicht weiß, wie Du Dich unter Druck verhälst - bei mir ist das der sichterste Weg um zuviel zu ESSEN. Aber wenn Du gut mit diesem Druck umgehen kannst, dann kann es für Dich vielleicht hilfreich sein.

mellow

sombra_blanca
06.07.2005, 17:55
Liebe Babs,

du schreibst doch auch Geschichten, um Frust loszuwerden, Geschehnisse zu verarbeiten usw. .
Das Malen ist im Grunde das Gleiche in bunt:-D

Ich denke schon, dass das hilft/helfen kann.

Ansonsten: Stress dich nicht und lass dich nicht stressen. Die Kilos gehen, wenn sie gehen sollen und wenn nicht, dann halt nicht.

Liebe Grüße,

Sombra

Johnny B. Goode
06.07.2005, 18:20
Wichtig beim Malen ist, sich fallen zu lassen. Nicht bewußt etwas besonders schön darstellen zu wollen. Der Satz "Ich kann nicht malen" ist nämlich falsch. Malen kann jeder, es scheitert meist nur am eigenen bestreben, etwas möglichst perfektes zu produzieren (Und glaubt mir, ich kenne das) oder daran, das es einem der Kunstlehrer so eingetrichtert hat. Hier geht es aber weder um Zensuren noch um Kunst. Das ist in diesem Falle nicht erforderlich, auch wenn´s Bild nachher so aussieht wie von einer 5- jährigen gemalt.

Durch Bilder bekommt man in vielen Fällen einen erweiterten Zugang zur Psyche. Als Kind denkt man fast ausschließlich in Bildern. Gedanken in Wörtern und Sätzen zu haben erlernt man in der Schule, und zwar so gut, daß das bildhafte Denken bei vielen im Erwachsenenalter fast vollständig verkümmert ist. Deswegen haben die meisten Erwachsenen auch richtige Schwierigkeiten, wenn es darum geht, persönliche Träume, Ziele und Vorstellungen bildhaft darzustellen. Aber wenn man damit anfängt, öffnet man oft nach einer gewissen Einlaufphase einen Kanal zu seinem Innersten, der es ermöglicht, an sehr tiefliegende Probleme heranzukommen. Im Übrigen wird das Ausmalen von Mandalas als Therapieform zur Beruhigung und Entspannung genutzt.

Ich finde es also gar nicht mal so schlecht, daß mit dem Malen. Nur unter Druck setzen solltest du dich nicht, weder von der Therapeutin, noch von dir selbst. Damit schadet man sich nur.

Gruß

R.v.G.

Maxima
06.07.2005, 21:04
Der Satz "Ich kann nicht malen" ist nämlich falsch. Malen kann jeder

Dann bin ich eine der wenigen Ausnahmen!!! Wenn ich einen Pinsel anfasse, sträuben sich bei dem die Borsten:mad: ! Und bei mir stellen sich die Nackenhaare auf.:-D Ich bin dann immer nur bestebt, ganz schnell die Bilder verschwinden zu lassen!

LG von einer absolut untalentierten Ina-Maike

Johnny B. Goode
06.07.2005, 21:26
Siehst du, und genau das ist der falsche Gedanke. Aber bitte, wer nicht malen möchte, der muß es auch nicht tun. So einfach ist das. :)

Maxima
06.07.2005, 21:35
Ich kann mich nur leider allzu gut an die "Ergebnisse" in meiner Schulzeit erinnern - fürchterlich :frust:

Außerdem finde ich es einfach nur nervig.

Als ich mal in einer wunderschönen Depression steckte, schlug mir das mein Therapeut auch vor. Es ist einfach nicht mein Ding. Eher kann ich stundenlang mit jemanden reden, als dass ich ein vernünftiges Bild (über Kindergartenniveau) hin bekomme.

Nee, nee - ich kenne meine Grenzen und akzeptiere die auch!

