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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einstellungsuntersuchung


kikischatz
09.01.2006, 18:29
Hallo Zusammen,

ich brauche mal euren Rat. Ich bin seit Oktober 2004 in einem heilpädagogischen Kinder- und Jugendheim beschäftigt. Zunächst 10 Monate im Anerkennungsjahr und dann wurde ich in einer Elternzeitvertretung übernommen und habe gleich einen Vertrag bis Ende August 2008 bekommen.

Nun muss ich morgen zu einer Einstellungsuntersuchung und weiß überhaupt nicht, was da auf mich zu kommt, außer das ich meinen Impfausweis mitbringen soll. "Alle neuen Mitarbeiter und solche, die noch nicht solange da sind, sollen zu dieser Untersuchung. Müssen aber nicht". Hääää? Die Termine wurden im Abstand von 40min!!! vergeben. Was bitte soll da mit mir passieren?

Hat jemand von euch sowas schon mal mitgemacht und kann mir sagen, was da auf mich zukommt. Das wäre lieb.

Etwas hibbelige Grüße

Kiki

Darcy
09.01.2006, 22:29
Hallo Kiki,

ob Deine Untersuchung mit der unseres Betriebsarztes vergleichbar ist, weiß ich nicht (bin Krankenschwester und arbeite derzeit auf der geschlossenen Station eines Pflegeheimes).
Die Untersuchung jedenfalls bestand aus einer Blutdruckkontrolle, Blutabnahme (zwecks Bestimmung der Antikörper wegen Hepatitis) und mehreren Seiten Fragen nach Krankheiten in der Vorgeschichte und Familie (wobei ja kein Mensch die Richtigkeit der Antworten überprüfen kann).
Alles zusammen dauerte ca. 20 Minuten - ach ja, wer wollte, konnte noch seine Impfungen auffrischen lassen.

Darcy

kikischatz
10.01.2006, 08:42
Vielen Dank Darcy,

das werde ich problemlos überstehen ;) Mir graut es halt vor Adipositas-Diskussionen und Belastungsübungen oder ähnliches.

Um 10.00 Uhr ist der Termin. Ich werde euch heute Abend kurz berichten.

Alles Liebe

Kiki

Darcy
10.01.2006, 09:11
Auf Adipositasdiskussionen würde ich mich gar nicht einlassen - immerhin bist Du jetzt schon anderthalb Jahre dabei und hast ja wohl bewiesen, dass Du die Arbeit körperlich schaffst (sonst wärst Du schließlich nicht übernommen worden).

Das Einzige, worauf "mein" Betriebsarzt mich ansprach war mein erhöhter Blutdruck, den er aber nicht ausschließlich auf mein Gewicht zurückführte, sondern meinte, das wäre besonders bei Leuten in der Probezeit/Neueinstellung so, da durch den diesbezüglichen Streß der Körper eben durch erhöhten Blutdruck reagieren würde.

Hoffen wir mal, dass Du einen ebenso intelligenten Doc hast - ich drück Dir die Daumen :daumen:

kikischatz
11.01.2006, 09:28
Hallo Zusammen,

hier also mein Bericht:

Es war eine Untersuchung, bei der es um Infektionskrankheiten geht und die wohl seit diesem Jahr Pflicht ist. (glaube man kann Untersuchung verweigern, aber Arbeitnehmer muss sie durchführen, bin aber nicht sicher):

Ich musste zunächst eine Urinprobe abgeben und einen Fragebogen zu vorherigen Erkrankungen, familiären Dispositionen und aktuellen Erkrankungen ausfüllen. Daran knüpfte das Gespräch (auch der Impfausweis wurde unter die Lupe genommen) mit der Ärztin an, die aufgrund dieser Informationen zusammenstellte, was neben dem kleinen Blutbild bei der Blutuntersuchung noch bestimmt werden soll. Allerdings waren meine Angaben wohl doch egal, denn obwohl ich Röteln und Masern hatte, werden die Antikörper überprüft. Auch lässt sie einen bestimmten Leberwert (?) überprüfen, denn aufgrund meines Übergewichtes und einer damit einhergehenden verfetteten Leber erhöht sein. :confused: (Frage mich nur, was das mit Infekten zu tun hat, ich bin bisher davon ausgegangen, dass Adipositas nicht anstecken ist :-D )

