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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : EU plant neue Gesetze


Lovely Rita
13.05.2006, 10:21
weil es in europa schon viiiiiel mehr dicke gibt als in usa.

http://www.orf.at/060512-99431/index.html

Martina
13.05.2006, 10:38
Hmmmm, ob die Leute mehr Obst und Gemüse essen, wenn es billiger wird? Ich hab' da so meine Zweifel. Obst und Gemüse zuzubereiten und zu essen, bedeutet ja auch Arbeit. Und ich glaube, dass das das weit größere Problem ist. Aber natürlich würde ich persönlich es wirklich begrüßen, wenn die Preise sinken würden, da wir viel Obst und Gemüse essen.

Zu allem anderen: Die Frage ist, inwieweit sind die Behörden in der Lage solche Maßnahmen (Inhaltsangaben auf Verpackungen, gesündere Inhaltsstoffe) durchzusetzen? Lobbying wird da viele sinnvolle Maßnahmen verhindern. Und zudem wissen wir ja alle, dass nicht alles, was von Politikern für gesund gehalten wird und von der Industrie für gesund erklärt wird, es auch wirklich ist.

Zwar halte ich es für begrüßenswert, dass endlich erkannt wird, dass AUCH die Qualität (womit ich nicht nur die Güte, sondern ganz allgemein ihre Beschaffenheit meine) der verfügbaren Lebensmittel eine Rolle spielt. Aber das ändert nichts daran, dass auch jeder für sich bereit sein muss, etwas zu ändern.

Wie ich ja früher auch schon mal geschrieben habe, halte ich die Problematik der dicken Kinder auch für eine grundlegend andere Problematik als die, mit der sich meine Generation, die ihre Pubertät im Twiggy-Zeitalter verbracht hat, herumschlagen muss. Allerdings besteht die Gefahr, dass die dicken Kinder von heute langfristig als Erwachsene auf ähnliche Karrieren zurückblicken können wie wir, wenn sich nicht grundlegend etwas im Umgang mit Schönheitsidealen ändert.

Martina

Lunix
13.05.2006, 11:30
Soso, worüber sich die EU nicht alles Gedanken macht. Vielleicht sollte sie woanders anfangen, bei der verfehlten Agrar-Politik z. B., die u. a. bedeutet, dass hier Nahrungsmittel tonnenweise für die Müllkippe produziert werden, während anderswo im 21. Jahrhundert (OK, das ist nur unsere Zeitrechnung) immer noch Menschen verhungern und bald vielleicht auch verdursten müssen, wenn sie für das Grundnahrungsmittel Wasser nicht zahlen können.

Übertrieben? Mitnichten! In einer Vorschau zum Film We feed the world - Essen global (http://www.kino-zeit.de/filme/artikel/4752_we-feed-the-world--essen-global.html) habe ich gesehen, wie ein Nestlé-Manager genau darüber laut und ungeniert nachdenkt: Wasser zu einer ganz normalen Ware zu machen - wie alle anderen Lebensmittel. Und wer sich eine bestimmte Ware nicht leisten kann, der bekommt sie halt nicht - logisch genug, oder?

Und wenn es um mehr Konsum von Obst und Gemüse geht, um Übergewicht und die "erwiesen daraus resultierenden" Krankheiten zu verhindern oder zu verringern, dann sollte die EU vielleicht mal einen Blick auf Südeuropa und das French Paradoxon werfen, um zu sehen, das gesunde Ernährung durchaus richtig ist, aber eben mit Gewicht an sich weniger zu tun hat.

Lovely Rita
13.05.2006, 12:49
In einer Vorschau zum Film We feed the world - Essen global (http://www.kino-zeit.de/filme/artikel/4752_we-feed-the-world--essen-global.html) habe ich gesehen, wie ein Nestlé-Manager genau darüber laut und ungeniert nachdenkt: Wasser zu einer ganz normalen Ware zu machen - wie alle anderen Lebensmittel. Und wer sich eine bestimmte Ware nicht leisten kann, der bekommt sie halt nicht - logisch genug, oder?


den film habe ich bereits gesehen. der manager ist noch dazu österreicher. seine aussagen werden im laufe des interviews immer bizarrer, letztendlich versteigt er sich mit leuchtenden augen zu visionen von lebensmittelproduktion mit ganz wenig arbeitskräften - während er anfangs noch von der verantwortung für arbeitsplätze schwafelte.
solange solche typen am ruder sind, läuft die lebensmittelproduktion so schief weiter wie bisher. nestlé ist dabei ein ganz übler finger (= meine meinung).