LG Ina-Maike

kampfzwerg
06.07.2005, 21:39
Also normalerweise lehne ich Malen auch immer ab, musste auch für die Therapie noch nie zwangsweise malen, aber neulich... hat's mich erwischt.
Es war mir ein dringendes Bedürfnis, etwas in Bildform auszudrücken.
Ich muss gelegentlich was schreiben als Therapiehausaufgabe. Das waren immer Briefe oder Listen. Vor etwa 6 Wochen sollte ich 2 Listen schreiben, nämlich zum einen eine Liste der Dinge, die mich runterziehen und die ich deswegen besser meiden sollte und dann die andere mit Dingen, die ich tun kann, um gegenzusteuern. Als die Aufgabe kam hatte ich gleich ein Bild vor Augen, das habe ich dann gemalt (mehr schlecht als recht, aber es ich MEIN Bild mit MEINER Symbolik) und den Text eingefügt.
Das Bild zeigt ein kleines Segelboot dem Meer, nach rechts fliegt eine schwarze Kiste aus dem Boot - mit diesen Comicstreifen, die die Bewegung vom Boot weg andeuten. An der Kiste stehen die negativen Dinge, die mich runterziehen. Links ist eine Angel, die eine schöne Holzkiste an Bord holt. Von der Kiste ein Pfeil zur gleichen Kiste in geöffneter Form. Da sind Goldstücke drin zu sehen, nämlich mein persönlicher Schatz an Dingen, die mir gut tun. Der Text mit der Aufzählung der dazugehörigen Punkte steht daneben.
Na gut, prima sieht das Bild nicht aus, in meiner Vorstellung war es perspektivischer, die Größenverhältnisse stimmen nicht und und und. Sch**ßegal, denn das Bild zeigt, was ich denke und wie ich es fühle. Das allein ist wichtig. Da ist mir egal, wie schlecht ein Kunstlehrer das finden würde und nein, niemand würde mir auch nur einen Cent für mein "Kunstwerk bezahlen. Macht nix! Es geht um Empfindungen und Gedanken, nicht um die Messung an einem Maßstab von Ästhetik.

Maxima
06.07.2005, 21:50
Sch**ßegal, denn das Bild zeigt, was ich denke und wie ich es fühle. Das allein ist wichtig. Da ist mir egal, wie schlecht ein Kunstlehrer das finden würde und nein, niemand würde mir auch nur einen Cent für mein "Kunstwerk bezahlen. Macht nix! Es geht um Empfindungen und Gedanken, nicht um die Messung an einem Maßstab von Ästhetik.

Ich finde es toll, dass Du das kannst! Mich juckt auch überhaupt nicht, ob es irgendeinem Kunstlehrer oder Experten gefällt. Es gefällt MIR nicht, was ich zeichne. Und das ist das Problem.

Ich kann meine Gedanken und Gefühle nie im Leben über ein Bild ausdrücken!! Ich brauch dafür eindeutig die Worte! Dafür ist es einfach soooo umfassend.

Es bereitet mir zum Beispiel keine großen Schwierigkeiten, einen Gegenstand oder eine Situation bildlich zu beschreiben. Wollte ich es auch nur ansatzweise auf ein Papier bringen, würde NICHTS mehr rüber kommen. Maximal die Info, dass ich Zeichenunterricht bräuchte ;)

LG Ina-Maike

kampfzwerg
06.07.2005, 21:56
Es gefällt MIR nicht, was ich zeichne. Und das ist das Problem.
Hatte auch nicht behauptet, toll zu finden, was ich da gemalt habe.
Ach Ina-Maike, ich halte das Bild für schlimmstes Gundschulniveau! Es kam mir einfach darauf an, mich mal anders auszudrücken als mit stundenlangen Beschreibungen. In einem Bild steckt einfach mehr drin als in einem Text, der die gleiche DinA4-Seite einnimmt. Ich würde niemandem zumuten, das Bild anzugucken, will keine Augen beleidigen :eek:. Der Punkt liegt einfach in der anderen Ausdrucksmöglichkeit!
Das Bild in meinem Kopf hätte ich gar nicht anders beschreiben können als mit den Buntstiften, Filzstiften und einem Blatt Papier. Glaube mir, es war das erste richtige Bild seit mehr als 10 Jahren.

