Lovely Rita
10.06.2006, 09:21
es geht nicht um mich, sondern um einen freund (58) von mir. er ist weder übhergewichtig noch hat er eine AC-operation hinter sich, aber seine geschichte berührt das thema und ich denke grad viel drüber nach.
also. der freund wurde letztes jahr vom arzt zu einer darmspiegelung geschickt, weil das ja alle in seinem alter machen sollten blabla, er ging hin, wieder nach hause und wurde in der nacht mit der rettung ins krankenhaus gefahren: der arzt hatte seinen darm durchstoßen.
notoperation, intensivstation, ein paar monate künstlicher darmausgang, rückoperation - als ich ihn wiedersah, wirkte er wie ein alter mann und sah auch so aus. er "durfte" dann drei wochen auf kur, aus der er seiner aussage nach unglaublich erholt zurückkam. der arzt der krankenkassa schrieb ihn dann auch prompt nicht mehr krank, sondern meinte, da er ja jetzt auf kur war, könne er wieder arbeiten.
mein freund ist behindertenbetreuer, ein auch körperlich sehr belastender beruf, er muss da auch erwachsene leute heben etc.
ich war schwer irritiert, war davon ausgegangen, dass er in frühpension gehen würde oder halt in so eine vorpensionslösung. das hatte er vor der kur auch angestrebt. ich war auch davon ausgegangen, dass er von dem arzt, der seinen darm durchstoßen hatte, schmerzensgeld o.ä. bekommen müsste,aber nein, dieses risiko könne nicht ausgeschlossen werden.
okay, er fing also wieder zu arbeiten an, das war im letzten herbst.
und jetzt hat er einen großen narbenbruch am bauch, durch den der darm herauskommt und da die gefahr besteht, dass er sich den darm einzwickt und wieder verletzt, muss das wieder operiert werden. er wird ein titannetz in den bauch kriegen.
nun habe ich einen onkel, der im märz wegen eines alten nabelbruchs genau dieselbe operation hatte. und meine tante meinte, mein freund dürfe die ersten monate fast gar nichts heben (2 bis 3 kilo, dann 5), keine gartenarbeit etc. und dass er aufpassen müsse, weil man das leicht übersieht. die paar kilo sind schnell beisammen, wenn man einkaufen geht. ich mache mir große sorgen, dass mein freund, der alleine lebt und einen großen garten hat und es nicht aushält, die dinge schleifen zu lassen, sich nicht daran hält oder einfach nicht gut genug aufpasst, die heilung danach nicht klappt und er dann ständig wieder operiert werden muss. meine tante meinte, 1/3 der operierten halten sich nicht an die vorgaben und haben wieder einen bruch.
so weit die geschichte meines freundes.
wie ich so darüber nachgedacht habe, ist mir eingefallen, so eine wiederherstellungsoperation müsste doch ähnlich laufen bzw. ähnliche bedingungen mit sich bringen. mein freund ist wie gesagt nicht übergewicht, auch nicht zaundürr, normal. heißt das, dass nach so einer wiederherstellung immer die gefahr von narbenbrüchen besteht? wird da auch so ein netz eingesetzt?
also. der freund wurde letztes jahr vom arzt zu einer darmspiegelung geschickt, weil das ja alle in seinem alter machen sollten blabla, er ging hin, wieder nach hause und wurde in der nacht mit der rettung ins krankenhaus gefahren: der arzt hatte seinen darm durchstoßen.
notoperation, intensivstation, ein paar monate künstlicher darmausgang, rückoperation - als ich ihn wiedersah, wirkte er wie ein alter mann und sah auch so aus. er "durfte" dann drei wochen auf kur, aus der er seiner aussage nach unglaublich erholt zurückkam. der arzt der krankenkassa schrieb ihn dann auch prompt nicht mehr krank, sondern meinte, da er ja jetzt auf kur war, könne er wieder arbeiten.
mein freund ist behindertenbetreuer, ein auch körperlich sehr belastender beruf, er muss da auch erwachsene leute heben etc.
ich war schwer irritiert, war davon ausgegangen, dass er in frühpension gehen würde oder halt in so eine vorpensionslösung. das hatte er vor der kur auch angestrebt. ich war auch davon ausgegangen, dass er von dem arzt, der seinen darm durchstoßen hatte, schmerzensgeld o.ä. bekommen müsste,aber nein, dieses risiko könne nicht ausgeschlossen werden.
okay, er fing also wieder zu arbeiten an, das war im letzten herbst.
und jetzt hat er einen großen narbenbruch am bauch, durch den der darm herauskommt und da die gefahr besteht, dass er sich den darm einzwickt und wieder verletzt, muss das wieder operiert werden. er wird ein titannetz in den bauch kriegen.
nun habe ich einen onkel, der im märz wegen eines alten nabelbruchs genau dieselbe operation hatte. und meine tante meinte, mein freund dürfe die ersten monate fast gar nichts heben (2 bis 3 kilo, dann 5), keine gartenarbeit etc. und dass er aufpassen müsse, weil man das leicht übersieht. die paar kilo sind schnell beisammen, wenn man einkaufen geht. ich mache mir große sorgen, dass mein freund, der alleine lebt und einen großen garten hat und es nicht aushält, die dinge schleifen zu lassen, sich nicht daran hält oder einfach nicht gut genug aufpasst, die heilung danach nicht klappt und er dann ständig wieder operiert werden muss. meine tante meinte, 1/3 der operierten halten sich nicht an die vorgaben und haben wieder einen bruch.
so weit die geschichte meines freundes.
wie ich so darüber nachgedacht habe, ist mir eingefallen, so eine wiederherstellungsoperation müsste doch ähnlich laufen bzw. ähnliche bedingungen mit sich bringen. mein freund ist wie gesagt nicht übergewicht, auch nicht zaundürr, normal. heißt das, dass nach so einer wiederherstellung immer die gefahr von narbenbrüchen besteht? wird da auch so ein netz eingesetzt?