Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein "guter Dicker"...
:bignono: Zum Abgewöhnen: Erfahrungsbericht im Stern (http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/ernaehrung/:Erfahrungsbericht-Ich-NIE,-NIE,-NIE/index.html?id=519129&nv=ct_cb)
Aber lest selbst. :rolleyes:
nette werbedurchsage. die firmen k****, n****, v***** dürfen sich freuen. und zahlen sicher gut :-p
die dummen sterben eben nie aus :biggrin:
Dralle Deern
04.07.2005, 11:32
*Fremdzitat entfernt*
Also ich falle nicht keuchend und schwitzend ins Bett :roll:
Natürlich ist es nicht das schönste der Welt, dick zu sein, aber es ist auch nicht das schlimmste der Welt. Ich empfinde diese Berichte "ehemaliger Dicker" (wie lange er "ehemalig" bleibt, werden wir leider nie erfahren :hihi: ) immer so anmaßend. Nur weil Herr XY oder Frau YZ sich so oder so fühlen mag, heißt es ja nicht, dass sich alle Dicken so fühlen. Genauso wenig, wie sich jeder schlanke automatisch aufgrund seines schlanken Körpers wohl fühlt, fühlen sich Dicke automatisch wegen ihrer Leibesfülle unwohl.
Also ich falle nicht keuchend und schwitzend ins Bett http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/rolleye.gif
Nö, ich auch nicht. Das kann ich auch hgar nicht meinem Bett antun :baeh2:.
Nur weil Herr XY oder Frau YZ sich so oder so fühlen mag, heißt es ja nicht, dass sich alle Dicken so fühlen. Genauso wenig, wie sich jeder schlanke automatisch aufgrund seines schlanken Körpers wohl fühlt, fühlen sich Dicke automatisch wegen ihrer Leibesfülle unwohl.
Japp. Ich meine, es ist schön, wenn man's geschafft hat, das Gewicht zu halten. Aber ich habe Probleme mit dem Spruch: "Wenn ich das schaffe, dann Du auch." und dann auch noch auf diese ungesunde Art und Weise. Denn Vitamintabletten ... :krank:- nein, danke.
Am schockiertesten finde ich dann Schlagwörter wie "Fettwanst" und so weiter und so fort. Ehem, was soll denn die Sch****? Ich bin obwohl ich dick bin, ein M E N S C H mit Gefühl und Verstand.
Aber so etwas prallt ja an mir ab- ich habe ja eine Elefantenhaut...weil ich so dick bin.
Stephchen, die zwar auch abnehmen will, aber nie auf diese Art und Weise!
Brockenhexe
04.07.2005, 14:16
Ein netter Text - und so aufschlußreich! Von der diversen Werbung mal abgesehen (hochinteressant :-D ), würde ich den Mann gerne mal in 5 Jahren sehen und hören (ob er dann immer noch von "Lebensqualität" spricht?).
Gruss aus Dortmund
Die Brockenhexe
Pah, 107 kg bei 1,84 .... der war nichmal richtig Dick.
Blödes gesabber was der da von sich gibt.
Keuchend und schwitzend ist der ins Bett gefallen, weil er geil auf seine Nachbarin war und die ihn nicht rangelassen hat weil er son Arsch ist :-D
sombra_blanca
04.07.2005, 14:31
Was für ein Schrott ... -.- ...
Langsam nerven diese "Oh-mein-Gott-ich-muss-abnehmen-und-natürlich-noch-der-ganzen-Welt-erzählen-wie-toll-ich-bin"-Berichte, oder?
Ich hab seit längerer Zeit den Verdacht, das Dicke ... insbesondere natürlich ehemalige Dicke ... einen übertriebenen Hang zur Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit haben.
Oder wir haben nicht mehr oder weniger Hand zu dieser Selbstdarstellung (gibt ja auch genug Dünne die sich zum Deppen machen) ... bei den Dicken konzentriert es sich halt dann auch auf diese Thematik. Das kommt halt bei den immergeilen Medien gut an.
Ein Dünner kann sich wegen Dünnseins nicht vermarten, es sei denn er ist magersüchtig.
Berichte dieser Art nerven nur noch.
Watt is datt doch schön, wenn man aus Erfahrung allet besser weiß, wa?
Ich hab seit längerer Zeit den Verdacht, das Dicke ... insbesondere natürlich ehemalige Dicke ... einen übertriebenen Hang zur Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit haben.