Maxima
06.07.2005, 22:12
Hatte auch nicht behauptet, toll zu finden, was ich da gemalt habe.
Ach Ina-Maike, ich halte das Bild für schlimmstes Gundschulniveau! Es kam mir einfach darauf an, mich mal anders auszudrücken als mit stundenlangen Beschreibungen. In einem Bild steckt einfach mehr drin als in einem Text, der die gleiche DinA4-Seite einnimmt. Ich würde niemandem zumuten, das Bild anzugucken, will keine Augen beleidigen :eek:. Der Punkt liegt einfach in der anderen Ausdrucksmöglichkeit!
Das Bild in meinem Kopf hätte ich gar nicht anders beschreiben können als mit den Buntstiften, Filzstiften und einem Blatt Papier. Glaube mir, es war das erste richtige Bild seit mehr als 10 Jahren.

Wie gesagt - ich finde es toll, dass Du diese Ausdrucksform für Dich nutzen kannst. Bedingt durch meine absolute Unfähigkeit auf diesem Gebiet bleibt dieser Weg mit verschlossen. Wenn ich Informationen an einen anderen Menschen weiter geben möchte, ist mein Ziel, dass er mich auch versteht. Ich kann es echt nur in Worten rüber bringen.

Sicherlich könnte ich auch ein "Gemälde" erstellen, aber ich bräuchte viel länger, diese - tja wie nenne ich jetzt diese Gebilde - Teile zu erklären, als wenn ich es gleich mündlich oder auch schriftlich rüber bringe.

Außerdem ist es mir persönlich peinlich, wenn ich etwas weiter gebe, was in meinen Augen minderwertig ist.

Jetzt oute ich mich bei der Gelegenheit auch gleich als Kunstbanause. Für mich ist es undenkbar vor ein paar Pinselstrichen zu stehen und eine halbe Stunde über die Gedanken des Malers zu philosophieren. Das SIND für mich dann eben nur ein paar Pinselstriche. Aus - vielleicht wollte der Maler ja auch nur die restliche Farbe aus dem Pinsel abstreifen...;)

Wie gesagt - das ist einfach nicht mein Gebiet!!

Einsichtige Grüße

Ina-Maike

kampfzwerg
06.07.2005, 22:18
Wie gesagt - das ist einfach nicht mein Gebiet!!

Einsichtige Grüße

Ina-Maike
Aber Selbsteinsicht ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung... :-p

*bittenichthauen*
Spitzfindig missionarische Grüße von einer weiteren Kunstbanausin

Maxima
06.07.2005, 22:27
[QUOTE=kampfzwerg]*bittenichthauen*/QUOTE]

Oh jeh - hat mein Mann aus dem Nähkästchen beplaudert?:confused:

LG Ina-Maike :holy:

Solitude
07.07.2005, 03:41
Liebe Babs,

die Methode mit Bildern dein Unbewußtes kommunizieren zu lassen halte ich für vielversprechend.
Ich habe das mit Träumen aufschreiben und darüber sprechen auch schon gemacht. Und Dinge erfahren, die ich nie vermutet hätte.

Ansonsten schließe ich mich den anderen an und finde auch, dass du schon so viel geschafft hast und auch erst mal verschnaufen kannst.

Ich kann aber auch verstehen, dass du wissen möchtest, warum du die Fettschicht noch nicht ablegen kannst, was dich daran hindert, dein Inneres und dein Äußeres in Einklang zu bringen.

Also finde ich, dass du in aller Ruhe malenderweise den Dingen noch auf den Grund gehen solltest, die da noch sind.

stübbken
07.07.2005, 06:03
Führt vielleicht vom Thema etwas weg - aber im nachhinein finde ich die Geschichte ganz lustig.
Als ich meine psychosomatische Kur absolvierte, "verdonnerte" mich der leitende Arzt zur Teilnahme an der "Maltherapie" - naja, bin ich hingegangen, nach dem Motto "Wenn es schon nicht nutzt, schadet es doch nicht!".

Vorbemerken muss ich, dass ich mich sowohl während meiner Schulzeit als auch während des Studiums intensiv mit Kunst(erziehung) auseinandersetzen mußte, also informiert und auch geschult war in verschiedensten Techniken, u.a. auch darin, Bilder großer Künstler zu kopieren (Toulouse-Lautrec, Picasso, Manet und auch die Alten) - dazu kam dann noch der theoretische background....und in meiner Freizeit hab' ich auch ganz gerne Bildchen verfertigt....