Danach folgte ein kleiner Sehtest.....sehr lustig....denn mein rechtes Auge schaltet komplett ab, ich kann nur damit sehen, wenn ich mein gutes Auge zuhalte. Aber wie mir mein Augenarzt am 6.12. noch bestätigte: Mein anderes Auge gleicht das mit einer Sehkraft von über 90% problemlos aus. Das bestätigte auch ihr Test, auch wenn die Ärztin mächtig verwirrt war, dass ich nur zwei der drei Reihen sehen konnte *lol*

Danach hat sie noch meinen Bauch abgetastet (konnte durch meine 145kg keines der gewünschten Organe ertasten :eek: ) und meine Lunge abgehört und mir dann Blut abgenommen.

Mit dem Übergewicht ist sie eigentlich doch recht nett umgegangen, selbst eine Hungerhippe von 52kg. Sie fragte halt, ob ich niemals etwas daran ändern wollte und ich sagte ihr, dass ich eigentlich gut klarkomme (ist ja nicht immer der Fall aber egal). Sie sagte, dass es bis 40 meist wenig Probleme gibt, dann aber die "Nebenwirkungen" halt größer werden und die Gewichtsabnahme schwieriger (wegen der Haut). Sie würde, wenn man mehr als 5 kg abnehmen möchte auch immer empfehlen, sich einer Gruppe anzuschließen, weil das alleine einfach zu schwierig ist. Von WW hätte sie früher nie etwas gehalten, aber das grobe 20 points System findet sie ganz okay. Man solle es aber nicht zu genau nehmen, bekommt aber einfach einen guten Überblick über die großen Gefahren und wie man sie am besten kombiniert.

Alles in allem war es nicht ganz soooo schlimm, wie ich es mir ausgemalt hatte und ich bin schon sehr gespannt, was sie schreiben wird. Es wird einen Bericht an den Arbeitgeber (auch mit Impfempfehlungen geben, Impf-Pflicht gibt es ja nicht) und ich bekomme den gleichen Bericht und dazu die Laborergebnisse der Blutuntersuchung.

Lieben Gruß
Kiki

kikischatz
02.02.2006, 15:34
Hallo Zusammen,

heute habe ich das Ergebnis bekommen, welches ich euch nicht vorenthalten möchte:

An den Arbeitgeber ging ein Schreiben in dem steht, dass es bei der Untersuchung nach der Biostoffverordnung keine gesundheitlichen Bedenken gibt. Eine Hep A + B Impfung empfohlen wird (die zahlt er natürlich nicht!!)

Ich bekam dann noch das Ergebnis der Blutuntersuchung, welches ich euch hier mal aufschreibe:

Hämoglobin: 13.6 (12-16)
Erythrozyten 4.9 (3.9-5.3)
Hämatokrit 42.4 (37-47)
MCH 27.7 (27-32)
MCV 86.5 (84-96)
MCHC 32.1 (32-36)
Leukozyten 7.8 (4-10)
Thrombozyten 256.0 (150-400)
RDW 13.8 (11.514.5)

Glucose 88 (70-110)
Blutsenkung 20/40 --> Blutsenkung erhöht, Kontrolle empfohlen
GPT (Leberwert) 50 (<34) --> Wert erhöht, wahrscheinlich übergewichtsbedingt, Kontrolle empfohlen


So, mir sagen die meisten Sachen nicht soviel, aber ich habe den Eindruck, dass mein Blutbild völlig in Ordnung ist. Wie arg das mit der Blutsenkung ist, kann ich nicht einschätzen. Und - ist der Leberwert so drastisch hoch, dass es ein Problem ist? Ich weiß es nicht, wenn mir jemand von euch was dazu schreiben kann, würd ich mich freuen. Wenn nicht....wach ich bestimmt trotzdem morgen wieder auf :-D Habe eigentlich keine Lust zum Arzt zu gehen, hier in Siegen sind mir noch immer alle fremd und ich hasse Ärzte sowieso

Irgendwie glaube ich, dass die Ärztin unbedingt irgendwas wegen dem Übergewicht darein packen wollte.