Damit könntest Du wohl Recht haben.
Um mal zwei Beispiele zu nennen: Joschka Fischer mußte gleich ein Buch schreiben und Susanne Fröhlich hat sich ebenfalls in diese Kategorie mit eingereiht. Selbstverständlich nur mit super Tips für uns Dicke http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/rolleyes.gif.
So mancher von den Ex-Dicken wäre gut beraten seine eigene Fibel mal wieder vor die Nase zu nehmen und über den Inhalt und die darin enthaltenen schlauen Tips nachzudenken. Ich weiß es gar nicht mehr so genau, stand in diesen Büchern auch etwas zum Thema JoJo-Effekt? http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/holy.gif
Scheinheilige Grüße
Um mal zwei Beispiele zu nennen: Joschka Fischer mußte gleich ein Buch schreiben und Susanne Fröhlich hat sich ebenfalls in diese Kategorie mit eingereiht. Selbstverständlich nur mit super Tips für uns Dicke http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/rolleyes.gif.
Und gerade Herr FIscher sieht doch dabei immer so fröhlich, ausgeglichen und gesund aus, sowohl als Läufer als auch nun als Spitzenpolitiker.:-D
Den sollte man sich gaaaaaaanz bestimmt als Beispiel nehmen, ein Jojo. schöner gehts nimmer!;)
Liebe Grüße
Angua
stand in diesen Büchern auch etwas zum Thema JoJo-Effekt? :holy:
nein, natürlich nicht! sowas passiert nur undisziplinierten dicken, die nicht diszipliniert genug waren, sich zu disziplinieren!
anderen passiert das nicht - schon gar nicht, wenn sie ihrem körper ausreichend mit 800 kalorien pro tag versorgen :frech: .
Stöpsel
Sophonisbe
04.07.2005, 18:15
*kicher* Stöpsel, ich hab' Dich vermisst.
Zum Thema: Ich finde dergleichen eigentlich nur noch langweilig, vor allem in so völlig überzeichneter, plakativer, unsubtiler Form - denn wenn ich schon für dumm verkauft werden soll, dann sollte man sich dabei doch wenigstens ein kleines bisschen Mühe geben. Das Gebotene allerdings entlockt mir nur noch ein müdes Gähnen und ein mildes Kopfschütteln.
Entspannte Grüße, Sopho
Für Joschka F. wars ja wohl die erste erfolgreiche Diät und wen wundert es, dass er das dann vermarktet. Für ihn als Politiker hat sich das ja auch medienwirksam und sicherlich auch finanziell gelohnt. Ich habe Auszüge aus seinem Buch gelesen und auch einige diverse Interviews, er glaubte wirklich daran und war voll missionarischen Eifer.
Auch ich habe nach meiner ersten und einzigen Diät mit einem rapiden, hohen Gewichtsverlust viel Komplimente wie " boah, siehst Du gut aus, das ist ja toll, wie hast Du das blos geschafft" bis hin zu " na siehste, geht doch, man muss nur wollen" bekommen und -ich gestehe- ein widerliches Sendungsbewusstsein entwickelt. Nicht nur dass man einen imaginären Heiligenschein bietet, nein man glaubt sich berufen, anderen gute Ratschläge erteilen zu dürfen. Ich bin sicher, Ihr seid alle "edleren Gemüts" aber ich war schon ein blödes Miststück "damals" :holy:
toni
Ich bin sicher, Ihr seid alle "edleren Gemüts"
Nöööö. Als ich mich mit Mitte 20 dank wochenlangen Beschränkens auf schwarzen Kaffee und Kippen auf 68 kg runtergehungert hatte, war ich auch der Ansicht, nie wieder auch nur ein einziges Kilogramm zunehmen zu wollen ... bääääh!! Ich badete in Komplimenten und ließ alle wissen, dass schlussendlich alles eine Frage der Disziplin sei.
Wenn ich damals mit einem schicken Buch schick viel Geld hätte verdienen können ... ich hätte es auch gemacht :teufel: .
Auch später noch habe ich viele Jahre in dem Bewusstsein gelebt ... und "gesendet" ... - was raufgeht, geht auch wieder runter. Schließlich lebt der Rest der Kolleginnenschaft bis heute vorwiegend nach diesem Prinzip.
Also glaub mal nur nicht, dass du allein bist auf weiter Flur ...