Mein Job war es, meine aktuelle Gefühlssituation zu visualisieren. Hab' ich dann auch mit den recht erbämlichen Hilfsmitteln (Farbe, große Zeichenblätter und Borstenpinsel, die man üblicherweise im Vorschulalter einsetzt (!!!!!)) nach bestem Wissen und Gewissen versucht. Mir ging's zu dem Zeitpunkt saugut, weil ich gerade einen meiner Konflikte aufgedröselt hatte, ich fühlte mich leicht und schwebend, spielerisch.... Das hab' ich dann unter Zuhilfenahme großer Mengen Wasser in blaugrünen Farbtönen versucht darzustellen - Sujet: so 'ne Art schwebender tanzender Figuren, die nach oben schwebten....O.k., es stach deutlich von den sehr realistischen Bildern der anderen Gruppenmitglieder ab.

Daraufhin wurde mir der Vorwurf gemacht, dass ich mir "anmaße", "Kunst" zu produzieren statt ehrlich meine Gefühlssituation darzustellen.....

stübbken

frauvonheute
07.07.2005, 08:56
Ich kann aber auch verstehen, dass du wissen möchtest, warum du die Fettschicht noch nicht ablegen kannst, was dich daran hindert, dein Inneres und dein Äußeres in Einklang zu bringen.

Und genau das ist es. Danke, Solitude!

Mit meiner Therapeutin habe ich geklärt, dass sie mich nicht unter Druck setzen soll, weil ich einfach noch nicht abnehmen kann. Sie hat mich dann endlich verstanden und jetzt wollen wir über das Malen versuchen, an diese Angst zu kommen, die mich immer noch am Abnehmen hindert. Das meinte ich mit „irgendetwas ist nicht in Ordnung“. Ich weiss, dass ich die Essstörung nicht mehr brauche. Ich weiss, dass ich meine Gefühle nicht mehr durch Nahrung kompensieren muss. Und nun möchte ich mich endlich auch leichter bewegen, mich nicht nur innerlich leichter fühlen.

Im Moment klafft da eine große Lücke zwischen dem Inneren und dem Äußeren und das macht mich traurig, wütend, verzweifelt....alles auf einmal irgendwie.

Ich bin sicherlich jemand, der immer alles sofort will. Diese Einstellung hat mir sicherlich dabei geholfen, in relativ kurzer Zeit in der Therapie so viel zu lernen. Dennoch sind meine Kräfte nicht unbegrenzt, ich weiss. Ihr hier und auch meine Therapeutin bremsen mich immer mal wieder, damit ich Luft holen kann – Gott sei Dank...nee, falsch...Euch sei Dank. Aber ich merke auch die körperlichen Schäden immer mehr und das fördert meine innere Ruhe nicht wirklich.

Na, dann werde ich mich heute Abend mal hinsetzen und den Gedanken freien Lauf lassen. Im Moment denke ich immer an ein DIN A3-Blatt, das komplett voll ist mit gelb, grün, rot, blau. Ganz wild, ganz bunt.
Ina-Maike, ich habe übrigens auch den Anspruch an mich, dass es schön aussehen soll. Ich habe sogar mal zwei Kurse „Gegenständliches Zeichnen“ gemacht. Den „Perfektionszahn“ hat mir meine Therapeutin allerdings ganz schnell gezogen. Sie schlug mir vor, mit der linken Hand zu malen (ich bin Rechtshänder), weil die untrainierte Hand mehr im Kontakt mit dem Unterbewusstsein ist.

Ich werde es probieren und berichten.

Babs

kampfzwerg
07.07.2005, 09:01
Im Moment klafft da eine große Lücke zwischen dem Inneren und dem Äußeren und das macht mich traurig, wütend, verzweifelt....alles auf einmal irgendwie.
Umso schöner wird hoffentlich die Annäherung zwischen beiden Teilen!:daumen:
Diese Mischung aus Wut, Trauer, Verzweiflung, Hoffnungsschimmern und Rückschlägen Kommt mir sehr bekannt vor, auch wenn ich mein Gefühlschaos deswegen nicht mit der Heftigkeit Deiner kopfmäßigen Achterbahnfahrt vergleichen möchte.
Dat wird scho'! Leider braucht's Zeit und wenn Du nur halb so ungeduldig bist wie ich, reicht das schon aus um manchmal durchzudrehen.