Lieben Gruß

Kiki

Steph
02.02.2006, 17:11
Ich bin nich unbedingt die Fachfrau in Blutbildern - aber für mich schauts so aus, als ob Du ein topp Blutbild hast.

Und vor allem Dein Glucose-Wert beeindruckt mich .. von solchen niedrigen Werten träume ich nachts :).

Und was den Leberwert betrifft - hmm, ich denke, Kontrolle wäre dabei schon gut!

Allet Gute, Steph

kikischatz
02.02.2006, 17:52
Hallo Steph,

auf den Glucosewert war ich auch am allermeisten gespannt, denn irgendwie wollen einem die Ärzte halt immer Diabetes einreden. Es war ein Nüchternwert und ich bin auch echt begeistert.
Das mit dem Leberwert hat mich weniger schockiert, weil die Ärztin mir ja schon voraussagte, dass dieser Wert bei Übergewichtigen eigentlich "immer" erhöht ist. Die Blutsenkung macht mir da mehr Sorgen. Aber da kenne ich eben keine Richtwerte.

Lieben Gruß und schönen Abend

Kiki

Steffi
03.02.2006, 07:24
GPT (Leberwert) 50 (<34) --> Wert erhöht, wahrscheinlich übergewichtsbedingt, Kontrolle empfohlen

Mit der Diagnose sind die Ärzte scheinbar schnell bei der Hand. Mein ehemailiger Hausarzt vor Jahren auch. Letztlich sind meine Leberwerte, solange die Galle halbwegs vernünftig arbeitet, vollkommen in Ordnung.
Einer Freundin geht es ähnlich. Im Gegensatz zu mir hat sie zwar noch die Gallenblase aber auch Steine und auch da sind die Leberwerte leicht erhöht.

Kontrolle hier und da ist immer gut aber DAS muß nun wahrlich nicht am Gewicht liegen.

Gruß
Steffi

Sumpitt
03.02.2006, 09:12
Das nenne ich gutes Timing! Ich mußte letztens selbst zu einer Blutuntersuchung, die Grundlage für einen Besuch bei einem Facharzt ist.
Dadurch, daß Du hier Deine Werte und die Normwerte gepostet hast, bin ich erstmal durch die Ergebnisse meiner eigenen Blutuntersuchung "durchgestiegen". Mein Arzt hatte mir schon gesagt, daß alles in Ordnung ist und deshalb war ich eh nicht beunruhigt.
Dennoch kann ich verstehen, daß Du Deine Ergebnisse mit Spannung erwartet hast. Ging mir während der Warterei auf die Ergebnisse selbst nicht anders zumal ich jahrelang keine Blutuntersuchung hatte vornehmen lassen (wofür ich beim Hausarzt auch noch einen Anranzer kassiert habe).

Deinem festen Anstellungsvertrag dürfte doch jetzt eigentlich nichts mehr im Wege stehen, oder wie geht das jetzt bei Dir weiter?

kikischatz
04.02.2006, 08:48
Hallo Sumpitt,

ich habe im August einen 3-Jahres-Vertrag bekommen, weil meine Vorgängerin im Erziehungsurlaub ist. Den Vertrag hatte ich schon - eigentlich bekommt man bei uns immer Jahresverträge, ich war also mehr als erstaunt, als ich vor einen halben Jahr den Vertrag bis 2008 unter die Nase bekam :-D

Damit hat die Untersuchung also nix zu tun. Es muss wohl seit 2005 so ein Gesetz geben, auf dessen Grundlage man die "neueren" Mitarbeiter dorthin geschickt hat. Eigentlich war ich sogar seit 10/2004 in der Einrichtung, irgendwie alles echt komisch und ich wäre wohl weniger gelassen, wenn es ein Problem gegeben hätte. Aber wie gesagt, es ging um Biostoff-Verordnung und so, von daher hätte das Übergewicht da auch eh keine Rolle spielen dürfen.

Lieben Gruß

Kiki