Ich bin sicher, Ihr seid alle "edleren Gemüts" aber ich war schon ein blödes Miststück "damals" *meld* Ich auch. :peinlich: Täusch dich nicht, liebe toni. :nee: Ich war damals dermaßen ignorant - wenn mir irgendeiner etwas vom Jojo-Effekt erzählt hätte, den hätte ich lachend stehenlassen.:bigstup:
Sophonisbe
05.07.2005, 10:24
Ich bin sicher, Ihr seid alle "edleren Gemüts" aber ich war schon ein blödes Miststück "damals" Nö, Toni, da war ich auch nicht edler. Ich war sogar ziemlich unerträglich in meiner ganzen 13-jährigen Weisheit (So alt war ich nämlich bei meiner ersten Radikaldiät).
Und ich musste wohl auch mein Selbstbewusstsein füttern. Denn das war auch nach der Diät keineswegs so intakt, wie man hätte meinen können. Zum Glück wurde ich damals ziemlich unsanft darauf aufmerksam gemacht, wie unmöglich dieses Verhalten ist. Sonst hätte ich dieses Schlaubi-Schlumpf-Gehabe womöglich beibehalten...
Aber zum Glück sind wir ja nun alle älter und klüger geworden, gelle? :-D
Genau!! JoJo-Effekt! Von dem Kerl wird man in drei Monaten sicher nichts mehr lesen!! Und wenn er dann wieder zugenommen hat und an die Öffentlichkeit geht, dann wird ihn die Firma Ko..a verklagen wegen Rufschädigung:-D !!! (Waaas, dass kann doch nicht sein, wie kann der Kerl den mit unserer schlauen Waage wieder zunehmen, geeeeht doch niiiicht!!) (Vonwegen!!)
Das ist wie bei den Ladies von Abnehmen in Essen. Von denen hört man auch nichts mehr und die haben alle wieder ordentlich zugelegt! Ich wohne in einer Nachbarstadt und bin oft in Essen unterwegs und war schon in den Restaurants der Begic-Schwestern essen (auch schon VOR Abnehmen in Essen!!) und sehe die Damen öfters! Eine von den Beiden hat fast das Doppelte von dem wieder drauf, was sie verloren hat.
Berichte dieser Art nerven nur noch
und Susanne Fröhlich hat sich ebenfalls in diese Kategorie mit eingereiht.
Susanne Fröhlich ist meiner Meinung nach eine mediengeile Tante, die krampfhaft versucht irgendwie in der Fernsehlandschaft zu bleiben...dabei läuft die nur unter "ferner liefen" "u.v.a" generell!
Mit der großen Talkshow oder Comedy-Queen-Karriere hat es nicht geklappt, die eigenen Sendungsformate floppen, weil die Frau Fröhlich wegen IHRER ART nicht ankommt und nicht wg. irgendwelchen Pfunden (Mensch, die Vera Int-Veen läuft schon seit Jahren in mehreren Sendungen!!)! Also muss Frau Fröhlich sich mal wieder krampfhaft präsent machen und am besten mit einem Buch, mit der sie die Volks-Seele trifft, da 90% der Menschen in D von den Medien beeinflußt werden und sich scheisse fühlen, wenn die Bild der Frau o.ä. knochige Menschen in Bikinis als Idealbild propagandiert!
An Ausstrahlung, Intelligenz oder einfach nur "Sinn" hat Frau Fröhlich während ihrer Abspeckaktion auch nicht gewonnen!
Wird Frau Fröhlich an die Öffentlichkeit gehen, wenn sie wieder zugelegt hat? Ich glaube kaum!
Sophonisbe
05.07.2005, 12:28
Wird Frau Fröhlich an die Öffentlichkeit gehen, wenn sie wieder zugelegt hat? Ich glaube kaum! Frau Fröhlich hat bereits wieder zugelegt und das auch, wenn ich mich recht erinnere, in irgendeiner Talkshow eingeräumt. Es ist nur so, dass um die 20 verlorenen Kilos ein Riesengeschrei gemacht wird, um die bis jetzt schätzungsweise 10, am Ende wohl eher 25 zugenommenen hingegen nicht.
Gruß, Sopho (die Frau Fröhlich auch nicht sympathisch findet, aber dennoch versucht, ihr ein gewisses Maß an Respekt zu zollen - nicht, weil sie so toll ist, sondern weil sie ein Mensch ist.)