Steffi
07.07.2005, 09:03
Liebe Babs,


von Malen oder Nicht-Malen mal ganz abgesehen - warum verlangst Du jetzt von Deinem Körper so kategorisch das er gefällgst so zu funktionieren hat wie es gewünscht wird. Vielleicht ist er schlicht und ergreifend noch nicht so weit. Das muß doch nicht unbedingt eine psychische Ursache haben. Die ganzen Jahre der ES und auch die Zeit der Therapie war für den Körper ja auch eine Belastung. Deine Seele ist ihm da mittlerweile um einiges voraus was das regenerieren angeht.

Und, liebe Babs, Du weißt wie viele Gedanken ich mir schon über dieses Thema gemacht habe.

Lieben Gruß
Steffi

frauvonheute
07.07.2005, 09:12
Leider braucht's Zeit und wenn Du nur halb so ungeduldig bist wie ich, reicht das schon aus um manchmal durchzudrehen.

:ok1:
So isses leider.

warum verlangst Du jetzt von Deinem Körper so kategorisch das er gefällgst so zu funktionieren hat wie es gewünscht wird.

Weil ich eben Inneres und Äußeres endlich angleichen möchte.

Ich bin ohne Fressattacken und esse verhältnismäßig "normal". Dennoch ist irgendetwas in meinem Kopf, dass noch nicht komplett dazu bereit ist, das Fett gehen zu lassen. Und diesem kleinen Gedanken möchte ich auf die Schliche kommen. Denn wenn ich es nicht tue, habe ich vielleicht keine Chance darauf, jemals meine Schutzschicht verlieren zu können, obwohl ich sie ja gar nicht mehr brauche.

Ist das wirklich so schwer zu verstehen oder kann ich es einfach nicht vernünftig rüberbringen? :gruebel: :(

Babs

Steffi
07.07.2005, 09:16
Natürlich ist das zu verstehen. Trotzdem bleibt die Frage ob es dafür einen psychischen Grund geben muß aber doch bestehen. Manchmal ist es wirklich nur die Zeit. Nach der Therapie kommen noch so viele neue Gedanken und es kommt noch so viel verstehen und umsetzen.

kampfzwerg
07.07.2005, 09:38
Ist das wirklich so schwer zu verstehen oder kann ich es einfach nicht vernünftig rüberbringen? :gruebel: :(
Ich finde das sehr einleuchtend und Du bist vielleicht eine der ersten hier, die es geschafft hat, das wirklich in Worte zu fassen, was einige von uns seit langem gerne ausdrücken können möchten! An einer solchen Annäherung wie von Dir beschrieben wäre ich auch manchmal interessiert. Ich sehe da bei mir auch ein Ungleichgewicht zwischen innerem und äußerem Bild (wobei wir wieder beim Malvokabular wären).

Jesse
07.07.2005, 12:29
Liebe Babs,

ich kann mich gut in deine Situation einfühlen.

Nach langer Zeit, harten Wegen habe ich viele dunkler Felder in mir geklärt und eigentlich ein rundes Bild von der ganzen Essstörungsgeschichte erhalten.

Nur: Kopf und Gefühl haben sich noch nicht wirklich umarmt.

Wiedereinmal hat mich auch das posting von Roland beeindruckt (Roland, du besitzt eine emotionale Weisheit, die mich manchmal einfach umhaut!).

Das Malen an sich ist für mich so eine Art Schlüssel. Das Problem bei der Sache ist: Ich bin nicht ganz unbegabt.
Es gibt für mich zwei Arten von malen: erstmal das Malen, vor dessen Endprodukt einige Leute stehen und sagen "wow", das meinem kleinen, nach Lob heischenden Ego auch sehr gut tut ( ;) ), und dann das Malen meiner Seele. Vielleicht ist malen bei zweiterem der falsche Ausdruck, es ist die Sprache meiner Seele.

Lange hatte ich keinen Zugang mehr zur Malerei, da ich nur dieses "Anerkennungs-Malen" betrieb und Angst hatte, nicht mehr gut zu sein. Dann habe ich die zweite Art kennengelert und das hat mich tief beeindruckt. Mein Zugeständnis vorher war: Ich werde keines der Bilder wegwerfen oder abwerten, denn sie sind alle "ich".