Solitude
05.07.2005, 15:46
Haltet ihr es für generell unmöglich durch "gesünderes" Essverhalten dauerhaft Gewicht zu verlieren?
Damit meine ich NICHT die in dem Artikel oben propagierte Methode sondern allgemein...
Mein Körper spricht nicht drauf an.
So "globalgalaktisch" kann diese Frage nicht beantwortet werden, denke ich. Es kommt wohl darauf an, was du unter "gesünderem Eßverhalten" verstehst, und wie hoch du den Gewichtsverlust ansetzt. Unmöglich ist es natürlich nicht. ;)
Solitude
05.07.2005, 15:57
Ich weiß nicht ob es allgemeingültig gesünder ist...aber ich versuche im Moment regelmäßig zu essen, um den Blutzuckerspiegel nicht absacken zu lassen.
Ich führe ein Esstagebuch seit gestern, damit ich auch weiß wann ich gegessen habe.
Meistens habe ich morgens nichts, tagsüber wenig und abends zuviel (mit Heißhunger) gegessen.
Es gibt keine verbotenen Nahrungsmittel, ich esse alles worauf ich Lust habe und versuche nicht "auf Vorrat" zu essen, weil ich mir ja nachnehmen kann und mir niemand was wegisst.
Ich versuche mehr zu trinken.
Und dann habe ich einen 2. und 3. Block - der bezieht sich auf regelmäßig Schlafen und 2 x wöchentlich Schwimmen oder so...den nehme ich dann in Angriff, wenn das mit dem regelmäßig Essen klappt.
Und Gewichtsverlust in Zahlen habe ich gar nicht im Blick. Ich denke JEDER Verlust würde meinen Gelenken gut tun, egal wie klein.
Johnny B. Goode
05.07.2005, 21:06
Herr von Gilead fragt sich gerade etwas. Wie wir gesehen haben, gibt es mal wieder so einen Artikel a la " Erst als durch die Superdiät mein Hirn verdampfte bekam ich mein Selbstbewußtsein zurück!" Diese Dinger gab und gibt es, vorwiegend in einschlägigen Frauenblättchen, zuhauf. Das der Stern so etwas druckt ist nach Erfahrungen in den letzten Monaten nicht außergewöhnlich.
Einige von euch haben es schon geschrieben: Man hört später nichts mehr von diesen Leuten, die Öffentlichkeit bekommt nicht mit, wenn die verlorenen Kilos das Lied "Hello again" anstimmen.
Die Frage ist kurz und knapp: Warum? Es müßte doch für jeden gescheiten Journalisten ein Ziel des eigenen Ehrgeizes sein, so etwas zu hinterfragen. Inbesondere für die, die sich den allseits bekannten "investigativen" Journalismus auf die Fahne geschrieben haben. Warum zum Teufel pickt sich niemand die ganzen Ex-Dicken aus Talkshows und Presse heraus, die wie dieser Mann aus dem Beitrag oben mit Hilfe der Medien in die Welt hinausposaunen, daß eben doch alles nur an der Disziplin liegt und man gerne wochenlange, schädliche Mangelernährung dafür in Kauf nimmt, nur um bloß schlank zu sein? Um mal zu überprüfen, wie diese Menschen nach 2 oder 4 Jahren aussehen. Ob sie vielleicht sogar krank geworden sind von ihrer Roßkur. Wie sie die Zeit danach erlebt haben. Ob sie es wieder tun würden. Da gäbe es genug Fragen für ein Interview. Da wären bestimmt einige Knallerstorys dabei.
Warum so etwas nie in einer Frauenzeitschrift zu finden sein wird ist klar: Das wäre geschäftsschädigend, schließlich wird dort eine Menge Geld mit stets neuen Diäten gemacht. Aber gerade solche Publikumsjournale wie Stern, Spiegel, etc. müßten sich doch die Finger danach lecken. Man könnte sogar einen anständigen Aufmacher draus machen.
Warum wird das so totgeschwiegen?
sombra_blanca
05.07.2005, 21:33
Weil es unschön ist, zu hören, dass das, worauf so viele hoffen, nicht auf diesem Wege erreichbar ist.
Zwar wird das zur Zeit immer häufiger problematisiert, also, dass Diäten ungesund sind usw., aber es an einem Bsp. zu sehen... ist irgendwie eindringlicher...
Und da das nicht gemacht wird, bleiben die Erfolgsberichte im Gegensatz zu den eher trockenen wissenschaftlichen Berichten im Gedächtnis und das Märchen bleibt bestehen.
Fazit: Will keiner hören.
- Reine Spekulation-
Grüße,
Sombra
Solitude
05.07.2005, 21:52
@ Roland...weil auch im Stern Werbung gemacht wird und die entsprechende Industrie ihren Einfluss geltend macht?
Lovely Rita
05.07.2005, 22:14
" Erst als durch die Superdiät mein Hirn verdampfte bekam ich mein Selbstbewußtsein zurück!"
kicherkicher :applaus:
zu deiner frage: mein erste idee wäre, dass solche geschichten immer ziehen, sprich immer verkaufen, weil immer leute hoffen und in der situation sind, dass sie sowas gerne lesen wollen.
wenn meine mutter mir früher - bis ich mir es endlich erfolgreich verbeten hatte - solche erfolgsgeschichten zur motivation berichtete, begann das immer mit: "im xxx-tv hab ich gesehen, dass" "in der tina hab ich gelesen, dass" und dann kam die sensation von irgendeinem erfolgreichen schrumpfkoloss.
Rubensweib
05.07.2005, 22:16
Warum so etwas nie in einer Frauenzeitschrift zu finden sein wird ist klar: Das wäre geschäftsschädigend, schließlich wird dort eine Menge Geld mit stets neuen Diäten gemacht. Aber gerade solche Publikumsjournale wie Stern, Spiegel, etc. müßten sich doch die Finger danach lecken. Man könnte sogar einen anständigen Aufmacher draus machen.
Warum wird das so totgeschwiegen?
Ich denke auch: Weil mit den ganzen Diät-Produkten irrsinnige Summen Geld verdient werden. Diese Industrie wird da schon für sorgen, dass nicht irgendjemand ihnen das Geschäft verbaselt. Egal, wie seriös diese "irgendjemands" sind..... :seufz: :(
Sophonisbe
06.07.2005, 09:01
Es müßte doch für jeden gescheiten Journalisten ein Ziel des eigenen Ehrgeizes sein, so etwas zu hinterfragen. Inbesondere für die, die sich den allseits bekannten "investigativen" Journalismus auf die Fahne geschrieben haben. Weil der investigative Journalismus nur offiziell auf den Fahnen steht, vermute ich. Und weil in Wirklichkeit auch der Stern, die wöchentliche Bildzeitung, genau das schreibt, was die Leute lesen wollen. Und diese Geschichten vom bekehrten Dicken, das wollen die Leute sogar ganz besonders gern lesen. Warum? Weil es sie in ihrer Meinung bestätigt. Ganz banal im Grunde.
Nun wäre ich ja sehr dafür, dass wir uns einfach Sally engagieren. Material für einen investigativjournalistischen Beitrag gäbe es ja en masse... Nur glaube ich mich zu erinnern, dass Sally schon mal so etwas verfasst hat, dafür auch ausgezeichnet wurde (verzeih mir, Sally, ich habe vergessen, mit welchem Medienpreis genau) - und trotzdem relativ ungehört blieb. Vielleicht aus demselben Grund: Das *will* gar niemand so wirklich hören oder lesen. :( :mad:
simsalabine
06.07.2005, 09:53
... Das *will* gar niemand so wirklich hören oder lesen. :( :mad:
Und wenn's jemand liest glauben es die meisten eh nicht...
Der Jojo-Effekt ist doch sowieso nur eine Erfindung aller, die zu faul sind Diät zu machen. Man braucht doch bloß ein richtiges Frühstück zu sich nehmen mit richtigen Produkten und voilà! hält man sein Gewicht mühelos. :ironie:
Bloß was soll man machen, wenn man auch vor der Diät nicht zügellos Rotwein in sich reingekippt hat und dazu Chips bergeweise verdrückt? :bigdenk:
Teilweise kommts mir echt so vor, als würde der gute Mann nur seine Vorstellungen vom Leben "nach der Diät" darstellen... Wobei ich natürlich nicht unterstellen will, daß die Wandlung vom "Saulus zum Paulus" nicht vollzogen wurde.
Liebe Grüße,
simsalabine
PS: Der von Sopho erwähnte Artikel von Sally würde mich sehr interessieren. Gibt es eine Möglichkeit, den hier einzustellen, bzw. einen Hinweis, wo man ihn zu lesen bekommt?