Manche Bilder sind einfach nur schwarz,andere ein braunes Gewusel, das ich mit den Händen veranstaltet habe, usw. Wenn ich beim malen überhaupt nicht denke, und keinen Anspruch an das Ergebnis habe, beginnt meine Seele zu sprechen. Und das berührt mich zutiefst.

Um den Bogen zur Essstörung zu schlagen: Ich male nur noch sehr selten. Denn irgenwo ist da noch Angst. Nicht vor dem Ergebnis, sondern davor, mich mir ganz zu öffnen. Und ich weiß nicht mal, vor was ich mehr Angst habe, vor einem eventuellen dunklen Loch das ich dann sehe, oder vor einen wunderschönen hellen Licht.

Wenn ich ehrlich bin, ängstigt mich das Licht mehr.

@pandora
Zum Malen habe ich leider überhaupt keinen Zugang, das habe ich in der stationären Therapie gemerkt.
War das nichtmal anders ? ;)

Warme Grüße
Jesse

Pandora
07.07.2005, 12:56
War das nichtmal anders ? ;)
:gruebel: Nicht daß ich wüßte.:nee: Oder steh ich jetzt auf der Leitung?

P.S.: Post kommt am Wochenende, ich hab dich nicht vergessen. :fluester:

Steph
07.07.2005, 14:41
Hallo,

diese Anpassung hattest Du ja schon einmal erwähnt, liebe Babs. Ich denke, dass man sich hier nur um Dich Gedanken und Sorgen macht, dass alles viel zu schnell gehen könnte.

Was das Malen betrifft, so haben wir das während meiner Ausbildung zur Erzieherin ebenfalls im künstlerischen Bereich getätigt. Dabei wurde Musik gespielt, wir sollten versuchen uns fallen zu lassen und dann einfach zu malen. Wichtig war es, dass wir uns durch die Bilder ausdrücken konnten. Es ging weniger um die Kunst. Weil malen kann ich auch nicht. Ich versuche mich immer wieder daran. Am liebsten mit Wasserfarben. Manches sieht nicht so gut aus, aber darum ging es letztendlich nicht.

Erfahrungen habe ich in Bildergeschichten keine machen können, aber ich denke, es kann Dir durchaus helfen, wenn es auch zunächst absurd klingt. Versuche es und vielleicht klappt es ja bei Dir.

Viel Spass bei der Arbeit,
Steph(chen)

Solitude
07.07.2005, 22:13
Und genau das ist es. Danke, Solitude!


....Im Moment klafft da eine große Lücke zwischen dem Inneren und dem Äußeren und das macht mich traurig, wütend, verzweifelt....alles auf einmal irgendwie.

Ich bin sicherlich jemand, der immer alles sofort will. Diese Einstellung hat mir sicherlich dabei geholfen, in relativ kurzer Zeit in der Therapie so viel zu lernen. Dennoch sind meine Kräfte nicht unbegrenzt, ich weiss. Ihr hier und auch meine Therapeutin bremsen mich immer mal wieder, damit ich Luft holen kann – Gott sei Dank...nee, falsch...Euch sei Dank. Aber ich merke auch die körperlichen Schäden immer mehr und das fördert meine innere Ruhe nicht wirklich.

Na, dann werde ich mich heute Abend mal hinsetzen und den Gedanken freien Lauf lassen...
Den „Perfektionszahn“ hat mir meine Therapeutin allerdings ganz schnell gezogen. Sie schlug mir vor, mit der linken Hand zu malen (ich bin Rechtshänder), weil die untrainierte Hand mehr im Kontakt mit dem Unterbewusstsein ist.

Ich werde es probieren und berichten.

Babs

Babs, ich kann deine Ungeduld so gut nachfühlen...ich bin genauso gestrickt.
Dieses "Alles immer sofort wollen" bedeutet aber eine große Kraft. Diese Kraft hat dich sehr schnell sehr weit gebracht in deiner Therapie. Ähnliche Erfahrungen darf ich auch gerade machen. Ich hatte ein sehr einschneidendes Erlebnis...und seit dem geht es mir wirklich - wie ausgewechselt - besser.

Dass dich körperliche Beschwerden nicht gerade ruhiger und gemächlicher werden lassen bei der Suche nach dem, was dir noch Angst macht und weshalb du deine Fettschicht noch nicht loslassen kannst - auch das kann ich zu 100% nachfühlen!

Hast du schon mal darüber nachgedacht, ob du vielleicht Angst davor hast, was es bedeutet auch nach außen sichtbar "angekommen" zu sein?
Ob dich Leute, mit denen du jetzt Kontakt hast dann noch mögen oder ob du Freunde verlierst, wenn du äußerlich nicht mehr dazu gehörst?
Ob dein Freund plötzlich eifersüchtiger wird, weil du (noch) begehrenswerter wirst?
Ob du viele liebgewordene Angewohnheiten aufgeben mußt?
Ob du dich anderen Herausforderungen stellen mußt, die du jetzt noch nicht körperlich bewältigst?
Ob du die Protesthaltung, die vielleicht unbewußt auch hinter deinem Übergewicht liegt aufgeben willst? Oder ganz gerne die rebellierende Dicke bist?

Ist natürlich nur ins Blaue gefragt - ich kenne dich nicht gut genug...

Mit links malen....hmmm....na zumindest eliminiert das sofort jeden Perfektionismus im Hinblick auf das Ergebnis:-D
Bin schon sehr gespannt auf deinen Bericht und überlege, ob ich nicht auch mal malen sollte...

frauvonheute
08.07.2005, 10:17
Hast du schon mal darüber nachgedacht, ob du vielleicht Angst davor hast, was es bedeutet auch nach außen sichtbar "angekommen" zu sein?
Ob dich Leute, mit denen du jetzt Kontakt hast dann noch mögen oder ob du Freunde verlierst, wenn du äußerlich nicht mehr dazu gehörst?
Ob dein Freund plötzlich eifersüchtiger wird, weil du (noch) begehrenswerter wirst?
Ob du viele liebgewordene Angewohnheiten aufgeben mußt?
Ob du dich anderen Herausforderungen stellen mußt, die du jetzt noch nicht körperlich bewältigst?
Ob du die Protesthaltung, die vielleicht unbewußt auch hinter deinem Übergewicht liegt aufgeben willst? Oder ganz gerne die rebellierende Dicke bist?

Ich glaube, Solitude, es steckt in fast allen deinen Fragen irgendwo ein Körnchen Wahrheit. Ich war ja Zeit meines Lebens dick und kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist, anders zu sein. Vielleicht macht mir das Angst. Die Veränderungen, die damit einhergehen und die ich nicht abschätzen kann.

Ich weiss es einfach nicht....aber vielleicht geben mir die Bilder ja eine Antwort.

Babs

kampfzwerg
08.07.2005, 11:00
Den „Perfektionszahn“ hat mir meine Therapeutin allerdings ganz schnell gezogen. Sie schlug mir vor, mit der linken Hand zu malen (ich bin Rechtshänder), weil die untrainierte Hand mehr im Kontakt mit dem Unterbewusstsein ist.
Klingt eigentlich nach einer guten Methode. Da sollte ich mal zu Testzwecken den Griffel in die rechte Hand nehmen und drauflos malen.

Stöpsel
08.07.2005, 12:05
ich halte sehr viel davon sich über malen auszudrücken. ich finde, Roland hat es in seinem posting vom 6.7./18 uhr 20 gut beschrieben. es kommt überhaupt nicht drauf an, daß nachher etwas "erkennbares" da ist. es geht zum beispiel auch um die farben, die sagen schon eine menge. außerdem macht es höllen spaß, sich von dem drögen schulzeichnen zu lösen.

meine mutter und ich gehen demnächst zu einem kurs, wo man mit allem malen kann, was man will. dh. an der wand sind große flächen angehangen und du kannst machen, was du willst! mit den ganzen händen malen, den armen, füßen(wer so gelenkig is*g), mit pinsel, spachtel holz - what ever...

da freu ich mich schon ganz doll drauf.

Stöpsel

frauvonheute
14.07.2005, 08:43
Gestern habe ich mein erstes gemaltes Bild besprochen. Ich gehe jetzt nicht ins Detail, aber wir haben eine Sache raus gefunden, die mich wirklich umgehauen hat.

Auf meinem Bild habe ich u. a. eine Tonleiter gemalt. Mit Notenschlüssel und diversen Noten. Die Farbe, die ich dafür wählte, ist braun.