Weil der investigative Journalismus nur offiziell auf den Fahnen steht, vermute ich.
Mein Kommunikationspolitikdozent pflegte zu sagen: "Der redaktionelle Teil der Publikumszeitschriften hat einzig und alleine den Zweck, den Raum zwischen den Seiten mit der Werbung zu füllen".
Er war ein Arschloch par excellence, aber er hatte durchaus recht.
Okay, ich bekenne mich schuldig.
Ich lese den Stern jetzt seit ca. 40 Jahren. Leute wie die Zeit vergeht.
Was habe ich mich schon über das Käseblatt geärgert und möchte trotzdem nicht auf ihn verzichten. Schon möglich, dass mich das "Kreuzweise" abhängig gemacht hat. Nostalgisch denke ich an Henry Nannens Zeiten zurück, an die Literaturneuerscheinung, die im Stern als Vorabdruck erschienen und und und....
Nun denke ich, dass zwischen den Internetbeiträgen(die ich nie lese, nur eben hier als Link veröffentlicht) und dem Magazin eindeutig Welten liegen. Ein ganz anderer Journalismus.
Diese Internetseiten sind für mich so schäbig aufgemacht, fast könnte man meinen für Sonderschüler.
Ich habe eigentlich gerade in letzter Zeit den Eindruck, dass bei dem Stern und Spiegel ein Umdenken stattfindet. Dass man mit dem Schlankheitswahn kritischer umgeht.
Ich wüsste eigentlich kein anderes deutschsprachiges Magazin, dass sowohl Politik und eben auch andere Themen journalistisch so gut bedient als eben den Stern.
Obwohl ich mich am Donnerstagabend ganz bestimmt wieder über den einen oder anderen Artikel ärgern werde.
toni
Nun wäre ich ja sehr dafür, dass wir uns einfach Sally engagieren. Material für einen investigativjournalistischen Beitrag gäbe es ja en masse...
Ganz so einfach wie es sich liest ist das nicht. Denn für jedes journalistische Produkt braucht man auch einen Abnehmer. Ihr könnt mich gern engagieren, nur wenn das Ergebnis dann nirgendwo veröffentlicht wird, hat das wenig Sinn. Und ich bin nicht billig ... http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/wink.gif
Ein Thema muss immer zuerst durch eine Redaktionskonferenz - sei es nun im Radio, im Fernsehen oder in den Printmedien.
PS: Der von Sopho erwähnte Artikel von Sally würde mich sehr interessieren. Gibt es eine Möglichkeit, den hier einzustellen, bzw. einen Hinweis, wo man ihn zu lesen bekommt?
Ich schreibe nicht (außer hier http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/smile.gif ), sondern bin Hörfunkjournalistin.
Den Journalistenpreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung habe ich vor 10 Jahren für eine Serie von Radiobeiträgen in hr3 bekommen. Die Serie hieß "hr3-Extra-Diät-Test" und bestand, wenn ich mich recht erinnere, aus ca. 15 Teilen. Ich habe darin die damals gängigsten Diäten unter die Lupe genommen (Brigitte-Diät, Modifast - damals schwer in Mode -, Fasten, Schrothkur, Hollywood-Diät, Psycho-Diät, Atkins etc. etc.) und bin quer durch halb Hessen unterwegs gewesen, um mit Leuten zu sprechen. Es ging um die Fragen, wie die jeweilige Diät funktioniert, ob sie langfristig was bringt, ob sie gesundheitsschädigend ist, wie durchführbar sie ist, ob es einen Jo-Jo-Effekt gibt etc.
Das Fazit war ernüchternd, wie ihr euch vorstellen könnt.
Und die DGE hat das - zum Erstaunen einiger - mit dem Preis honoriert.
Die Beiträge gibt es nicht mehr. Es ist zu lange her und der hr archiviert sowas nicht.
Der von Sopho erwähnte Artikel von Sally würde mich sehr interessieren. Gibt es eine Möglichkeit, den hier einzustellen, bzw. einen Hinweis, wo man ihn zu lesen bekommt?
Ich würde ihn auch sehr gern einmal lesen!!
Sophonisbe
06.07.2005, 13:35
Denn für jedes journalistische Produkt braucht man auch einen Abnehmer. Nun, genau darauf wollte ich hinaus, als ich schieb: Dat will keener lesen - oder auch: hören. Genau das würden die Damen und Herren Redaktionsconferenciers nämlich auch sagen.