Braun ist eigentlich keine Farbe, die ich sonderlich mag. Zwar mag ich Bäume, würde mir aber z. B. niemals etwas Braunes zum Anziehen kaufen.

Eine Tonleiter symbolisiert – wie wir alle wissen - Musik. Und Musik ist mit das Wichtigste in meinem Leben.

Meine Therapeutin fragte mich, was Musik für mich bedeutet. Ich sagte ihr, dass sie mich berührt. Dass es Lieder gibt, bei denen ich sofort in Tränen ausbreche, weil sie so wunderschön sind, dass es bei mir Lieder für Wut, aber auch für Freude gibt.
„Also kommen Sie über Musik mit all ihren tief liegenden Gefühlen in Kontakt. Der Wut, der Trauer...“ sagte sie. „Das erkläre auch die braune Farbe. Sie steht für Bodenhaftung. Musik bringt Sie sich selbst näher, geht an Ihre Wurzeln.“

Uff! :puh:

Dann erzählte ich von meiner Kindheit. Mein Vater hörte gern Jazz, meine Mutter Schlager. Wir fuhren oft zusammen zu Schlagerkonzerten und sangen ständig im Auto die Lieder mit.

„In ihrer sprachlosen Familie hatten Sie alle etwas gemeinsam: Die Musik. Das gemeinsame Singen mit der Mutter sorgte für Verbundenheit. Ihre Eltern hatten Ihnen, trotz allem, ein Medium an die Hand gegeben, durch das sie Ihre Gefühle erleben konnten.“

Puh! :puh:

Dann kam die – für mich – unglaublichste Aussage.

Ich erzählte ihr, dass mein Freund und ich – bevor wir ein Paar wurden – uns stundenlang unsere Lieblingslieder vorspielten.

„Das ist nicht verwunderlich. Da die Musik Ihre einzige Sprache war, die Gefühle offen zuließ, haben Sie ihn über dieses gegenseitige Vorspielen und mit der Musik beschäftigen unterbewusst getestet.“

Wow!

So viele Erkenntnisse durch eine kleine, braune Tonleiter.

Ich male weiter!

Babs

mellow
14.07.2005, 10:38
Dein Beispiel zeigt, dass es manchmal wichtig ist, von der sprachlichen Ebene weg zu gehen und sich anders auszudrücken. Gut, dass Du es probiert hast (hast Du mit der linken Hand gemalt? Mir würde das ziemlich schwer fallen, wahrscheinlich, weil ich immer denken würde: mit rechts kann ich es doch 'besser'). Dein Beispiel zeigt aber auch, wie wichtig es ist eine gute Therapeutin an der Seite zu haben, die einem bei der Entschlüsselung hilft.

Mich hat die Schilderung von Deiner Familie sehr stark berührt und daran erinnert, dass ich früher mit meinem Vater zusammen Hair gesungen habe: Ich habe die Szene genau vor Augen: mein Vater in Schlafanzughose und ich im Sommerkleidchen hüpfen, tanzen und singen die deutsche Fassung von Hair - aber ich hatte es noch nie als Ausdruck einer gemeinsamen 'Sprache' gesehen.

mellow

frauvonheute
14.07.2005, 11:03
(hast Du mit der linken Hand gemalt?

Nein, ich habe mit der rechten Hand gemalt.

Mich hat die Schilderung von Deiner Familie sehr stark berührt und daran erinnert, dass ich früher mit meinem Vater zusammen Hair gesungen habe: Ich habe die Szene genau vor Augen: mein Vater in Schlafanzughose und ich im Sommerkleidchen hüpfen, tanzen und singen die deutsche Fassung von Hair - aber ich hatte es noch nie als Ausdruck einer gemeinsamen 'Sprache' gesehen.

Ist es nicht wunderschön, wenn solche Erinnerungen plötzlich wieder zu Tage treten? :five:
Wenn ich so überlege, ist Musik mit eines der größten Geschenke überhaupt. Sie ist eine kulturübergreifende/ sprachübergreifende/grenzenüberwindende Sache, denn sie berührt Herzen.

Oh Gott, ich klinge wie mein eigener Schlagertext ;)

Babs "Anders-Markus-Gildo-Marschall-Eppstein-Horn"