Und ich bin inzwischen auch der Meinung, dass das verantwortungslos wäre: Stellt Euch mal vor, all die Mensschen, die ihres Lebenssinnes beraubt wären, wenn sie zur Kenntnis nehmen müssten, dass das mit der Diätiererei doch nicht so das Wahre ist. Das können wir ihnen nicht antun, glaube ich. Immerhin hat man als Journalist auch eine gewisse Verantwortung der Gesellschaft gegenüber.
(Das Stilmittel der Ironie ist mir gänzlich unbekannt. :holy: )
Greetz, Sopho
simsalabine
07.07.2005, 08:12
...Ich schreibe nicht (außer hier http://das-dicke-forum.de/forum/images/smilies/smile.gif ), sondern bin Hörfunkjournalistin.
Den Journalistenpreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung habe ich vor 10 Jahren für eine Serie von Radiobeiträgen in hr3 bekommen. Die Serie hieß "hr3-Extra-Diät-Test" und bestand, wenn ich mich recht erinnere, aus ca. 15 Teilen. Ich habe darin die damals gängigsten Diäten unter die Lupe genommen (Brigitte-Diät, Modifast - damals schwer in Mode -, Fasten, Schrothkur, Hollywood-Diät, Psycho-Diät, Atkins etc. etc.) und bin quer durch halb Hessen unterwegs gewesen, um mit Leuten zu sprechen. Es ging um die Fragen, wie die jeweilige Diät funktioniert, ob sie langfristig was bringt, ob sie gesundheitsschädigend ist, wie durchführbar sie ist, ob es einen Jo-Jo-Effekt gibt etc.
Das Fazit war ernüchternd, wie ihr euch vorstellen könnt.
Und die DGE hat das - zum Erstaunen einiger - mit dem Preis honoriert.
Die Beiträge gibt es nicht mehr. Es ist zu lange her und der hr archiviert sowas nicht.
:-o OOps! Da habe ich das bisher immer falsch interpretiert. Entschuldige bitte.
Mußtest Du damals eigentlich die ganzen Diäten mal antesten???
Und ich hoffe, daß wir von Deinem neuen Werk dann was zu hören bekommen.
Grüße, simsalabine, wie immer neugierig
Mußtest Du damals eigentlich die ganzen Diäten mal antesten???
Nein. Ich habe mir damals mit einem Höreraufruf Gesprächspartner gesucht, die mir von ihren Erfahrungen berichtet haben.
Ich kannte aber zu dem Zeitpunkt (mit Mitte 30) ohnehin schon alle Diäten - mit Ausnahme der Schrothkur, die habe ich nie gemacht.
Haltet ihr es für generell unmöglich durch "gesünderes" Essverhalten dauerhaft Gewicht zu verlieren?
Damit meine ich NICHT die in dem Artikel oben propagierte Methode sondern allgemein...
Da ich im Bekantenkreis Leute habe, die es geschafft haben abzunehmen und auch über Jahre schlank zu bleiben, kann ich die Frage nur mit JA beantworten.
ABER: die, die ich kenne, waren alle als Kind/Jugendliche noch schlank und hatten sich die Pfunde durch eine ungesunde Lebensweise draufgefuttert und konnten durch eine Umstellung ihrer Lebensweise langsam abnehmen. Viele haben später wieder etwas zugenommen aber sind dünner geblieben. Sie hatten aber mit Sicherheit keine Stoffwechselstörung und keine Essstörung (d.h. sie essen z.B. nicht um Gefühle zu unterdrücken usw).
Was mich bei dem blöden Bericht übrigens wirklich fasziniert hat, war wieviel der Typ durch die Fastenkur abgenommen hat! Ich habe als Teenager meine Sommerferien bei Dr. Buchinger (dem 'Fastenguru') in Bad Pyrmont verbracht und hatte nach dem 'Fastenbrechen' nach 42 Tagen nicht mal 10 Kilo abgenommen und als die Darmfüllung wieder drauf war, waren es noch gut acht Kilo. Bis zu den Herbstferien habe ich dann genau wie dieser Mann 800 Kalorien gegessen und in den acht Wochen ein Pfund abgenommen...:mad:...dann habe ich wieder mehr gegessen und Mr. Jojo hat mir gaaanz viele Kilo draufgepackt.
mellow
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